1 Jahr arbeiten ohne Lohn im Praktikum.

melbourne

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Hallo allerseits,

meine Freundin hat im Moment sehr grosse Probleme in ihrem Praktikum (Dauer 1 Jahr, für die Fachhochschulreife nachdem sie das Gymnasium nach der 12. Klasse verlassen hat).

Sie wollte das Praktikum machen um damit am Ende Ernährungswissenschaften studieren zu können. Deshalb hat sie sich eine Mühle mit Cafe und Bioladen ausgesucht. Es hieß sie könne dort im Laden arbeiten und sich dabei mit den Inhaltsstoffen auseinander setzen sowie auch bei den Beratungen mitlaufen, die das Personal dort für besondere Kunden anbiete (im Falle von Allergien etc). Zu Begin hieß es sie würde natürlich auch etwas Geld bekommen, da sie ja vollzeit beschäftigt wäre (Zitat: "Umsonst muss hier niemand arbeiten"). Auch hieß es wenn sie ab und an mal einen Tag frei haben möchte könne sie das jederzeit tun, sie müsse es nur sagen.
Es klang also eigentlich recht perfekt.

Mittlerweile ist sie seit 6 Monaten dort, hat eine Einmalzahlung von 140 Euro erhalten und sonst nichts (und auch diese nur unter der Hand. Sie musste Rechnungen von sich einreichen, die ihr Chef dann als "seine" ausgegeben hat). Nichtmal das Fahrtgeld von über 60 Euro pro Monat wird übernommen. Andere Arbeitskräfte werden abbestellt, stattdessen soll sie als "billige" Praktikantin teilweise deren Arbeit erledigen (darunter fällt auch das Arbeiten an Sonntagen, vor allem als Bedienung im Cafe). Von dem "du kannst auch gerne ab und zu einfach einen Tag frei kriegen" ist am Ende auch nichts geblieben außer den regulären Urlaubstagen eines Vollzeit Arbeitnehmers.
Eine Ernährungsberatung im Sinne von "was kann mein Kind essen wenn es dies und das hat" hat es bis heute nicht gegeben. Stattdessen verbringt sie fast den gesamten Tag damit die Regale wieder aufzufüllen und Kunden im Cafe zu bedienen.

Da zu Anfang kein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde (es musste leider innerhalb weniger Tage beschlossen werden), beruft sich ihr Chef quasi seit dem ersten Monat darauf, dass Sie als Praktikantin ja sowieso keine Rechte habe und was das Geld anginge solle sie doch einfach froh sein, dass er sie 1 Jahr umsonst bei ihr arbeiten "lasse" - sie hätte ja schließlich auch was davon (!)

Heute hat sie das Thema nochmal angesprochen und er hat nichts getan außer ihr Vorwürfe zu machen weil sie ja so demotiviert arbeite, während sie daneben saß und geweint hat, und ihr gesagt "wie schade es doch sei, dass sie sich nicht woanders kennen gelernt hätten, weil sie ja schon ne hübsche sei".

Mir platzt da so langsam echt der Kragen!

Allerdings ist mein großes Problem, dass es an und für sich ja scheinbar keine klaren Richtlinien für Praktikanten gibt. Bzw einem irgendwie jede "angeblich zuständige Stelle" was anderes erzählt als die vorherige (was ich am allerwenigstens nachvollziehen kann).

Meine Frage lautet deshalb in erster Linie was sie von dem ganzen halten, ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt gegen diesen Zustand vor zu gehen und wenn ja, welche Anwälte für derartige Fälle zuständig sind.

Über eine Antwort ihrerseits würde ich mich sehr freuen.

mfg,
melbourne
 

Anzi

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Da zu Anfang kein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde (es musste leider innerhalb weniger Tage beschlossen werden), beruft sich ihr Chef quasi seit dem ersten Monat darauf, dass Sie als Praktikantin ja sowieso keine Rechte habe und was das Geld anginge solle sie doch einfach froh sein, dass er sie 1 Jahr umsonst bei ihr arbeiten "lasse" - sie hätte ja schließlich auch was davon (!)
Das ist rechtswidrig.
NachwG - Einzelnorm
§ 2 Nachweispflicht

(1) Der Arbeitgeber hat spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen. In die Niederschrift sind mindestens aufzunehmen:
 

Fairina

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Na da würde ich doch glatt:

Krankenkasse
Deutsche Rentenversicherung
BA/JC
Finanzamt
Gewerbeaufsichtsamt
IHK/HWK
Ordnungsamt
Zoll
Berufsgenossenschaft

usw. mobil machen. Und den Lohn nachfordern.

Magst du die Stadt oder den Landstrich sagen?
 

melbourne

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Ich habe genau diesbezüglich auch schon beim Arbeitsamt angerufen, als er sich weigerte ihr nachträglich einen schriftlichen Vertrag zu geben.

Dort hieß es: entweder sei sie "nur" Praktikantin, dürfe deshalb nicht gewinn-bringend eingesetzt werden und rein rechtlich gesehen kommen und gehen wann sie wolle. Oder aber sie wird gewinnbringend eingesetzt und muss dementsprechend auch bezahlt werden - was dann aber keinem Praktikum entspräche.

Auf meine 3-fache Nachfrage, was man denn tun könne, wenn es nur einen mündlichen Arbeitsvertrag gebe meinte sie schon leicht genervt, dass Praktikanten einfach keinen bekommen. Es gebe "nur" einen Nachweis für die Schule. Sonst nichts.
Einen Vertrag über Arbeitsbedingungen gebe es nur für Arbeitnehmer, zu denen sie als Praktikant nicht gehöre.

Ich konnte das fast nicht glauben, habe es dann aber wie gesagt nach dem dritten nachhaken akzeptiert. Das Telefonat habe ich sogar noch auf Band.

Eines meiner Hauptprobleme ist in meinen Augen jetzt auch die einmalige Bezahlung unter der Hand (sprich Schwarzarbeit). Könnte meine Freundin dafür in diesem Sachverhalt auch rechtlich belangt werden, weil sie die besagte Einmal-Zahlung angenommen hat?

Zudem scheint das Regierungspräsidium ihrem Chef recht zu geben, weil jeder Betrieb selbst bestimmen könne ob und wieviel ein Praktikant bei ihnen verdiene. Das macht es mir (uns) natürlich noch schwerer dagegen vorzugehen.

Den Betrieb und die Gegend möchte ich zumindest vorerst lieber für mich behalten.

Aber auf jeden Fall schonmal danke an euch für die schnellen und hilfreichen Antworten

gruss
 

Anzi

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Müsste aktuell sein:

Rechtliche Stellung freiwilliger Praktika

Grundsätzlich sind Praktikumsverhältnisse in § 26 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) geregelt. Er betrifft "andere Vertragsverhältnisse" für "Personen, die eingestellt werden, um berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse, Fähigkeiten oder berufliche Erfahrungen zu erwerben", ohne dass sie eine reguläre Ausbildungsverhältnis oder ein Studium an einer Hochschule absolvieren. In diesem Paragraphen wird festgelegt, welche Regelungen für Ausbildungsverhältnisse auch für (freiwillige) Praktika gelten:

Es muss ein (schriftlicher) Praktikumsvertrag abgeschlossen werden, der mindestens Beginn, Dauer, Wochenarbeitszeit, Urlaubsansprüche und Ziel des Praktikums festschreibt sowie die
Vergütung: Zu der wird das einstellende Unternehmen verpflichtet. Allerdings muss die Bezahlung laut Gesetz lediglich "angemessen" ausfallen - das lässt einigen Interpretationsspielraum. Dementsprechend richtet sich der Praktikumslohn oft nach Branche und Marktverhältnissen: Während Praktikanten in internationalen Beratungen oder Kanzleien über 1000 Euro verdienen können, erhalten Studenten in Werbeagenturen oder Redaktionen oft nur 200 bis 300 Euro.
Überstunden müssen extra bezahlt werden. Auch darüber sollte man sich bereits vor der Unterzeichnung des Vertrags einigen. Sonst wird aus der 38-Stunden-Woche schnell ein 50-Stunden-Job mit einem effektiven Stundenlohn von ein bis zwei Euro. Außerdem besteht regulär Anspruch auf bezahlten Urlaub und die üblichen Ruhepausen. Letztere müssen nach spätestens sechs Stunden möglich sein und mindestens 30 Minuten dauern.
Nichtig dagegen sind Vereinbarungen, nach denen der Praktikant für die "Ausbildung" selbst oder für einen vorzeitigen Abbruch derselben eine Entschädigung zahlen muss oder in denen sich der Praktikant bereit erklärt, auf Schadenersatzansprüche zu verzichten.
Nicht zuletzt hat der Praktikant hat Anrecht auf umfassendes, seine Aufgaben und Leistungen realistisch darstellendes Praktikumszeugnis.
Praktikum und Recht - Deine Rechte als Praktikant

Sie muss ja auch unfallversichert sein. Allein deswegen würde ich nie ein Praktikum ohne Vertrag machen.

meine Freundin hat im Moment sehr grosse Probleme in ihrem Praktikum (Dauer 1 Jahr, für die Fachhochschulreife nachdem sie das Gymnasium nach der 12. Klasse verlassen hat).
das zählt meiner Ansicht nach auch in die Kategorie "freiwilliges Praktikum". Ich frage mich nur, ob es wirklich ein Jahr sein muss - soweit ich weiß, ist es hier nur ein halbes Jahr (müsste man aber nachsehen!). Und wenn sie das Praktikum nicht nachweisen kann, wie will sie dann die vollwertige Fachhochschulreife bekommen?
 

Roter Bock

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So sind sie unsere Pseudogrünen Bioladen - Freaks. Die haben schnell Kapitalismus gelernt.

Ein Praktikum dauert kein Jahr. Der Besitzer hat Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen - und Rechnungen hat die Praktikantin für die paar Eurofuffzig auch nicht auszustellen. Das tun nur Freiberufler oder Selbständige. Steht da auch die Steuernummer drauf (muss seit einiger Zeit bei der Rechnung)

Was passiert wenn Sie krank ist? Die Zeiten in der Rentenversicherung entgehen ihr auch. Sofort damit aufhören mit dem Blödsinnn, noch dazu ohne Vertrag. Wovon lebt sie überhaupt?

Wie sieht es denn aus wenn Sie dort nen Arbeitsunfall hat - womit belegt sie überhaupt das sie dort war.

ich würde noch einen Hinweis bei der IHK liegen lassen - falls der Typ glaubt das er es mal mit billigen Lehrlingen versuchen kann.

Roter Bock
 

melbourne

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Das Praktikum nachweisen kann sie schon, aber mehr eben auch nicht.
Dafür brauchte sie nur eine Bescheinigung, die so aussieht:

Max Mustermann wird ab "Datum" bis "Datum" ein Praktikum hier im "Betrieb" im Bereich "xxx" absolvieren.

Stempel des Betriebs und Unterschrift des Geschäftsleiters drunter und fertig.
Aber keine genauen Angaben über Tätigkeiten, Urlaubsanspruch, Vergütung, etc.

Es wurde sogar schon vor Ort wörtlich gesagt, dass sie eben keinen Vertrag von ihm bekomme, weil er eben ab diesem Zeitpunkt für sie bezahlen müsse (Abgaben, Versicherungen...) und sich die Sache dann für ihn nicht mehr lohne, weil er ja schon "extra für sie die Stelle eingerichtet hätte".

Leider steht auch in dem von dir zitierten Artikel eben wieder die "angemessene" Bezahlung. Mir persönlich ist klar, dass damit bei Vollzeitbeschäftigung schon mehr als 100 Euro im Monat die Regel sein sollten. Aber vor Gericht steht da eben immer noch "angemessen", schwarz auf weiss. Sprich wieso sollte er da nicht einfach 0,- draus machen, wenn es seiner Meinung nach angemessen ist?
Worauf ich mit der Frage hinaus will ist einfach inwiefern er sich damit vor Gericht heraus winden kann.

Das mit dem halben Jahr stimmt meines Erachtens leider nicht. Allerdings werde ich diese Woche noch einmal nachhaken gehen. Auch weil die normale 13. Klasse ja auch kein volles Jahr mehr geht.

Der einzige Punkt, der mich im Moment daran hindert mit der Sache zu einem Anwalt zu gehen, ist der, dass ich nicht weiß wie es mit der angenommenen Einmal-Zahlung aussieht (in meinen Augen fällt das ja unter Schwarzarbeit, oder nicht?),
Was ich natürlich am wenigsten will ist ihr dadurch gerichtlich mehr Probleme zu machen, als sie ja sowieso schon hat.
 

sammy

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Hallo Leute,

das ist ein Praktikum im Rahmen der Fachoberschule. Ansprechpartner ist zunächst der Betreuungslehrer, wenn das Praktikum nicht funktioniert.

Fachoberschule

Und im übrigen ist das kein Jahr - mal in der entsprechenden Schulordnung nachschauen; wer auf die FOS geht, hat nunmal entsprechend seinem gewählten Zweig zwingend ein Fachpraktikum.
 

Anzi

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Das Praktikum nachweisen kann sie schon, aber mehr eben auch nicht.
Dafür brauchte sie nur eine Bescheinigung, die so aussieht:

Max Mustermann wird ab "Datum" bis "Datum" ein Praktikum hier im "Betrieb" im Bereich "xxx" absolvieren.

Stempel des Betriebs und Unterschrift des Geschäftsleiters drunter und fertig.
Aber keine genauen Angaben über Tätigkeiten, Urlaubsanspruch, Vergütung, etc.
Das ist mir schon klar, ich halte es nur für zweifelhaft, dass der AG das bei dieser Lage auch macht, deswegen wollte ich darauf hinweisen.

wer auf die FOS geht
Verlassen des Gymnasiums nach der 12. Klasse, keine FOS.
 

Rafael40

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Der einzige Punkt, der mich im Moment daran hindert mit der Sache zu einem Anwalt zu gehen, ist der, dass ich nicht weiß wie es mit der angenommenen Einmal-Zahlung aussieht (in meinen Augen fällt das ja unter Schwarzarbeit, oder nicht?),
Was ich natürlich am wenigsten will ist ihr dadurch gerichtlich mehr Probleme zu machen, als sie ja sowieso schon hat.
Der einzige Punkt der Dich daran hindert einen Anwalt zu konsultieren, ist für die meisten der Hauptgrund sich an einen Anwalt zu wenden.
Das jemand darauf verzichtet sich von einem Anwalt beraten zu lassen, nur weil er/sie selbst keine Ahnung hat, hab ich auch noch nicht gehört.

Eine anwaltliche Beratung führt in aller Regel auch nicht zu Problemen, sondern verschafft Sicherheit.
 
E

ExitUser

Gast
Der einzige Punkt der Dich daran hindert einen Anwalt zu konsultieren, ist für die meisten der Hauptgrund sich an einen Anwalt zu wenden.
Das jemand darauf verzichtet sich von einem Anwalt beraten zu lassen, nur weil er/sie selbst keine Ahnung hat, hab ich auch noch nicht gehört.

Eine anwaltliche Beratung führt in aller Regel auch nicht zu Problemen, sondern verschafft Sicherheit.
Nein, das ist keine Schwarzarbeit, weil es während einer Ausbildung üblich und vorgeschrieben ist, ein solches Praktikum zu absolvieren. Die Praktikanten sind sogar in der BG versichert.
 

Rafael40

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Nein, das ist keine Schwarzarbeit, weil es während einer Ausbildung üblich und vorgeschrieben ist, ein solches Praktikum zu absolvieren. Die Praktikanten sind sogar in der BG versichert.
Zum Thema Schwarzarbeit habe ich mich nicht geäußert.
 

Fairina

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Oh mann. Na dann will ich mal.

1. Auch Praktikanten müßen beim Sozialversicherungsträger angemeldet sein.

2. Bekommt der Praktikant noch Kindergeld muss für den Bezug desselben ein schriftlicher Praktikumsvertrag mit Angaben über Ziel, Dauer usw. bei der Kindergeldkasse eingereicht werden. Eine solch lange Praktikumsdauer ist nicht ganz die Regel.

3. Die Vergütung - vor allem wenn sie einmalig ist - ist keine Schwarzarbeit wenn ein Praktikum besteht.

4. Der PA (Praktikumsanbieter) scheint hier anders zu fahren. Er betreibt Schwarzarbeit. Ich stütze das auf die Aussage:

Es wurde sogar schon vor Ort wörtlich gesagt, dass sie eben keinen Vertrag von ihm bekomme, weil er eben ab diesem Zeitpunkt für sie bezahlen müsse (Abgaben, Versicherungen...) und sich die Sache dann für ihn nicht mehr lohne, weil er ja schon "extra für sie die Stelle eingerichtet hätte".
Auch alles andere deutet auf massive Ausbeutung hin.

Ab zum Rechtsanwalt. Alles andere ist müßig. Der BA jedenfalls hat die berühmte K... am Dampfen. Versucht woanders einen Platz zu bekommen wenn sie ein Praktikum braucht. Es gibt auch ehrliche Anbieter.

Und ab sofort keine Rechnungen mehr schreiben und darüber das Finanzamt informieren uidn sich beraten lassen. Das stinkt nach Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Und da muß deine Tochter dringend raus aus dem Verdacht. Das kann wirklich übelst werden sonst.

Also: DRINGEND ZU EINEM RECHTSANWALT!!! Und dann die zuständigen Stellen entweder von euch oder durch den RA informieren lassen.
 

Konstabler

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Bin auch der Meinung, dass hier Schwarzarbeit vorliegt.

Wenn die Krankenkasse davon Wind kriegt, ist der Teufel los.

Aber egal, meiner Ansicht nach ist die wichtigste Frage, ob dieses Praktikum:icon_eek: überhaupt als das notwendige Fachpraktikum anerkannt wird und ob der Unternehmer überhaupt willens ist, einen Praktikumsnachweis zu erbringen und ein Praktikumszeugnis zu schreiben.

Ich befürchte nämlich, dass er einen fürchterlichen Gedächnisverlust erleiden wird und nach dem Praktikum nicht mal mehr den Namen seiner nie dagewesenen Praktikantin kennt.

Ich würde das mal testen und ein Zwischenzeugnis erbitten.

Wetten, dass der Unternehmer auf einmal nicht mehr lesen und schreiben kann?
 
G

gast_

Gast
Bin auch der Meinung, dass hier Schwarzarbeit vorliegt.
Ich bin eher der meinung, daß hier Betrug vorliegen könnte... denn sie mußte ja irgendwelche Belege einreichen, die er als seine ausgeben will, wenn ich das richtig verstanden habe.

hat eine Einmalzahlung von 140 Euro erhalten und sonst nichts (und auch diese nur unter der Hand. Sie musste Rechnungen von sich einreichen, die ihr Chef dann als "seine" ausgegeben hat).
Was waren das für Belege?

Schwarzarbeit, wenn man ein Praktikum macht? Das Geld hätte ich als Fahrtkostenerstattung verstanden...
 
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Ich sehe hier keine Ausbildung.
Was für einen Bildungsabschluß bietet der Wirt hier an?
Nach welcher Bildungsordnung wird ausgebildet?
Allein schon, dass der Wirt auf die "Rechtlosigkeit" sowie die Möglichkeit der orderntlichen fristlosen Künduigung hinweist, zeigt, dass dieser über die Rechtslage bestens informiert ist.

Die Antwort vom Amt lässt grausen.
Ein Azubi darf also keine Einkünfte fürd en Ausbildungsbetrieb generieren? Was ist das fürn Quatsch.
 

Fairina

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Jap, da sprach mal wieder die Ahnungslosigkeit der BA/JC. Manchmal frage ich mich, wieso die überhaupt auf Menschen los gelassen werden.
 

Konstabler

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Egal, was und wie: wenn der Zoll aufkreuzt, ist die Kaxxe am dampfen ...
 
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