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Bildung

Soziale Politik / politisches Zeitgeschehen

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Alt 13.02.2007, 09:06   #1
redwitch
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redwitch
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Standard Bildung

Zitat:
Die Bertelsmannisierung der Schule
Bildung für alle, das war früher, in den Aufbruchszeiten der siebziger Jahre und danach. Noch ist die Schule und auch der größere Teil der allgemeinen Bildung im öffentlichen Bildungswesen organisiert und als soziales Recht für alle garantiert. Neu ist, dass Bildung als wirtschaftliche Investition das Humankapital, also den Menschen selbst, optimieren soll. Der Mensch wird nicht gebildet, sondern in seinen Kompetenzen für den Weltmarkt optimiert.
http://www.anti-bertelsmann.de/schul...ung_schule.pdf
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Alt 15.02.2007, 09:09   #2
redwitch
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redwitch
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Standard "unternehmerischen" Hochschule

Zitat:
Unter dem Titel „Hochschulen auf neuen Wegen“ hat NRW-Innovationsministerium eine Jubel-Broschüre zum neuen „Hochschulfreiheitsgesetz“ herausgegeben. Kein anderes Land mache „Freiheit mit dieser Konsequenz zur Grundlage seiner Hochschulpolitik“, rühmt Innovationsminister Pinkwart sein vom Bertelsmann Centrum für Hochschulentwicklung abgekupfertes Gesetz. Fragt man jedoch einmal danach für wen und wozu die „neue“ Freiheit dienlich ist, so wird man feststellen, dass die weit überwiegende Mehrheit der Forschenden und Studierenden gemessen an ihren früheren Forschungs- und Lernfreiheiten und verglichen mit ihren bisherigen Beteiligungs- und Mitwirkungsrechten wesentlich „unfreier“ sein werden als mit der – durchaus nicht optimalen – früheren akademischen Selbstverwaltung.
Zitat:
In der selbstverwalteten Gruppenuniversität entschieden (vor allem) die Lehrenden und (in Studienangelegenheiten mit einer Drittelparität) auch die Studierenden – jedenfalls dem Anspruch nach - nach forschungs- und lehrrelevanten Maximen und Interessen über Forschung und Lehre und mit zunehmend flexibilisierten Haushalten auch über die Verteilung der Ressourcen. Der Staat legt den Finanzrahmen fest und führt die Rechts- und Finanzaufsicht.

In der „unternehmerischen“ Hochschule soll nicht mehr aufgrund von „Entscheidungen in den Gremien“ (in denen nach Pinkwarts Voruteil natürlich nur blockiert wurde und „demotivierende Bedingungen“ herrschten), sondern es muss nach den Gesetzen des „Wettbewerbs“ und der „Konkurrenz“ auf dem Wissenschafts- und Ausbildungsmarkt gehandelt werden. Nicht nur die Universität selbst soll „unternehmerisch“ agieren, sondern auch die Lehrenden und Forschenden sollen zu „Unternehmern innerhalb der unternehmerischen Hochschule“ werden.

Bei Entscheidungen unter Konkurrenz- und Wettbewerbsdruck sind natürlich ausgiebige Diskussionen in Selbstverwaltungsgremien nur „bürokratische Hürden“ und „Hemmnisse“ die „aus dem Weg zu räumen“ sind. Die Hochschule im Wettbewerb bedarf „klare, handlungsfähige und starke Leitungsstrukturen“, d.h. „ein modernes Management“, das rasche Entscheidungen treffen und umsetzen kann. Horizontale, bottom-up-Strukturen demokratischer oder kooperativer Interessenvertretung müssen in diesem neuen Leitbild der Hochschulen von vertikalen, top-down-Entscheidungsbefugnissen abgelöst werden.

Während der Rektor einer Hochschule früher der primus inter pares war, braucht die „unternehmerische“ Hochschule, wie ein auf „den Zukunftsmärkten“ agierendes Unternehmen einen genialischen Unternehmensführer oder ein professionelles Management mit effizienten Entscheidungsbefugnissen und rascher Entscheidungskraft von der Spitze aus in alle Bereiche des Unternehmens – als „Arbeitgeber und Dienstherr“ des „Personals“ (ehemals Hochschullehrer) bis hinein ins „Personalmanagement“ also die Einstellung, Versetzungen und die Regelung der Dienstpflichten und bis hinein in die „Ausbildungsverhältnisse“ (ehemals Studium genannt).
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2115#more-2115
redwitch ist offline  
Alt 15.02.2007, 13:59   #3
a f a
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a f a
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Das ist nicht zu unterschätzen,

wenn ich die Schulbücher der 70er mit den heutigen
vergleiche,

im Cornelsen Englischbuch einer Freundin z.B. werden Themen
abgehandelt wie, Schönheitsoperation bei einer 12 jährigen aus gutem Hause, Shanghai, dank dem grossen Vorsitzenden Deng Xiau Ping, die
Boomtown des Ostens, Coca Cola in der afrikanischen Steppe usw. usf.
blah, blah, blah, in allerbester orwellscher Manier.

Norbert
a f a ist offline  
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