11 Monate Vollzeit + 1 Monat 451€/ALGII (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

pabu

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Hallo zusammen,

folgende Frage bereitet mir gerade etwas Kopfzerbrechen und daher möchte ich euch zu diesem Thema befragen.

Ich arbeite seit dem 01.10.2016 in Vollzeit. Dieser Vertrag endet mit dem 26.08.2017. Zuvor habe ich 5 Jahre studiert und lediglich auf 400€ Basis gearbeitet sowie Bafög erhalten.

Auf Grundlage dieser Angaben steht mir ja noch kein ALG I zu. Ich habe nun die Möglichkeit, bei einem Bekannten auf 451€ Basis die Differenztage angestellt zu werden (sprich 01.09.2017 - 06.10.2017). Zusätzlich könnte ich mich ja hierbei noch um ALG II für den Monat September bemühen, da 451€ ja nicht zum Leben ausreichen?!

Nun die Fragen: Steht mir bei dargelegtem Vorgehen irgendetwas im Wege, worauf ich noch zu achten habe? Bspw. die Lücke 5 Tageslücke Ende August oder die Tatsache das ich für September ALG II empfangen möchte. Oder kann ich so vorgehen ( 10 Monate und 26 Vollzeit + Restzeit als 451 €Job und ALG II) um danach ALG I zu beantragen?

Dieses Szenario stellt natürlich den Worst Case dar, für welchen ich aber trotzdem gewappnet sein möchte.

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe!

Beste Grüße
 

Doppeloma

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Hallo pabu, :welcome:

Ich arbeite seit dem 01.10.2016 in Vollzeit. Dieser Vertrag endet mit dem 26.08.2017. Zuvor habe ich 5 Jahre studiert und lediglich auf 400€ Basis gearbeitet sowie Bafög erhalten.
War der Vertrag von Beginn an befristet oder warum endet das jetzt so "merkwürdig" mitten im Monat, gibt es keine Möglichkeit noch bis zum 30.09.2017 bei dem AG (versicherungspflichtig) zu bleiben ???

Auf Grundlage dieser Angaben steht mir ja noch kein ALG I zu.
Richtig und ab dem 01.10.2017 wäre ein Anspruch auf 6 Monate ALGI vorhanden, den erwirtschaftest du aber NUR mit versicherungspflichtiger Beschäftigung (mindestens 360 Tage müssen das sein innerhalb der letzten 24 Monate).

Ich habe nun die Möglichkeit, bei einem Bekannten auf 451€ Basis die Differenztage angestellt zu werden (sprich 01.09.2017 - 06.10.2017). Zusätzlich könnte ich mich ja hierbei noch um ALG II für den Monat September bemühen, da 451€ ja nicht zum Leben ausreichen?!
Diese Rechnung geht also NICHT auf, denn mit einem Minijob bist du NICHT für ALGI versichert, du wirst dich generell noch um mehr Einkommen bemühen müssen, denn (nur) mit einem Minijob bist du auch NICHT mehr krankenversichert.

Nun die Fragen: Steht mir bei dargelegtem Vorgehen irgendetwas im Wege, worauf ich noch zu achten habe?
Da steht also noch allerhand im Wege im Moment ...

Bspw. die Lücke 5 Tageslücke Ende August
Für diese Lücke musst du dich freiwillig krankenversichern und den Beitrag selber zahlen, denn es ist inzwischen Pflicht in D Krankenkenversichert zu sein und diese Beiträge wird ja Niemand mehr übernehmen.

Es sei denn du kannst ab dem 28.08. noch eine neue versicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen.

oder die Tatsache das ich für September ALG II empfangen möchte.
Es geht nicht darum ob du für oder ab September ALGII "empfangen möchtest", deine Überlegungen dazu setzen sehr spät ein, wenn du in wenigen Tagen tatsächlich komplett ohne Einkommen und ohne Geld dastehen wirst und keine finanziellen Reserven vorhanden sind.

ALGII gibt es nur bei "Bedürftigkeit" das ist Sozial-HILFE für Arbeitslose die sonst keine Ansprüche und kein Geld zum "Überleben" haben (also auch keine Ersparnisse/ kein Vermögen, dass sie kurzfristig nutzen könnten).

Das wird natürlich nach der Antragstellung erst geprüft, ob du dieses Geld wirklich erhalten musst, in der Regel dauert die Bearbeitung 4 - 6 Wochen ...
Es sei denn es handelt sich um akute Notfälle, davon kann ja eigentlich in deinem Falle nicht die Rede sein, du wusstest ja sicher schon länger wann dein aktuelles Arbeitsverhältnis enden wird ?

Oder kann ich so vorgehen ( 10 Monate und 26 Vollzeit + Restzeit als 451 €Job und ALG II) um danach ALG I zu beantragen?
Du solltest dir besser wenigstens einen versicherungspflichtigen Teilzeit-Job suchen, mit deiner Planung erreichst du keinen Anspruch auf ALGI zum Oktober 2017 ... der ergibt sich weder aus einem Minijob, noch aus dem (zusätzlichen) Bezug von ALG II.:icon_evil:

Wenn es dir gelingt einen schnellen Bescheid für ALG II zu erwirken (dann bist du wenigstens wieder krankenversichert), dann ist auch dort die Vermittlung in Arbeit bzw. die intensive Suche danach die wichtigste Verpflichtung.

MfG Doppeloma
 

pabu

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Hallo doppeloma,

danke für deine Antwort! Die Beschäftigung auf 451 € soll ja sozialversicherungspflichtig sein, dort werden SV Beträge abgeführt. Also davon würden mir dann ca. 350 € bleiben. In Summe also der Betrag plus ALGII für einen Monat, um so die 12 Monate SV Tätigkeit voll zu bekommen. Das müsste doch gehen oder?

ALG I Berechnung wäre ja dann im Oktober 11*3500€brutto + 1*451€brutto.

Ja der Vertrag war so komisch befristet.

Ich habe Reserven für 1-2 Monat.

Grundsätzlich geht es mir ums Prinzip z. B. verhindert ALGII plus 451(SV Pflicht) einen ALGI Antrag im Oktober? Ob das ALG II im September pünktlich da ist, ist zurzeit eher unrelevant.

LG Pabu
 

Doppeloma

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Hallo pabu,

ALG I Berechnung wäre ja dann im Oktober 11*3500€brutto + 1*451€brutto.
Merkwürdige Rechnung, ein Minijob (auch nicht mit 451 €) ist KEINE vollwertige versicherungspflichtige Tätigkeit für einen Anspruch auf ALGI. :icon_evil:

Das betrifft vorwiegend die Rentenversicherung (für minimale Renten-Ansprüche), damit bist du noch nicht mal regulär krankenversichert, müsstest also (ohne ALGII dazu) weiter freiwillige Beiträge selber zahlen (aus den 451 € oder deinen Ersparnissen), denn der AG zahlt ja auch keine Krankenversicherung für dich.

Für den Anspruch auf ALGI reicht das NICHT ... wie viele Stunden wirst du denn dafür arbeiten, aus Minijobs (weniger als 15 Wochenstunden) ergibt sich generell KEIN Anspruch auf ALGI.

Der offizielle Teilzeitbereich für ALGI beginnt erst ÜBER 15 Wochenstunden, es zählt nicht nur das reine Einkommen dafür.

Sonst könnte ja jeder Minijobber irgendwann ALGI bekommen, frage doch deinen geplanten AG mal danach, wie viel Beitrag dann an die AfA abgeführt wird aus diesen 451 €, der AG zahlt den Beitrag ja nicht selber. :icon_evil:

Ob du dazu ALGII beziehst oder nicht ist eigentlich völlig EGAL, das sichert nur deine Krankenversicherung und einen Fehlbetrag zum Lebensunterhalt ab, aus ALGII wird nicht (mehr) in die Rentenkasse gezahlt und auch nicht in die Arbeitslosen-Kasse (das war noch nie der Fall).

Dein konkretes Einkommen ist letztlich (fast) unerheblich, das muss aber wenigstens den Mindestlohn erreichen (auch im Minijob, der UNTER 15 Stunden bleiben muss, sonst ist es gesetzlich kein Minijob mehr) der aktuell schon um die 9 € pro Stunde liegt.

Es müssen Beiträge aus deinem Einkommen DIREKT vom AG an die AfA entrichtet werden und das für mindestens 360 TAGE (also nicht Monate oder Wochen) in den letzten 24 Monaten damit du 6 Monate ALGI bekommen kannst.

Für den August fehlen dir ja auch noch die ALO-Beiträge für die Tage nach dem Ende des Arbeitsvertrages.
Das funktioniert also mit deiner Planung / Rechnung nicht. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

biddy

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Merkwürdige Rechnung, ein Minijob (auch nicht mit 451 €) ist KEINE vollwertige versicherungspflichtige Tätigkeit für einen Anspruch auf ALGI.
Das ist kein Minijob mehr. Ab 450,01 € ist es ein sozialvers.pflichtiger Job (bis 850 € in der sog. Gleitzone).
Seite 2 von 2, rechte Spalte: https://www3.arbeitsagentur.de/web/...tei/mdaw/mdk5/~edisp/l6019022dstbai394843.pdf

Nachtrag: Sorry, eben gemerkt: Die verlinkte Pdf-Datei ist veraltet. Heute sind's natürlich nicht mehr 400-800, sondern 450-850 €
 
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pabu

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Danke euch beiden. Meine Intention hierbei entspricht der Erläuterung von biddy... Wenn ich also die übrige Zeit in der gleitzone arbeite bis ich 12 Monate voll habe, dürfte das meinem ALG 1 Antrag nicht im Wege stehen oder? ALG 2 fällt übrigens aus, da zuviel Geld aufm Konto

LG pabu
 
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