1 Person Wohnung. mit mehr als 50 Quadratmetern, aber Kaltmiete liegt innherhalb der Angemessenheitsgrenzen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

angler99

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Hallo,

gesetzt den Fall man hat noch kein ALG2 beantragt und bewohnt als Einzelperson eine Wohnung, die zwar mehr als die bei einer Person angemessenen 50 qm groß ist, wo die Kaltmieter aber innerhalb der festgelegten Angemessenheitsgrenze liegt:

Bekommt man dann bei Antrag auf Erwerbslosenhilfe die Wohnung trotzdem bezahlt und muss gegebenenfalls einen Teil der Nebenkosten aus dem Regelsatz begleichen, da eine größere Wohnung ja normalerweise mehr Heizkosten verursacht oder wird man dann vom JC aufgefordert, sich eine neue Wohnung zu suchen?

Frage für einen Bekannten.

Danke für Infos.
 

vidar

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Moin @angler99,

In den vielen Städten und Gemeinden wird auch eine 50 m² Wohnung (45-50 m²) für eine Personen akzeptiert. Was steht denn in der KDU – Richtlinie deiner Stadt/Gemeinde hierüber. Unabhängig davon, ist die Größe der Wohnung nicht ausschlaggebend. Hier zählt in erster Linie, dass die monatliche Bruttokaltmiete (Kaltmiete + kalte Nebenkosten) als angemessen vom JC akzeptiert wird. Hierfür wird oft der örtliche Mietspiegel mit herangezogen. Bezüglich der Heizkosten wird hier dann der "Deutsche Heizspiegel" in Ansatz gebracht.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo!

Einfach ein Mietangebot beim JC einreichen und um die Zusicherung bitten, dass die Miete angemessen ist.

Lies dir dazu mal § 22 SGB II durch.

Um wieviel m² soll die Wohnung denn größer sein?
 

iSlave

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Mir wurden als Einzelperson 56m² genehmigt. Wie es mit Nachzahlungen aussieht kann ich dir nicht beantworten. Manche JC deckeln Kaltmiete und Nebenkosten getrennt von einander, statt eine Bruttokaltmiete anzugeben. Ob sie das dürfen ist eine andere Frage...

Es gibt auch kleine, sehr schlecht gedämmte Wohnungen. Somit musst du mit deiner großen Wohnung nicht zwangsläufig drüber liegen....

Thome Richtlinien KdU:
https://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/
 

Nena

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Da die Wohnung schon VOR dem Bezug bewohnt wird, wird sie mit sämtlichen Kosten bis zu sechs Monaten übernommen.
Ob eine Kostensenkungsaufforderung erteilt wird, ist JC-abhängig (bzw. natürlich auch WIE groß die Wohnung ist - die Heizkosten für eine 150qm-Wohnung sind schon andere...).
 
E

ExitUser

Gast
Da die Wohnung schon VOR dem Bezug bewohnt wird, wird sie mit sämtlichen Kosten bis zu sechs Monaten übernommen.
Wenn bei Bezug der Wohnung schon absehbar war, dass Alg-II beantragt wird, gilt das nicht, meine ich.

Sowas möchte man ja auch nicht unbedingt heraufbeschwören.
 

angler99

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Hallo!

Einfach ein Mietangebot beim JC einreichen und um die Zusicherung bitten, dass die Miete angemessen ist.

Lies dir dazu mal § 22 SGB II durch.

Um wieviel m² soll die Wohnung denn größer sein?
Gibt noch nichts konkretes. Zwischen 50 - 60 qm.

Wenn man sich so ein Mietangebot vom Vermieter bzw. einem Vermittler erstellen lässt, können diese dann daraus ableiten, dass man Erwerbslosenhilfe bezieht?
 
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