100% Sanktion nach Fristgerechter Kündigung!?

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DackJaniels

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Hallo,

Ich bin neu hier und bin nicht sicher welche Kriterien ihr braucht daher erzähle ich einfach die Geschichte grob, ich kann diese wohl nicht Spoilern da es viel Text wird.. dies ist nur wichtig ist als Hintergrundwissen hat nicht direkt etwas mit der Sanktion zu tun.
Wem es zu viel Text ist bitte unten einsteigen wo die Bilder anfangen.


Ich habe in einem Call-Center gearbeitet gute anderthalb Jahre ohne nennenswerte Probleme.. ich habe dann den Berich gewechselt und saß dann 1 Etage höher, ab dort begannen die Probleme.. mir fehlten seit beginn für das wichtigste Programm der Benutzername sowie das Passwort, mit wurde immer versichert das sich etwas tut da ich mit den Kennungen meiner Teamleiterin gearbeitet habe und weitaus mehr Möglichkeiten hatte..

Ich habe über 6 Monate so gearbeitet im Hinterkopf war immer, dass ich gegen die eigenen Hausregeln verstoße und gegen die Vorschriften vom Auftraggeber mich somit Strafbar mach sowie wenn der Auftraggeber dies mitbekommen würde dieses Projekt von diesem Call-Center abziehen würde..

Grundsätzlich war die Arbeit möglich nur dieses 1 Programm war der Eckpfeiler meiner Arbeit und darauf baute alles auf. Ich meldete dies Ständig meiner Vorgesetzten, die dies auch nur weitergeben konnte da die Freischaltung vom Auftraggeber erfolgen mußte.
Ich möchte nicht arrogant klingen aber ich war was diese arbeit anging, so ziemlich der fähigste Mitarbeiter da mir alle Vertrauten und auf mich hörten, war ich auch oft der fachliche Ansprechpartner sollten diese mal verhindert sein oder jemand benötigt werden.

Insgeheim regte es mich aber sehr auf das über 6 Monate offenkundig lang nichts passierte und ich entschied mich dazu ein klares Statement abzugeben. Ich setzte meine Teamleiterin in Kenntnis, dass ich ab sofort nur noch fachlicher Ansprechpartner seihen wollte bis meine Kennungen, die in dieser Branche als "Arbeitsmittel" anzusehen mir zu Verfügung gestellt werden.
daraufhin folgten mehrere kurze Gespräche mit ihr und Sie trug dies dem Standortleiter vor. Man gab erstmal nach und ich war für einige Wochen der fachliche Ansprechpartner.

Nach Wochen kam der Standortleiter auf mich zu und sagte mir ich solle wie gewohnt arbeiten. Dieser Satz war unmissverständlich ein "Entweder oder". Ich verweigerte dies und bat weiterhin meine Arbeit in diesem Projekt an aber nicht weiterhin als "Schuldiger". Er gab nach und ich nach weiterhin als fachlicher Ansprechpartner die arbeit auf.
Nach insgesammt c.a. 2 Monaten kam meine Teamleiterin auf mich zu und sagte dies habe ein Ende und ich solle wieder meiner normalen Tätigkeit nachkommen, wie gewohnt fragte ich nach meinen Kennungen und dies wurde verneint also habe ich Sie mit meiner Rolle als Arbeitnehmer und der Tatsache das ich somit innerhalb eines Fingerschnippsens entlassen werden könne konfrontiert, sowie das ich absolut kein Verständnis damit mehr habe das man in diesem Unternehmen sämtliche Probleme so oft gegen die Wand fahren lässt bis die Wand durchbrochen ist!
Daraufhin sollte ich warten mann würde sich beraten.. Dies dauerte mehrere Stunden bei denen ich nur sinnlos auf meinem Stuhl sitzen sollte, was ich tat.

man kam diesesmal geschlossen auf mich zu und verlangte erneut das ich die Arbeit aufnehme, ich wiederholte IMMER das ich Arbeiten möchte aber nicht unter diesen Zweifelhaften Umständen. Es gingen wieder alle Personen des Projektes (Teamleiter, Standortleiter sowie Projektleiter) ins Büro und berieten sich c.a. 2 Stunden.
Als Sie wieder kamen Schickte man mich bezahlt nach hause und bat mich um Geduld man würde eine Lösung finden.

Am nächsten Tag kam man direkt auf mich zu und Stellte mich bezahlt c.a. 1 Woche frei, zu Dieser Zeit war es sommer und dies kam mir natürlich gelegen, also stimmte ich zu.
Ich kam wieder und nichts hatte sich getan, man versuchte mit übertriebenem maße mich zu zwingen die Arbeit aufzunehmen und ich wiederholte erneut das ich meine Arbeit als fachlicher Ansprechpartner aufnehmen kann bis meine "Kennungen / Arbeitsmittel" vollständig sind. Es wurde dieses mal abgelehnt und man versuchte mich unter druck zu setzen.. Ich bat um geduld und holte mein Handy heraus und rief meine Rechtsschutzversicherung im Beisein des Standortleiters an.. natürlich auf Freisprech und als ich Arbeitsrecht im Wählvorgang erwähnte bat mich der Standortleiter aufzulegen. Also legte ich auf und hörte gespannt zu..
Man bot mir an meinen Urlaub kurzfristig zu nehmen um somit zeit zu schaffen, ich war nicht begeistert da ich diesen schon verplant hatte aber ich wollte ja noch dort arbeiten also stimmte ich zu.. erst waren es tage in denen ich Urlaub nehmen konnte / mußte und dann Wochen bis hin das er aufgebraucht war und sich nichts getan hatte..

Ich erführ dies aber nicht weil man auf mich zukam sondern als ich danach fragte.. ich informierte meine Teamleiterin, dass ich zum Betriebsrat gehe. Dieser hörte sich das alles an und war von vornherein nicht in der Lage diese Situation richtig einzuschätzen.
Dennoch kam es zu einem Gespräch mit Teamleiterin und Standortleiter zusammen mit dem Betriebsrat und von Anfang an nahm der Standortleiter das Wort und beschuldigte mich völlig Überraschend damit dass ich IMMER Minuten zu spät das 1 Telefonat annahm und somit eine Fehlzeit entstünde die nicht Tragbar wären und man mich dafür eigentlich Kündigen sollte!
Ich erwiederte sehr trocken das ich seit ich in diesem Unternehmen Tätig bin IMMER 30min vor Schichtbeginn im Büro bin und IMMER in der selben Minuten auf bereit gehe ABER nicht beeinflussen kann wann das 1 Telefonat tatsächlich zu mir durchgestellt wird.
Es kam keine Antwort mehr. Meine Teamleiterin schaute die ganze Zeit auf den Boden weil Ihr das sichtlich Peinlich war, der Betriebsrat stellte sich sofort auf die Seite des Standortleiters und meinte dies sei nicht Tragbar?
Ich erinnerte Sie an das Wort Neutralität sowie Voreingenommenheit und dass das Problem ein gänzlich anderes war und hier nur Boden für druck oder sogar eine Kündigung geschaffen werden sollte.

Ich Bat um Zeit zum nachdenken und ging vor die Tür worauf ich das Arbeitsamt angerufen habe und diese Situation grob geschildert habe, mir wurde lediglich geraten nicht selber zu Kündigen mehr nicht!
Ich rief meine Rechtsschutz an und mir wurde gesagt das diese Einlogdaten zu den Betriebsmitteln gehören die mir zu 100% gestellt werden müssen andernfalls muss ich garnichts machen selbst wenn ich Wochenlang nur auf meinem Platz sitze und abwarte kann mir der Arbeitgeber nichts, ich darf nur nie sagen dass ich die Arbeit verweigere.. was ich nicht tat..
also ging ich wieder ins Büro des Betriebsrates und konfrontierte meinen Arbeitgeber damit, worauf man mich erneut 1 Woche bezahlt freistellte..

Ich ging zum Arzt und erzählte Ihr diese Story und Sie stellte mir eine Bescheinigung aus, dass mir die Kündigung Empfohlen wird.
Ich Nahm mir auch direkt einen Anwalt um holte mir nochmal vor Ort seine Meinung ein die sich nicht unterschied wie die aussage vom Telefon meiner Rechtsschutz.

In der Zeit meiner Freistellung kam eine Abmahnung nach Hause weil ich angeblich im Vorfeld 1 Stunde zu spät zu Arbeit erschienen seien soll.. was nicht sein kann da ich zu Diesem Zeitpunkt schon über 1 Monat Urlaub hatte sowie Freigestellt war.. Ich habe im übrigen keinerlei Belege für diese Freistellung nur die Tatsache das man mich ja dann wohl für die ganze Woche anmahnen mußte und nicht für 1 Stunde an einem X beliebigen Tag??

Nach der Freistellung dasselbe Lied, es wurde nichts erreicht. Im erneuten Gespräch mit dem Betriebsrat bat ich darum mich zu Kündigen da ich bei Eigenkündigung ärger mit dem Arbeitsamt bekomme. Es wurde Abgelehnt und mir wurde bei wiederkehr an den Arbeitsplatz einer weitere Abmahnung gegeben wegen Arbeitsverweigerung! Ich bat wieder um einen Hofgang um das Arbeitsamt anzurufen, leider ohne brauchbare infos..
Also trommelte ich wieder alle zusammen für ein Gespräch mit dem Betriebsrat und bat direkt darum mich zu Kündigen. Es wurde wieder abgelehnt, also tat ich das was meine Rechtsschutz mir Empfohlen hat und setzte mich auf meinen Platz und wartete.. nach wenigen Stunden bekam ich erneut eine Abmahnung weil ich angeblich nie pünktlich zu meinem Arbeitsbeginn die Calls annahm sondern immer c.a. 1 Minuten gewartet habe!!? Ich war nun im Besitz von 3 unterschiedlichen Abmahnungen.. also dieser Künstlich herbei geschaffene Grund um Überhaupt mal was zum Kontern zu besitzen.






am Folgetag kam die Kündigung nach Hause, zur Überraschung wurde darin nicht auf die Abmahnungen eingegangen sondern ich bekam eine "Verhaltensbedingt Fristgerechte Kündigung"

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Also für mich sind die Abmahnungen nur ein billiger versuch das Gesicht der Firma in der Öffentlichkeit zu wahren und einen Kündigungsgrund zu schaffen.

Daraufhin mußte ich knapp 2 Monate auf die Arbeitgeber Bescheinigung warten! und bekam für diese Kündigung vom Arbeitsamt eine 3 Monatige Sanktion. Ich ging dorthin für den Widerspruch und dort meinte die Dame dies sei nicht rechtens, da dies eine normale Kündigung sei und ich diese Sanktion nicht verdient hätte.

heute kam die Antwort:

2d78wlj.jpg



bin ich dazu verpflichtet die Abmahnungen vorzulegen da meiner Ansicht, es nicht die Aufgabe vom Arbeitsamt ist Polizei zu spielen und es laut Anwalt und der Dame von der Widerspruchstelle nur auf die Kündigung ankommt? denn wenn ich so gehandelt hätte wie mir vorgeworfen wird dann kündigt man so jemand fristlos und wartet nicht Monate lang..?
 
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Gast1

Gast
Hi DackJaniels,

ich habe mir Deinen Text und die Anhänge komplett durchgelesen.

Zur eigentlichen Frage:

bin ich dazu verpflichtet die Abmahnungen vorzulegen da meiner Ansicht, es nicht die Aufgabe vom Arbeitsamt ist Polizei zu spielen und es laut Anwalt und der Dame von der Widerspruchstelle nur auf die Kündigung ankommt?

Ich würde die Antwort auf das Schreiben der Agentur für Arbeit (AfA) einem Rechtsanwalt überlassen (Du bist ja rechtsschutzversichert). Gleichzeitig zielführende Antworten, die hier in diesem Thread wahrscheinlich noch kommen werden, dem Rechtsanwalt mitteilen, bevor er auf das Schreiben der AfA reagiert.

Zur Kündigung durch den Arbeitgeber: ich hätte Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht gegen den Arbeitgeber eingereicht. Die Frist hierfür (innerhalb von 3 Wochen nach Kündigungsdatum) ist jedoch leider verstrichen. Eine Kündigungsschutzklage hätte der AfA einen Anscheinsbeweis gegeben, dass Deine Kündigung aus unlauteren Gründen ausgesprochen worden ist.

Zu den Abmahnungen: Ich hätte zu ihnen Gegendarstellungen/Richtigstellungen verfasst, damit diese in Deine Personalakte beim Arbeitgeber einfließen. Vielleicht kannst Du das ja noch nachholen. Die Gegendarstellungen/Richtigstellungen würde ich auch der AfA zukommen lassen.

PS: Du hast das Wort "100% Sanktion" im Betreff dieses Threads verwendet. Aus dem Schreiben der AfA geht aber hervor, dass die AfA eine Sperrzeit verhängt hat. Dies bedeutet, dass Du Arbeitslosengeld I bekommst. Bei Bezug von ALG I werden ggf. so genannte Sperrzeiten verhängt, aber niemals Sanktionen. Nur bei Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) werden Sanktionen verhängt. Eine "100%ige Sanktion" bei Bezug von ALG II würde bedeuten, dass Dir Dein Regelsatz zu 100% gekürzt worden wäre. Viele Bezieher von ALG II bezeichnen jedoch eine so genannte Vollsanktion (komplette Kürzung aller Leistungen des Jobcenters, also kompletter Wegfall des Regelsatzes und der Kosten für die Miete und für die Krankenkasse) als "100%ige Sanktion". Dies nur zu den Begrifflichkeiten.

Nachtrag: der Anwalt, den Du meiner Meinung nach einschalten solltest, sollte sich mit folgendem Fachgebieten auskennen: SGB III und Arbeitsrecht.
 

DackJaniels

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hallo,

mein Problem bei jeder Stellungnahme zu den Abmahnungen ist, dass ich nichts beweisen kann. Ich durfte mir nie Kopien von meinen Arbeitszeiten anfertigen sowie für die Zeit in der ich meinen Urlaub nahm besitze ich nur kurze SMS passagen im Handy, die nur aussagen das ich tatsächlich Urlaub hatte und dieser oft verlängert wurde..

Bezüglich der Kündigungsschutzklage wäre ich ja dann nur wieder im Unternehmen beschäftigt und hätte mit demselben Problem bei angeblich 0 angefangen..

Sowie der Gegendarstellung ich bin für klare Schnitte im Leben und wenn es so seien soll, kann dieses Unternehmen von mir denken was sie wollen. Ich habe neulig mein Arbeitszeugnis bekommen was nach meinem gegoogeltem wissen ein gutes Zeugnis ist.. ich habe es in einem anderem Forum eingestellt und um Meinungen gebeten, die Leute kommentierten auch größtenteils positiv..


Danke für den Tipp zum ALG I und ALG II da bin ich nicht sehr fit drinnen..
 
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Gast1

Gast
Danke für den Tipp zum ALG I und ALG II da bin ich nicht sehr fit drinnen..

Macht ja nix. Übrigens ist die Überschrift in dem Unterforum, in dem Du Deinen Thread erstellt hast, leicht irreführend, sie lautet "ALG 1 - Sanktion, Kürzung, Sperrzeit Alles rund um Sanktionen/Sperrzeiten bei ALG 1".

Hierzu ist anzumerken:

1. Sperrzeiten gibt es ggf. bei Bezug von ALG I

2. Sanktionen gibt es ggf. bei Bezug von ALG II

3. Jemand, der eine Sperrzeit von der AfA erhalten hat, kann während der Dauer der Sperrzeit vom Jobcenter ALG II beziehen. Das Jobcenter kürzt dann aber auch das ALG II, weil eine Sperrzeit vorliegt. In einem solchen Fall hat der Betroffene sowohl eine Sperrzeit (von der AfA), als auch eine Sanktion (vom Jobcenter). Deswegen wohl die Überschrift in diesem Unterforum ("ALG 1 - Sanktion, Kürzung, Sperrzeit Alles rund um Sanktionen/Sperrzeiten bei ALG 1").

Du könntest deswegen vom zuständigen Jobcenter ALG II für die Dauer der Sperrzeit ALG II erhalten, jedoch gemindert um eine Sanktion. Bei unter 25jährigen bezahlt das Jobcenter die Kosten für Unterkunft und Heizung und Krankenkasse während einer Sperrzeit. Bei über 25jährigen bezahlt das Jobcenter die Kosten für Unterkunft und Heizung und Krankenkasse und den Regelsatz (bei Alleinstehenden und Alleinerziehenden aktuell 404 Euro), letzterer jedoch gemindert um 30%, während einer Sperrzeit.
 
G

Gast1

Gast
Nachtrag: durch eine Kündigungsschutzklage hättest Du meiner Meinung nach eine Abfindung herausschlagen können, und die unzutreffenden Kündigungsgründe (die Abmahnungen) wären eventuell unter den Tisch gefallen, wodurch Du keine Sperrzeit aufgebrummt bekommen hättest.
 

DackJaniels

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gut das du das sagst.. ich bekomme auch einen zuschuss vom jobcenter allerdings verstehe ich diesen auch nicht da sich nach monaten der zuschuss erhöht..
ich habe morgen einen termin im leistungsbereich und hoffe dort kann man mir dies erklären..
 
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Gast1

Gast
gut das du das sagst.. ich bekomme auch einen zuschuss vom jobcenter allerdings verstehe ich diesen auch nicht da sich nach monaten der zuschuss erhöht..
ich habe morgen einen termin im leistungsbereich und hoffe dort kann man mir dies erklären..

Nach Monaten erhöht sich der Zuschuss? Verstehe ich nicht.

Du kannst den Bewilligungsbescheid des Jobcenters im Forum ja mal zur Überprüfung einstellen. Bitte aber dann alle Namensangaben (auch des Sachbearbeiters beim Jobcenter), alle Ortsangaben (auch Straßen und Postleitzahlen), alle Barcodes/QR-Codes weglassen bzw. schwärzen. Datumsangaben aber bitte stehenlassen. Den Bewilligungsbescheid bitte aber in einem anderen Unterforum hier einstellen, und zwar hier:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Der Zug für die Kündigungsschutzklage ist wohl leider abgefahren - da hast du echt was versäumt.

Allerdings kann man gegenüber der AfA die Abmahnungen wohl immer noch zerpflücken und die fehlende Kündigungsschutzklage mit fehlendem Wissen begründen (zumal die AfA ja durch die lange Wartezeit auf die AG-Bescheinigung auch nichts gemacht hat).

Kannst du die drei Abmahnungen mal hochladen?
 

DackJaniels

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ja kein problem gib mir 5min..

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EDIT: Ich habe die 3 Abmahnung nicht zur hand, ich werd nochmal danach suchen.. da ich vor kurzem erst alles zurecht geordnet habe muss ich alles nochmal durchschauen..
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Puh.... Zwei Punkte:

Erstens soll dem AN nach einer Abmahnung Zeit gegeben werden, das gemahnte Verhalten einzustellen. Eine Abmahnung am 1.9. und Kündigung am 4.9. sind da eindeutig nicht ausreichend Zeit.

Zweitens wird für eine Kündigung mehrfaches gleichartiges abgemahntes Verhalten vorausgesetzt. Zuspätkommen ist etwas anderes als Arbeitsverweigerung.

Übrigens "zählt" auch die Erwähnung von mehrfachem Zuspätkommen in der ersten Abmahnung nicht - zu unbestimmt beschrieben und die Abmahnung erfolgt nicht zeitnah genug. Es wird also nur ein Zuspätkommen de facto abgemahnt.
Ein Arbeitsrechtler hätte damit sicher viel Freude gehabt, aber dafür ist es nun leider zu spät.
Ich habe nur leider keine Ahnung, wie man das der AfA am besten begreiflich macht. An sich sind die Abmahnungen ja erstmal korrekt. Konkret genug, die Androhung der Kündigung ist drin, zeitlich nah genug dran... darüber kann man nichts machen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Soweit ich das interpretiere, soll die Vorlage der Abmahnungen eine Möglichkeit für dich sein, die Darstellung des Arbeitgebers, die der AfA ja vorliegt, in deinem Sinne richtigzustellen. Wären die Abmahnungen offensichtlich rechtswidrig, wäre es ja durchaus in deinem Sinne, sie vorzulegen und die Rechtswidrigkeit zu erläutern - mit dem Hinweis darauf, dass du dich jetzt erst damit beschäftigt hast und von der Möglichkeit einer Kündigungsschutzklage bzw. einem Vorgehen gegen die Abmahnungen nichts wusstest.
Idealerweise wäre man deiner Argumentation gefolgt und die Sperre hätte sich damit erledigt.

Wenn du nicht Stellung nimmst und die Abmahnungen dabei auseinandernehmen kannst, wird dein Widerspruch wohl abgewiesen werden.

Für etwas anderes sind die Abmahnungen nicht relevant und auch nicht notwendig.

Also nein, du musst sie nicht vorlegen. Aber du willst ja die Sperrzeit verhindern. Das geht nur, wenn du der AfA klarmachen kannst, dass die verhaltensbedingte Kündigung nicht rechtens war und du eine Klage nur versäumt hast, weil du von der Option nichts wusstest.

Wie schon gesagt, mit den zwei vorliegenden Abmahnungen gibt es zwei Angriffspunkte. Die empfinde ich allerdings als relativ "schwach". Es wäre einfacher gewesen, wenn die Abmahnungen formale Fehler enthalten hätten - was die vorliegenden Abmahnungen meiner Meinung nach nicht tun.
Ich weiß nicht, inwiefern die Argumentation eines Laien an diesen Punkten ausreicht, um einen vermutlich nicht im Arbeitsrecht versierten SB der AfA zu überzeugen.
Aber bevor die Sperre so durchgeht, würde ich das zumindest versuchen.
 

DackJaniels

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Hallo,

ich war heute beim Anwalt und bekomme wohl anfang nächster Woche eine durchschrift seines Briefes..

ich denke schon, dass ich dies logisch begründen kann aber halt nix stichfestes als beweis, ich habe da ich dort nie etwas ausdrucken konnte o.ä.
 
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