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100% Schwerbehindert und 1Euro Job

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Nicht offen für weitere Antworten.

Diavolo

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#1
Hallo erstmal

Ich bin 100% Schwerbehindert, Merkzeichen AG und H.
Nun habe ich einen 1Euro-Job zugewiesen bekommen, den ich durchaus erledigen kann, und den ich auch gern ausübe.
Mein Problem ist das Hinkommen. Ich bin ca. 2,5 Std. mit dem Hin- und Rückweg beschäftigt, da ich diesen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewerkstelligen muss. Dieses schließt 30Minütige Wartezeiten beim Umsteigen mit ein.
Das Busfahren selbst ist auch nicht das große Hindernis, da hier Niederflurbusse eingesetzt werden. Aber der relative weite Weg zur Haltestelle, und die zusätzliche Steherei an diesen, machen mir ziemlich zu schaffen.
Habe das jetzt eine Woche durchgezogen, mit dem Ergebnis, das ich nicht nur jeden Abend fix und fertig bin, sondern mein Stumpf (Oberschenkelprothese) auch immer schlimmer aussieht.
Ich würde diesen Job schon gern weiter machen, aber mit diesen Anfahrtsbedingungen fürchte ich meinen eigentlich recht guten Allgemeinzustand immer weiter zu verschlimmern. Und an den bevorstehenden Winter, mit evtl. Schneefall, mag ich bei diesen Laufstrecken erst garnicht denken.

Wäre für jeden hilfreichen Tipp sehr dankbar!

LG, Diavolo
 

Arania

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#2
Der hilfreiche Tipp kann nur der sein das Du Dich entscheiden musst: entweder der Job oder Deine Gesundheit, mehr kann ich Dir leider nicht raten, ich würde persönlich der Gesundheit den Vorrang geben, aber das musst Du entscheiden, mit Hinweis auf Deine Beschwerden kannst Du den Job jederzeit aufgeben
 

Kerstin_K

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#3
Also, wenn das jetzt eine normale Arbeitsstelle wäre, könntest Du Unterstützung nach der Kraftfahrzeughilfeverordnung bekommen. Das können dann zum Beispiel auch Taxikosten sein. Ob die KfzHV bei einem Ein-Euro-Job greift, wage ich zu bezeifeln. Allersdings hat die ARGE dich in diese Maßnahme gesteckt, also sollen die das bitte auch regeln. Also ich würde der ARGE kanz klar erklären, was Sache ist und Fahrkostenübernahme, mindestens bis zur Haltestelle, wenn nicht gar für die ganze Strecke beantragen.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es übrigens auch bei www.mobil-mit-behinderung.de. Beratung gibt es allerdings nur für Mitglieder. Die sind absolut seriös, ich bin da selber auch Mitglied. Wenn Du Dir den Beitrag nicht leisten kannst, kann dieser auch ermäßigt oder erlassen werden, da findet sich immer eine Lösung.
 

Diavolo

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#5
Also, wenn das jetzt eine normale Arbeitsstelle wäre, könntest Du Unterstützung nach der Kraftfahrzeughilfeverordnung bekommen. Das können dann zum Beispiel auch Taxikosten sein. Ob die KfzHV bei einem Ein-Euro-Job greift, wage ich zu bezeifeln. Allersdings hat die ARGE dich in diese Maßnahme gesteckt, also sollen die das bitte auch regeln. Also ich würde der ARGE kanz klar erklären, was Sache ist und Fahrkostenübernahme, mindestens bis zur Haltestelle, wenn nicht gar für die ganze Strecke beantragen.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es übrigens auch bei www.mobil-mit-behinderung.de. Beratung gibt es allerdings nur für Mitglieder. Die sind absolut seriös, ich bin da selber auch Mitglied. Wenn Du Dir den Beitrag nicht leisten kannst, kann dieser auch ermäßigt oder erlassen werden, da findet sich immer eine Lösung.
Naja, das ist ja das Problem. Diese KfzHV greift bei 1Euro-Jobs leider nicht.
Ich besitze ja noch meinen umgebauten Wagen aus meiner "aktiven" Zeit, der aber mit Eintritt in HarziV, mangels nötigem Kleingeld, stilllgelegt wurde.
Das zulassen, wäre auch mit den 100 Euro pro Monat mehr, evtl. machbar. Nur leider ist der Wagen inzwischen fällig für den Tüv, und das übersteigt wohl leider mein Budget bei weitem.

Auf alle Fälle erstmal Danke an alle, für die bisherigen Infos.

LG, Diavolo
 

Heiko1961

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#6
Ich bin 100% Schwerbehindert, Merkzeichen AG und H.
Moin Diavolo,
hättest du bei deiner Behinderung keine Chance auf EM- Rente?
:icon_hmm:
 

Kerstin_K

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#7
Hallo Diavolo,

dann kann ich nur nochmal sagen, adressier das Problem bei der ARGE. WEnn die wollen, dass Du den EEJ machst, sollen sie gefälligst ne Lösung finden, zum Beispiel Taxikosten.

Sag mal, Du hast doch sicher auch ein B im Ausweis, oder? Dann kann Dich die ARGE nicht zwingen, ohne Begleitung öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.

Hast Du schonmal mit deinem SB über dass Problem gesprochen?
 

kalle

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#8
Grundsätzlich würde ich unter diesen Bedingungen den 1 Euro-Job nicht machen.

1. So wie Du den Arbeitsweg schiderst, da gefährdest Du doch glatt Dein AG im Ausweis. Das AG bekommt man, wenn man nur noch wenige Schritte ohne Probleme laufen kann.

2. Die Eingliederungshilfeverordnung könnte man schon auch in Beziehung auf den 1 Euro -Job auslegen.
Die bezieht a. nicht nur auf die Erwerbstätigkeit und b. würde auch nur eine Arbeitszeit von 2 x 2 Stunden die Woche ausreichen. Hab ich aus einem Urteil, das ich meiner Meinung nach von mobil-mit-behinderung habe.
Also, wenn Du weiterhin diesen Job machen möchtest (man will ja rauskommen) und der Wagen noch zu vernünftigen Preisen zu reparieren wäre, dann sollte ein gut begründeter Antrag beim zuständigen Träger gestellt werden. Man kann auch über die Verordnung eine mtl. KFZ-Beihilfe bekommen.

3. Aber bei den heutigen Sparzwängen und kreativen Ablehnungen würde ich da sehr interessante Zeiten auf Dich zukommen sehen. Aber wenn Du kämpfen kannst und willst............:icon_daumen:

4.Auch mit nem appen Bein kann man noch sehr wohl erwerbsfähige sein. Hast Du hier evtl auch mal an Reha beim RV gedacht? Umschulung, etc? Die wären dann übrigens auch für einen Wagen zuständig.
 

Diavolo

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#9
Hui das ist ne Menge Info auf einmal ;) - Danke erstmal dafür!


@Kerstin_K
Also das B für Begleiperson habe ich tatsächlich im Ausweis.
Mit dem bzw. mehreren Sachbearbeitern habe ich auch schon vor Antritt des Jobs geredet, aber nicht das es irgendeinen von denen interessiert hätte.

@Kalle
Naja, laufen würde ich das nicht wirklich nennen. Eher meterweise voranstolpern, mit unzähligen pausen.

Was die Reparatur angeht, so kann das nichts schlimmes sein. Bis vor kurzem hat der Wagen ja noch einwandfrei seinen Dienst getan, und ist ziemlich gut in Schuss. Aber das die hier irgendwelche Verordnungen großzügig auslegen, kann man leider knicken. Eher im Gegenteil.
Ich darf sogar einen Teil meiner Heizkosten zahlen, obwohl das meines Wissens auch nicht in Ordnung ist.

Das ich trotz der Behinderung erwerbsfähig bin, ist mir bewusst. Schließlich habe ich mit diesem Handicap über 25 Jahre gearbeitet ;)


LG, Diavolo
 

Kerstin_K

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#10
Tja, Diavplo, da hilft nur kämpfen.....

Wenn Du den EEJ unbedingt machen willst, dann käpf für Deine Mobilität!
 

gelibeh

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#11
Ich darf sogar einen Teil meiner Heizkosten zahlen, obwohl das meines Wissens auch nicht in Ordnung ist.
Und dagegen solltest Du auch was machen, denn wer hat schon Geld über.
 
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