• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

1,25€ für die gleiche Arbeit wie vorher

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

pletzfer

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
12 Aug 2009
Beiträge
2
Gefällt mir
0
#1
Hallo alle zusammen,

ich wurde vor kurzem einem 1€-job zugeteilt. na gut, dachte ich mir....
Am ersten Arbeitstag stelle ich dann fest, das meine Aufgabe die gleiche ist wie bei meiner vorherigen 400-800€ Anstellung. Und zwar Möbelpacker.
Der Betrieb macht Umzüge; kleine Hausmeistertätigkeiten; Entrümpelungen.
Und das alles nach eigener Definition aus Gemeinnützigkeit.
Der Betrieb muß sich zu 30% selbst finnanzieren, deswegen ist das Gemeinnützig, war die Erkärung.

Hier ein Absatz aus einem Schreiben, das ich von meinem Vorgesetzten bekam:

'Die Arbeitsgelegenheiten müssen insbesondere gemeinnützig, zusätzlich, arbeitsmarktpolitisch zweckmäßig und hinreichend bestimmt sein. Als gemeinnützig gelten Arbeitsgelegenheiten, die unmittelbar den Interessen der Allgemeinheit dienen. Die Arbeiten dürfen nicht privaten, erwerbswirtschaftlichen Zwecken dienen. Zusätzlich sind Arbeiten, die sonst nicht, nicht in vollem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet würden. Es darf keine Gefährdung bestehender Arbeitsverhältnisse eintreten.'

Mal abgesehen von der Grammatik wird hier doch viel geboten, meine ich.

Ich habe mich beim Chef erkundigt, wie denn ein privater Umzug als Gemeinnützig definiert werden kann. Die Antwort drehte sich um eine Vereinbahrung zwischen dem Centrum für Arbeitsmarktintegration und dem Betrieb. Auf meine Anfrage ob ich diese denn sehen könne wurde ich mehrmals vertröstet (in der Hoffnung das ich es vergesse), bis man mir sagte, das diese Vereinbarung nur mündlicher art sei.

Ist doch ein dicker Hund, oder?

Und jetzt frage ich euch: Was würdet ihr als nächstes tun um diesen Verein so richtig in die Scheiße zu reiten? (entschuldigt diese Entgleisung, bin sauer:icon_motz:)
 

ladydi12

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
22 Jul 2006
Beiträge
2.911
Gefällt mir
583
#2
Hallo pletzfer,

erst einmal herzlich willkommen im Forum. :icon_hug:
da gibt es so einige schöne Möglichkeiten und zwar:
- von allen Arbeitsaufträgen, die du machst, Kopien anfertigen bzw. dir aushändigen lassen bevor du die entsprechenden Dokumente zurückgibst;
- alles aufschreiben, was du an Arbeiten gemacht hast und dir von dem Meister oder Vorarbeiter abzeichnen lassen;
- Fotohandy ist in diesem Fall übrigens auch nicht schlecht, Dokumente notfalls heimlich abfotografieren;
- mit diesen Aufzeichnungen dann zur Gewerkschaft hinstiefeln und die mal über diese Machenschaften informieren;
- auf regulären Lohn verklagen entweder mit Hilfe der Gewerkschaft oder eines Fachanwaltes für Arbeits- und Sozialrecht;
- eine Meldung an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll ist auch keine schlechte Idee finde ich;
- sofern auf Arbeitsstelle nicht jeder gegen jeden agiert, sich mit den 1€- Jobbern evtl verbünden und gemeinsam gegen den Träger vorgehen;
- sich u.a. hier im Forum über den Träger schlau machen und fragen, wer diesen Träger denn so kennen könnte...
Reicht dir das schon für den ersten Input?;-)


Liebe Mod,

bitte verschiebt doch diesen Thread mal ins passende Unterforum.

meint ladydi12
 
Mitglied seit
31 Mai 2009
Beiträge
176
Gefällt mir
0
#3
Und jetzt frage ich euch: Was würdet ihr als nächstes tun um diesen Verein so richtig in die Scheiße zu reiten? (entschuldigt diese Entgleisung, bin sauer
Ich fürchte einmal, da wird man gar nichts machen können, weil Möbelpacker schon hunderte Male als gemeinnützig und zusätzlich in Deutschland anerkannt wird.
Ich vermute auch einmal, das ihr entweder für "Sozialschwache" Umzüge macht oder Ihr eben die "sozial Schwachen" seid, denen geholfen wird.
Siehe auch hier den Thread über die ARD Sendung zum Thema, in der mehrere
Träger vorgestellt wurden,die alleine die Tatsache, das die 1 Euro Jober ja sonst keinen Job hätten, als Gemeinnützlichkeitskriterium für ausreichend halten.

Oder arbeitest Du in einer ganz normalen Möbelspedition?
 

pletzfer

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
12 Aug 2009
Beiträge
2
Gefällt mir
0
#4
Hallo nochmal,
erstmal danke für die Antworten.
Mit der ersten kann ich mehr anfangen, als mit letzterer. Beweise sammeln halte ich auch für eine gute Idee, aber nichts machen, weil alles schon seine Richtigkeit hat liegt mir nicht. Also HimbeerBrombeer, nichts für ungut, aber um sowas zu hören habe ich mich nicht hierher gewandt. Kann ich auch aufs Amt gehen, dafür...

Zitat:"Ich vermute auch einmal, das ihr entweder für "Sozialschwache" Umzüge macht oder Ihr eben die "sozial Schwachen" seid, denen geholfen wird."

Das trift allerhöchstens auf 10% zu. Die meisten Aufträge sind privat.(der letzte war Zahnarzt)
 

Martin Behrsing

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Gefällt mir
4.162
#5
Lass mir mal ein paar infos über diese bude zukommen
kannst Du gerne an redaktion (at) erwerbslosenforum.de senden
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten