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1 Euro Job für Alleinerziehende

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Nicht offen für weitere Antworten.

atzengruber

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#1
Ich bin alleinerziehender Vater von 3 Kindern(12,14,16) und bekomme seit Juli 2005 ALH II (161 € pro Monat,da meine Kinder von der Oma geerbt haben und deswegen alle über dem Freibetrag liegen).Zusammen mit 463€ Kindergeld leben wir also im Moment von 624 €.Heute wurde mir ein 1 Euro Job bei der örtlichen Diakonie als Fahrer von Behinderten Kindern zugewiesen,zusätzlich werde ich fürs Autowaschen eingeteilt werden,außerdem müssen schwere Lasten getragen werden(Bandscheibenvorfall im März!).Da ich auf Grund unserer finanziellen Situation eine Vollzeitstelle suche ,kann ich mit diesem Angebot wirklich nichts anfangen.Beim Vorstellungsgespräch wurde mir gesagt,dass diese Tätigkeit bis jetzt von Zivis ausgeführt wurde,die aber auch immer knapper werden.Meine Frage an Sie:Muss ich diese Stelle als Alleinerziehender wirklich annehmen,haben die keine Alleinstehenden für diese Tätigkeiten?
Bin für jeden Rat dankbar! :(
 

Martin Behrsing

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#2
Schicke uns doch bitte an kontakt@erwerbslosenforum oder über die Fax-Nr (siehe Impressum) mal die Zuweisung und um welchen Diakonie es sich handelt. So wie ich das sehe, ist hier nicht zusätzlich.
Als alleinerziehender Vater kannst du dich wohl nicht berufen, da deine Kinder ein Alter haben, wo sie bis zum Feierabend von dir schon alleine sein können. Müssten sie ja auch, wenn Du eine Arbeit hättest.

Aber bei den anderen Gründen sehe ich durchaus gute Chancen, dass dies nicht zusätzlich ist. Gab es vorher eine Eingliederungsvereinbarung, dann bräuchten wir die auch.
 

Ditmar L.

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#3
atzengruber sagte :
Ich bin alleinerziehender Vater von 3 Kindern(12,14,16) und bekomme seit Juli 2005 ALH II (161 € pro Monat,da meine Kinder von der Oma geerbt haben und deswegen alle über dem Freibetrag liegen).Zusammen mit 463€ Kindergeld leben wir also im Moment von 624 €.Heute wurde mir ein 1 Euro Job bei der örtlichen Diakonie als Fahrer von Behinderten Kindern zugewiesen,zusätzlich werde ich fürs Autowaschen eingeteilt werden,außerdem müssen schwere Lasten getragen werden(Bandscheibenvorfall im März!).Da ich auf Grund unserer finanziellen Situation eine Vollzeitstelle suche ,kann ich mit diesem Angebot wirklich nichts anfangen.Beim Vorstellungsgespräch wurde mir gesagt,dass diese Tätigkeit bis jetzt von Zivis ausgeführt wurde,die aber auch immer knapper werden.Meine Frage an Sie:Muss ich diese Stelle als Alleinerziehender wirklich annehmen,haben die keine Alleinstehenden für diese Tätigkeiten?
Bin für jeden Rat dankbar! :(
1.Heute wurde mir ein 1 Euro Job bei der örtlichen Diakonie als Fahrer von Behinderten Kindern zugewiesen

Wenn Du keinen Personenbeförderungsschein hast, darfst Du gar keine Personen befördern.

2. Den Bandscheibenvorfall vom Arzt bescheinigen lassen.

Ich denke dies sollte für einen Wiederspruch reichen.
Gruss
Ditmar
 

Arania

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#4
da ich einen 1-Euro-Job erfolgreich abgewehrt habe kann ich nur zustimmen.

Attest vom Arzt
keine zusätzliche Aufgabe da die Kinder ja IMMER befördert werden MÜSSEN, ergo keine zusätzliche Stelle
und Erfahrung im Umgang mit behinderten Kindern muß man auch haben

auch dürfte das kaum eine Qualifizierung für den 1.Arbeitsmarkt sein

auf jeden Fall dagegen angehen :daumen:
 

atzengruber

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#5
Danke für die schnellen Antworten!Die Sachbearbeiterin der Arge hat mir eben noch telefonisch mitgeteilt,dass ich mich doch freuen könnte,zu meinen 161 € nochmal 100 € im Monat hinzuverdienen zu können. :)
Falls ich keinen Schein zur Personenbeförderung hätte, sei dies auch nicht so schlimm,denn im Fuhrpark der Diakonie gebe es immer etwas zu tun (vor allem Autopflege !).Die genaue Tätigkeit sei ja auch egal,Hauptsache ich gewöhne mich wieder ans Arbeiten,jetzt,wo's doch auch noch so knapp mit den Zivildienstleistenden wird :cry:
 
E

ExitUser

Gast
#6
Deine Antwort läßt aber vermuten das du dieses Geld mehr ersehnst wie der mögliche Umstand das deine Tätigkeit keine Zusätzlichkeit beinhaltet?!

Könnte es sein das ich damit recht habe ?? Sicherlich ist jeder Cent eine Bereicherung für die Haushaltskasse, aber doch nicht mit unzulässigen EEJ ?!?!?!?!
 

Arania

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#7
Das sollte er vielleicht nochmal erklären, aber wenn jemand 100 Euro zusätzlich dringend benötigt kann ich das durchaus akzeptieren
 

atzengruber

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#8
Meine Darstellung war sarkastisch gemeint! Einstein hat völlig recht und ich bin echt baff ,wie die mit einem umspringen.Heute hab ich's mal am eigenen Leib erleben dürfen,was man sonst nur aus der Zeitung kennt.Wahnsinn!Lieber wander ich aus als mich dieser Sklaventreiberei auch noch anzubiedern...Könnte mir einer von Euch erkären,wie so ein Widerspruch auszusehen hat?Danke!
 
E

ExitUser

Gast
#9
Nach Ansicht der Aufforderung, kann ich nur dir raten, dort dich vorzustellen und entsprechende Verhandlungen zu führen, welche dich in den ersten Arbeitsmarkt bringen und entsprechend entlohnt werden, sonst wäre diese Arbeitsstelle sittenwidrig und ohne Personenbeförderungsschein nicht durchführbar.
 

Atlantis

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#10
ich denke da muß eine bestimmte form eingehalten werden muß und nicht so lapidar: da haben wir was für sie ...
die ARGE oder Optionskommune ist vom gesetz her in der pflicht die arbeitsinhalte zu
beschreiben um welche tätigkeiten es sich handelt und nicht der träger der maßnahme
kann festlegen welche arbeiten gemacht werden soll.
genau zu dieser tatsache gibt es hierzu schon ein urteil.


S 37 AS 4801/05 ER
Da sich aber die Zumutbarkeit einer Arbeitsgelegenheit nach anderen Kriterien (Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich (vgl. § 2 (1) S. 3 SGB II); im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten; angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen anstelle von Lohn/Gehalt, kein Arbeitsverhältnis i.S.d. Arbeitsrechts (vgl. § 16 (3) S. 2 SGB II); Beschränkung der Arbeitszeit und Dauer der Arbeit (siehe zu den Voraussetzungen im einzelnen Eicher in Eicher/Spellbrink, SGB II, Rn. 213 ff)) richtet als die einer angebotenen Arbeitsstelle, muß für den Betroffenen klar sein, anhand welcher Kriterien (der einer Arbeitsgelegenheit oder der einer regulären Arbeitsstelle) er die Zumutbarkeit überprüfen kann. Kann er das nicht, weil die Art des Angebots unklar bleibt, können die Rechtsfolgen des § 31 SGB II nicht eintreten.
...



Das Bestimmtheitsgebot erfordert danach insbesondere, dass die Art der Tätigkeit, ihr zeitlicher Umfang und die zeitliche Verteilung im Arbeitsangebot bezeichnet werden (Voelzke, a.a.O., § 16 Rn. 76; Niewaldt, a.a.O., § 16 Rn. 25; Gröschel-Gundermann, a.a.O., § 16 Rn. 18; BVerwG, Urt. v. 13. Oktober 1983, a.a.O., S. 100; Urt. v. 4. Juni 1992, a.a.O., S. 200). Denn diese Angaben sind erforderlich, um den Hilfebedürftigen in die Lage zu versetzen, das Angebot überprüfen zu können. Es genügt daher nicht, den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen einer Einrichtung oder einem Arbeitgeber zuzuweisen und die Auswahl der konkreten Tätigkeit der Leitung der Einrichtung oder dem Arbeitgeber zu überlassen (Voelzke, a.a.O., § 16 Rn. 76; Gröschel-Gundermann, a.a.O., § 16 Rn. 18; BVerwG, Urt. v. 13. Oktober 1983, a.a.O., S. 99; Urt. v. 4. Juni 1992, a.a.O., S. 201). Die Verantwortung für die Korrektheit des Arbeitsangebots liegt insbesonders im Hinblick auf die Sanktionsfolgen allein beim Leistungsträger. Nach diesen Maßgaben erweist sich das Arbeitsangebot an den Antragsteller vom 22. März 2005 als inhaltlich ungenügend bestimmt. Es enthält keine Angaben zur Art der Tätigkeit, sondern führt lediglich an, es handele sich um eine Maßnahme nach § 16 Abs. 3 SGB II. Es enthält weiter keine Angaben zur Arbeitszeit; die Angabe "Vollzeit" lässt die konkrete Anzahl der Arbeitsstunden und ihre Verteilung in der Arbeitswoche nicht erkennen. Das wird auch durch die dem Angebot beigefügte Anlage nicht geklärt, dort wird insoweit nur über die zulässige Höchststundenzahl von 30 Wochenstunden informiert. Letztlich weist die Antragsgegnerin den Antragsteller der Einrichtung "In Via e.V." zu und überlässt dieser die Auswahl der konkreten Tätigkeit. Das ist – wie bereits ausgeführt – nicht zulässig
 

Arania

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#11
dem kann ich zustimmen, ich hatte einen korrekten Eingliederungsvertrag mit der ARGE und als der Verein dem ich zugewiesen wurde diesen nicht einhalten wurde bekamen die einen auf den Deckel.

Für mich war danach alles erledigt
 
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#12
:!: Bedenkt, wer eines Vertrages erst zustimmt, handelt nicht im "Haustürgeschäft" mit 14 tägiger Widerrufsfrist, sondern ist für den vertraglich vereinbarten Zeitraum zu diesen Konditionen gebunden.

:x darum, prüfend - bevor man bindet, ob sich nicht ne Kürzung findet. :p und durch Ablehnung oder Gegenvorschlag - im sittenwidrigen EEJ Bereich - vorab als Kürzung über das Gericht einzufordern.

:daumen:
 

atzengruber

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#13
Am kommenden Montag hätte ich das 2.Vorstellungsgespräch gehabt bei der Diakonie.Heute ruft plötzlich die Arge bei mir an und ruft die ganze Aktion zurück :pfeiff: ,da die mir angebotenen Tätigkeiten seitens der Diakonie (u.a. Autowaschen) sich nicht mit dem decken,was die der Arge vorgegeben haben(Fahrdienste) :mrgreen: .Ich hatte schon meinen Anwalt eingeschaltet und jetzt löst sich die Sache von selbst.
Eure Seite ist eine ganz große Hilfe für alle die,die zum "Frondienst" rekrutiert werden sollen :!: und ich habe schon einige meiner Leidensgenossen auf Euer Forum verwiesen.Danke!
 

Arania

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#14
Es gibt auch ARGES die sich da korrekt verhalten, war bei mir auch so, darf auch mal erwähnt werden.

Allerdings ist es wirklich das große Verdienst unter anderem dieses Forums das die Betroffenen auch merken das sie Mittel haben sich zu wehren :klatsch: :klatsch:
 
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