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Start > > -> Hartz IV und die Psyche.Oder der ganz "normale Tag" eines Arbeitslosen


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Alt 07.03.2007, 23:43   #1
druide65
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Standard Hartz IV und die Psyche.Oder der ganz "normale Tag" eines Arbeitslosen

Ich arbeite also bin ich wer...der soziale Status eines Menschen hängt sehr stark davon ab ,ob ich Bezieher von staatlichen Transferleistungen bin oder nicht.

Früher war das "Luxusgut" Arbeit Sache der unteren Schichten.
Heute hat sich das komplett umgedreht.

Früher konnte sich die obere Schicht es sich leisten feudal zu leben.
Heute kann die obere Schicht das "Luxusgut " Arbeit in Anspruch nehmen.

Nur leben die Arbeitslosen nicht feudal....obwohl es in den Medien immer wieder gerne so dargestellt wird.

"Du bekommst doch ALG II...deine Bude wird bezahlt...bekommst Geld zum Leben...und kannst noch hinzuverdienen.So gut wie du möchte ich das haben.Hast du schon meine Abzüge gesehen?Da bleibt nicht viel über,und damit finanziere ich dich mit"...heisst immer wieder.

Nein...ich kenne deine Abzüge nicht ,aber ich habe selber über 20 Jahre gearbeitet,ich denke ich weiss was "Abzüge" sind.

Was passiert mit demjenigen der sozial nach unten rutscht?

Es gibt eine Menge "Beschäftigungsthreapien" für Arbeitslose...

z.B..Onlinegames.
Ein guter Prozentsatz der World of Warcraft Zocker sind Arbeitslos.
Den da bin ich wer!!!
Meinen sozialen Status erschaffe ich mir selber...auch wenn es nur virtuell ist.
Für World of Warcraft Zocker gibt es übrigens mittlereweile Selbsthilfegruppen...

Was bleibt noch...?Alkohol?Drogen?
Auch hier schaffe ich mir "meine Welt" wo ich wer bin.
Und wenn meine Welt so aussieht das ich mich auf meinem abgefledderten Sofa zudröhne...

Während früher der Arbeitsalltag den Rhythmus des Alltags bestimmt hat, werden Arbeitslose in eine Zwangspassivität abgeschoben, die schwere traumatische Züge annehmen kann. Das Ende ist dann in vielen Fällen ein Leben mit Alkohol, übermäßigem Fernsehkonsum, schlechtem Essen und Passivität, dass die Betroffenen scheinlebendig vegetieren läßt......

Auf irgendeine Weise....

In dem Moment, wo ich merke, ich will arbeiten, kann aber nicht, muss ich es auch gegenüber der Gesellschaft vertreten, warum es so ist und zwar in einer Form vertreten, in der ich auch nicht schuld bin .... was objektiv meist auch nicht der Fall ist.....

Selbstdisziplin, Zuverlässigkeit, Vertrauen, Leistungsbereitschaft, Bildung, Erfolg und gemeinsame Werte ....dies alles hält eine Arbeitsgesellschaft zusammen. In unseren Sozialgettos jedoch zerfällt gerade dieser Zusammenhalt......der Fall Kevin hat es doch wieder mal gezeigt.

Und das wird nur die Spitze des des Eisberges sein...denn wer sozial nach unten gerutscht ist,wird das seinem Umfeld nicht unbedingt mitteilen...aus Scham....

Alle von den Politikern jetzt ausgerufenen "Frühwarnsysteme" werden nichts nützen...solange sich das Bewusstsein der Gesellschaft nicht ändert.

Und im Grunde genommen haben wir dieses Frühwarnsystem schon...die monatlichen Arbeitslosenstatistiken....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
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Alt 10.03.2007, 19:32   #2
eAlex79->Emailproblem
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Ort: Kleve (NRW)
Beiträge: 927
eAlex79
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Standard

Hi!

Also ich habe mich noch nie über die Arbeit definiert. Werde es auch nie tun. Meine Selbstwertschätzung erzeuge ich über mein Weltbild und die daraus folgenden Handlungen. Wenn ich mich weiterentwickeln kann, dann geht es mir gut. Wenn ich anderen helfen kann, dann geht es mir gut. Mein Ex-Freund war z.B. Drogen- und später Alkoholsüchtig. Die Drogen haben wir zusammen da raus gekriegt, den Alkohol leider nicht. Deshalb ist er jetzt mein Ex-Freund und deshalb bin ich ursächlich im ALG II. Trotzdem geht es mir gut, denn ich weiss dass ich Gutes getan habe und tun werde.

x
x Alex.
x
__

Aegroti salus suprema lex.

Man möge sich dieses zu Herzen nehmen :)

---

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arbeitslosen, ganz, hartz, normale tag, psycheoder, quotnormale, tagquot

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