100 GdB, psychisch krank und Fibromyalgie - EM Rentenverfahren zieht sich sehr hin

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Gehörlos

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Krank seit 12/16

August 2017 EM Rente beantragt mit Hilfe VdK
Januar 2018 Gutachter
März 2018 Ablehnung
Widerspruch
November 2018 Gutachter
Februar 2019 Formulare für Hinzuverdienst bekommen
Innerhalb eines Tages mit Unterstützung VdK ausgefüllt und abgeschickt
Seit dem Stille
VdK ruft für mich dort an (ich bin taub). Antwort: Geduld, dauert noch 3-4 Wochen. Dürfen nichts sagen.
Ich bin am Ende meiner Kräfte. Warum geben sie keinerlei Auskunft?
Was kann die VdK noch tun?
 

deori1

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VdK ruft für mich dort an (ich bin taub). Antwort: Geduld, dauert noch 3-4 Wochen. Dürfen nichts sagen.
Ich bin am Ende meiner Kräfte. Warum geben sie keinerlei Auskunft?
Was kann die VdK noch tun?

Wer darf nichts sagen ,die DRV oder der VDK?
Ich hab im Januar Widerspruch eingereicht,im Februar bei DRV angerufen,ich soll nochmal in 3 Wochen anrufen,(Unterlagen sind beim sozialen Dienst)jetzt wieder angerufen jetzt wird es zum Juristen weitergeleitet,bekomme Bescheid in 2 oder 3 Wochen(vorraussichtlich) .Da bin ich mal gespannt (klar können die nicht genau sagen wielange es dauert).Die DRV ist ein Riesenaparat,der Widerspruch geht bestimmt durch 3 oder 4 verschiedenen Abteilungen bis darüber entschieden wird.
Kraft habe ich noch,aber die Warterei zerrt ganz schön an den Nerven.
 

saurbier

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Hallo Gehörlos,

nun ja für dich mag das alles lange dauern und an deinen Kräften zehren, aber du kann mir glauben, das dauert noch nicht lange.

Klar für jemanden der bereits seit 2016 Krank ist mag dies so erscheinen, aber du solltest dabei bedenken, dein Rentenantrag läuft erst seit August 2017 und mit Widerspruch und Gutachter könnte sich das durchaus noch länger hinziehen.

Manche Leute (so wie ich auch) haben da bis 5 Jahre sogar noch vor Gericht um die Rente kämpfen müssen.

Das hängt nunmal auch sehr stark von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen ab genauso wie man ggf. aus einer Rehabilitation (Prognose hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit) entlassen wurde.


Grüße saurbier
 

Gehörlos

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5 Jahre, ach du lieber Gott.
Der letzte Gutachter hatte nur noch mit dem Kopf geschüttelt und gesagt, dass er die Ablehnung überhaupt nicht nachvollziehen kann. Auch wurde mir von der VdK gesagt, dass ich "vorsichtig positiv" auf diese Formulare "Erklärung zum Hinzuverdienst" reagieren solle. Das gelingt mir nicht.
 

saurbier

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Hallo Gehörlos,

Der letzte Gutachter hatte nur noch mit dem Kopf geschüttelt und gesagt, dass er die Ablehnung überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Na ja Gutachter, daß ist hier oftmals eh so ein Thema für sich. Da kann man sich leider auch nicht immer darauf verlassen was die einem erzählen, denn zwischen dem was die einem erzählen und dem was man dann ggf. später mal im Gutachten nachlesen kann klaffen mitunter riesige Lücken. Hinzu kommt dann auch noch, daß die DRV Gutachter überwiegend im Sinne des Auftraggebers agieren - getreu dem Motto wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing -.

Ich durfte beim letzten Mal auch erleben, daß mich der äD-Gutachter (AfA) mir gegenüber bestätigte das ich ein Fall nach § 145 SGB III wäre, nur leider stand dann im Gutachten wohl etwas völlig anderes, denn die AfA lehnte zuerst mal meinen Nathlosigkeitsantrag ab. Nicht ist für die Herrschaften einfacher als einen Kunden mit beschönigenden Worten hinaus zu komplimentieren, haben sie doch dann vor Ort jeden Ärger mit einem wohlmöglich aufbrausenden Kunden vermieden.

Wer wirklich ernsthaft Krank ist und wo die behandelnden Ärzte die Auffassung einer EMR vertreten, hingegen die DRV-Gutachter ganz anderer Meinung sind (EMR ablehnen), der ist nach meiner bisherigen Einschätzung weit besser dran, wenn ein wirklich neutraler Gerichtsgutachter im meist anschließenden Klageverfahren zu Wort kommt, was jedoch keineswegs bedeutet das dies immer von Erfolg gekrönt sein muß.


Grüße saurbier
 

Muzel

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Möglicherweise muss z.Z. der ärztliche Dienst der DRV noch seine Einschätzung geben und da sind 3-4 Wochen normal.
Beim VdK kenne ich das so, dass man alle Schreiben, die eingehen, bekommt, die Schreiben, die nach draußen gehen, man extra löhnen muss, wenn man sie haben will. Das ist von Land zu Land verschieden und wo du wohnst weiß ich nicht.
 

Doppeloma

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Hallo Gehörlos, :welcome:

Die DRV gibt keine Auskunft. Danke für die Antwort.

Im Februar wurde angefragt wegen Zuverdienstgrenzen, jetzt haben wir gerade ein paar Tage März, welche Entscheidungen erwartest du da innerhalb so weniger Tage, normal muss die ein AG ausfüllen und nicht der VDK ?
Telefonische Auskünfte (zu endgültigen Entscheidungen) geben die Behörden ALLE nur sehr ungerne, denn das hat auch mit Datenschutz zu tun, besonders auch wenn der Antragsteller leider nicht mal selber am Telefon mit denen sprechen kann.

Da könnte ja Jeder anrufen und nach dem Sachstand deiner Anträge fragen, bei echtem Bedarf (nach Wochen oder Monaten "Stille") macht man das generell besser schriftlich und immer per Einschreiben.

Aktuell wird wohl einfach noch etwas Geduld bei dir erforderlich sein, wenn die Entscheidung getroffen wurde bekommst du den schriftlichen Bescheid dazu und manchmal können ständige (telefonische) Anfragen auch die DRV-SB eher bremsen, als zu schnellerer Arbeit anregen.

Deine Situation kann ich auch voll nachvollziehen, ich weiß was es bedeutet darauf zu warten, für mich und meinen Männe hat das insgesamt fast 8 Jahre gedauert ... bis wir beide die wichtigen Entscheidungen endlich in den Händen hatten ...
Ein Ende ist für dich zumindest schon absehbar, wenn Zuverdienstgrenzen berechnet werden sollen, das macht die DRV ja normalerweise nicht wenn keine EM-Rente gezahlt werden soll, in der Regel geht es dann aber um eine EM-Teilrente, denn der Zuverdienst bei EM-Vollrente ist für ALLE gleich (aktuell 6300 € im Kalenderjahr).

MfG Doppeloma

PS: Eine Bitte noch in eigener Sache, du kannst deine Beiträge 60 Minuten ergänzen (Button "Bearbeiten"nutzen) und korrigieren UND stell bitte KEINE Vollzitate als neue Beiträge ein ... das ist völlig überflüssig und macht uns nur zusätzliche Arbeit ... DANKE :icon_daumen:
 

Gehörlos

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Danke für den Tipp. Es ist vorbei. Der Brief kam am Samstag und ich habe volle EM-Rente bis zur Altersrente erhalten, also unbefristet. Der Kampf ist vorbei. Aber noch nicht bei mir angekommen. Ich musste mich übergeben, als ich den Bescheid gelesen habe. Seit dem geht es mir nicht gut. Hab es mir anders vorgestellt - so vor Freude hüpfend oder so in der Art. Aber ich bin total niedergeschlagen und weiß nicht, wie ich nun mit der Situation umgehen soll. Wahrscheinlich braucht es einfach Zeit. Danke nochmal für euren Rat.
 

Gehörlos

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"Muzel" Nein, ich bin schon lange Mitglied der VdK und sobald es in den Widerspruch geht, zahlt man einmalig 40 Euro. Das beinhaltet sämtlichen Schriftverkehr und die Gerichtskosten - falls es vor Gericht kommen sollte - nochmal 60 Euro. Mehr nicht.
 

ABSW

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Hallo Gehörlos,

die Nachricht ist natürlich ein Einschnitt, aber kein Grund geschockt darauf zu reagieren.

Mit deiner unbefristeten Erwerbsminderungsrente ist der Druck und die Anspannung weg, die eine befristete EM-Rente mit sich bringt.
In einigen Tagen wirst Du es positiv sehen.

Alles Gute für dich
 

Muzel

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Das ist schon ein komisches Gefühl, wenn man die dauerhafte Rente genehmigt bekommt. Da kann ich mitreden. Bei mir hat sich das komische Gefühl allerdings etwas später eingestellt.
Du weißt doch selbst, dass du wieder gesund werden wirst und das musst du akzeptieren. Das ist schrecklich.
 

Larsson

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Danke für den Tipp. Es ist vorbei. Der Brief kam am Samstag und ich habe volle EM-Rente bis zur Altersrente erhalten, also unbefristet. Der Kampf ist vorbei. Aber noch nicht bei mir angekommen. Ich musste mich übergeben, als ich den Bescheid gelesen habe. Seit dem geht es mir nicht gut. Hab es mir anders vorgestellt - so vor Freude hüpfend oder so in der Art. Aber ich bin total niedergeschlagen und weiß nicht, wie ich nun mit der Situation umgehen soll. Wahrscheinlich braucht es einfach Zeit. Danke nochmal für euren Rat.
So ungewöhnlich ist das nicht. Nach hohem Stresslevel reagiere ich auch meist in körperlichen Symptomen, weil alkes von einem abfällt. Ich habe dann immer starke Kopfschmerzen mit Erbrechen, gerne auch Herpesausbruch. Wenn das richtig angekommen ist bei dir, wird es dir besser gehen. Du kannst jetzt beruhigt dein Leben leben.
 

Wolllaus

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mir ging es ähnlich. Ich hatte ja eigentlich eine Reha beantragt und dann sagt der Gutachter zu mir am Telefon, er würde es lieber in einen Rentenantrag umdeuten, ich wäre zu krank und Reha würde nichts bringen, seiner Meinung nach. Da hat es mir die Füße weggehauen. Ich hab ewig gebraucht um mich an das Wort Rente zu gewöhnen.
Mittlerweile ist es nicht mehr so schlimm, sind aber über 4 Jahre rum.
Bei der Verlängerung kam dann doch so etwas wie Freude auf, was beim ersten Mal nicht so war. Freude auch eher, weil einfach der Stress wegfällt, was leisten zu müssen. Vorher hatte ich ja daran zu knabbern, dass EM Rente klipp und klar bedeutet, kann momentan nichts mehr leisten. Das war wirklich schlimm, dass so bestätigt zu bekommen.

Aber es freut mich sehr für dich, dass der Druck nun endgültig weg ist und du eine Sorge weniger hast.
 

Muzel

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Ich hätte schon noch gern in meinem gelernten Beruf gearbeitet. Man legte mir allerdings soviele Steine in den Weg, die keiner weg räumen wollte. Ich denke, dass ich heute die gravierende Probleme nicht hätte, wenn man sich bemüht hätte mich anständig zu integrieren. Eine Reha hätte mir jedenfalls nicht geholfen. Mit der EM Rente kann ich zumindest versuchen, mit diesem Problem ohne Behördendruck damit fertig zu werden.
 

Gehörlos

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@Muzel , so war es bei mir auch. Ich bin gehörlos und habe Fibromyalgie in einer extrem schmerzhaften Form - ausgelöst wohl durch das Trauma der 3 Bandscheibenvorfälle in der HWS und den Schmerzen, die zu lange gedauert haben - Monatelang! Ich habe 36 Jahre lang als Altenpflegerin in der ambulanten Pflege gearbeitet, immer schwer gehoben. Irgendwann ging das nicht mehr. Psyche und Körper machten nicht mehr mit. Meine Arbeitgeber waren nicht bereit, mir einen leidensgerechten Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen (Antwort war: Dann könnte ja jeder damit kommen). Dann kamen die OP´s in der HWS und somit die Fibromyalgie. Hinzu die psychischen Probleme, mit denen ich immer noch zu kämpfen habe. Die Berufsgenossenschaft erkennt die Bandscheibenvorfälle in der HWS nicht als Berufskrankheit an - Grund: man hat die Möglichkeit, die Prinzipien der Kinesthätik anzuwenden. Bis vor ca. 15 Jahren hat man nie etwas davon gehört.....naja. Jetzt ist es mir egal.
 
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