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1-Euro-Job als "Servicekraft" - eigentlich basteln

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Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo, werte Boardgemeinde, liebe Leute !

Ich habe seit mehreren Tagen schon hier das Board durchforstet und gelesen. Teilweise sind hier schon haarsträubende Sachen geschrieben worden. Unglaublich ...

Nun hätte ich zu meiner eigenen Situation trotzdem ein paar Fragen und hoffe, daß mir eventuell der ein oder andere Tip gegeben werden kann.

Als ich an einem der letzten Tage mal wieder in meinem zuständigen "Jobcenter" war, druckte mir die nette Mitarbeiterin desselben einen Vorschlag für eine Arbeitsstelle aus. Mit den Worten "Da vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin." drückte sie mir diesen dann in die Hand.
Ich zitiere mal :

Tätigkeit : Servicekraft
Betriebsart : Öffentlich-rechtliche Wirtschaftsvertretungen
Anforderungen : Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung, Beschäftigung, Integration und Training u. Modellbau-Architektonische Bauwerke Lichtenbergs, zusätzliche gemeinnützige Tätigkeiten
Arbeitsort : Berlin
Lohn/Gehalt ( :lol: ) : 1,50/h
Arbeitszeit : 30 h / Wo
zu besetzen ab : 14.11.05 befristet bis 13.08.2006
Ihre Erläuterungen führten dann dahin, daß dort also Modelle von Denkmälern gestaltet werden.
Wieder zu Hause angekommen, zog ich erst einmal das Internet zu Rate. Und ich stieß auf folgende Seiten :

Modellpark

Die Idee

Unterstützer

Nun meine Fragen dazu : Ist es rechtens, Menschen für 9 Monate mit "basteln" von Modellen im Rahmen der EEJ zu beschäftigen ? Wenn ja, welche Leistungen (Fahrgeld usw.) kann ich beim "Jobcenter" noch zusätzlich beantragen ? Immerhin muß ich täglich die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um dort hin und auch wieder nach Hause zu kommen.
Wenn nicht, wie kann ich dagegen vorgehen ?

Desweiteren musste ich eine sogenannte "Eingliederungsvereinbarung" unterschreiben, in welcher z.B. steht :

- persönlich an jedem Werktag an seinem/ihrem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt für den zuständigen Träger erreichbar zu sein,
- sich nur nach Absprache und mit Zustimmung des pAp außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches aufzuhalten
Damit wurde ich dort ziemlich überrumpelt. Gibt es eine Möglichkeit, dagegen Widerspruch einzulegen ?

Für eure Aufmerksamkeit schon einmal herzlichen Dank. Es würde mich sehr freuen, den einen oder anderen guten Tip zum Umgang mit diesen Sachen zu erhalten.

Ich wünsche noch einen guten Abend.
 

narssner

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#2
es gibt Möglichkeiten. Erstens einen schriftlichen Widerspruch. Ich persönlich würde die Variante wählen, Begründung: nach hiermit beantragter Akteneinsicht wird eine Begründung erfolgen.
Andere meinen hingegen, eine möglichst umfangreiche Begründung solle sofort gemacht werden.
Sobald der Widerspruch eingelegt wurde, sofort einen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruches beim zustänidgen Gericht stellen.Auch schriftlich, alles zweifach. Stellen Sie diesen nicht, müssen Sie die Stelle erst einmal antreten.
Begründungsvorschläge, nur per private e-mail. Warum soll ich der Behörde in die Hände arbeiten, damit die sich vorher schon mal neue Ausreden ausdenken können.
Und dann Liste aufstellen, Eingliederungsvereinbarung besteht, ja/nein, haben Sie sich zur einem Ein-Euro-Job verpflichtet? Haben Sie gar Schadenersatzzeug unterschrieben?
Wer hat diese Arbeiten vorher gemacht? Mit welcher Entlohnung? Darum kann es sogar von Vorteil sein, dort einige Tage zu arbeiten. Was nämlich in der Kneipe über den Job erzählt wird, kommt bei dem Richter nicht als Beweis an.
Gleich am ersten Tag Termin mit Personalrat zu Gespräch vereinbaren. Fragen: wurden Sie überhaupt unterrichtet? Haben Sie zugestimmt?

Und natürlich schriftlich Arbeitskleidung verlangen. Und ein schriftliches Papier, daß Sie tatsächlich gesetzlich unfallversichert sind. Sonst kann es hier ein böses Erwachen geben. So klar, wie das viele Leute behaupten, steht das nämlich gar nicht in der Bibel.
Und auf keinen Fall irgend etwas mit Schadenersatz unterschreiben. Sonst könnten Sie arm aus der sogenannten Maßnahme kommen.
Einen freundlichen Gruß
Narssner
 
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