1 € Jobwillkür

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Ausgebeuteter

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Hallo,

ich habe folgendes Problem.

Ich hatte bis zum 28.02.10 13 Monate einen € 1,50 Job(20 Std wöchentlich) bei einer öffentlichen Verwaltung gemacht.

Offiziel als Hausmeisterhelfer, die meiste Zeit habe ich aber damit verbracht Akten zu schreddern.

Anscheinend haben die extra für die 1 € Jober Jahrelang Akten gesammelt und nie einen Finger krum gemacht.:icon_kotz:

Ich war dann froh als die Maßnahme zu Ende ging. Sie haben sich für meine tüchtige Mithilfe bedankt und mir leider mitgeteilt das eine Übernahme nicht möglich sei. Warum denn auch wenn bald der nächste 1 € Sklave ran darf.:icon_sleep:

Am 15.02 war ich bei meinem Fallmanager und habe meine Bewerbungen vorgelegt und er war soweit damit zufrieden.

Neue Eingliederungvereinbarung unterschrieben, 5 Bewerbungen monatlich und sonst nix.

War eigentlich im Glauben das ich nun etwas Zeit hätte mich intensiver um meinen Bewerbungen zu kümmern, zu mal ich ein gutes Zeugnis vom meinem 1 € Job bekommen hatte und ich die Hoffnung habe/hatte das das sich vielleicht positiv auswirken könnte.

Ist das eigentlich normal das man selbst beim 1 € Job alle 2-3 Monate bei der ARGE antanzen muss?

Nun habe ich heute per Post einen neuen Vorschlag zu einem 1 € Job bekommen.

Ist datiert vom 1.03.10

Sehr geehrter Herr xxx,

im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäfftigung schlage ich Ihnen folgende zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Arbeit vor.

Bezeichnung der Tätigkeit: Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe

Beschreibung/Anforderungen: Es werden 2 Tätigkeiten angeboten:

1. Hausmeistertätigkeiten, kleinere Reparaturen,Pflege der Aussenanlage etc.

2. Tätigkeiten in Küche und Hauswirtschaft

Mehraufwandsentschädigung: 1,50 € je Stunde
Zeitlicher Umfang: 30 Std. wöchentlich
Lage und Verteilung: Teilzeit - flexibel
Dauer der Tätigkeit: 08.03.10-07.08.10
Träger der Maßnahme: Jugendförderungswerk ev bla bla

Bitte setzen Sie sich umgehend mit dem Träger der Maßnahme in Verbindung. Wenden Sie sich bei oben gennanten Träger bitte an: Hr. ZZZ

Bitte teilen Sie mir umgehend das Ergebnis des Gesprächs schriftlich,telefonisch oder persönlich mit.

Irgendwie komme ich mir ziemlich verarscht vor. Habe mir in dem Jahr den ***** aufgerissen in der Hoffnung übernommen zu werden und nun kommt zum Dank das.

Wie oft kann man nacheinander einen 1 € Job machen?:icon_kinn:

Ach ja bin gelernter Bürokaufmann und würde auch gerne in meinen Beruf bleiben und mich nicht immer für so einen Mist ausnutzen lassen.

Sorry für den langen Text aber im Moment bin in ich ziemlich geladen.:icon_dampf:
 

theachy

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Zeitlicher Umfang: 30 Std. wöchentlich

Für meine Auffassung ist das schon eine halbe bis dreiviertel Stelle und kein 1 Euro Job.

1. Hausmeistertätigkeiten, kleinere Reparaturen,Pflege der Aussenanlage etc.

2. Tätigkeiten in Küche und Hauswirtschaft

Für beides gibt es verschiedene Berufe, die man mit eben diesem Personal, bei gleicher Zeit, ordentlich einstellen könnte.

- Hausmeister
- Gärtner
- Hauswirtschafter

Ach ja bin gelernter Bürokaufmann...

Gegenvorschlag für die berufliche Qualifizierung machen. Je nachdem wieviel Berufserfahrung du hast, z.B.

- Ausbilderschein IHK
- Bürofachwirt IHK
- Personalfachkaufmann
- andere fachkaufmännische Richtungen

Damit du bessere Chancen hast, dich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Da es nicht in der EGV steht, können sie dich auch nicht sanktionieren wenn du diesen 1 Euro Job ablehnst.
 

physicus

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wie wäre es, wenn du einfach mal aufhörst, eine EGV nach der anderen zu unterschreiben?

du bist ein williges pferd, musst dich also nicht wundern wenn man dir einen drecksjob nach dem anderen überhilft.

diese jobs verstossen zu 90 % gegen die zusätzlichkeit bzw. gemeinnützigkeit, aber genau das ist PFLICHT für diese maßnahmen!


Bezeichnung der Tätigkeit: Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe

Beschreibung/Anforderungen: Es werden 2 Tätigkeiten angeboten:

1. Hausmeistertätigkeiten, kleinere Reparaturen,Pflege der Aussenanlage etc.

2. Tätigkeiten in Küche und Hauswirtschaft

diese beiden mistmaßnahmen sind wieder nicht zusätzlich, ein job wird nämlich nicht zusätzlich, nur weil dein SB das oben drauf schreibt, sondern die maßgabe der zusätzlichkeit begründet sich aus dem gesetz und da steht eben dieses:

»Arbeitsgelegenheiten müssen zusätzlich sein und im öffentlichen Interesse liegen«
§ 16 Abs. 3 S. 2 SGB II

[FONT=&quot][/FONT] [FONT=&quot]Zusätzlichkeit ist so zu definieren, dass die Arbeit nicht zu den originären oder satzungsgemäßen Aufgaben der Einsatzstelle gehört, und dass damit keine Gewinnerzielungsinteressen verbunden sein dürfen.[/FONT]



[FONT=&quot][/FONT]
ein weiterer ablehnungsgrud liegt hier:

Bezeichnung der Tätigkeit: Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe

man überlässt dem maßnahmeträger deinen einsatz zu bestimmen, das ist falsch, denn das obligt der ARGE nicht diesen sklaventreibern.

das heist im klartext, hier verstößt dein SB gegen geltendes recht, denn maßnahmen müssen genau bestimmt sein, bei fehlender angabe, WAS du dort genau zu tun hast, ist diese maßnahme rechtswidrig.

mfg physicus
 

Ausgebeuteter

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Hallo ihr 2.

Erst mal danke für die schnellen Antworten.:icon_daumen:

Ja, das mit den EGV stimmt. War ein Fehler,dachte aber wenn ich mich kooperativ verhalte das ich mehr "Freiheiten" hätte.:icon_neutral:

Wollte den ersten 1 € Job eigentlich auch nicht unbedingt machen, habe mich aber wohl zu sehr unter Druck setzen lassen um mögliche Sanktionen zu umgehen.

Zu der Geschichte mit den Weiterbildungsmöglichkeiten. Das hatte ich auch vor, dachte aber eigentlich das man mir erst mal 1-2 Monate Zeit gäbe mein positives Arbeitszeugnis in meine Bewerbungen einfließen zu lassen.
Falls ich danach noch keinen Erfolg gehabt hätte, wäre ich gerne bereit gewesen eine für mich "geeignte" Weiterbildungsmaßnahme zu machen.

Wie formuliere ich das ganze jetzt plausibel und im korrekten "Beamtendeutsch", das ich nächste Woche nicht wieder so ein tolles "Angebot" in der Post habe?

Tue mich mit dem Paragraphenzeug immer schwer.

Gibt es im Forum ist kleine Vorlage?

Danke
 

exzess

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...........zum glueck habe von dieser materie wenig bis gar keine ahnung. solltest warten, bis sich die profis einschalten...

gruss ex.
 
E

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Die letzte EGV , die du unterschrieben hast, enthält aber nicht diesen Job, oder?

Wenn du diesen Job ohne EGV hast, kann er niht sanktioniert werden, wenn du ihn nicht antrittst. Trotzdem würde ich den jetzt erstmal ablehnen, und zwar wie foglt:

Ablehnung ihrer Abeitsgelegenheit vom.....

Ich lehne diese Arbeitsgelegenheit aus folgenden Gründen ab: Gem. einem Urteil[FONT=&quot] des BSG v. 16.12.2008, Az B 4 AS 60/07 R, müssen "Leistungsempfänger über Art und Umfang der Tätigkeit, der zeitlichen Lage der Arbeitszeiten und dem Umfang der Aufwandsentschädigung informiert werden". Diese Voraussetzungen erfüllt ihr "Angebot" nicht.

Mit freundlichen Grüßen"

Und dann warte ab was kommt. Vielleicht legen sie dir eine EGV mit diesem Job vor (bitte nicht utnerschreiben!!!), vielleicht bekommst du auch eine neue Zuweisung mit einem besser beschriebenen Job, vielleicht rufen sie dich auch, um Druck zu machen, vielleicht schicken sie dir wegen der Ablehnung auch eine Anhörung. Man weiss nicht, wie die reagieren. Zumindest bekommst du ohne vorheriger EGV und für so einen schlecht beschriebenen Job keine Sanktion (oder du bleibst nicht darauf sitzen). [/FONT]
 
E

ExitUser

Gast
Ablehnung ihrer Abeitsgelegenheit vom.....

Ich lehne diese Arbeitsgelegenheit aus folgenden Gründen ab: Gem. einem Urteil[FONT=&quot] des BSG v. 16.12.2008, Az B 4 AS 60/07 R, müssen "Leistungsempfänger über Art und Umfang der Tätigkeit, der zeitlichen Lage der Arbeitszeiten und dem Umfang der Aufwandsentschädigung informiert werden". Diese Voraussetzungen erfüllt ihr "Angebot" nicht.

Mit freundlichen Grüßen"[/FONT]
Beschreibung/Anforderungen: Es werden 2 Tätigkeiten angeboten:

1. Hausmeistertätigkeiten, kleinere Reparaturen,Pflege der Aussenanlage etc.

2. Tätigkeiten in Küche und Hauswirtschaft

Mehraufwandsentschädigung: 1,50 € je Stunde
Zeitlicher Umfang: 30 Std. wöchentlich
Lage und Verteilung: Teilzeit - flexibel
Dauer der Tätigkeit: 08.03.10-07.08.10
Träger der Maßnahme: Jugendförderungswerk ev bla bla

erstmal lesen, bevor man solche "Ablehnungen" hier reinkopiert.
 
S

Spanferkel

Gast
Es handelt sich auch nicht um ein "Angebot" :icon_evil:, sondern um ein "schlage ich Ihnen...vor" ! :icon_party:

Vorschlag = Rat, Empfehlung
Hat also keinerlei Zwangs- oder Weisungscharakter !
Mit diesen Schreiben werden die Leute verarscht, um somit vorsätzlich jeden Rechtsschutz zu entziehen !
Auch eine Rechtsfolgenbelehrung macht so ein Schreiben nicht rechtens.

Angebot = Im Recht eine Willenserklärung, die auf einen Vertragsabschluss gerichtet ist.
Im SGB III als Stellenangebotsverfahren bekannt und hat Zwangscharakter.


Ich habe es versucht, so einen Wisch anzuzweifeln, ohne abzulehnen.
Erst ignoriert und dann in der Anhörung gefragt, was dieser Wortlaut, schlage ich Ihnen ....vor, in einem undefinierbaren Schreiben ohne Betreff, für einen Regelungs- oder Weisungscharakter hat.
Einen Vorwurf, dass damit einem Leistungsempfänger vorsätzlich jeder Rechtsschutz entzogen wird, hat es auch gegeben.
Eine Bitte, künftig einen rechtsmittelfähigen Bescheid (Zuweisung) für AGH zuzusenden, wie es die Arbeitshilfen der BA vorschreiben.
Habe dann noch eine Kopie der zutreffenden Seite der Arbeitshilfe angehängt.
Abgabetermin der Anhörung war der 04.02.2010.
Habe bis heute nichts davon gehört, was noch nicht das Ende bedeutet, aber ein gutes Zeichen ist.
 

Ausgebeuteter

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Die letzte EGV , die du unterschrieben hast, enthält aber nicht diesen Job, oder?

Nein, steht nix von dem drin.

Steht nur drin das ich 5 Bewerbungen pro Monat schreiben muss und diese im Anschluss dann vorlegen muss.

Mich auch auf befristetete Stellenangebote und bei Zeitarbeitsfirmen bewerben muss.

Im Schreiben wegen dem Angebot zum 1 € Job ist aber eine Rechtsfolgenbelehrung dabei.

Können dir mir dann trotzdem was streichen bzw. kann ich deinen Text so benutzen?

Danke
 
E

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Gast
erstmal lesen, bevor man solche "Ablehnungen" hier reinkopiert.

Den Vorwurf, nicht gelesen zu haben, gebe ich zurück. Da steht etwas von Hausmeister und auch von Küchenhilfe. Beides kann es ja wohl nicht sein. Und die Tätigkeitsbezeichnung "Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe" ist in deinen Augen sicherlich auch gut bestimmt.

xxxxxxxxxxxxxx
 
E

ExitUser

Gast
Nein, steht nix von dem drin.

Steht nur drin das ich 5 Bewerbungen pro Monat schreiben muss und diese im Anschluss dann vorlegen muss.

Mich auch auf befristetete Stellenangebote und bei Zeitarbeitsfirmen bewerben muss.

Im Schreiben wegen dem Angebot zum 1 € Job ist aber eine Rechtsfolgenbelehrung dabei.

Können dir mir dann trotzdem was streichen bzw. kann ich deinen Text so benutzen?

Danke

Im Prinzip kannst du einen EEJ ohne vorherige EGV kaum sanktionieren, weil die gesetzliche Grundlage dazu fehlt. Es kann aber trotzdem nervig sein, denn du weisst es nie, was einem Amt noch so alles einfällt.

Schau doch mal in die Rechtsfolgebelehrung rein, nach welchem § die dich sanktionieren wollen. Dann kann ich dir genaueres sagen. Im voraus kann ich dir aber sagen: Das klappt nicht mit der Sanktion.
 

Ausgebeuteter

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Schau doch mal in die Rechtsfolgebelehrung rein, nach welchem § die dich sanktionieren wollen. Dann kann ich dir genaueres sagen. Im voraus kann ich dir aber sagen: Das klappt nicht mit der Sanktion.

Grundpflichten:

1. Eine Verletzung Ihrer Grundpflichten liegt vor, wenn Sie sich weigern,
- die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten zu erfüllen, insbersondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen.
- eine zumutbare Arbeit,Ausbildung,Arbeitsgelegenheit, eine mit Beschäftigungszuschuss geförderte Arbeit, ein zumutbares Sofortangebot oder eine sonstige in der Eingliederungsvereinbarung festgelegte Maßnahme aufzunehmen oder fortzuführen.

oder

- Sie eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit abbrechen oder Anlass für den Abruch geben.

2. Bei einer Verletzung der Grundpflichten wird das Arbeitlosengeld II um 30 % der für Sie maßgebenden Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach § 20 SGB II abgesenkt. Ein eventuell bezogener Zuschlag nach § 24 SGB II(Zuschlag nach Bezug von Arbeitslosengeld) entfällt für den Zeitaum der Minderung.

Mehr § finde ich auf dem allgemeinen Rechtsfolgenbelehrungszettel nicht.
 
E

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Den Vorwurf, nicht gelesen zu haben, gebe ich zurück. Da steht etwas von Hausmeister und auch von Küchenhilfe. Beides kann es ja wohl nicht sein. Und die Tätigkeitsbezeichnung "Hilfsarbeiter ohne nähere Tätigkeitsangabe" ist in deinen Augen sicherlich auch gut bestimmt.

Würde mich freuen, wenn du nicht immer wieder Verunsicherung und Unfrieden stiftest. Bleib doch in deinem Forum, Günter.


da steht auch das man zwei Tätigkeiten zur Auswahl hat.

Wie vielen willst Du noch zu Sanktionen wegen unsinnigen "Ablehnungen" verhelfen?

Bleib doch in deinem Forum, Günter.
Kenne ich noch immer nicht, aber mal wieder falsche Unterstellungen, wie immer.


@ Ausgebeuteter

zumutbar ist die Maßnahme Ein-Euro-Job, nur einen wichtigen Grund zu finden, das nicht antreten zu müssen, ist schwierig.
 

physicus

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AW: 1 € Jobwillkür

sancho diese jobs sind beide nicht zusätzlich, also wo soll es da bitte eine sanktion bei ablehnung geben, die auch bestand hätte?

es geht hier auch nicht um zumutbarkeit, sondern um ZUSÄTZLICHKEIT das sind zwei grundverschiedene dinge!

einen sache bleibt natürlich gefährlich, das ist die unterschriebene EGV , über diese wird man ihn sanktionieren können, aber nicht deshalb weil er 2 völlige mistmaßnahmen ablehnt, die nicht zusätzlich sind, nein die werden einen anderen sanktionsgrund konstruieren müssen!

gruß physicus
 

physicus

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AW: 1 € Jobwillkür

Wie vielen willst Du noch zu Sanktionen wegen unsinnigen "Ablehnungen" verhelfen?

wievielen hat er denn schon dazu verholfen?

ich kenne nicht einen, bis auf EINE unterstellung, welche nicht beweisbar ist fehlt hier jeglicher hintergrund.
wenn es diese gegeben hätte, wäre ein nachweis anhand des sanktionsschreibens locker möglich gewesen.
für mich steht fest das man da nur stimmung machen wollte, weil die argumente ausgingen, weiter nichts.

fakt ist aber, das in vielen threads mittlerweile gelesen werden kann wie sich die leute bei ihm/ihr bedanken!

also wer verloren hat, sollte es auch mal aufgeben andere madig machen zu wollen mit sinnlosen floskeln und dümmlichen unterstellungen, oder einfach mit in die politik gehen, denn dort ist sowas usus.

gruß physicus
 

Rechtsverdreher

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Grundpflichten:

1. Eine Verletzung Ihrer Grundpflichten liegt vor, wenn Sie sich weigern,
- die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten zu erfüllen, insbersondere in ausreichendem Umfang Eigenbemühungen nachzuweisen.
- eine zumutbare Arbeit,Ausbildung,Arbeitsgelegenheit, eine mit Beschäftigungszuschuss geförderte Arbeit, ein zumutbares Sofortangebot oder eine sonstige in der Eingliederungsvereinbarung festgelegte Maßnahme aufzunehmen oder fortzuführen.

Da diese Maßnahme nicht in der EinV festgelegt wurde kann sie folglich unterbleiben.
 
E

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sancho diese jobs sind beide nicht zusätzlich, also wo soll es da bitte eine sanktion bei ablehnung geben, die auch bestand hätte?

es geht hier auch nicht um zumutbarkeit, sondern um ZUSÄTZLICHKEIT das sind zwei grundverschiedene dinge!

einen sache bleibt natürlich gefährlich, das ist die unterschriebene EGV , über diese wird man ihn sanktionieren können, aber nicht deshalb weil er 2 völlige mistmaßnahmen ablehnt, die nicht zusätzlich sind, nein die werden einen anderen sanktionsgrund konstruieren müssen!

gruß physicus

klar kann man die Zusätzlichkeit anzweifeln, aber wie beweisen?

Eine Ablehnung kann als Weigerung angesehen werden, die "Begründung" ist Murks, weil die erfüllt ist.
 

theachy

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klar kann man die Zusätzlichkeit anzweifeln, aber wie beweisen?

Eine Ablehnung kann als Weigerung angesehen werden, die "Begründung" ist Murks, weil die erfüllt ist.
Problem eins, das nicht konform ist, ist das die Tätigkeiten nicht näher beschrieben sind.

Problem zwei, die Zeit von 30 Wochenstunden, das macht in Summe pro Monat ca. 120 Stunden, das ist eine gute drei/viertel Stelle.

Problem drei, Hausmeister und Hauswirtschafsttätigkeiten, wo sollen die zusätzlich sein? Schneiden sie zusätzlich den Rasen, das machen wir hier normalerweise nicht? Kochen sie mal ne Suppe extra oder waschen sie mal zusätzlich das Geschirr ab?

Problem vier, was hat das mit der Ausgangsposition eines Bürokaufmanns zu tun? Wo liegt da der Integrationsansatz, wo hilft es bei einer kaufmännischen Grundbildung, eben in diesem Bereich Fuß zu fassen, wenn man stattdessen Blumen stutzt und Küchen putzt?

Eine Weigerung liegt ja nicht zugrunde, wenn im Gegenzug angeboten wird, entweder eine passende Maßnahme zu machen, oder eben eine Weiterbildung anzubieten, die in jedem Fall eher der beruflichen Integration dienlich ist, als das ein Unternehmen, Firma, Amt, was auch immer Geld dafür erhält, das es eine "Stelle" schafft...
Das Geld was da denn Jordan runtergeht kommt dem was eine Weiterbildung kosten würde in etwa gleich.

Der mögliche Teilnehmer kann ja nichts dafür, das die meisten gGmbHs sich auf Sicherheitsdienstleistungen, Landschaftsbau und Raumpflege spezialisiert haben und simultan Scheinweiterbildungen anbieten oder sich Firmen und Behörden finden, die es freut, das sie mit Ein Euro Jobbern Geld sparen oder machen können.
 

physicus

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SGB II § 16d Arbeitsgelegenheiten

Für erwerbsfähige Hilfebedürftige, die keine Arbeit finden können, sollen Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. Werden Gelegenheiten für im öffentlichen Interesse liegende, zusätzliche Arbeiten gefördert, ist den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen zu zahlen; diese Arbeiten begründen kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts

dort steht ja schonmal zusätzlich und im öffentlichen interesse, die begründung ob etwas zusätzlich oder im öffentlichen interesse ist,

Zusätzlichkeit ist so zu definieren, dass die Arbeit nicht zu den originären oder satzungsgemäßen Aufgaben der Einsatzstelle gehört, und dass damit keine Gewinnerzielungsinteressen verbunden sein dürfen.


desweiteren sollte man das in betracht ziehen:


Wenn eine Eingliederung erforderlich ist, müssen primär Arbeitsgelegenheiten
mit Entgeltvariante nach § 16 Abs. 1 und § 16 Abs. 3 S. 1 SGB II vergeben werden. Ein-
Euro-Jobs (§ 16 Abs. 3 S. 2 SGB II) dürfen sozusagen nur als letztes Mittel vergeben
werden.

ist dir denn schonmal eine AGH in der entgeldvariante angeboten wurden, oder durftest du als williger kunde immer nur bei 1 euro jobs antraben?
das wäre nämlich auch nicht ok!

und dann noch die frage, wie dich diese 1 eurojobs denn überhaupt wieder auf den 1. arbeitsmarkt bringen sollen?
offensichtlich gar nicht, denn du hattest ja schon so einen job, der auch nichts brachte!

gruß physicus

[FONT=&quot][/FONT]
 

physicus

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Problem zwei, die Zeit von 30 Wochenstunden, das macht in Summe pro Monat ca. 120 Stunden, das ist eine gute drei/viertel Stelle.

das ist geschichte, laut BSG sind 30 stunden zumutbar...:(
alles was darüber hinausgeht nicht wirklich, aber da hat sich das gericht wohl nicht so recht entscheiden können, in bestimmten maßgaben können sogar mehr stunden als rechtmäßig gelten.
 
E

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Problem eins, das nicht konform ist, ist das die Tätigkeiten nicht näher beschrieben sind.

sind sie, denn sie müssen "ausreichend" beschrieben sein, was der Fall ist.

Problem zwei, die Zeit von 30 Wochenstunden, das macht in Summe pro Monat ca. 120 Stunden, das ist eine gute drei/viertel Stelle.

ist auch zulässig, sogar mehr als 30 Wochenstunden können es in Ausnahmefällen sein.

Problem drei, Hausmeister und Hauswirtschafsttätigkeiten, wo sollen die zusätzlich sein? Schneiden sie zusätzlich den Rasen, das machen wir hier normalerweise nicht? Kochen sie mal ne Suppe extra oder waschen sie mal zusätzlich das Geschirr ab?

Vermutungen, die keinen "triftigen Grund" liefern.


Problem vier, was hat das mit der Ausgangsposition eines Bürokaufmanns zu tun? Wo liegt da der Integrationsansatz, wo hilft es bei einer kaufmännischen Grundbildung, eben in diesem Bereich Fuß zu fassen, wenn man stattdessen Blumen stutzt und Küchen putzt?

Es gibt keinen Berufsschutz mehr seit Hartz IV .


Eine Weigerung liegt ja nicht zugrunde, wenn im Gegenzug angeboten wird, entweder eine passende Maßnahme zu machen, oder eben eine Weiterbildung anzubieten, die in jedem Fall eher der beruflichen Integration dienlich ist, als das ein Unternehmen, Firma, Amt, was auch immer Geld dafür erhält, das es eine "Stelle" schafft...
Das Geld was da denn Jordan runtergeht kommt dem was eine Weiterbildung kosten würde in etwa gleich.

Gegenvorschläge sind auch nicht mehr relevant

Der mögliche Teilnehmer kann ja nichts dafür, das die meisten gGmbHs sich auf Sicherheitsdienstleistungen, Landschaftsbau und Raumpflege spezialisiert haben und simultan Scheinweiterbildungen anbieten oder sich Firmen und Behörden finden, die es freut, das sie mit Ein Euro Jobbern Geld sparen oder machen können.

Es ist ne Armutsindustrie, die immer weiter ausgebaut wird, dagegen macht aber kaum jemand etwas.


Ansonsten würde ich Dir mal raten, die Urteile des BSG zu lesen.
 

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Kann auch sein, dass sie 1x/Jahr die Akten die sie nicht mehr brauchen ausmüllen.

Das ist eine Kerntätigkeit.


Nun habe ich heute per Post einen neuen Vorschlag zu einem 1 € Job bekommen.

Einfach ignorieren.
Ansonsten setzt er gleich eine neue EinV auf.

Irgendwie komme ich mir ziemlich verarscht vor. Habe mir in dem Jahr den ***** aufgerissen in der Hoffnung übernommen zu werden und nun kommt zum Dank das.

Wie oft kann man nacheinander einen 1 € Job machen?:icon_kinn:

Sooft wie Du für den Dreck Deinen Otto runtersetzt.

Ach ja bin gelernter Bürokaufmann und würde auch gerne in meinen Beruf bleiben und mich nicht immer für so einen Mist ausnutzen lassen.

Und da weißt Du nicht das man nicht jeden Dreck sofort unterschreibt. Immer erst Bedenkzeit verlangen.

Du kannst mal beim Soz-Gericht eine Feststellungsklage einreichen. Die sollen prüfen, ob der alte Ein-Euro-Job rechtmäßig war.

Wenn nicht, dann verklagst Du die ARGE auf Schadenersatz, da sie sich ohne Rechtsgrund an Deiner Arbeitskraft bereichert haben.
 
E

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Doch, sind sie.

Der SB muss ausführlich begründen, weshalb er von den Gegenvorschlägen keinen Gebrauch gemacht hat.
Eine Begründung kann man für jeden Verwaltungsakt in schriftlicher Form verlangen.

Als Antwort bekommt man dann einen VA , weil "eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande gekommen ist".

Das BSG hat die Rechte der Elos auch weiter eingeschränkt.

Bleibt nur zu hoffen, das nach dem BVerfG -Urteil jetzt auch dieses Gericht mal anders denkt und nicht nur zu Gunsten der gGmbHs und der Regierung.

Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

:icon_smile:
 
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