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1 Euro Job in der Verwaltung - Ist das zusätzlich?

Baber

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#1
Hallo Ihr lieben. Also mir ist ja vor 2 Wochen per Vermittlungsvorrschlag eine AGH angeboten worden. Dort drin stand ich solte mich bitte Telefonisch um einen Vorstellungstermin bemühen. Was ich auch tat. Heute früh war ich dann dort und war sehr entsetzt über die Arbeitszeiten und meine Aufgaben. Und ich frage euch jetzt kann das zusätzlich sein, und wie soll ich handeln wenn ich ausgewählt werde?

Als ich nach meinen Aufgaben fragte wurde nur rum gestottert und gesagt:"so genau könnte man das nicht sagen, ich würde in der Soziokultur eingesetz."

Kundengespräche führen, Serienbriefe schreiben, postaustragen, zu Kunden mit hinfaren, mich halt drum kümmern Veanstaltungen undd Ausstellungen zu planen, (Zum Technik und so)

Abeitszeiten sollen immer abends sein. und jeden samstag abend. und am besten noch Sonntag. :icon_sad:
 

gelibeh

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#3
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Einmal kann ein EEJ nicht per Vermittlungsvorschlag kommen, sondern es hat eine EGV und oder eine Zuweisung zu kommen.
Darin haben ganz detailliert die Tätigkeiten, die Du machen sollst zu stehen. Die Arbeit hat der SB vom Amt zu machen und das darf nicht dem Träger überlassen werden. Wie sollst Du ohne Tätigkeitsbeschreibung prüfen können, ob das zusätzlich und zumutbar ist. Ich würde vom Landsratsamt eine ausreichend konkretisierte Zuweisung nach den Vorgaben des BSG fordern.
BSG-Urteil vom 16.12.2008, Az: B 14 AS 60/07 R

Kundengespräche führen, Serienbriefe schreiben, postaustragen, zu Kunden mit hinfaren, mich halt drum kümmern Veanstaltungen undd Ausstellungen zu planen, (Zum Technik und so)

Abeitszeiten sollen immer abends sein. und jeden samstag abend. und am besten noch Sonntag.
Erstens ist das alles nicht zusätzlich und zweitens haben auch die Arbeitszeiten in der Zuweisung zu stehen und können nicht dem Träger überlassen werden.
Musst Du wissen, was Du machst. Kann gut sein, dass die erst einmal versuchen zu sanktionieren.
 

Baber

Elo-User/in

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#4
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Danke erstmal für deine Aussage. Es gab ja noch weitere Bewerber, mal schauen ob mich jemand anruft.
 

gelibeh

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#5
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Rein rechtlich muss das Jobcenter Dir eine Zuweisung schicken. Du hast Dich vorgestellt und nun ist das JC/Landratsamt am Zuge. Nicht der Maßnahmeträger.
 

Lilastern

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#6
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

@gelibeh;

Ich bezweifle dass diese AGH gar nicht zusätzlich ist. Es wird ein regulärer Arbeitsplatz vernichtet.

Auch wenn es nur eine Tätigkeit auf 450 Euro wäre.
 
E

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#7
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Danke erstmal für deine Aussage. Es gab ja noch weitere Bewerber, mal schauen ob mich jemand anruft.
Ach, dann mach Dir mal keine Sorgen. Bei mir jedenfalls hat sich nie jemand wieder gemeldet, weil denen immer alle "Bewerber" nicht gepasst haben. Falls Du nicht zu euphorisch warst bei dem Gespräch und zu klug und flexibel, würde ich mal sagen: Du bist raus aus der Nummer, die melden sich eh nicht.
 

gelibeh

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#8
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Und falls doch, dann teilst Du dem Landratsamt mit, dass Du Dir vorbehältst für nicht zusätzliche Arbeit Wertersatz einzuklagen.
 
E

ExitUser

Gast
#9
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Grundsätzlich ist wohl kaum ein Job "zusätzlich".
Das war doch beim Zivildienst nicht anders. Gingen zuwenig Bewerbungen von Zivis ein, wurden Hilfskräfte eingestellt.

Nur muss das zuständige Sozialgericht das im Streitfall auch so sehen. Wenn das ein gemeinnütziger Träger ist, könnte das schwierig werden.

Natürlich würde ich auch auf einer detaillierten Zuweisung bestehen.

Durch deine kritische Frage bist du vermutlich schon draußen.
 

Baber

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#10
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

wenn ich auf eine Zuweisung bestehe, helfe ich denen dann nicht noch auf die Sprünge? Wenn ich diese bekomme bin ich ja dann gefangen und muss dort hin.

Das ich aus dem Spiel bin denke ich nicht. Die waren schon begeistert weil ich aus dem Ort kam und noch sehr jung bin (könntge ich gut mit Computer umgehen) :icon_kotz:
 

gelibeh

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#11
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

In der Zuweisung müssen aber die Tätigkeitem detailliert beschrieben sein und wenn dort nicht zusätzliche Tätigkeiten auftauchen, dann kannst Du dem Landratsamt sagen, dass Du für diese nicht zusätzlichen Tätigkeiten Wertersatz einklagen wirst. Stehen dort nur zusätzliche Tätgkeiten drin, dann machst Du auch nur die. Genauso sieht das mit der Arbeitszeit aus. Die hat in der Zuweisung zu stehen und daran hältst Du Dich dann auch.

Darum, wenn die sich melden, sagen dass Du auf die ausreichend konkretisierte Zuweisung des Landratsamts wartest und dann den Ein-Euro-Job antrittst.
 

Couchhartzer

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#12
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Es wird ein regulärer Arbeitsplatz vernichtet.
Sehe ich genauso, denn es wird sich da wohl durch die Kommune an den ELOs bereichert, indem dort die Aufgaben der Kommune auf ELOs abgewälzt wird, um Gehälter einzusparen.

Aufgrund der Infos aus dem hier im Thread eingestellten Dokument in Beitrag #2 konnte ich entnehmen, dass es offenbar um diesen Verein geht:
https://www.ehrenamt.sachsen.de/engagementboerse/gesellschaft-kirche-politik/verein/3645

Und hier ist die entsprechende kommunale Seite dazu die dort verlinkt ist und aus welcher die zahlreichen Aktivitäten dieser Kommune hervorgehen:
Stadtinformationssystem - Annaberg-Buchholz
 
E

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Gast
#13
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Wenn die Arbeit sonst von einem Ehrenamtler gemacht wird, wird kein Arbeitsplatz vernichtet.

Man kann es so oder so sehen. Viele sind froh, wenn sie überhaupt noch mal raus kommen, etwas halbwegs Sinnvolles tun können ...
 

Baber

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#14
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

@ Couchhartzer wie konntest du das entnehmen ich habe doch alles geschwärzt?? :icon_kratz:

MUss man telefonisch eigentlichh für die Agentur erreichbar sein?
Eigentlich nur postalisch oder??

danke füre euere Hilfe ihr seit klasse!!!!
 
E

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#15
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

MUss man telefonisch eigentlichh für die Agentur erreichbar sein?
Eigentlich nur postalisch oder??
Nein. Das ist im Streitfall auch recht schwierig, sich auf mündliche Aussagen zu berufen. Daher möglichst alles schriftlich regeln und die Telefonnummer löschen lassen, bzw. nicht rangehen, wenn jemand vom Amt anruft.
 
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#16
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Man kann es so oder so sehen. Viele sind froh, wenn sie überhaupt noch mal raus kommen, etwas halbwegs Sinnvolles tun können ...
Richtig,und wenn man jetzt noch die ganzen Leistungen die der TE bekommt einschließlich Krankenversicherung und die 120 € extra zusammenrechnet dann das ganze durch 80 teilt,gar kein schlechter Stundenlohn für das bisschen Arbeit.:icon_pfeiff:
 

Werkler

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#17
Zum einen: die "Tätigkeitsbeschreibung" beinhaltet ja wohl schon 2 Jobs: Bürohelfer und Veranstaltungsfachkraft. Also 2 Leute, die NICHT eingestelt sind und somit kein Geld haben. Dazu noch die 1,50€-Fachkraft, die damit auch kein Geld zum Ausgeben hat. Macht 3 Leute Totalausfall für die Wirtschaft.
Falls das nicht zu umgehen ist mit der Unbezahlung: gleich beim Zoll melden, es entgehen "der Gemeinschaft" damit Sozialabgaben.
 

gelibeh

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#18
Wenn die Arbeit sonst von einem Ehrenamtler gemacht wird, wird kein Arbeitsplatz vernichtet.
Tätigkeiten, die zu den Hauptaufgaben des Vereins gehören, sind nicht zusätzlich.
 

Couchhartzer

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#19
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

@ Couchhartzer wie konntest du das entnehmen ich habe doch alles geschwärzt?? :icon_kratz:
Die Begriffe
"Annabe.."
"Verein Kultur & Freizeit im ... e.V."

liessen sich anhand der noch sichtbaren Reste noch erkennen und reichten dazu aus, um über Suchdienste alles Weitere (wie z.B. Postleitzahl usw.) zu finden. :icon_wink:
 

evelyn62

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#21
Tätigkeiten, die zu den Hauptaufgaben des Vereins gehören, sind nicht zusätzlich.
Eben.

Wenn der Verein eine Sekretärin braucht, dann soll er eine einstellen. Wenn er sich das nicht leisten kann muss er den Laden halt zumachen.
 

dellir

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#22
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Wenn die Arbeit sonst von einem Ehrenamtler gemacht wird, wird kein Arbeitsplatz vernichtet
Eben. Die Leute hier hetzen um des hetzens wegen. Wenn man auf dem 1.Markt einen Job bekommt nimmt ja auch jemanden die Arbeit weg. Und wer von Freizeitvereinen 3000€ und einen festen Job erwartet, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.....

Man kann es so oder so sehen. Viele sind froh, wenn sie überhaupt noch mal raus kommen, etwas halbwegs Sinnvolles tun können ...
So ist es. Und die Leute, die am lautesten hier schreien, will ich mal sehen, wenn sie Eichhörnchen im Wald zählen müssten und ob sie sich dabei besser fühlen würden....
 
E

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#23
Da ist was dran. Wer heute noch Vollzeit arbeitet, handelt wirklich verantwortungslos und verhindert, dass andere eine Chance bekommen.
 
E

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#24
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Richtig,und wenn man jetzt noch die ganzen Leistungen die der TE bekommt einschließlich Krankenversicherung und die 120 € extra zusammenrechnet dann das ganze durch 80 teilt,gar kein schlechter Stundenlohn für das bisschen Arbeit.:icon_pfeiff:
Klar, wenn man so ausrechnet, hat man einen ziemlich guten Stundenlohn. Es hängt aber davon ab, wer einen bezahlt. Der Staatskasse hilft das nicht, wenn ich einen Ein-Euro-Job mache.
Die Ein-Euro-Job sind eigentlich gedacht als "Maßnahme" für Menschen, die aus diversen Gründen es schwer haben, Arbeit zu finden. Die Ein-Euro-Job sind eigentlich gedacht als Hilfe für diese Menschen. Darum kriegen die Träger ja auch Geld dafür, wenn die solche Leute einstellen. Die zahlen nicht nur nix, die kriegen Geld dafür. Und da ist es dann schon ein Hohn, wenn man dort richtig arbeiten soll.

Denn eigentlich - so wie es mal angedacht war - müssten die Träger arbeiten mit den und für die ihnen zugewiesenen Leute/n und ihnen was beibringen, damit die auf dem ersten Arbeitsmarkt auch Chancen haben. So jedenfalls ist es ursprünglich mal angedacht gewesen. Aber seit meinen missglückten Vorstellungsgesprächen weiß ich, also arbeiten wollen die Träger für ihr Geld null. Die erwarten für einen Ein-Euro-Job jemanden, der perfekt ausgebildet ist in dem Bereich, Jahre Berufserfahrung hat und den man da einfach hinsetzen kann und arbeiten lassen wie eine reguläre Arbeitskraft - nur dass man denjenigen nicht nur nicht bezahlt dafür, sondern sich noch Geld vom Staat einsackt.
 

Doppeloma

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#25
Hallo Baber,

wie begründet dir denn deine "Vermittlungs-Fachkraft" dass du überhaupt einen solchen "Pseudo-Job" brauchst ???

Das ich aus dem Spiel bin denke ich nicht. Die waren schon begeistert weil ich aus dem Ort kam und noch sehr jung bin (könntge ich gut mit Computer umgehen) :icon_kotz:
Solche "Jobs" sollen doch (angeblich) "nur" das allerletzte Mittel sein, wenn eine Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr möglich erscheint ... :icon_kinn:, wie passt das mit deinem Alter zusammen ... hat man dich schon "abgeschrieben" ???

Hast du eine Ausbildung ???

Du kannst also gut mit Computern umgehen, dann beantrage (schriftlich /nachweislich) eine vernünftige berufliche Förderung, damit du dir (vielleicht) durch Erweiterung dieser Fähigkeiten und Kenntnisse mal deinen Lebensunterhalt unabhängig vom Amt verdienen könntest ... :icon_dampf:

Wenn ich so was lese wird mir nur noch schlecht ... wie können "zusätzliche" (also eigentlich "unnötige") Arbeiten vorwiegend am Samstag Abend oder gar am Sonntag "notwendig" sein ... :icon_evil:

Alles andere wurde im Prinzip schon geschrieben, irgendwann sitzen in den JC auch nur noch 1-€-Jobber als SB, die hätten (vermutlich) mehr Ahnung vom SGB II, als die meisten der aktuellen "Zeitarbeiter" ... :icon_twisted:

Für die Erklärung der amtlichen Bescheide wurde das ja auch schon an vielen Orten so gemacht, da erklären dann 1-€-Jobber (direkt beim Amt oder in caritativen ELO-Initiativen eingesetzt) ihren Mitbetroffenen, die Leistungsbescheide, weil da kaum einer wirklich "Durchblick" hat.

Nennt sich dann "Bescheid-Erklärer", ist kein Scherz, habe den Hinweis bei unserer OP-Kommune tatsächlich im Flur gesehen ...

MfG Doppeloma
 

Baber

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#26
Hallo Baber,

wie begründet dir denn deine "Vermittlungs-Fachkraft" dass du überhaupt einen solchen "Pseudo-Job" brauchst ???



Solche "Jobs" sollen doch (angeblich) "nur" das allerletzte Mittel sein, wenn eine Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt nicht mehr möglich erscheint ... :icon_kinn:, wie passt das mit deinem Alter zusammen ... hat man dich schon "abgeschrieben" ???

Hast du eine Ausbildung ???


MfG Doppeloma
Ich bin 25 gelernte Verkäuferin komme aus dem Textilbereich. Mit mir hat man nicht darüber geredet warum meine SB so etwas für mich vorsieht. Ich habe mich aber letzten Monat das erste mal angefangen zu wehren, gegen die Willkür, habbe keine egv unterschrieben und nix beim Träger ausgefüllt, seitdem bin ich der super Arsch. :icon_motz:
 

libertad

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#27
Ich kenne in unsere Stadt Vereine, die im "soziokulturellen Bereich" tätig sind und ganz bewußt keine 1€ Jobs anbieten.
Die bezahlen ihre Mitarbeiter in Anlehnung am BAT.
Wie lange können die sich das noch leisten?
 
E

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#28
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

dafür. Und da ist es dann schon ein Hohn, wenn man dort richtig arbeiten soll.
Das ist wohl auch eher die Ausnahme, dass dort richtig gearbeitet wird.

Früher sind sie hier im Schneckentempo über den Deich gezuckelt und haben Müll gesammelt, innerhalb einer Woche ein Zimmer gestrichen, etc. Einige gibt es noch, die stehen mit gelben Westen am Bahnhof rum und starren Löcher in die Luft. Dabei sollen sie den Leuten doch helfen, die Münzen richtig in den Automaten zu werfen.

Ich denke, wirklich geeignet sind diese Maßnahmen für die wenigsten. Es ist an jedem Einzelnen, sich darüber Gedanken zu machen, was er machen möchte und das dann auch einzufordern.

Als Neuling im SGB II muss man halt mit dem Sofortangebot rechnen, da kann man aber auch eine Woche Bewerbungstraining machen ...
 

Existenzminimum

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#30
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Richtig,und wenn man jetzt noch die ganzen Leistungen die der TE bekommt einschließlich Krankenversicherung und die 120 € extra zusammenrechnet dann das ganze durch 80 teilt,gar kein schlechter Stundenlohn für das bisschen Arbeit.:icon_pfeiff:
Ca. 13 Euro Brutto wenn ich richtig gerechnet habe. Da kann man grundsätzlich schon mal aufstehen.
 
E

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#31
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Ca. 13 Euro Brutto wenn ich richtig gerechnet habe. Da kann man grundsätzlich schon mal aufstehen.
Na ja, als Aufstocker mit einer halben Stelle hätte man doch schon etwas mehr. Es soll sogar Menschen gegen, die mit einer halben Stelle vom Amt wegkommen ...
 

Existenzminimum

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#32
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Na ja, als Aufstocker mit einer halben Stelle hätte man doch schon etwas mehr. Es soll sogar Menschen gegen, die mit einer halben Stelle vom Amt wegkommen ...
Es soll noch mehr Leute geben die lieber einen Mini-Job machen, weil die weniger Arbeit aber genausoviel bzw. sogar mehr Geld haben als der, der 20/h Woche arbeitet.
 
E

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#33
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

E soll noch mehr Leute geben die lieber einen Mini-Job machen, weil weniger Arbeit aber genausoviel bzw. sogar mehr Geld haben als der, der 20/h Woche arbeitet.
Kann ich mir nur bei extremen Dumpinglöhnen für ungelernte Kräfte vorstellen. Ich habe es mal für mich durchgerechtet: Also 240 Euro Freibetrag + eventuell erhöhter zusätzlicher Grundfreibetrag wegen Fahrtkosten etc. wäre so das Mininimum.
 

Existenzminimum

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#34
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Kann ich mir nur bei extremen Dumpinglöhnen für ungelernte Kräfte vorstellen. Ich habe es mal für mich durchgerechtet: Also 240 Euro Freibetrag + eventuell erhöhter zusätzlicher Grundfreibetrag wegen Fahrtkosten etc. wäre so das Mininimum.
Also auf welchen Netto Lohn kommst du, ALG II plus Erwerbseinkommen, und bei wieviel stunden?
 
E

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#35
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Also auf welchen Netto Lohn kommst du, ALG II plus Erwerbseinkommen, und bei wieviel stunden?
Alg II + Freibetrag meinst du? Das wären dann so knapp 1000 Euro. Wenn die Monatskarte über 55 Euro kostet, kommt das noch dazu. Das bei 20 Wochenstunden.

Das war dann aber auch das niedrigste Gehalt, was mir je angeboten wurde. Die meisten Kollegen verdienen mehr.
 
E

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#36
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Ca. 13 Euro Brutto wenn ich richtig gerechnet habe. Da kann man grundsätzlich schon mal aufstehen.
Nur schade, dass einem dieser wirklich gute Stundenlohn nicht vom AG gezahlt wird. Ich krieg weiter mein Geld vom Staat, der Träger kriegt auch noch Geld vom Staat. Da kann ich mir noch so oft ausrechnen, dass das bei einer regulären Arbeit 13 Euro/Stunde wären. Das machts auch nicht besser. Denn das entlastet weder die Staatskasse, noch macht es mich unabhängig, wenn ich für "13 Euro/Stunde" einen Ein-Euro-Job mache.

Und wenn ich sehe, was die für Ansprüche haben, werde ich erst Recht wütend. Die Leute nicht bezahlen wollen, aber perfekt ausgebildete Bewerber erwarten.:icon_motz:

@en Jordi: ich weiß nicht, was Du für Ein-Euro-Jobs kennst in Deiner Stadt. Klar, dumm rumstehen würde ich auch nicht als Arbeit bezeichnen. Aber die zahlreichen Ein-Euro-Jobs, auf die ich mich in den letzten Wochen bewerben durfte/musste, da hätte ich "richtig" arbeiten sollen. Darum hat mich ja auch keiner genommen, weil ich immer zuerst gefragt wurde: "Sind Sie denn ausgebildete Verwaltungsfachangestellte/Bibliothekarin/Bürokauffrau?..."....und ich wollte immer antworten: "Öhm, nö, wär ich das, würde ich mich hier sicherlich nicht auf einen Ein-Euro-Job bewerben, sondern auf eine reguläre Stelle."
 
E

ExitUser

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#37
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

@en Jordi: ich weiß nicht, was Du für Ein-Euro-Jobs kennst in Deiner Stadt. Klar, dumm rumstehen würde ich auch nicht als Arbeit bezeichnen. Aber die zahlreichen Ein-Euro-Jobs, auf die ich mich in den letzten Wochen bewerben durfte/musste, da hätte ich "richtig" arbeiten sollen. Darum hat mich ja auch keiner genommen, weil ich immer zuerst gefragt wurde: "Sind Sie denn ausgebildete Verwaltungsfachangestellte/Bibliothekarin/Bürokauffrau?..."....und ich wollte immer antworten: "Öhm, nö, wär ich das, würde ich mich hier sicherlich nicht auf einen Ein-Euro-Job bewerben, sondern auf eine reguläre Stelle."
Das ist ja ilegal, aber - wie bereits gesagt - war das beim Zivildienst ja auch an der Tagesordnung. Öffentlichkeit schaffen, Gewerkschaft informieren oder einfach mal so eine Stelle antreten und den Tariflohn einklagen.

Ich sollte mal im Altenheim an der Pforte arbeiten. Das wäre sicher so eine Gelegenheit gewesen.
 

libertad

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#38
Und wie erwirtschaften die BAT-Gehälter? :icon_rolleyes:
Zum Beispiel Eintrittsgelder für Veranstaltungen, KulturCafé
Das ist schon ein Wirtschaftsbetrieb, aber ohne diese 1€ Jobs, wer arbeitet bekommt auch einen soz vers Job
 

dellir

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#39
Zum Beispiel Eintrittsgelder für Veranstaltungen, KulturCafé
Und "solche" Gewinne erwirtschaftet man als "gemeinnütziger Verein"? Nee du, da gibt es steuerlich viel bessere Möglichkeiten für umsatzstarke Betriebe...:wink:
 

Existenzminimum

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#40
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Alg II + Freibetrag meinst du? Das wären dann so knapp 1000 Euro. Wenn die Monatskarte über 55 Euro kostet, kommt das noch dazu. Das bei 20 Wochenstunden.

Das war dann aber auch das niedrigste Gehalt, was mir je angeboten wurde. Die meisten Kollegen verdienen mehr.

Viele Kollegen, insbesondere im Mini-Job Bereich verdienen weniger, und dennoch:

Bei 8 Euro Stundenlohn und nur 10 Stunden Arbeit (also die Hälfte von deinem Beispiel) kommst du auf etwa 920 Euro, etwa 530 Euro Transferleistungen (habs grade in einen , wohl etwas älteren Recher eingegeben, also nicht ganz aktuell) bleiben noch nach der Verrechnung bzw. Anrechnung. auf ALG II.

Ist der Stunden-Lohn höher, würdest du als Auftsocker für die gleiche Summe logischerweise noch weniger Zeit dafür aufbringen.

Das zeigt warum Aufstocken teils sehr beliebt ist.
 

evelyn62

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#41
Und wie erwirtschaften die BAT-Gehälter? :icon_rolleyes:
Ein Verein erhebt Mitgliedsbeiträge von seinen Mitgliedern, hat Einnahmen durch Veranstaltungen und Dienstleistungen. Ausserdem kann er öffentliche Gelder beantragen. Davon kann er Angestelte beschäftigen bzw. seine ehrenamtlichen Helfer bezahlen. Wenn die Kohle nicht ausreicht muss er eben zusehen wo er seine Einnahmen erhöht.
Bei uns gibts eine gGmbH namens Hipsy, die war mal ein e. V. Bei der geht das sehr wohl, die bezahlen ihre angestellten Therapeuten und Betreuer nach BAT.
 

Existenzminimum

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#42
...
Bei uns gibts eine gGmbH namens Hipsy, die war mal ein e. V. Bei der geht das sehr wohl, die bezahlen ihre angestellten Therapeuten und Betreuer nach BAT.

...aus Steuermitteln, soviel ist klar. Jedenfalls den allergrößten Teil. So ist das halt insbesonder in der Kultur. Manche Stadt hat sich Esembles gehalten,die hunderte von Millionen gekostet haben, bei
nur geringen Einspielquoten.

In der Kultur gehts nicht anders geht. Sondt müssten die Karten hunderte von Euros kosten. Dann kommen noch weniger Leute..
 

Existenzminimum

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#43
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

... Die erwarten (...) jemanden, der perfekt ausgebildet ist in dem Bereich, Jahre Berufserfahrung hat und den man da einfach hinsetzen kann und arbeiten lassen wie eine reguläre Arbeitskraft - nur dass man denjenigen nicht nur nicht bezahlt dafür, sondern sich noch Geld vom Staat einsackt.

Also wie viele andere statlich subventionierte Betriebe, inkl. Großunternehmen, auch
 

evelyn62

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#44
...aus Steuermitteln, soviel ist klar.
Nee aus den Mitteln der Krankenkasse und der Rentenversicherung.
So ist das halt insbesonder in der Kultur. Manche Stadt hat sich Esembles gehalten,die hunderte von Millionen gekostet haben, bei
nur geringen Einspielquoten.

In der Kultur gehts nicht anders geht. Sondt müssten die Karten hunderte von Euros kosten. Dann kommen noch weniger Leute..
Ja und? Das ist doch kein Grund, z. B. Die Berliner Philharmoniker oder die Staatsoper mit Ein Euro Kräften zu betreiben. Da muss sich der Senat überlegen ob sie sich das leisten wollen oder nicht. Da gehts ja eben auch um Prestige. Wenn das Geld nicht da ist, muss man eben zwei von drei Opern zumachen. Oder die Museumsinsel schliessen. Man kann doch nichteinfach die Mitarbeiter komplett entlassen und hinterher als 1€ Kräfte wieder beschäftigen.

Also wie viele andere statlich subventionierte Betriebe, inkl. Großunternehmen, auch
Klar gibts staatlich subventionierte Betriebe. Aber halt deshalb, weil sie öffentliche Aufgaben wahrnehmen. Und die öffentlichen Gelder sind dafür da, um u. a. auch die Mitarbeiter zu bezahlen. Wenn ich einen qualifizierten Job machen soll, dann muss ich auch entsprechend bezahlt werden.
 
E

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#45
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Viele Kollegen, insbesondere im Mini-Job Bereich verdienen weniger, und dennoch:

Bei 8 Euro Stundenlohn und nur 10 Stunden Arbeit (also die Hälfte von deinem Beispiel) kommst du auf etwa 920 Euro, etwa 530 Euro Transferleistungen (habs grade in einen , wohl etwas älteren Recher eingegeben, also nicht ganz aktuell) bleiben noch nach der Verrechnung bzw. Anrechnung. auf ALG II.

Ist der Stunden-Lohn höher, würdest du als Auftsocker für die gleiche Summe logischerweise noch weniger Zeit dafür aufbringen.

Das zeigt warum Aufstocken teils sehr beliebt ist.
Ich denke, der Job sollte 20 Stunden sein ...

Das wäre bei einem Minijob wohl kaum noch vertretbar.
 

dellir

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#46
Ausserdem kann er öffentliche Gelder beantragen. Davon kann er Angestelte beschäftigen bzw. seine ehrenamtlichen Helfer bezahlen. Wenn die Kohle nicht ausreicht muss er eben zusehen wo er seine Einnahmen erhöht.
Aha. Also doch von öffentlichen Geldern abhängig sein, aber erwirtschaften sagst du... Und eine teuer finanzierte "AGH-Stelle" ist natürlich was völlig anderes als 1€-Jobs und vernichtet natürlich keine Arbeitsplätze? Schon mal darüber nachgedacht, dass die einzigen Profiteure von solchen Subventionen allein die Gründer des entsprechenden Vereins sind und nur die eigenen Arbeitsplätze in erster Linie gesichert werde sollen. Keine Ahnung was ihr so für Vereine kennt, aber die, die ich kenne sind Interssengemeinschften und Beiträge und Spenden reichen gerade mal für Mieträume, 1 PC und Internetflatrate.

Dass ihr gerade bei den Vereinen reich werden wollt und obendrauf die Sicherheit eines Beamten gerne hättet ist verständlich, aber...:icon_lol:
 

nightangel

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#47
Soweit ich weiß dürfen Vereine garkeine Gewinne machen, bzw. müssen diese wieder im Verein einsetzen. Und ein Verein der aus einer Interessengemeinschaft besteht aber seine Kosten nichtmal decken kann hat halt zuwenige Mitglieder/Interessenten. Da sollte man das ganze Konzept des Vereins mal überdenken, denn wenn sich kaum jemand dafür interessiert bringt das ganze auch nicht viel.

Hier gibt es z.B. einen Kleintierfriedhof, auch eine Interessengemeinschaft e.V. die sich halt über Mitgliedsbeiträge, Spenden etc. finanzieren. Die haben freiwillige Helfer und auch Angestellte die normal bezahlt werden und auch ein Büro ist vorhanden.
Ich bin in diesem Verein weil ich dort auch ein Grab habe wo meine beiden Katzen liegen und kriege regelmässig die Abrechnungen und Kostenaufstellungen zugeschickt. Heißt es wird, wie es sein sollte, den Mitgliedern alles offengelegt was wofür verwendet wurde, was wie rein gekommen ist und was noch an Gelder vorhanden ist.
Vernünftig geführt und mit genug Mitgliedern haben die auch Geld um Personal zu bezahlen. Was an Überschuss da ist wird dann in Erweiterungen des Tierfriedhofes, neue Brunnen usw. investiert.
Also ein vernünftiger Verein der auch vernünftig wirtschaftet kann sich selber tragen und auch Angestellte normal bezahlen ohne auf Steuergelder und 1€-Jobber angewiesen zu sein.

Ich finde wenn ein Verein das nicht schafft sollte er sein Konzept überdenken und evtl. die ganze Sache sein lassen.
 

Existenzminimum

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#48
Nee aus den Mitteln der Krankenkasse und der Rentenversicherung.
Ja vielleicht bei "Hipsy" (gmbH; alles klar...)



Ja und? Das ist doch kein Grund, z. B. Die Berliner Philharmoniker oder die Staatsoper mit Ein Euro Kräften zu betreiben. ...
Ist das der Fall?

Klar gibts staatlich subventionierte Betriebe. Aber halt deshalb, weil sie öffentliche Aufgaben wahrnehmen. Und die öffentlichen Gelder sind dafür da, um u. a. auch die Mitarbeiter zu bezahlen. Wenn ich einen qualifizierten Job machen soll, dann muss ich auch entsprechend bezahlt werden....

Viele der Vereine machen aber keine gute Arbeit. Ich kenne jemand bei der Stadt, der sagt da wird viel Schindluder betrieben (Viele Gelder kommen von der Kommune): Gab mal eine Journalistin, die über die Abzocke und Verschwendung in Berlin berichtet hat.
Sehr bedrückend, die Sozialmafia.
 

dellir

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#50
Ja vielleicht bei "Hipsy" (gmbH; alles klar...)
Wenn man sich deren Arbeit ansieht, können die nur am Steuerhahn hängen und wären ohne die Gelder ein 0815-Verein, der 2x die Woche von 17-19Uhr auf hätte.

Viele der Vereine machen aber keine gute Arbeit. Ich kenne jemand bei der Stadt, der sagt da wird viel Schindluder betrieben (Viele Gelder kommen von der Kommune): Gab mal eine Journalistin, die über die Abzocke und Verschwendung in Berlin berichtet hat.
Sehr bedrückend, die Sozialmafia.
Sehe ich auch so. Viele Vereine werden nur gegründet um in erster Linie Förderungen abzugreifen und für sich oder der Clique ehrenwerte Positionen (Vorstand, Schatzmeister usw.) zu beschaffen.:wink:

P.S. Kannst du mal das Material von dieser Journalistin verlinken?
 
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#51
...

P.S. Kannst du mal das Material von dieser Journalistin verlinken?
Kann es im Momnet nicht finden.

Aber das hier geht in die Richtung, auch wenn einige Formulierungen (Sozialstaat...unerschöpfliches Füllhorn) natürlichauch Stimmung machen wollen:

..Viele gemeinnützige Unternehmen, so die häufige Klage, zahlten unter Tarif, rechneten aber volle Tarifgehälter ab. In oft bewusst intransparenten Strukturen versickere viel Geld, kritisiert Stefan Thyroke, Sozialexperte der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di: „Bei manchen Trägern glaubt man, man sei in einem 5-Sterne-Hotel, wenn man deren Räume betritt.“ Senatorin Bluhm musste vor dem Abgeordnetenhaus bekennen: „Es läuft etwas schief im System der sozialen Wohlfahrtspflege...
Das im fettgedrucktem beschrieben hatte man mit mir auch mal vor. Die hätten mindestens das Doppelte von dem für sich einbehalten, was ich ausbezahlt bekommen hätte. Möglich machten das irgendwelche Massenverträge die die mit der Kommune abgeschlossen hatten.

Schon älter der Artikel:

Deutschland: Handaufhalten für den guten Zweck - Deutschland - FOCUS Online - Nachrichten
 

dellir

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#52
Möglich machten das irgendwelche Massenverträge die die mit der Kommune abgeschlossen hatten.
Das bestätigt ja im Grunde meine Behauptungen -entweder ist ein Verein klein und arm wie eine Kirchenmaus oder hängt am Steuerhahn und lebt in Saus und Braus. In beiden Fällen aber würden reguläre Arbeitsplätze -so oder so- nicht entstehen und somit nimmt kein 1€-Jobber jemanden die Arbeit weg. So einfach ist das. :icon_wink:
 

evelyn62

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#53
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Eben. Die Leute hier hetzen um des hetzens wegen. Wenn man auf dem 1.Markt einen Job bekommt nimmt ja auch jemanden die Arbeit weg. Und wer von Freizeitvereinen 3000€ und einen festen Job erwartet, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.....
wenn hier einer hetzt, dann bist du das!

wenn der Kindergarten jemand zum putzen oder Geschirr spülen braucht, das Gartenamt jemand zum Unkraut jäten, Bänke schrubben und Rasen mähen, das Sozialkaufhaus einen Verkäufer oder die Tafel jemand zum Transporter fahren, die Bibliothek jemand am Tresen zum Bücher zurücknehmen oder das Krankenhaus für die Wäschepflege oder als Pförtner, die Fahrradwerkstatt einen Mechaniker und das Sozialcafé eine Bedienung, das Schwimmbad eine Aufsicht und eine Kassenfrau dann sollen sie sie bezahlen. Von mir aus für zwanzig Wochenstunden mit acht Euro. Dann haben die Leute eigenes Geld für ihren Lebensunterhalt und zum Miete zahlen. Und wenn das nicht reicht, dann stocken sie eben auf.
Ich werd nie verstehen, warum es jetzt besser sein soll, wenn sie Regelsatz+KdU+KV+ein Euro Aufwandsentschädigung bekommen, statt entsprechenden Stundenlohn und ggf. Aufstockung.
Zumal es wettbewerbsverzerrend ist, wenn die Fahrradwerkstatt oder der Hauswirtschaftsdienst satte Gewinne macht, weil er seine Leute nicht bezahlen muss, im Gegenteil, sogar noch Geld dafür bekommt und die Kunden handelsübliche Preise bezahlen.

Ich habe in der DDR in einem grossen Kindergarten gearbeitet. Dort gab es vier Küchenhilfen, zwei Köchinnen, eine Beiköchin, eine Putzfrau, eine Wäscherin und einen Hausmeister. Das waren alles, wenn auch schlecht bezahlte, aber versicherungspflichtige Arbeitsplätze. Heute gibts den Kindergarten immer noch, es gehen genauso viele Kinder dort hin und das was früher die Wirtschaftskräfte gemacht haben, machen heute die Erzieher entweder selbst, die Eltern oder Ein-Euro-Kräfte.
Also die Arbeit ist doch da. Nur will sie keiner bezahlen.
 

dellir

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#54
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Also die Arbeit ist doch da. Nur will sie keiner bezahlen.
Würde man sie bezahlen -hätten wir eine neue DDR. Der Preis dafür sind dann leere Regale und wertloses Geld. Jeder für 3000€ im Monat geht einfach nicht...:cool:
 

Sauregurke

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#55
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Würde man sie bezahlen -hätten wir eine neue DDR. Der Preis dafür sind dann leere Regale und wertloses Geld. Jeder für 3000€ im Monat geht einfach nicht..
Wieso DDR? Diese Arbeiten wurden früher bezahlt, wenn auch nicht doole- und zwar in der BRD! So lange ist das noch nicht her.
Das Drama begann, als die Kommunen privatisieren und "outsourcen" mussten.
 

nik72

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#56
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Würde man sie bezahlen -hätten wir eine neue DDR. Der Preis dafür sind dann leere Regale und wertloses Geld. Jeder für 3000€ im Monat geht einfach nicht...:cool:
Mir scheint eher, die Reichen haben eine neue "DDR". Hatz4- Aufstockung ist ja irgendwo Subventionierung von Arbeit.

Normalerweise wäre dann ja die Arbeit in den 50er bis 80er Jahren in der "BRD" auch nicht zu bezahlen gewesen. :icon_wink:

Zumindest ist jeder in der DDR arbeitsmässig irgendwo untergekommen. Jetzt gibt es meiner Meinung nach schon eine Ellenbogengesellschaft.
 

evelyn62

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#57
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Würde man sie bezahlen -hätten wir eine neue DDR. Der Preis dafür sind dann leere Regale und wertloses Geld. Jeder für 3000€ im Monat geht einfach nicht...:cool:
Wer redet denn von 3000€? War mir klar, dass du das ins Lächerliche ziehst.

Es kann einfach nicht angehen, dass sich immer immer mehr die Meinung breit macht, dass es für ganz selbstverständlich gehalten wird, dass für Arbeit nicht bezahlt wird.

Das fängt bei öffentlichen Aufgaben an und breitet sich dann in der Wirtschaft aus.

Schon jetzt ist es doch so, dass nur noch eingestellt wird, wenn der Bewerber sein Geld quasi per Förderung von zu Hause mitbringt oder so wenig gezahlt wird, dass im VG offen davon gesprochen wird, den Rest zum Lebensunterhalt könne man sich doch via Steuerausgleich, Wohngeld oder Sozialleistungen holen.

Irgendwann wird es so weit kommen, dass Personalkosten bei der Kalkulation gar keine Rolle mehr spielen werden, weil alle Sozialleistungen bekommen. Nur wer dann die Steuern bezahlen soll, die die Sozialleistungen ermöglichen ist noch nicht so ganz klar.

Wenn mir ein Arbeitgeber, egal ob öffentlich oder privat erklärt, er könne sich Lohnzahlungen nicht leisten, dann muss er seine Kalkulation überprüfen und zur Not halt seinen Laden zu machen.
 

dellir

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#58
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Es kann einfach nicht angehen, dass sich immer immer mehr die Meinung breit macht, dass es für ganz selbstverständlich gehalten wird, dass für Arbeit nicht bezahlt wird.
Einer zahlt am Ende immer -ob es das JC ist, irgendwelche Träger oder letztenendlich der Steuerzahler. Dass du ein Kindergarten mit zig Köche und Beiköche forderst kann man im Sinne der dort Beschäftigten nachvollziehen, aber jemand muß das ja auch bezahlen. Und wenn Kindergärten dafür kein Geld kriegen -woher sollen sie das Geld dann nehmen um dich zu bezehlen?
 
E

ExitUser

Gast
#59
AW: 1 Euro Jov Verwaltung/Zusätzlich?

Einmal kann ein Ein-Euro-Job nicht per Vermittlungsvorschlag kommen, sondern es hat eine EGV und oder eine Zuweisung zu kommen.
Darin haben ganz detailliert die Tätigkeiten, die Du machen sollst zu stehen. Die Arbeit hat der SB vom Amt zu machen und das darf nicht dem Träger überlassen werden.

Wie sollst Du ohne Tätigkeitsbeschreibung prüfen können, ob das zusätzlich und zumutbar ist. Ich würde vom Landsratsamt eine ausreichend konkretisierte Zuweisung nach den Vorgaben des BSG fordern.
BSG-Urteil vom 16.12.2008, Az: B 14 AS 60/07 R
Der Witz ist hierbei nur, daß der Träger dieses Vereines die Kreisstadt eines Landkreises ist, der sich bei Wikipedia auf der Liste der Optionskommunen befindet. Und das in einer Gegend, wo sich zwar Fuchs und Hase "Gute Nacht" wünschen und Vetternwirtschaft sowie Obrigkeitshörigkeit die am weitesten verbreiteten Krankheiten sind, aber keiner sich selbst an den eigenen Karren fährt. Vom Landratsamt wird der Fredstarter infolge dessen nichts zu erwarten haben.

Erstens ist das alles nicht zusätzlich und zweitens haben auch die Arbeitszeiten in der Zuweisung zu stehen und können nicht dem Träger überlassen werden.
Musst Du wissen, was Du machst. Kann gut sein, dass die erst einmal versuchen zu sanktionieren.
Wird wohl so sein. Und zum zuständigen Sozialgericht ist es auch eine Tagesreise ...
 
E

ExitUser

Gast
#60
Und wie erwirtschaften die BAT-Gehälter? :icon_rolleyes:
Spielt ja für den hier diskutierten Fall keine Rolle. Selbstverständlich werden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung nach BAT bezahlt, auch wenn sie im "Fachbereich Bildung, Kultur, Tourismus und Sport" sitzen. Und das, was die mangels geistiger, mentaler und fachlicher Frische nicht draufhaben, was zu Zeiten stattfindet, zu denen die keine Lust haben, wozu keine Stellen locker gemacht werden, weil der Flecken vermutlich weitestgehend von Kassenkrediten lebt, läßt man eben wie eh und je Arbeitslose erledigen.

Früher hat man die Landschaftsgärtner in den Ruin getrieben, indem man ihre Rechnungen nicht zahlte und deren Angestellte dann für einen Euro die Stunde "übernommen". Das hier ist nichts anderes als die Fortsetzung davon.
 

dellir

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#61
Spielt ja für den hier diskutierten Fall keine Rolle.
Ich weiß nicht welchen Fall du jetzt meinst, ich bezog mich auf 0815-Vereine. Die sind mit Sicherheit kein Öffentlicher Dienst und dort gilt auch mit Sicherheit kein BAT.:wink:
 
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