100% Sanktion in BG, wie errechnet sich das?

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S

Steamhammer

Gast
Heute schreibe ich nicht für mich, sondern eine Bekannte (U25) hat ein Problem, woanders bekam sie keine verlässliche Antwort.

Der Fall liegt so, ich vereinfache das etwas:

BG:Mutter, Vater, Tochter (23)

Arbeitseinkommen Vater und Mutter: Null
Arbeitseinkommen Tochter: 150€
Miete: 600€, auf Tochter entfallen 200€ Mietanteil
Laufende Hilfeleistung:
Tochter: 305€ - 40€ Abzug durch Anrechnung von Job, also 265€
Mutter, Vater je 90% der Regelleistung (etwa 345€ je]

Tochter hat eine 100% Sanktion in schwerer Aussicht, da sie eine Stelle nicht annehmen wollte, das sind sehr private Dinge, die sie zu der Entscheidung geführt haben.

Wie errechnet sich mit 100% Sanktion das Gesamteinkommen der Bedarfsgemeinschaft?
Was bekommt die Tochter abgezogen? Den vollen Regelsatz (80% von 382€, also die gesamten 305€, oder nur die 265 € aufgrund dessen, dass sie das aufgrund der Erwerbstätigkeit eben nur erhält? Wird der Arbeitslohn (150€) NOCHMal abgezogen, so dass sie praktisch ein Minuseinkommen hätte? (305€- 150€ wären 465€ Abzug). Was geschieht mit dem Mietanteil?? Würde man es ihr wegnehmen, würden auch Vater und Mutter "büssen".Kindergeld geht an den vater.



Ich und wir haben keine Ahnung, wie das gerechnet wird beim "Job"center.
Könnt Ihr hier sicher weiterhelfen?
 
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20 Februar 2011
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Meiner Meinung nach bekommt sie beim ersten Mal 100% nur den Regelsatz gekürzt, in dem Falle nur die 265.-€ das was sie erwirtschaftet bleibt ja.
Und beim nächsten Male ist der Mietanteil auch noch fällig.

Wenn die Stelle aus sehr privaten Gründen abgelehnt wurde, meinst nicht dass man da was drehen könnte oder will sie die 100% dabei lassen?
 

Banquo

Redaktion
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17 Oktober 2008
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Tochter hat eine 100% Sanktion in schwerer Aussicht,

Wenn du denen wirklich helfen willst, hier an dieser Stelle ansetzen!

Sofort Widerspruch gegen den Sanktionsbescheid einlegen und Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruches beantragen.

Wird vermutlich beides abgelehnt. Daher nicht lange fackeln und direkt am ersten Tag des Monats, an dem die Sanktion greift, einstweiligen Rechtsschutz beim zuständigen Sozialgericht beantragen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Sanktion rechtswidrig ist, liegt bei weit über 50%. Also da muss man ansetzen.
 
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