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Alt 16.12.2007, 03:32   #1
Redwing
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Registriert seit: 03.12.2007
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Redwing
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Standard Wie der Neosozialismus funktionieren würde

Tagchen (oder Nächtchen)! Ich bin der berühmt-berüchtigte Redwing!

Nach ein paar technischen Problemen gelingt es mir nun doch, auch in diesem Forum einzuschlagen, und zunächst einmal möchte ich euch natürlich meinen wichtigsten und bekanntesten Text offenbaren. Ihr Arbeitslosen seid die größten der vielen Opfer des Systems- ich war übrigens auch schon oft arbeitslos und werds auch irgendwann sicher wieder sein-, also solltet gerade ihr euch vor Augen halten, daß dieses System asozial und instabil ist- niemals dauerhaft funktionierend. Ihr solltet nicht eure Henker wählen, dafür daß sie euch entrechten, enteignen und diskriminieren; dafür daß sie aus Opfern Täter machen (es so darstellen) und euch fertigmachen. Stellt euch gegen das System oder die Diktatur der reichen Minderheit wird euch immer weiter quälen.

Und nun zum Text, der einen Ausweg aus dem KED- Dreck bietet (Kapitalistische Einheitspartei- bestehend aus (S)PD, (CD)U, (F)DP und "Grünen"):

Mittlerweile dürfte jedem, der nicht unter extremem Realitätsverlust leidet, klar sein, daß dieses System am sterben ist und keine Herumdokterei der Welt es mehr dauerhaft retten kann. Die wenigen Gewinner des Systems- die reiche Minderheit- will uns weismachen, es gäbe keine Alternative dazu und versucht dieses System, auf Kosten des ohnehin unzureichenden Sozialstaates und damit der breiten Bevölkerung, krampfhaft, so lange wie möglich, am Leben zu erhalten, um sich ihren zusammengerafften Reichtum längstmöglich zu sichern. Die Bevölkerung, darunter vor allen Dingen die Ärmsten, sollen für den Wohlstand dieser reichen Minderheit und ihr System immer stärker bluten und dabei auch noch bedingungslos mitspielen. Dadurch läßt sich der endgültige Untergang des Kapitalismus jedoch höchstens um wenige Dekaden oder vielleicht auch nur Jahre hinauszögern. Deshalb wird es Zeit, über echte Alternativen zu diesem immer ungerechter werdenden Ausbeutersystem, das von fast ALLEN Parteien, die sich doch kaum voneinander unterscheiden, und den Strippenziehern aus der Wirtschaft unterstützt wird, nachzudenken und sich dabei auch für gänzlich Neues und Ungewohntes zu öffnen. Es gibt genug Geld und Wohlstand auf der Welt, aber es ist verdammt schlecht verteilt. Das gilt auch für die vorhandene Arbeit. Zu alldem nun der folgende Text:

Den wirklichen Kommunismus/Sozialismus hat es noch nie gegeben. Es gab immer nur fadenscheinige Pseudo-Sozialismen, die von Regierungsmitgliedern und leider auch Teilen der Bevölkerung sabotiert wurden. "Kapitalismus light" war das bzw. Staatskapitalismus. Daß „Kapitalismus light“ gegen aggressiven Normalkapitalismus auf Dauer nicht bestehen kann, ist klar, denn nur echter Kommunismus/Sozialismus kann funktionieren und ist nahezu hieb und stichfest und durchdacht von A bis Z. Pseudo-Sozialismen sind natürlich sehr lückenhaft, anfällig und eben nichts Halbes und nichts Ganzes. Im Raubtierkapitalismus setzt sich der Stärkere und Aggressivere national und international durch, weswegen die „Kapitalismus light“- Systeme auf der Strecke blieben und der Oberaggressor USA dominierte. Doch irgendwann ist jedes Monopoly-Spiel beendet und dann kann entweder das Ganze von vorne begonnen werden, bis die nächste Krise kommt, oder es wird endlich ein besseres und gerechteres, langlebigeres Spiel gespielt. China hat übrigens später mit Spielen angefangen, aber das Resultat wird das Gleiche sein. Die Pseudo-Sozialismen waren hingegen „ganz schlechte Spieler“, da sie die skrupellosen Regeln nicht mal richtig beherrschten, während Regeln und Ziel für die Normalkapitalisten klar war. Lernt aus diesen falschen Systemen, aber denkt nicht, daß es wieder so laufen würde. Natürlich hätte sicher auch der echte Sozialismus kleine Schwächen und wäre nicht vollkommen perfekt, aber das ist kein System. Er würde aber mit Abstand am besten, stabilsten und gerechtesten funktionieren und einer klaren Mehrheit statt einer reichen Minderheit dienen.

Richtiger Kommunismus/Sozialismus hat nichts mit Individualitätsverlust, Armut, Unterdrückung, Umweltzerstörung, Vetternwirtschaft, Überwachungsstaat, etc. zu tun. Es kann sich darauf beschränken, daß Geld und Arbeit gerecht unter allen Menschen (möglichst weltweit) aufgeteilt wird. Was soll daran bitte schön nicht funktionieren, wenn die Arbeit, für die sich sonst einer alleine abrackern müßte, von zwei Leuten getan wird, die es dann leichter haben, nur circa die halbe Zeit brauchen und früher nach Hause gehen können? So hingegen ist einer arbeitslos und der andere rackert sich tot. Wenn es keine reichen Leute mehr gibt und alle Menschen für ihre Arbeit gerechterweise den gleichen Betrag ausgezahlt bekommen, dann wäre genug Geld da, um den ganzen Teilzeitarbeitern trotzdem ihren vollen Lohn (oder mehr) auszuzahlen. Das Geld läßt sich, genau wie die Arbeit, auf alle umverteilen. Jeder arbeitet Teilzeit, kriegt mindestens das volle Gehalt und kann glücklich sein, denn erstmals ist für ALLE Geld UND Freizeit vorhanden, was sonst nur für die Reichenelite gilt. Und wer immer nur auf die Rentenzeit baut, der hat schon verloren. Erstens sind die Renten mehr als unsicher; zweitens lebt es sich als alter Mensch längst nicht mehr so angenehm und unbeschwert, wie in der langen Zeit, die nur mit Arbeit verschwendet wird, und drittens bauen die Politiker darauf, daß ihr möglichst pünktlich zur Rente ins Grab kippt. Deshalb heben sie das Rentenalter ja auch unverschämt an und gestalten das Arbeitsleben „schön“ stressig und gesundheitsschädigend. Arbeitszeitverkürzung heißt die oberste Regel (bei mir)!

Die Arbeiter wären auch viel motivierter, was der Qualität und dem Arbeitsklima zugute kommen würde. Außerdem gäbe es- national und international gesehen- so gut wie keine Konflikte mehr. Diese entstehen in erster Linie nur dadurch, daß manche Leute mehr haben als andere und mehr bestimmen wollen. Im echten Kommunismus/Sozialismus wären alle gleichberechtigt und hätten monatlich immer gleich viel Geld zur Verfügung. Wie sie das dann einsetzen, ist ja ihre Sache. Eigentlich bräuchte man nicht mal mehr Geld, aber ich denke, aus organisatorischen Gründen, wäre es ganz gut. Wenn nicht, dann nennt den Lohn halt „Wohlstand“ oder „Güter und Dienstleistungen“.

Die reiche Minderheit will natürlich krampfhaft ihren zusammengerafften Wohlstand sichern, denn sie wären die Einzigen, die Abstriche hinnehmen müßten. Sie würden dann ja "nur" so viel, wie alle anderen bekommen, was ihnen natürlich viel zu wenig ist. Deshalb manipulieren sie das Volk durch die Medien, welche sich fast alle in ihren Händen befinden, da eben an der Spitze fast jeder Redaktion und jedes Senders ein betuchter Chef mit eigenen Interessen sitzt, und ihre politischen Marionetten, die selbst alle reich sind, und hetzen verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander auf, um ja von sich abzulenken. Fallt da nicht mehr drauf rein! Nicht Arbeitslose, Ausländer oder sonstwer sind Schuld an der Misere, sondern nur die da oben!

Ich gehe jetzt mal auf drei häufig genannte "Argumente" gegen den Kommunismus/Sozialismus ein:

1.) "Der Mensch ist von Natur aus egoistisch, weswegen sich der Sozialismus niemals halten läßt."

Meine Antwort: Natürlich liegt hier drin eine Gefahr, aber durch die richtige Aufklärung läßt sie sich beseitigen. Jeder Mensch muß sich einfach nur klarmachen, daß es IHM persönlich- nicht nur Herrn Müller, Meier, Schulze und Frau XY- sondern IHM selbst besser geht im neuen System. Er muß sein Leben im kapitalistischen Ausbeutersystem mit dem neuen Leben im fürsorglichen, sozialen Sozialismus vergleichen. Der Durchschnittsbürger und der Unterdurchschnittsbürger (beides zusammen, die überwältigende Mehrheit) werden schnell merken, daß es im Sozialismus angenehmer ist. Deshalb würden sie das System nach der Revolution auch halten und nicht sabotieren- selbst wenn sie das aus purem Egoismus tun würden, damit es ihnen nicht irgendwann wieder schlechter geht, in einem anderen System. Wenn sie zudem noch etwas fürsorglich und am Wohle der Allgemeinheit interessiert sind, dann halten sie das System ohnehin. Schließlich sind keineswegs alle Menschen gleich stark egoistisch oder schlecht. Diese Behauptung der Kapitalisten, die damit offenbar ihr unmoralisches Handeln rechtfertigen und der Natur in die Schuhe schieben wollen, ist das, was sie Linken gerne vorwerfen, wenn es ihnen dann wieder in den Kram paßt: Gleichmacherei. Sie können oder wollen nicht verstehen, daß es auch Menschen gibt, die nicht nur auf Geld und Macht aus und weniger egoistisch und schlecht sind. Jene fallen allerdings weniger auf, da sie weniger anrichten und in diesem System meist nicht weit nach oben kommen. Das schaffen in erster Linie die Ellenbogenkapitalisten, die weder Skrupel noch Moral kennen und keine Probleme mit den kranken Methoden und Regeln dieses Systems haben. Jenes kalte System ist maßgeschneidert für sie- Egoismus als Rahmenbedingung. Mit einem neuen System, daß nicht auf Abzocke, Skrupellosigkeit und Konkurrenzkampf, sondern auf sozialer Gerechtigkeit, Fürsorglichkeit und (begrenzter) Gleichheit basiert (nur, was Einkommen, Arbeit und Status in der Gesellschaft angeht) würde sich vielleicht auch die Grundeinstellung vieler Menschen etwas ändern. Der Kapitalismus fördert die schlechten Seiten des Menschen; ja macht sie regelrecht notwendig. Ein sozialeres System könnte die guten Seiten fördern und die schlechten mehr oder weniger verkümmern lassen. Jetzt hingegen machen wir den Egoismus zum System. Wir geben uns voll und ganz diesen negativen Eigenschaften hin, anstatt dagegen vorzugehen, und richten das System darauf ab. Was dabei am Ende herauskommt, sehen wir: eine Diktatur der reichen Minderheit, während es der klaren Mehrheit immer schlechter geht. So sieht kein gerechtes und stabiles System aus. Der Kapitalismus ist schlecht und funktioniert nicht, also MÜSSEN Alternativen her.

Ein einfaches Beispiel: Sozialismus heißt möglicherweise (hängt von Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter, verfügbarer Arbeit und verfügbarem Gesamtkapital ab, woraus sich der Durchschnittswert bezüglich Zeit und Geld pro Arbeiter errechnen ließe) 4 Stunden pro Tag Arbeit, bei 3000- 4000 Euro netto Gehalt. Gute Konditionen, aber mancher würde vielleicht lieber 2 Stunden, bei 10000 Euro Gehalt arbeiten. Wenn er sich das erlauben würde, dann würde er den Sozialismus ins Wanken bringen und damit sabotieren. Es hieß ja mal in etwa: "Jeder nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten". Zuviel darf sich natürlich keiner genehmigen, weswegen Arbeitszeit und Gehalt festgelegt werden müßten. Vergleicht der Arbeiter dann seine 4 Stunden, bei 3000 - 4000 Euro Gehalt mit dem Kapitalismus, in dem beispielsweise 8 Stunden , bei 2000 Euro Gehalt gelten, dann wird ihm schnell klar werden, daß er sehr zufrieden sein kann, mit dem, was er hat. Er wird dieses Soll dann freiwillig erfüllen und sich mit dem Gehalt zufriedenbegeben, denn im Kapitalismus würde ihm Schlimmeres drohen. Natürlich sind das hier geschätzte Zahlen, aber ich denke, es könnte so IN ETWA stimmen. Wenn sich die oben genannten Faktoren ändern, dann würden Arbeitszeit und/oder Gehalt natürlich angepaßt werden.

Das System wäre sehr stabil und würde krasse Ungleichheiten wie sie jetzt herrschen nicht zulassen- höchstens ganz leichte Schwankungen. Der Staat zahlt das Geld an die Arbeiter und Studenten, Rentner, etc. und die geben es für vom Staat angebotene Waren und Dienstleistungen wieder aus (die Wirtschaft ist dann ja staatlich (wobei der Staat das Volk ist). Dadurch entsteht ein stabiler Zyklus. Produziert und geleistet wird dabei das, was das Volk braucht bzw. begehrt. Das kann man am Konsumentenverhalten und Umfragen leicht feststellen. Es gäbe keine verschwenderische, auf wahnwitzigem Konkurrenzkampf basierende Überproduktion, etc. mehr, sondern die Wirtschaft würde sich den Bedürfnissen anpassen. Was massig vorhanden und leicht zu produzieren ist, könnte vielleicht in Maßen noch für den Außenhandel produziert werden, damit im Land nicht vorhandene Güter wiederum von draußen eingetauscht oder gekauft werden können.

Sehr Reiche können zwangsläufig nur noch immer reicher werden und deshalb verteilt sich das Geld der Welt (welches nicht unbegrenzt vorhanden ist) erstmal hauptsächlich auf die Industrienationen und dort auf wenige Superreiche. Dieser Prozeß wird bald abgeschlossen sein, und dann gibt es nur noch wenige Superreiche und eine in größerer oder kleinerer Armut lebende Masse. Der Mittelstand der Industrieländer wird sich zunehmend auflösen, wovon es Wenige vielleicht noch nach oben schaffen, das klare Gros aber absackt (wie objektive Statistiken schon jetzt bzw. längst beweisen). Deutschland ist mit am reichsten, weswegen es vielen Leuten hier NOCH relativ gut geht. Deshalb, und aufgrund des etwas spießigen und hörigen Grundcharakters vieler Deutscher, ist die Bereitschaft zur Revolution hier leider noch sehr dürftig. Offensichtlich ist man erst bereit aufzustehen, wenn es uns richtig mies geht- und dieser Tag wird kommen, wenn sich nichts ändert. Man bräuchte es aber auch gar nicht erst soweit kommen lassen. Wir müssen doch nicht erst Zustände wie in Indien, Afrika oder sonstwo erreichen, sondern sollten RECHTZEITIG die Tendenzen bekämpfen, die uns dorthin bringen sollen/wollen (Lohnniveau,…). Statt dessen sollten wir lieber versuchen, die miesen Verhältnisse in anderen Ländern durch globale Sozialpolitik und am besten die Weltrevolution (geht natürlich nur in Etappen) zu verbessern, anstatt unser Niveau auf diese unmenschlichen Umstände abzusenken. Eine derartige Angleichung nützt keinem was, außer den raffgierigen Global Players der reichen Minderheit (und ein paar Lokalbonzen der dritten Welt). Wenn überall gleichgute Umstände herrschen, dann können sie hinflüchten wohin sie wollen- es würde ihnen nichts nützen (in vielerlei Hinsicht).

Der Kapitalismus- ein System mit wenigen Gewinnern und vielen Verlierern- kam bisher nur immer wieder halbwegs auf die Beine, weil gerade mal wieder ein Weltkrieg anstand. Na klar! Viel aufzubauen, wenig Arbeitskräfte (also keine Arbeitslosigkeit) und möglicherweise die Annullierung bisher angehäufter Reichtümer und die Einführung eines neuen Währungssystems. Dann vielleicht noch eine Auslandsmacht, die sich einmischt und fertig ist das Wirtschaftswunder! Der Kapitalismus steht vor dem Kollaps, denn es gibt nicht mehr viel aufzubauen und für Produkte und Dienstleistungen hat die breite Masse kein Geld- folglich noch schlechtere Konjunktur = noch weniger Geld in den Taschen = noch schlechtere Konjunktur =... Rezession bis zum Kollaps. Die da oben heulen immer rum, daß die Leute nichts mehr kaufen und gleichzeitig wird gerade dieser klaren Mehrheit (Arbeitslose und die meisten Arbeitenden) eine Leistung nach der anderen und ein Gehalt nach dem anderen zusammengekürzt bzw. gestrichen, während die reiche Minderheit, die schon nicht mehr weiß, wohin mit ihrem Geld, subventioniert und immer stärker entlastet wird (als würde die was belasten). Deren Überfluß wird noch ausgebaut, während es bei einer immer größeren Mehrheit zunehmend bzw. längst am Nötigsten mangelt. Mal ganz davon abgesehen, daß für einige Güter einfach kein Bedarf mehr besteht, bzw. dieser nur noch in großen zeitlichen Intervallen wieder auftritt (die Zeit der großen, wichtigen Erfindungen, die jeder haben muß, ist eben größtenteils vorbei), kann sich ein immer größerer Teil des Volkes eben immer weniger leisten und spart demzufolge immer mehr bzw. muß sich zwischen zu kaufenden Dingen lange entscheiden. Und die Zukunftsprognosen sind, dank dem konservativ/neoliberalen und bereits in der Weimarer Republik gescheitertem Einheitsbrei aller Mitte-Parteien, ja auch nicht allzu rosig.

Noch etwas zum Thema Kriege und Kapitalismus. Es mag Systempropagandisten geben, die behaupten, der Kapitalismus „funktioniert“ schon seit Ewigkeiten. Das ist blanker Unsinn. Erstens kann man Feudalsysteme und dergleichen wohl kaum mit dem jetzigen Kapitalismus gleichsetzen, und zweitens scheiterte der Kapitalismus, wie im letzten Absatz erklärt, schon oft. Es endete stets in bitteren Krisen, nach denen Neustarts initiiert wurden. Das ist aber kein Zeichen von Funktionieren, sondern ein Armutszeugnis. Wir sollten diese Zyklen des Verfalls durchbrechen, die immer gleich enden, und ein besseres System schaffen, das dauerhaft funktioniert und gerechter ist. Wenn jedenfalls der Kapitalismus die x-te „Chance“ erhält, obwohl er sich mehrfach als falsch und instabil erwies, wieso dann nicht auch der Sozialismus/ Kommunismus? Dieses System gab es im Grunde (fehlerhaft) erst einmal, da alle Versuche in etwa gleichzeitig durchgeführt wurden. Es scheiterte jedenfalls kein (Pseudo-)Sozialismus, bevor ein neuer begonnen wurde, von ganz aktuellen, lateinamerikanischen Systemen vielleicht abgesehen (bez. Beginn). Also konnte man auch noch nicht aus den Fehlern lernen, um einen besseren, fehlerbereinigten Versuch mit mehr Wissen zu starten.

Fangt selber an zu denken und hört nicht auf die Medien. Stellt gegebenenfalls auch eure Erziehung in Frage, denn auch eure Eltern sind möglicherweise fehlinformiert worden und geben dies weiter. Und ihr gebt das wieder weiter. Dieser Kreislauf muß durchbrochen werden! Wenn euch ein Leben lang etwas Falsches eingetrichtert worden ist und dies von den Medien auch noch bestätigt wird, dann glaubt ihr das irgendwann- auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Gerade in jungen Jahren ist der Mensch sehr beeinflußbar. (...und in Älteren manchmal etwas festgefahren). Hört auch nicht auf das Gequatsche sogenannter „Experten“. Diese „Experten“ aus Wirtschaft und Politik haben uns zum dem Trümmerhaufen geführt, vor dem wir jetzt stehen. Ihre Politik ist immer und immer wieder gescheitert, und ihre Prognosen haben sich fast immer als falsch erwiesen. Vergeßt nicht, daß diese „Experten“ meist selbst sehr gut betucht und nicht selten auf der Gehaltsliste von Firmen, Wirtschaftsorganisationen oder Parteien stehen. Die haben ein ganz persönliches Interesse, daß der Bürger sich dieses Blutsaugersystem weiter aufs Auge drücken läßt.

2.)"Wer soll denn in diesem Arbeiterparadies die ganzen Scheißjobs machen?"

Meine Antwort: Ich würde das so handhaben, daß jeder sich seine Arbeit erstmal aussuchen darf. Natürlich gibt es Jobs, wo zu viele Interessenten sind und solche, wo nicht genügend Stellen besetzt wären. Dann würde ich mir die überschüssigen Leute genau angucken (natürlich nicht ich alleine bzw. nicht ich, sondern die verantwortlichen Stellen) und entscheiden, zu wem welcher überschüssige Job am besten passen würde (aufgrund von geistigen und körperlichen Attributen, Interessen, etc.). Und dann würde ich den Leuten die Jobs schlichtweg zuordnen. Es ist damit natürlich ein gewisser Zwang da. Aber wie ist es denn im Kapitalismus? Da werden diese Jobs auch immer von irgend jemand gemacht- nämlich von denen, die aufgrund ihrer schlechten Lebenssituation dazu gezwungen sind oder die vom Arbeitsamt dreisterweise dazu verdonnert werden. Es ist also in beiden Systemen ein Zwang dabei. ABER im Sozialismus müssen sie diese Jobs unter viel sozialeren Umständen bewältigen: nämlich mit anständigem Gehalt und halber Arbeitszeit. So läßt sich so ein Job schon wesentlich leichter ertragen. Im Kapitalismus schuften sie sich dagegen den ganzen Tag tot und kriegen dafür ein Almosen. Arbeit ist Arbeit und wer eine gewisse Zeit pro Tag dafür opfert (das ist Lebenszeit, die euch verloren geht), der sollte genau soviel bekommen, wie jeder andere- egal wie "wichtig" oder wie intelligenzbedingt diese Arbeit ist. Man könnte eventuell kleine, zusätzliche Anreize für besonders unliebsame Jobs erwägen, aber es dürfen auf keinen Fall derartige Unterschiede wie im Kapitalismus aufkommen. Und (fast) jede Arbeit hat ihren Sinn (im Kapitalismus nicht jede)- sonst müßte sie nicht gemacht werden; also ist sie auch wichtig und somit die Person, die sie macht. Das muß angemessen gewürdigt und honoriert werden.

Wo ist bitte schön der Anreiz für immer mehr Arbeitnehmer im Kapitalismus? Miserable Arbeitszeiten, miserable Arbeitsumstände, miserabler Lohn- kurz: Dumping pur. Den Arbeitslosen da das bißchen Stütze zu kürzen, verbessert die Situation der Arbeitnehmer nicht- im Gegenteil: Es erhöht auch den Druck auf sie, da sie ersetzbarer und erpreßbarer werden. Warum soll sich jemand für DIESEN asozialen Bonzenstaat und DIESE asoziale Wirtschaft aufopfern, aber für ein wirklich soziales System, das für die Allgemeinheit ist, angeblich zu egoistisch sein und keine Anreize sehen? Sorry, da ist doch ein erheblicher Denkfehler!

3.)"Wer soll das denn alles kontrollieren?"

Meine Antwort: Das braucht eigentlich keiner gezielt kontrollieren, denn Sabotagemöglichkeiten gibt es nur auf dem Arbeitsplatz (zu wenig Arbeit geleistet oder zu viel Gehalt kassiert), und dort gibt es sicher einen Administrator und Kollegen, die alle ihren Beitrag leisten und möchten, daß der Sozialismus funktioniert... Außerdem würde es nicht viele dieser Saboteure geben, wie oben geschrieben. Der Kapitalismus hat übrigens weit mehr von einem Überwachungsstaat, als ein echter Sozialismus. Hier beschränkt sich die leichte Kontrolle nur auf den Arbeitsplatz.
Da man mittlerweile die Probleme falsch angegangener- bzw. fortgeführter, gescheiterter Sozialismen der Vergangenheit kennt und zunehmend die unübersehbaren Probleme des Kapitalismus im Endstadium kennenlernt, sollte die Welt bald bereit sein für einen zweiten Versuch. Dieses Mal würde es besser laufen. Vor allen Dingen, wenn es die ganze Welt beträfe und keine kapitalistischen Fanatiker a la USA wieder krampfhaft dazwischenfunken und zum wirtschafts- und volksschädigenden Wettrüsten einladen würden. Das war nämlich auch ein Grund dafür, weswegen die Sowjet Union zusammengebrochen ist, und die von den USA ausgehende Isolation von Kuba- ein sehr kleines, nur begrenzt autarkes Land- ist für die dortigen Probleme verantwortlich. In den Industrienationen wird die Weltrevolution beginnen, denn dort sind die Leute zu schlechte Lebensumstände nicht gewöhnt und lassen sich den skrupellosen Sozialabbau hoffentlich nicht ewig bieten. Von den Industrienationen wird das Feuer der Revolution sich schnell auf die dritte Welt Länder übertragen und schon haben wir globalen Frieden, Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Konflikte wären überflüssig. Je asozialere Maßnahmen die Politiker ergreifen, desto schneller graben sie dem todgeweihten Kapitalismus damit sein Grab. Also, macht nur weiter so- die Quittung dafür wird kommen. Ich hoffe nur, daß auf der Durststrecke, die sich das Volk (die Mehrheit) durch seine übertriebene Leidensfähigkeit und naive Obrigkeitshörigkeit leider noch immer selbst auferlegt, nicht zu viele Menschen auf eben dieser Strecke bleiben- vor allem nicht die, die jetzt schon erwacht sind.

Eines noch zum Schluß: Die Mehrheit hat nicht immer Recht und ist sehr leicht manipulierbar. Im Mittelalter war es die Kirche und heute sind es die Medien, die das Volk stillhalten wollen, im Auftrag der Herrschenden. Ein gutes Beispiel ist das dritte Reich. War die Mehrheit da im Recht? Minderheiten, die gegen das Unrecht angingen, wurden diskriminiert und schlimmstenfalls sogar ermordet. Trotzdem hatten sie Recht, obwohl die fanatische und manipulierte Mehrheit das anders sah. Andersdenkende und Vorausschauende wurden zunächst immer skeptisch beäugt oder gar übelst unterdrückt oder ermordet. Auch Galileo bekam mächtig Ärger, als er doch die „abwegige Behauptung“ äußerte, die Erde sei keine Scheibe. Das paßte gewissen Herrschenden nicht in den Kram, und die Mehrheit glaubte diesen Herrschenden und ihren überholten Ansichten. Auch heute könnte eine Minderheit im Recht sein und muß sich gegen den Propagandaapparat der reichen Obrigkeit durchsetzen. Die Evolution schritt fast immer durch Einzelpersonen oder Minderheiten mit ungewöhnlichen Ideen fort. Wenn sich immer die Konservativen und die Herrschenden durchgesetzt hätten, dann wären wir heutzutage höchstens in der Bronzezeit! Revolution IST Evolution. Selbst das heutige System wäre ohne Revolutionäre in der Vergangenheit so nie entstanden, sondern wir hätten ein monarchistisch-aristokratisches Feudalsystem (wobei wir wieder dahinsteuern- nur diesmal mit Firmenmonopolisten- und oligarchen). Das nur als Denkansatz.

Denkt bitte darüber nach und gebt meine Worte weiter, wenn sie euch gefallen- egal, ob schriftlich oder mündlich. Das Leben könnte wirklich angenehmer sein, als in dieser getarnten Diktatur der reichen Bonzen und ihrer Lakaien. Das Volk hat die Macht und nicht die Bonzenelite da oben. Wenn das Volk sich einig ist, dann kann es alles bewirken. Mit der Mehrheit ist das auch sehr gut friedlich möglich. Schon, wenn ihr den Bonzen nicht mehr das erarbeitet, wodurch sie ihr Geld scheffeln, wovon sie euch nur einen Bruchteil abtreten, sind sie aufgeschmissen und realisieren ihre Abhängigkeit vom Arbeitenden. Sie drohen dann vielleicht mit Auslandsflucht, was nur solange geht, wie sie noch Zufluchtsorte finden, doch dieser „Umzug“ wäre nicht ohne erhebliche Kosten und Einkunftsausfälle möglich und ihre Produktionsstätten müßten sie eh hierlassen, wenn das Volk den Mut hat, die Revolution konsequent durchzuziehen. Würde man schnell genug reagieren (Banken…, Sicherstellung von Bargeld), dann könnte auch noch erhebliches Bonzenkapital sichergestellt werden. Es ist genug Geld und Wohlstand vorhanden- nur sehr schlecht verteilt, und das läßt sich ändern. Zudem könnten internationale Abkommen zwischen Völkern bzw. sozialen Regierungen geschlossen werden, die vor der Macht und den egoistischen Interessen der Global Players schützen. Es kann doch nicht sein, daß so eine Wirtschaftsmafia- eine reiche Minderheit- ganze Völker und Nationen erpressen und gegeneinander ausspielen kann. So muß es nicht sein. Für wie mächtig halten die sich? Wahrscheinlich für gottgleich, und ihr solltet sie nicht in dieser Arroganz bestätigen. Zu guter Letzt ließe sich notfalls eine Währungsreform durchführen, was das finanzielle Vermögen der reichen Minderheit in wertlosen Plunder verwandelt und das kapitalistische Ausland destabilisiert. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wovon nichts zu tun und sich dem Diktat der Wirtschaftsmafia hinzugeben die schlechteste ist. Dann wären das Elend, der Sozialabbau für die Massen, miserable Arbeits- und letztlich Lebensbedingungen und der Niedergang von Staat und Gesellschaft garantiert. Wenn ganze Völker sich für eine reiche Minderheit prostituieren und aufopfern müssen, damit das System „funktioniert“, dann stimmt etwas nicht.
Die Firmenbosse zetern immer rum, sie wären nicht wettbewerbsfähig und ach so arm dran. Nun, wo ist denn das ganze Geld, das bei Volk und Staat zunehmend fehlt? Ein Reicher kriegt schon zwangsläufig immer mehr Geld rein, wenn er sein Vermögen nur auf dem Konto liegen läßt. Wenn er sich nicht ganz blöd anstellt, dann KANN er nur reicher werden und kriegt weit mehr Geld rein, als er wieder ausgeben kann. Und es gibt nun mal nicht unbegrenzt Geld (jedenfalls nicht ohne entsprechend verheerende Inflation, was nichts an den Gefällen ändern würde), weswegen Krise und Instabilität schon allein deswegen vorprogrammiert sind. Deshalb kommen wir zumindest um eine Umverteilung zurück von oben nach unten auf gar keinen Fall herum, doch zurzeit wird der unheilvolle, umgekehrte Prozeß noch beschleunigt. Ungleichgewichte führen selten zu Stabilität, Gerechtigkeit und Erfolg.

Es ist Zeit für eine echte Alternative! Wir brauchen die nächste Stufe der (R)evolution!
Euer Redwing!

„Addons“:

Das war der erweiterte und überarbeitete Original- und Haupttext. Jetzt gibt es noch ein erschütterndes Beispiel reicher Leute Sichtweisen und Erkenntnisse und einige Erweiterungen, die von mir als Reaktion auf Kritiken kamen:
Hier ein kleines Beispiel, daß viele der übelsten Vertreter dieses Systems sich durchaus über dessen Ungerechtigkeiten, Mängel, dem Zustand des Systems und dessen Zukunftskrisen im Klaren sind, dies aber wohl keineswegs offen zugeben werden:

Bei einem Treffen von führenden Personen aus Wirtschaft, Politik, Literatur, etc. aus aller Welt 1996 im sogenannten "The Fairmont Hotel" in San Francisco diskutierten diese Leute- damals abgeschirmt von der Außenwelt- über die Zukunft der Menschheit und dieses schrecklichen Systems. Die meisten Bonzen wissen ganz genau, daß da der Wurm drin ist und daß es ungerecht ist. Doch sie wollen es halt, auf Kosten des Volkes und zu ausschließlich IHREM Nutzen, möglichst lange am Leben erhalten.

Ich habe hier einen Textauszug ("Die Globalisierungsfalle") über dieses Treffen und zitiere mal kurz einige Sprüche:

"20% der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im kommenden Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. Mehr Arbeitskraft wird nicht gebraucht. Ein Fünftel aller Arbeitssuchenden werde genügen, um alle Waren zu produzieren und die hochwertigen Dienstleistungen zu erbringen, die sich die Weltgesellschaft leisten könne. Diese 20% werden damit aktiv am Leben, Verdienen und Konsumieren teilnehmen- egal in welchem Land." (Magnat Washington Sycip).

"Sicher, die unteren 80% werden gewaltige Probleme bekommen." (Autor Jeremy Riflkin).

Die Frage sei künftig: "To have lunch or to be lunch" (Sun-Manager Gage / Firmenchef Scott McNealy).

"Im Fairmont wird eine neue Gesellschaft skizziert: reiche Länder ohne nennenswerten Mittelstand und niemand widerspricht". (aus Text).

"Mit einer Mischung aus betäubender Unterhaltung und ausreichender Ernährung könne die frustrierte Bevölkerung der Welt schon bei Laune gehalten werden. ("Tittytainment")" (Zbigniew Brzezinski- ehemaliger Sicherheitsberater von US- Präsident Jimmy Carter).

Hier seht ihr es: Mit Brot und Spielen soll die Bevölkerung verblödet und stillgehalten werden! Tut den Bonzen nicht den Gefallen! SIE sind unser einziges Problem!

Die Menschen müssen den Kapitalismus offenbar erst richtig scheitern sehen- mit all den Zumutungen für das Volk, die damit verbunden sind. Wenn die Alternative dann irgendwann: Apokalypse oder Sozialismus heißt, dann wird das Volk sich freiwillig und kooperativ für dieses System einsetzen und es auch halten. Außerdem geht es denn meisten Leuten ja auch IHNEN selbst besser und nicht "nur"
den Anderen. Das erklärte ich aber eigentlich schon...

Nun noch zum Thema Schule, Uni, etc. und dem Vorwurf des mangelnden Fortschritts: Warum sollte sich im Sozialismus niemand mehr für irgend etwas fortbilden wollen? Bildet ihr euch nur fort, um irgendwann eventuell fett Kohle zu kassieren? Man bildet sich doch auch fort, um einen Beruf ausüben zu können, der einem einfach halbwegs Spaß macht und der zu einem paßt. Es geht nicht immer nur um Geld! Außerdem gibt es weit Unangenehmeres als Schule und Uni. Sind Schule und Uni im Sozialismus unangenehmer als im Kapitalismus? Nein! Auch im Sozialismus würden viele Leute diesen Weg wählen und natürlich dasselbe bekommen wie Rentner, Arbeiter, etc.. Jeder kann die gleiche großzügige Absicherung (Gehalt) bekommen. Andere Leute möchten vielleicht lieber einen einfacheren Job und sind deshalb auch ohne Fortbildung glücklich. Jeder, wie er will!

Ergänzend zum Thema: „mangelnde Forschung“: Der letzte Absatz beantwortet das teilweise schon. Hinzufügen muß ich noch, daß man auch für ein Ideal auf etwas hinarbeiten kann und nicht nur der Kohle wegen. Ideale motivieren noch viel mehr, und dahinter steht man auch wesentlich stärker und vor allen Dingen länger. Die Sowjet-Technologie war der US-Technologie übrigens mindestens ebenbürtig, und die ersten Menschen im Weltraum waren auch die Russen. Von mangelnder Wissenschaft im Sozialismus kann also nicht die Rede sein (und das war noch nicht mal richtiger Sozialismus).

Nun noch kurz zu den dritte Welt Ländern: Ist ja wohl klar, daß so ein Land auf jeden Fall in der Krise steckt- egal in welchem System. Diese Länder wurden und/oder werden von den Industrienationen (auch zur Kolonialzeit) ausgebeutet und werden "großzügig" für frei erklärt, wenn es dort nur noch Staub und Steine gibt. Wenn dort eine Revolution ausbricht, dann wird das Land dadurch natürlich nicht viel reicher und selbstständiger, und diese Revolution wirkt sich auch nicht auf die Industrienationen aus. Eine Industrienation hingegen wirkt sich sehr stark auf andere Länder aus. Es sind die „Fädenzieher“ der Welt, und wenn sie rot werden, dann kann sich das stark auf andere Länder auswirken. Auf jeden Fall können diese Länder auch alleine gut bestehen nach der Revolution. Das traue ich allerdings den meisten Ländern zu, die halbwegs autark sind (natürliche Voraussetzungen…), und die Binnenwirtschaft als Schwerpunkt setzen, statt sich zu stark vom Ausland abhängig zu machen und mit anderen um die Wette zu dumpen. Wenn selbst Kuba, angesichts der Isolation durch die USA- warum man dort wohl meint, nachhelfen zu müssen, wenn man doch angeblich glaubt, der Sozialismus könne eh nicht funktionieren…?- und seiner geringen Größe und Mängel, noch derart lange wenigstens einigermaßen durchhält, dann schafft das fast jeder- und zwar mit besseren Aussichten.

Es braucht übrigens keiner Angst zu haben, daß alle krampfhaft gleich sein müssen und unterdrückt werden. Das ist Unfug. Ich hab ja geschrieben, daß eigentlich nur Geld (Wohlstand) und Arbeit gerecht aufgeteilt werden müssen. Sonst bräuchte sich gar nicht soviel zu ändern. Es müssen doch deshalb nicht alle in gleicher Kleidung herumrennen oder alle die gleichen Autos fahren, etc.. Mag sein, daß es radikalere Formen des Sozialismus gibt, wo derlei verlangt wird, aber es geht definitiv auch anders.
Ich plädiere ohnehin mittlerweile für eine Art „Neokommunismus“ bzw. „Neosozialismus“- also eine überarbeitete Neuversion, die Fehler und Mängel vergangener Pseudo-Sozialismen einbezieht und behebt. Man kann aus vergangenen Fehlern lernen und es besser versuchen. Selbst in der Grundidee sind ein paar wenige Dinge enthalten, die, meiner Meinung nach, falsch sind. Wenn Marx es z.B. als illusorisch abtut, daß alle Arbeitenden den gleichen Lohn für ihre (gleichlange) Arbeit bekommen, dann steckt da schon von Anfang an der Wurm drin. Bezüglich Arbeitszeit und Belohnung für Arbeit muß einfach weitgehend Gleichheit herrschen, sonst werdenden gleich wieder negative Emotionen und Einstellungen wie Neid, Gier, Überheblichkeit, Klassendenken, etc. geschürt und Sabotagebestrebungen, etc. damit gefördert. Es darf keine verschiedenen Klassen mehr geben, wie es im Kapitalismus der Fall ist. Es darf z.B. kein Unterschied bezüglich Rechten, Lohn, etc. zwischen Funktionären und „normalen Arbeitern“ geben. Diese elitäre Funktionärsschicht in der Sowjet Union war beispielsweise ein schwerer Fehler. Es wird sich nicht verhindern lassen, daß es administrative Entscheidungsträger gibt, jedoch müssen sie volksangehörig und -orientiert sein, bleiben, handeln und behandelt werden sowie kontrollier- und austauschbar sein, wenn sie falsch handeln.

Noch beiläufig was zum Umweltschutz: Auch er würde viel stärker praktiziert werden, wenn es nicht immer nur um die Profite der Bonzen geht! Wir könnten schon längst alle den Wasserstoffmotor haben, wenn die Ölmafia das nicht seit Ewigkeiten sabotieren würde. Und das ist nur ein Beispiel. Wir bräuchten aber auf jeden Fall Geburtenkontrollen, denn die Populationen können nicht immer weiter wachsen auf einer vielseitig begrenzten Welt. Zwei Kinder pro Familie sollten in etwa reichen- zumindest, bis die Bevölkerung wieder rückläufig wird, wenn dem so wäre.

Zum Schluß noch ein Appell an die mittlerweile größte Fraktion: Die Nichtwähler: Ihr habt doch schon begriffen, daß dieses System und seine Vertreter es nicht bringen. Nun geht doch auch noch soweit, etwas Neues zu versuchen und einen Systemwechsel herbeizuführen. Es lohnt sich! Die gängigen Mitte-Parteien des Kapitalismus werden so lange keine Konsequenzen ziehen und ihre Wahlschlappen als den großen „Sieg“ darstellen, bis die Wahlbeteiligung unter 50% sinkt und selbst dann könnten sie sich wieder irgendeinen Mist einfallen lassen- z.B., wie sie es ja immer gerne tun, wenn es ihnen grad in den Kram paßt, das ansonsten ja ach so unumstößliche und unantastbare Grundgesetz mal eben kurz umschreiben. Dann bedarf es (vielleicht) nur noch eines dieser korrupten und parteiischen, pro-wirtschaftlichen und/oder pro-staatlichen Gerichte und schon ist der verfassungswidrige Mist offiziell durchgesetzt. Diese Verfassung ist nur noch ein Gefängnis für das Volk und die echte Opposition und ein beliebig zu gestaltender Knetgummihaufen für die Herrschenden. Mit anderen Worten: Es ist keinen Cent mehr wert. Gerade wegen dieser dreisten Ignoranz der Politiker wird es höchstwahrscheinlich nichts bringen, nicht zu wählen. Der Protest wird bewußt „überhört“. Ihr müßt entweder die wenigen, noch halbwegs wählbaren Parteien, die wirklich was verändern wollen (und dies zum Wohle der Mehrheit) wählen, wie z.B. die Linkspartei (noch zu lasch, aber ein ausbaufähiger Schritt in die richtige Richtung, denke ich) oder linke Splitterparteien (diktatorischer Nationalkapitalismus bringts übrigens auch nicht, wie wir vor gut 65 Jahren sehen konnten) oder eigene Organisationen des Widerstands bilden, wenn man sich auf die gängige Politik nicht mehr verlassen kann (wenn alle Parteien umkippen sollten oder irgendwann alles, was vom kapitalistischen Bonzensystem Abweicht, verboten werden sollte). Gebt euch und allen anderen Unterdrückten und Ausgebeuteten diese Chance und wählt die Leute, die die asoziale Abwärtsspirale der gescheiterten Mitte-Politik verlassen und wirkliche Veränderungen für das Volk und nicht für eine Minderheit von politischen und ökonomischen Vampiren anstreben. Was kann schlimmer sein, als daß alles immer so weitergeht und dabei stetig unerträglicher wird? Auch die kleinste Chance auf Erlösung von dieser Tyrannei des Marktes und der Wirtschaftsmafia sollte wahrgenommen werden.

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