10 Eigenbemühungen in 5 Tagen legal? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jens83

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Liebe Mitglieder des Forums,

ich heiße Jens, bin 31 Jahre jung und komme aus Frankfurt am Main.

Da ich neu in diesem Forum bin, bitte ich euch, nicht sofort mit mir zu schimpfen, falls ich mein Thema in den falschen Thread gepostet habe oder mir ein anderer Fehler unterlief.

Es geht um folgendes Problem:

Ich bin ALG 1-Empfägner und erhielt gestern von der Agentur für Arbeit die Aufforderung, bis zum 16.10. insgesamt 10 Eigenbemühungen nachzuweisen.

Gerne möchte ich neue Arbeit finden und ich investierte viele Stunden mit dem Suchen und Bewerben. Wie soll ich es nun schaffen, innerhalb von fünf Tagen 10 Stellen ausfindig zu machen und mich dort zu bewerben?

Für einen Anwalt habe ich kein Geld und einen Hilfeschein auf Rechtsberatung bekomme ich auch nicht.

Ist die Forderung meines Vermittlers überhaupt legal?

Dazu sei gesagt, dass ich bisher immer den in der EGV geforderten Eigenbemühungen (6 pro Monat) nachkam. Einmal vergaß ich, die Eigenbemühungen vorzulegen.

Vielen Dank für eure Antworten im Voraus!
 

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Nimschö

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Uff? Ähm... Ich glaub ich würd den Herrn mal nett anschreiben, dass er sich da wohl in seinem Schreiben irgendwo mit einem Datum vertan haben müsste, weil die Anzahl an geforderten Bewerbungsbemühungen doch eher nach 1,5 bis 2 Monaten aussieht. Ganz doof: Wenn der Dir dann blöd kommt, dann machste nen paar Stanni-"Ich will nich"-Bewerbungen an Firmen und Jobs fertig, die Du eh nicht willst, ballerst das raus und sachst "Guck, hab ich gemacht!". Das ist albern und fruchtlos, aber wenn die Bürokratie verarscht werden will, dann darf man die nicht warten lassen.

Andere Variante ist, dass er das als "Nachholen" des Nachweises um Bewerbungsbemühungen( die Du ja einmal vergessen hattest) sieht. Komisch ist allerdings, dass da bei ALG1 so ein Bohei gemacht wird. Kennen tu ich so einen Aufstand bisher nur aus dem ALG2.
 

roro

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Was steht denn in der EGV sonst noch drin, am besten mal kpl. Hochladen und ins Forum stellen.
 

0zymandias

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Bist Du sicher, dass Du dieses Schriftstück, was auch immer es sein mag, tatsächlich gestern bekommen hast und nicht erst morgen oder so?

Ein Schaufensterbummel ist auch eine Eigenbemühung, denn schließlich schaut man ja nach Schildern, auf denen händeringend nach Hilfe gesucht wird.


Mit der Bewerbung wird aus einem VVeine Eigenbemühung

Wenn auch die Entgegennahme vonVermittlungsvorschlägen durch die Arbeitsagentur noch keine

Eigenbemühung darstellen kann, so sindjedenfalls sich hieraus ergebende

Bewerbungen, Vorsprachen undVorstellungsgespräche genauso dem

Arbeitssuchenden obliegende und bei derErfüllung der Eingliederungsvereinbarung

zu beachtende Eigenbemühungen, wie dieweiteren denkbaren Formen von

Eigenbemühungen. Hierzu können dieNutzung der Stelleninformationsdienste der

Bundesagentur für Arbeit, dieAuswertung von Stellenanzeigen in Tageszeitungen

und im Internet, der Besuch von (ggf.fachspezifischen) Arbeitsplatzbörsen,

Initiativbewerbungen sowie dieVorsprache bei Zeitarbeitsunternehmen und privaten

Arbeitsvermittlern gehören.

Pet 4-17-11-81503-036141, Petition23756, eingereicht 23.03.2012,

Arbeitslosengeld II

Der Deutsche Bundestag hat die Petitionam 27.06.2013 abschließend beraten und beschlossen

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_03/_23/Petition_23756.abschlussbegruendungpdf.pdf

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_03/_23/Petition_23756.nc.html
 

gelibeh

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Was steht denn da in der genannten Rechtsfolgenbelehrung?
 

Pixelschieberin

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[...] Und wenn du dir sein hochgeladenes Schreiben mal genauer ansehen würdest, sollte dir auffallen das dort was nicht zusammen passt.
Das verwundert mich bei JC-Schreiben so gar nicht mehr.
[...] Von dir hätte ich persönlich mehr in der Hinsicht erwartet.
Tscha, ich bin halt nicht auf der Welt, um jedwede Erwartungshaltung zu erfüllen. :icon_wink:
 

Wutbuerger

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So wie ich das verstehe hast du 6 Bewerbungen aus deiner EGV ? Dann hau doch noch 4 raus und du bist auf der sicheren seite .Zur Not bewirb dich als Pilot oder Manager .
Ist zwar eine Unverschämtheit ,diese Praktiken , aber eine Sanktion reitet dich noch weiter rein ...
 

Jiyan

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Das was er hochgeladen hat, das hat er auch selbst geschrieben. Ich finde auch da passt was nicht zusammen, da fehlt Inhalt. Im übrigen ist es die Afa und nicht das Jc.
 

gelibeh

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Dazu sei gesagt, dass ich bisher immer den in der EGV geforderten Eigenbemühungen (6 pro Monat) nachkam. Einmal vergaß ich, die Eigenbemühungen vorzulegen.
Wenn das die übliche ALG1-EGV ist mit einer Rechtsfolgenbelehrung, die nicht wirklich etwas androht, dann kann für das Vergessen nichts passieren. Bei dem eingestellten Zettel muss man die Rechtsfolgenbelehrung sehen. Eventuell wird hier jetzt Druck aufgebaut, weil man in der EGV keine Sperren über die RFB androhen kann.

Also den Zettel komplett mit RFB aber ohne persönliche Daten einstellen.
 

Jens83

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Guten Morgen!

Vielen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen! ;-) Damit hätte ich in der kurzen Zeit nicht gerechnet.

Gerne gehe ich auf jeden Beitrag ein. Zunächst möchte ich jedoch einen weiteren Grund nennen, der möglicherweise die Reaktion meines Sachbearbeiters auslöste. Ich hoffe damit nicht das Thema zu verfehlen.

Letzten Monat bekam ich vom Integrationsdienst eine Eingliederungsmaßnahme in Form eines Praktikums angeboten. Die ersten zwei Tage ging ich auch brav dahin. Am dritten Tag stellte ich fest, dass es für mich aus persönlichen (psychischen) Gründen keinen Sinn macht, diesen Job anzutreten. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich darauf nicht weiter eingehen möchte, weil mein SB hier mitlesen könnte und mich so ausfindig macht.

Vom Integrationsdienst bekam ich zum Abbruch das Okay und er versicherte mir, dass es keinerlei Konsequenzen für mich hätte. Dummerweise rief ich darauf nicht bei meinem SB an (ja aus Fehlern lernt man). Jetzt wollen die mir trotzdem für drei Wochen den Hahn zudrehen, aber ich denke weiter darauf einzugehen, ist wieder ein neues Thema.

Um das Ganze abzukürzen, ich bekam Anfang Oktober die erste Aufforderung, 10 Eigenbemühungen innerhalb von 12 Tagen zu unternehmen und als ich dann meinem SB etwas patzig rüberkam, drückte er mir am Ende des Gesprächs am Montag direkt die besagte neue Aufforderung in die Hand, die schon fertig geschrieben auf seinem Schreibtisch lag. Das wären bis zum 16. Oktober 20(!) Eigenbemühungen + die Hälfte von 6, die im Monat laut EGV vorgeschrieben sind, was genau 23 Stück in einem Monat macht!

@Nimschö, roro und Wutbuerger: Der Gedanke mit den "Pseudobewerbungen" ist gut. ;-) So hätte ich natürlich 10 Stück schnell geschafft. Problem ist nur, dass ich es mir mit meinem SB nicht ganz verscherzen möchte, weil das Verhältnis bis dato aus meiner Sicht hervorragend war. Verstehen tu ich die Bürokratie nicht wirklich.
Die EGV habe ich gerade nicht zur Hand. Sobald ich sie finde, werde ich sie hochladen. Im Grunde ist es eine 0815-EGV. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass von 6 Eigenbemühungen die Rede ist und das nicht in 5 Tagen, sondern in einem Monat!

@0zymandias: Leider bin ich mir sicher, dass ich diese Aufforderung erst vorgestern erhielt. Danke für die Tipps zu den Eigenbemühungen, einschließlich Links. So konnte ich wieder etwas dazu lernen. ;-) Bisher ging ich davon aus, dass es sich bei Eigenbemühungen ausschließlich um Bewerbungen handelt.

@Jiyan und Pixelschieberin: Schön wäre es, wenn mein "Ghostwriter" oder ich diese Aufforderung geschrieben hätte. ;-) Aber mit so was würde ich den Leuten des Forums, wo ich schon vor meiner Mitgliedschaft mitlas, vor den Kopf stoßen und sie ver*****en. Die Zeit könnte ich durchaus besser investieren. Klar habe ich die nicht relevanten Dinge und persönlichen Daten zum Anonymisieren herausgenommen, teilweise durch [...] erstetzt und wichtiges unterstrichen.

@gelibeh: Die Rechtsfolgenbelehrung ist eine Standardbelehrung. Ich habe sie mit diesem Beitrag hochgeladen.

Sollte ich etwas vergessen haben, teilt es mir mit und ich werde ich gerne noch darauf eingehen.
 

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Fritz Fleißig

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@Jens83

1. Die Aufforderung zur Vornahme von Bewerbungen ist dir offenbar persönlich überreicht worden, so daß du den Zugang der Aufforderung nicht bestreiten kannst.

2. Eine solche Festlegung der Eigenbemühungen ist formal zulässig. Inhaltlich ist das, was von dir verlangt wird, jedoch ganz offensichtlich unzulässig, da nicht angemessen.

3. Ich gehe davon aus, daß in der Aufforderung die Art der Eigenbemühungen genau bezeichnet und auch der Zeitpunkt des Nachweises festgelegt war. Nur dann wäre eine Sperrzeit möglich. Bei Unklarheiten kannst du dies alles so auslegen, wie du das verstehst. "Eigenbemühungen" sind vom Grundsatz her nicht nur Bewerbungen (und hier auch nicht nur schriftliche Bewerbungen), sondern alle Bemühungen, welche dich in Arbeit bringen könnten. Beispielsweise Herumfragen bei Arbeitgebern oder Bekannten nach Beschäftigungsmöglichkeiten, Stellensuche in der Zeitung oder den Medien und so weiter. Ebenso zählen Bewerbungen aufgrund von VV der AfA selbstverständlich mit dazu. Bewerbungen können auch kostengünstige Kurzbewerbungen mit Anschreiben und Lebenslauf ("vollständige Unterlagen werde ich bei näherem Interesse gerne nachreichen") sein.

4. Inhaltlich muß sich so eine Festlegung daran orientieren, was für dich sinnvoll ist. Hier vor allem deine Vermittlungschancen und die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in deiner Branche. Ist dies alles eingeschränkt, ist nur eine geringe Zahl angemessen. Probe aufs Exempel: wieviel qualifizierte(!) VV hat dir die AfA in den letzten Wochen machen können? Wenn das nur wenige waren: wieso sollst du, ohne daß dir die Möglichkeiten der AfA mit ihren riesigen Stellendatenbanken und hochqualifiziertem Vermittlungspersonal (*ironie*) zur Verfügung stehen, mehr Stellen auftreiben können? Im Normalfall werden von den Gerichten etwa 1-2 Bewerbungen pro Woche für angemessen gehalten.

5. Bekommst du eine Bewerbungskostenerstattung aus dem Vermittlungsbudget nach § 44 SGB III? Falls nein, sofort per Fax beantragen ("für alle ab sofort vorgenommenen Bewerbungen" - rückwirkend wird nur in Ausnahmefällen etwas gezahlt). Üblich sind meist 5 Euro pro (schriftlicher) Bewerbung.

6. Was in einer EGV bezüglich deiner Bewerbungen steht, ist im Bereich SGB III immer unverbindlich und nur als psychologisches Hilfsmittel zu sehen.

7. Gewöhne dir bitte gleich an, professionelle Distanz zum Vermittler zu wahren und bei aller Höflichkeit strikt auf deine Rechte zu achten. Das System wirst du verstehen, wenn du dir klar machst, daß dein Vermittler sich es ebenso nicht mit seinem Vorgesetzten verscherzen will und es hier nur darum geht, dich irgendwie aus der Arbeitslosenstatistik zu schaffen oder Geld zu sparen. Es geht nicht um qualifizierte Hilfe für dich - leider.

8. Nimm dir zu weiteren Gesprächen mit deinem Vermittler am besten eine Person deines Vertrauens als Beistand mit.
 

gehtsnoch?

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6. Was in einer EGV bezüglich deiner Bewerbungen steht, ist im Bereich SGB III immer unverbindlich...

...
Hallo Fritz Fleissig,

Wie ist der Satz zu verstehen?



Ansonsten: Super Beitrag. Insbesondere

...wenn du dir klar machst, daß dein Vermittler sich es ebenso nicht mit seinem Vorgesetzten verscherzen will und es hier nur darum geht, dich irgendwie aus der Arbeitslosenstatistik zu schaffen oder Geld zu sparen. Es geht nicht um qualifizierte Hilfe für dich - leider.
bringt den Kern auf den Punkt.
 

Fritz Fleißig

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@gehtsnoch

Das ist genauso gemeint, wie es da steht. Eigenbemühungen können rechtsverbindlich nur durch gesonderte schriftliche Aufforderung festgesetzt werden, welche die Art der erwarteten Eigenbemühungen und ihres Nachweises festlegt sowie auf Rechtsfolgen hinweist. Das ist hier vermutlich geschehen, wenn ich davon ausgehe, daß im noch nicht eingestellten Teil der Aufforderung Entsprechendes steht. Alle Unklarheiten gehen zu Lasten der AfA, welche diese Formulierung veranlaßt hat.

In einer EGV werden immer nur bestimmte Bemühungen unverbindlich versprochen. Das reicht aber für eine Verbindlichkeit und damit eine spätere Sperrzeit wegen unzureichender Eigenbemühungen nicht aus. Das gilt nur für den Bereich ALG / SGB III.
 

Jens83

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@ Fritz Fleißig: Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Auch dieser bringt mich ein großes Stück weiter. Ja, es kam zu einer persönlichen Zustellung des Schreibens.
Vermittlungsvorschläge der AfA? Das waren in den letzten Monaten höchstens 4 Stück. Man legte mir nahe, dass ich doch mal in der Stadt herumfahren und aktiv nach Stellen suchen sollte oder das örtliche Telefonbuch zur Hand nehmen soll. Selbst mein Vermittler sagt, dass es in meiner Branche wenig Arbeitsplätze gibt und ich mich noch anderwertig orientieren soll. Interessant ist auch Punkt 6 deiner Ausführung, dass die EGV unverbindlich ist. Das war mir nicht bekannt. Was die Kostenerstattung betrifft, meinte mein Vermittler, dass eine Bewerbung doch nur 3 Euro kosten würde und er es bis jetzt noch nicht hörte, dass sich jemand die Kosten wiederholen möchte.
@Fritz Fleißig und gehtsnoch?: Was Punkt 7 betrifft, so habe ich das noch nicht gesehen. Vielleicht sollte ich es anders anpacken in Zukunft.
Beistand nehme ich jedes Mal mit, aber ist es dann nicht auch Aussage gegen Aussage, weil mein Kumpel befangen ist?

Anbei lade ich nochmal die komplette Aufforderung zur Bewerbung hoch, mit Rechtsfolgenbelehrung und Auszug aus dem SGB III.

Des Weiteren trieb ich die EGV wieder auf, die ich hier ebenfalls zur Verfügung stelle. Das einzige, was sich daran änderte, ist die Anzahl der Bewerbungen von 4 auf 6.
 

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Jens83

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Sorry, der Upload war nicht erfolgreich und ich weiß nicht, wie man einen Beitrag löscht. Hier der neue Versuch.
 

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gelibeh

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Wie Du anhand der Rechtsfolgenbelehrung in der EGV siehst, droht Dir kein Ungemach, wenn Du Dich nicht an die EGV hältst. Das hat @Fritz Fleissig ja schon geschrieben. Ich würde also nur noch die Bewerbungen machen, für die ich über das zweite Schreiben aufgefordert wurde. Dort ist nämlich eine Rechtsfolgenbelehrung mit Sperrzeitandrohung dabei.

Im ALG1 kannst Du auch Bewerbungskosten beantragen, wenn Du Dir das selber nicht leisten kannst. Man muss zwar, anders als bei ALGII, einen Eigenanteil leisten, aber der ist auch nicht unbegrenzt. Wenn die Eigenleistungsfähigkeit erschöpft ist, dann steht Dir auch eine Kostenerstattung zu. Wenn der SB meint, das hätte noch nie jemand gemacht, heißt das noch lange nicht, dass man keinen Anspruch darauf hat.
Hier kannst Du ja man lesen und Deine Schlüsse ziehen https://www.elo-forum.org/alg/10486...istungsfaehigkeit-keine-kostenuebernahme.html

Und natürlich hilft es etwas, wenn man einen Beistand dabei hat. Es sind dann ja schon zwei Personen, die bezeugen können, was der Vermittler so von sich gegeben hat.
 

Jens83

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@gelibeh: Das werde ich auch so machen, soweit ich dem nachkommen kann. Ein Großteil ist inzwischen geschafft. Was die Kostenübernahme betrifft, werde ich diese Anträge natürlich stellen. Wenn da nur ein Bruchteil meiner Kosten übernommen wird, ist es immerhin besser als nichts.

Ich danke allen, die mir in meiner Angelegenheit weitergeholfen haben. Dieser Paragraphendschungel ist echt nicht meine Welt. Jetzt habe ich bessere Möglichkeiten zu agumentieren, falls mir mein SB etwas anderes erzählen möchte.
 
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