12. März: "Zahltag!"-Kundgebung vor dem Jobcenter Spree-Neiße/Forst

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ethos07

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Unterstützt - auch aus Berlin - den Zahltag am Jobcenter in Forst!
Solidarität mit Bert Neumann!


In Forst (Lausitz) hat sich ein „Freundeskreis Bert Neumann“ gegründet. Er unterstützt einen Erwerbslosen, der seit 1. Januar das Hartz IV auf Null gekürzt wurde, weil er einen Computerkurs, zu dem er vom Jobcenter verpflichtet wurde, vorzeitig beendete.

Am Dienstag, den 12. März organisiert deshalb der Freundeskreis Bert Neumann vor dem Jobcenter Forst ab 15 Uhr einen Zahltag (siehe Aufruf unten). Es geht um die Solidarität mit Bert Neumann, aber es geht auch darum auf die fortdauernde Entwürdigung im Hartz IV-Regime aufmerksam zu machen. Wir wollen die Freund_innen in Forst von Berlin aus unterstützen und uns deshalb am Zahltag beteiligen.

Wir fahren am 12. März mit dem Brandenburgticket nach Forst (Abfahrt des Zuges ist um 12.44 Uhr am Ostbahnhof). Wir treffen uns um 12.30 Uhr am Gleis 2). Bringt Flugblatter und Broschüren mit, die die Rechte der Erwerbslosen am Jobcenter sowie die Aktion „Keine/r muss allein zum Amt“ zum Thema haben..


Liebe FreundInnen und GenossInnen,

am Dienstag den 12. März zwischen 15 und 18 Uhr wollen wir in Forst eine "Zahltag"-Kundgebung vor dem Jobcenter Spree-Neiße durchführen.

Anlass ist die 100%-Sanktionierung unseres Freundes Bert Neumann, der aktuell vom Amt in Hunger und Obdachlosigkeit getrieben wird.

Diese Aktion soll Öffentlichkeit für die Missachtung der Menschenwürde
in lokalen und überregionalen Medien schaffen. Zusätzlich können auch
SozialpolitikerInnen des Kreistages direkt angesprochen werden, denn um 17:30 findet im gleichen Gebäude der Sozialausschuss statt.

Mit Infomaterial und kompetenten Personen wollen wir vor Ort den
"KundInnen" des Jobcenters während der Öffnungszeiten (an diesem Tag bis 18 Uhr) Unterstützung und Beratung anbieten.

Wir, der Freundeskreis Bert Neumann, bitten euch uns an diesem Tag zu
unterstützen. Wir würden uns außerdem über weitere Ideen und Vorschläge zur Umsetzung freuen.

Weil wir für die Veranstaltung keine große Mobilisierung mit Plakaten
oder Flyer o.ä. durchführen, wäre es gut, wenn ihr weitere FreundInnen
und GenossInnen persönlich auf die Veranstaltung aufmerksam macht.

Weitere Informationen findet ihr auf:

bertneumann.blogsport.de/

Solidarische Grüße
Freundeskreis Bert Neuman

Wer in der Gegend wohnt oder aus Berlin hinfahren kann:
Bitte sich die Zeit nehmen und mitmachen!
Solidarität ist auch deine Selbstverteidigung.


Link zu Artikeln über den Hartz IV - Entzug von Bert Neumann:

jungle-world.com - Archiv - 05/2013 - Inland - Sanktionen durch die Jobcenter

"Ihr Arbeitslosengeld fällt komplett weg" | Telepolis
 

ethos07

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Ich hol's nochmals nach oben - denn es ist wichtig, dass wir uns nicht die klare Sicht vernebeln lassen:

Auch wenn wie in Offenbach die JC-Geschäftsfürhung

- mitsamt offenbar dem ihr aus der Hand fressenden ver.di-SBs
- schämt euch, ihr unsoldiarischen Gewerkschaftler! :eek: -

glauben machen will, dass Beistände die Ordnung in ihren JCs durcheinander bringen:

Es geht beim Solidarischen Begleiten nicht um frontale Angrriffe auf die 'armen', brötchenhörigen SBs. Sondern es geht beim Solidarischen Begleiten, wie der Name schon sagt, um gegenseitige Unterstützung unter den Leistungbezieher_innen gegenüber einer 'Behörde', die (Menschen)Recht und Gesetz systematisch missachtet bzw. entgegen dem eigentlichen gesetzlichen Auftrag häufig wissentlich zu Ungunsten der Betroffenen auslegt.

Das ist wohl auch bei Bert geschehen. Er wurde wie viele andere hier fortgesetzt in sinnlose Maßnahmen gestopft und sollte nun zum 3.Mal in denselben Anfänger-Computerkurs gesteckt werden.

Und das, obwohl seit langem klar ist, dass für 90% der Teilnehmer_innen bei 90% dieser Maßnahmen kein echter Zugewinn für die Vermittlung herauskommt. Sondern einziger Sinn und Zweck der allermeisten Maßnahmen ist es, Erwerbslose vorübergehend aus der Statistik zu haben - und den privatne Firmen, die diese Maßnahmen anbieten, ihre Abzockerei der Steuergelder zu ermöglichen.

Dass die JCs auf Weigerungen der Leistungsbezieher_innen, an sinnlosen Maßnahmen teilzunehmen, noch immr mit dem Entzug der Lebensgrundlagen per (100%-)Sanktion reagieren, das ist der eigentliche Skandal!

Man kann Hunde mit solchen Strafen vielleicht zu Wohlverhalten zwingen - bei Menschen hingegen schürt das nur den Zorn und die Wut auf den hündisch agierenden Agressor.
Oder umgekehrt, es löst die vollständige Apathie bis hin zur tödlichen Selbstaufgabe aus...:icon_sad:

Daher, liebe Leute: Wer irgendwie kann, breche am Dienstag mit erfahrenen Beiständen nach Forst auf, um Bert Neumann und damit gleichzeitig alle Leistungsbezieher_innen, die von sinnlosen Maßnahmen betroffen sind, in ihrem MENSCHENrecht zu stärken: Sinnloses darf ein Mensch verweigern ohne deswegen mit Entzug der Lebensgrundlagen bestraft zu werden!

Am 12. März geht es mit dem Brandenburgticket nach Forst (Abfahrt des Zuges ist um 12.44 Uhr am Ostbahnhof). Treffpunkt ist um 12.30 Uhr am Gleis 2.
 
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