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Alt 23.01.2007, 08:24   #1
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Standard Die Lüge der Rentenlüge

Zitat:
Bei den Rentenversicherungen handelte es sich bis zum Jahr 1957 um reine Kapitalansparversicherungen mit einem Gesamtkapitalbestand von damals rund 40 Milliarden DM. 50 Jahre später wird die Rentenreform von 1957als Geburtsstunde des modernen Rentensystems gefeiert, obwohl eine Trauerfeier das eigentlich nahe liegende währe. Es war die Regierung Adenauer, die den Rentenversicherer den ersten schweren Schlag zufügte. So mussten als Folge des 2. Weltkrieges Rentenzahlungen für arbeitsunfähige Kriegsversehrte aus dem beitragsfinanzierten Rentensystem, anstatt aus Steuermitteln gezahlt werden. Aus den somit frei gewordenen Steuermitteln, wer denkt dabei an Zynismus, konnte dann die Wiederbewaffnung für den nächsten Krieg betrieben werden.

Etwa ab dem Jahr 1960, ebenfalls unter dem CDU Kanzler Adenauer wurden die Rentenkassen durch die Politik gezwungen, insolvente Rentenkassen anderer Versicherungsträger, wie beispielsweise landwirtschaftliche Versorgungskassen in ihr funktionierendes System zu integrieren, ohne allerdings den entstandenen Verlust aus Steuermitteln ersetzt zu bekommen. Der unfreiwillige Deal ging im damaligen Wirtschaftswunderrausch ohne größeres Aufsehen und Protest über die Bühne, es ging ja schließlich steil aufwärts und wer wollte schon den Mahnern und Warnern zuhören, ihnen gar glauben schenken?

Mit dem so genannten demographischen Faktor, dem Todschlagsargument der neuen, als asozial einzustufenden Politik der Entsolidarisierung werden wir heute konfrontiert, wenn es um Kürzungen und Streichungen in der Sozialpolitik geht. Der demographische Faktor, die Mär von der Vergreisung und den viel zu teuer gewordenen Alten muss auch herhalten, um von den weiteren systematisch betriebenen Plünderungen der Sozialkassen abzulenken.

Unter der Regierung Kohl wurden den Rentenversicherungen weitere Lasten aufgebürdet. Die so genannten versicherungsfremden Leistungen führten zu einem weiteren Aderlass, ebenfalls ohne finanziellen Ausgleich. Es kamen hinzu: Die Übernahme sämtlicher Versorgungsleistungen für Umsiedler, Ostflüchtlinge und Aussiedler, ohne das diese jemals Beiträge in das bereits kränkelnde System eingezahlt hatten. Weiter ging es mit der „sozialverträglichen" Massenentlassung Hunderttausender zur angeblichen Sanierung der Großkonzerne und deren weiterer Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen der Globalisierung. Der Rauschmiss im großen Stiel erhielt einen sozialen Rahmen, für den die BeitragszahlerInnen aufzukommen hatten und nicht diejenigen die in der Vergangenheit ihre Gewinne durch die Arbeitskraft der jetzt Überflüssigen, erzielt hatten.

Mit dem Beitritt der DDR zum bundesrepublikanischen Sozialstaat und um die blühenden Landschaften Helmut Kohls zu finanzieren, wurde dem angeschlagenen Rentensystem auch noch die Folgen des zusammengebrochenen Arbeitsmarktes der DDR zugemutet. Hier wurde das nun überflüssig gewordene „Humankapital" auf die „humane" Art des „Sozialstaates" in die Frühverrentung gedrängt. Nichts weiter als teures Make up für die Arbeitslosenstatistik auf Kosten der Beitragszahler. Hinzu kam die Finanzierung der Renten von DDR-Bürgern und um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen, der Verkauf von BfA-Anlagevermögen in Milliardenhöhe zur Errichtung von Wohnungen für zurückkehrende sowjetische Militärangehörige.

Die Kassen sind leer, wird uns täglich erzählt und Schuld an allem Übel ist das undankbare, raffgierige Volk, dessen Ansprüche nicht mehr zu befriedigen sind. Sozialschmarotzer fressen das alles auf, was der Staat doch so dringend zur Sicherung von Rohstoffen, für Terrorismusbekämpfung und „Friedensmissionen" in aller Welt braucht. Aber trösten wir uns: Unsere Rente fliegt am Himmel Afghanistans, sie schwimmt im Mittelmeer und am Horn von Afrika und so richtig marschieren wird sie sicher auch bald wieder. Bleibt nur noch zu klären, wie Rentenzahlungen für arbeitsunfähige Kriegsversehrte in Zukunft finanziert werden sollen.
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/1975/32/
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Alt 23.01.2007, 08:52   #2
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Interview mit Prof. Winfried Schmähl

Zitat:
... dass die Altersarmut weitgehend verschwunden ist. Die erfolgten Anhebungen der Renten waren ein wichtiger Beitrag zur Realisierung dieses wichtigen gesellschaftspolitischen Zieles.
Mittlerweile ist die Situation eine andere. Nach den Reformen der letzten Jahre wird Altersarmut für viele künftige Rentner ein Thema.
Durch politische Entscheidungen 2001 und 2004 wird das Leistungsniveau in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) allmählich, aber doch drastisch reduziert, um mindestens 25 Prozent. Dies und die Veränderungen der Erwerbsbiographien, etwa durch lange Phasen der Arbeitslosigkeit, werden sich spürbar in den Rentenansprüchen niederschlagen. Das Zusammenwirken von politischen Veränderungen des Rentensystems und auf dem Arbeitsmarkt stellt eine tickende Zeitbombe dar.

....

In der Bevölkerung gibt es immer mehr Zweifel, ob es sich überhaupt lohnt, in dieses System einzuzahlen. Nur, das ist eben zum Teil das Ergebnis einer interessengeleiteten gezielten Verunsicherung und liegt nicht an der Konstruktion. Das umlagefinanzierte dynamische System mit Lohnersatzfunktion ist auch aus heutiger Sicht ein zukunftsträchtiges Modell.
http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=103860&IDC=2
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Alt 23.01.2007, 08:56   #3
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Risiken der privaten kapitalgedeckten Vorsorge für den Werterhalt des eingesetzten Kapitals, die in der massenmedialen Werbung dafür verschwiegen werden

Zitat:
Inflation frisst private Rentenversicherung auf


Die Anbieter von klassischen privaten Rentenversicherungen können Kunden nach Absenkung des Garantiezinses keinen Inflationsausgleich mehr auf die Beiträge garantieren. Nach Berechnungen der Ratingagentur Assekurata reicht die durchschnittliche garantierte Beitragsrendite von privaten Rentenverträgen mit 1,37 Prozent bei der aktuellen Inflation von 1,7 Prozent nicht für den Werterhalt des eingesetzten Kapitals. “Anders als bei den vorhergehenden Tarifgenerationen reicht die garantierte Beitragsrendite bei Neuverträgen nicht zum Ausgleich der derzeitigen Inflation” sagte Assekurata-Geschäftsführer Reiner Will.
Nach Wegfall des Steuerprivilegs in der Kapitallebensversicherung 2005 sei der Absatz dieser Verträge drastisch eingebrochen.
http://www.ftd.de/unternehmen/versic...2.html#leftCol
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Alt 23.01.2007, 09:02   #4
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noch einige wichtige Links aus den News übertragen

http://www.nachdenkseiten.de/?p=2021#more-2021

http://www.nachdenkseiten.de/?p=2015

http://www.linksnet.de/artikel.php?id=2520
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Alt 23.01.2007, 09:24   #5
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Kommentar eines Lesers zu einem Kommentar in der Zeit bezüglich Anhebung des Rentenalters

Zitat:
Es wäre schön, wenn wenigstens in diesem Rahmen sachlich fundiert argumentiert würde! So wird ein Rentenantrag erst dann positiv beschieden, wenn eine Mindestanzahl von Jahren Beiträge in die Rentenversicherung einbezahlt wurde und selbst dann erst "die volle" Rente gewährt, wenn das Rentenalter von 65 Jahren erreicht ist bzw. unter gewissen Voraussetzungen auch schon etwas früher. Wer früher "in Rente" gehen will, muss mit Abschlägen auf seinen Rentenanspruch leben.
Richtig ist aber eben auch, dass die Rente einen Anspruch darstellt, dessen Durchsetzung durch den Rentenantrag dokumentiert wird. Umkehrschluss: Wer z.B. mit 65 keinen Rentenantrag stellt, bekommt auch keine Rente bzw. niemand zwingt ihn dazu, den Antrag zu stellen.
Wer also länger arbeiten will, kann das bereits heute machen. Das führt übrigens dazu, dass sie Rente für denjenigen deutlich steigt, der bis zum 66. Lebensjahr arbeitet und nicht schon mit 65 in Rente geht.
Rente mit 70? Kein Problem, nur eben keinen Rentenantrag mit Erreichen des 65. Lebensjahres stellen!
Die Krux an der Sache sind zeitlich limitierte Arbeitsverträge, die automatisch mit Erreichen "der Altersgrenze" auslaufen (vulgo mit 65). Ja welcher Altersgrenze denn bitte schön?
Alles was der Autor in seinem Beitrag fordert ist heute schon in eben der geforderten Form machbar, wenn man es denn nur so machen will. Das gilt auch für die Zusatzversorgung neben der staatlichen Rente.
Das Problem ist also nicht das Rentensystem, sondern es sind die blinden Politiker, die dem Volk nicht erklären, wie flexibel das Rentensystem eigentlich ist und eine Arbeitgeberschaft, die die älteren Mitarbeiter gar nicht früh und schnell genug aus dem Unternehmen haben möchte.
Wer übrigens bis 66 arbeitet, erhält deutlich mehr Rente als er vorher mit einem Jahr "Mehrarbeit" an Rentenanwartschaft erwerben konnte.
http://hades.zeit.de/index.php?artic...comments.index
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Alt 24.01.2007, 08:53   #6
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Zitat:
Heute abend läuft der dritte Teil von “2030 - Aufstand der Alten” im ZDF. Rund um die Dokufiction hat der ZDF letzte Woche einen Themenschwerpunkt zum demographischen Wandel gebaut - mit einer einseitigen Expertenauswahl. So kamen letzte Woche verschiedene „Experten“ zu Wort, die zugleich enge Verbindungen zur Versicherungswirtschaft oder Kampagnen wie der Arbeitgeber-„Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) haben. Am Montag war Bernd Raffelhüschen als Studiogast bei WISO geladen, um dort u.a. fachkundige Ratschläge zur Privaten Altersvorsorge zu geben. Raffelhüschen ist Aufsichtsratsmitglied der ERGO-Versicherungsgruppe, tourt als Redner für den Finanzdienstleister MLP durch die Lande und ist Berater der INSM sowie Vorstand der marktliberalen „Stiftung Marktwirtschaft“. Auch seine Forschung wird stark von der Wirtschaft unterstützt (siehe z.B. die Förderer seines Forschungszentrums Generationenverträge). Den Zuschauern wurden diese Verbindungen nicht offengelegt, Raffelhüschen wurde als Finanzwissenschaftler der Uni-Freiburg präsentiert.

Im ersten Teil der Doku-Fiktion „2030 – Aufstand der Alten“ wurde dann der einschlägig bekannte Lobbyist Meinhard Miegel in der Rolle des warnenden Propheten eingeblendet. Miegel ist Berater des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, finanziert von der Deutschen Bank-Gruppe. Das Institut wirbt für eine stärkere private Altersvorsorge, ganz im Interesse der Deutschen Bank-Gruppe und ihrer Versicherungssparte. Später am Abend durfte dann mit Thomas Straubhaar ein weiterer Berater der INSM in der auffällig einseitigen Dokumentation „Altenrepublik-Deutschland“ seine Kommentare abgeben. Straubhaars wurde als Vertreter des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) eingeblendet, seine Tätigkeit für die INSM wurde nicht erwähnt.
http://www.lobbycontrol.de/blog/
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Alt 26.01.2007, 09:27   #7
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Zitat:
Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach im Auftrag der Postbank hat fast jeder sechste Deutsche Angst vor Altersarmut. Fast jeder zweite Befragte (46 Prozent) hält sich für nicht ausreichend abgesichert. Knapp 90 Prozent der Befragten bezweifeln, dass die gesetzliche Rente noch sicher ist. Den Banker „schockiert“, dass dennoch weniger Menschen privat in die Altersvorsorge investieren wollen als früher. Die ganze Verunsicherungskampagne hat also wenig genutzt, die Deutschen wollen zu 70 Prozent an der „staatlichen Rente“ festhalten. Um bei den störrischen Deutschen endlich einen Durchbruch für die private Vorsorge zu schaffen, fordert der Privatkundenvorstand der Deutschen Postbank jetzt noch mehr staatliche Subventionen für private Vorsorgemodelle – am besten gleich eine gesetzliche private Pflichtrente.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2052#more-2052
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Alt 02.02.2007, 08:31   #8
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das gehört zum Kontext Demographie

Zitat:
Nach aktuellen Daten des Statistischen Amtes INSEE zählte man 2006 in Frankreich 830 900 Geburten – 2,9 Prozent mehr als im Jahr davor – und 531 100 Todesfälle (-1,3 %). Mit der Rate von zwei Kindern pro Frau kehrt das Land zum Stand von 1981 zurück. Allerdings erhöhte sich inzwischen das Durchschnittsalter der Mütter auf 29,8 Jahre, und gut die Hälfte der Geburten entfallen auf Frauen über 30. Das liegt nur zum Teil am gestiegenen Durchschnittsalter bei der Eheschließung, das heute für die Männer bei 31,1 Jahren und für die Frauen bei 29,1 Jahren liegt. Heute kommt jedes zweite Kind außerehelich zur Welt, was 1970 nur auf sechs Prozent der Geburten zutraf. Nichteheliche Kinder wurden bereits 1972 ehelichen Kindern rechtlich gleichgestellt, und 2005 wurde die Unterscheidung ganz abgeschafft.
Entgegen einem verbreiteten Vorurteil sind für die hohe Geburtenfreudigkeit in Frankreich nicht in erster Linie die Ausländer verantwortlich. Auf sie entfiel 2006 nur jede vierte Geburt. Experten verweisen vielmehr auf den engen Zusammenhang zwischen der Geburten- und der Beschäftigungsrate der Frauen. »In Frankreich gibt es nicht die tief verwurzelten Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber berufstätigen Müttern, wie man sie beispielsweise aus Deutschland kennt, aber auch aus Italien, Spanien und Portugal«, erklärt der Soziologe François Guillaume. »Außerdem ist eine außereheliche Geburt in den Augen der Mitbürger längst kein Makel mehr.« Die Wirtschaftsprofessorin Rachel Silvera verweist zudem auf die französische Besonderheit einer hohen Beschäftigungsrate von Müttern – und zwar anders als in Großbritannien oder den Niederlanden nicht in Teilzeitarbeit. Von den französischen Frauen im erwerbsfähigen Alter sind heute 81 Prozent berufstätig (Deutschland: 65 Prozent). »Weder die Berufstätigkeit noch ein Studium sind ernsthafte Hindernisse, sich für Kinder zu entscheiden – vorausgesetzt, die Familienpolitik zieht mit«, erklärt Silvera.
Auch hier ist Frankreich ein Vorreiter. Der Mutterschaftsurlaub mit 100-prozentiger Lohnfortzahlung und Arbeitsplatzgarantie beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und erstreckt sich bis zehn Wochen danach. Fast alle Kleinkinder besuchen die kostenlosen »Ecoles maternelles«, eine Mischung aus Kindergarten und Vorschule, die in der Regel für Kinder ab 3 Jahren und zu einem Drittel auch schon ab 2 Jahren offen stehen. Krippenplätze sind zwar rar und teuer, doch erhalten Mütter oder Väter, die während der ersten Lebensjahre ihres Kindes zu Hause bleiben, einen »Eltern-Mindestlohn« von 500 Euro monatlich, der beim ersten Kinde sechs Monate und bei jedem folgenden sogar zwei Jahre lang von der Familienkasse gezahlt wird. Der Arbeitsplatz bleibt während dieser Aus-Zeit erhalten. Wer arbeiten geht und privat eine Kinderbetreuerin engagiert, bekommt einen Zuschuss von der Familienkasse und kann den eigenen Kostenanteil weitgehend von der Steuer absetzen.
Rosig ist die Arbeitsmarktsituation allerdings nicht. 29 Prozent der berufstätigen Frauen arbeiten Teilzeit – und oft nicht freiwillig. Auch die Arbeitslosenquote liegt mit 13,2 Prozent über der der Männer (10,1 Prozent).
http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=104454&IDC=3
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Alt 02.02.2007, 08:52   #9
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Zitat von redwitch
In der Bevölkerung gibt es immer mehr Zweifel, ob es sich überhaupt lohnt, in dieses System einzuzahlen. Nur, das ist eben zum Teil das Ergebnis einer interessengeleiteten gezielten Verunsicherung und liegt nicht an der Konstruktion. Das umlagefinanzierte dynamische System mit Lohnersatzfunktion ist auch aus heutiger Sicht ein zukunftsträchtiges Modell.
Ich hab vor mehr als 25 Jahren mal die Rentenversicherung angeschrieben und gefragt, was besser ist: freiwillig einzahlen oder privat absichern.

Die schriftliche Antwort: privat absichern...
denke, das stimmt auch heute noch

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 02.02.2007, 09:20   #10
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ausgerechnet den Finanzmärkten die eigene Altersvorsorge zu überlassen, halte ich für fatal
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Alt 02.02.2007, 09:26   #11
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Zitat:
Veränderungen der Gesellschaft durch zunehmende Alterung
http://www.nachdenkseiten.de/upload/...er_11_2003.pdf

und

Zitat:
Demografische Entwicklung - kein Anlass zur Dramatik
http://www.nachdenkseiten.de/upload/...ach_demogr.pdf
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Alt 02.02.2007, 09:28   #12
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Zitat:
Krise des Umlagesystems?

Das umlagenfinanzierte System bietet durchaus Möglichkeiten, sich an veränderte ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen anzupassen. Denn die „Vertragsbedingungen" des Generationenvertrages sind in gewissen Maße elastisch. Was garantiert er? Die Höhe der Beiträge der Aktiven oder den Umfang der Lohnersatzleistungen der Rentengeneration oder gar beides? Keinesfalls können steigende Belastungen z.B. durch Beitragserhöhungen, Rentenverringerung und/oder Heraufsetzung des Renteneintrittsalters aufgefangen werden und auch nicht durch eine Erhöhung des staatlichen Zuschusses.

Die Verteilung zwischen den Generationen ist in diesem Sinne flexibel und nicht dauerhaft festgeschrieben. In welchem Umfang und von welcher Generation erforderliche Anpassungslasten zu tragen sind, muss je nach Situation immer wieder (verteilungs-)politisch ausgehandelt werden. Ökonomisch stellt der Generationenvertrag einen Risikoausgleich zwischen unterschiedlich starken wirtschaftlichen Gruppen dar für Risiken aus Beschäftigungsverhältnissen und bei konjunkturellen Schwankungen bzw. unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklung. In Zeiten wirtschaftlicher Prosperität besteht dabei ein anderer Handlungsspielraum als in Umbruchphasen. Generell gilt aber, dass die Balance einer einigermaßen gerechten Lastenverteilung gewahrt werden muss. Denn die Akzeptanz des Generationenvertrages beruht darauf, dass keiner Generation dauerhaft zugunsten einer anderen unzumutbare „Opfer" auferlegt werden. Dies würde dem Prinzip der Generationensolidarität widersprechen.

Von den Anhängern der umlagefinanzierten Alterssicherung wird kritisiert, dass in der Reformdiskussion „innere" Reformmaßnahmen (z.B. Einbeziehung von bisher nicht sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen) und Alternativen (steuerfinanzierte Grundrentenmodelle) zum Erhalt des Umlagesystems nicht ernsthaft in Erwägung gezogen worden seien und stattdessen der ordnungspolitische „Systembruch" vollzogen wurde. In der privaten Vorsorge als zukünftig zweiter Säule der Alterssicherung sehen sie den Einstieg in den Ausstieg aus dem Solidarvertrag der Generationen. Die (teilweise) Privatisierung der Kosten erhöhe im Alter das Armutsrisiko der weniger Leistungsfähigen und entlaste - bei gleichzeitig besseren Vorsorgemöglichkeiten - die Leistungsfähigeren. Die Aufgabe des Grundsatzes der paritätischen Finanzierung durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der privaten Vorsorge bestätige diesen Trend der Aushöhlung des Solidarprinzips.

Kapitaldeckungsverfahren als Alternative?

Nach Auffassung der Befürworter einer grundsätzlichen Strukturreform erfordert die Unbezahlbarkeit der umlagefinanzierten Alterssicherung eine Systemveränderung. Es sei zwingend geboten, die Finanzierung der Renten zukünftig auf zwei, besser noch auf drei Säulen zu stellen: Gesetzliche Altersvorsorge (Umlageverfahren) sowie private (Kapitaldeckungsverfahren) und betriebliche Vorsorge. Nur so ließe sich ein sozialvertretbarer Lebensstandard im Alter erreichen, vor allem aber – angesichts der demographischen Entwicklung - ein verschärfter Generationenkonflikt vermeiden. Zur Sicherung eines angemessenen Rentenniveaus und des sozialen Friedens sei das Kapitaldeckungsverfahren die notwendige und sozialpolitisch richtige Alternative.

Politisch ist die Entscheidung über das zukünftige System der Alterssicherung gefallen: Die private Vorsorge ist eingeführt worden. Dieser Systemwechsel ist - wenn man den Umfragen folgt - mit der Erwartung einer breiten Mehrheit verbunden, dass damit die Probleme einer langfristig sicheren, finanzierbaren und materiell ausreichenden Altersversorgung gelöst sind.

Das Kapitaldeckungsverfahren ist aber keinesfalls so risikofrei wie der main stream der öffentlichen und veröffentlichten Meinungen vermuten lässt. Kann dieses Verfahren unabhängig von der Lebenserwartung ein bestimmtes Alterseinkommen garantieren? Welchen Einfluss auf die Kapitalrendite hat die Alterspyramide einer Gesellschaft, welchen die wirtschaftliche Entwicklung? Welche Konsequenzen ergeben sich für Unternehmen und Volkswirtschaften, wenn große Pensionsfonds Anlagemöglichkeiten suchen?
http://www.ekd.de/friedewald/friedewald25563.htm
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Alt 02.02.2007, 09:38   #13
Ludwigsburg
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Zitat von redwitch
ausgerechnet den Finanzmärkten die eigene Altersvorsorge zu überlassen, halte ich für fatal
ich verlasse mich nur auf meine eigenen Entscheidungen :-)
wie und wo ich vorsorge, entscheide doch ich...

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 02.02.2007, 09:49   #14
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Zitat:
3. Die Privatisierung der Altersvorsorge und ihre Risiken

Die zunehmende Verlagerung von der bisherigen, mehr oder weniger umfassenden ersten Säule, der staatlichen Alterseinkommenssicherung zu einer Mischung aus gekürzter staatlicher Grundversorgung und privater Zusatzvorsorge birgt neue Risiken erhöhter sozialer Ungleichheit. Auch wenn die Privatisierung der Altersvorsorge die Gewichte zuungunsten der staatlichen Absicherung verändert, die erste Säule wird
weiterhin eine zentrale Rolle in der Grundsicherung und damit auch der Vermeidung von Altersarmut einnehmen (Behrendt 2000). Zudem ergeben sich aus der Ausgestaltung der ersten Säule auch Konsequenzen für die zweite Säule, die private Zusatzversorgung (Döring 2002). Die staatlichen Grundsysteme sozialer Alterseinkommenssicherung unterscheiden sich bekanntlich bereits grundlegend im Grund-
prinzip, im Deckungsgrad, in der Finanzierungsform und im Leistungsumfang.
Zwei grundsätzlich unterschiedliche Modelle hatten sich im vergangen Jahrhundert für die erste (staatliche) Säule der Altersvorsorge herausgebildet: das Beveridge-Grundrentenmodell (Großbritannien, Schweden, Niederlande, aber auch Japan), das eine Grundsicherung im Alter für die gesamte Wohnbevölkerung garantiert, und die
Bismarcksche Sozialversicherung (Deutschland, Frankreich, Italien, aber auch USA), die einkommensbezogene Renten durch Sozialbeiträge, hauptsächlich im Umlageverfahren, finanziert (Palier/Bonoli 1995).

....

Neben der Geschlechterungleichheit wird die wachsende Bedeutung der zweiten und dritten Säule im Renteneinkommen die soziale Ungleichheit für benachteiligte Arbeitnehmergruppen erhöhen. Es sind in der Regel gerade die mittleren und höheren Angestelltengruppen der Privatwirtschaft, die Facharbeiter größerer Unternehmen und die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die Zusatzversorgungen zur Sicherung ihres Lebensstandards im Alter erhalten, während die einkommensschwachen sozialen Gruppen selten und dann sehr geringe Zusatzversorgungen erhalten; sie bleiben deshalb weiterhin auf die staatliche soziale Grundsicherung angewiesen.
In Versorgungssystemen mit Bedarfsprüfung von Renten mögen auch Anreize bestehen, für niedrige Einkommensschichten keine Zusatzversorgung anzusparen, da hierdurch die Grundversorgungsansprüche geschmälert werden.

In jüngster Zeit haben sich auch die Art der Versorgungszusage und ihre Finanzierungsform gewandelt (Rein/Wadensjö 1997). Bisher gibt es einige Zusatzversorgungssysteme, die ähnlich den staatlichen Renten im Umlageverfahren finanziert werden, so zum Beispiel die französischen Zusatzversorgungen und gar einige Pensionsfonds des öffentlichen Dienstes (Großbritannien, Schweden, Deutschland).
Wegen der demographischen Herausforderungen kommen Umlageverfahren zunehmend unter Druck und kapitalfinanzierte Pensionsfonds werden als nachhaltiger angesehen, da hier eine Deckung durch Reserven angespart wird. Die Privatisierung der Altersvorsorge, die seit den 1980er Jahren von den internationalen Organisationen wie IMF und OECD propagiert wird, zielt gerade auf eine Verlagerung auf ka-
pitalfinanzierte Pensionsfonds. Gleichzeitig wird auch die Umstellung von defined benefits (DB) auf defined contribution (DC) betrieben. Während in der Vergangenheit die überwältigende Mehrheit der amerikanischen und britischen Pensionsfonds Arbeitgeberzusagen zu festgeschriebenen Leistungen enthielt und Unternehmen Fehlbeträge ausglichen, verabschieden sich Unternehmen zunehmend von diesen Zusagen
und schließen, wie bei den privaten Individualrenten, nur noch DC-Rentenverträge ab. Während DB-Pensionsfonds von Unternehmen bisher oft zur Finanzierung von Frühverrentungen benutzt wurden, führen DC-Renten zu einer Kürzung der Rentenansprüche zu Lasten des Arbeitnehmers. Mit zunehmender Umstellung auf DC-Renten wird somit das Risiko der Finanzierung vom Pensionsfondssponsor (dem
Unternehmen) auf den Versicherten (den Arbeitnehmer) verlagert. Bei riskanten Finanzanlagen bzw. schlechter Verzinsung werden so die Rentenzahlungen geschmälert, bei besonders erfolgreicher Anlagestrategie können sie jedoch auch höher als angenommen ausfallen. Die Umwandlung von der riskanteren kapitalmarktfinan-
zierten Rente zu einer sicheren Lebensversicherung ab dem Zeitpunkt der Verrentung führt jedoch zu weiteren Einbußen.

...

Die Reformen hin zu mehr privater Vorsorge bergen das Risiko einer Zunahme sozialer Ungleichheit durch eine ungenügende Deckung bestimmter Alterskohorten (mit ungenügender Zeit zum Ansparen), Beschäftigungsgruppen mit unterbrochenen Berufskarrieren (vor allem Frauen und Erwerbslose) und atypischen Beschäftigungsverhältnissen (mit Teilzeit- bzw. Zeitverträgen). In diesem Fall hängt der Deckungsgrad von staatlichen Anreizen und Subventionen sowie von tarifvertraglichen
Regelungen (bzw. Allgemeinverbindlichkeit) ab. In Ländern mit ausgebauten privaten Alterssicherungssäulen (USA, GB) ist die Altersarmut besonders hoch, wenn nicht staatliche oder tarifvertragliche Regulierungen eine breitere Deckung garantieren (Niederlande, Schweiz, Frankreich). Eine Umschichtung zu nicht-staatlicher Altersvorsorge erfordert den Ausbau staatlicher bzw. sozialpartnerschaftlicher Regu-
lierung und steuerlicher Förderung.
http://www.sowi.uni-mannheim.de/lsso...us_DGS2004.pdf
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Die veränderte Qualität der jüngsten Diskussion über die Frage der Sicherung der Rente liegt darin, dass die private Alterssicherung als Alternative zum herkömmlichen System der Umlagefinanzierung für die Bevölkerungsmehrheit dargestellt wird. Das bisherige Umlage-system gerät durch die mit den in der Vergangenheit durchgeführten und den noch zu erwartenden Reformen hinsichtlich verstärkter Leistungskürzungen in die Nähe einer Grundsicherung, die knapp über der Armutsgrenze liegt. Am Ende dieser Entwicklung käme es zur Umkehrung der Alterssicherung. Die Pflichtbeiträge als Abzug vom Lohn würden eine (minimale) Grundsicherung ergeben, so dass die private Vorsorge genutzt werden muss, um Altersarmut zu verhindern. Bereits in den Reformplänen ist ein Automatismus eingebaut, der diesen Zwang begründet. Alle Varianten der privaten Sicherung, von betrieblichen Tariffonds bis zur Anlage in internationalen Pensionsfonds, senken den Nettolohn. Dieser wiederum unterliegt als Komponente der zukünftigen Rentenanpassung (nettolohnbezogen). Folglich sinkt das zukünftige Renteneinkommen je höher die Bestandteile der privaten Sicherung ausfallen und es ergibt sich daraus eine Verteilungswirkung über alle Lohneinkommen hinweg. Höhere Einkommen können in der Regel mehr Lohnanteile ansparen. D.h., je höher dieser Anteil in der Zukunft ausfallen wird (über die in den Reformplänen angestrebten 4%) und je stärker er steuerlich gefördert wird, desto stärker Sinken die Renteneinkommen aus dem Umlagesystem für alle Rentner.
In dieser Wirkungskette ist der Zwang zu einem immer stärkeren privaten Ansparen systematisch angelegt. Jeder Befürworter einer noch so kleinen privaten Komponente, die in das System des Umlageverfahrens auf die eine oder andere Weise eingebaut ist, sollte sich über die gesamtgesellschaftlichen und v.a. systemischen Folgen klar werden. Parallel dazu wird von den sinkenden Auszahlungen ein starker Druck auf die Leistungen der Sozialhilfe ausgehen. Liegt das durchschnittliche Rentenniveau nur wenig über dem Sozialhilfeniveau, so wird es nach der gegenwärtigen Logik nur einen Weg geben, das Abstandsgebot wiederherzustellen. Die Sozialhilfe muss gesenkt werden. Ansonsten würde der Anreiz sinken, überhaupt einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung über Jahrzehnte hinweg auszuüben, wenn am Ende nur eine Rente herauskommen würde, die über dem ohnehin für alle geltenden Sozialhilfeniveau läge.
In den USA und GB kann man die soeben skizzierte Entwicklung bereits heute erkennen. Dort konnten die geringen Leistungen aus den staatlichen Systemen die Altersarmut nie verhindern. Mit der Einführung und Durchsetzung privater Modelle, als betriebliche Säule und/oder in Pensionsfonds angelegt, sollte diesem Problem begegnet werden. Im Hinblick auf die soziale Situation hat sich die damit verbundene Hoffnung einer Verhinderung von Altersarmut aber nicht erfüllt. Die Vermögenskonzentration stieg weiterhin massiv, was auch der breite Besitz von Wertpapieren nicht verhindert.(10) Ca. 45% der amerikanischen Haushalte besitzen Wertpapiere und finanzieren ihre Alterssicherung über private 401 (k) Pläne (11). Der durchschnittliche Vermögenswert der Papiere, die private Haushalte halten, liegt jedoch lediglich bei 14.000 US$.(12) Oder anders ausgedrückt, ca. 5% der amerikanischen Haushalte besitzen ca. 95% aller im Umlauf befindlichen Wertpapiere. Die Vermögenskonzentration hat somit nicht nur im Hinblick auf die Umverteilung der Löhne hin zu den Gewinnen zugenommen, sondern die Rückflüsse aus angelegten Geldern und vererbtem Besitz der Top 5% übersteigt bei weitem die Rückflüsse aus Wertpapieren für Haushalte von Beschäftigten. Weder die Primärverteilung, die im Produktionsprozess über die Relation von Gewinn zu Lohn hergestellt wird, noch die staatlich organisierte Sekundärverteilung der sozialen Sicherung konnte durch die Zunahme von Gewinnen und Dividenden über den Wertpapierbesitz jemals umgekehrt werden
http://www.vsp-vernetzt.de/soz/rente.htm
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Alt 02.02.2007, 10:18   #16
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Zitat:
wie und wo ich vorsorge, entscheide doch ich...
?

wenn du sich für die kapitalgedeckte private Vorsorge entscheidest bzw entscheiden musst (weil die gesetzliche umlagefinanzierte systematisch ruiniert wird), entscheiden die Finanzmärkte (zB Pension-Fonds), was mit den eingezahlten Geldern passiert, die werden zur Kapitalakkumulation rund um den Globus gejagt, wo sie nach Anlagemöglichkeit mit möglichst höchster Rendite suchen, zB mit dem Kauf von öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften mit der Folge von Mietsteigerungen oder dem Aufkauf von Unternehmen mit der Folge von Entlassungen, Lohndumping usw
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Alt 02.02.2007, 11:18   #17
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Zitat von redwitch
Zitat:
wie und wo ich vorsorge, entscheide doch ich...
?

wenn du sich für die kapitalgedeckte private Vorsorge entscheidest bzw entscheiden musst (weil die gesetzliche umlagefinanzierte systematisch ruiniert wird), entscheiden die Finanzmärkte (zB Pension-Fonds), was mit den eingezahlten Geldern passiert, die werden zur Kapitalakkumulation rund um den Globus gejagt, wo sie nach Anlagemöglichkeit mit möglichst höchster Rendite suchen, zB mit dem Kauf von öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften mit der Folge von Mietsteigerungen oder dem Aufkauf von Unternehmen mit der Folge von Entlassungen, Lohndumping usw
es gibt auch andere Möglichkeiten... Wohneigentum zum Beispiel :-)

Gruß aus Ludwigsburg
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Alt 05.02.2007, 13:35   #18
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Jürgen Voss, Statistiker aus Oberhausen, hat dem Sprecher der genannten Stiftung, Jörg Tremmel, der zur Zeit in vielen Medien herumgereicht wird, eine erhellende Mail geschickt.

Zitat:
Seit nunmehr fünfzehn Jahren läuft ein Prozeß mit durchaus konterrevolutionärer Qualität, in dem das wohlfahrtsstaatliche System (weil es aus demografischen Gründen angeblich nicht mehr finanzierbar ist) ersetzt werden soll durch das angelsächsische Knochenbrechersystem, in dem jeder sehen kann, wo er bleibt und in dem die sozialen Risiken - bis auf eine Restgröße - reprivatisiert sind. Zielsetzung ist, das Bruttosozialprodukt anders aufzuteilen; der Kapitalseite, die sich im Zuge der Ost-West- Auseinandersetzung lang genug den “Sozialklimbim” hat gefallen lassen müssen, ein größeres Stück vom Kuchen zu geben.

Kernstück dieser Systemveränderung ist die sog. Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, sprich die Vernichtung oder weitgehende Entsubstanzialisierung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse, der Abbau langfristiger Bindungen an die Unternehmen und damit die Verhinderung von beruflichen Perspektiven und einer gesicherten Lebensplanung. Diese “Flexibilisierung” trifft Ihre Generation mit voller Wucht. So gehe ich davon aus, dass Sie persönlich trotz Ihrer sehr guten Qualifikation bis dato kein ordnungsgemäßes Beschäftigungsverhältnis mit beruflicher Perspektive gefunden haben. (Wenn es anders sein sollte, würde ich mich sehr freuen.)

Dies gilt für viele Ihrer Generation. In bisher keiner Generation der Nachkriegszeit waren die beruflichen Chancen und die Verdienstmöglichkeiten so schlecht wie in Ihrer. Sie sind - ich bitte um Verzeihung - eine “verlorene” Generation - wenn nicht bald etwas geschieht. Im Rahmen dieses Prozesses scheint der Begriff Generatio-nengerechtigkeit die Probleme Ihrer Alterskohorte auf den Begriff zu bringen (wie die 68er gesagt hätten). Wohlgemerkt “scheint”, in Wirklichkeit vernebelt er Sie.

Denn dass Sie sich wehren, ist vollkommen verständlich - sie wehren sich übrigens viel zu wenig - nur die Zielrichtung Ihres Angriffes ist falsch. Nicht die ältere Generation verbaut Ihnen die Chance - übrigens auch eine Familie zu gründen, Kinder zu haben usw., insofern ist der Kinder-Appell der Madonna aus Hannover wirklichkeitsfremd, ja zynisch - sondern die Protagonisten des politischen Mainstreams, der inzwischen komplett neoliberal ausgerichtet ist.

Um es drastisch zu sagen: Selbst wenn von heute auf morgen keine einzige Rente und keine einzige Pension mehr gezahlt würden, würde das Ihre beruflichen Chan-cen um keinen Deut verbessern.

Natürlich gibt es Ungerechtigkeiten und Auswucherungen des Sozialstaates, die lange hätten beseitigt werden müssen. Auch hier wieder Schieflagen, die nur machtpolitisch zu erklären sind: Warum sind die Pensionen viel weniger in der Diskussion als die Renten, obwohl sie doppelt (gehobener Dienst) und dreifach (höherer) Dienst so hoch sind wie jene, obwohl sie ganze Länderhaushalte blockieren? Warum wurde im Rahmen der “Gesundheitsreform” das Beihilferecht nicht geändert? Warum erzählen uns C4-Professoren mit 4.600 Euro Pensionsanspruch ohne Beitragsleistung ununterbrochen und unwidersprochen, dass wir die 1.000 Euro - Renten nicht mehr bezahlen können?

Warum wehren Sie sich nicht - und das geht an Ihre Stiftung - gegen den Demogra-fieunsinn?. Auch Sie persönlich erzählen etwas von linear sich erhöhender Lebens-erwartung, als Grund für die nicht mehr bezahlbaren Renten. Die Lebenserwartung kann sich statistisch gar nicht linear erhöhen, oder werden die Menschen in 500 Jahren alle 350 Jahre alt (Ich habe jetzt nicht genau nachgerechnet)? Die wesentlichen Fortschritte in der Lebenserwartung sind auf gesunkene Säuglingssterblichkeit zurückzuführen, also der statistische Effekt eines anderen Ereignisses. Die sog. fernere Lebenserwartung entwickelt sich nur sehr langsam und zwar nicht linear sondern als Hyperbel (Das nur als Hinweis). Im Übrigen sind längere Rentenlaufzeiten viel stärker von der Arbeitsmarktpolitik der letzten beiden Jahrzehnte bestimmt als biologisch begründet.

Zu den Fakten: Gegenwärtig stehen fast 53 Mio. Menschen im erwerbsfähigen Alter gerade mal 15 Mio. Menschen über 65 gegenüber. Statistisch eine glänzende Relation. Nur darauf kommt es gar nicht an, sondern gefragt ist, wieviel Menschen davon auch erwerbstätig sind, mehr noch: sozialversicherungspflichtig beschäftigt und somit Steuern und Abgaben zahlen und wieviel sie verdienen. Zur Zeit gibt es noch 21 Mio. (SV-)Vollzeitarbeitsplätze, viele von ihnen sind schon dem Niedriglohnsektor zuzurechnen. In ihnen werden nicht selten Löhne und Gehälter auf dem Niveau der siebziger Jahre gezahlt. Dass dies bei 22 Mio. Renten (viele Frauen bekommen - meist kleine - Doppelrenten) auf dem Niveau des Jahres 2007 (an sich 2003) nicht gut gehen kann, leuchtet ein. Das hat nichts mit Generationengerechtigkeit zu tun, ist auch nicht demografisch begründet (Kinder zahlen keine Beiträge, erst recht nicht später als Arbeitslose), sondern ist das Produkt einer rein neoliberal ausgerichteten Wirtschaftspolitik, die mit dem Ziel der Geldwertstabilität Massenarbeitslosigkeit fortlaufend produziert und in Kauf nimmt. (Übrigens auch Folge eines demografischen Überhangs durch die geburtenstarken Jahrgänge - was viel zu wenig diskutiert wird, warum wohl?)

Gegen diese Politik und ihre hoch ideologischen Interpretationen sollten sie sich wehren, mit all Ihrem Kritikvermögen und ihren sonstigen guten Argumenten.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2082#more-2082
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Alt 05.02.2007, 13:37   #19
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Zitat:
Millionen Deutsche haben mit einer privaten Rentenversicherung vorgesorgt. Nun müssen die ersten erkennen: Nicht alles, was versprochen wurde, wird auch ausgezahlt.

Werner Faßbinder hat vier Jahrzehnte gearbeitet, in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, ein Häuschen abbezahlt und nebenher noch etwas Geld gespart. "Für mehr Wohlstand im Ruhestand." Jetzt ist Faßbinder 65 Jahre alt - und fühlt sich "ziemlich gelinkt". Vor fast vier Jahren zahlte er 50000 Euro in eine private Rentenversicherung bei der Asstel (Gothaer-Gruppe) ein. "Geködert haben die mich mit einer Sofort-Rente von 336,70 Euro monatlich", sagt Faßbinder. Doch die gab es nur ein Jahr lang. Danach sank die "RenteKomfort" treppchenweise - zuletzt auf 264,50 Euro pro Monat. Und es kann noch weniger werden. Garantiert werden von der Asstel lediglich "243,70 Euro monatlich - für 15 Jahre". Danach bekommt Faßbinder weiter Rente, eine Mindesthöhe ist jedoch nicht mehr garantiert.

So wie ihm ergeht es derzeit Zehntausenden Versicherten: Sie erhalten nicht die Auszahlungen, die ihnen einst in Aussicht gestellt wurden. Und dies könnte noch viel mehr Deutschen blühen. Insgesamt 15 Millionen private Rentenpolicen wurden bisher abgeschlossen.
http://www.stern.de/wirtschaft/finan...ld/581185.html
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Alt 07.02.2007, 08:27   #20
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Glosse: Deutschland, Deine Rentner ruinieren Dich

Zitat:
Ora et labora", oder was soll eigentlich der ganze Schmarren um das Thema Rente erst mit 67 Jahren? Unsere Omas sind die fitesten der Welt und wer in diesem Alter noch zum Karneval geht muss doch in der Lage sein auch noch ordentlich den Flur und das Treppenhaus in der Schule nebenan putzen zu können. So ein bisschen bücken hat noch nie jemanden geschadet, das ist alles eine Frage des Trainings und der Motivation. Und Opa, der faule Strick kann angeblich mit 60 Lenzen auf dem Buckel nicht mehr aufs Dach steigen und Ziegel verlegen. Ja verdammt noch mal, das ist doch noch lange kein Grund sich auf den Parkbänken herumzudrücken. Opa kann dann doch immer noch Pflastersteine auf der Straße oder dem Gehweg verlegen, dabei fällt man nicht vom Dach, das ist nur eine Frage des positiven Umdenkens.

Und dann sind da diese Berufsmiesmacher wie die Linken und Gewerkschaften, die behaupten Rente mit 67 sei ein glattes Rentenklauprogramm und gehen dagegen sogar ungeniert auf die Straße. Zum protestieren sind sie alle fit, zum arbeiten aber nicht, das ist glatte Leistungsverweigerung, so wird der Staat systematisch ruiniert. Diese „Generation Drückeberger" hat noch nicht einmal etwas zum Wirtschaftswunder beigetragen und sind wir einmal ehrlich, diese Faulenzer wollen einfach nur nicht länger arbeiten.
http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/2082/32/
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Alt 07.02.2007, 14:29   #21
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Zitat:
Das Beitragssatzdogma muss auch als Begründung für die "Rente mit 67" herhalten, die in sechs Wochen vom Bundestag beschlossen werden soll; auch sie entlaste die jüngere Generation, heißt es. Ökonomisches Grundwissen wird in der politischen Zweckpropaganda ersetzt durch vermeintlich gesundes Alltagsempfinden: "Wir leben länger, arbeiten aber nicht länger, sondern insgesamt eher kürzer. Und da muss man gar nicht Mathematiker sein, da reicht halt Volksschule Sauerland, um zu wissen: Kann nich´ hinhauen." (Franz Müntefering) - Schaut man allerdings ins Finanztableau des Gesetzentwurfs, so fasst man sich an den Kopf. Die "deutliche" Entlastung der Jüngeren beträgt hiernach im Jahre 2030 ganze 0,5 Beitragspunkte - also je ein verschwindend geringer Viertelprozentpunkt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer! Nach heutigen Werten sind das zusammen fünf Milliarden Euro pro Jahr. Dafür werden die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt beachtlich sein. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass durch die "Rente mit 67" im Jahre 2030 mit 1,2 Millionen bis 3,4 Millionen zusätzlichen erwerbsfähigen Personen auf dem Arbeitmarkt gerechnet werden muss. Es ist abzusehen, dass daraus weitere finanzielle Belastungen entstehen, entweder durch höhere Arbeitslosigkeit oder durch mehr erforderliche Beschäftigungsförderung - diese Kosten werden die marginale Beitragsentlastung schnell aufzehren.

Nun ist die Senkung des Rentenniveaus keine durch die Demografie unvermeidliche, also alternativlose Entwicklung, sondern politisch gewollt. Diese Kürzungen erzwingen indirekt die private Vorsorge, zum Beispiel mit der "Riester-Rente". Ab kommendem Jahr sollen alle Arbeitnehmer vier Prozent ihres Bruttoentgelts als Prämie für private oder betriebliche Altersvorsorge anlegen; nur so bestehe - bei entsprechender Verzinsung - die Aussicht auf ein auch künftig Lebensstandard sicherndes Alterseinkommen. Durch Fördermittel bei der "Riester-Rente" wird die Zusatzbelastung auf im Schnitt knapp drei Prozent begrenzt. Für die 2004 beschlossene weitere Niveausenkung durch die "Schmidt-Reform" ist allerdings keine Erhöhung der Zuschüsse vorgesehen. Um diese Lücke zu schließen, sind demnach weitere drei Prozent alleine von den Arbeitnehmern aufzubringen - 2030 also insgesamt 17 Prozent. Wie man sieht, lassen sich die Kosten nicht wegreformieren, sie werden nur anders verteilt.

Mit einem paritätischen Beitrag von (hoch gegriffen) 28 Prozent im Jahre 2030 wäre weiterhin ein Lebensstandard sicherndes Alterseinkommen finanzierbar - und zwar auch ohne die "Rente mit 67". Seit der "Riester-Reform" geht es allerdings vorrangig um die Privatisierung sozialer Risiken und ihrer Kosten. Gewinner sind Arbeitgeber und private Finanzdienstleister. Den (jüngeren) Arbeitnehmern wird dies als "generationengerechte Entlastung" verkauft; sie müssten 2030 nur 11 Prozent statt 14 Prozent Rentenbeitrag zahlen. Dass sie bereits heute für einen gesicherten Lebensabend insgesamt mehr aufzuwenden haben als die vermeintlich "unzumutbaren" 14 Prozent, die im Jahre 2030 für eine sichere Rente fällig wären, wird bei der öffentlichen Verdummungskampagne bislang erfolgreich unterschlagen. - Wer sich zudem, wie etwa der DGB, in die gegenwärtige Propagandainitiative (private) "Altersvorsorge macht Schule" einbinden lässt, der hat augenscheinlich politisch bereits kapituliert und sich vom Ziel einer Lebensstandard sichernden, paritätisch finanzierten Rente längst verabschiedet. Dann aber bleibt auch von einer Erwerbstätigenversicherung am Ende nicht viel mehr als weiße Salbe.
http://www.freitag.de/2007/05/07050502.php
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Alt 13.02.2007, 08:11   #22
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Zitat:
Der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU) wirft den Privatversicherern Betrug bei der Altersvorsorge vor. Die Versprechungen für die Altersrente seien "reine Hochstapelei", sagte Blüm am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Berlin Mitte". Niemand könne wissen, wie hoch in 30 Jahren die tatsächliche Rendite sei. Die Privatversicherer machten ihr Geschäft mit "Angstmacherei", so Blüm. "Je schlechter sie die Rente machen, umso mehr klingelt das Geld in der Kasse der Allianz."

Zugleich machte der CDU-Politiker die Einführung der privaten Altersvorsorge für die Schwächung der staatlichen Rente verantwortlich. Die Riester-Rente sei "ein Schlag auf die Rentensicherheit". Man könne die Altersvorsorge nicht auf Kapitaldeckung stützen.

"Es gibt kein sichereres, klügeres System als das Umlagesystem", meint Blüm. "Hätte der Staat die 13 Milliarden zur Förderung der Riester-Rente in die Rente gegeben, dann würden Versorgungslücken gar nicht entstehen."
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=15317
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Alt 14.02.2007, 10:58   #23
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ein persönlicher Erfahrungsbericht mit Riesterrente, Betriebsrente

Zitat:
ich gebe zu, auch eine Privatrente der Versicherungswirtschaft abgeschlossen zu haben, unter dem Deckmantel der “betrieblichen Altersversorgung”. Anstatt privat zu sparen, habe ich durch die Sozialversicherungsfreiheit und die Beisteuerung der eingesparten Beiträge des Arbeitgebers - nur dann ist das einigermaßen lohnend - eine Metallrente abgeschlossen. Der Schritt fiel nicht leicht: Keine oder nur ausweichende Antworten bei kritischen Fragen, mangelnde Auskünfte zu Kosten und Renditen und der Rentenberechnung, die Anwendung veralteter Sterbetafeln beim Abschluss usw. haben die Entscheidung extrem kapp werden lassen. Nur durch die massiven staatlichen Subventionen zulasten der Sozialkassen rechnet sich so ein Produkt für Besserverdienende wie mich. Für den Normalbürger ist ein solcher Abschluss Quatsch. Glücklich bin ich mit dem Produkt nicht - immerhin gibt es jetzt nach intensivem Nachfragen einmal jährlich eine Übersicht der angesparten Beträge: Sehr teuer ist die Risikosicherung und die Gebühren - die Rendite ist eher lau. Wie gesagt, meine Alternative ist das Sparen (nicht nur für die Rente) aus normal versteuertem Einkommen - das jetzt etwas zurückgefahren ist, obwohl die jeweiligen Summen über die Jahre sich in etwa gleichen. Es wurde nur vom freien Sparen zur Staatssubvention umgeschichtet- zulasten der Sozialkassen.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2112
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