1 € Job-Kräfte per Zeitungsanzeige gesucht

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Nette

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Hallo erstmal,

ich habe gerade in unserem Stadtanzeiger folgende Stellenanzeige gefunden:

Tierschutzverein sucht weibl. Hilfskräfte die Harz 4 beziehen u. bietet 1 € Jobs in Rees.

Hier auch die Internetadresse dazu: Wir wurden unterstützt von

Ich habe dann dort angerufen. Sie beschäftigen bereits einen 1 € Jober und suchen noch 2 bis 3 Leute als 1 € Jober. Ist das rechtens? Es wird von der Stadt Rees unterstützt und die Fahrtkosten werden ersetzt. Aber daraus werden niemals ordentliche Arbeitsverhältnisse. Es gibt dort nur eine Festangestellte.

Was sagt ihr dazu?

Kann man da etwas gegen untenehmen?

Liebe Grüsse

Nette
 

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Arania

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Tierschutzverein ist gemeinnützig- sollte er jedenfalls sein- und so können ihm 1-Euro-Jobber zugewiesen werden

Dagegen angehen kann nur jeder der den Job nicht machen möchte
 

Mario Nette

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Wobei ja auch zu fragen ist: Wie soll ich mich auf ein Ein-Euro-Job-Angebot direkt des Trägers bewerben, wenn doch die ARGE die Pflicht der Prüfung hinsichtlich des Integrationsplans hat? Der Weg ginge also zwangsweise immer über die ARGE, der ich dies Zeitungsangebot mit dem Hinweis auf Recherche und Integrationsangemessenheit in meinem Fall vorlegen kann.

Mario Nette
 

Nette

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Das der Tierschutzverein gemeinnützig ist, weiss ich. Aber ein 1 € Job sollte doch gemeinnützig, zusätzlich und die Vorraussetzung haben, dass man in ein ordentliches Arbeitsverhältnis kommt - so mit richtigem Lohn usw. und dieses ist doch auf gar keinen Fall gewehrt.
 

ethos07

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Ich finde nicht, dass nun jeder Verein, der das Etikett gemeinnützig mal erhalten hat, nun per öffentlichen Kleinanzeigen EEJler suchen darf.

Die Zuweisung von EEJs muss Aufgabe der Argen bleiben.

Sonst haben wir im Nu die Stellenanzeigen auch noch mit (Pseudo-)Vereinen und Betrieben gefüllt, die anstelle von Angestellen nun die noch günstigeren EEJler 'bestellen'.
Dies gerade auch im Hinblick auf die neue Verordnung ab 2009. Danach dürfen nun ja auch gewinnorientierte Betriebe EEJ anfordern, wenn ich das richtig verstanden habe.

Wir sollten schon zumindest fordern, dass zumindest das Baströckchen, dass EEJ zur Integration für den Erwerbslosen und nicht zur billigen Arbeitserledigung für Vereine und Betriebe dienen sollen, nicht auch gleiich noch mit fallen gelassen wird: Die neue Sklavengesellschaft wäre dann damit schon so gut wie perfekt.

@Nette : du könntest vermutlich einen ziemlich scharfen öffentlichen Proestbrief an diesen Tierschutzverein und den Geschäftsführer der lokalen Arge senden, sowie eine Kopie an das zentrale Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg und an die Lokalzeitung.
 

Mario Nette

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Wobei: Wenn ich mich recht erinnere, müssen ja solche Maßnahmen begutachtet werden und die Träger sich vorher also mit ihrem Projekt anmelden. Von daher würde ein Spontaninserat schon deswegen keine Leute in die Sklavenjobs bringen, weil Träger und Maßnahme der Behörde nicht bekannt sind bzw. noch nicht genehmigt sind. Das heißt auch, dass jeder, der sich direkt beim Träger auf solch eine Anzeige hin meldet, ja vom Träger zum Einstreichen der Trägerpauschale beim Amt "geordert" werden müsste. Und dann würde das Spielchen auffliegen.

Anders sieht es aus, wenn der Träger auf seine Pauschale verzichten würde. Aber auch hier hat der Jobannahmewillige ja seine Verpflichtung, dem Amt jedwede Änderung in seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen mitzuteilen.

Mario Nette
 

Susann

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Liegt da nicht ein Verstoß gegen das AGG vor? Es darf sich ja nicht jeder Mensch bewerben, sondern nur Arbeitslose und dann auch noch mit Einschränkungen.

Das ist imho keine Arbeitsstelle, weil ein EEJ kein Arbeitsverhältnis ist und auch kein Ehrenamt.

Und, ich meine da was gelesen zu haben, dass für EEJs keine Werbung gemacht werden darf wegen der Wettbewerbsverzerrung gegenüber Firmen.

LG
Susann
 

Scholla

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AW: 1 € Job-Kräfte per Zeitungsanzeige gesucht

Ich finde nicht, dass nun jeder Verein, der das Etikett gemeinnützig mal erhalten hat, nun per öffentlichen Kleinanzeigen Ein-Euro-Jobler suchen darf.

Die Zuweisung von Ein-Euro-Jobs muss Aufgabe der Argen bleiben.

Sonst haben wir im Nu die Stellenanzeigen auch noch mit (Pseudo-)Vereinen und Betrieben gefüllt, die anstelle von Angestellen nun die noch günstigeren Ein-Euro-Jobler 'bestellen'.
Dies gerade auch im Hinblick auf die neue Verordnung ab 2009. Danach dürfen nun ja auch gewinnorientierte Betriebe Ein-Euro-Job anfordern, wenn ich das richtig verstanden habe.

Wir sollten schon zumindest fordern, dass zumindest das Baströckchen, dass Ein-Euro-Job zur Integration für den Erwerbslosen und nicht zur billigen Arbeitserledigung für Vereine und Betriebe dienen sollen, nicht auch gleiich noch mit fallen gelassen wird: Die neue Sklavengesellschaft wäre dann damit schon so gut wie perfekt.

Wenn man sich schon nicht gegen die 1-Euro-Jobs wehren kann, würde ich es entgegen der allgemeinen Meinung hier besser finden, die Vereine und wer weiß was auch immer müssten sich die Leute wie in dieser Anzeige z.B. selbst suchen. Dann könnte ich mir wenigstens etwas einigermaßen zu mir Passendes heraussuchen, würde dann zur ARGE gehen und die könnten mich zuweisen.
Zudem würde diese Vorgehensweise Öffentlichkeit schaffen.

Grüße
 

Nette

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Ich hatte bei dem Verein nachgefragt und die sagten mir, dass der 1 € Job von der Stadt unterstützt wird, zumal die ja schon einen 1 € Jober beschäftigen. Es dürfen sich auch nur Leute bewerben, die Harz 4 beziehen.
 

HajoDF

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Natürlich kann der Tierschutzverein selber EEjler suchen, sofern er als Träger zugelassen ist.
Darüber hinaus kann der TSV dann auch Bewerber selbst der ARGE vorschlagen für eine solche "Maßnahme".

Die Anzeige zielt u.a. genau auf diejenigen, die von der ARGE keinen EEJ zugewiesen bekommen, z.B. die "58er" (die freiwllig selbst so etwas suchen)
 

Berenike1810

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Hallo Nette,

...die Anzeige hat, meines Erachtens, nichts mit einem gesetzl. 1-OY-Job zu tun, sondern, möglicher Weise, suchen sie (der TV) Leute, die tatsächlich für einen Euro, die Stunde, bei ihnen arbeiten. (Ohne steuerliche Unterstützung.)

Das muß ein Jeder, aus persönlichen Gründen für sich entscheiden, ob er lieber, sollte er tierlieb sein, einen Euro/Std. für eine Arbeit bekommt, die er/sie sinnvoll findet, oder, ihm/Ihr Spaß macht, oder ob er lieber z.B.: "Bauer sucht Frau", "Kallwas".....u.s.w. guggt.

Es gibt ganz furchtbar arme Tierschutzvereine! Aber es gibt auch reichere, so wie hier bei uns einen. Der ganze Vorstand, -lauter betuchte, aber immer am Jammern!

Trotzdem, die Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und als ich noch Geld hatte, habe ich überall ein wenig gespendet und geholfen. Auch in TV'en. Heute kann ich das nicht mehr.

Aber sollte ich jemals die Wahl haben: einem Sarrazin oder Glos u.w.s. alle heißen, eine Wurstsemmel zu reichen, oder ein verletztes Tier zu versorgen: habe ich mich schon jetzt für das Tier entschieden!

Berenike
 

Bambi_69

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Hallo,

ich kann den Beitrag von Berenike nur unterzeichnen!

Ich mag zwar auch keine Ein-Euro-Jobs aus den hier oft erwähnten und bekannten Gründen, aber ich weiß, wie es in den Tierschutzvereinen zum größten Teil ausschaut und wie verzweifelt die Lage dort oft ist. Es war immer schon schwierig, aber gerade in unserer heutigen Zeit werden vermehrt Tiere abgegeben, weil immer mehr Besitzer sie nicht mehr unterhalten können.
Es ist auch bezeichnend, dass es zwar viele Charity-Aktionen im TV (z.B. Red-Nose-Day, Spendenmarathon oder "Wir helfen Kindern") gibt, aber ich habe dabei noch keine erlebt, die sich auch mal um "nicht-menschliche-Belange bzw. Ziele" dreht. Nichts gegen diese Aktionen aber Tiere (als allerletztes Glied in der Kette der zum Teil Ausgebeuteten, Übriggebliebenen oder Gequälten) haben für ihre "Interessen" leider kaum solch eine breite Unterstützung. Ab und zu kommt mal ein Beitrag in Sendungen wie Report etc. aber das wars dann auch schon.
Den Löwenteil der Arbeit für die - meiner Meinung nach - "Hilflosesten der Hilflosen" machen eher kleinere Organisationen, Vereine und viele Privatleute - ganz ohne TV-Sendung oder sonstiger Medienkampagne.

Schon deswegen würde ich, falls ich mal zu einem 1-Euro-Job gezwungen werde und zumindest die Wahl zwischen Tierschutzverein und z.B. Diakonie hätte, immer den Tierschutzverein wählen.

Liebe Grüße
Bambi_69
 

friedrichd

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Also ansehen würde ich mir den Job schon. Habe auch schon gehört dass es "normale" gesetzliche 1 Euro Jobs bei gemeinnützigen Organisationen gibt, wieso nicht auch beim Tierschutzhaus?
Und dort hat man wenigstens auch noch meist die Bestätigung, dass man etwas gutes tut. Find ich nicht schlecht!
 

ethos07

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ich stimme zu, dass ich vermutlich auch eher Tierpflege für den EEJ-Hungerlohn in einem verarmten Tierheim machen würde als nen anderen EEJ.

ABER: hier war die Frage des Threaderöffners ja: kann man EEJs per Zeitungsanzeigen anpreisen?

Ich meine nach wie vor: NEIN. Weil dadurch sich allgemein in den Köpfen festsetzt, dass es "normal" ist, dass nötige Arbeiten per EEJ gemacht werden können, statt per normal entlohnter Erwerbstätigkeit.
Das aber darf auf keinen Fall Schule machen.
 

ethos07

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Wenn Ein-Euro-Jobs unter dem (Website-) Dach einer bag oder ähnlichen Trägern angepriesen werden ist - zumindest bis heute noch - jedermann, der darauf schaut, von vornherein klar: Es sind lediglich kurzfristige Behelfststellen für Erwerbslose. Und sie sind nicht gleichrangig mit Stellen auf dem - noch - 'normalen' (ersten) Arbeitsmarkt.

Nicht nur was Bezahlung angeht, sondern auch und gerade was soziale Arbeitssicherung betrifft! -

Das sind Errungenschaften, für die Generationen ab der Industrialisierung, also seit über 250 Jahren, ihr Leben in Arbeitskämpfen auf's Spiel gesetzt haben.
Wir sollten also nicht leichtfertig nun unsereins eine Vermischung und damit Entwertung der - noch - normalen Erwerbsarbeitsstellen mit den widerlichen Ein-Euro-Jobs das Wort reden. Sie bereiten den Boden für ein neues Zeitalter grenzenloser Ausbeutung. Weg mit diesen entwürdigenden Ein-Euro-Jobs!
Meine Meinung.
 

ela1953

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das seh ich auch so - vor Monaten hatte ich da schon mal reingeguckt.

da wurden für eine Jugendherberge Empfangskräfte gesucht mit Ausbildung im Hotelfach und Fremdsprachenkenntnisse
 
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