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1. Mai Kundgebung

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wolliohne

VIP Nutzer/in
  Th.Starter/in  
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#1
wir sollten den DGB für diese Veranstaltung geziehlt ausladen !

Die alten Verbindungen tragen nicht mehr-Von einem sozialen Europa weiter entfernt denn je - was tut der DGB
für sein Klientel und wie will er in Zukunft die MG halten - zur EU Verfassung keine Meinung - Einfluss der Arbeitnehmer schwinden zunehmend -die neoliberale Gehirnwäsche tut ihr übriges etc.

nicht nur der spd laufen die MG weg - Schlusslicht in d. EU in der Sozialpolitik und beim Mindestlohn.

Der DGB hat uns im Stich gelassen bei:
der Gesundheitsreform (zu Lasten der Versicherten) und Rente mit 67 (Kürzungsprogramm der Altersbezüge-Verfassungsklage zurückgezogen) etc.
 

larifari33

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#2
Ich muss Dir vollkommen zustimmen !!! Seit geraumer Zeit hört man doch von unseren Politikern nur noch -- VERBIETEN -- BESTRAFEN -- KÜRZEN :::
Was anderes fällt denen nicht ein und die lieben Gewerkschaften haben auch nichts Sinnvolles getan


lg
 
E

ExitUser

Gast
#3
Wer verliert eigentlich keine Mitglieder und sollte man die dann auch ausladen?

Wenns danach geht, könnte man die ganzen Kundgebungen absagen, wegen "Mitgliederverlusten" und "politischer Angepasstheit".

Vielleicht nur noch die einladen, die zumindest noch etwas Sozial sind, auch wenns bei dieser Politik schwer ist.

Der 1. Mai ist der "Tag der Arbeit" soweit ich noch weis und nicht der Tag der Elos.

Wie stehen die Gewerkschaften überhaupt zu einer Zusammenarbeit zwischen den Elo-Inis und ihnen? Gibts da überhaupt eine?
 

rheinland

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#4
Leute,Leute... kommt mal runter...!

Was die Fragen der Gewerkschaften angeht sollte jeder einmal darüber noch einmal in Ruhe nachdenken. Schaut Euch doch bitte mal den DGB samt seiner Einzelgewerkschaften etwas genauer an. Da gibt es sehr wohl Unterschiede !
Beispiel ver.di und IGCBE ! Ein Unterschied wie Tag und Nacht !!!! Oder schaut Euch mal die Situation der Kollegen/Innen bei der Bahn an. Die Situation mit Transnet und GDBA macht doch sehr deutlich was hinter den Kulissen so abläuft. Informiert Euch bitte !!!

Nun zu den kritischen Äußerungen. Ihr habt Recht wenn Ihr Personen ala Michael Sommer kritisiert. Aber Sommer ist nicht die personifizierte Organisation DGB samt Einzelgewerkschaften. Ich bin seit über 25 Jahren Mitglied bei ver.di (vormals die gute alte HBV) und werde es auch wenn möglich noch weitere 25 Jahre sein.

Ich habe Anfang der 80er erleben müssen, dass alle Gewerkschaften den "Zug der Zeit" (Bundesweite Organisierung der Erwerbslosen !) regelrecht verpennt haben. Gleichzeitig erlebe ich aber auch heute, dass es sehr wohl gute Elo-Inis bei ver.di oder auch IGM gibt. Ich will damit sagen das eine Gewerkschaft nicht nur aus den da Oben besteht, sondern vielfach die Basis nichts gepeilt bekommt...!

Dieses Problem ist ein typisch deutsches Phänomen, was nichts anderes besagt als das die Einstellung lautet, dass "die da Oben mal machen sollen"...!

Das ist unser Problem und das ist auch das Problem/Dilemma der Gewerkschaften !!!

Hinzu komt auch das die Vergangenheit in den Gewerkschaften i. d. R. sozialdemokratisch geprägt war (zum Teil auch noch so ist). Man ist immer davon ausgegangen, das die Gewerkschaften auf die liebgewonnenen Genossen/Innen der SPD Rücksicht zu nehmen haben. Dies ermöglichte beispielsweise auch erst den großen Raubzug der Schröder-SPD...!

Wie ein Geldstück zwei Seiten hat, hat auch die Gewerkschaft zwei Seiten aufzuweisen: Die Führung die was macht und die Basis die das machen zu lässt !

Dieses Verhaltensmuster finden wir nahezu bei allen "sozialen Gruppen/Organisationen" ! Aussagen wie "der DGB hat uns im Stich gelassen" sind emotional nachvollziehbar, sie laufen aber ins Leere wenn man den oder die falschen Schlüsse daraus zieht...!

Damit lässt man diejenigen hängen und auflaufen, die innerhalb der gewerkschaftlichen Organisationen (Betriebs- u. Personalräte, VK-Leute, Betriebsgruppen, ELO-Inis der Einzelgewerkschaften, Strömungen/Plattformen in den Gewerkschaften (z. B. ver.di Linke) für eine veränderte Haltung/Politik kämpfen.

Schaut mal bei www.labournet.de nach, da könnt ihr die Feststellung machen, dass die Situation in den Gewerkschaften viel "bunter und widersprüchlicher" ist, als es sich Sommer, Bsirske oder Engelen Kefer wünschen würden.

Auch solltet ihr berücksichtigen das sich die Ausgangslage der Gewerkschaften, wenn auch mit selbst verschuldet, stark verschlechter hat, sie aber trotzdem (siehe IGM und Proteste zur Rente mit 67 oder ver.di zu Privatisierung in Berlin oder Hafen Hamburg) versuchen in Teilbereichen eine "kämpferische Politik" hinzukriegen..!

Fakt ist aber auch das die Basis eben nicht "französisch" denkt und nicht entsprechend handelt !

Das Dilemma der Gewerkschaften ist die Angst ihrer Mitglieder vor Arbeitsplatzverlust, die dazu führt das die Führungsebene, bewusst oder auch unbewusst, die falschen Weichen stellt...!
 

Xaninchen

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#5
rheinland, du sprichst mir in vielen Punkten aus dem Herzen!!!
(übrigens, meine Heimat (Gründergewerkschaft) hieß DPG ;))
Ich höre seit JAHREN nur immer gemotze, aber wer bnekommt den selber mal den Arsch hoch?!
Wer ist die Gewerkschaft?! DIE?! Oder ggf doch ALLE Mitglieder der Organisation?!
Wer motzt, sollte vorher ggf. mal schauen, wie so eine Gewerkschaft überhaupt aufgebaut ist.
Und wer den Tag der Arbeit leiber dazu nutz faul auf dem Sofa durchs Fernsehprogram zu zappen, statt m,al zu einer Kundgebung zu gehen, der sollte anschliessend wirklich nicht jammern, dass "DIE" uns verraten. Den Verrat begeht als erstes der, der sein Recht auf Mitwirkung nicht nutzt!!!
 

Andruschka

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#6
rheinland und Xaninchen Ihr habt vollkommen recht. Hier in Senftenberg bereiten wir als Aktionsgruppe den 1. Mai mit vor. Wir haben immer Unterstutzung von ver.di Erwerbslosenausschuss und seit kurzem von der IG-Metall. Die in der Basis erkennen langsam, dass es ohne die Erwerbslosen nicht geht. Und nur die Basis kann ihre "Chefs" dazu zwingen mehr zu tun. Die da oben machen nichts, ohne dass man ihnen mal in den Allerwertesten tritt. Es sind immer die Personen vor Ort, die man direkt ansprechen muss. Von nichts kommt nichts.
 

rheinland

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#7
Hallo Xaninchen und Andruschka

Eure Beiträge machen deutlich, dass eine gut organisierte gewerkschaftliche Basisarbeit mit der Arbeit von und mit Erwerbslosen zu kombinieren ist.
Auch glaube ich nach wie vor, dass ALLE (Gewerkschafter/Innen, Attacis, Aktivisten der ELO-Inis, Mitglieder der Friedensbewegung, engagierte Christen (die soll`s wirklich geben!), Renter/Innen, Studenten/Inne, Umweltaktivisten/Inne) anfangen sollten ihre Vorurteile über Board zu werfen und wir versuchen sollten uns einander zu nähern und mit EINER mächtigen Stimme gemeinsam gegen den Sozialraub zu Felde zu ziehen !!!!

Nicht die Banken, nicht die Instrumente (Justiz und Polizei) sind die wirklichen Waffen der Mächtigen. Unsere Uneinigkeit, unser Unvermögen über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und unsere Existenzängste sind die wirklichen und wahrhaftigen Sockel der Macht und das beste Kapital der der Herrschenden !!
 

Martin Behrsing

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#8
äh ich würde das auch so sehen.

Gerade ver.di zeigt sich zur Zeit sehr mutig. Auch die IG-Metall ist erstmal zu loben, dass sie es wagt, dass über den politischen Streik abgestimmt werden soll.

Wir können den Bundesvorstand kritisieren und da gibt es genug zu kritisieren. a
ber pauschal geht ein wenig weit.
 

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#9
Nicht die Banken, nicht die Instrumente (Justiz und Polizei) sind die wirklichen Waffen der Mächtigen. Unsere Uneinigkeit, unser Unvermögen über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und unsere Existenzängste sind die wirklichen und wahrhaftigen Sockel der Macht und das beste Kapital der der Herrschenden !!
dem stimme ich voll und ganz zu.
 
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