11 jährige soll einen Wohngeldantrag stellen ?!

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Wanted

Elo-User*in
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Hallo,
(wenn das Thema hier falsch, bitte verschieben)

Ich bin gerade etwas konfus. Vorhin habe ich ein Wohngeldantrag zugeschickt bekommen von der Arge, worin steht, das meine jüngste Tochter Wohngeld beantragen soll.
Der genaue Wortlaut des Anschreibens:
Für das oben genannte Kind besteht unter Berücksichtigung der hier bekannten Einkünfte und Unterkunftskosten ein Wohngeldanspruch. Lt. einer unverbindlichen Wohngeldauskunft beträgt das Wohngeld für das o. g. Kind monatlich 148 €.

Das Kind wäre somit in der lage, miot dem Wohngeld und den anderen eigenen Einkünfte den Lebensunterhalt vollständig selbst sicher zu stellen. Laufende Leistungen nach dem SGBll für das o.g. Kind wären daher ausgeschlossen.
Sind die nicht mehr ganz zusammen? Das kann doch so nicht stimmen oder?
Das Kind um das es geht ist 11 Jahre alt, bekommt, seit wir herzogen (07) nur Unterhaltsvorschuß vom 158 €. das ist ihr einzigstes èigenes Einkommen, was angerechnet wird in unserer bedarfsgemeinschaft.

Meine anderen beiden Kinder haben auch seit `07 Unterhaltsvorschuß bekommen (jetzt nicht mehr da beide über 12) Bisher wurde ich noch NIE aufgefordert Wohngeld zu beantragen.

Ausserdem kann doch nur ich als Mieter einen Antrag stellen, da ich im Mietvertrag stehe. Oder bin ich auf dem falschen Dampfer?

Klärt mich doch mal bitte auf wenn ihr bescheid wißt... ich bin ratlos was tun:confused:
 

Linchen0307

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Was du schreibst ist nicht ganz richtig... das Kind bekommt 158 Euro UVG plus 164 Euro Kindergeld, wenn also ein Wohngeldanspruch besteht, das musste du bei der Wohngeldstelle in Erfahrung bringen, wäre das Kind zunächst aus der Berechnung raus und könnte sich allein versorgen.
Hier gilt es zu beachten, das die ARGEn wahrscheinlich Überhänge wieder von dem BG Gesamtbedarf abzieht...

Ja ich weiß, das sind linke Vögel...
 

Wanted

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Dank euch für eure antwort.
Natürlich, Kindergeld gehört ja auch noch dazu. Hab ich ganz vergessen
:icon_smile:

Wenn ich tatsächlich für meine kleine jetzt Wohngeld beantragen soll/kann, warum wurde denn dann nicht schon ab `07 von mir verlangt, Wohngeld zu beantragen? es haben alle 3 Kinder UVG bekommen die bei mir wohnen. (jetzt bekommt nur noch die kleine)

Ich find das mehr als komisch, da die SB noch nicht mal meinen Folgeantrag bearbeitet haben der ab August gelten sollte. Einen Bescheid hab ich daher noch nicht und dann kommt sowas ...:icon_eek::confused:
 

Kathrin40

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Ja Wohngeld musst du natürlich für deine Tochter beantragen. Das hat mit dem Alter des Kindes nichts zu tun. Meine jüngste ist 1 Jahr und ich musste Wohngeld für sie beantragen.:icon_neutral::icon_neutral:
So sind die Kinder aus der Bg raus und nur der Kindergeldüberhang wird auf dich angerechnet. Mein Bearbeiter rechnet aber immer noch alle zu meiner Bg. Also so ganz steig ich da langsam auch nicht mehr durch.
 

Summer1201

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Hallo,

ich habe mir hier die fälle durchgelesen und kann mich nur anschliessen. Ich musste für meine drei jährige Tochter Wohngeld beantragen was eigentlich völliger Schwachsin ist. Der Witz an der Geschichte war ich habe das Wohngeld jeden Monat abgezogen bekommen und habe Rückwirkend nichts mehr erhalten . Die Arge hat sich alles einkassiert und ich habe nie wieder etwas davon gesehen. Also habe ich mir ein Anwalt zur Seite gestellt und er sagte mir nur man sollte alles Prüfen lassen und beim Amt nie ohne Anwalt auftauchen bzw man brauch sich nicht zu rechtfertigen. Wohngeld zu beantragen für Kinder ist eigentlich völliger blödsinn.
 

mr.hyde

Neu hier...
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Anspruchsberechtigung

Es gibt zwei Personengruppen, die wohngeldberechtigt sind. Dementsprechend gibt es auch zwei Arten des Wohngeldes: den Mietzuschuss und den Lastenzuschuss.

Mietzuschuss erhalten alle, die

* Mieter einer Wohnung sind;
* in einem dem Mietverhältnis ähnlichen Rechtsverhältnis stehen
* (in bestimmten Ausnahmefällen) Eigentümer eines Mehrfamilienhauses sind, in dem sie selbst eine Wohnung für eigene Wohnzwecke benutzen;
* Heimbewohner.

Den Lastenzuschuss erhalten

* die Eigentümer eines Eigenheimes (max. 2 Wohnungen);
* die Eigentümer einer Eigentumswohnung;
* die Eigentümer einer Kleinsiedlung oder einer sogenannten landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstelle;
* die Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechtes.

Es gibt bei der Berechtigung jedoch Ausnahmen.

Demnach sind nicht wohngeldberechtigt die Empfänger von

* ALG II, sofern darin die Kosten für die Unterkunft enthalten ist
* Sozialgeld
* Leistungen für Unterkunft und Heizung nach SGB II (ALG II)
* Übergangsgelder in Höhe des Betrages des ALG II
* Verletztengeld in Höhe des Betrages des ALG II
* Grundsicherung im Alter
* Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit
* Sozialhilfe
* ergänzender Hilfen zum Lebensunterhalt oder anderen Hilfen in stationären Einrichtungen, die den Lebensunterhalt umfassen und nach dem Bundesversorgungsgesetz gewährt werden
* Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
* Leistungen der Kinder- und Jugendpflege in Haushalten, zu denen ausschließlich Personen gehören, die diese Leistungen empfangen

ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) Auch Studenten und Lehrlinge haben nicht unbedingt einen Anspruch auf Wohngeld. Auf diese beiden Personengruppen gehen wir hier gesondert ein.
ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) Der Ausschluß vom Wohngeldanspruch für ALG II-Empfänger gilt nicht, wenn das ALG II als Darlehen gezahlt wird.
ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) Fällt eine der oben genannten Leistungen wegen einer Sanktion (=Strafe) weg, ist dennoch kein Anspruch auf Wohngeld vorhanden.

quelle ---> wohngeldantrag.de
 

biddy

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Der Ausschluß vom Wohngeldanspruch für ALG II-Empfänger gilt nicht, wenn das ALG II als Darlehen gezahlt wird.
... und 2. wenn
durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch [...] vermieden oder beseitigt werden kann.

Quelle: WohnGG § 7 nach der Wohngeldgesetzesänderung 2009
 

Erolena

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Ich sehe für Minderjährige auch keinen Vorteil im Wohngeldantrag für zurückliegende Zeiträume.

Eine Wohngeldbewilligung für rückliegende Zeiträume - nach denen hier gefragt wurde - wäre aus meiner Sicht auch unmöglich.
Oder?
__
Der Satz im § 7 WoGG geht noch weiter mit zwei formalen Voraussetzungen.

.....Der Ausschluss besteht nicht, wenn
1. die Leistungen nach den Sätzen 1 und 2 ausschließlich als Darlehen gewährt werden oder
2. durch Wohngeld die Hilfebedürftigkeit im Sinne des § 9 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch, des § 19 Abs. 1 und 2 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch oder des § 27a des Bundesversorgungsgesetzes vermieden oder beseitigt werden kann


und
a) die Leistungen nach Satz 1 Nr. 1 bis 7 während der Dauer des Verwaltungsverfahrens zur Feststellung von Grund und Höhe dieser Leistungen noch nicht erbracht worden sind
oder
b) der zuständige Träger eine der in Satz 1 Nr. 1 bis 7 genannten Leistungen als nachrangig verpflichteter Leistungsträger nach § 104 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch erbringt.
Link: https://dejure.org/gesetze/WoGG/7.html

Grund: in den alten ALG2-Bescheiden ist
Punkt a) unzutreffend (ist kein laufendes Antragsverfahren)

Punkt b) trifft nicht zu, denn in den früheren Bewilligungsbescheiden für die BG steht nicht drin,
dass die ARGE nach § 104 SGB X nur als Vorausleistung/Ersatz
für die vorrangig verpflichtete Wohngeldstelle zahlt.

Also aus meiner Sicht keine Wohngeldbewilligung möglich
und wäre auch ohne Nutzen für die BG.
 
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