1,- Job aufgeben mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung

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blattkaktus

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Hallo,
ich muß nun seit 2 Wochen einen 1,- Job machen. Die FM sagte dazu, den kann ich nur aufgeben, wenn ich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finde. Steht das auch irgendwo im Gesetz oder ist das nur Gerede?
Laut Vertrag vom 1,- Träger zählt auch nur die Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Job`s zu den Gründen der Aufgabe aus wichtigen Grund.
Nun hab ich demnächst ein Vorstellungsgespräch als Verkäuferin. Meist ist es da so, dass die nur 400,- Jobs vergeben, in der Bäckerei.
Ist es richtig, dass ich den 1,- Job nicht aufgeben kann, wenn es weniger als 400,- brutto sind (oder netto)? Das kommt doch voraussichtlich dann auch nicht mit den Arbeitszeiten hin bei 2 Job`s.
Und lehne ich den 400,- Job ab wegen dem 1,-? Ist doch absurd und je nachdem wie die FM das mag, kriege ich eine Sanktion wegen dem Abbruch des 1,- oder der Ablehnung des nichtsozialversicherungspflichtigen Job`s oder?
sg
 
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ExitUser

Gast
Hallo,
ich muß nun seit 2 Wochen einen 1,- Job machen. Die FM sagte dazu, den kann ich nur aufgeben, wenn ich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finde.

Das glaube ich so nicht.

Nun hab ich demnächst ein Vorstellungsgespräch als Verkäuferin. Meist ist es da so, dass die nur 400,- Jobs vergeben, in der Bäckerei.
Nach dem, was ich gehört habe, hat ein sog. Minijob wg. der Verringerung Deiner Hilfsbedürftigkeit Vorrang vor dem 1-€-Job.
 

HajoDF

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Ganz so einfach ist das nicht:
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.
Erstens wäre wichtig zu wissen, ob Du eine EGV unterschrieben hast, in der auch der Ein-Euro-Job als Maßnahme steht.
Der FM muss aber begründen, warum die Maßnahme Ein-Euro-Job besser geeignet ist als der Minijob, die betreffende Person in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Der Ein-Euro-Job muss also zielführend sein und es muss Aussicht bestehen, in eine versicherungspflichtige Tätigkeit zu kommen.
Hierzu ist aber eine EGV unbedingt erforderlich. Ist diese nicht vorhanden, hat ein Widerspruch gegen die Maßnahme höhere Erfolgschancen.
Kann man die Erfolgsaussichten, über den Ein-Euro-Job in den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen begründet bestreiten, ist die Maßnahme als nachrangig anzusehen.
Das wird in der Regel allerdings erst beim SG festgestellt.
Leicht ist dieser Weg nicht, aber in der Regel aussichtsreich.
Der FM hat natürlich andere Interessen, da er durch die Maßnahme einen "statistischen Arbeitslosen" weniger produziert.

Ist die Maßnahme angeordnet, muss man sie zunächst antreten, um keine Sperre zu bekommen.

Viele gehen aber auch den Weg des passiven Widerstandes und zeigen sich in der Maßnahme als "ungeeignet", denn die meisten Träger beenden dann die Maßnahme sehr schnell.
 

blattkaktus

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Hallo HajoDF,
unterschrieben habe ich keine EGV, kam dann aber als VA.
Von dem 1,- Job stand da auch nichts drinne, die Zuweisung kam danach extra.
Ziele im VA: "Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Bereich Anlerntätigkeiten (ich habe 3 erfolgreich abgeschlossene Berufe) zur Senkung bzw. Beendigung der Hilfebedürftigkeit."
In der Maßnahme bin ich als Modellbauer - Anschauungsmodellbau (z. Bsp. Rathaus im Maßstab 1:25) beschäftigt.
Zu dem Punkt ungeeignet :) : Uns wurde gleich zu Anfang gesagt, wenn einer was nicht kann, dann macht er eben was anderes, da findet sich schon was. - Wir sind deren begehrte Einnahmequelle.
sg
 
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