1 Euro Job trotz laufender Sanktion (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Sylar80

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Kurz als Vorabinfo. Ich stecke derzeit in einer 3 monatigen 60% Sanktion aufgrund 2 abgelehnter 1 Euro Jobs.

Jetzt will man mir wohl endgültig die 100% aufbrummen, denn heute war ein erneutes 1 Euro Job "Angebot" in der Post.

Jetzt frage ich mich, wie ich mit 60% Sanktion das machen soll? Ich müsste täglich an die 80 km fahren (hin und zurück) und brauche auch mehr Lebensmittel aufgrund der Arbeit. Wie soll ich das bezahlen? Mein Konto ist jetzt schon leer und ich fürchte das interessiert meinen SB überhaupt nicht. Bin echt geschockt, denn bisher ließ man mich während einer Sanktion immer in Ruhe und hat mir erst nach Ablauf der Sanktion was Neues reingedrückt.

Wie komm ich da raus? In meiner aktuellen EGV steht zwar nichts von einem 1 Euro Job, aber mir wurde schon das letzte mal gesagt, dass sowas nicht drinstehen braucht. Es reicht wenn eine Rechtsfolgenbelehrung dabei ist. Aus dem Grund wurde auch mein damaliger Widerspruch abgeschmettert. Und diesmal würden sie es wieder genauso machen.

Ich bin grad dermaßen angefressen :icon_dampf:
 
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Kurz als Vorabinfo. Ich stecke derzeit in einer 3 monatigen 60% Sanktion aufgrund 2 abgelehnter 1 Euro Jobs.

Jetzt will man mir wohl endgültig die 100% aufbrummen, denn heute war ein erneutes 1 Euro Job "Angebot" in der Post.

Jetzt frage ich mich, wie ich mit 60% Sanktion das machen soll? Ich müsste täglich an die 80 km fahren (hin und zurück) und brauche auch mehr Lebensmittel aufgrund der Arbeit. Wie soll ich das bezahlen? Mein Konto ist jetzt schon leer und ich fürchte das interessiert meinen SB überhaupt nicht. Bin echt geschockt, denn bisher ließ man mich während einer Sanktion immer in Ruhe und hat mir erst nach Ablauf der Sanktion was Neues reingedrückt.

Wie komm ich da raus? In meiner aktuellen EGV steht zwar nichts von einem 1 Euro Job, aber mir wurde schon das letzte mal gesagt, dass sowas nicht drinstehen braucht. Es reicht wenn eine Rechtsfolgenbelehrung dabei ist. Aus dem Grund wurde auch mein damaliger Widerspruch abgeschmettert. Und diesmal würden sie es wieder genauso machen.

Ich bin grad dermaßen angefressen :icon_dampf:
Bitte deine Bescheide einstellen, dann kann man mehr sagen und sehen ob Sanktionen rechtswidrig waren.

Hast Du eine EGV unterschrieben?

Hier lese mal über die Rechte die Du hast von mir aufruhig.

https://www.elo-forum.org/weiterbil...-va-massnahme-angetreten-30-a.html#post798052

Gruß aufruhig
 

Sylar80

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Bescheide müsste ich abtippen
Es hieß auf jeden Fall eine Arbeitsgelegenheit nach §16d muss nicht in der EGV stehen es reicht eine Rechtsfolgenbelehrung beim Angebot bzw wenn der SB mich über die Rechtsflogen belehrt hat.

EGV ist unterschrieben aber OHNE irgendeine dort aufgeführte Maßnahmen oder Arbeitsgelegenheit.
 
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Bescheide müsste ich abtippen
Es hieß auf jeden Fall eine Arbeitsgelegenheit nach §16d muss nicht in der EGV stehen es reicht eine Rechtsfolgenbelehrung beim Angebot bzw wenn der SB mich über die Rechtsflogen belehrt hat.

EGV ist unterschrieben aber OHNE irgendeine dort aufgeführte Maßnahmen oder Arbeitsgelegenheit.
Hast du einen Digitalen Fotoaparat damit kannst Du auch Daten übermitteln Foto machen von Bescheiden geht auch schneller.

Gruß aufruhig
 

Sylar80

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@aufruhig
Eine Arbeitsgelegenheit nach §16d ist ein 1 Euro Job zumindest wird beim Stundenlohn 1 Euro angegeben.

Und die 2 alten Sanktionen hab ich jetzt so hingenommen um die gehts mir jetzt auch gar nimmer. Für mich ist wichtig wie ich jetzt trotz noch laufender Sanktion diesem neuen Angebot entgehen kann. Ist das überhaupt rechtens während einer 60% Sanktion jemanden zu einem 1 Euro Job zu schicken wo er 80km täglich fahren muss?
 
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@aufruhig
Eine Arbeitsgelegenheit nach §16d ist ein 1 Euro Job zumindest wird beim Stundenlohn 1 Euro angegeben.

Und die 2 alten Sanktionen hab ich jetzt so hingenommen um die gehts mir jetzt auch gar nimmer. Für mich ist wichtig wie ich jetzt trotz noch laufender Sanktion diesem neuen Angebot entgehen kann. Ist das überhaupt rechtens während einer 60% Sanktion jemanden zu einem 1 Euro Job zu schicken wo er 80km täglich fahren muss?
Überprüfungsantrag machen nach § 44 SGB X wenn deine alten Sanktionen nicht älter als 1 Jahr sind.

Damit Du das Geld was Dir vielleicht zu Unrecht gekürzt wurde wieder zurück bekommst.

Mit den Bescheiden zum Amtsgericht Rechtsberatungshilfeschein beantragen, damit Rechtsanwalt für Sozialrecht aufsuchen

Wenn Du meinen Beitrag gelesen hast wirst Du wissen das keine Sanktion möglich ist.

VORWORT ERKLÄRUNG DER RECHTSLAGE

Dort in dem Bericht steht auch der EA fürs Sozialgericht.

Dein 1 € Job muss zusätzlich sein.
Was steht genau über diesen 1 € Job drin Uhrzeit von bis, Bezahlung Umschreibung der Tätigkeit.

Nur schreiben Arbeitsgelegenheit § 16b genügt nicht.

Gruß aufruhig
 

Sylar80

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Der 1 Euro Job der heute kam, wäre in einem Sozialmöbelhaus und lt. Brief in allen Bereichen (Verkauf, Lager, Transport, Küche und Garten)
20 Stunden die Woche bis September.

Für genauere Infos müsste ich mich mit dem Träger in Verbindung setzen, aber dann haben sie mich eh.

Es ist echt zum verzweifeln und ohne Anwalt hab ich gegen unser JC eh keine Chance weil jeglicher Widerspruch ob berechtigt oder nicht eh abgewiesen wird.
 
G

gast_

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einscannen und anonymisiert hier posten...oder abschreiben - wie sollen wir sonst helfen können?

Hab ich nun schon ein paar Mal gesagt...
 
G

gast_

Gast
Überprüfungsantrag machen nach § 44 SGB X wenn deine alten Sanktionen nicht älter als 1 Jahr sind.

Es kann noch immer bis zu 4 Jahren überprüft werden

Damit Du das Geld was Dir vielleicht zu Unrecht gekürzt wurde wieder zurück bekommst.

Mit den Bescheiden zum Amtsgericht Rechtsberatungshilfeschein beantragen, damit Rechtsanwalt für Sozialrecht aufsuchen

Wenn Du meinen Beitrag gelesen hast wirst Du wissen das keine Sanktion möglich ist.

VORWORT ERKLÄRUNG DER RECHTSLAGE

Dort in dem Bericht steht auch der EA fürs Sozialgericht.

Dein 1 € Job muss zusätzlich sein.
Was steht genau über diesen 1 € Job drin Uhrzeit von bis, Bezahlung Umschreibung der Tätigkeit.

Nur schreiben Arbeitsgelegenheit § 16b genügt nicht.

Gruß aufruhig
Sie traut sich offenbar nicht zu, sich zu wehren - oder willl es nicht wirklich.
 

gelibeh

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Für genauere Infos müsste ich mich mit dem Träger in Verbindung setzen, aber dann haben sie mich eh.
Nö, die genauen Infos müssen zwingend in der Zuweisung stehen und zur Zeit gilt, wenn kein EEJ in der EGV, dann brauchst Du da auch nicht hin. Wenn wir Dir helfen sollen, bitte EGV irgendwie einscannen oder abfotografieren und auch die Zuweisungen.
Auch die alten Sachen, denn ich denke, die Sanktionen waren auch nicht rechtens. Das Geld würde ich mir wiederholen.

Alternativ, Beratungsschein vom Amtsgericht holen und mit den neuen und den alten Sachen zum Anwalt.
 

Sylar80

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@Kiwi
Ich bin ein ER und keine SIE ;)

So die Zuweisung von gestern sieht so aus:

"Arbeitsgelegenheit mit Mehrwandsentschädigung (Zusatzjob) gemäß § 16 d Sozialgesetzbuch - Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)

Sehr geehrter Herr ***,

im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäfigung schlage ich Ihnen folgende zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeit vor:

Bezeichnung der Tätigkeit: Hilfsarbeiter/in ohne nähere Tätigkeitsangabe

Beschreibung/Anforderungen: Mithilfe im Gebrauchtwarenmöbelhaus in allen Abteilungen (Verkauf, Lager, Transport, Küche, Garten, usw..) mit täglicher Entlohnung

Mehraufwandsentschädigung: 1,00 € je Stunde

Zeitlicher Umfang: 20 Stunden wöchentlich"


Das Ganze würde 6 Monate gehen.

In der EGV steht bei meinen Pflichten bzw Bemühungen folgendes:

"- Stellensuche anhand von Internet, gelber Seiten, Tageszeitungen etc.
- Führen der Bewerbernachweisliste
- Kontaktaufnahme zu den Arbeitgebern innerhalb von 3 Kalendertagen nach Erhalt der Vermittlungsvorschläge
- Änderungen in den persönlichen, wirtschaftlichen und häuslichen Verhältnissen werden unverzüglich mitgeteilt
- Termine im Jobcenter werden wahrgenommen"

Die alten Sanktionen stell ich jetzt mal nicht rein, da zumindest die 2. Sanktion rechtens ist weil der Ein-Euro-Job leider in der damaligen EGV stand und ich Pfosten leider unterschrieben hatte :icon_neutral:

Ich frage mich halt, ob es rechtens ist, dass man
1. täglich 80 km hin und zurück fahren muss für einen lausigen Ein-Euro-Job und
2. Ob man während einer 60% Sanktion wo das Geld ja hinten und vorne nicht reicht einen Ein-Euro-Job antreten muss der soweit entfernt ist.

Wie gesagt, das Argument, dass ne Arbeitsgelegenheit nach §16d in der EGV stehen muss hat man bei meiner 1. Sanktion schon nicht akzeptiert und meinen Widerspruch abgeschmettert. Und zum Anwalt bin ich nicht, da wir hier in der ganzen Region keinen einzigen Fachanwalt für Sozialrecht haben. Sowas scheint in Bayern wohl nicht erwünscht zu sein da sanktioniert man ja sogerne. :icon_dampf:
 

wolf77

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hat man bei meiner 1. Sanktion schon nicht akzeptiert und meinen Widerspruch abgeschmettert.
Und selbst wenn du einen Widerspruch einlegen würdest, weil man deinen Namen falsch Geschrieben oder dich 250 Jahre älter gemacht hat, würde das Jobcenter einen mehrseitigen Geschreibselwust mit Ablehnung an dich zurücksenden.

Ich schätze mal so um die 95% aller Widersprüche werden erstmal abgeschmettert.

Warum sollten die auch andes handeln?
Es kostet die ja nix, erstmal alles abzuschmettern.

Die können dabei nur sparen


Du MUSST aktiv werden, denn was anderes als Ablehnungen wirst du meist nicht bekommen!
 

gelibeh

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Wie gesagt, das Argument, dass ne Arbeitsgelegenheit nach § 16d in der EGV stehen muss hat man bei meiner 1. Sanktion schon nicht akzeptiert und meinen Widerspruch abgeschmettert.
Dann geht man eben selbst zum Sozialgericht. Die helfen da auch bei der Formulierung. Und wir hier natürlich auch.
Denke mal, eine Fahrt von 80km ist nicht zumutbar, da die Fahrkosten ja wohl nicht von der Aufwandentschädigung gedeckt ist. Und ob die Beschreibung des EEJ ausreichend bestimmt ist, wage ich auch zu bezweifeln, bei der ganzen Auswahl, die da steht.
 
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Dann geht man eben selbst zum Sozialgericht. Die helfen da auch bei der Formulierung. Und wir hier natürlich auch.
Denke mal, eine Fahrt von 80km ist nicht zumutbar, da die Fahrkosten ja wohl nicht von der Aufwandentschädigung gedeckt ist. Und ob die Beschreibung des Ein-Euro-Job ausreichend bestimmt ist, wage ich auch zu bezweifeln, bei der ganzen Auswahl, die da steht.
[FONT=&quot]Auch deshalb nicht zumutbar weil die gesetzlichen Bestimmungen nicht mit denen eines Regulären Arbeitsvertrags über ein stimmen ist schon ein Ablehnungsgrund.[/FONT]

Verweigerung Ausführung zumutbarer Arbeit nach § 16 d (Abs. 1 Satz 1Nr. 1
lit. d)


Die Absenkung bei Verweigerung im öffentlichen Interesse liegender zusätzlicher
Arbeit (bis 31.12.2008: § 16 Abs. 3 Satz 2, sodann § 16 d) unterstellt gegen kritische
Stimmen im Schrifttum (Krahmer ZfSH 1983,211; Krahmer/Spindler ZFSH/
SGB 1994, 18; Münder/Birk 1985,24 f., 35 f., passim) im Einklang mit der Rechtsprechung
(BVerwG 10.2.1983 - 5 C 115.81 - E 67,1,5), dass sich die Selbsthilfeverpflichtung
zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft auch auf diese Form von Arbeiten
erstreckt, diese insbesondere nicht schon deswegen unzumutbar sind, weil
sie keine arbeitsrechtlich geschützte, arbeitsmarktnahe Tätigkeit bilden (s.o.
Rn 13).

Quelle:
https://www.elo-forum.org/infos-abwehr-behoerdenwillkuer/41811-neu-muender-sozialgesetzbuch-ii.html

Verweigerung Ausführung zumutbarer Arbeit nach § 16 d (Abs. 1 Satz 1Nr. 1
lit. d)

Absenkung und Wegfall des Arbeitslosengeldes II und des befristeten Zuschlages § 31

Johannes Münder SGB II LPK 3 Auflage 2009
Seite 581

Gruß aufruhig
 

jimmy

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Sylar80, sei bitte nicht so naiv! Man hat dich bereits 2 mal erfolgreich sanktioniert, und du zeigst leider nicht besonders viel Ehrgeiz dir hilfe angedeihen zu lassen. Was denkst du wird passieren, wenn du auf Kurs bleibst? Nach der dritten Sanktion ist der Ärger noch lange nicht vorbei! Im Anschluss wird man dich verdächtigen andere Geldquellen zu haben und man wird dich mit der Frage konfrontieren, wie du 3 Monate ohne Geld überlebt hast.

Fazit: Erst wirst auf Null sanktioniert, und im Anschluss angeklagt! Bitte wehr dich!
 

Sylar80

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Ich bin nicht naiv
Ich wohne wohl nur am falschen Ort. Anwälte mit Fachgebiet Soziazlrecht sind hier nicht vertreten und in dem Fall brauch ich schon jemanden der sich mit der Materie auskennt.

Ich frage mich auch, ob es nirgends ein Urteil gibt, welche Entfernung zum 1 Euro Job zumutbar ist. Früher hieß es doch mal 1 Euro Jobs dürfen nur ortsnah sein, aber das scheint heute auch nicht mehr zu gelten. Ich hab die letzten Tage damit verbracht im Inet was zu suchen, aber es scheint wirklich keine Richtlinien bzw Urteile darüber zu geben.
Es gibt doch zu allem Richtlinen in Deutschland nur dazu nicht wie es aussieht.
 

jimmy

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Was wurde aus deinem Anliegen?

Beim stöbern bin ich gerade auf den § 121 gestossen, und dabei ist mir sofort dein Thema wieder eingefallen.

In Absatz 4 heisst es:

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen.
SGB 3 - Einzelnorm


jimmy
 

Sylar80

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Bisher noch nichts.
Ich hab die Stelle nicht angetreten und warte jetzt auf die Reaktion des JC´s

Problem an dem § 121 ist aber folgendes:
Ich wohne auf dem Land und da brauchst du für 80 km täglich ca "nur" 1,5 Std.

Mit dem § komm ich da also schonmal nicht raus. Es müsste eine km Begrenzung für Ein-Euro-Job´s geben, aber da finde ich beim besten Willen nichts. Also scheinen wohl auch täglich 100 km zumutbar solange du net mehr als 2,5 Std brauchst. Das ist doch ein Witz oder?
 

Donauwelle

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Nun - die Mehraufwandsentschädigung muss auch wirklich den Mehraufwand decken.

Decken 20 EUR/Woche, d.h. 80 EUR Monat denn die Kosten? Ich kann mir vorstellen, dass diese schon nicht für die Fahrkosten ausreichen, schon lange nicht für zusätzliche Kleidung, Verpflegung etc.
 

jimmy

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Km-technisch habe ich nichts finden können. Es müsste aber mit hoher Wahrscheinlichkeit so sein, wie Donauwelle es geschrieben hat - Mehraufwand, muss über den Mehraufwand zu decken sein. Ich weiß ja nicht wie du die 80km auf dem Land zurück legst, aber 160€/Monat, reichen bei täglichen hin- und zück nicht aus, um z.b. Spritkosten zu zahlen, und das mehr an Nahrung zuzuführen.

Solltest du sanktioniert werden, ist es unabdingbar dich an ein Sozialgericht zu wenden, um die Sanktion rückgängig zu machen. Bedenke hierbei bitte, dass, wenn du einmal zu 100% sanktioniert bist, du nach meinem Kenntnisstand (bitte um dringende Korrektur, falls ich Fehlinformiert bin!) 1 Jahr Sanktionsfrei bleiben musst, da du sonst bei der nächsten Sanktion sofort wieder um 100% sanktioniert wirst.


jimmy
 

Donauwelle

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Km-technisch habe ich nichts finden können. Es müsste aber mit hoher Wahrscheinlichkeit so sein, wie Donauwelle es geschrieben hat - Mehraufwand, muss über den Mehraufwand zu decken sein. Ich weiß ja nicht wie du die 80km auf dem Land zurück legst, aber 160€/Monat, reichen bei täglichen hin- und zück nicht aus, um z.b. Spritkosten zu zahlen, und das mehr an Nahrung zuzuführen.

Solltest du sanktioniert werden, ist es unabdingbar dich an ein Sozialgericht zu wenden, um die Sanktion rückgängig zu machen. Bedenke hierbei bitte, dass, wenn du einmal zu 100% sanktioniert bist, du nach meinem Kenntnisstand (bitte um dringende Korrektur, falls ich Fehlinformiert bin!) 1 Jahr Sanktionsfrei bleiben musst, da du sonst bei der nächsten Sanktion sofort wieder um 100% sanktioniert wirst.


jimmy
Wieso 160 EUR - es stehen dort 20 Wochenstunden und 1 EUR Mehraufwandsentschädigung pro Stunde - das sind dann nur 80 EUR, da man noch Anspruch auf 2 Tage Urlaub im Monat hat.

Aber die Kosten kann man leicht erweitern. 500 Extrakalorien pro Tag müssen gedeckt werden (gerade bei jungen Männern), man hat ggf. jede Woche einen Waschmaschine zusätzlich (da man ja nicht genügend anständige Kleidung hat), was monatlich zu mehreren Euro im Monat Mehrkosten an Waschmitteln und Strom führt. Die Schuhe nützen sich schneller ab...
 
E

ExitUser

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Nennt sich nach wie vor 1-€-Job.

Im hiesigen Sozialkaufhaus werden 1,50 € pro Stunde gezahlt. Die Fahrtkosten für Tarif Sozialpaß werden extra erstattet (sind 51 Euro und...).

Ich habe auch schon von bis zu 2 € pro Stunde gehört.

Davon abgesehen halte ich aber trotzdem nichts davon. Nur um Mißverständnissen vorzubeugen.
 

haef

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Bisher noch nichts.
Ich hab die Stelle nicht angetreten und warte jetzt auf die Reaktion des JC´s

die auch prompt in Form einer Sanktion kommen wird

Problem an dem § 121 ist aber folgendes:
Ich wohne auf dem Land und da brauchst du für 80 km täglich ca "nur" 1,5 Std.

Mit dem § komm ich da also schonmal nicht raus. Es müsste eine km Begrenzung für Ein-Euro-Job´s geben, aber da finde ich beim besten Willen nichts. Also scheinen wohl auch täglich 100 km zumutbar solange du net mehr als 2,5 Std brauchst. Das ist doch ein Witz oder?

nein, Dein "Verbeißen" in eine Km-Begrenzung ist ein solcher. Speziell auf dem Land und nicht nur in Bayern! sind weite Anfahrtswege üblich. Entsprechend wird das Verständnis der Sozialrichter sein.
Also, entweder Du änderst schleunigst Deine Argumentation oder die nächste Bauchlandung ist vorprogrammiert. Bei fehlendem, sachlich gut begründetem Widerspruch und einfachem Nichtantritt vermutlich eh schon.
ciao
horst
 

jimmy

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Wieso 160 EUR - es stehen dort 20 Wochenstunden und 1 EUR Mehraufwandsentschädigung pro Stunde - das sind dann nur 80 EUR, da man noch Anspruch auf 2 Tage Urlaub im Monat hat.
Ich ging von 30std./Woche aus.
Bei 80€, ist das ja noch viel beschissener, als es so schon ist. Da kann ich haef seinen Pro-Arge-Beitrag leider überhaupt nicht nachvollziehen. Was soll Sylar denn mit den 80€,wenn er am Ende noch drauf zahlt? Beschäftigen kann er sich bestimmt auch ohne das die Arge Ihm irgend eine Schei*e aufbrummt.
 
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