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1 Euro Job- wie weiter

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E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo,
ich habe vor ein paar Tagen wieder eine Zuweisung zu einer Arbeitgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung erhalten, 1,20 EUR pro Stunde.
Es ist eine U25 Maßnahme mit dem Ziel Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.
Dies ist bereits die dritte Maßnahme die ich dann mitmache.
Bei der letzten Maßnahme wurde mir bescheinigt das ich aufgrund meiner Erkrankung nur schwer schwer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden kann.,
Daraufhin wurde von der ARGE ein Gutachten erstellt.
Darin sind Aufnahmen aufgelistet die ich nicht mehr machen darf, gerade solche Ausnahmen die ich in meinen erlernten Beruf machen muß.
Also habe ich eine Umschulung beantragt, diese wurde abgelehnt, da in den Gutachten steht ich bin vielschichtig Einsetzbar.
Das Gutachten wurde auf einen Befund aufgebaut der aus dem Jahr 99 ist.
Nun liegt mir ein neuer Befund vor, kann ich ein weiteres Gutachten verlangen?
Nun bin ich a,m überlegen ob ich diese Arbeitgelegenheit antreten soll, diese umfasst wöchentlich 25 Stunden, und ich braue mit den Nahverkehr für eine Strecke 45 Minuten.
Habt Ihr vielleicht ein paar Tipps wie ich mich jetzt verhalten soll.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
Hallo,
ich habe vor ein paar Tagen wieder eine Zuweisung zu einer Arbeitgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung erhalten, 1,20 EUR pro Stunde.
Man müsste diese mal sehen. Hast du auch eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, die noch gültig ist?



Es ist eine U25 Maßnahme mit dem Ziel Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.
Dies ist bereits die dritte Maßnahme die ich dann mitmache.
Bei der letzten Maßnahme wurde mir bescheinigt das ich aufgrund meiner Erkrankung nur schwer schwer in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden kann.,
Daraufhin wurde von der ARGE ein Gutachten erstellt.
Darin sind Aufnahmen aufgelistet die ich nicht mehr machen darf, gerade solche Ausnahmen die ich in meinen erlernten Beruf machen muß.
D.h. du kannst deinen erlernten Beruf nicht ausüben.

Also habe ich eine Umschulung beantragt, diese wurde abgelehnt, da in den Gutachten steht ich bin vielschichtig Einsetzbar.
Haben die das schriftlich abgelehnt? Wann? Da kann man nämlich innerhalb von 4 Wochen einen Widerpsruch einreichen. Kannst du das bitte hier mal einscannen (Antrag und Absage)?

Das Gutachten wurde auf einen Befund aufgebaut der aus dem Jahr 99 ist.
Nun liegt mir ein neuer Befund vor, kann ich ein weiteres Gutachten verlangen?
Im Prinzip reicht der Befund aus. Bist du denn damit auch einverstanden was in dem Befund steht? D.h trifft das auch zu?

Nun bin ich a,m überlegen ob ich diese Arbeitgelegenheit antreten soll, diese umfasst wöchentlich 25 Stunden, und ich braue mit den Nahverkehr für eine Strecke 45 Minuten.
Habt Ihr vielleicht ein paar Tipps wie ich mich jetzt verhalten soll.
Stell doch die Unterlagen mal rein. Meist lässt sich der EEJ abwehren. Da du unter 25 J. alt bist, ist das leider eine heikle Sache, denn der Weg zur Abwehr eines EEJ führt gelegentlich über eine Sanktion, die eingeklagt werden muss. Man müsste aber mal sehen was die von dir genau wollen.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#3
Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich Unterschrieben und ist noch 2 Monate gültig.
Mit dem Ausnahmen die ich nicht machen kann wird mich wohl niemand in meinen erlernten Beruf einstellen, das sieht auch meine Vermittlerin so.
Auf meine Wunsch hin hat meine Vermittlerin einen Antrag gestellt ob ich in den Reha Bereich des Arbeitsamtes kommen kann, mit den Ziel ein Umschulung zu machen.
Als ich das nächste mal bei meiner Vermittlerin war, hatte sie ein paar Zettel das der Reha Bereich und somit die Umschulung nicht in Frage kommen., davon habe ich mir leider keine Kopie geben lassen, so das ich nichts in den Händen habe.
Im Vergleich zu den Befund aus dem Jahr 99 ist auf dem neuen Befund mehr dazugekommen.
Sollte ich den neuen Befund nochmals mit einen Antrag auf Umschulung einreichen?

Mein Scanner ist leider kaputt, deshalb Schreibe ich mal was in den Brief steht.
Bezeichnung der Tätigkeit- Helfer/in ohne nähere Angabe
Beschreibung/ Anforderungen- Maßnahme zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit, sozialer Kompetenz und Integration sowie Verbesserung der Vermitlungsaussichten in Ausbildung und Arbeit.
1,20 EUR Aufwandsentschädigung pro Stunde, 25 Stunden Wöchemntlich, Teilzeit
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Als unter 25-jähriger müsste auf jeden Fall eine Umschulung genehmigt werden. In der Regel gilt folgendes:

1) Alles muss schriftlich beantragt werden. Mündlich passiert gar nichts.
2) Wenn die Anträge für dich gestellt haben und schon abgelehnt haben, ohne dass du eine Kopie hast, dann würde ich das alles als null und nichtig betrachten. Stelle selbst ein Antrag. Wähle dir eine Maßnahme aus. Vielleicht findest du etwas im KURSNET. Dann ist das einfacher.
3) Den Antrag auf Umschulung musst du sehr gut in einem formlosen Brief begründen. So zB. "Da ich aus gesundheitlichen Gründen meinen erlernten Beruf als..... nicht ausüben kann, benötige ich dringend eine Umschulung. Zur Erhöhung meiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt bitte ich um Übernahme der Kosten für eine Schulung als..... bei..... für die Zeit vom... bis.... Kosten:...... Mit dieser Ausbildung könnte ich mich....(hier die Gründe, weswegen du damit schnell in Arbeit kommen kannst. Z.B. "auch in Betrieben aus dieser oder jener Branche bewerben", "der Job konjunturunabhängig ist und jederzeit gefragt ist", etc.). Kannst noch reinschreiben, warum dieser Job so besonders gut zu dir passt oder warum du die Ausbildung nur so mit links schaffen wirst.

Ich vermute, die werden das nicht schriftlich ablehnen können, da du noch jung bist. Sollte eine schriftliche Ablehnung kommen, melde dich hier nochmal. Dann müsste ein Widerpsruch geschrieben werden. Wenn nichts schriftliches kmmen sollte, kannst du nach 6 Monaten eine Untätigkeitsklage einreichen.

Den EEJ kann man leicht ablehnen. Das Problem ist, dass du evtl. erstmal sanktioniert wirst und das einklagen musst. Auch wenn es im Eilverfahren geht (dauert ca. 1 Monat), bekommst du erstmal eine 100%ige Sanktion und das will ich dir nicht so recht zumuten.

Wenn du ein Vorstellungstermin für den EEJ bekommen hast, dann rate ich dir, diesen wahrzunehmen und dem Ansprechpartner zu erzählen, was du aus gesundheitlichen Gründen alles nicht machen kannst. Vielleicht will er dich gar nicht haben und die Sache ist von vornherein erledigt.

Ansonsten erkläre ich dir, wie man diesen Job ablehnt. Alles muss schriftlich gemacht werden und du musst selbst wissen, ob du hier durchgehen willst.

Dieser Job kann wegen fehlender Bestimmtheit leicht abgelehnt werden und, falls eine Sanktion kommt, wirst du das Geld in ca. 4 - 6 Wochen wieder zurückbekommen.

Die Ablehnung müsstest du schriftlich machen, und nachweislich abgeben. Und zwar folgenden Text:

Ablehnung der Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung vom.....

Ich lehne diese Arbeitsgelegenheit aus folgenden Gründen ab:

[FONT=&quot]Gem. einem Urteil des BSG v. 16.12.2008 – B 4 AS 60/07 R müssen "Leistungsempfänger über Art und Umfang der Tätigkeit, der zeitlichen Lage der Arbeitszeiten und dem Umfang der Aufwandsentschädigung informiert werden." Diese Angaben fehlen in Ihrem "Angebot". Ich kann hieraus nicht einmal ersehen, ob ich den job aus gesundheitlichen Gründen machen kann.[/FONT]

[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Mit freundlichen Grüßen[/FONT]

[FONT=&quot][/FONT]

[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]Es erwartet dich danach folgendes:[/FONT]

[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]1) Es kommt gar nichts[/FONT]
[FONT=&quot]2) Die SB ruft dich und will dich überzeugen, dass das alles OK ist. Das ist aber nicht ok, denn die Tätigkeit wird überhaupt nicht beschrieben. Lass dich auf das Gespräch nicht ein.
[/FONT]
[FONT=&quot]3) Die SB schickt dir eine neue, besser beschriebene Stelle. Dann müsste man die neue Zuweisung sehen.[/FONT]
4) Sie schickt dir eine Anhörung, weil du den Job abgelehnt hast und nicht angetreten bist. In die Anhörung schreibst du wieder rein, dass der Job nicht richtig bestimmt war und zitiertst nochmal das Urteil des BSG. Sollte danach trotzdem noch eine Sanktion kommen, müsstest du dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein holen. Damit kannst du einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen. Es kostet dich alles insgesamt 10 Euros. Der Anwalt klagt das ein. Da der Job tatsächlich nicht richtig bestimmt ist, vermute ich, dass die ARGE sich nicht auf einen Prozess einlassen wird und nachgeben wird. Dann geht das auch ganz schnell.



Und wenn das mit dem Beratungsschein oder dem Anwalt nicht klappen sollte, dann melde dich nochmal im Forum. Das kriegen wir hier auch hin mit dem Widerspruch und der Klage.



Und unterschreibe bitte keine EGVs mehr sofort. Stecke den Vertrag ein und stelle ihn hier ins forum. Der muss sorgfältig geprüft werden. Seitdem auch das Nicht-Unterschreiben einer EGV nicht mehr sanktioniert werden kann, unterschreibt man meist gar nicht mehr. Dann bekommt man das per Verwaltungakt und dagegen kann man einen Widerspruch einreichen. Außerdem ist das Nicht-Nachkommen der Pflichten aus dem VA nicht sanktionerbar (im Gegensatz zur EGV-Pflicht).
[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT]
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Hallo,
besten Dank für die Tipps, ich versuche es auf jeden Fall einmal, melde mich wieder wenn ich neues weiß.
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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