10.000 unerklärte Todesfälle im Jahr: Gewalt in der Pflege

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"Es ist nicht schön, es ist schockierend, aber ihr müsst es anschauen, denn so etwas geschieht in unseren Altenheimen". Es ist Kurt K. (69) der das sagt. Er zeigt auf das letzte Bild seiner 90jährigen Mutter: Blutunterlaufene Augen, geschwollene Nase, aufgeplatzte Lippen. Er hat seine Mutter beerdigt, sie ist gestorben, an Herzversagen, wie es offiziell heißt. Aber ihr Tod wird die Justiz weiter beschäftigen, denn der Sohn will Klarheit, will Wahrheit.

Gewalt in der Pflege ist ein tabuisiertes Thema. Viele wissen davon, aber alle schweigen. Nur hier und da kommt aus Deutschlands rechtsmedizinischen Abteilungen ein Warnruf. Dann erfährt man, dass in diesem Land jährlich rund zehntausend ältere Menschen eines "ungeklärten" Todes gestorben sind.

"Bei der Pflege alter Menschen kommt es nicht nur in der stationäre Pflegen, sondern auch in der häuslichen erschreckend oft zur Anwendung von Gewalt", sagt Gerd Heming, Vorsitzender des Bundes der Pflegeversicherten. Es gäbe sie in den unterschiedlichsten Formen, ergänzt er. "Schätzungen zufolge, die auf Studien aus anderen europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten von Amerika beruhen, werden etwa fünf Prozent der pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause betreut werden, psychisch oder körperlich von pflegenden Familienangehörigen misshandelt". Das wären, auf die Bewohnerzahl Deutschlands umgerechnet, etwa 80 000 ältere Menschen. Nicht eingerechnet seien die ungeklärten Gewalttaten gegen die Bewohner und Bewohnerinnen der rund 9000 Pflegeeinrichtungen. Die Dunkelziffer dürfte diese Zahlen um ein vielfaches übersteigen.
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Es ist so unglaublich, daß man einfach nicht wahrhaben will, daß es so ist. Aber leider die erschreckende Wahrheit. Unsere Pflegeeinrichtungen verkommen zu Vernichtungsheimen für alte und pflegebedürftige Menschen und Politik und Justiz sehen weg.

Zwei nicht minder erschreckende Fälle hatte ich in meiner Verwandtschaft selbst erlebt.

In einem Fall, ging es um einen 84jährigen Mann, der u.a. nach Herzinfarkten und mit Demenz im Endstadium im Raum Altdorf bei Nürnberg in einem Pflegeheim untergebracht war. Man wähnte ihn in guten Händen, da das Pflegeheim zur damaligen Zeit die besondere Aufmerksamkeit unseres ehemaligen Ministerpräsidenten Stoiber genoss und von diesem in höchsten Tönen gelobt wurde. Aber die Wahrheit war anders.

Der Sohn des Heimbewohners besuchte diesen täglich und bemerkte immer wieder Spuren von möglicher Gewaltanwendung. Doch dem entgegnete man mit vielen Gegenargumenten, die ohne die weiteren Vorkommnisse zuerst glaubhaft schienen.

Aber dann gab es große Hämatome im Gesicht, eine große Platzwunde, ein blaues Auge. Sein Vater konnte sich aufgrund der Demenz nicht selbst äußern.

Der Vater sei aus dem Bett gefallen, erklärte man den Zustand. Daß der Vater aber gar nicht mehr in der Lage war sich im Bett auch nur selbst umzudrehen, zeigt die Unglaubwürdigkeit dieser dreisten Lüge. Der Sohn fand Mittel und Wege den Vater nach Hause zu holen.

Die Justiz suchte Wege ihn wieder zurück ins Heim zu schicken. Das Theater endete mit dem Tod des Vaters, der friedvoll daheim statt fand unter der liebevollen Pflege seines Sohns. Die Vorfälle im Pflegeheim sind bis heute nicht aufgeklärt.

2006 wurde meine eigene Mutter in der eigenen Wohnung das Opfer einer Pflegerin.

Nun war meine Mutter nicht etwa schwer pflegebedürftig, sondern sie brauchte nur Hilfe beim Anziehen und Ausziehen ihrer Stützstrümpfe. Ich selbst konnte das aufgrund von Hand- und Armoperationen nicht leisten. Daher wurde ein Pflegedienst mit dieser Aufgabe betraut.

Morgens und Abends kam darauf hin jemand ins Haus. Davon abgesehen, daß es massiv mit der Pünktlichkeit haperte, die Pflegekräfte kamen irgendwann zwischen 8 und 11 Uhr und Abends irgendwann zwischen 17 und 22 Uhr, war auch keinerlei Freundlichkeit gegenüber meiner Mutter vorhanden. Im Gegenteil wurde ich selbst Zeuge von teilweise recht heftigen Beleidigungen gegenüber meiner 78jährigen Mutter.

Der Hausarzt verweigerte den Wechsel des Pflegedienstes. Wenn dann hätten wir bis zum Ende des Verordnungszeitraums warten müssen. Und genau diese ärztliche Entscheidung wurde ihr zum Verhängnis.

Ich selbst hatte eine sehr heftige Auseinandersetzung mit der Pflegedienstleiterin, die mir Märchen erzählen wollte, meine Mutter sei nicht in der Lage sich klar zu äußern etc. Nur dummerweise hatte ich die Telefonate meiner Mutter mit der Pflegeleitung mit angehört und von Verwirrtheit keine Spur. Auch eine Untersuchung in der Geriatrie des Klinikums Nürnberg zeigte eindeutig, daß keine Spur von Verwirrtheit, Alzheimer oder Demenz vorhanden war, im Gegenteil.

Als ich selbst eine Woche im Krankenhaus war, sollte der Pflegedienst in der Zwischenzeit meine stark gehbehinderte Mutter mit Essen versorgen. Dies geschah nicht. Eine ganze Woche lang telefonierte meine Mutter erfolglos mit dem Pflegedienst. Lapidate Antwort des Pflegedienstes auf meinen Anruf, sie hätte sich halt bei uns melden müssen. Nur hat sie das getan, wie die Rufnummernliste der Telefongesellschaft eindeutig beweist. Und zwar bis zu 20x am Tag erfolglos. Erfolglos nicht etwa deswegen, weil niemand das Telefonat entgegengenommen hätte, sondern erfolglos, weil man ihr trotz teilweise 10 Minuten langer Telefonate dennoch kein Essen brachte.

Für den Oktober 2006 hatten wir endlich die Erlaubnis zu einem Wechsel des Pflegedienstes erhalten, um diese Tragödie zu beenden. Genau eine Woche vorher kam es nun zu einem durch die Pflegekraft verursachten Unfall, der in letzer Konsequenz zum Tod meiner Mutter am 6. Oktober 2006 führte, einen Tag vor meinem Geburtstag.

Als Abends gegen 21 Uhr der Pflegedienst immer noch nicht gekommen war, wollte ich meiner Mutter trotz starker Schmerzen in den Händen die Stützstrümpfe ausziehen. Sie lehnte ab und meinte, daß der Pflegedienst doch jeden Moment kommen müßte. Daraufhin zog ich mich ins Bad zurück, da ich früh ins Bett wollte. Ich hatte mir vorgenommen ihr die Strümpfe selbst auszuziehen, wenn der Pflegedienst noch nicht da gewesen sein sollte, bevor ich das Bad verlassen würde.

Während ich gerade beim Anziehen war, klingelte es an der Tür. Dann nach etwas Zeit, die Pflegekraft war die Treppe hochgekommen, wieder, dieses Mal an der Wohnungstür. Meine Mutter öffnete und als nächstes hörte ich einen lauten Schrei und spürte eine starke Erschütterung des Bodens, die so stark war, daß unser Nachbar (er sagte mir das am nächsten Tag) die Erschütterung bis in sein Wohnzimmer spüren konnte.

Ich stürzte aus dem Bad und fand meine Mutter auf dem Boden liegend vor, die Pflegekraft versuchte sie auf die Beine zu bringen. Ich unterband dieses sofort und kümmerte mich um meine Mutter, während ich die Pflegekraft anwies den Notarzt und Krankenwagen anzufordern.

Als dieser kam stellte er fest, daß der Oberschenkel meiner Mutter gebrochen war. Wohlgemerkt der Knochen mittendurch, nicht der Gelenkkopf! Da meine Mutter nur eine schwache und gestoppte Osteoporose hatte, war ihr Knochen nicht weniger dicht, als er üblicherweise im Alter von 50 bei den meisten Frauen wäre. Also doch noch recht stabil. (Wie auch die Autopsie später nachwies!) Ein einfacher Sturz auf Teppichboden hätte weder die starke Erschütterung noch einen solchen Bruch verursacht.

Die Pflegekraft behauptete meine Mutter sei schon auf dem Boden gelegen, als sie die Wohnung betreten habe und daher wüßte sie nicht wie es zum Sturz gekommen war. Meine Mutter stand unter Schock und war nicht in der Lage zu reden.

Im Krankenhaus kam es aufgrund ärztlicher Fehler zu gravierenden Komplikationen die zu extrem starken Blutungen bei der OP führten, die einen Leber- und Nierenschock auslösten, der selbst bei einem jungen Menschen in den meisten Fällen zum Tod geführt hätte. Eine 78jährige Frau hatte dem nichts entgegenzusetzen und sie starb nach wenigen Tagen Krankenhausaufenthalt an den Folgen.

Allerdings war sie immer wieder stundenlang voll ansprechbar gewesen und absolut klar, so erzählte sie mir, daß die Pflegekraft sie beim Öffnen der Tür umgestossen hätte. Das heißt die Pflegekraft öffnete die Tür mit großem Schwung, während meine Mutter noch dahinter war und schleuderte sie mit großer Wucht gegen den anderen Türstock wodurch der Knochen brach. Die Aussage der Pflegekraft meine Mutter hätte schon gelegen, als sie die Wohnung betrat stimmt also durchaus, da der Vorgang ja stattfand während sie noch die Tür öffnete.

Als meine Mutter mir im Krankenhaus erstmalig davon berichtete, wie sich der Vorgang abgespielt hatte, erstattete ich sofort im Anschluß Anzeige, die an die Kripo weitergeleitet wurde. Ich hatte ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß umgehend ihre Aussage aufgenommen werden müßte, da die Lage ernst sei und man mit ihrem Tod rechnen müßte. Bis zum Tod meiner Mutter 9 Tage später hatte die Polizei es nicht für nötig befunden im Krankenhaus ihre Aussage aufzunehmen. Als der zuständige Kripobeamte sich mit mir in Verbindung setzte, war meine Mutter bereits 3 Tage tot.

Die Staatsanwaltschaft stellte einige Monate später die Ermittlungen ein und stellte fest: Tragischer Unfall.

Die Beteiligung der Pflegekraft spielte keine Rolle, die Aussage meiner Mutter konnte ja "nur ich " bestätigen, die Schlampigkeit der Polizei spielte keine Rolle, die Fehler im Krankenhaus ebenfalls nicht. Die eindeutigen Lügen der Klinikärzte die zuerst die starken Blutungen bei der OP verschwiegen, als auch eine zweite OP, hatten ebenfalls keine Konsequenzen. Und etliches mehr wurde einfach unter den Teppich gekehrt.

Monate später gelang es mir endlich die Krankenhausberichte in der wahren Form in die Finger zu bekommen. Sie lesen sich wie ein Horror-Roman. Vorher hatte ich zwei unterschiedliche offizielle Berichte bekommen, die aber nicht den Tatsachen entsprachen. Keiner der ersten Berichte entspricht auch nur annähernd dem dritten Bericht, der viele Abläufe aufklärt, aber die starke Blutung dennoch verschweigt. Allerdings hatte man vergessen die gabe der Blutkonserven im Bericht zu entfernen. Wozu Blutkonserven in größerer Zahl ohne starke Blutungen?

Eine Überprüfung auf Kunstfehler wurde vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen verworfen. Die größte Zeitung der Gegend interessierte sich für den Fall, brachte aber letztendlich nur die offizielle Darstellung inkl. der Lügen des Pflegedienstes und auch die Vorlage von eindeutigen Gegenbeweisen interessierte die Journalistin nicht. Sie hatte es nicht einmal für nötig befunden sich den Unfallort auch nur anzusehen.
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Ein Anwalt, der mir u.a. auch bei der Aufklärung der Vorkommnisse helfen sollte, versuchte mich zu betrügen (nachgewiesen!), was dann für ihn vor dem Standesgericht der Anwaltskammer mit Konsequenzen endete.

Meine eigene Gesundheit ist inzwischen so schlecht, daß ich nicht in der Lage bin weiter an der Aufklärung und Bestrafung der Täter zu arbeiten. Meine Arbeitsfähigkeit ist inzwischen dauerhaft dahin.

Daß die ARGE natürlich parallel nach dem Tod meiner Mutter auch noch Ärger machte, ist natürlich zu erwarten gewesen. Einen Tag nach der Trauerfeier noch vor der Urnenbeisetzung kam die Aufforderung zur Senkung der KdU. Meine Gesundheit spielte keine Rolle.

Die Abschiebung von der ARGE zum Sozialamt kurz vor Ablauf der Frist der ARGE rettete mich vor dem Umzug, den ich selbst niemals hätte durchführen können. Das Sozialamt war bereit meine gesundheitlich schlechte Verfassung anzuerkennen und war dann bereit die tatsächlichen Kosten der Wohnung weiterzutragen. Dazu war natürlich auch etliches an Papierkrieg nötig.

Bevor ich aufgeben mußte, füllten die Vorgänge nach dem Tod meiner Mutter inkl. der Probleme mit der ARGE und der Abwicklung des Nachlasses 11 dicke Ordner. Daß ich keinerlei Unterstützung der Familie bekam, auch nicht meines Bruders, der unsere Mutter noch nicht einmal im Krankenhaus besucht hatte, läßt wohl erahnen, was ich in dieser Zeit verkraften mußte.

So steht nun die Urne meiner Mutter in einer Grabnische im Nürnberger Südfriedhof. Eine lebenslustige Frau starb durch mehrfache Unfähigkeit, einerseits des Pflegepersonals und andererseits der Klinik. Die Täter weisen jede Schuld von sich und werden darin von der Justiz und den Medien unterstützt. Monatelang mußte ich mich selbst noch mit einer Gegenanzeige des Pflegedienstes abplagen, die aber dann von der Staatsanwaltschaft eingestellt wurde.

Einzelfälle? Wohl kaum...
 

Atlantis

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@ Tom ich kann dir das Buch Empfehlen, mir kam es durch
Zufall auf den Flohmarkt im Sommer 2008 in den Händen, als ich es nach einem halben Jahr aus Zeitgründen gelesen hab ist mit doch echt die Kinnlade runter geklappt so eine Schlamperei mit so vielen Todesfolgen habe ich nicht erwartet.

Wer wissen möchte wie es in unseren Krankenhäusern steht was für eine Elende Krankenbehandlung und
widerliche Schlamperei in der Hygiene in unseren ach so Tollen Kliniken in Deutschland abgeht sollte sich das Buch antun, der wird nie wider die Mediziner als die großen Heiler und Götter sehen zu viel Schlamperei gibt es in der Heutigen Zeit, es ist sogar noch schlechter Bestellt mit der
Krankenbehandlung als vor 20 Jahren.

Das Buch ist der Schonungslose Aufklärungs Hammer und ein Abrechnung mit dem Krankenhaus.



Heute Abend mach ich mal ein oder zwei seiten von dem Buch als Scann
und Stelle es als Zitat ein.

Ein ehrliches, selbstkritisches, gut geschriebenes Buch, 17. Juni 2005

"Egon Erwin Kisch hat einmal gesagt: Wollt Ihr etwas wissen über die Gesellschaft, in der Ihr lebt, so geht in die Gefängnisse. - Ihr müßt auch in die Krankenhäuser gehen und Euch dort umsehen, wenn Ihr etwas über den Zustand unserer Gesellschaft, über unsere Zeit erfahren wollt."

Nach mehr als zehn Jahren als Krankenpfleger zieht Michael Noetzel Bilanz. Sein Tagebuch schildert den Klinik-Alltag: die kleinen Gedankenlosigkeiten und die große Schlamperei, Versagen und Hilflosigkeit. Michael Noetzel hat ein engagiertes Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der Pflege kranker Menschen geschrieben, für ein humanes Krankenhaus.



Gesundbeten und Krankpflegen: Michael Noetzel: Amazon.de: Bücher
 
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Wundert es jemanden angesichts dieser Zustände noch, daß es keinen bundesweiten Aufschrei gab, als André Kirsch verhungerte? Dieser Staat verursacht Tausende von Todesfällen jedes Jahr. Dazu noch Tausende von Toten durch Ärztepfusch. Und nicht einmal hier gibt es einen Aufschrei.
 
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Für ein so wichtiges Thema erstaunlich wenige Zugriffe. Wundert mich sehr. Kann schließlich jeden von uns betreffen.
 
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Mir zumindest ist das ebenso bewusst wie andere Missstände. Nur kann ich nicht an zu vielen Baustellen gleichzeitig sein. Mir graut es ebenso, wenn meine jetzt 87jährige Grossmutter einmal nicht mehr zuhause bleiben kann, wo sie jetzt schon von den Hilfskräften ausreichend benervt ist. Allerdings habe ich ihr vor über 10 Jahren angeboten zu uns in die Nähe zu ziehen, da ich in Schleswig-Holstein nun wirklich nichts anfangen kann in meiner Situation, und zwar genau aus solchen Gründen wie angeführt. Der/ die Arme oder Schwache braucht IMMER Mithelfer und -wisser, egal aus welchem Grund arm oder schwach. Nur leider wollte SIE das nicht - was also soll ich pragmatisch tun, ausser zu wissen?

Gruss
Emily
 
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hallo ihr lieben,

wie tom schon anmerkte, das thema hat erstaunlich wenig zugriffe.
ich glaube ich weiß auch warum, die meisten verdrängen es einmal selbst alt zu werden oder die tatsache das der partner oder die eltern auch mal pflegebedürftig werden.
mein eigener mann wurde vor mehr als 10 jahren zum pflegefall, ich oder besser wir haben uns dazu entschieden, das ich ihn pflege und wir uns wenigstens einigermaßen normal durchs leben bewegen, Tut mir leid mit einem pflegeassistenten im schlepp ist das nicht möglich! wir sind ja auch ein ehepaar.
die änderungen die sich daraus im leben ergeben sind mehr als gravierend. das persönliche umfeld, die freunde, kollegen, plötzlich sind alle weg, das ist meist ein langsamer prozess. denn pflege und die konsequenzen daraus werden schlicht übersehen. der spruch: ach ihr habt ja schön zeit; wenn wir mal durch die stadt schieben im rolli, wird schon gründlich missverstanden. das heißt in der regel 2 stunden vorlauf mit waschen, anziehen,rollstuhl startklar machen (luft nachsehen, motor ausreichend laden, bremse nachjustieren, ev. bei schlecht wetter spritzdecke drüber) meist noch einige sachen zum mitnehmen richten (inkontinenzmittel z.B.) und nach "besagtem spatziergang" dasselbe retoure. das ist nicht gemütlich.

was auch noch dazukommt, meine eltern, beide alt und gebrechlich (vater 2 herzinfarkte, dement, alt, blutdruck, kreislauf, wasser in den beinen, bandscheibe)
mutter ebenfalls alt, steife hand, rücken, asthma, krebspatientin.

da geht es auch nicht ohne mich, einkaufen, sauber machen, arztbegleitung, also alles was sie nicht können mach ich da auch mit.

ich habe anderen gegenüber den vorteil einer krankenpflegeausbildung, trotzdem komme ich fast jeden tag an meine eigenen grenzen, mental wie körperlich, ein heim würde für mich persönlich nicht in frage kommen, genauso wie einekostenintensive pflegekraft zu hause, oder haushälterin.

bei uns wie bei meinen eltern ist dazu, trotz pflegegeld nicht die finanzielle decke da. ala der haushälterin gehts prächtig, der zu pflegende hat grad genug zum essen. das ist in meinen augen ungeheuerlich. so geht es vielen, die nur knapp über den grundsicherungskriterien liegen, es reicht schlicht nicht für mehr.

eigentlich finde ich es traurig, das dafür so wenig bewusstsein da ist. hier wurd ich letztens schon mal in bezug auf pflegegeld blöd angemacht von einem anderen forenmitglied, klar wer pflegt ist geldgeil, so ungefähr.

eine problematik der sich im laufe der zeit noch einige stellen werden müssen, und glaubt mir, es ist ein schwerer aber ehrenwerter weg.

liebe grüße von barbara
 
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Für ein so wichtiges Thema erstaunlich wenige Zugriffe. Wundert mich sehr. Kann schließlich jeden von uns betreffen.
Ich werde die Augen offenhalten Tom_. Ich weiss von einer Nachbarin die auch einen Pflegedienst regelmässig zu Besuch hat.

Grüße
Zid
 
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hallo zusammen,

hallo zidanhenry,

augen offenhalten gegenüber pflegediensten gerade im häuslichen bereich ist notwendig. heime werden kontrolliert, ab diesem jahr sogar regelmäßig nicht nur stichprobenweise. die ambulanten werden nicht kontrolliert, es sind dank H4 und gründungszuschuss viele ohne KKund PK zulassung unterwegs meist ehemalige krankenschwestern oder masseure und weiß der geier was. noch bedenklicher finde ich diejenigen die jemanden ganz auf privater basis engagieren (müssen), sind aber meist die einzigen bezahlbaren, denn was die pflegekasse zahlt, reicht bei weitem nicht. ich habe auch ab und zu den ambulanten dienst, allerdings bin ich selbst auch mitdabei, weil es sich in diesen fällen um dinge dreht, die ich alleine nicht mehr schaffe und eine zweiten helfer brauche. ich hatte schon, denen war das gar nicht soooo recht.
ich werde auf jeden fall die pflege meiner angehörigen weiterhin großteils allein bewerkstelligen, irgendwie geht es immer. für mich war es auch sofort klar, das ich das mache. meine mutter hat schon ihre mutter und vater gepflegt, warum sollt ich es dann nicht ebenfalls tun? für mich ist das selbstverständlich, für viele andere heutzutage nicht mehr, warum eigentlich?

liebe grüße von barbara
 

Atlantis

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hallo ihr lieben,

wie tom schon anmerkte, das thema hat erstaunlich wenig zugriffe.
ich glaube ich weiß auch warum, die meisten verdrängen es einmal selbst alt zu werden oder die tatsache das der partner oder die eltern auch mal pflegebedürftig werden.
mein eigener mann wurde vor mehr als 10 jahren zum pflegefall, ich oder besser wir haben uns dazu entschieden, das ich ihn pflege und wir uns wenigstens einigermaßen normal durchs leben bewegen, Tut mir leid mit einem pflegeassistenten im schlepp ist das nicht möglich! wir sind ja auch ein ehepaar.
die änderungen die sich daraus im leben ergeben sind mehr als gravierend. das persönliche umfeld, die freunde, kollegen, plötzlich sind alle weg, das ist meist ein langsamer prozess. denn pflege und die konsequenzen daraus werden schlicht übersehen. der spruch: ach ihr habt ja schön zeit; wenn wir mal durch die stadt schieben im rolli, wird schon gründlich missverstanden. das heißt in der regel 2 stunden vorlauf mit waschen, anziehen,rollstuhl startklar machen (luft nachsehen, motor ausreichend laden, bremse nachjustieren, ev. bei schlecht wetter spritzdecke drüber) meist noch einige sachen zum mitnehmen richten (inkontinenzmittel z.B.) und nach "besagtem spatziergang" dasselbe retoure. das ist nicht gemütlich.

was auch noch dazukommt, meine eltern, beide alt und gebrechlich (vater 2 herzinfarkte, dement, alt, blutdruck, kreislauf, wasser in den beinen, bandscheibe)
mutter ebenfalls alt, steife hand, rücken, asthma, krebspatientin.

da geht es auch nicht ohne mich, einkaufen, sauber machen, arztbegleitung, also alles was sie nicht können mach ich da auch mit.

ich habe anderen gegenüber den vorteil einer krankenpflegeausbildung, trotzdem komme ich fast jeden tag an meine eigenen grenzen, mental wie körperlich, ein heim würde für mich persönlich nicht in frage kommen, genauso wie einekostenintensive pflegekraft zu hause, oder haushälterin.

bei uns wie bei meinen eltern ist dazu, trotz pflegegeld nicht die finanzielle decke da. ala der haushälterin gehts prächtig, der zu pflegende hat grad genug zum essen. das ist in meinen augen ungeheuerlich. so geht es vielen, die nur knapp über den grundsicherungskriterien liegen, es reicht schlicht nicht für mehr.

eigentlich finde ich es traurig, das dafür so wenig bewusstsein da ist. hier wurd ich letztens schon mal in bezug auf pflegegeld blöd angemacht von einem anderen forenmitglied, klar wer pflegt ist geldgeil, so ungefähr.

eine problematik der sich im laufe der zeit noch einige stellen werden müssen, und glaubt mir, es ist ein schwerer aber ehrenwerter weg.

liebe grüße von barbara



ich weis wie das ist meine frau musste die pflege nach 5 jahre in der eignen familie ( meine eigene mutter) aufgeben, da sie zu letzt innerlich ausgebrannt war ich habe sie bei der pflege auch noch unterstütz.
man macht ja mehr als die bezahlten pflegekräfte.
danach hat meine eigene schwester die mutter gepflegt die ist gelernte krankenschwester dafür war sie fast bis zu letzt zu hause,
die lezten 14 tage ihres lebens war sie im hospiz.
ich selber habe noch 2 jahre verbandswechsel gemacht nach anleitung von meiner tochter die ja auch kinderkrankenschwester ist bis ich eines tages dahinter kam das das nicht zur pflege gehört und von der krankenkasse bezahlt wird da es eine erkrankung ist die kosten der behandlung hat die krankenkasse zu tragen und nicht die pflegekasse, danach hat der arzt eine verordung zum verbandswechsel ausgestellt und ab da kam eine pflegeschwester noch zusätzlich zum verbandswechsel.
 
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Für ein so wichtiges Thema erstaunlich wenige Zugriffe. Wundert mich sehr. Kann schließlich jeden von uns betreffen.

Vielleicht ist das die typische abwehrhaltung gegen sich selbst? Da fallen mir nur die drei berühmten Affen ein, nichts sehen, nichts hören und nichts sagen. Scheinbar ist es das Verdrängen der eigenen Angst vor dem Alter - und was dann?!
Meine Eltern sind seit 1,5 Jahren in einem Heim untergebracht, ein gutes Heim soweit ich das beurteilen kann. Dafür aber arsc. teuer.
Was ist blos los in Dummland? Keiner steht auf für nichts! Keinerlei Solidarität, traurig traurig... Das bischen Widerstand das von einigen (z.B. Elo Forum u.a.) ausgeht ist zu wenig, wie aber die breite Bevölkerung motivieren, aktivieren???
Ich bin ratlos und langsam müde...
 

Atlantis

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Vielleicht ist das die typische abwehrhaltung gegen sich selbst? Da fallen mir nur die drei berühmten Affen ein, nichts sehen, nichts hören und nichts sagen. Scheinbar ist es das Verdrängen der eigenen Angst vor dem Alter - und was dann?!
Meine Eltern sind seit 1,5 Jahren in einem Heim untergebracht, ein gutes Heim soweit ich das beurteilen kann. Dafür aber arsc. teuer.
Was ist blos los in Dummland? Keiner steht auf für nichts! Keinerlei Solidarität, traurig traurig... Das bischen Widerstand das von einigen (z.B. Elo Forum u.a.) ausgeht ist zu wenig, wie aber die breite Bevölkerung motivieren, aktivieren???
Ich bin ratlos und langsam müde...
die meisten tauchen hier nur auf wenn sie probleme mit der ARGE haben
dann gibt es noch die u boote hier und zwar nicht zu knapp, die erkennt
man schon am schreiben.
dann noch die sorte ( morbus problemus )die solange hier ist bis das problem gelöst ist, danach
hört man meist nichts mehr von dem menschen er ist (vom winde verweht ), es sei den sie haben nach langer zeit mal ein neues problem mit der ARGE dann tauch sie wieder auf auch wenn sie mal eben ein jahr nicht mehr hier waren.
halt egoisten mit der einstellung was kümmern mich die andern ihre probleme hauptsache ich habe ein warmen ar.ch und genug zum essen.:eek:
 
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hallo ihr lieben,

hallo atlantis,
ja du sagst es, auftauchen und wieder weg, leider. so sind hier einige, oder auftauchen, blöden kommentar abgeben, ohne mal den ganzen background zu checken. selektives denken. somit fast genauso agieren wie H4 behörden :icon_eek:
ach das problem kenne ich was ist pflegeleistung, was ist KK leistung, darüber geben die meisten kassen auch nicht so gerne auskunft oder umfassend in der beratung. wenn ich vieles von meiner arbeit nicht selbst wüsste in solchen fragen, hätt mir wahrscheinlich auch keiner bescheid gesagt.

hallo ich nu wieder,
ja es ist oft verdrängung, man fühlt sich gut, ist nicht mit der eigenen sterblichkeit direkt konfrontiert.
wenn ich mir meinen und den weg meines mannes überlege, das ist schon heftig. man gibt zum teil seinen beruf auf, man gibt hobbys auf, man muß auf einmal finanziell sehr kurz treten, oft auch um medikamente und eben pflege möglichst gut zu machen. was ich auch feststellen mußte bei uns beiden, man geht in einen trauerzustand (die kunst ist sich nicht davon beherrschen zu lassen), aber man merkt es in den alltäglichsten dingen, die für andere achtlos sind oder so selbstverständlich, das es gar nicht wahr genommen wird. kleines beispiel: so ich habe 3 kranke an der backe ;o). keiner ist in der lage zu fahren, bus gleicht einem abenteuer oder die zeit die man braucht und die fahrpläne passen auch nicht zueinander.
ich hab auch ein auto, ich bin heilfroh darum und tu alles damit das ding fährt. ständig zum arzt, zur physio, zum einkauf, auf die schnelle zur bank, zur post, zum amt und, und, und............ merkwürdigerweise lauf ich allerdings auf meine arbeit, mit genuss. trotzdem ist das alte auto mein bester mitarbeiter, ohne den würde mir der tag nicht reichen. und was bekomme ich zu hören? dekadent, ein fahrrad ist günstiger, was du leistest dir in deiner situation noch ein auto? das klingt für mich oft wie hohn, danke. ohne das ding und mich als fahrer wären meine lieben ganz schön angeschmiert. so sind sie dabei nehmen teil und ich kann einigermaßen die selbstständigkeit im alltag herstellen.
und mein erklärtes ziel ist "nicht ausbrennen"!

was ich hier aufzeigen möchte, ist, es geht auch anders, man kann nicht alles alleine machen, das ist irgendwo klar. aber ich würde niemals meine eltern oder gar meinen mann in ein heim geben! (implikation eines forenmitgleds=geldgeil, also ich bereichere mich an zu pflegenden angehörigen), ich geb sie alle ins heim, und was heißt es dann? zu egoistisch um ihnen ein leben in würde zu ermöglichen.

krankenhäuser, auch so eine sache. ich arbeite ja selbst in einem, morgens in der OP sterilisation und labor, 2 mal nachmittags in der psychiatrischen ambulanz. beide bereiche haben nichts miteinander zu tun, hausinterner stellenabbau macht es möglich. lohneinbusen seit 2006 ca.200€ ! für dieselbe arbeit. gesundheitsreform macht es möglich. bettenbelegung hat sich verdoppelt, d.h. nach einem by pass wird man heut schon nach 14 tagen heimgeschickt, ich sehe immer wieder fassunglose patienten, die sind alles nur nicht fit. das feiert unsere regierung und gesellschaft als medizinischen fortschritt. es ist keiner, niemand heilt schneller oder besser, weil die OP moderner ist, und lediglich diese in 1 stunde über die bühne ist (früher fast3 stunden). keine wundheilung erfolgt schneller weil ein OP inzwischen "wirtschaftlicher" ausgenutzt wird. hier liegt auch ein riesenproblem. 24 und 30 stundendienste die nicht mehr entsprechend vergütet werden, ist ebenfalls unfäir, trotzdem sollen wir zu 100% da sein.

übrigens bin ich über die problematik des angerechneten krankenhausessens dazu gekommen menschen mit H4 problemen zu beraten, unser hauseigener sozialarbeiter war ja nicht in der lage dazu.
hier hab ich meine ersten widersprüche gemacht und formuliert :icon_smile:



liebe grüße von barbara
 
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und was bekomme ich zu hören? dekadent, ein fahrrad ist günstiger, was du leistest dir in deiner situation noch ein auto? das klingt für mich oft wie hohn, danke. ohne das ding und mich als fahrer wären meine lieben ganz schön angeschmiert. so sind sie dabei nehmen teil und ich kann einigermaßen die selbstständigkeit im alltag herstellen.
Wer sagt denn so etwas? Manchmal möchte ich doch wirklich manchen Leuten wünschen dass sie am eigenen Leib erfahren, was sie so von sich geben.

Gruss
Emily
 

Atlantis

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hallo ihr lieben,

hallo atlantis,
ja du sagst es, auftauchen und wieder weg, leider. so sind hier einige, oder auftauchen, blöden kommentar abgeben, ohne mal den ganzen background zu checken. selektives denken. somit fast genauso agieren wie H4 behörden :icon_eek:
ach das problem kenne ich was ist pflegeleistung, was ist KK leistung, darüber geben die meisten kassen auch nicht so gerne auskunft oder umfassend in der beratung. wenn ich vieles von meiner arbeit nicht selbst wüsste in solchen fragen, hätt mir wahrscheinlich auch keiner bescheid gesagt.

hallo ich nu wieder,
ja es ist oft verdrängung, man fühlt sich gut, ist nicht mit der eigenen sterblichkeit direkt konfrontiert.
wenn ich mir meinen und den weg meines mannes überlege, das ist schon heftig. man gibt zum teil seinen beruf auf, man gibt hobbys auf, man muß auf einmal finanziell sehr kurz treten, oft auch um medikamente und eben pflege möglichst gut zu machen. was ich auch feststellen mußte bei uns beiden, man geht in einen trauerzustand (die kunst ist sich nicht davon beherrschen zu lassen), aber man merkt es in den alltäglichsten dingen, die für andere achtlos sind oder so selbstverständlich, das es gar nicht wahr genommen wird. kleines beispiel: so ich habe 3 kranke an der backe ;o). keiner ist in der lage zu fahren, bus gleicht einem abenteuer oder die zeit die man braucht und die fahrpläne passen auch nicht zueinander.
ich hab auch ein auto, ich bin heilfroh darum und tu alles damit das ding fährt. ständig zum arzt, zur physio, zum einkauf, auf die schnelle zur bank, zur post, zum amt und, und, und............ merkwürdigerweise lauf ich allerdings auf meine arbeit, mit genuss. trotzdem ist das alte auto mein bester mitarbeiter, ohne den würde mir der tag nicht reichen. und was bekomme ich zu hören? dekadent, ein fahrrad ist günstiger, was du leistest dir in deiner situation noch ein auto? das klingt für mich oft wie hohn, danke. ohne das ding und mich als fahrer wären meine lieben ganz schön angeschmiert. so sind sie dabei nehmen teil und ich kann einigermaßen die selbstständigkeit im alltag herstellen.
und mein erklärtes ziel ist "nicht ausbrennen"!

was ich hier aufzeigen möchte, ist, es geht auch anders, man kann nicht alles alleine machen, das ist irgendwo klar. aber ich würde niemals meine eltern oder gar meinen mann in ein heim geben! (implikation eines forenmitgleds=geldgeil, also ich bereichere mich an zu pflegenden angehörigen), ich geb sie alle ins heim, und was heißt es dann? zu egoistisch um ihnen ein leben in würde zu ermöglichen.

krankenhäuser, auch so eine sache. ich arbeite ja selbst in einem, morgens in der OP sterilisation und labor, 2 mal nachmittags in der psychiatrischen ambulanz. beide bereiche haben nichts miteinander zu tun, hausinterner stellenabbau macht es möglich. lohneinbusen seit 2006 ca.200€ ! für dieselbe arbeit. gesundheitsreform macht es möglich. bettenbelegung hat sich verdoppelt, d.h. nach einem by pass wird man heut schon nach 14 tagen heimgeschickt, ich sehe immer wieder fassunglose patienten, die sind alles nur nicht fit. das feiert unsere regierung und gesellschaft als medizinischen fortschritt. es ist keiner, niemand heilt schneller oder besser, weil die OP moderner ist, und lediglich diese in 1 stunde über die bühne ist (früher fast3 stunden). keine wundheilung erfolgt schneller weil ein OP inzwischen "wirtschaftlicher" ausgenutzt wird. hier liegt auch ein riesenproblem. 24 und 30 stundendienste die nicht mehr entsprechend vergütet werden, ist ebenfalls unfäir, trotzdem sollen wir zu 100% da sein.

übrigens bin ich über die problematik des angerechneten krankenhausessens dazu gekommen menschen mit H4 problemen zu beraten, unser hauseigener sozialarbeiter war ja nicht in der lage dazu.
hier hab ich meine ersten widersprüche gemacht und formuliert :icon_smile:



liebe grüße von barbara



in deutschland wehrt sich eben keiner richtig ob arbeitsloser, patient, krankenhauspersonal nur auf der straße demonstrieren und fähnchen schwingen das sitzen die morbiten politiker in berlin doch auf einer ar...backe aus.
aus dem grund ist mein schwiegersohn und meine jüngere tochter aus deutschland schon vor 5 jahren weg gegangen, mein schwiegersohn hatte schon als AIP die schnauze voll von den vielen überstunden im krankenhaus.
dort wo er nun ist ist die bezahlung und die arbeitszeit erheblich besser
als in unserm so tollen deutschland, er sagt dort existiert mehr personal auf den stadionen die für den patienten da sind.
 
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