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Alt 07.12.2006, 11:37   #26
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redwitch
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nochmals Berliner Linkspartei.PDS

Zitat:
Entgegen der Koalitionsvereinbarung hat der Berliner Senat den Verkauf von 880 Wohnungen in Berlin-Marzahn aus dem Bestand der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land an einen niederländischen Finanzinvestor beschlossen. Die Transaktion war vor einem Jahr eingefädelt worden, bis zum Montag hätte jedoch die Möglichkeit bestanden, das Geschäft rückgängig zu machen. Bei einer Landesvorstandssitzung der Linkspartei.PDS Anfang dieser Woche habe dieser Vorgang »erhebliche Unruhe ausgelöst«, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß. Der Landesvorsitzende Klaus Lederer befürchte »innerparteiliche Spannungen«, zumal der Landesparteitag erst vor wenigen Wochen beschlossen hat, alle vom Koalitionsvertrag abweichenden Entscheidungen des Senats unter einen Zustimmungsvorbehalt zu stellen.

Der Sprecher des Landesvorstands, Thomas Bartel, bestätigte am Mittwoch gegenüber jW die Zustimmung zu dem Verkauf. Dabei seien »Interpretationsspielräume« genutzt worden, die sowohl der Koalitionsvertrag, als auch der Parteitagsbeschluß zuließen. Die Wohnungen stünden überwiegend leer, und die Gesellschaft hätte die notwendigen Mittel zur Sanierung nicht aufbringen können. Der Verkauf sei daher die »beste Lösung« gewesen. Im Koalitionsvertrag steht dagegen, daß in derartigen Fällen der Verkauf an andere landeseigene Gesellschaften Vorrang habe.

Ohnehin könnte mit derartigen Begründungen ein Großteil des kommunalen Wohnungsbestandes an »Heuschrecken« verscherbelt werden. Doch laut Bartel haben die Investoren nur Gutes im Sinn. Sie hätten »versichert«, die Wohnungen nach einer Sanierung langfristig auf dem ortsüblichen Niveau halten zu wollen und strebten nur eine »mäßige Nettokapitalrendite an«. Schriftlich fixierte Fristen, die eine schnelle Verwertung durch Weiterverkauf ausschließen, gebe es allerdings nicht, räumte Bartel ein.
http://www.jungewelt.de/2006/12-07/052.php
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Alt 07.12.2006, 11:38   #27
cementwut
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hallo guten morgen,

:lol: :lol:

ich hätte gestern beinahe auch noch ein paar nette artikel zu den berlinerInnen eingestellt aber zum ersten mal kam bei mir sowas wie,:

wenns nicht so tragisch wäre - würde ich mich wahrscheinlich nun todlachen

ich gebs auf - denen is nicht mehr zu helfen - schaden tun sie allen - und irgentwann hör ich schon den wowereit singen - ich habe die linke entzaubert - seht her - hier zeigt sie ihr wahres gesicht -

ich muss ehrlich sagen - z.z. sehe ich was die zukunft der pds und der wasg betrifft nicht sehr rosig

ob die linken aus beiden da noch was bewegen können - meine hoffnung schwindet immer mehr

naja war halt mal ein versuch :kotz:
 
Alt 08.12.2006, 09:42   #28
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redwitch
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zur von der Berliner Linkspartei.PDS befürworteten Privatisierung der Sparkassen

Zitat:
Klaus Lederer, Linkspartei.PDS Berlin, räumt ein: Vertragliche Auflagen für den Erwerber sind nach dem Verkauf kaum durchsetzbar. - Verlierer sind die Sparkassenkunden.

In einem Schreiben an alle Landes- und Kreisvorsitzenden der Linkspartei.PDS hat der Bundesgeschäftsführer der Partei, Dietmar Bartsch, diesen mitgeteilt, dass der Parteivorstand in seiner Sitzung am 4.12.06 die Pläne der am Senat beteiligten Berliner Genossen zur Privatisierung der Berliner Sparkasse zustimmend zur Kenntnis genommen hat. Statt kritischer Worte heißt es in der Information, das Herangehen der Linkspartei.PDS Berlin werde vom Parteivorstand unterstützt. Man wünscht sich lediglich, dass die Berliner Genossen den Verkauf transparent darstellen. Gleichzeitig wird noch einmal die Bildung der Koalition mit der SPD in Berlin begrüßt und die bedingungslose Teilnahme an Regierungen bekräftigt.
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/1416/205/
redwitch ist offline  
Alt 08.12.2006, 10:20   #29
cementwut
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Zitat:
Statt kritischer Worte heißt es in der Information, das Herangehen der Linkspartei.PDS Berlin werde vom Parteivorstand unterstützt. Man wünscht sich lediglich, dass die Berliner Genossen den Verkauf transparent darstellen. Gleichzeitig wird noch einmal die Bildung der Koalition mit der SPD in Berlin begrüßt und die bedingungslose Teilnahme an Regierungen bekräftigt.
:shock:
also wenn ich ja mittlerweile vieles für möglich halte, aber das kann ich einfach nicht glauben, dass das der parteivorstand so gesagt hat...

aber was die berliner arbeit betrifft, so ist es seit eh und je überhaupt nicht möglich zu allen themen sich über primärquellen zu informieren.
jeder kanichensuchtverein hat eine informativere und transparentere homepage als der landesverband berlin, geschweige denn die der berliner abgeordnetenfraktion.
und mittlerweile glaube ich auch, dass das so gewollt ist, denn diese intransparenz gegenüber genossInnen und wählerInnen ist ja nun schon seit jahren ein immer wieder auftauchender kritikpunkt, ändern tut sich da aber nichts.
 
Alt 08.12.2006, 11:53   #30
Luna
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Zitat von redwitch
Das wirft natürlich ein ziemlich schlechtes und deprimierendes Licht auf die politischen Strukturen in diesem Land auf. Da wird eine neue politische Bewegung, die aus der gesellschaftlichen Notwendigkeit erwachsen war, eine politische Vertretung für die Interessen eines Großteils der Bevölkerung (vornehmlich der Erwerbsarbeitsabhängigen, ob in Arbeit oder nicht) zu schaffen, kurz und bündig den Bedürfnissen nach Privilegienerhaltung einer kleinen parteipolitischen Führungsclique geopfert.

Wenn es so weit gekommen ist, werden die politisch Tätigen und Interessierten nicht um die Frage herumkommen, wer an diesem neuerlichen Versagen eigentlich schuld gewesen ist.
Um "Schuld" geht es hier wohl weniger, denn solche Entwicklungen sind m.E. durch 2 Dinge erklärbar:

1. Wenn Menschen sich in - auch linken - Parteien zusammenfinden, verfolgen viele von ihnen zum einen bestimmte persönliche Ziele, wie z.B. die Befriedigung bisher nicht befriedigter narzistischer Bedürfnisse nach Macht, Achtung, Anerkennung, Ruhm & Ehre. Und gerade diese Menschen haben es durch ihre eigene - deformierende - Entwicklung sehr leicht, sich mit "Ellenbogengewalt" an die Spitze der Parteien zu boxen.

2. Zum anderen gibt es eine Wechselwirkung zwischen der - auch in linken Parteien bestehenden - hierarchischen Struktur solcher Gruppen und einer - auch in linken Kreisen vorkommenden, autoritären - Persönlichkeitsstruktur, die sich auch durch mangelnde Eigen-Identität auszeichnet, die sich von eben diesen Strukturen angezogen fühlt, und die eben wieder auf die Struktur des Gesamtsystems Partei zurückwirkt.

Solange die meisten Menschen sich ihrer selbst (ihrer individuell erlebten Geschichte und den dazugehörigen Konsequenzen im Erleben und Verhalten, ihren Motiven, Bedürfnissen etc.) nicht bewusst sind, wird es keine tatsächliche, auf einer individuellen, freien Entscheidung basierende Demokratie geben. Eine solche ist m.E. ohne die Entwicklung eines Selbst-Bewusstseins, einer kritischen Hinterfragung der eigenen erlebten Systeme und Strukturen, also einer echten Emanzipation davon, nicht möglich.

Gruß, Luna
 
Alt 08.12.2006, 12:19   #31
hellucifer
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Zitat von Arco
... also Heiko :pfeiff: :pfeiff:

.... so billig hätte ich deine Antwort eigentlich nicht erwartet :shock:

oder hattest du keine andere parat ? ? ?

...
Die Mitglieder in der CDU / CSU (schwarz) sind nur deshalb dort Mitglieder, weil die NSDAP eine verbotene Partei ist. Zusammen mit den liberalen (gelb) ergibt das eine ziemlich braune Mischung. Mehr NDSAP geht schon gar nicht mehr. Davon profitieren die ganz schön, und was mehr sollen die auch wollen? (Ein Weniger für die da unten allenfalls.)

Allen Unkenrufern zum Trotz: Die Antwort auf Probleme liegen am ehesten ganz links beim Linksbündnis. Dass das eine SED-Vergangenheit hat oder haben soll, ist völlig schnurzpiepegal!
hellucifer ist offline  
Alt 08.12.2006, 13:39   #32
Arco
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Arco
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:klatsch: :klatsch:

.... und jetzt fühlst Du dich wieder wohl :mrgreen:

abe Dir ist ja eh alles
Zitat:
..... völlig schnurzpiepegal!
:party:
Arco ist offline  
Alt 08.12.2006, 14:08   #33
cementwut
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noch ein artikel zur linken.pds-börlin

Zitat:
WASG: Arroganz und Zynismus in Berlin

Arroganz der Macht und demokratisch-sozialistischer Zynismus beherrschen Berlin


...

Die Tinte der rot-roten Unterschriften unter dem Koalitionsvertrag ist noch nicht getrocknet, da wird schon weitergemacht, als wäre nichts geschehen, als hätte die Linkspartei.PDS zur Abgeordnetenhauswahl im September nicht die Hälfte ihrer Wähler verloren, als hätten die Bundesverfassungsrichter in Karlsruhe kein Urteil gefällt und als hätte der Landesparteitag der Linkspartei.PDS nicht alle zukünftig vom Koalitionsvertrag abweichenden Entscheidungen des Senats vorsorglich unter seinen Zustimmungsvorbehalt gestellt.
...
http://www.gegen-hartz.de...909.php
 
Alt 08.12.2006, 16:06   #34
dickpi
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Zitat von heiko98527
Otto Fürst von Bismarck 33-45 NSDAP ----- nach 45 CDU
Ewald Bucher 33-45 NSDAP ----- nach 45 CDU
Karl Carstens 33-45 NSDAP ----- nach 45 CDU
Hans Filbinger 37-45 NSDAP ----- nach 45 CDU
Max Güde 40-45 NSDAP ----- nach 45 CDU
Hermann Höcherl 33-45 NSDAP ----- nach 45 CSU
Kurt Georg Kiesinger 33-45 NSDAP ----- nach 45 CDU

Das sind nur ein paar wenige, da gibt es aber noch ganz andere Kaliber. So und nun wieder du
Die sind zum Glück ja schon ausgestorben!
dickpi ist offline  
Alt 15.12.2006, 10:07   #35
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interessanter Bericht von der Vorstandssitzung von WASG und Linkspartei.PDS am 10.12.2006 in Berlin

und überraschende Einsichten in die Innenwelt von Katja Kipping

Zitat:
Interessant war eines von mehreren Argumenten von Katja Kipping gegen die Trennung von Amt und Mandat. Demnach müsse sich die Partei auch nach den bürgerlichen Medien richten, die nun mal mehr Interesse an der Bundestagsfraktion habe und deshalb die Fraktionsmitglieder auch Teil des Parteivorstands sein müssten.
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/1444/32/
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Alt 15.12.2006, 12:29   #36
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ja ja das katja - schon interessant wie sich manche junge menschen entwickeln, deren lebenserfahrungen und horizont vorwiegend auf politische arbeit fussen und geprägt ist :x

zu lothar bisky, den ich ingesamt als mensch wirklich sehr schätze, aber ohne näher hier darauf einzugehen - in zwei punkten hat er mich doch sehr enttäuscht

ich schaue mir das alles noch ne zeit lang an ...

:)
 
Alt 15.12.2006, 12:47   #37
Arco
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Zitat:
zu lothar bisky
.... :icon_kinn: ist das DER, der beim Reden immer geweckt werden muß damit ER nicht einschläft :mrgreen:

(na gut, bin ja schon wieder weg ;) )
Arco ist offline  
Alt 15.12.2006, 12:56   #38
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wie kam ich nur darauf, dass hier sicherlich sehr bald ein hund reinsabbern wird

Zitat von Arco
Zitat:
zu lothar bisky
.... :icon_kinn: ist das DER, der beim Reden immer geweckt werden muß damit ER nicht einschläft :mrgreen:

(na gut, bin ja schon wieder weg ;) )
schade arco, dass du ihn anscheinend noch nicht ohne skript hast reden hören - denn mit skript tut er sich tatsächlich sehr schwer

lothar bisky sollte m.e. nur ohne redemanuskript reden

aber dir geht es ja eh um was anderes nüsch wahr hörr arco
 
Alt 15.12.2006, 13:16   #39
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Zitat:
aber dir geht es ja eh um was anderes nüsch wahr hörr arco
ja, trollen
redwitch ist offline  
Alt 15.12.2006, 13:16   #40
Arco
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.... ;) nix für ungut :hug:

2 User = 3 Meinungen :lol:

und meine Meinung über diese Truppe ist so wie sie ist - wie bei Dir evtl. andersherum ;) :)

Aber ich kann es doch nicht lassen :twisted: :twisted:
Arco ist offline  
Alt 15.12.2006, 13:27   #41
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Zitat von Luna
... Um "Schuld" geht es hier wohl weniger, denn solche Entwicklungen sind m.E. durch 2 Dinge erklärbar:

1. Wenn Menschen sich in - auch linken - Parteien zusammenfinden, verfolgen viele von ihnen zum einen bestimmte persönliche Ziele, wie z.B. die Befriedigung bisher nicht befriedigter narzistischer Bedürfnisse nach Macht, Achtung, Anerkennung, Ruhm & Ehre. Und gerade diese Menschen haben es durch ihre eigene - deformierende - Entwicklung sehr leicht, sich mit "Ellenbogengewalt" an die Spitze der Parteien zu boxen.

2. Zum anderen gibt es eine Wechselwirkung zwischen der - auch in linken Parteien bestehenden - hierarchischen Struktur solcher Gruppen und einer - auch in linken Kreisen vorkommenden, autoritären - Persönlichkeitsstruktur, die sich auch durch mangelnde Eigen-Identität auszeichnet, die sich von eben diesen Strukturen angezogen fühlt, und die eben wieder auf die Struktur des Gesamtsystems Partei zurückwirkt.

Solange die meisten Menschen sich ihrer selbst (ihrer individuell erlebten Geschichte und den dazugehörigen Konsequenzen im Erleben und Verhalten, ihren Motiven, Bedürfnissen etc.) nicht bewusst sind, wird es keine tatsächliche, auf einer individuellen, freien Entscheidung basierende Demokratie geben. Eine solche ist m.E. ohne die Entwicklung eines Selbst-Bewusstseins, einer kritischen Hinterfragung der eigenen erlebten Systeme und Strukturen, also einer echten Emanzipation davon, nicht möglich. ...
:daumen: es ist hinzuzufügen, dass meist diejenigen, welche die qualitäten zum "alphatier" im sinne gleicher unter gleichen zu sein haben, diejenigen sind, die kein interesse an undemokratisch-autoritärer machtausübung haben...

Zitat:
"Der autoritäre Charakter" nach Erich Fromm
>... Autorität ist keine Eigenschaft, die jemand "hat" in dem Sinn, wie er Besitz oder körperliche Eigenschaften hat. Autorität bezieht sich auf eine zwischenmenschliche Beziehung, bei der der eine den anderen als ihm überlegen betrachtet. Aber es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen einer Überlegenheits-Unterlegenheits-Beziehung, die man als rationale Autoritätsbeziehung bezeichen, und einer, die man als hemmende Autoritätsbeziehung beschreiben kann. Ein Beispiel soll zeigen, was ich damit meine. Die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und die zwischen Sklavenbesitzer und Sklave gründen sich beide auf die Überlegenheit des einen über den anderen. Das Interesse von Lehrer und Schüler geht in gleicher Richtung. Der Lehrer ist zufrieden, wenn es ihm gelingt, seinen Schüler zu fördern; gelingt es ihm nicht, dann ist er genauso gescheitert wie der Schüler. Dagegen möchte der Sklavenhalter den Sklaven nach Möglichkeit ausbeuten; je mehr er aus ihm herausholt, um so befriedigter ist er. Gleichzeitig versucht der Sklave seine Ansprüche auf ein Minimum an Glück zu verteidigen. Diese Interessen laufen zweifellos einander zuwider, da der Vorteil des einen der Nachteil des anderen ist. In beiden Fällen hat die Überlegenheit des einen Partners eine unterschiedliche Funktion: Im ersten Fall ist sie die Vorbedingung dafür, dass der der Autorität unterworfene Person geholfen werden kann; im zweiten Fall ist sie die Vorbedingung für deren Ausbeutung.
Auch die Dynamik der Autorität ist in beiden Fällen eine andere: Je mehr der Schüler lernt, um so schmaler wird die Kluft zwischen ihm und seinem Lehrer. Er wird dem Lehrer immer ähnlicher. Mit anderen Worten, die Autoritätsbeziehung zeigt die Tendenz, sich aufzulösen. Dient dagegen die Überlegenheit der Ausbeutung, wird der Abstand auf die Dauer immer größer.
Die psychologische Situation ist in beiden Autoritätssituationen unterschiedlich. In der ersten sind Liebe, Bewunderung und Dankbarkeit die vorherrschenden Elemente. Die Autoritätsperson ist gleichzeitig ein Vorbild, mit dem man das eigene Selbst ganz oder teilweise identifizieren möchte. Im zweiten Fall entsteht Ressentiment und Feindseligkeit gegen den Ausbeuter, da die Unterordnung unter ihn den eigenen Interessen zuwiderläuft. Aber oft würde - wie im Fall des Sklaven - der Hass nur zu Konflikten führen, unter denen der Sklave zu leiden hätte, ohne eine Chance zu haben zu siegen. Daher wird er gewöhnlich eher dazu neigen, seine Hassgefühle zu verdrängen und wird sie gelegentlich sogar durch ein Gefühl blinder Bewunderung ersetzen. Dieses hat zweierlei Funktionen: Erstens beseitigt es das schmerzliche und gefährliche Hassgefühl, und zweitens mildert sich das Gefühl der Demütigung. Wenn der, der mich beherrscht, ein so prachtvoller und vollkommener Mensch ist, dann brauche ich mich nicht zu schämen, wenn ihm gehorche. Ich kann ihm ja doch niemals gleichkommen, weil er so viel stärker, klüger und besser ist als ich. Bei dieser den anderen hemmenden Art der Autorität wird daher der Hass oder die irrationale Bewunderung und Überschätzung der Autoritätsperson sich ständig vergrößern. Ein rationales Autoritätsverhältnis wird dagegen im gleichen Verhältnis abgebaut, wie der der Autorität Unterworfene selbst stärker und daher der Autoritätsperson ähnlicher wird.
...
Die Einstellung des autoritären Charakters zum Leben, seine gesamte Weltanschauung wird von seinen emotionalen Strebungen bestimmt. Der autoritäre Charakter hat eine Vorliebe für Lebensbedingungen, welche die menschliche Freiheit einschränken, er liebt es, sich dem Schicksal zu unterwerfen. Was er unter "Schicksal" versteht, hängt von seiner gesellschaftlichen Stellung ab. Das "Schicksal" eines Soldaten ist der Wille oder die Laune seines Vorgesetzten, dem er sich mit Freuden unterordnet. Für den kleinen Geschäftsmann ist Schicksal gleichbedeutend mit den ökonomischen Gesetzen. Wirtschaftskrisen und Prosperität sind für ihn keine gesellschaftlichen Phänomene, die durch menschliche Aktivität geändert werden können, sondern Ausdruck des Willens einer höheren Macht, der man sich zu unterwerfen hat. Für die an der Spitze der Pyramide ist die Situation im Grunde nicht anders. Der Unterschied liegt nur in der Größe und Reichweite der Macht, der man sich unterwirft, und nicht im Abhängigkeitsgefühl als solchem.
... - für den autoritären Charakter ist es stets eine höhere Macht außerhalb des einzelnen Menschen, der sich nur jeder unterwerfen kann. Der autoritäre Charakter verehrt die Vergangenheit...<

(Aus: "Der autoritäre Charakter" im "Erich-Fromm-Lesebuch", herausgegeben von Rainer Funk oder "Den Menschen verstehen - Psychoanalyse und Ethik" von Erich Fromm)
__

„Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“ - Marie von Ebner-Eschenbach

Das bedingungslose Grundeinkommen könnte der erste Schritt zu einer humaneren Gesellschaft sein, in der ohne Zwang zur Arbeit erstmals in der Geschichte des Menschen das wirklich Notwendige zum fortschrittlichen Erhalt und Gewinn allen Lebens getan wird.
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Alt 20.12.2006, 10:46   #42
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Zur 'neuen Linke', Elke Breitenbach gehört dem 'Realo-Flügel' im Bundesvorstand der L-PDS an

Zitat:
Zu den zentralen Herausforderungen der Linken weltweit gehört die Frage, wie die Politik das Primat über die Ökonomie, über die Profitlogik des Kapitals zurückgewinnt. Die Globalisierung ist nicht vom Himmel gefallen, sie ist auch nicht einfach die internationale Form von Kapitalismus. Sie ist auch das Werk von Menschen, die sich global wirkende Techniken und Strategien zu Nutze gemacht haben. Die Folgen liegen auf der Hand: die internationale wirtschaftliche Arbeitsteilung gerät immer mehr unter das Diktat weniger, aber dafür umso mächtiger werdender international tätiger Konzerne – die politischen Gestaltungsspielräume auf der Ebene der nationalen (Regierungs-)Politik werden enger. Gleichzeitig wachsen die Möglichkeiten auch linker Organisationen und emanzipatorischer Bewegungen mit der fortschreitenden Internationalisierung der Arbeits- und Lebensbeziehungen. Die Weltsozialforen, globalisierungskritische Bewegungen wie attac, gemeinsame europäische Gewerkschaftsaktivitäten, auch die Partei der Europäischen Linken belegen dies. Solche internationalen Aktivitäten von unten wären ohne Medien wie das Internet und andere Telekommunikationstechniken kaum vorstellbar. Deshalb sind Überlegungen in der Linken, sich auf den Nationalstaat als einzigen politischen Bezugsrahmen zurückzuziehen, irreführend und gehen an der Realität vorbei. Wir brauchen eine umfassende politische Debatte, wie die Politik das Primat über die Ökonomie zurück erlangt, und das im internationalen Maßstab.

Dazu gehört auch, sich den bestehenden gesellschaftlichen Problemen zuzuwenden und entsprechende Antworten darauf zu entwickeln. Wie wollen wir als Linke beispielsweise einen leistungsfähigen Sozialstaat erhalten, der allen hier lebenden Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand das Recht gibt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und zwar repressionsfrei? Welchen Stellenwert haben dabei für uns öffentliche Güter, mit deren Privatisierung wir gegenwärtig konfrontiert sind? Die Auswirkungen solcher bedingungslosen Privatisierungsstrategien können wir national und international beobachten.

Dabei reicht es nicht aus, in ideologische Reflexe zu verfallen und jede Privatisierung per se als kapitalistisches Teufelszeug zu denunzieren. Entscheidend ist, dass es eine gesellschaftliche Vereinbarung gibt, was staatliche Aufgabe ist, was gesellschaftliche Aufgabe ist, was in öffentlicher Trägerschaft, was in öffentlichem Eigentum stehen muss, wo der Staat die Verfügungsgewalt im öffentlichen Interesse haben muss. Dazu gehört ganz sicher ein Bildungssystem, das ohne Gebührenschranken und frei von sozialer Auslese gleiche Chancen für alle einräumt. Dazu gehört auch der Zugang zu Wasser, Mobilität und Energie. Es ist aber nicht zwingend erforderlich, dass ein Staat Porzellan- oder Autofabriken betreibt. Es ist auch nicht immer notwendig, dass kulturelle, soziokulturelle, ökologische Einrichtungen staatlich betrieben und reguliert werden. Hier sind Formen gesellschaftlicher Selbstorganisation, sei es in Form von Genossenschaften, in Projekten oder selbstverwalteten sozialen Unternehmen oft wirkungsvoller und leistungsfähiger. Große Teile der sozialen Beratungsinfrastruktur für Frauen, für Erwerbslose, für Obdachlose, für Migrantinnen und Migranten u. v. a. m. entstammen selbstorganisierten, autonomen Projekten, die öffentlich finanziert werden, aber nicht unter staatlicher Kontrolle und Bevormundung stehen, und auch zu Recht nicht stehen wollen.
http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2789

auf dem Papier liest sich das alles ganz gut und ist so allgemein gehalten, dass auch ich es unterschreiben könnte, wenn nur nicht die Praxis wäre
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Alt 09.01.2007, 12:50   #43
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Zitat:
Die Jung- und Mitteljung-PDSler um Senator Harald Wolf, Klaus Lederer, Stefan Liebich und andere bekommen zwar durchweg Allergiepickel, wenn sie auf das Thema SED-Vergangenheit angesprochen werden; aber die Ironie der Geschichte will es, daß sie gerade diesen von ihnen so Ungeliebten ihre innerparteilichen Abstimmungserfolge verdanken: Denn ein in »der Partei« sozialisierter Genosse, ein der SED-Parteidisziplin unterworfen gewesenes PDS-Mitglied, stimmt nicht so schnell gegen »die Partei«, es stimmt nicht gegen Beschlußvorlagen, die aus Vorstandsstuben kommen. Das gehört sich einfach nicht.
http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2792
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Alt 10.01.2007, 09:25   #44
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für wen's interessiert: Eine Sammlung von Beiträgen zur Wahlauswertung der letzten Berliner Landeswahlen, die bekanntlich für die L-PDS ein Desaster waren

http://linkspartei-berlin.de/fileadm...1208reader.rtf

einige der Beiträge sind gehen recht kritisch mit dem eigenen Establishment um, insbesondere wird auf sein Verhöltnis zur Basis eingegangen:

Zitat:
Der Gebrauchwert der Partei, Initiator des Kampfes gegen die neoliberale Politik der Bundesregierung zu sein, wurde nicht mehr artikuliert. So wird formuliert, dass die Kernkompetenz der Linkspartei, soziale Gerechtigkeit einzufordern, durch die Politik in der Koalition unter die Räder gekommen sei, dass die Partei nicht mehr als Bremser des neoliberalen Sozialabbaus wahrgenommen wurde. Ihre ungenügend wirksame Auseinandersetzung mit der asozialen, neoliberalen Politik der Bundesregierung hatte verheerende Rückwirkung auf Berlin und somit Konsequenzen für die Linksfraktion und für die zu organisierenden außerparlamentarischen Kontakte, für die trotz Regierungsbeteiligung notwendigen Oppositionspositionen gegenüber der Politik der Bundesregierung. Dazu zählte auch die Ignoranz gegenüber existierenden Protesten wie z.B. die Lehrer-, Schüler-, Ärzte- und andere Streiks bzw. Demonstrationen.

- Weiter wird auf die mangelnde strategische Arbeit des LV verwiesen. Es sei nicht zu spüren, wie es weiter gehen soll, der Slogan: „Soziale Stadt“ sei nicht mit realen Inhalten ausgefüllt worden, ausgehend von der Lebenswirklichkeit der Menschen. So seien zwar die 3 Wahlprojekte wichtig, aber sie seien nicht ausreichend im Kampf gegen zunehmende Armut und Ausgrenzung in der Stadt.

- Undifferenzierte Mitglieder -und Zielgruppenarbeit, die zum Verlust von Basisbeziehungen führte. Die eigene Basis schien nicht mehr gefragt, auf Hinweise, Ratschläge, Kritiken gab es keine Reaktionen seitens des Landesvorstandes. Inwieweit diese Kritik an die Bezirksvorstände herangetragen wurde, wird aus den Unterlagen nicht deutlich.

- Gegenstand der Kritik ist ebenso die Stagnation der innerparteilichen Kommunikation, die, so die Einschätzungen, eine Entfremdung des Führungspersonals von den „Massen, Mitgliedern und Wählern“ signalisiert Massive Kritik wurde formuliert erstens zum Verhältnis der Parteiführung zur Basis .Letztere wurde meist allein gelassen mit ihren Problemen getroffene Entscheidungen gegenüber den eigenen Mitgliedern und Sympathisanten verteidigen zu müssen, wie z.B. das immer wieder genannte Straßenausbaubeitragsgesetz. Daraus wurde die Forderung abgeleitet, vor Entscheidungen im Abgeordnetenhaus zu wesentlichen Fragen Debatten mit den Betroffenen zu führen und ebenso die Basis zu informieren. Zweitens wurde gefordert, vor Abschluss des Koalitionsvertrages eine Mitgliederbefragung durchzuführen, dies auch mit der Begründung, dass Delegierte des Landesparteitages meist vor Entscheidungen im Sinne der „Macher“ manipuliert würden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Termin des Sonderparteitages kritisiert. Zeitlich wäre kaum die Möglichkeit gewesen, sich vorab in den Basisgremien auszutauschen. Außerdem war die Wahlniederlage noch nicht analysiert und so erschien die Entscheidung bezüglich der Aufnahme von Koalitionsgesprächen verfrüht und ungenügend reflektiert.

- Kritikfähigkeit
Als weitere wesentliche Ursache für den im Wahlergebnis sich ausdrückenden Vertrauensverlust wird die abwertende, ignorante Haltung zur Kritik der Basis bzw. von Bürgern gesehen. Kritik werde als Angriff, z.T. auch als persönlicher Angriff abgewertet und eingedämmt. Es gab keinen offenen, offensiven Umgang mit Fehlern in der politischen Führung des Landesvorstandes wie in der Arbeit der Fraktion. Kritische Diskurse aus der Partei und ihrem Umfeld, so auch aus der WASG wurden als Meckerei u. ä. abgewertet, nicht produktiv gemacht. Dazu gehört auch die Ignoranz gegenüber Kritik bzw. anderen Politikvorstellungen, mit denen sich nicht politisch auseinandergesetzt wurde, am deutlichsten sichtbar in der Auseinandersetzung mit der WASG. Die beiden gemeinsamen gesellschaftlichen Foren wurden kaum wahrgenommen
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Alt 10.01.2007, 20:06   #45
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1. Wenn Menschen sich in - auch linken - Parteien zusammenfinden, verfolgen viele von ihnen zum einen bestimmte persönliche Ziele, wie z.B. die Befriedigung bisher nicht befriedigter narzistischer Bedürfnisse nach Macht, Achtung, Anerkennung, Ruhm & Ehre. Und gerade diese Menschen haben es durch ihre eigene - deformierende - Entwicklung sehr leicht, sich mit "Ellenbogengewalt" an die Spitze der Parteien zu boxen.

Welch eine illegitime Pauschalisierung von Parteien! "Befriedigung bisher nicht befriedigter narzistischer Bedürfnisse nach Macht" - daß eine Partei auch eine einzige große Stimme ist und so die politischen Forderungen ihrer Mitglieder durchsetzen kann, kommt dir nicht in den Sinn? Daß sich Menschen VERSAMMELN müssen, wenn sie etwas verändern wollen?

Daß das immer auch Schmarotzer und Karrieristen anlockt, denen die eigentliche Sache egal ist, muß klar sein. Aber so einfach wie du ihn darstellst, ist der Sachverhalt nicht.
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Alt 10.01.2007, 20:19   #46
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Zitat von commie
Zitat:
1. Wenn Menschen sich in - auch linken - Parteien zusammenfinden, verfolgen viele von ihnen zum einen bestimmte persönliche Ziele, wie z.B. die Befriedigung bisher nicht befriedigter narzistischer Bedürfnisse nach Macht, Achtung, Anerkennung, Ruhm & Ehre. Und gerade diese Menschen haben es durch ihre eigene - deformierende - Entwicklung sehr leicht, sich mit "Ellenbogengewalt" an die Spitze der Parteien zu boxen.

Welch eine illegitime Pauschalisierung von Parteien! "Befriedigung bisher nicht befriedigter narzistischer Bedürfnisse nach Macht" - daß eine Partei auch eine einzige große Stimme ist und so die politischen Forderungen ihrer Mitglieder durchsetzen kann, kommt dir nicht in den Sinn? Daß sich Menschen VERSAMMELN müssen, wenn sie etwas verändern wollen?

Daß das immer auch Schmarotzer und Karrieristen anlockt, denen die eigentliche Sache egal ist, muß klar sein. Aber so einfach wie du ihn darstellst, ist der Sachverhalt nicht.
Das aber meistens diese "Schmarotzer und Karrieristen" genauso wie "Blender" in den "oberen Etagen" zu finden sind und die "einfachen Mitglieder" die eigentliche Arbeit machen, scheinst Du aber auch vergessen zu haben. ;)
 
Alt 11.01.2007, 09:43   #47
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mit Harald Wolf hat sich L-PDS eine Art Schröder bzw Clement eingefangen, dessen zukünftiger Lebenslauf sunngemäß vorgezeichnet ist: politisches Amt wird dazu benutzt, die nachpolitische Karriere in der 'Wirtschaft' vorzubereiten:

Zitat:
Auch bei anderer Gelegenheit scheint Wolf dem Unternehmerlager näher zu stehen, als den Belangen der Mehrheit der Berliner Bevölkerung. Wie der Tagesspiegel im August letzten Jahres schrieb, war es Harald Wolf, der diesmal jedoch nicht antrieb, sondern auf der Bremse stand und zu verhindern wusste, als Finanzsenator Sarrazin im Juli 2005 die Gewerbesteuer erhöhen wollte. Sehr engagiert zeigt sich Wolf seit letztem Jahr auch bei der Einführung des neuen Tarifsystems bei den Wasserbetrieben (siehe Beitrag S. ..), eine der zentralen Forderungen der IHK.

Die Nähe zur Wirtschaft ergibt sich für den Senator ganz unmittelbar durch eine Vielzahl von Aufsichtsratsposten. Einer davon ist bei der Berlin Partner GmbH, wo Wolf als stellvertretender Vorsitzender u.a. mit Werner Gegenbauer und Eric Schweitzer, dem Ehrenpräsidenten und dem Präsidenten der IHK in einem Gremium sitzt. Die Berlin Partner GmbH ist nach eigenen Angaben die "zentrale Anlaufstelle in Berlin, die Investoren bei der Ansiedlung unterstützt." Dafür wirbt die Gesellschaft mit dem eigens eingerichteten Internetportal "Business Location Center", welches das "zentrale Informationsportal für die Wirtschaft" darstellt.

Hier finden sich alle Vorzüge, die Berlin für Investoren zu bieten hat und für die sich der Wirtschaftssenator stark macht:

"Arbeitnehmer sind hervorragend qualifiziert und international wettbewerbsfähig, Arbeitszeiten sind flexibel und die Arbeitskosten günstig, (...) Investitionsförderung bietet die besten Förderbedingungen Europas, (...) Kommunale Steuern zählen zu den niedrigsten im Vergleich der deutschen Bundesländer.

....

Zur Kontrolle der wirtschaftspolitischen Zielvorstellungen wurde ein jährliches Monitoring vereinbart. Berlin beschreite mit der "Wachstumsinitiative" neue Wege, kommentierte der Donnerstagskreis der SPD im Oktober 2004 sehr treffend. Und an gleicher Stelle - in der Ausgabe 24 der Schriftenreihe "Erkennen und Gestalten" - heißt es ebenso treffend: "Nicht mehr das Parlament ist der Partner des Herrn Wolf - die Interessensverbände der Wirtschaft sind jetzt in Augenhöhe des Senats angekommen. Sie kontrollieren über das ihnen eingeräumte Monitoring die Wirtschaftspolitik in Berlin."

....

Bei einer derart unternehmensfreundlichen Politik, die quasi vertraglich festgeschrieben ist, verwundert es nicht, dass Herr Schweitzer und seine IHK keinerlei Bedenken gegenüber der Weiterführung der rot-roten Koalition hatten. Ganz im Gegenteil: Kurz vor den Wahlen äußerte sich Schweitzer gegenüber der Berliner Zeitung mit Worten der Hochachtung zum alten und neuen Wirtschaftssenator: "Manche wundern sich über die gute Zusammenarbeit zwischen der IHK und Wirtschaftssenator Harald Wolf von der Linkspartei. Doch das hat seinen Grund: Wolf ist ein in der Wirtschaft respektierter und anerkannter Senator, weil er verlässlich und bereit ist, Dinge zu ändern."

Dass der Präsident der IHK den Wahlkampf des Senators unterstützen würde, darf allerdings niemand behaupten. Mit einer einstweiligen Verfügung gegen das Magazin Focus (Fakten, Fakten, Fakten), untersagte das Landgericht Berlin die Verbreitung solcherlei Formulierungen. Der Focus hatte zudem behauptet, dass bei der öffentlich-privaten Zusammenarbeit zwischen BSR und Alba nicht alles mit rechten Dingen zuging. Nicht mehr behauptet werden darf in diesem Zusammenhang, dass Ermittler klären müssten, "ob der Wirtschaftssenator und BSR-Aufsichtsratchef Wolf stets die Interessen des Landesbetriebs wahrte oder eher dem einflussreichen Alba-Chef Eric Schweitzer gefällig war."
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/1920/205/
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Alt 11.01.2007, 10:02   #48
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man kann jetzt schon sagen, meine ich, dass man die so genannte vereinigte Linke aus der Sicht der sozialen Bewegungen vergessen kann

Zitat:
Wir haben die Folgen unterschätzt«, sagte Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei.PDS), sekundiert von seinem Landesparteichef Klaus Lederer, am Mittwoch auf der Klausurtagung der Bundestagsfraktion Die Linke in Bremen mit Blick auf das Ende vergangenen Jahres von der »rot-roten« Koalition durchgepeitschte Berliner Ladenschlußgesetz. Wollen sich Wolf und Genossen gar dafür entschuldigen, daß unterbezahlte Verkäuferinnen bei Lidl und Konsorten jetzt bis in die Nacht schuften dürfen? Sorry, aber das konnten wir ja nicht ahnen ... Nein, weit gefehlt. Berlins Regierungssozialisten hatten nicht mit dem massiven Widerstand der Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel gerechnet, einschließlich dem ihrer ansonsten nicht gerade als besonders radikal und konfliktfreudig verschrienen Gewerkschaftsfunktionäre im ver.di-Landesbezirk. Eigentlich hatte man im Karl-Liebknecht-Haus erwartet, daß die Sache ohne großes Geschrei durchgeht. Sonst interessiert sich doch auch kein Schwein für die Probleme von Supermarktkassiererinnen.

Das war’s auch schon an »Selbstkritik«, was die Berliner Spitzenkräfte Wolf und Lederer in Bremen zum besten gaben. Sparkassenverkauf, Wohnungsprivatisierung – kein Thema. Kritik kam von Oskar Lafontaine (»Glaubwürdigkeit der Linken ist gefährdet«) und anderen, vor allem aus der WASG – doch die Berliner Regierungssozialisten machen weiter wie bisher. Warum auch nicht? In der Partei sind sie unangreifbar und aus der Berliner Landesregierung abwählen kann man sie offensichtlich auch nicht. Wenn die Sparkasse demnächst an eine Privatbank geht ist das doch nicht ihre Schuld – bloß weil sie sich von der Bankenlobby das entsprechende Gesetz haben diktieren lassen. Einen »Lackmustest« für die Linke hat Lafontaine die Haltung zur Sparkassenprivatisierung einem Vierteljahr genannt – na und? Was ist schon ein Lackmustest? Ein Stück Papier wird rot oder nicht.

Worum es wirklich geht beim »historischen Prozeß« der Parteibildung der neuen Linken, demonstrierte Felicitas Weck, Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand der WASG. Wie Anfang der Woche bekannt wurde, tritt Frau Weck in den nächsten Tagen eine Stelle im Büro von Linkspartei-Fusionskommissar Bodo Ramelow an. Erst im November hatte der Parteitag der WASG beschlossen, daß Führungsmitglieder keine hauptamtlichen Funktionärsjobs bei Parteien ausüben dürfen.
http://www.jungewelt.de/2007/01-11/044.php
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Alt 01.02.2007, 18:14   #49
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Hallo Zusammen,

Oskar Lafontaine , hat es jetzt schon zugegeben: im Bundestag sitzen nur neoliberale Parteien :mrgreen:

http://www.jungewelt.de/2007/02-01/027.php


Norbert
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Alt 01.02.2007, 20:27   #50
Anselm Querolant
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Zitat von Arco
... also Heiko :pfeiff: :pfeiff:

.... so billig hätte ich deine Antwort eigentlich nicht erwartet :shock:

oder hattest du keine andere parat ? ? ?

Du weißt ganz genau wie die Feststellung und die Frage gedacht war und bevor wir jetzt alle Namen durchgehen wer mal wann in einer Partei war, hast du noch Chance hier klarzustellen was die NS....P mit der CDU oder der CSU zu tun hat :!:

Oder willst du damit ausdrücken das es die SPD nicht mehr gibt und jetzt WASG heißt :pfeiff: :pfeiff: Oskar Lafontaine SPD ------ ab 2005 WASG

Schiet wenn man eine Behauptung aufgestellt hat und dann nicht belegen kann das die N.... jetzt C ... ist

Fakt ist doch wohl auf jeden Fall das Eine, dass die SED sich nicht aufgelöst hat und sich nur umbenannt - somit nie aufgehört hat zu existieren ! ! ! Oder siehst du das anders :mrgreen: :mrgreen:

Zitat:
Die Linkspartei. – auch mit dem Zusatz PDS, Kurzbezeichnung Die Linke. – ist eine politische Partei in Deutschland, die sich selbst links von den anderen im Bundestag vertretenen ...
Nun, der NSDAP-Unterstützer Zentrumspartei hat sich auch nicht umbenannt, dennoch sind heute deren Ex-Mitglieder neben vielen Ex-Mitgliedern der NSDAP in der "neuen" CDU zuhause. Nun? Des Weiteren ist CDU/CSU auch nur ein extrem ähnlicher Nachbau der damaligen Zentrumspartei und der Bayerischen Volkspartei.

Siehe dazu.
http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/i...bvp/index.html

Alles ein Gesocks, damals wie heute nur auf den eigenen Vorteil bedacht, das "Volk" ist damals wie heute nur Mittel zum Zweck, das zeigt sich auch und gerade insbesondere in der aktuellen Arbeitsmarkt, Steuer- und Sozialpolitik.

Egal wer "dran" ist, den Schneid das wirkliche Problem des auswuchernden Kommerzes einzudämmen geht niemand an, man hält schön die "Hand" auf. Nicht umsonst klagt man vor dem BVerfG um die Offenlegung von Politiker"bezügen" zu verhindern.

Dein "Hass" bzw. deine "Erkenntnisse" bezüglich der "PDS/SED", bei gleichzeitiger völliger Ignoranz einer verFTPten SPD und einer noch viel kommerzkorrumpierteren
CDU/CSU, entspringt leider sichtlich jenen billigen Propagandaaktionen die gerade die von dir so "gehasste" SED so schändlich nutzbringend einsetzte. Ein armes, willfährig agierendes Propagandaopfer du bist, betroffen vom du genauso wirst sein... ;)

Gruß, Anselm
 

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