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1.000 unbezahlte Überstunden

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Paolo_Pinkel

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#1
Ein Fillialleiter packt aus: Beim zweitgrößten Discounter-Unternehmen Netto werden unbezahlte Überstunden systematisch einkalkuliert. Der Discounter spricht von "Einzelfällen". VON ANDRÉ SEIFERT

Es gibt Tage, da kann Joachim Schulz nicht mehr. Der Mann, der aus Angst, arbeitslos zu werden, seinen richtigen Namen nicht nennen will, hat im zurückliegenden Jahr mehr als 1.000 Überstunden geleistet. Unbezahlte Überstunden. "Ich arbeite jeden Tag mindestens 12 Stunden", sagt Schulz, der für einen Discountmarkt in einer Stadt in Sachsen-Anhalt verantwortlich ist. "Es gibt 13-, 14-, 15-Stunden-Tage, teilweise von 5 bis 21.30 Uhr." "Sittenwidrig" und "kriminell" sei es, wie sein Arbeitgeber mit seinen Mitarbeitern umgehe.
Sein Arbeitgeber, das ist die Netto Marken-Discount AG & Co. KG mit Hauptsitz im bayerischen Ponholz. Kein anderes Unternehmen der Discounterbranche hat in den vergangenen Jahren so stark expandiert. Im Jahr 2005, als Netto von der Edeka-Gruppe übernommen wurde, begann das Wachstum. Zuerst übernahm Netto 2007 den Discounter Kondi. Und im vergangenen Jahr erlaubte das Kartellamt die Übernahme des Konkurrenten Plus. Inzwischen gibt es fast 3.800 Netto-Filialen in Deutschland. Mehr Märkte haben nur Aldi Nord und Aldi Süd zusammen. Die Leidtragenden dieses rasend schnellen Wachstums sind die Mitarbeiter...

Ausbeutung bei Discounter Netto: 1.000 unbezahlte Ãœberstunden - taz.de

Gruss

Paolo
 

Hotti

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#2
Es verstößt gegen das Arbeitszeitgesetz "regelmäßig mehr als zehn Stunden Arbeit pro Tag zu verlangen". Alles, was darüber hinausgehe, müsse vergütet werden.
Wieso denn nur, was darüber hinaus geht? Alles muss bezahlt werden, oder abgefeiert werden können, und nicht nur was darüber hinaus geht.

Aber geändert wird so oder so nichts. Wenn sich jemand in der Regierung darüber aufregt, ist das nur hohle Luft. Sie wollen das doch gar nicht ändern. Siehe Kik, die machen auch fröhlig weiter wie vorher. Nix passiert da, gar nix. Da sollte sofort der Laden erst mal für einen Monat dicht gemacht werden, und wenn das nicht hift eben zwei Monate usw. Klar, leiden werden dann die Mitarbeiter, aber anders geht es nicht. Ich versuche soweit wie möglich solche Läden zu boykottieren, nur immer geht das nicht.
 

burki

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#4
Hi.
das Hautproblem ist IMHO immer wieder die fehlende Solidarität der Arbeitnehmer.
Es ist naiv zu glauben, dass es der Gesetzesgeber schon richten wird, denn die eigentliche Exekutive ist eben wieder der Arbeitnehmer und wenn dieser immer nur lamentiert statt zu handeln, wird sich auch nur wenig im Arbeitsalltag ändern.
Ich hatte z.B. im letzten Jahr auch knapp 500 Überstunden (und das bei einer laut Arbeitsvertrag 42h-Woche) angesammelt und werde jetzt wohl die nächsten Jahre meine 4-Tage-Woche geniesen, um ein paar Überstunden abzubauen.
Gruss
burki
 

FrankyBoy

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#5
Heute war ich 2 mal in einer Filiale einer Handelskette und ich konnte es kaum glauben, eine Mitarbeiterin die ich gegen 8:30 uhr nach Klebefilm gefragt hatte war gegen 19:50 Uhr, als ich noch Eisbergsalat benötigte, immer noch am schaffen - scheint schon fast normal geworden zu sein - gleichzeitg suchen sie aber 325,-- € Jobber und eine Filialleitung...
 
E

ExitUser

Gast
#6
Heute war ich 2 mal in einer Filiale einer Handelskette und ich konnte es kaum glauben, eine Mitarbeiterin die ich gegen 8:30 uhr nach Klebefilm gefragt hatte war gegen 19:50 Uhr, als ich noch Eisbergsalat benötigte, immer noch am schaffen - scheint schon fast normal geworden zu sein - gleichzeitg suchen sie aber 325,-- € Jobber und eine Filialleitung...
haben wir hier auch. Ih finde das entsetzlich.
 

FrankyBoy

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#7
Ich schiebe gerade ebenfalls solche Schichten habe mir diese aber selber ausgesucht - gestern lief alles besser, denTag davor habe ich weitestgehend aufgeklärt und meine Standpunkte vertreten - das Betriebsklima war gut und locker - nicht wie am Donnerstag - das war bisher die einzige Ausnahme.

Aus meinen Jahrzehnte langen Berufserfahrungen weis ich, wie es ist, 12 oder 14 Std., quasi am Stück eine stehende Tätigkeit aus zu üben und ich kann berichten, dass die Socken abends teilweise mehr als durchtränkt und am nächsten Morgen irgendwie hart sind... es ist auch Gewohnheitssache aber brennende Unterschenkel hat man auch nach Jahren noch.

Ich hatte in meinem Leben auch schon Bürojobs, Reisetätigkeiten, Vertriebsjobs auf Messen oder eben als Koch, Bäcker, Elektriker oder Kachelofenbauer - 12 Std. Einzelhandel + dann noch sauber machen etc. würde ich nicht unterschätzen - dass kann mörderisch sein, besonders wenn man es nicht gewohnt ist und die Entlohnung wird immer geringer...

Meine jetzige Sicht ist jene, dass es nur noch darum geht, Menschen auszupressen - merke das selber gerade massiv und mache mir nebenbei Gedanken - na jetzt werde ich erst einmal zurückpressen - mal sehen wie gehaltvoll Arbeitgeberservice-SB`s sind - mache mir gerade Gedanken über die Antidiskriminierungsrichtlinie etc. und bevor ich Insolvenz anmelde werde ich meinen Steuerberater mal fragen, ob ich nicht eine Ltd. in Guernsey gründen sollte etc. - ich zahle deren Krise jedenfalls nur noch, wenn es unvermeidbar ist - die zeigen sich bockig also werde ich jetzt rockig und ich fordere euch auf - dieses auch zu werden denn alle 1,-- € Jobs sind schließlich ebenfalls unbezahlte Überstunden...
 
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