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Alt 16.02.2007, 02:34   #26
isabel
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isabel
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Hallo,
ich habe den Thread bei der Arbeit (Ein-Euro-Job) gelesen, und konnte mich nicht da gleich einmischen. Ich bin Alleinerziehende Mutter, die, natürlich, von dem System sehr „profitiert“ hat. Ich wollte auch Karriere und Familie zusammen verbinden. Anfangs war das nicht möglich, weil meine Tochter sehr krankheits anfällig war, danach hat mir niemand die zweite Chance gegeben. Nach der Scheidung mußte ich auf einmal zum Sozialamt, und um Sozi für mich und meine Tochter zu bekommen, musste ich nachweisen, daß ich alle entsprechende Anwaltsanträge wegen Unterhalt gestellt hatte, obwohl ich wußte, daß das einfach Zeitverschwendung war. Bei Arbeitsamt hatte ich mich auch gemeldet, aber, da ich keine Leistungen von AA hatte, war ich nicht zu vermitteln.
Da war ich quasi gezwungen, jede Arbeit aufzunehmen, die vorhanden war und habe mich mit versch. Jobs
übers Wasser gehalten. Um in meinen gelernten Beruf zurück zu kehren hatte ich keine Möglichkeiten.
Damals wäre ich schon zufrieden, wenn meine Tochter zumindest eine Ganztagsschule besuchen konnte – sie war 10 J. alt, als wir geschieden wurden.
Jetzt habe ich ALG 2 und ich weiss, dass mich Altersarmut erwartet. Wozu habe ich den studiert?
Bei heutigen System, wer von Chancengleichheit spricht – der lügt. Die Zeiten, die ich meiner Familie gewidmet hatte, zählen nicht. Rückkehr-möglichkeit gibt es auch nicht. Als ALG 2-Empfängerin werde ich keine neue Beziehung eingehen, weil ich mich damit in völlige Abhängigkeit begebe. Es wäre ganz Interessant, wieviele Beziehungen auf Grund der Politik privater Versorgung, totaler Abhängigkeit von dem Partner, vor allem in s.g. Bedarfsgemeinschaften, in die Brüche gegangen sind.
Ich habe einen Artikel gefunden, der, meiner Meinung sehr interessant ist. Die vorgeschlagene Lösungen kann ich mir durchaus vorstellen:
„Abschied von Ernährenmodell“ :

http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2727

Der Artikel ist ziemlich lang, aber sicher lesenswert.
Gruß
Isabel
__

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art.1 P.1GG

Damit das auch so bleibt:
Wacht auf, Verdammte dieser Erde,!


Aus Solidarität und als Ausdruck meines Protests gegen die Kriminalisierung der freien Meinungsäußerung:
"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten."
(Adorno)

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Alt 16.02.2007, 10:53   #27
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Hallo Isabel

einen weiteren lesenswerten Beitrag zum Arbeitsbegriff gibts hier

Zitat:
Arbeit ist aus dem menschlichen Leben nicht wegzudenken; der Einzelne wird immer einer Tätigkeit nachgehen - nicht nur, um seine Existenz zu sichern, sondern vor allem, weil er sich dadurch entfalten und weiterentwickeln kann. Demzufolge kommt der Frage "Was ist Arbeit?" eine herausragende Bedeutung zu.

Von ihrer Beantwortung hängt sowohl die Verteilung der Lebenschancen als auch der individuelle Status in der Gesellschaft ab. Aus diesem Grund wird ihr im Programmatischen Gründungsdokument der neuen Linken besondere Aufmerksamkeit geschenkt: "Erwerbsarbeit, Arbeit in Familien und Partnerschaften, Arbeit zur Mitgestaltung der Gesellschaft sowie die Teilnahme am kulturellen und sozialen Leben muß allen Menschen möglich sein" (PG: S. 4, Sp. 1, Z. 33-36). Im Anschluß an diesen Textausschnitt widmen sich sämtliche Überlegungen jedoch ausschließlich dem Begriff der Erwerbs- bzw. Lohnarbeit. Das läßt sich insbesondere an den im Papier unterbreiteten Lösungsvorschlägen ablesen: "Arbeitszeitverkürzung", "neue Arbeitsplätze durch ökologischen und sozialen Umbau", "öffentlich geförderte und gestaltete Beschäftigungssektoren", "aktive Arbeitsmarktpolitik", "Nutzung der Produktivitätsgewinne", "gesetzlicher Mindestlohn", "Durchsetzung eines neuen Normalarbeitsverhältnisses" und "Gültigkeit der inländischen Sozialstandards für alle hier Arbeitenden" (vgl. PG: S. 4, Sp. 1+2).

Andere Arten der Beschäftigung finden im Programmentwurf der neuen Linken keine Erwähnung und werden bezahlter Tätigkeit vollständig untergeordnet. All diesen Forderungen zur Humanisierung der Berufswelt, die - isoliert betrachtet - durchaus wünschenswert sind, als Gesamtkonzept aber zu kurz greifen, liegt die zweifelhafte Annahme zugrunde, daß Erwerbsarbeit die einzig förderungswürdige Betätigungsform darstellt. Eine Aufwertung des unentgeltlichen bzw. ehrenamtlichen Engagements ist nirgends angedacht, womit sich das einleitende Zitat eindeutig als Lippenbekenntnis erweist.
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/2117/38/
redwitch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2007, 15:46   #28
isabel
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isabel
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Hallo, Redwitch,

den Artikel habe ich schon im anderem Thread gelesen und wollte antworten, hatte aber zu wenig Zeit gehabt.
Ich habe Pressedienst Nr 43/06 von Oktober 06 vor mir liegen, wo auch die ganze Gründungsdokumente vorhanden sind. Sicher, es gibt da zwei Spalten, die Arbeit beschreiben; eine davon ist der Lohnarbeit gewidmet. Ein paar Sätze von dieser Spalte zu zitieren und dann unter Kritik zu stellen ist ein bißchen dürftig, es fehlt auch der Zusammenhang.
Ich werde versuchen, die Gründungsdokumente im Internet zu finden – wenn es mir gelingt, stelle ich sie hier.
Ich möchte da keine einzelne Sätze zitieren, oder fast 10 kleingedruckte Seiten zu tippen – ist mir einfach zu viel.
Für von mir gestellten Artikel wären relevant:
T.III P.3 : „Sozialsysteme: Sicherheit und Förderung für jede und jeden statt Zwang und soziale Spaltung“
T.III P.5 : „Geschlechtgerechtigkeit: Statt Privilegierung der Ehe – Anerkennung vielfältiger Formen des Zusammenlebens“

Gruß
Isabell
__

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