§ 10 Abs. 1 SGB II - möglicher "Hauptausgang"?

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FrankyBoy

Gast
Liebe Mitschreiber, ich habe mir einmal Gedanken gemacht und ich bitte euch, hierzu einmal Stellung zu nehmen, denn ich kann im "Arbeitsmarkt 2013ff", nicht nach meinen ethischen Grundsätzen arbeiten.

Ich finde es pervers, dass ich dadurch einen anderen Erwerbslosen um seine Stelle bringe und was für mich noch viel viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass ich mit meinem Tun, egal auf welcher Seite des Schreibtischs ich beim Vorstellungsgespräch gerade sitze, den ständigen Umverteilungsprozess von fleißig nach reich befördere und der gehört für mich moralisch verboten.

§ 10
Zumutbarkeit


(1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
2. die Ausübung der Arbeit die künftige Ausübung der bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,......................................................
§ 10 SGB II Zumutbarkeit
Wir haben "gesättigte Märkte" (alle Produkte und Dienstleistungen sind verfügbar), die fleißigsten Arbeiter sind steuer- und sozialversicherungsfreie Maschinen und obwohl wir schon Exportweltmeister sind, haben wir in Deutschland aktuell mehr als 5,2 Mio. tatsächlich Erwerbslose Menschen.

Es fehlt die Binnenkaufkraft und unsere Exporte vermissen mehr und mehr die Außenhandelskaufkraft und sind im Begriff rückläufig zu werden - außerdem gibt es so viele Steuereinnahmen wie nie und trotzdem werden die Armen immer ärmer und die kleinen Selbständigen arbeiten sich immer ärmer - die Hauptsache die Banken werden gerettet!

Das Hamsterrad dreht sich zwangsläufig immer schneller und die Firmen müssen sich gegenseitig niederdumpen, um nicht vom Markt zu verschwinden - dass ist absolut keine Sozial Marktwirtschaft sondern asozialste Vetternwirtschaft denn Wachstum hatten wir bis auf im Jahre 2009 eigentlich immer - weit über 80% der Menschen hatten nur rein gar nichts davon.

Außerdem saugt der ESM heute zum ersten Mal und für die zu arbeiten ist schändlich und asozial³ und außerdem bedeutet Niedriglohn heute, dass man selber etwa 12 Std. arbeiten muss um sich eine Handwerkerstunde leisten zu können - für mich ist da zu viel Schwund drin.

In Wahrheit haben wir in Deutschland eine Reichensteuer, die ich seelisch nicht vertreten kann, siehe hier: Rico Albrecht - Freiheit - eine Frage des richtigen Geldsystems - YouTube
 

hartaber4

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"1. sie zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,"

................


damit dürften wohl eher gesundheitliche Einschränkungen gemeint sein.... und in Bezug auf "seelisch" nicht die psychische Tagesform.

Im Übrigen hast du das Rad (im Sinne des SGB) wohl kaum neu erfunden..... ab zum Arzt...lege deine (berechtigten) Zweifel an deiner Erwerbsfähigkeit dem JC dar und warte was nach den Maßgaben des § 44a SGB II so passiert.

Ggf. dann SGB XII (enjoy the poverty)


Im Zweifel steht einem ja der Rechtsweg offen...... da haben Sozialgerichte bestimmt "Bock drauf".
 

hartaber4

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obwohl wir schon Exportweltmeister sind, haben wir in Deutschland aktuell mehr als 5,2 Mio. tatsächlich Erwerbslose Menschen.

Das WAR mal so... ich vermute China (Werkbank der Welt) war es die letzten Jahre...kein Bock nachzugucken

P.S.

In China gibt es auch Arbeitslose.....
 
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FrankyBoy

Gast
Vielen Dank hartaber4, bei mir ist es mittlerweile aber wirklich so, dass ich dieses krankmachende System zutiefst verachte und extreme Gewissenskonflikte habe denn ich kann ja gar nicht mehr meinem oberstem Prinzip - die Bedürfnisse der Bevölkerung und meine eigenen, durch meine Arbeit zu befriedigen - nachkommen, mindestens 85% der Wertschöpfung meines Tuns, erhalten ja andere und wie das mit den Art. 1, 3 und 20 GG zusammenhängen kann, erschließt sich mir auch nicht.

Wenn ich arbeite (egal in welchem normalen Job), habe ich genau dieses Problem (klar, bei 10 Mio. im Jahr sieht das anders aus - siehe Rico Albrecht - da bekomme ich ja die "Reichensteuer" die es in Deutschland gibt, Zinserträge, Dividenden etc.).

Nein, seit ich alle Pharmapräparate im Sondermüll entsorgt habe, geht es mir unverschämt gut aber der Termin Vorgestern war so idiotisch, dass ich das erst mal ganz gemächlich sacken lasse - ne EGV etc. gab es nicht aber mir ist jetzt auch absolut klar, dass ich mir keinen Maulkorb mehr aufsetzen lasse tja, und eine faire Justiz - ne, da wäre mit Mollath, mir und vielen anderen deutlich anders umgegangen - die Wahrheit sieht schließlich so aus: Maulkorb für den Staatsanwalt 1-5 - YouTube
 

hartaber4

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Man kann sich am "System" abarbeiten (frag sich gleich auch wofür?) oder Alternativen suchen....

Lustiger wird es sicher nicht werden..... und die "Agenda 2030" steht ja schon vor der Tür.

In Anbetracht der vielen (aufgestauten) Probleme in Deutschland wird hier sicher noch die soziale Sense etwas tiefer kreisen..... eben mit schmerzhaften Einschnitten.
 
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FrankyBoy

Gast
Das WAR mal so... ich vermute China (Werkbank der Welt) war es die letzten Jahre...kein Bock nachzugucken

P.S.

In China gibt es auch Arbeitslose.....
Hurra, wir sind Export-Weltmeister!” Dabei sind wir nur eines: Sklaven!

Geschrieben von Maria Lourdes - 19/12/2012


Deutschland ist wieder „Exportweltmeister“ und führte zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert sogar mehr Güter nach China aus als es von dort einführte.
Das Ifo-Institut in München berechnete für die inzwischen eingestellte „Financial Times Deutschland“, dass der Überschuss in diesem Jahr größer ausfallen wird als in jedem anderen Land. Er werde auf 210 Milliarden Dollar (171 Milliarden Euro) steigen. Der Überschuss von Exportweltmeister China steigt lediglich auf 203 Milliarden Dollar. Quelle: focus.de
Wenn man diese Entwicklung als Sieg sehen will, so handelt es sich hierbei um einen Pyrrhussieg. Dies wird deutlich, wenn man sich auch die Kehrseite der Medaille anschaut. Deutschland ist nicht nur Weltmeister bei den Exportüberschüssen, sondern spiegelbildlich auch bei den Importdefiziten. Erkauft wurde dieser Sieg vor allem durch die viel zu niedrigen Löhne in Deutschland.
Der Chefvolkswirt der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung UNCTAD, Heiner Flassbeck, kritisierte Deutschland: «Besonders tragisch ist, dass Berlin das noch immer als Erfolg feiert – dabei ist höchst ungewiss, ob das Ausland seine Schulden überhaupt zurückzahlen kann.» Flassbeck fügte hinzu: «Deutschland schiesst sich mit seinem Geschäftsmodell ins eigene Bein.»

“Hurra, wir sind Export-Weltmeister!” Dabei sind wir nur eines: Sklaven! « lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft
Deutschland: Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September bei 11,9 Prozent

Deutsche Mittelstands Nachrichten | Veröffentlicht: 29.10.12, 02:05 | Aktualisiert: 29.10.12, 02:10 | 46 Kommentare
Die offizielle Zahl von 2,7 Millionen Arbeitslosen in Deutschland ist nur ein Teil der Realität: Tatsächlich erhalten insgesamt 5 Millionen Deutsche Arbeitslosengeld I oder II. Die Zahl der Arbeitslosen verharrt daher in Deutschland im Jahresvergleich auf einem unverändert hohen Niveau.

Deutschland: Tatsächliche Arbeitslosigkeit im September bei 11,9 Prozent | DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN
O. K. habe die Februarzahlen 2013 (da waren es 5,2 Mio.), auf die Schnelle nicht finden können und natürlich gibt es überall Arbeitslosigkeit - bei der Automatisierung heute ist das auch kein Wunder.

Das ist doch der Witz - wir produzieren deutlich mehr, als wir selber verbrauchen - wir leben also deutlich unter unseren Verhältnissen sonst wäre das anders - egal welche volkswirtschaftliche Theorie du wählst.

1/3 der hier produzierten Lebensmittel landen im Müll und in anderen Branchen sieht es doch nicht besser aus - wir haben Arbeit - nur die will und kann niemand bezahlen mit unserem Schuldgeldsystem und dagegen bin ich - gucke mal hier: Dirk Müller in klaren einfachen Worten Zins Umverteilung Kapital Akkumulation - YouTube
 

hartaber4

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Das ist doch der Witz - wir produzieren deutlich mehr, als wir selber verbrauchen - wir leben also deutlich unter unseren Verhältnissen sonst wäre das anders - egal welche volkswirtschaftliche Theorie du wählst.
Ein wenig pauschal....... auf Kleidung dürfte das z.B. nicht zu treffen.

Das ist ja auch insgesamt nichts statisches.... solange Rohstoffe (auch aufgrund von Billigstarbeitern im Ausland) so günstig sind.... kann man damit so verschwenderisch umgehen.....NOCH!
 
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FrankyBoy

Gast
Man kann die Einschnitte eigentlich ganz umgehen denn es gibt Menschen, die haben genau für diese Umstände einen Plan entwickelt und ich beschäftige mich mit diesem Plan jetzt fast ein ganzes Jahr lang und ich bin ebenfalls für diesen Plan, den ich dir nicht vorenthalten möchte, der ist einfach, gerecht und für 99,9% der Bürger einfach geil.

Man kann sich am "System" abarbeiten (frag sich gleich auch wofür?) oder Alternativen suchen....

Lustiger wird es sicher nicht werden..... und die "Agenda 2030" steht ja schon vor der Tür.

In Anbetracht der vielen (aufgestauten) Probleme in Deutschland wird hier sicher noch die soziale Sense etwas tiefer kreisen..... eben mit schmerzhaften Einschnitten.
Ich bin für eine Agenda 1961 - da hat der letzte regierende Politiker, sich tatsächlich für seine Bevölkerung eingesetzt hat, folgende - knapp 6 Minütige Rede gehalten, die heute aktueller ist denn je: Die Wahrheit - John F. Kennedy - Warnung vor einer globalen Verschwörung - YouTube
 

hartaber4

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Alles gut und schön.... aber zur Zeit finden (wenn man mal die nationale Brille auflässt) bummelig 70% der deutschen Wahlberechtigten Frau Merkel voll "geil"....


Bevor ich mir in den nächsten 10 Jahren die letzten Herzkranzgefäße ruiniere packe ich lieber zum Jahresende (endlich) die Koffer und beobachte das von aussen..... es geht mir unendlich auf den Sack.... und in dem ich mich aufrege...werde ich hier kaum etwas verändern..
 

Neudenkender

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Liebe Mitschreiber, ich habe mir einmal Gedanken gemacht und ich bitte euch, hierzu einmal Stellung zu nehmen, denn ich kann im "Arbeitsmarkt 2013ff", nicht nach meinen ethischen Grundsätzen arbeiten.
Ich auch nicht. Es ist aber klar, dass sie dich dann nicht in ihrem System auf Dauer dulden werden.

Also WENN du arbeiten willst (und hier keinen Psycho-etc.-Freifahrtschein erhalten möchtest oder kannst zur weiteren Alimentierung, ohne zwangsarbeiten zu müssen), dann musst du eben dein eigenes Ding (als Freiberufler, Selbständiger, Aussteiger, ...) machen.

Und wenn du von dem selbst Erwirtschaftetem möglichst keine bis wenig Netto-Steuern zahlen möchtest, die das System hier unterstützen würden, dann könntest du eben a) die Sache im Ausland machen oder b) aber auch jede legale (!!!) Möglichkeit ausnutzen, deine Steuer- und Abgabenlast zu minimieren.

Die Zeit des Noch-ALG2-Bezuges nutzt du zur Vorbereitung.
 

hartaber4

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Und wenn du von dem selbst Erwirtschaftetem möglichst keine bis wenig Netto-Steuern zahlen möchtest, die das System hier unterstützen würden, dann könntest du eben a) die Sache im Ausland machen oder b) aber auch jede legale (!!!) Möglichkeit ausnutzen, deine Steuer- und Abgabenlast zu minimieren.

Die Zeit des Noch-ALG2-Bezuges nutzt du zur Vorbereitung.

Diese "Spielräume" ergeben sich aber kaum, wenn man sich für ein paar Euro bücken muss..... aber vom Prinzip her hast du Recht (letzter Satz). Aus der Perspektive des Auslands sieht Deutschland gar nicht so übel aus.... ob nun Steuer oder der (im EU-Vergleich) günstige Einkauf von Waren und Dienstleistungen.
 
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FrankyBoy

Gast
Alles gut und schön.... aber zur Zeit finden (wenn man mal die nationale Brille auflässt) bummelig 70% der deutschen Wahlberechtigten Frau Merkel voll "geil"....


Bevor ich mir in den nächsten 10 Jahren die letzten Herzkranzgefäße ruiniere packe ich lieber zum Jahresende (endlich) die Koffer und beobachte das von aussen..... es geht mir unendlich auf den Sack.... und in dem ich mich aufrege...werde ich hier kaum etwas verändern..
Jep, dass sehe ich ja genau so, deshalb erscheint im nächstem Monat auch mein erster neuer Titel seit etwa 33 Jahren - Schulden Queen - endlich habe ich mal Zeit für meine kreative Ader und eine nette Gesangsstimme finde ich schon noch :biggrin:.
 

Neudenkender

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Diese "Spielräume" ergeben sich aber kaum, wenn man sich für ein paar Euro bücken muss..... aber vom Prinzip her hast du Recht (letzter Satz). Aus der Perspektive des Auslands sieht Deutschland gar nicht so übel aus.... ob nun Steuer oder der (im EU-Vergleich) günstige Einkauf von Waren und Dienstleistungen.
1) Spielräume sind immer da. Es gilt, wenn man mit den Einschränkungen und Gegebenheiten des Systems absolut nicht klar kommt, diese Spielräume kreativ und mit Spaß zu entdecken bzw. zu identifizieren und auszuloten.

2) Es geht dem TE doch wohl kaum darum, wie aus dem Ausland auf Doitschlan geschaut wird. Er hat hier generelle, massive, individuell empfundene Probleme mit dem System. Wenn er dieses durch seine Arbeit nicht fördern will, muss er eben die Konsequenzen anleiern. Denke ich.
 

HajoDF

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Hallo Frankyboy,

es gibt schon lange eine gewisse Arbeits-Subkultur, die mit ausbeuterischen Arbeitsleben nicht mehr viel zu tun hat.
Seit ich Rentner bin, bin ich in einer immer mehr wachsenden nachbarschaftlichen Welt unterwegs, in der viele Menschen ihre Wohnungen nicht mehr streichen können, weil das Geld nicht reicht, viele können wegen zunehmender Immobilität nicht mehr selber einkaufen und viele vereinsamen in ihren Wohnungen.
Ich gebe meine Zeit und erhalte dafür vielfach neben dem Dank kleine "Aufmerksamkeiten" wie selbst gemachte Marmelade oder mal eine Roulade oder auch mal 10 Euro für Spritgeld (Auto :icon_lol: ).

Der Gewinn für die, die da mitmachen und für mich liegt in einer zunehmenden Fertigkeit von allerlei täglichen Arbeiten, die ich früher nie machen brauchte und deshalb nicht konnte.
Ich verlege etwas Laminat aus dem Baumarkt bei einer alten Dame (was sie sich auf dem normalen Wege nie leisten könnte), ich helfe bei Anwendungsproblemen im PC, ich helfe beim Ausfüllen von Anträgen (im Sozialbereich), mache Begleitung zu Ämtern.
Die Zuwendungen, die ich erhalte, lassen sich inzwischen durchaus in Geldwert umrechnen.
Doch der beste Gewinn ist die soziale konkrete Vernetzung in meiner Lebenswirklichkeit.
Meine Zufriedenheit wächst fast von allein
 

Neudenkender

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Ist ja über dein Zitat nun "in Stein gemeißelt" .....:rolleyes:
Jo. Ein dreifach Hoch der Zitierfunktion!!! :icon_party:

Habe das neue, geniale Superwort gleich in meinen aktiven Wortschatz transferiert.

Ich danke dir nochmal hartzlich!
 

hartaber4

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Hallo Frankyboy,

es gibt schon lange eine gewisse Arbeits-Subkultur, die mit ausbeuterischen Arbeitsleben nicht mehr viel zu tun hat.
Seit ich Rentner bin, bin ich in einer immer mehr wachsenden nachbarschaftlichen Welt unterwegs, in der viele Menschen ihre Wohnungen nicht mehr streichen können, weil das Geld nicht reicht, viele können wegen zunehmender Immobilität nicht mehr selber einkaufen und viele vereinsamen in ihren Wohnungen.
Ich gebe meine Zeit und erhalte dafür vielfach neben dem Dank kleine "Aufmerksamkeiten" wie selbst gemachte Marmelade oder mal eine Roulade oder auch mal 10 Euro für Spritgeld (Auto :icon_lol: ).

Der Gewinn für die, die da mitmachen und für mich liegt in einer zunehmenden Fertigkeit von allerlei täglichen Arbeiten, die ich früher nie machen brauchte und deshalb nicht konnte.
Ich verlege etwas Laminat aus dem Baumarkt bei einer alten Dame (was sie sich auf dem normalen Wege nie leisten könnte), ich helfe bei Anwendungsproblemen im PC, ich helfe beim Ausfüllen von Anträgen (im Sozialbereich), mache Begleitung zu Ämtern.
Die Zuwendungen, die ich erhalte, lassen sich inzwischen durchaus in Geldwert umrechnen.
Doch der beste Gewinn ist die soziale konkrete Vernetzung in meiner Lebenswirklichkeit.
Meine Zufriedenheit wächst fast von allein

Bin zwar nicht F-Boy...aber juckt mich doch in den Fingern:


Mein Fokus geht komischerweise auch in Richtung ältere Menschen.... gerade weil die oft keine große Affinität zum Internet haben - hier fehlt deswegen oft der Zugang zu basalen Informationen!

"Dank" meiner Oma habe ich diverse Schnittstellen/Berührungspunkte zu anderen Pflegebedürftigen/Angehörigen..... und man spricht hier selten über Erfreuliches.

Da ich seit längerem im SGB XII verweile....flöööööt..... konnte ich auch die anderen Kapitel in den Kommentaren "abnutzen" in Bezug auf die Pflege und andere spezifische Bedarfslagen älterer Menschen....

Meine Oma würde hier fast nichts verstehen...... und wenn eine Behörde schreibt : "Ist nicht....." Dann wird das kritiklos hingenommen..... alleine im Fall meiner Oma konnte ich schon mehr als 1000,00 € "generieren..... hust.

Das hiesige SozA ist nicht sooooooo begeistert....:rolleyes:

Mal sehen wie sich meine geplante Auswanderung entwickelt.... eigentlich habe ich die Faxen dicke vom deutschen Sozialrecht.... hätte aber auch Lust Jura zu studieren.... nicht hier... aber es gibt ja die Möglichkeit über das EuRAG (Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland)..... wenn dann würde ich mich eher um diese Gruppe kümmern.....

Sozialrecht ist unter RAe i.d.R. eh so begehrt wie Scheixxe am Schuh..... und deswegen wird wohl auch kaum ein RA in ein Pflegeheim gehen, um dort Mandanten (die in der Regel eben eingeschränkt sind...sei es körperlich oder auch finanziell) und/oder deren Interessen zu vertreten.
 
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