• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

1 Euro Job Abbrechen?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

toony

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
9 Dez 2007
Beiträge
30
Gefällt mir
1
#1
Hallo,
ich habe noch bis Ende März einen EEJ!

Aus verschiedenen Gründen ist mir die Lust an dem Job vergangen und ich möchte nicht mehr dorthin!

Im Arbeitsvertrag steht ich würde eine Abmahnungen bekommen und ggf. könnte die Maßnahme beendet werden.

Was kann passieren wenn ich einfach von dem Job fernbleibe?
Was müßte ich von der ARGE befürchten?
 

Curt The Cat

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
7.495
Gefällt mir
2.148
#2
Hallo,
ich habe noch bis Ende März einen Ein-Euro-Job!

Aus verschiedenen Gründen ist mir die Lust an dem Job vergangen und ich möchte nicht mehr dorthin!

Im Arbeitsvertrag steht ich würde eine Abmahnungen bekommen und ggf. könnte die Maßnahme beendet werden.

Was kann passieren wenn ich einfach von dem Job fernbleibe?
Was müßte ich von der ARGE befürchten?
Moinsen toony und erst mal herzlich willkommen hier im Forum. Zur Klärung Deiner Fragen bedarf es ein paar mehr Informationen, wenn man sich nicht in Spekulationen verlieren will...

:icon_wink:
 

toony

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
9 Dez 2007
Beiträge
30
Gefällt mir
1
#3
Hi,
1.
Ich arbeite Draußen und bekomme keine Winterkleidung.

2. Es gibt dort einige Alkoholiker, die sich während der Arbeitszeit betrinken und ich mag nicht mit solchen Menschen zusammen arbeiten.

3. Wenn man einen Fehler macht wird das gleich allen erzählt.

4. Wir haben kein richtiges Werkzeug, viele bringen Werkzeuge von zuhause mit.

5. Die Hygiene in den Sanitäranlagen lässt sehr zu wünschen übrig, ich habe Angst mir da eine Krankheit zu holen. daher war ich bisher noch NIE auf Toilette. (Arbeite seit 9 Monaten dort)
 

wolliohne

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
19 Aug 2005
Beiträge
14.824
Gefällt mir
839
#4
toony

Das ist ja wohl Grund genug !

Ich würde mich erst einmal krankschreiben lassen,dann schriftl.Widerspruch einlegen wg. gravierender Arbeits-Gesundheit-Hygienemängel etc.

Vorsichtshalber empfehle ich juristische Beratung sowie örtl.Kommune und Berufsgenossenschaft informieren.

Sicher wird man wird Dir von Seiten der ARGE mit Sanktionen kommen,aber ich denke mit fachlicher Hilfe zieht die Behörde hier den Kürzeren.

Toi toi toi
 

toony

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
9 Dez 2007
Beiträge
30
Gefällt mir
1
#5
Wie hoch wären denn die Sanktionen?

10% oder 30%
 

wolliohne

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
19 Aug 2005
Beiträge
14.824
Gefällt mir
839
#6
toony

muss nicht aber kann,deshalb zum Juristen.

mit 30% kannst Du schon rechnen.
 

Borgi

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Apr 2007
Beiträge
1.262
Gefällt mir
2
#7
Ich habe da mal was vorbereitet

Abmahnung

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer,
hiermit mahne ich Sie ab.
Sorgen Sie künftig für wetterangepasster Kleidung für Ihre Mitarbeiter. Außerdem fordere ich von Ihnen hygienisch einwandfreie sanitäre Einrichtungen. Zudem erwarte ich zukünftig von Ihnen, dass Sie den Genuss von Alkohol während der Arbeitszeit unterbinden.
Auch wenn ein EEJ kein Arbeitsverhältnis darstellt, so haben Sie dennoch ein gewisses maß an Fürsorgepflicht.
Sollten Sie meiner Forderung nicht innerhalb 2 Tage nachkommen, so werde ich das Ordnungsamt/Gesundheitsamt, meine ARGE, Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit und den Seuchenschutz über die Zustände in Ihrem Unternehmen informieren. Auch eventuelle Kunden erhalten die nötigen Informationen, da ich nicht will dass sie sich mit gefährlichen Keimen anstecken.
Wie Sie zu Hause leben ist mir gänzlich egal. Aber Ihre Mitarbeiter haben ein Recht auf „Nichtgefährdung“ durch Ihr Unternehmen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen nicht mehr die Hand zum Gruße reiche.

In der Hoffnung, dass Sie in Ihrem Unternehmen endlich Sauberkeit einkehrt, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen.



PS: Zu Ihrer Information: das Reinigen der sanitären Einrichtung ist nicht zusätzlich, könnte aber bei dem saustall schon im öffentlichem Interesse sein. Jedoch nicht als Ausübung für einen EEJber geeignet.
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#8
Ich habe auch nicht immer "Lust" auf den Job, aber das ist kein Kriterium und kein Grund, die Arbeit zu verweigern.

Punkt 1:
Für die Anschaffung der Winterbekleidung wird dir die MAE gezahlt.

2. Es gibt dort einige Alkoholiker, die sich während der Arbeitszeit betrinken und ich mag nicht mit solchen Menschen zusammen arbeiten.
Auch jemand, der richtig arbeitet, kann sich seine Kollegen nicht aussuchen.

Punkt 3: Arbeite ohne Fehler, dann hat sich das Problem erledigt.

5. Die Hygiene in den Sanitäranlagen lässt sehr zu wünschen übrig, ich habe Angst mir da eine Krankheit zu holen. daher war ich bisher noch NIE auf Toilette. (Arbeite seit 9 Monaten dort)
Eine Toilettenanlage auf dem Niveau eines 5-Sterne-Hotels wird man im Wald nicht bauen. Ist der Wald nicht groß genug? Was soll das Affentheater?
 

Arwen

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
1.653
Gefällt mir
1
#11
Pas de problème

Zitat Robinson vor seiner Korrektur:
Außerdem orientiert man sich doch daran, was HartzIV-Empfänger sonst gewöhnlich zum Sch benutzen.
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#12
Korrektur ist nun mal eine legitime Variante, seine Aussage zu überarbeiten und ich habe sie in Eurem Sinne genutzt.
Daher kannst du nun auch auf deine inzwischen hinfälligen Zitate verzichten.

Aber, um dein Gemüt nicht zu strapazieren hier eine andere, jedoch gleichwertige Aussage: Man wird keine Luxustoilette in eine Wald bauen, damit sich der Arbeitnehmer in entspannter Umgebung entkoten kann, da dies uneffektiv und unwirtschaftlich wäre. Eine schlichtere Variante stellt keine Diskriminierung dar. Als Alternative bietet sich die natürliche Umgebung an.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#13
Mal wieder Langeweile, Robinson?
Zu Punkt 4 hattest Du wohl keine sau***"gute" Antwort?

Es gibt gewisse Regeln, an den sich auch ein "Arbeitgeber" im EEJ-Bereich zu halten hat. Und das ich meine Arbeitskleidung aus der MAE bezahlen muss, bezweifel ich mal.
 

Mutterfür4

Elo-User/in

Mitglied seit
23 Okt 2007
Beiträge
76
Gefällt mir
0
#14
Ich habe auch nicht immer "Lust" auf den Job, aber das ist kein Kriterium und kein Grund, die Arbeit zu verweigern.

Punkt 1:
Für die Anschaffung der Winterbekleidung wird dir die MAE gezahlt.



Auch jemand, der richtig arbeitet, kann sich seine Kollegen nicht aussuchen.

Punkt 3: Arbeite ohne Fehler, dann hat sich das Problem erledigt.



Eine Toilettenanlage auf dem Niveau eines 5-Sterne-Hotels wird man im Wald nicht bauen. Ist der Wald nicht groß genug? Was soll das Affentheater?
:icon_eek:
Also da bittet jemand um Hilfe und bekommt so ne Antwort?
Robinson, sind Sie Arge-Mitarbeiter?
Ich kenne jemanden, der mit meinem Mann auch so umspringt, der nennt sich "persönlicher Ansprechpartner". Mit "Partnerschaft" hat das aber echt nix zu tun.......:icon_eek:
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#15
Zu Punkt 4: Arbeitsmittel müssen zur Verfügung gestellt werden, da hat er Recht.

Zu Punkt 1: Mehraufwands-Entschädigung wird dem Begriff gemäß für Mehraufwand gezahlt. Eine Winterjacke ist Mehraufwand, wenn der Betreffende sie für nötig erachtet.
(Anders wäre es bei Arbeitsschutz-Bekleidung, aber darunter fällt eine Winterbekleidung nicht.)

---
@Mf4
Deine Argumentation entspricht nicht der Realität:
Ein persönlicher Ansprechpartner auf der Arge ist kein Partner des ALGII-Empfängers.
 

Borgi

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Apr 2007
Beiträge
1.262
Gefällt mir
2
#16
@ Robinson
DU bist doch mal wirklich das Allerletzte!
Als Ein-Euro-Jobber bekommt man bei uns 1,50 Euro die Stunde. Davon soll man das Fahrgeld zahlen. Hinzu kommt jetzt auch noch Kleidung, die man nur zum arbeiten braucht? Es mag ja sein, dass DU keinen Wert auf Hygiene legst, aber müssen deshalb alle Schweine sein? Von Alkis geht eine gewisse Gefahr aus, der ich mich nicht aussetzen würde! Immerhin wird mit Werkzeugen gearbeitet. "Arbeite ohne Fehler" Was bist du den für ein Dödel? Der Ein-Euro-Job ist doch dafür da, dass man etwas lernt. Robinson: DU bist für mich ein ganz armes Licht. Jemand im Niedrigstlohnsektor, der nicht die nötigen Eier hat um sich beim Chef durchzusetzen. Halt ein ganz armes Würstchen, dass hier den Großkotz raushängen lässt, aber selbst die Erbärmlichkeit in Person ist!
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#17
Fahrgeld ist auch Mehraufwand und Kleidergeld gibts seit mindestens 3 Jahren nicht mehr.
Wenn du mit der Aussage nicht klarkommst, frag deine Arge: Die sagen dir das dort genauso.

Bei den jetzigen Temperaturen braucht man keine Winterkleidung, die auch noch der Arbeitgeber stellen sollte (Konjunktiv beachten!). Subjektives Kälte-Empfinden kann man derzeit leicht durch Intensivierung seiner Arbeit kompensieren.

Es mag ja sein, dass DU keinen Wert auf Hygiene legst, aber müssen deshalb alle Schweine sein?
Unlogisch, wer sind "alle"? Es sind nicht "alle" ALGII-Empfänger.


Der Ein-Euro-Job ist doch dafür da, dass man etwas lernt.
totaler Quatsch. Man soll da nichts lernen und auch nicht "fit gemacht werden", das sind dumme Beschwichtigungsphrasen aus verschiedenen Fernsehredaktionen oder der Bild-Zeitung.
Der 1-€-Job ist dafür da, unqualifizierte Tätigkeiten zu finanzieren, für die sonst teure reguläre Arbeitskräfte eingesetzt werden müssten, um den öff. Dienst, selbständige Firmen oder Vereine finanziell etwas zu entlasten.
Das soll zwar "politisch" nicht so sein, aber es entspricht - hier zumindest - der Realität.
 

wolliohne

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
19 Aug 2005
Beiträge
14.824
Gefällt mir
839
#18
Ausdrucksweise ?

lässt leider etwas zu wünschen übrig.

Bitte darauf achten !
 

Atlantis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.620
Gefällt mir
127
#19
Mal wieder Langeweile, Robinson?
Zu Punkt 4 hattest Du wohl keine sau***"gute" Antwort?

Es gibt gewisse Regeln, an den sich auch ein "Arbeitgeber" im Ein-Euro-Job-Bereich zu halten hat. Und das ich meine Arbeitskleidung aus der MAE bezahlen muss, bezweifel ich mal.

@ Geli,
das ist ja schon Diskriminierung von dem Inselbewohner im Wald sollte mann Abkoten.
Gelegentlich werden wir hier auf Leute treffen, die 24 Stunden täglich ihre verbale Diarrhö absondern und das gesamte Forum offenbar als den Ersatz des dringend erforderlichen Besuchs eines Proktologen sehen. Zeigen wir hier Toleranz! Wenn wir schon darauf antworten wollen, dann bitte so, als wenn wir dem Betreffenden sanft und beruhigend über das Köpfchen tätscheln und ihm dabei beruhigend mitteilen, dass er ja gleich wieder ins Heim darf.

Der Mann ist Sarkasmus pur, der Mann hat einen Pfeil im Kopf, der Mann weiß nicht, was er redet, der Mann hat einfach nur einen IQ von 100 m Feldweg! Ignorieren wir ihn!

Mit freundlichen Grüßen
Atlantis
 

Atlantis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.620
Gefällt mir
127
#20
[
QUOTE=Robinson;189329]

Bei den jetzigen Temperaturen braucht man keine Winterkleidung, die auch noch der Arbeitgeber stellen sollte (Konjunktiv beachten!). Subjektives Kälte-Empfinden kann man derzeit leicht durch Intensivierung seiner Arbeit kompensieren.
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie hier eine konkrete Frage stellen, die Antworten aber so ausfallen, als wenn die Verfasser der Antworten schlechtes Laminat von OBI geraucht oder Bauschutt gekifft hat – sprich: auf ihre Frage gar nicht eingegangen wird.
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#21
Also ich bekomme sowohl wöchentlich (bzw bei Verdreckung) frisch gewaschene Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe (ist für alle Mitarbeiter Usus im Tierpark) als auch die Fahrtkostenerstattung und die Möglichkeit für 1.80 dort mittags zu essen..

Ich glaube allerdings daß so ein "Blaumann" in der Anschaffung wirklich billig ist und für die Arbeit robuster und bequemer als normale Jeans.

Ansonsten, ich würde mich auch weigern mit angesoffenen Alkis zusammen zu arbeiten, wo mir quasi täglich vor Augen geführt wird daß ich hiermit auch zur Unterschicht gehöre.
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#22
Ich glaube, Du bist bei uns im falschen Forum. Dafür gibt es andere, wo Du deinesgleichen findest.
Du solltest eigentlich gemerkt haben, dass wir Alles tun, damit jemand nicht einen Ein-Euro-Job annehmen muss. Diese Form der Sklaverei wird von uns nicht unterstützt und wir werden jeden erdenklichen Tipp, Rat und Hilfe geben, um diese abzuwenden. Auch wenn dir das nicht passt. Dann kannst Du ja wo anders lesen.
Zu Punkt 4: Arbeitsmittel müssen zur Verfügung gestellt werden, da hat er Recht.

Zu Punkt 1: Mehraufwands-Entschädigung wird dem Begriff gemäß für Mehraufwand gezahlt. Eine Winterjacke ist Mehraufwand, wenn der Betreffende sie für nötig erachtet.
(Anders wäre es bei Arbeitsschutz-Bekleidung, aber darunter fällt eine Winterbekleidung nicht.)

---
@Mf4
Deine Argumentation entspricht nicht der Realität:
Ein persönlicher Ansprechpartner auf der Arge ist kein Partner des ALGII-Empfängers.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#23
@ Geli,
Zeigen wir hier Toleranz! Wenn wir schon darauf antworten wollen, dann bitte so, als wenn wir dem Betreffenden sanft und beruhigend über das Köpfchen tätscheln und ihm dabei beruhigend mitteilen, dass er ja gleich wieder ins Heim darf.
Klar, bei gewissen Leuten habe ich unheimlich viel Toleranz. Hat Robinson nicht mal geschrieben, dass er Mitarbeiter in einer ARGE ist? Aber auch da gilt meine Toleranz.:icon_lol:
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#24
Ich kenne aber auch Fälle, wo ALGII-Empfänger von sich aus nach einem MAE-Job nachgefragt haben. Nicht aus finanziellen Gründen, die können da gar keine Rolle spielen, sondern um das Leben irgendwie sinnvoll zu erfüllen. Die empfinden das subjektiv nicht als Sklaverei sondern als nützliche Tätigkeit.

U.a. deshalb finde ich es auch nicht richtig, wenn hier nur Beratung einseitig und ausschließlich in dem Sinne erteilt wird, wie einem potentiell von Arbeit Betroffenen Wege aufgezeigt werden, dieser aus dem Wege zu gehen.

Was nun die "angesoffenen Alkis" betrifft, versteh ich nicht, dass da - schon wg. Arbeitsschutz usw. - niemand was einzuwenden zu haben scheint. Deshalb bin ich darauf nicht eingegangen, da dies im Job doch nicht der Dauerzustand sein kann. Wer kommt denn dafür auf, wenn sie z.B. dann Schaden an Arbeitsmitteln verursachen?
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#25
Ich denke gegen die EEJ ist nicht generell was zu sagen wenn sie denn nun wirklich dazu angewendet werden würden wozu sie gedacht waren, nämlich dazu ausgewählte Menschen die lange nicht gearbeitet haben, bzw die aus welchen Gründen auch immer auf dem ersten Arbietsmarkt so im Moment nicht vermittelbar sind einen Widereinstieg in ein Arbeitsleben zu ermöglichen.

Und nicht dazu wie es heutzutage gehandhabt wird, als Zwangsmassnahme, Abzocke und zur Statistikbereinigung...

Mit ist der EEJ jedenfalls erheblich lieber als ein Job in so einer "Reintegrationsfirma" auf dem zweiten Arbeitsmarkt wo man von bekloppten Sozialpädagogen "betreut" und von abgestürzten und debilen Mitarbeitern zu tode genervt werde..
 

Lothenon

Elo-User/in

Mitglied seit
26 Mai 2006
Beiträge
317
Gefällt mir
1
#26
Abmahnung

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer,
hiermit mahne ich Sie ab.
Sorgen Sie künftig für wetterangepasster Kleidung für Ihre Mitarbeiter. Außerdem fordere ich von Ihnen hygienisch einwandfreie sanitäre Einrichtungen. Zudem erwarte ich zukünftig von Ihnen, dass Sie den Genuss von Alkohol während der Arbeitszeit unterbinden.
Auch wenn ein Ein-Euro-Job kein Arbeitsverhältnis darstellt, so haben Sie dennoch ein gewisses maß an Fürsorgepflicht.
Sollten Sie meiner Forderung nicht innerhalb 2 Tage nachkommen, so werde ich das Ordnungsamt/Gesundheitsamt, meine ARGE, Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit und den Seuchenschutz über die Zustände in Ihrem Unternehmen informieren. Auch eventuelle Kunden erhalten die nötigen Informationen, da ich nicht will dass sie sich mit gefährlichen Keimen anstecken.
Wie Sie zu Hause leben ist mir gänzlich egal. Aber Ihre Mitarbeiter haben ein Recht auf „Nichtgefährdung“ durch Ihr Unternehmen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen nicht mehr die Hand zum Gruße reiche.

In der Hoffnung, dass Sie in Ihrem Unternehmen endlich Sauberkeit einkehrt, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen.



PS: Zu Ihrer Information: das Reinigen der sanitären Einrichtung ist nicht zusätzlich, könnte aber bei dem saustall schon im öffentlichem Interesse sein. Jedoch nicht als Ausübung für einen Ein-Euro-Jobber geeignet.
Besser: Anstelle von "Sollten Sie meiner Forderung nicht innerhalb 2 Tage nachkommen, so werde ich das Ordnungsamt/Gesundheitsamt, meine ARGE, Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit und den Seuchenschutz über die Zustände in Ihrem Unternehmen informieren. Auch eventuelle Kunden erhalten die nötigen Informationen, da ich nicht will dass sie sich mit gefährlichen Keimen anstecken.
Wie Sie zu Hause leben ist mir gänzlich egal. Aber Ihre Mitarbeiter haben ein Recht auf „Nichtgefährdung“ durch Ihr Unternehmen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich Ihnen nicht mehr die Hand zum Gruße reiche."

Besser: Ihre Antwort erwarte ich bis spätestens zum xx.xx.xxxx. Sollte bis dahin nichts kommen, werde ich mir rechtliche Schritte vorbehalten.

Ansonsten könnte das als Drohung aufgefasst werden.

Auch der "saustall" sollte durch anderes ersetzt werden.
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#27
Ich denke gegen die Ein-Euro-Job ist nicht generell was zu sagen wenn sie denn nun wirklich dazu angewendet werden würden wozu sie gedacht waren, nämlich dazu ausgewählte Menschen die lange nicht gearbeitet haben, bzw die aus welchen Gründen auch immer auf dem ersten Arbietsmarkt so im Moment nicht vermittelbar sind einen Widereinstieg in ein Arbeitsleben zu ermöglichen.
Dazu werden sie aber nicht angewendet (siehe #17) und ich bezweifle, dass sie tatsächlich wirklich mal so gedacht waren.

Der ursprüngliche Sinn bestand und besteht hauptsächlich darin, reguläre Arbeitskräfte durch billige Arbeitskräfte zu ersetzen - auch wenn sich kein Politiker, Beamter oder Arbeitgeber das zu sagen erlaubt - und nicht etwa darin, dass der Arbeitslose "etwas lernt" oder "etwas dazuverdient" (wovon denn? Nach Abzug der Fahrkosten und anderer Posten ist die MAE verbraucht.)

Die MAE ist kein Taschengeld und kein Nebeneinkommen, wie immer wieder seltsamerweise angenommen und als solches zuweilen auch juristisch eingefordert wird, indem vom Arbeitgeber mehrmals Posten eingeklagt werden, die mit der MAE schon abgegolten sind, z.B. Fahrgeld.
MAE ist der Ausgleich für den so entstandenen Aufwand.

Die erbrachte Arbeitsleistung wird dagegen - zumindest formell - nicht gesondert bezahlt. Deshalb finde ich auch Stundensätze für MAE als ihrer Definition widersprechend: Wenn der MAE-Jobber am Arbeitsplatz angekommen ist, entsteht i.d.R. nicht kontinuierlich ein Mehraufwand von 1,50€/h.

Sie sollte besser genau in der Höhe des belegbaren Mehraufwandes gezahlt werden, also z.B. gegen Vorlage einer Monatskarte für die Verkehrsmittel.
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#28
Du verstehst es nicht. Wir lehnen diese Form der Beschäftigung ab. Dafür gebt es ehrenamtliche Betätigung, die man sich dann aber selbst aussuchen kann. Wir lehnen es ab, dass irgendwelche Träger auf Kosten der Erwerbslosen und der vielen Steuerzahler sich ein goldenes "Näschen" verdienen. Und leider geben uns die Erfahrungen recht, es ist inzwischen schon eine richtige "Beschäftigungsträgermafia" geworden. Also akzeptiere hier bitte unsere Haltung und das es bei uns alle Formen der Hilfe gibt, um diese form der Beschäftigung nicht machen zu müssen. Wir sind auch sofort dabei, wenn es darum geht einen Träger für immer so ein Geschäft zu verderben und auch hier geben uns unsere Erfolge recht. Da haben schon einige aufgeben müssen . bzw. die Staatsanwaltschaft ermittelte und es waren Rückforderungen fällig. So jetzt weißt Du, wo Du bei dran bist.
Ich kenne aber auch Fälle, wo ALGII-Empfänger von sich aus nach einem MAE-Job nachgefragt haben. Nicht aus finanziellen Gründen, die können da gar keine Rolle spielen, sondern um das Leben irgendwie sinnvoll zu erfüllen. Die empfinden das subjektiv nicht als Sklaverei sondern als nützliche Tätigkeit.

U.a. deshalb finde ich es auch nicht richtig, wenn hier nur Beratung einseitig und ausschließlich in dem Sinne erteilt wird, wie einem potentiell von Arbeit Betroffenen Wege aufgezeigt werden, dieser aus dem Wege zu gehen.

Was nun die "angesoffenen Alkis" betrifft, versteh ich nicht, dass da - schon wg. Arbeitsschutz usw. - niemand was einzuwenden zu haben scheint. Deshalb bin ich darauf nicht eingegangen, da dies im Job doch nicht der Dauerzustand sein kann. Wer kommt denn dafür auf, wenn sie z.B. dann Schaden an Arbeitsmitteln verursachen?
 

Atlantis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.620
Gefällt mir
127
#29
Klar, bei gewissen Leuten habe ich unheimlich viel Toleranz. Hat Robinson nicht mal geschrieben, dass er Mitarbeiter in einer ARGE ist? Aber auch da gilt meine Toleranz.:icon_lol:
Wenn wir uns wir mal einen netten Abend machen und die Kosten für eine Komiker-Veranstaltung sparen möchten: ganz einfach zeigen wir Toleranz
bei dem Inselbewohner aus der ARGE.
Kann es sein, das er erschöpfend erklärt, wie man korrekt rechtwinklige Knickkanten in die Sofakissen schlägt. Überlesen wir das einfach!

Wir Wissen was Sie kassieren diese Ausbeuter der 1 € Jobs und am meisten Bereichern Sich die Landkreise, Kommunen,Städte, Eingeteilt und Abgesegnet in Kungelei mit der ARGE so werden Steuergelder Verbrannt, damit ihre Kämmerer nicht selbst ein Fall für die Sozialhilfe werden und im Wohnzimmer einen Hering an der Decke hängen müssen, an dem Sie einmal pro Woche lutschen müssen.
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#30
Doch, ich verstehe die Argumentation. Ich sehe auch, dass da ein gewisses Maß an Ausbeutung seitens der Stadt eine Rolle spielt- immerhin werden reguläre Arbeitsplätze ersetzt, auch wenn es keiner wahrhaben will.
Natürlich ist es dann aus dieser Perspektive ein kleiner Erfolg, einem Träger die Sache madig zu machen. Aber es ändert die Situation nicht grundsätzlich - aber genau das scheint die hier herrschende Idee zu sein.

Wenn ich Herrn Behrsings Argumentation konsequent weiterführe, müsste man entweder die gesamte Arbeitsmarktreform vollständig zurücknehmen und HartzIV durch irgendwelche anderen Sozialleistungen, an die keine Bedingungen geknüpft sind, ersetzen ("Bürgergeld" oder sowas in der Art).
Aber dann entstehen immer noch keine Arbeitsplätze. Wer soll das denn finanzieren?
Das teuere Arbeitsplätze im Gewinnsinne durch billigere ersetzt werden, haben schon andere Denker im 19.Jh. herausgefunden und dicke Bücher in 4 Teilen darüber geschrieben.
Die letzte Konsequenz wäre, es vielleicht doch mal mit einer sozialistischen Gesellschaftsordnung zu versuchen, aber das will nun ganz bestimmt erst Recht keiner hören oder lesen. Aber genau in diese Richtung weisen eure Argumente.
Ich persönlich könnte mich auch mit einer sozialistischen Gesellschaftsordnung (wieder) anfreunden, schon weil Arbeitslosigkeit da keine Rolle spielte. Auch ich kann heute nicht die Zukunft der nächsten 20 Jahre planen, (denn ich heiße zufällig auch nicht Ackermann oder Piech.)
früher war das anders und sicherer.
 
E

ExitUser

Gast
#31
Ich habe auch nicht immer "Lust" auf den Job, aber das ist kein Kriterium und kein Grund, die Arbeit zu verweigern.

Punkt 1:
Für die Anschaffung der Winterbekleidung wird dir die MAE gezahlt.
Falsch. Arbeitskleidung ist Sache des Arbeitgebers. Du überspannst Dein "Ermessen" im Bezug auf die MAE

Auch jemand, der richtig arbeitet, kann sich seine Kollegen nicht aussuchen.
Kann man unrichtig arbeiten? Wenn er "nicht richtig" arbeitet, welchen Sinn hat dann der 1€-Job? Falsches Arbeiten lernen?

Punkt 3: Arbeite ohne Fehler, dann hat sich das Problem erledigt.
Selbst Maschinen arbeiten nicht fehlerfrei. So what?
Warum geiferst Du hier so herum. Schlechtes Gewissen oder schlicht unfähig?

Was soll das Affentheater?
das musst Du Dich fragen. Du gibst hier ganz trefflich den Affen. Obwohl, Affen sind lernfähig. :icon_lol:

Bist Du heute beim "etwas früher" nach hause gehen, über einen der Kollegen gestolpert, die "etwas später" ins Büro kommen, oder was ist sonst der Grund für dein ungerechtfertigtes Gekeife?

Gruß, Anselm
 

toony

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
9 Dez 2007
Beiträge
30
Gefällt mir
1
#32
Eine Toilettenanlage auf dem Niveau eines 5-Sterne-Hotels wird man im Wald nicht bauen. Ist der Wald nicht groß genug? Was soll das Affentheater?
Also ist es in Ordnung, wenn jemand mit einer Klobürste erst das Klo putzt und danach Waschbecken und Fensterbänke?

Ich wollte ja nicht unbedingt genau erzählen, was da vor sich geht, aber wenn jemand so eine Antwort schreibt, bleibt mir ja nix anderes übrig!
 

alfred7

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Dez 2007
Beiträge
47
Gefällt mir
0
#33
Ich kenne aber auch Fälle, wo ALGII-Empfänger von sich aus nach einem MAE-Job nachgefragt haben. Nicht aus finanziellen Gründen, die können da gar keine Rolle spielen, sondern um das Leben irgendwie sinnvoll zu erfüllen. Die empfinden das subjektiv nicht als Sklaverei sondern als nützliche Tätigkeit.

U.a. deshalb finde ich es auch nicht richtig, wenn hier nur Beratung einseitig und ausschließlich in dem Sinne erteilt wird, wie einem potentiell von Arbeit Betroffenen Wege aufgezeigt werden, dieser aus dem Wege zu gehen.
Wie wäre es denn mit einem großen staatlichen/kommunalen Beschäftigungsprogramm? Kein privater Unternehmer sollte sich dabei eine goldene Nase verdienen.

Jeder bisherige ALGII Bezieher geht einem normalen 8 Stunden Arbeitstag/40 h Woche nach. Und verdient soviel wie ein Friseur oder ein Briefzusteller. Also das was er jetzt etwa auch als ALGII Bezieher bekommt plus Delta für Krankenversicherung und berufsbedingte Aufwendungen. Also ein allgemeines Bürgergeld, das allerdings mit Arbeitsleistung erworben wird.

Vorbei das unwürdige ALGII Gewirtschafte mit Residenzpflicht, Eingliederungsvereinbarung etc.
Und auch Robinson könnte wieder was Interessanteres machen.
 

Robinson

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Aug 2006
Beiträge
196
Gefällt mir
2
#34
Jeder bisherige ALGII Bezieher geht einem normalen 8 Stunden Arbeitstag nach. Und verdient soviel wie ein Friseur oder ein Briefzusteller. Also das was er jetzt etwa auch als ALGII Bezieher bekommt. Also ein allgemeines Bürgergeld, das allerdings mit Arbeitsleistung erworben wird.

Keine schlechte Idee - nur würden einige dies sogleich wieder als "Zwangsarbeit" bezeichnen und mit dem Grundgesetz argumentieren.
 

Grobi

Elo-User/in

Mitglied seit
9 Jun 2006
Beiträge
346
Gefällt mir
1
#35
Ich hab mich mal mit dem sinnvolleren Teil beschäftigt und mir erlaubt, das Schreiben zu modifizieren, als Vorschlag.


Abmahnung

Sehr geehrter Herr Geschäftsführer,
hiermit mahne ich Sie ab.

1. Sorgen Sie künftig für wetterangepasstere Kleidung für Ihre Mitarbeiter.
2. Ich muss Sie auffordern, hygienisch einwandfreie sanitäre Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Der jetzige Zustand ist medizinisch bedenklich.
3. Zudem erwarte ich ebenso wie der Gesetzgeber von Ihnen, dass Sie den Genuss von Alkohol während der Arbeitszeit unterbinden. Auch wenn ein Ein-Euro-Job kein Arbeitsverhältnis darstellt, so haben Sie dennoch ein gewisses maß an Fürsorgepflicht. Die Gefährdung, die durch Teilnehmer entsteht die unter Alkoholeinfluss mit Werkzeugen hantieren stellt eine akute Bedrohung dar, auf die Sie unverzüglich reagieren müssen.

Für die Bearbeitung und Beantwortung dieser Abmahnung setze ich eine Frist von 3 Werktagen, da die benannten Mängel doch gravierend sind. Rechtliche Schritte bei Nichtbeachtung behalte ich mir vor.

mit freundlichen Grüßen.


Ende im Gelände. Alles, was irgendwie beleidigen könnte und alles was als bedrohung aufgefasst werden kann MUSS raus, schlägt sonst zurück und ist vor Gericht nachteilig für Dich.

Ein "Dankeschön" der Betriebsleitung ist in jedem Falle zu erwarten, rechne mit viel Ärger, von der 30% Sanktion über Bedrohung bis Mobbing. Ertrage das nicht zu lange, lass Dich eher krankschreiben, wenn das passiert.

Rechne damit, das Du den Alkoholkonsum anderer nachweisen/belegen musst. Denke daran, das dieser Vorwurf schon sehr massiv ist. Ohne Beweise / glaubwürdige Zeugen gibt das einen Rückschläger. Besser: In der Pause das Amt für Arbeitsschutz oder gleich die Zollgruppe Schwarzarbeit anrufen und die vorbeikommen lassen, das geht auch anonym. Wenn die entsprechende Proben nehmen ist das ganze eindeutig. Aus diesem Problem heraus sollte man überlegen, ob dieser Punkt nicht besser gleich weggelassen wird, wenn da keine eindeutige Beweislage existiert.

Was die Arbeitskleidung angeht: Beschreibe doch mal präzise, welche Arbeiten anfallen, vielleicht besteht ja ein Anspruch auf Arbeitskleidung - das kann man aber nicht durch amokmässiges diskutierraten herausfinden sondern nur durch Information und Recherche.

Über den Rest vom Thread braucht man nicht diskutieren.
 

Atlantis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.620
Gefällt mir
127
#36
Wie wäre es denn mit einem großen staatlichen/kommunalen Beschäftigungsprogramm? Kein privater Unternehmer sollte sich dabei eine goldene Nase verdienen.

Jeder bisherige ALGII Bezieher geht einem normalen 8 Stunden Arbeitstag/40 h Woche nach. Und verdient soviel wie ein Friseur oder ein Briefzusteller. Also das was er jetzt etwa auch als ALGII Bezieher bekommt plus Delta für Krankenversicherung und berufsbedingte Aufwendungen. Also ein allgemeines Bürgergeld, das allerdings mit Arbeitsleistung erworben wird.

Vorbei das unwürdige ALGII Gewirtschafte mit Residenzpflicht, Eingliederungsvereinbarung etc.
Und auch Robinson könnte wieder was Interessanteres machen.
Als erste würde ich alfred7 den Schlaumeier, und sein freund Robinson im Staatlichen Beschäftigungsprogramm eingliedern, sie bekommen den Fürstlichen Lohn eines Friseurs.
 

alfred7

Elo-User/in

Mitglied seit
6 Dez 2007
Beiträge
47
Gefällt mir
0
#37
Als erste würde ich alfred7 den Schlaumeier, und sein freund Robinson im Staatlichen Beschäftigungsprogramm eingliedern, sie bekommen den Fürstlichen Lohn eines Friseurs.
Meine Idee orientierte auf eine grundsätzliche Abschaffung des Hartz IV Programms und die Etablierung eines Öffentlichen Beschäftigungssektors für die Menschen, die am normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.

Ich finde die gesellschaftlichen Kosten des Hartz IV Programms sind riesig, es werden Legionen von Richtern und Anwälten beschäftigt, es werden große Personalbestände in Arbeitsämtern benötigt, ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung beschäftigt sich mit der Erzeugung von Blindleistung, um mal einen Begriff aus der Physik zu verwenden.

Das ganze Hartz IV Regelwerk ist volkswirtschaftlich betrachtet Blindleistung, die Aufwendungen hierfür bringen Deutschland im Kampf um konkurrenzfähige Produkte nicht nur keine Vorteile, sie verteuern die Produkte bedingt durch die internen Reibungsverluste und überflüssige interne Aufwendungen.

Natürlich kann sich der Lohn im Öffentlichen Beschäftigungssektor nur an der unteren Grenze dessen bewegen, was im normalen Arbeitsmarkt gezahlt wird. Dies ist keine bösartige Willkür sondern eine Notwendigkeit.

Vorteilhaft wäre daß der administrative spezifische Zwang von Hartz IV wegfällt, kein 1 € Job, keine Eingliederungsvereinbarung, keine Überprüfung der Bedürftigkeit.

Wie wäre denn deine Vorstellung?
 
E

ExitUser

Gast
#38
Meine Idee orientierte auf eine grundsätzliche Abschaffung des Hartz IV Programms und die Etablierung eines Öffentlichen Beschäftigungssektors für die Menschen, die am normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.
Das wäre ja eine Art "Paradies". Da es aber den kommerziell orientierten Eliten in Politik und Wirtschaft nicht passen kann bleibt dies ein Wunschtraum.
Mit HartzIV haben diese "Führer" doch genau das initiiert und bauen es noch aus, was der Kommerz begehrt. ein Reservoir an mit staatlicher Allmacht erpressbarer "Manpower" für Arbeiten die sie nicht bezahlen wollen.

Ich finde die gesellschaftlichen Kosten des Hartz IV Programms sind riesig, es werden Legionen von Richtern und Anwälten beschäftigt, es werden große Personalbestände in Arbeitsämtern benötigt, ein großer Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung beschäftigt sich mit der Erzeugung von Blindleistung, um mal einen Begriff aus der Physik zu verwenden.
Stimmt genau, es geht jedoch bei HartzIV nicht wirklich ums sparen (siehe z.B. 1€-Jobs) , es geht darum wie zuvor beschrieben agieren zu können und zusätzlich auch noch eine Knute für "normale" Erwerbstätige zu haben. "Siehe wenn Du nicht spurst, => da wartet HartzIV."

HartzIV == Damoklesschwert für gewollte Armut und Entrechtung, unter nur mittels juristischer Spitzfindigkeiten haltbarer Anwendung des staatlichen Machtmonopols.

...
Natürlich kann sich der Lohn im Öffentlichen Beschäftigungssektor nur an der unteren Grenze dessen bewegen, was im normalen Arbeitsmarkt gezahlt wird. Dies ist keine bösartige Willkür sondern eine Notwendigkeit.
Das kann jeder verstehen, solange das kein Instrument für Konzerne und Zeitarbeitsfirmen (moderne Menschenhändler) wird das Lohnniveau immer weiter dahingehend abzusenken und man in diesem Bereich die gleichen Rechte hat wie jeder andere Erwerbstätige auch. rund € 1000.- Netto/Monat (mit branchentypischer Anpassung wachsend) sollten jedoch ein Minimum darstellen.

Vorteilhaft wäre daß der administrative spezifische Zwang von Hartz IV wegfällt, kein 1 € Job, keine Eingliederungsvereinbarung, keine Überprüfung der Bedürftigkeit. ...
Letztere ergibt sich automatisch nach ALG1 oder Erwerbslosigkeit überhaupt.
Doch das wird ein Wunschtraum bleiben, weil damit die staatlich garantierte und umgesetzte Erpressbarkeit der Erwerbstätigen entfiele und unsere Regierung(en) zu passend geschminkten Kommerz-Zentralen verkommen ist/sind.

Gruß, Anselm
 

Atlantis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.620
Gefällt mir
127
#39
Anselm Querolant;190266
HartzIV == Damoklesschwert für gewollte Armut und Entrechtung, unter nur mittels juristischer Spitzfindigkeiten haltbarer Anwendung des staatlichen Machtmonopols.

Letztere ergibt sich automatisch nach ALG1 oder Erwerbslosigkeit überhaupt.
Doch das wird ein Wunschtraum bleiben, weil damit die staatlich garantierte und umgesetzte Erpressbarkeit der Erwerbstätigen entfiele und unsere Regierung(en) zu passend geschminkten Kommerz-Zentralen verkommen ist/sind.
Gruß, Anselm

So weit ist Deutschland schon in den ARGEN und Optionskomunen.
Ein ganzes Gewebe heilloser Willkür,frecher Nichtachtung der Gesetze (und)
persönlicher Animosität , besondere Schieflage beim Vordern und fördern
im 1 Euro Job.

Der 1 Euro Job Gehört auf dem Misthaufen der Geschichte.


Unter den Augen der Politischen Justiz mit forcierte Anpassung der Richter.
Wo sind den die Richter die uns vor so ein Schreiendes Unrecht Schützen,
wurde dem Richter Berlit auch schon der Mund Verboten oder ist er zum Duckmäuser Mutiert nachdem er sagte das Harzt 4 nicht dem Grundgesetz Entspricht seine Worte: Hartz -Reform verfassungswidrig "Arbeitszwang mit dem Grundgesetz nicht vereinbar"
Wo sind den all die Mahner von damals?


Hier nochmal zu Erinnerung.


Bundesrichter nennt Hartz-Reform verfassungswidrig „Arbeitszwang mit Grundgesetz nicht vereinbar"
Berlin. Gegen die Reformpläne bei der Arbeitslosen- und Sozialhilfe regt sich weiter Widerstand. Uwe Berlit, Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen, hat in einem Papier verfassungsrechtliche Bedenken sowohl gegen den Entwurf von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) als auch gegen das hessische Modell von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) angemeldet. Laut Berlit besteht in beiden Gesetzesvorlagen eine „Asymmetrie zwischen Fordern und Fördern" zu Lasten der Hilfeempfänger. Bei der vorgesehenen Vermittlung in eine Tätigkeit bestehe ein zu hohes Maß an Zwang, das mit dem Grundgesetzgebot der Vertragsfreiheit (Artikel 2) und dem Verbot der Zwangsarbeit (Artikel 12) kollidiere


Berlit kritisiert die im Regierungsentwurf vorgesehene Eingliederungsvereinbarung, die Hilfeempfänger mit der Arbeitsverwaltung abschließen müssen, wollen sie eine Leistungskürzung vermeiden. Damit entstehe ein „Zwang zur rechtsgeschäftlichen Selbstunterwerfung", der gegen das Gebot der Vertragsfreiheit verstoße. Für Berlit ist der Hilfeempfänger zu sehr davon abhängig, wie fähig sein „Fallmanager" in der Arbeitsverwaltung tatsächlich ist. Nach dem Gesetzentwurf seien auch „objektiv willkürliche, fachlich sinnwidrige" Eingliederungsangebote möglich oder solche Arbeiten, die Eigenplanungen der Hilfeempfänger „konterkarieren". Die Betroffenen hätten „keinen wirksamen Schutz" vor „unqualifizierten, überforderten oder gar böswilligen Fallmanagem". Berlit bemängelt auch die Sanktionsregelungen bei unzureichender Arbeitsbereitschaft oder Mitwirkung der Hilfeempfänger. Vor allem für Jugendliche sind diese nach Ansicht des Bundesrichters zu strikt. Albert Funk
 

sirhenry

Elo-User/in

Mitglied seit
13 Dez 2007
Beiträge
21
Gefällt mir
0
#40
Meine Idee orientierte auf eine grundsätzliche Abschaffung des Hartz IV Programms und die Etablierung eines Öffentlichen Beschäftigungssektors für die Menschen, die am normalen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden.
Das wird nicht funktionieren.

Der Kommunale Arbeitgeber wird dann die Rolle des Arbeitsamtes einnehmen und viele der speziellen Klientel werden finden daß sie auch da ausgebeutet werden. D.h. der Kommunale Arbeitgeber wird sich Regelwerke einfallen lassen müssen die den jetzigen ähnlich sind.

Außerdem wird man mit einem großen öffentlichen Nebenarbeitsmarkt die Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor gefährden da erstens Arbeitsplätze dort verdrängt würden und zweitens für viele in diesem Bereich die Variante des öffentlichen subventionierten Arbeitsplatzes als angenehmer empfinden und dorthin wechseln.

Untem Strich könnten mehr Transferleistungen anfallen als das jetzt der Fall ist, d.h. es wäre nicht kostenneutral und dann stellt sich neben den geschilderten Problemen die Frage wer das bezahlen soll.
 

Lara22

Elo-User/in

Mitglied seit
7 Jan 2008
Beiträge
1
Gefällt mir
0
#41
Ein Euro Job

Hallo,

seit dezember 2007 mache ich in einer beratungsstelle einen ein euro job. ich bin dort für die kleiderkammer zuständig, d.h., ich muss altkleider aussortieren und bedürftigen ausgeben. am anfang bin ich mit viel freude und engagement dorthin gegangen, obwohl ich von anfang an das gefühl hatte, ausgenutzt zu werden. ich habe innerhalb von 2 wochen einen raum von ca. 16 qm mit blauen säcken ausortierter kleidungen gefüllt, die nicht brauchbar sind. natürlich sind auch sehr schmutzige sachen dabei, was mir aber nichts ausmacht. aber irgendwie habe ich das gefühl, mädchen für alles zu sein. ich muss sachen machen, die die anderen mitarbeiterinnen nicht machen wollen. das heisst, nach dem frühstück das geschirr wegräumen, tische abwischen, mit dem auto zu klienten fahren, altkleider abholen, zur bank gehen, zur post, keller aufräumen usw. durch die schmutzige kleidung habe ich mir sogar eine augenentzündung geholt, die immer noch mit cortison behandelt wird. ich arbeite von morgens 8.30 uhr bis 14.30 uhr und bekomme die stunde 1,02 euro. meine fahrkarte bezahlt mir die einrichtung. ist dieser job gerechtfertigt? oder sehen sie das auch als "ausnutzung"? ich komme jeden tag nach hause und bin körperlich kaputt. die arge erwartet von mir ausserdem, das ich mich weiterbewerbe, was ich aber leider nicht schaffe. von anfang an wurde mir sogar gesagt, das ich keine chance auf festeinstellung habe!
 

Atlantis

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.620
Gefällt mir
127
#42
sollte die kleidung von einem sammeldienst kommen
dann pass bitte auf ,die kleidung wird gegen ungeziefer und
schimmelsporen behandelt mit hochgiftigen chemikalien,
das ist es was deine augenentzündung ausgelöst haben kann.
ist das der fall kannst du sie anzeigen wegen körperverletzung zumal der 16 quatratmeter raum für solche cemische behandelte bekleidung mit ausgasung nicht den arbeitsrichtlienen entspricht,in solch ein raum darf mann dann nicht mehr arbeiten.
zumal sie dich nicht aufgeklärt haben mit was du da arbeitest.
forsch mal diskret nach von woher die kleidung kommt.
nach dem spenden und sammeln wird sie meist grob chemisch
vorbehandelt und dann an den kleiderkammern weitergegeben,
und was nicht an die kleiderkammer abgegeben wird geht nach
afrika.
besonders gefärlich wird es für astmatiker mit solchen sachen
in berührung zu kommen.
solche gebrauchten sachen sollten immer zu hause erst gewaschen werden.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten