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1. AfA-Erfahrung - viele Fragen!

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Guten Tag zusammen,

dies ist mein erster Beitrag hier im Forum. Sollte ich trotz Lesen der Forenregel etwas in der Ausführung missachtet haben, bitte ich vorab um Verzeihung und um freundlichen Hinweis. Herzlichen Dank.

Zum Hintergrund:

Ich bin seit 08.07.06 arbeitslos gemeldet und habe bereits meinen ersten ‚Beratungstermin’ hinter mich gebracht. Der zweite findet im Oktober statt.

Zu meinen Fragen:

1)
Ich habe im ersten Termin bereits eine von mir erstellte, sehr ausführliche Excel-Tabelle, welche alle Daten zu meinen bis dahin getätigten Bewerbungen enthielt, unaufgefordert vorgelegt.

Man verlangt nun von mir, zum zweiten Termin alle Kopien der Bewerbungsanschreiben sowie den dazugehörigen Schriftverkehr (Zwischenbescheide, Absagen etc.) in Kopie einzureichen. Ich muss hier ausdrücklich erwähnen, dass nunmehr über 90 Bewerbungen von mir versandt wurden. Dementsprechend liegt umfangreicher Schriftverkehr vor. Ich habe die Information erhalten, dass von der Agentur für Arbeit (AfA) keine Kosten für die Erstellung solcher Kopien übernommen werden.

Wenn ich zum Termin meine heute 3 Seiten lange Excel-Liste sowie den dazugehörigen Ordner mit allen Unterlagen mitnehme und man der Liste zufolge Stichproben machen kann - ist dies ausreichend? Oder kann man mir vorwerfen, meiner Beweispflicht nicht nachgekommen zu sein?

2)
Im ersten Termin teilte man mir mit, ich müsse zum nächsten Termin meine Bewerbungsmappe mitbringen. Man fragte mich dann auch, ob ich zurecht käme mit Bewerbungsschreiben. Ich bejahte natürlich. Bedingt durch meinen zuletzt ausgeübten Beruf bin ich es gewohnt, mich schnell auf neue Situationen einzustellen, ebenso wie ich in der Lage bin, entsprechend aufzutreten und mich auszudrücken. Auch Power Point ist mir ein Begriff. Nachdem ich jedoch im Portal der AfA ein Musterbeispiel für ein Bewerbungsanschreiben entdeckte, graust es mir vor den ‚guten Ratschlägen’ meiner werten Sachbearbeiterin.
Kann mir jemand mitteilen, in wie fern ich diese Ratschläge annehmen muss.
Denn m. E. dient dieses Musterbeispiel allenfalls als Beispiel dafür, dass das Gros der Damen und Herren im Amt nicht über eine ädequate Qualifizierung verfügt.

3)
Ich schilderte meiner SB von meinen zahlreichen schlechten Erfahrungen mit Personaldienstleistungsunternehmen. Mir ist wohl bekannt, dass es an diesen kaum einen Weg vorbei gibt. Ich bewerbe mich auch weiterhin bei diesen Unternehmen – mit denselben schlechten Erfahrungen (falsche Versprechungen, unprofessionell, unzuverlässig). Somit ziehe ich es vor, meine Bewerbungen direkt an die Wirtschaftsunternehmen zu richten. Meine SB teilte mir sehr ‚gefühlvoll’ mit, ich müsse mich auch an Personaldienstleistungsunternehmen richten. Kann mir jemand ein entsprechendes Gesetz nennen, welches dazu dient diese Aussage zu unterstreichen?

Sobald ich auf das Portal der AfA schaue, entdecke ich mittlerweile Stellenangebote, die zu 95 % von solchen Personaldienstleistungsunternehmen stammen. Das AfA hat mir seit meiner Arbeitslosigkeit ganze zwei Stellenangebote postalisch zukommen lassen – beides Personaldienstleistungsunternehmen.
Wenn schon alles von diesen Unternehmen ‚erledigt’ wird, was macht dann bitte noch die AfA? Wofür habe ich Jahre lang Arbeitslosengeld gezahlt? Steckt alle Arbeitslosen in Zeitarbeitsverträge und es kommt kurzfristig eine ‚gereinigte’ Arbeitslosenstatistik zustande. Gut – darauf muss niemand ernsthaft antworten…

4)
Die Sachbearbeiterin der AfA informierte mich nach zahlreichen Fragen meinerseits, dass keine Bewerbungs-Fahrtkosten übernommen würden bzw. erst ab einer Fahrtzeit von über 1 ½ Stunden.

Dies erscheint mir in keiner Weise plausibel. Auf welches Gesetz, auf welche Verordnung basiert diese scheinbar lapidare Aussage?
Liegt es evtl. an dem Umstand, dass ich am Rande des Rhein-Sieg-Kreis lebe und die Kreisstadt mit der Bahn in 1 ½ Stunden zu erreichen ist?
Die Dame vermochte mir keine Antwort zu geben…

Dies bedeutet somit schwarz auf weiß: Ich erhalte eine Einladung welche ich, aufgrund der Entfernung und der Tatsache, dass das Unternehmen keine Kosten übernimmt, ausschlagen muss.
Eine Hin- und Rückfahrt von mir aus nach Köln (55 km) kostet mit der Bahn ca. 25 Euro.
Mit Pkw (welchen ich nicht besitze) km á 0,30 € = 33,00 €.
Allein zwei solcher Fahrten im Monat (!) übersteigen bei weitem mein Budget.
Ich habe keine Verwandten oder einen Partner, wodurch ich Unterstützung erhalten könnte.
Bisher hatte ich das Glück, dass alle mich einlanden Unternehmen in Köln die Kosten übernommen haben. Was jedoch tue ich im Ernstfall?

Nun, viele Fragen, welche ich hoffentlich verständlich formuliert habe und vielleicht von dem einen oder anderen beantwortet werden können.
Ich wäre jedenfalls sehr dankbar.

Einen schönen Abend zusammen.

Gruß, Cathy
 

listche

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@ not-working-now

Es muß den Damen und Herren schon reichen, wenn Du die Unterlagen im Original mitnimmst. Die können sich die Sachen ja kopieren.

Wegen der Fahrtkosten würde ich einen schriftlichen Antrag auf Übernahme stellen. Diesen natürlich wie alle anderen Anträge oder Schriftverkehr nur gegen Empfangsbestätigung oder per Einschreiben.
Deine SB muß Dir ja dann schriftlich mitteilen, warum Fahrtkosten nicht übernommen werden.
Mach dich auch mal hier in der Urteilsdatenbank bezüglich Fahrtkosten schlau.

Gruß Listche
 
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