Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Kurs: Machtstruktur und -Strategie aufbrechen lernen


Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 02.10.2007, 15:06   #1
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Kurs: Machtstruktur und -Strategie aufbrechen lernen

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Heute: 1. Lektion
Heute ein Königs-Pilsener, morgen ein König
oder Einführung in die Macht-Hirnwelt

Wir sollen draußen bleiben
Da steh’n wir nun, wir Toren vor denselben - und stellen verdutzt fest, dass wir festhängen. Festhängen vor den Riegelmechanismen und Bollwerken, die uns unsere “Herren” vor unsere verrotzten Nasen gesetzt haben, die den "Braten" ganz bewusst mal wieder nicht riechen sollten und vorhersehbar auch nicht gerochen haben. Stellen fest, dass wir zwar bemerken “Irgendwas läuft schief!” - aber nicht so richtig wissen, was genau, nicht so glauben, dass genau und dann auch nicht wissen, wie das Ganze ändern?

Das ist gut so! Das ist so gewollt! Das ist das Ergebnis äonenlanger Arbeit der Herren. Die haben nämlich statt der Hände ihre Hirne benutzt, während wir unsere Hände fleißig zum Hirnablenken nutzten. Eins haben die aber vergessen:

Wir haben unsere Hirne zwar nicht benutzt - aber sie sind noch da!
Wir haben nämlich auch welche.


Faktisch wissen wir das - es sollte uns nur wieder bewusst werden. Auch bewusst werden sollte uns, dass wir ferngesteuert wurden und dass deshalb unsere Hirne missbraucht sind. Unsere Hirne sind beschädigt, aber nicht kaputt, sind manipuliert, aber fähig, sich zu regenerieren. Wie geht das?

Hirn arbeiten lassen heißt Abstand herstellen!
Treten wir kurz zurück von allen Kleinigkeiten des Alltags, von allen alltäglichen Presse- und Glotzkastenmeldungen und Informationen, die die Herren - extra für UNS - niemals für sich selbst - gefertigt haben, um uns nicht zum Hirngebrauch kommen zu lassen. Spielen wir weider - wie einst als Kinder - wir seien ein Alien, das gerade auf unsere Welt kommt und sich alles ganz frisch, unverstellt und "neu" anguckt. Wir würden auf jeden Fall, da wir selbst beweglich sind, mit allem kommunizieren, was sich ebenfalls bewegt (is' klar).
"Also, dann führe mich mal zu Deinem Großkopf sagte er zu der schwarz-weiß Bunten, die vor sich ihm auf einem grünen Standgeber befand..."
(Na, die Welt wird extrem witzig, findet ihr nicht?)
Wie lerne ich, wieder meine eigene Hirnleistung zu nutzen?
Sehen wir - und dazu bitte die Augen, die Nase, die Ohren, die Finger - kurzum die uns gegebenen eigenen Sinne - verwenden - uns die Welt und das Drumherum doch mal wieder mit unseren eigenen Fähigkeiten an.

Wie wir wurden, was wir sind
Diese Fähigkeiten wurden uns von den Herren strategisch unter jahrelanger Bemühung seit unserer Geburt nach und nach abgewöhnt. Unsere Kindergartentante hat - auch diese natürlich bereits oft geschädigt und nicht fähig ihre eigenen Sinne zu gebrauchen - einiges dazu beigetragen. Sie hat uns durch den Jahreskreis mit niedlichen Blümchen und Käferchen geführt, Pseudo-Wissenschaften wie Naturliebe, Umwelt”bewusstsein” und Klischees abgefüllt - eine “heile” Welt vermittelt, weil die Herren hierzulande wissen, dass kleine Menschen eine "Ethik" benötigen, die sie ihr ganzes Leben festlegen wird. Deshalb wohnt der liebe Gott auch in den Kindergärten, die auch "Gärten" heißen weil dort kleine Menschen mit dem warmen Heilregen aus der Gießkanne großgezogen werden. Erziehen und ziehen in eine vorbestimmte Richtung, die die kleinen Menschen zu dem machen, was wir fast alle heute sind. Ochsen vor einer Scheune mit gutem Futter, wobei wir aber nicht wissen, dass Ochsen ganz schön stark und kräftig sind und ebenso wenig wissen, wie man das Tor aufmacht, um zum Futter zu kommen. Wir mögen das Tor nicht, maulen rum und bewundern heimlich die Geschicktheit des komplizierten Schlosses, das das Tor versperrt und die “Schloss”Herren, die solch komplizierte und technisch versierte Schlösser herstellen können, werden auch reichlich bestaunt und bewundert.

Während unseres Lebens also wurde einiges mit uns angestellt - das meiste haben wir noch nicht mal mitbekommen - weil in früher Kindheit “geprägt” - wie das Schlagen eines halbwegs weichen, formbaren Metalles. Und mit jedem Schlag ins Gesicht und auf den Hintern sind wird härter geworden. Allerdings nicht härter gegen die Schlagenden - nee, härter gegen uns selbst. Und das ist gut so! - denken die Herren, die ja noch ihre Hirne halbwegs zu benutzen wissen und sich deshalb besser als wir fühlen. Auch wir fühlen, dass unsere Herren besser sind. Und auch das ist gut so, denn das soll uns davon abhalten, ihre Regeln, die sie uns geben, anzuzweifeln und unser Schicksal einem Besseren, der schon weiß, was er (mit uns) tut, anzuvertrauen.

Um uns wieder eigene Hirnleistungen anzueignen, heißt es als erstes, sich bewusst zu sein, dass man dazu fähig ist, dass man dazu ein Hirn hat (dazu müssen wir keinen Experten, sprich: Arzt aufsuchen!) und dass wir mittels unserer zur Verfügung stehenden Sinne (auf die wir genauso vertrauen können wie auf die Sinne der Herren, denn die haben keine besseren von Mutter Natur erhalten) durchaus in der Lage sind, unser Hirn mit Informationen (unmittelbar und nicht durch den Herren-Filter vermittelt) anfüttern und ausstatten können, so dass das Hirn arbeiten kann.

Merke: Jeder ist ein Herr *- sein eigener! Was braucht es die anderen dann? Wir haben dazu alles erhalten, was wir dazu brauchen!

*Falls sich jetzt wieder irgendwelche Aufregung in den Hühnerställen zeigt, bitte ich die Damen, sich zu beruhigen. Dazu ein kleiner Sprachexkurs:
Herr und Frau

http://img76.imageshack.us/img76/471...nschatttj7.jpg
Herkunft des Wort “Herr”: althochdeutsch “hérro”, ursprünglich aus “hériro” entstanden, was “ehrwürdig, erhaben” bedeutet. Das altgermanische Wort “hériro” - ehrwürdig, erhaben - stammt aus im Deutschen untergegangenen Wortstamm um den altenglischen Begriff “friega”, auch in Bezug zu einer weiblichen Gottheit, der altisländischen “Freyja” und dem erst später zugeordneten Gottpartner “Freyr”, nachdem heute noch unser “Freitag” und der Freier benannt sind. Gleichbedeutend das indogermanische “pró” (vor), das altsächsische “frólo”, das gotische “frauja - Na, liebe Frauen dämmert’s?

http://img216.imageshack.us/img216/807/mamstrichvw2.jpg
Das Wort “Herr” stammt also gleichberechtigt von “Frau” - (ahnte ich's doch, wird sich mancher jetzt sagen!
Diese Wortgruppen sammeln sich alle um Bedeutungen von “Erste(r)”, “Vorderste(r)”, “Fron” und die Wörter “Fürst”, “first”, “First” stammen ebenfalls davon ab. hat zuerst einmal überhaupt nichts mit “Herr” im Sinne von “Mann” oder “Frau” im Sinne von “weiblich” zu tun - es behandelt einfach eine Person, die höhergestellt, die “hehr” - also erhaben ist. Nicht mehr und nicht weniger, meine Frauen und Herren, liebe Ersten-Menschen.

Erst im “bildungsfernen” - deshalb ja dunklen Mittelalter (!) schien es notwendig eine “frouwe” (althochdeutsch) zu brauchen, später zu “vrouwe” (mittelhochdeutsch) werdend, in dem man(n) Wert drauf legte, eine weibliche Bildung zum älteren Wort für “Herr” zu kreieren. Warum wohl?
Wir können nun unschwer erkennen, wie uns allein Sprache beinflusst - nicht wahr?! Und genau hier setzen wir jetzt mal an - unsere erste Lektion handelt von der Sprache - und ihrer Wirkung auf uns Menschen.

Heute ein Königs-Pilsner - morgen, nicht heute, ein König
Von wegen! Lenk Dich ab, sauf Dich weg und fühl nur so königlich. Bis morgen haste es eh' vergessen, Du Blödi - und morgen beginnste reichlich verkatert oder erstaunt von Neuem mit dem Königwerden... so 'rum läufts!

Bevor die Schrift erfunden wurde (auch ein gutes strategisches Herrenmachtmittel) haben wir uns alle gegeneinander bequasselt. Einige von uns erkannten, dass die Sprache einem Gegenüber benutzt zu Veränderungen im Verhalten des Gegenübers führt. Bemerkt man bereits als Kind - man schreit los - schon rennt alles zu einem hin! Ganz simpel einfach. Also müssen wir nicht die “Rhetorik” als Kunst der “Experten” anhimmeln. Bereits als Kinder sind wir weitaus wirksamer als jeder Demagoge. Wieso haben wir das vergessen? Weil uns die “herrliche” Welt das abgewöhnt hat. Da könnte ja jeder rumschreien und etwa bewirken, dass auf ihn gehört wird; so geht’s nicht! Schnell beruhigen, Schnuller reinpropfen in den Schreiapparat ... und hmmmh, “herrliche” Ruhe is’!

Und wir - jetzt Eltern - sind uns dabei nicht bewusst, was wir gerade tun, wenn wir unsere Kinder dauernd beruhigen. Wir stopfen vielleicht gerade einem zukünftigen rhetorisch versierten und stimmgewaltigen Revoluzzer das kleine Maul? Schauen wir uns doch öfter selbst beim Tun zu - wie ein Alien, das gerade gelandet ist. Lernen wir die Welt mit neuen Augen zu sehen und zu hören - also auch unsere Sprache, die wir - ebenfalls unbewusst - dauernd benutzen, oft ohne zu wissen, wo sie herkommt, was sie ursprünglich bedeutete und was die Herren im Laufe der Äonen draus gemacht haben, damit wir alles Richtige falsch verstehen und eines guten brauchbaren Instrumentes nach und nach beraubt werden...

AM ANFANG WAR DAS WORT!

Das ist nicht deshalb wahr, weil es in der Bibel steht, Leute! Überlegt selbst, weshalb ist das wirklich wahr?
Selbst-Test für Anfänger:
Stell’ Dir vor, vor Dir liegt eine prächtige sonnengelbe und pralle Frucht, betrachte ihre Haut und denke an die vielen Sonnenstrahlen, die Energie, die diese Frucht eingefangen hat - weit weg in einem sonnigen warmen südlichen Land. Sicher ist sie reif und süß und frisch, denn Wasserperlen laufen an der prallen Haut herab. Du nimmst die Frucht in Deine Hand; sie fühlt sich fest und knackig an und duftet sogar leicht süße. Riech’ mal. Hmmmh. Jetzt führe sie an die Lippen, lecke dran - nur leicht, sie ist kühl und frisch, diese Frucht - Und? Bemerkt ihr alle, dass gerade jetzt - wo ihr ja eigentlich blöd vor’m Computer rumsitzt, lesend, nicht essend, kein Essen vor euch habend - an Speichelfluss leidet? Sabber!
DAS WORT IST MACHT! Es MACHT euch fühlen! Es MACHT euch Appetit! Es MACHT euch geil! Es MACHT euch traurig, froh, gelassen, ruhig, wütend etc. etc. etc. Es MACHT euch die ganze Welt. Die Welt in der wir leben und zuhause sind. Daher hat es die Macht, alles zu sein und zu allem zu werden. AM ANFANG WAR also DAS WORT und es hat unsere Welt und [b]auch uns geschaffen[/b6. Es bestimmt wesentlich mit, was wir sind und werden und das haben die Herren erkannt. Wer das weiß, hat Macht. Wer das nutzt, erhält Macht, denn er schafft die Welt für andere mit und er schafft die Regeln für andere - also für UNS mit.

Aufgeben von alten Mach(t)wörtern
Es ist an der Zeit - nun - wo wir das wissen, das Wort “Herren” aufzugeben, denn sie sind keineswegs “hehr”, keineswegs “erhaben” oder “höhergestellt” - das Wort hat sie dorthin gemacht. Eigentlich sind es "Gegenübers", die etwas anderes wollen als die meisten von uns.

Alien sieht Gegenüber
Gegenübers haben irgendwann im Laufe ihres Lebens entschieden, etwas anderes zu werden als Du und ich. Sie haben sich dazu Methoden und Strategien entwickelt - hier ist durchaus die eigene Hirnleistung anzuerkennen, die der Erste der Gegenüber, der diese Idee mit seinem Wunsch, anders zu sein und zu leben, verband und ausarbeitete.

Diese Methoden gab dieser unbekannte Erste an den Erstgeborenen weiter und dieser vielleicht wieder an den seinen usw. Deshalb ist die Gruppe der Gegenübers angewachsen. Eines war jedoch von Anfang an klar. Wenn man sich als etwas anderes - vielleicht sogar aufgrund der erlangten Übervorteilung besser fühlt, möchte man das nicht jedem mit”teilen” - also lieber nicht teilen! - und hütet sich und das Geheimnis, damit nur die davon profitieren, die der Inhaber dieser Erkenntnis auswählt. Die anderen sollen bleiben, wie sie sind.

Und das findet heute und jetzt immer noch statt! Wir sollen - auch wieder nur per Sprache (diesem guten Instrument, Welten zu schaffen!) übermittelt - glauben, dass wir mittlerweile auch ganz gehörig das Sagen hätten, dass wir mitmachen dürften und Einfluss hätten.

Das magische Wort heißt “Demokratie” und das haben - lt. Vermittlung der Gegenüber-Sprachwelt - uns die alten Griechen erdacht. Die Griechen, die uns als “Kulturträger” unseres Abendlandes vorgestellt wurden.
Exkurs: “Demokratie” - was ist denn das wirklich?
Stammt von “démos” = Volk und “krátos” = Kraft, Macht.
in Verbindung mit dem Verb “kratein” = herrschen. Alle kennen wir den Spruch “Die Macht geht vom Volke aus!” - wir leben aber nicht danach. Und wurde das Gefühl gemacht, wir täten das - diese Macht ausüben, diese Macht haben. Wir haben unserem machtgierigen Gegenübers jedoch per Wahl - weil wir es ja nicht alle selbst tagtäglich (neben unserer Arbeit) “machen” können, diese Macht übergeben - und hoffen, vertrauen, glauben, dass “diese Gegenübers” all das für uns tun, was für uns gut ist.

Gerade bemerken einige, dass “die” gar nicht so tun, was gut für uns ist. Viel wichtiger ist jedoch, dass ein Mann auf Dich zukommt, der zu Dir spricht: “Ich zeige Dir jetzt, wie wir es machen. Du kommst alle 4 Jahre zu mir und sagst mir nicht, was Du willst, sondern machst hier auf diesem Zettel nur ein Kreuz an der Stelle, die Dir richtig erscheint und dann tue ich alles weitere, damit es gut wird. Abgemacht?”
Und Du nickst, bemerkst gar nicht, dass Du bei Aufstellung der komischen 4-Jahres-Regel und dem Kreuzmachen gar nicht mitmachen durftest und hoffst, dass er Wort hält. Und das machst Du schon seit Erfindung der Demokratie mit. Und wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer diesmal...Écola, sprich: Schule, dort hat man Dir eingeimpft, dass Du in einer Demokratie lebst, die gut und perfekt ist und wo Du mitwählen darfst - alle 4 Jahre und mit Kreuz machen - hinterfragt wurde das niemals, drüber diskutiert, ob das auch anders machbar wäre, wurde auch nicht - oder doch? Wenn doch, frag' Dich, wie? Wie fiel das Ergebnis letztlich aus: Demokratie muss gut sein. Isse ja auch. Allerdings muss man klären, wie sie wirklich gut ist (Inhalte, Instrumente etc.) - und dies nicht, wie bei der nichtstattfindenden Abstimmung zur EU-Verfassung den "Gegenübern" überlassen.
Falls Lust und Laune: Mögliches Vergnügen bis zur nächsten Lektion für alle...Worthülsen aufspüren!
Beispiele:
- Was ist "zusätzliche" Arbeit? (siehe hierzu Cementwuts Artikel: http://www.elo-forum.org/showpost.ph...70&postcount=1)
- Was ist “Leitkultur”?
- Was ist “Freiheit”?
- Was ist “Gerechtigkeit?”
- Was ist “Gleichheit”? oder ...
- Was ist “soziale Marktwirtschaft”?

Alle können mitmachen und Worthülsen aufspüren - mit euren Sinnen - und eurem Hirn. Fundsachen hier einstellen und diskutieren, Machtmittel Sprache wieder für uns nutzen...

Bis demnächst**
Hartzbeat

___________________
**Nächste Lektion: Sprachhülsen - und wie sie funktionieren.
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.10.2007, 15:11   #2
morpheus7771
Gast
 
Beiträge: n/a
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard

Das ist bestimmt interessant und sobald ich nachher Zeit habe werde ich es durchlesen :D

In diesem Sinne
morph
  Mit Zitat antworten
Alt 03.10.2007, 20:11   #3
Emily
Gast
 
Beiträge: n/a
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard

Ich empfehle dazu auch Vera F. Birkenbihl, gerade zu solchen Themen bereits damals eine weit Vorausdenkende.


Gruss
Emily
  Mit Zitat antworten
Alt 03.10.2007, 23:16   #4
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Lektion 2: Wirkung der Sprache

Hallo Emily, bedanke mich für Deinen guten Tipp - schließe ich mich Deiner Meinung an, sehr empfehlenswert.
Gruß Hartzbeat


----------------------------------
Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Heute: 2. Lektion
An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen

Einführung in die Sprachwelt
der alten und neuen Machthaber

“La parole a été donnée à l'homme
pour déguiser sa pensée.”
Die Sprache ist dem Menschen gegeben,
um seine Gedanken zu verbergen.

(Charles Maurice de Talleyrand
frz.Staatsmann 1754 - 1838)

Sprache als Instrument der Manipulation
Was wir alle schon längst wissen, ist, dass die Sprache die Macht hat, uns und andere zu manipulieren. Ja, das wissen wir zwar, was wir aber oft nicht wissen, wie dieses Instrument gespielt wird bzw. wie es funktioniert.

Wir wissen, dass uns beispielsweise Werbung “umgarnen” möchte, vermeintlich sind wir immun, faktisch aber scheint sich die Werbung nicht zurück zu ziehen, vielmehr ist es so, dass sie überall mehr Raum nimmt. Folglich scheint Werbung begründet, weil sie ihr Ziel erreicht - nämlich den Konsum zu steigern. Sie suggeriert Dinge, an die wir vorher weder gedacht noch sie gebraucht hätten. Sie lässt plötzlich Wünsche entstehen, die wir nie hatten. Das sollten wir alle uns eingestehen - statt uns sicher zu sein, dass wir immun sind.

Dass die Sprache also - wie Talleyrand behauptet - zum Verbergen, zum Verschleiern von Gedanken da ist und nicht wie so mancher glaubt, zum Kommunizieren, klingt zuerst paradox. Bereits früh müssen Menschen erkannt haben, dass dem Wort mehr geglaubt wird als einer Tat(sache), sonst hätte sich Lüge nie etablieren können. Warum ist das so?

Lügen glauben
Näher betrachtet war zur Lüge auch eine gewisse Unsicherheit über einen wahren Sachverhalt notwendig, also Unwissen. Natürliches Unwissen und Unsicherheit ausnutzend, begibt sich der Urzeit-Lügner oder Manipulator in die Sippe und erklärt ein eigentliches X mittels Sprache für ein U - und siehe da, es gelingt. Es gelingt aufgrund der Sachlage, dass die Sippe X von U nicht zu unterscheiden vermag, dass einige zwar ein X kennen, sich aber nicht ganz sicher sind, ob es wirklich ein X ist - und schon gewinnt der U-rheber dieser Manipulation. Warum? Na, rein rechnerisch allein schon ergibt sich, dass sehr viele Unwissende unterwegs sind und noch einige Unsichere hinzukommen, was einen höheren Anteil an faktisch Nichtwissenden zeigt als den Teil, der ganz genau weiß, wie ein Kreuzchen auf einem Zettel aussieht - nämlich so “X”!

Lügen lohnt - schon rein nach Wahrscheinlichkeit ihres Erfolgs
Aufgrund dieser Rechnung lohnt sich also das Lügen, lohnt sich das Manipulieren mit Sprache besonders und strengt noch nicht mal so viel an, wie es seine lautstarke und kriegerische Auseinandersetzung tut. Deshalb lernen wir es ja alle so schnell - lügen kann jeder - mehr oder weniger gut. Dennoch, wie können Instrumente entwickelt werden, dem entgegen zu wirken? Hätte die Sippe mehr “gewusst” bzw. wären sich einige “sicherer” gewesen, dann hätte es der komische U bedeutend schwerer gehabt und wäre womöglich sogar an einem X (aus Holz) geendet.
Und hier liegen die Gründe dafür, dass Lügen immer wieder gelingen. Unwissen und Unsicherheit. Was also wirkt am besten dagegen? - Information? Urteile selbst, liebe Leserschaft...
ACHTUNG - das ist ein missbrauchtes Wort >: INFORMATION
Bedeutet im Wortsinn “benachrichtigen”, “Auskunft geben”, “belehren”. Im 15./16. Jahrhundert mit dem Hauptwort “Information” = “Nachricht, Auskunft, Belehrung” aus dem Lateinischen “In-fórmáre” (bzw. Infórmátió) entlehnt, und zwar in dessen übetragener Bedeutung “durch Unterweisung bilden, unterrichten”. Grundbedeutung: eine Gestalt geben, bilden, formen (zu lateinisch: “fórma” = Gebilde, Gepräge, Gestalt), von dem auch unser heutiges Wort “Form” abgeleitet ist.
Secondhand-Wissen
Das zeigt, dass eine Information stets ein Quelle aus zweiter Hand ist - so wie dieser Kurs! Ich erzähle euch hier - aus zweiter Hand, Secondhandwissen sozusagen. Und das sollte euch jeden Moment während des Lesens dieses Textes bewusst sein. Also glaubt nicht alles, was ich hier schreibe und wirkt dem entgegen, in dem ihr....

All eure Sinne gebraucht
Der Gebrauch aller zur Verfügung stehender Werkzeuge bringt die letztendliche Sicherheit und die Möglichkeit einer Gewissheit. Denn wenn die Sippe weiß und erfahren hat, was ein X ist, dann muss sich der U(nkenrufer) eine andere, bessere und geschicktere Lüge einfallen lassen.

Jeder verfügt also über eigene, ihm von Mutter Natur mitgegebene Werkzeuge, eine Unstimmigkeit, eine Lüge, eine Manipulation zu entlarven. Diese Werkzeuge nennen wir “Sinne”, die Sinne, die Sinn von Unsinn trennen können - wenn auch nicht immer perfekt, so sind sie doch für ein Überleben sehr gut und effizient geschaffen, denn sie hatten mehr Zeit (Evolution) sich dahingehend zu entwickeln als Zeitungsblätter, Internet und die Sprache selbst.

Vom Ursinn zum Unsinn
Zuerst waren wir wohl sehr animalisch unterwegs - Sprechen war noch nicht Mode. Grunzend fühlten wir jedoch, dass was zu Fressen supergut für uns war, Sex Spaß machte und Wärme gut tat. Das gute Essen ließ unsere Hirne wachsen - und damit auch unsere Wahl. Wir konnten dem Entweder-Oder das wichtige “Eventuell” hinzufügen und das entwickelte uns extrem gut weiter. Allerdings vernachlässigte das unseren Fokus auf die Sinne, mit denen wir vorher unsere Welt erfasst und begriffen hatten. D.h. Geruchsinn, Hör- und Sehvermögen ließen ein wenig nach, dafür wuchs unser Großhirn.

Instinkte schlummern - das vernachlässigte Kleinhirn
Das allerdings baute sich auf dem alten Hirn auf - dem Kleinhirn, was jedoch schon wieder einen missdeutlichen Sprachmissbrauch darstellt. Klein - hier benutzt wie gering, nicht so wichtig - ist irreführend. Dass unser Kleinhirn in sehr hohem Maße in unser tägliches Verhalten eingreift wird spätestens den Jungs im Schwimmbad klar, wenn ein schönes Ding mit toller Rückenansicht im Bikini an uns vorbeischreitet.

Die Frauen haben dafür vielleicht nur ein fast mitleidiges Lächeln dafür übrig, weil das Kleinhirn der maskulinen Menschengruppe hier eindeutige Wege weist, die sie zu gehen hätten, denen sofort zu folgen aber nicht immer angebracht sind. Das bedeutet nicht, dass ich Frauen nun ihr Kleinhirn abspreche - nein, das bedeutet lediglich, dass uns Mutter Natur unterschiedliche Rollen zugewiesen hat - rein evolutionär, denn die Kinder kriegen immer noch die Frauen.

Deshalb haben die weniger hervortretende Probleme in ihren Hosen, dafür aber wesentlich mehr damit zu tun, ihre “ständig” Hosenstrammen Mitmenschen möglichst sicher an ihrer Seite zu halten. Aufgrund ihrer Fähigkeit, hilflose Kinder auf diese Welt bringen zu können, verfügen Frauen über eine weitaus ganzheitlichere Übersicht der Dinge des Lebens, was ihnen jedoch auch nicht viel nützt, denn dieses “intuitive” Wissen ist unscharf und wird zudem von einem gewissen Sicherheitsbestreben (was zum Erhalt des Nachwuchses entstanden) nicht unbedingt innovativer, experimentierfreudiger.

Überlebenmacher "Sinne" - unscharf aber höchsteffizient
Die Devise ist vielmehr, mittels aller Sinne schnell vieles abzustimmen und zu erfahren und so vorzeitig planen zu können, was der sicherste Weg ist. Das kann binnen Sekunden geschehen und diese Fähigkeit - eine Situation - schnell und in Etwa sicher abzuschätzen wird nach und nach in den zukünftigen Chef-Etagen unseren Frauen eine glänzende Karriere verschaffen. Ist zu hoffen, dass alle andern bis dahin von den Frauen auch etwas abgucken konnten.

Zusammengefasst: Wir alle verfügen über gute, alte, nutzbare Sinne, um uns selbst ein Bild über die Welt und die Sachverhalte machen zu können. Damit können wir unser Großhirn füttern, welches dann abwägt, koordiniert und unser Kleinhirn maßregeln kann.
Darauf sollten wir uns wieder besinnen, die Erkenntnis festigen und die vorhandenen Resourcen nutzen. Das bedeutet: umgucken, angucken, hingucken - umhören, anhören, hinhören.... das Ganze auch mit den restlichen Sinnen, die wir je nach Situation, hinzuziehen können, was uns ein recht gutes Rund-um-Bild verschaffen wird.

Weniger Information - mehr nachSINNen
Wir benötigen ergo weit weniger “Information” oder “Informanten”, die uns heute als “Experten” und “Sachverständige” serviert werden, als wir zunächst “glauben” gemacht werden. Wir besitzen uns selbst, besitzen unsere eigenen Werkzeuge und können sehr wohl und recht gut selbst entscheiden, was wohl das Beste wäre. Rein faktisch, meine ich, wenn wir nicht zuvor ziemlich verdummt worden wären.

Sage bewusst “wir”, weil ich mich dazu zähle, denn ich bin wie ihr ein Kind dieser Welt und damit auch ihrer Gesellschaft.

Wissen, dass man zwar nix weiß - aber wissen, wie man dazu kommt (Urteilsfähigkeit)
Wenn wir jetzt wissen, dass wir verda... wenig wissen, weil man uns Wissen vorenthält, wäre das wieder dumm, weil wir dem Irrtum unterlaufen sind, dass “die” uns darüber hätten “informieren” müssen, wenn was schiefläuft. Warum sollte unser alter U(rheber) es nicht mit uns Deppen versuchen? Aus ethischen Gründen? Oder noch besser und sehr aktuell “aus Selbstverpflichtung”?

Lügen sind notwendig
Nee, nee - rein aus evolutionstechnischen Gründen ist es absolut sinnvoll, dass es U-macher gibt, denn sie brachten mitunter einen enormen Sprung in die traditionelle X-Geschichte - das Ganze trägt im Kern nämlich eine sehr menschliche Grundeigenschaft - nämlich Kreativität, Innovation, Fantasie, Schöpfungsgeist - nenn’ es, wie Du willst, es MACHT uns im Grunde genommen aus! Die Lüge ist ein Teil unseres Genius, also sollte sie nicht zur Wahrheit verdammt , sondern bloß als solche erkannt werden.

Lernen wir also unsere Sinne zu (be)nutzen
und gucken in den folgenden Beispielen näher und bewusster hin:

Zitat:
"Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor andern, sei es vor sich selber, auch was er unbewusst in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag. Im Stil seiner Sprache liegt sein Wesen hüllenlos offen." (Victor Klemperer, LTI (Lingua Tertii Imperii - Sprache des Dritten Reichs, S.16)
Aktuell - und in Lektion 1 dieses Kurses haben wir erfahren, dass es “Worte” gibt, die uns von den Gegenübern “gegeben” werden, ich nenne sie hier mal “Worthülsen” - weil sie sich nach außen hin legitimen Begriffen bedienen - innen jedoch so leer sind, dass sie jeder unschwer zu füllen bereit ist.

Wir unterscheiden:
Zitat:
- die Einzelworte, (“Gerechtigkeit”, “Freiheit”, “sozial”, “Werte”, “Leitkultur”, “Lohnnebenkosten”; “Reform”, “Bildung”, "Gefahr" etc.)

- die Redewendungen und Satzformen (“Arbeit hat Vorfahrt”, “Du bist Deutschland”, “Wir sind ein/das Volk”;“Freiheit braucht Sicherheit”)

- die (millionenfachen) Wiederholungen - die ER ihr aufzwand und die mechanisch und unbewusst übernommen wurden....
ER? Was soll dieses “ER” hier - tja, dachtet ihr, dass meine Aufzählung nur aktuellen Ereignissen entommen ist? Mitnichten! Das Ganze ist uralt. Wurde von unserem U(r)heber bereits sehr früh erkannt und munter angewandt, bis heute!

Uralte Regeln - erdacht von den Machthabenwollenden
Die o.g. Aufzählung entstammt allerdings nicht direkt aus der Feder unseres Sippenlügners mit dem “U” - weil die Schrift ja noch nicht erfunden war - sondern von Victor Klemperer.
Victor (1881-1960) lehrte von 1920 biss 1933 an der Technischen Hochschule in Dresden und schrieb über französische Literatur.
Er ist zudem der Verfasser von “LTI” - eines Werkes, in dem er über die Sprache des Nazismus und deren Mechanismen beschreibt. Klemperer war einer der ersten, der die fatale Wirkung bemerkte und erfasste - warum?
Ein wenig Zurücktreten verhilft zur Übersicht (Lektion 1:Alien-Strategie!)
Weil er Distanz hatte. Er war aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeit mit vielen geschichtlichen Fakten und Sprachen vertraut, er war jüdischer Herkunft und zudem sehr pedantisch in der Wahl von Wörtern und Redewendungen, die er aufgrund seiner Arbeit sehr genau beobachtete. Kurz: Er schwamm nicht im Mainstream, wie wir heutzutage sagen würden. Er benutzte Ohren und Augen und sah - alles offenbar -, was die Restbevölkerung nicht wahr haben wollte, verdrängte oder zu ihrem eigenen kleinen Vorteilen “durchgehen” ließ.

Dennoch bleiben wir in der Gegenwart, um zu verdeutlichen, dass sich seitdem nichts Grundlegendes geändert hat und laden hier unseren U(rheber) und Klemperer herzlich ein, mit Erstaunen festzustellen, dass sich die Methode bis heute so bewährt hat, die Menschen mittels Sprache zu manipulieren und sie Dinge tun zu lassen, die die Mehrheit gar nicht tun möchte.

Gerechtigkeit, Freiheit, sozial, Werte, Leitkultur
Was ist Gerechtigkeit? Was Freiheit, was sozial? Was bedeutet Wertegesellschaft oder Leitkultur? Jeder - aber auch wirklich jeder hat dazu eine “eigene” Meinung. Vermutlich “meint” jeder sogar wirklich, dass es seine “eigene” MEINung ist. Es fühlt sich jedenfalls so an, auf den ersten “Fühler” - machte sich jeder die winzige, kurzsekundige Mühe, sein Erinnerungsvermögen abzurufen, käme dem einen oder anderen die Idee, dass er das, was gerecht ist bzw. sein sollte, schon mal irgendwo “gehört” oder “gelesen” hat. Also Bezugsquelle: sekundär = Information (Mutti, Vati, Schule, Kirche, Presse, Medien). Bedenklich an unserer sogenannten “MEINung” ist also oft die Quelle.


”Mit Meinungen ist es wie mit Arschlöchern - jeder hat eins!” (Clint Eastwood im Film “Dirty Harry”)

http://img65.imageshack.us/img65/3513/eastwoodjd1.jpg
(Foto: Patrick Swirc, unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht.)

Deshalb fragt sich doch, warum wir das Hervorheben “unserer Meinung” so fleißig üben und so kultiviert haben?
Übrigens: Ich bin gerade dabei das Gleiche zu tun, bin gerade dabei die Meine kund zu tun, habe auch ein Arschl.... So, nun können diejenigen gehen, das Forum verlassen - rausgehen, die das bereits erkannt haben, denn sie benutzen ihre Sinne in genügendem Maße. Sie sollten draußen prüfen, ob meine Ausführungen stimmig sind, ob sie worldproofed und probat sind. Nehmt alles genau unter die Lupe, was ich hier verbreite, seid wachsam und verlasst euch auf eure guten Instrumente. Die die weiterhin Interesse zeigen, bitte ich, zu erkunden, ob ich auch so einer bin, der euch ein nettes “U” anbietet (nun gut, mein “U” heißt hier auch ein wenig “Unterhaltung” - versuche es zumindest). Also bleibt (oder werdet) eine kritische Masse... Hier ein kleiner Diskurs für “Meinungsinteressierte” http://de.wikiquote.org/wiki/Meinung
Erfüllungsgenossen! - die wir sind
Wir sind also sofort und unvermittelt bereit, wenn uns ein Politiker das Wort “Leitkultur” um die Ohren haut, das Ding, das sich zwar anfangs ein bissel “schwammig” anfühlt und uns kurz ratlos dastehen lässt, doch binnen Sekunden mit Inhalten zu füllen: Na? Was fällt euch dazu ein?

Möglicherweise jede Mende “Edles” - der Ethik(ette) entliehen und vielleicht auch ein wenig Schwachsinn. Sobald wir das Ding jedoch "veredeln", tragen wir dazu bei - ein erst völlig sinnfreies Wort (eines andern) mit uns genehmen und Dank unseres regen Geistes und unserer Persönlichkeit mit uns nahestehenden Inhalten anzufüllen. Super!

Die Rechnung des Politkers ist voll aufgegangen: “Schwachsinnige” (< hier wörtlich, nicht übertragen zu nehmen!) haben dazu beigetragen seinen Schwachsinn (übertragen!) mit sinnvollen und politisch positiv zu bewertenden Inhalten zu abzusegnen. Wir sind wieder mal die Dummen, weil wir seine Arbeit (für die er keinen Finger rühren und tolle Programme entwerfen musste) - sogar zu unserer vollsten Zufriedenheit definiert - zu machen. Leichtes Spiel hat er mit uns gehabt, müssen wir uns wohl eingestehen.

Wie ist solchem “Erfüllungsgehorsam” entgegen zu wirken?
Nun, wir versagen einfach unsere Denkleistung - wenn wir schon für “dumm” gehalten werden, dann seien wir es doch - und zwar gründlich! Fragen wir doch einfach mal dumm zurück. Fragen wir den Leitkulturhammelfänger: [b]Was verstehen Sie denn unter Leitkultur? Was soll das sein?” Ich denke, ihr alle versteht. Vermutlich wird DER dann ganz schön “dumm” aussehen, denn jetzt muss nämlich ER arbeiten und für uns - plausibel klingende und uns angenehme Inhalte finden. Dabei wird er sich selbst mittels Sprache verraten und offenbart, dass er entweder - extrem Reaktionäres - oder Ausreden verwenden muss, da er mit diesem Begriff lediglich vorhatte, das Ding “Leitkultur” als Zugpferd für anderweitige politische und nicht immer demokratische oder ethische Ziele zu verwenden. Machen wir doch mal gelegentlich die Probe bei diesen Gegenübern...

Wenden wir uns wieder Klemperer zu, der für uns noch einiges über Sprachstrategien der Mächtigseinwollenden herausgefunden hat :

Zitat:
"Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auf mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewusster ich mich ihr überlasse. Worte können sein wie winzige Arsendosen, sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Gitwirkung doch da. Wenn einer lange genug für heldisch und tugendhaft: fanatisch sagt, glaubt er schließlich wirklich, ein Fanatiker sei ein tugendhafter Held, und ohne Fanatismus könne man kein Held sein. (S.21)

Diese Worte hat nicht das Dritte Reich geprägt, “die nazisitsche Sprache weist in vielem auf das Ausland zurück...beschlagnahmt für die Partei, was früher Allgemeingut war” (S.22)
Hier verdeutlicht uns Klemperer, dass die Sache eben nicht erst im Dritten Reich gebräuchlich war. Er verweist auf das amerikanische Ausland, auf die Romantik, auf die Weimarer Republik, den verlorenen Krieg, die verletzten Gefühle. Ich verweise ja dabei bereits in die Ursprungsgeschichte der Menschwerdung.
Grundeigenschaft: Armut
Zitat:
“Die LTI ist bettelarm” - Sie bemächtigte sich aller öffentlichen und privaten Lebensgebiete: der Politik, Rechtsprechung, Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft, Schule, Sport, Familie, Kindergärten und Kinderstuben. Eine Gruppensprache wird immer nur diejenigen Gebiete umfassen, für die der Zusammenhalt der Gruppe gilt, und nicht für die Ganzheit des Lebens. (S.25)
Mein Kommentar: DU bist Deutschland! Damit haben wir alles drin. Wir sind zudem Papst, Weltmeister (na gut, der Herzen nur, aber geblieben ist das Wort “Weltmeister”), Exportweltmeister etc. Wir sind einfach alles - zugleich aber nix! Nix Greifbares jedenfalls, was aber jeder sofort greift ohne zu begreifen.
Hitler - zum ALLEINIGEN Sündenbock gemacht?
Klemperer begründet die Entstehung des Nazismus in der vorangegangenen Zeit der Romantik - die er für sehr schädlich hielt, weil sie in ihrer Haltung und Gestaltung des alltäglichen Lebens ein Übersteigerung der Gefühlswelt kultivierte, (Gefühlsduselei - die meines Erachtens mit gesteigertem Bildungsbürgertum einherging - was sich allerdings eher im Erwerb prächtiger Meterware an Lexika- und Dichterwerken niederschlug statt umfassender Weltorientierung).

Teilweise zieht er auch die Zeit der französischen Aufklärung heran, bei der sich der Nazismus Anleihen nahm - gerade in seiner anti-religiösen Haltung.

Zitat:
“Die französische Aufklärung des achtzehnten Jahrhunderts hat zwei Lieblingsausdrücke, -themen oder -sündenböcke. Sie glaubt nicht an die Echtheit priesterlicher Gesinnung, sie sieht in allem Kult eine Betrug, der zur Fanatisierung einer Gemeinschaft und zur Ausbeutung der Fanatisierung erfunden ist.” (S. 29)
Der Nazismus nahm diesen Kritikpunkt zwar einerseits auf, in dem er die Kirche geringschätzte und herabwürdigte, andererseits nutzte er auf seine Weise gerade den von der Aufklärung dargelegte Wirkung der Religion, in dem er seine Inhalte, Personen und das politische Handeln als Kult betrieb und mit religiösen Sprachanleihen unterfütterte. Er fanatisierte also - und fanatasierte damit die Massen. Allerdings war die “Masse” bereit - so dass diese Bereitschaft das auch die mangelhafte Aufarbeitung dieser Zeit in Deutschland erklären könnte. Die “Aufarbeitung” dahingehend zu betreiben, alles einem wahnsinnigen und dämonisierten “Führer” zuzuschreiben, halte ich persönlich für sehr kurzsichtig. Wenn man alles lediglich einer Ursache zuordnet, besteht die Gefahr, dass wenn diese Ursache “verschwunden” ist, die restlichen Verursacher, die sich als Verführte deklarieren gegen erneute Verführungen ähnlicher Art nicht immer gefeit sind. Persönlich halte ich eine Hinterfragung, warum das Nazi-System denn wirklich so gut funktioniert hat, für wirkungsvoller, um Spätfolgen zu vermeiden.

”Wir haben das alle wirklich nicht gewusst” (Erklärung meines Opas auf meine kindliche Frage, warum alle dabei mitgemacht haben?)
Das Buch “Mein Kampf” - 1929 bereits erschienen - sieht Klemperer als eine Vorwegnahme der Sprache, der Gesinnungen des Dritten Reichs.
Zitat:
“... dass Gewissen, Reue, Moral” eines ganzen Heeres, eines ganzen Volkes wirklich einmal ausgeschaltet werden könnten, hielt ich damals für unmöglich. Das Ganze schien mir die wilde Phantasie eines aus dem Gleichgewicht gebrachten einzelnen. Und so musste es wohl auch allgemein aufgefasst worden, denn sonst wäre es unbegreiflich, dass eine so hetzerische Schrift unter der Republik veröffentlicht werden konnte...” so Klemperer in seinem Werk “... Aber Klischees bekommen eben Gewalt über uns. Sprache, die für dich dichtet und denkt...”(S. 33)
Kaum zu “glauben”
Hier erkennt Klemperer, dass er selbst nicht “glaubte”, dass sich Hitlers Schwachsinn je durchsetzen könnte. Er hoffte und glaubte, dass sich die Intelligenzia des Landes erheben und Hilters Machwerk zerreißen würde, was aber offensichtlich nicht geschehen ist. Weshalb nicht?

Wo war die Intelligenz?
Weil die Intelligenzia ebenfalls durch Romantik “verklärt” in tiefen Gefühlen watete und den verlorenen, verletzenden Ersten Weltkrieg am Verdauen war. Deprimiert und ohnmächtig hoffte man auf Hilfe, war zu schwach, sich selbst zu erneuern und eigenen Denkleistungen zu trauen und begrüßte lieber diesen “Führer”, der alle aus dem Dreck ziehen konnte - wie man vermutete (glaubte, hoffte). Ich benutze deshalb die Worte “Glauben” und “Hoffnung” so oft, weil sie entscheidend dazu beitragen, dass wir so oft Fehlentscheidungen treffen. Wie wir sehen, ging es sogar dem, mit dem Thema sehr vertrauten, Victor Klemperer so - er glaubte nicht, dass es wahr werden könnte und hoffte auf die Intelligenz, die aber gerade aufgrund ihrer Befindlichkeiten verhindert war.

Aus dem Tagebuch des ersten Jahres
Zitat:
27. März. Neue Worte tauchen auf, oder alte Worte gewinnen neuen Spezialsinn, oder es bilden sich neue Zusammenstellungen, die rasch stereotyp erstarren. Die SA heißt jetzt in gehobener Sprache - und gehobene Sprache ist ständig de rigueur (schicklich), denn es schickt sich, begeistert zu sein - das braune Heer. Die Auslandsjuden... heißen heute immer wieder die “Weltjuden”.... “Internationales Judentum” (S.35)
Kommentar: Neue Demokratie, Neue Soziale Marktwirtschaft, Synergieeffekte, Leitkultur, Neue Gerechtigkeit, Globalisierung, Neoliberalismus etc...
Zitat:
“Bald danach kam ein Gesetz Zum Schutz der nationalen Symbole” (S.36)
Kommentar: Kopftuchverbot, Kreuz im Klassenzimmer, Wir sind Papst, Hymnen-Singen, Deutschlandfahnen zur Fußball-Weltmeisterschaft, Fahnen-Eid, Trachtengruppen, Volksmusik zu neuer Aufmerksamkeit verhelfen.
Zitat:
10. April “Man ist artfremd” (S.36)
Kommentar: Höchst aktuell durch den Oberhirten Kardinal Meisner noch mal in Erinnerung gerufen in seiner “Meinungskundgebung” über “Entartete Kunst”. Was uns zeigt, wir sind nicht weit davon entfernt. http://www.denkforum.at/forum/showthread.php?p=150943
Zitat:
20. April “Volk wird jetzt beim Reden und Schreiben so oft verwandt wie Salz beim Essen, an alles gibt eine Prise Volk: Volksfest, Volksgenosse, Volksgemeinschaft, volksnah, volksfremd, volksentstammt ... (S. 36)
Kommentar: Da geht man heutzutage vorsichtiger vor, präsentiert uns auf allen Kanälen Trachtengruppen, Soldatenehrenbezeugungen für scheidende Stoibers, Volksmusikanten und Wies’n-Nächte (untermixt mit Techno-Rhythmen, damit’s nicht so arg auffällt, wie reaktionär das Ganze ist und die Jugend ein wenig in “Sicherheit” wiegt).
Zitat:
28. Juli ....Aber fühlt man sich sicher? .... (S. 37)
Ab jetzt enthalte ich mich meiner Kommentare, ist mir wirklich peinlich, dazu noch etwas sagen zu sollen... macht euch selbst ein paar Gedanken.
Zitat:
28. Juli .....Es ist doch auch viel Hysterie in Sprache müsste einmal besonders studiert werden. Dies ewige Androhen der Todesstrafe! Und neulich die Unterbrechung allen Reiseverkehrs von 12 bis 12.40 Uhr zur “Fahndung auf staatsfeindliche Kuriere und Druckschriften in ganz Deutschland”. Das ist doch halb unmittelbare Angst und halb mittelbare. Ich will damit sagen, dass dieser Spannungstrick, dem Film und Sensationsroman amerikanischer Art nachgeahmt, natürlich ebensosehr erwogenes Propagandamittel ist wie unmittelbares Angesterzeugnis, dass aber andererseits zu solcher Propagand greift, wer es nötig hat, wer eben Angst hat. Und was sollen die dauernd wiederholten Artikel - dauerndes Widerholen scheint freilich ein Hauptstilmittel ihrer Sprache... von diesem momentanen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Ostpreußen nicht auf das allgemeine und ständige Absinken der Arbeitslosenzahl schließen darf muss sich schließlich auch der Dümmste sagen“ (S.37/ 38)

25. August. “... es gebe im Verlag “Betriebszellen” (merkwürdiges Wort, koppelt Mechanische und Organisches - diese neue Sprache!) (S.39)

19. September. “... Wort aus der politischen Sphäre in die religiöse Sphäre gehoben.... Szene und Wort wirken fraglos, die Leute sitzen andächtig hingegeben da....” (S.40)

29. Oktober. “Emigranten: das ist eine internationale Bezeichung für die vor der Großen Revolution Geflohenen.... und jetzt gibt es eine deutsche Emigrantengruppe - in ihrn Lager in Deutschland - und eine Emigrantenmentalität...”(S. 42)

9. November. “...Ich urteile wie ein Intellektueller, und Herr Goebbels rechnet mit einer betrunken gemachten Masse und außerdem noch mit der Angst der Gebildeten... Der Führer eine geniale Persönlichkeit, deren ungemeine Wirkung nicht leugnen kann... Igendeine Umnebelung ist vorhanden, die geradezu auf alle einwirkt....” (S. 43)

10. November. “ER predigt Frieden. ER wirbt für Frieden. ER will das JA Deutschlands nicht aus persönlichen Ehrgeiz, sondern nur um den Frieden schützen zu können gegen den Anschlag einer wurzellos internationalistischen Clique....” (S. 44/ 45)

Klemperers Resumée: “Ich war noch nicht ein bisschen abgestumpft, ich war noch so ganz gewohnt, in einem Rechtsstaat zu leben...”
Als Abschluss noch eine kleine Wortsammlung ( Worte, die alle sehr gern im Dritten Reich verwendet wurden!):
- eine Sache aufziehen (Produktion, Plan)
- reguläre und staatliche Polizeiaktion
- Staatsakt
- historischer Tag, historische Stunde, historisches Ereignis, welthistorisch,
- Volkesstimme, Volkssolidarität, volkstümlich ....
- Wir sind ein Volk!
- spontan
- Deusche Kultur
- Kulturstaat, führender Kulturstaat,
- Deutsche Tugenden
- Deutsches Wunder (später wurde daraus Wirtschaftswunder, das Wunder von Bern, und das “Deutschland - ein Sommermärchen ist auch nicht weit entfernt)
- Weltanschauung (vergleichbar mit “Meinung”)
- auf Hochtouren laufend (übertragen auf Motor, Wirtschaft und Arbeit)
- Wirtschaft brummt und Jobmotor (nee, kleiner Scherz - ist ja von heute!)
- Festung Europa (das ist aber wieder aus der besagten Zeit!)
- Autarkes Europa, ehrwürdiger Kontinent,
- Ordnungsmacht
- Terror, Bombenterror, Gegenterror, Luftterror
- Garant
- Dienststelle,
- betreut, Betreuer (sehr ARGE Worte)
- Brauchtum
- altdeutsches Bauernhaus
- die Liebe “zu Natur und Handwerk”, naturnah
- blühende Landschaften (nee, auch das ist Kabbes - nee Kohl!)
- Superlativen: Wortsteigerungen wie “total” und gesteigerter Gebrauch der Zahlworte “tausend, Millionen, Abertausende, Myriaden” etc.
- Sportbegriffe in die Politik übertragen: Sieger, Wettbewerb, durchboxen, wieder auf die Beine kommen, Niederlage,
- und umgekehrt.


MERKE: Die Gegenübers wissen Bescheid - und tun's gezielt!
Noch’n Zitat? -
Zitat:
“Eine Lüge (das hat sie mit einem Witz gemein) ist umso stärker, je mehr Wahrheit sie enthält.” (Joseph Goebbels)
Sprachlos? Na, dann bis zur nächsten Lektion* verdauen...

Bis dann
Hrtzbeat


__________________________
* Lektion 3: Lehrsätze der alten und neuen Herrscher - was die über unser Verhalten wissen und welche Regeln sie sich selbst dagegen gegeben haben.
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.10.2007, 09:31   #5
morpheus7771
Gast
 
Beiträge: n/a
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Idee Ich glaube das passt hier ganz gut her

Unsere Erziehung ist weder wachsender Denkfähigkeit noch der Entwicklung eines aktiven Vorstellungsvermögens förderlich.
Sie besteht im wesentlichen nur darin, Wissen anzubieten, das von anderen erworben wurde und das als Information gelernt werden soll.

Der durchschnittliche Mensch von heute denkt ja kaum noch selbst etwas.
Er erinnerte sich nur an Daten, die Ihm in der Schule oder in den Massenmedien vermittelt wurden.
Er weiß praktisch nichts von dem, was er weiß, aufgrund eigener Beobachtungen und eigenen Denkens. Soll heißen, er erlebt seine Gedanken nicht mehr selbst, sondern übernimmt Gedanken fremder und wundert sich warum er unzufrieden wird...

Auch erfordert der Gebrauch von Gegenständen kaum denken oder Fachkenntnisse. Manche Dinge wie das Telefon, setzten keinerlei Anstrengung mehr voraus. Der Gebrauch anderer, wie etwa eines Autos, erfordert nur noch anfangs Lernen. Sobald es zur Routine geworden ist, benötigt man nur noch wenige persönliche Mühe und Fachkenntnis.
Selbst gebildete moderne Menschen denken wenig über religiöse, soziale ja nicht mal über politische Probleme nach.
In der Hauptsache übernehmen Sie nur die von politischen und religiösen Büchern und Wortführern angebotenen Klischees, statt zu Schlüssen zu kommen, die das Ergebnis eines Tätigen und in die Tiefe gehenden eigenen Denkens sind.

Sie wählen lieber das Klischee, das am meisten zu Ihrem (?) eigenen Charakter und zu Ihrer sozialen Klasse passt.

Das macht mir große Sorge, da wir es ja meist noch nicht einmal bemerken...!

Mit großem Aufwand wurde Versucht den Analphabetismus auszumerzen,
wie wenn dieser ein Anzeichen für einen geistigen Defekt wäre. Der Fortschritt eines Volkes wird neben der Anzahl der Autos am Prozentsatz jener abgelesen, die lesen und schreiben können (Pisa).
Solche Werturteile ignorieren die Tatsache, das Menschen eines Volkes, bei dem die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben auf die kleine Gruppe der Priester und Gelehrten beschränkt ist, oder völlig unbekannt ist, ein außergewöhnlich gutes Gedächtnis haben.
Damit wir uns nicht falsch verstehen... Es geht hier nicht ums Mittelalter...
Zitat von lanny Beitrag anzeigen
Natürlich ist es einfach nachzusehen nur es bringt schnell durcheinander.Wenn man nie etwas mit Gesetzestexten zutun hat, so viel lesen muß ,da Informationen zum Glück viele vorhanden sind dann erschwert es schon die Abkürzungen immer suchen zu müssen..aber ist auch egal war ja nur eine Frage!
Sie haben Ihre eigene Sprache


Die Mehrzahl der Menschen verbringt ein Arbeitsleben, bei dem nur wenig Intelligenz, Vorstellungskraft und Konzentrationsfähigkeit verlangt wird.
Diese Kluft zwischen Anstrengung (und Können) und Ergebnis (Wirkung) ist eine der wichtigsten krankmachenden Merkmale der modernen Gesellschaft, weil Sie dazu verleitet die eigene Anstrengung zu entwerten und Ihre Bedeutung zu verkleinern.


Vom modernen Menschen kann man sagen, das er in einer symbiotischen Beziehung zur Welt der Maschinen lebt. Das befähigt Ihn, viel zu bewirken ohne viel zu tun.
Wenn er aber ohne Sie dasteht, dann ist er hilflos wie ein kleines Kind.
Er betet seine Maschinen an, sie leihen Ihm ihre Stärke, Sie erzeugen die Illusion, das Er ein RIESE ist, doch ohne Sie ist er ein KRÜPPEL!

Der Mensch ist tatsächlich von Ihnen abhängig, doch vergißt er allzu schnell, das ER Sie erfunden, geplant und gebaut hat.

Der Mensch heute trägt die Maske eines Riesen.
Doch ist er schwach, hilflos und von Maschinen, die "Er" gemacht hat, abhängig. Zugleich ist er abhängig von den Führern, die eine tadelloses Funktionieren der Gesellschaft garantieren, und er ist abhängig von einem gut funktionierenden Geschäft.

Was wären wir Menschen, wenn wir JETZT auf einmal in der Wüste wären,
ohne alles?
Ein Haufen Narren, die sich eingebildet haben die Welt zu beherrschen.
Sonst nichts.
Leider vergessen wir das meistens...
Alle miteinander...!

In diesem Sinne
morph
  Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2007, 00:07   #6
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Daumen hoch Bildung und eigene Denkleistung

Hi Morpheus,
Dein Beitrag spricht mir aus der Seele und passt hervorragend hierher, weil es ebenfalls zu den Strategien unserer Gegenübers gehört, uns dumm zu halten - vordergründig verbal aber immer zur "Bildung" anzutreiben und aufzuforden. (Wer nix leistet, wird nix, also lern' mal schön unser'n Schei...!)

Auch diese Strategie, gilt es kennenzulernen, zu wissen, zu sehen und gegen sie ein Mittel zu finden. Eigene Denkleistungen eignen dazu am besten.

Danke Dir für Deine Anregungen und diesen Beitrag
H:icon_klarsch:rtzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2007, 16:21   #7
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Lektion 3: Teile und herrsche - wie funktioniert das?

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule
Die Masse der Menschen lässt sich ebenso gut
mit dem Schein abspeisen als mit der Wirklichkeit,
ja, häufig wird sie mehr durch den Schein der Dinge
als durch die Dinge selbst bewegt.
Niccoló Machiavelli (1469 -1527), italienischer Politiker und Philosoph


3. Lektion

“Teile und herrsche” - der Königsmechanismus
und andere Strategien alter und neuer Herren,
das Volk zu gängeln

Eine sehr alte Methode heißt “Teile und herrsche” - womit der Begriff “Teile” nicht das Wort “miteinander teilen” meint. Es ist die Strategie einiger Weniger, eine zahlenmäßig größere und damit eigentlich überlegene Gegnerschaft zu “teilen”, damit diese sich gegen sich selbst richtet oder untereinander angreift, so dass die Wenigen kleineren Verbänden gegenüber stehen und diese kleineren Verbände besser bekämpfen können. So nehmen sie sich nach und nach, kleinere Gruppen angehend, die Herrschaft über uns alle, obgleich wird stärker sind.

Exkurs:
Zitat:
divide et impera (lat. für “Teile und herrsche”) steht für das Prinzip, unter Gegnern Zwietracht und Uneinigkeit zu säen, um so in der Machtausübung ungestört zu bleiben. Die Redewendung ist wahrscheinlich nicht antik, wenngleich die damit bezeichnete Strategie sehr alt ist und z.B. in der römischen Außenpolitik ohne Zweifel wiederzuerkennen ist. Sunzi (um 500 v. Chr.) beschreibt "Teile und herrsche" als eine Strategie der chinesischen Kriegskunst.*

Macht sie klein - und arbeitet sie nacheinander ab!
Es gibt zwei verschiedene Vorgehensweisen:
1. Strategie: Ziel in kleinere Einheiten zu zerteilen und diese nacheinander abzuarbeiten.

2. Strategie, eigene Kräfte aufzuteilen, um das Ziel aus mehreren Richtungen anzugehen.

Wenn wir uns streiten - freut sich und bleibt der Dritte!
Diese Strategien stabilisieren zudem den Herrschenden. Da ihn bedrohende ähnlich starke Interessengruppen derart gegeneinander auszuspielt werden, dass sie sich in einem Machtgleichgewicht befinden und zu seinem Nutzen immer wieder an ihn appellieren müssen. Dies hält ihn nicht nur an der Macht, sondern ist auch geeignet, sein Ansehen derart zu steigern, dass man ihn z.B. als 'geniale' Führungspersönlichkeit überschätzt, während er eigentlich nur ein fähiger “Spieler” seiner sozialen Rolle ist. Dieser Mechanismus findet sich auch bei Formen autoritär oder demokratisch regierter Staaten, in Konzernen usw., ggf. auch abgeschwächt.



Wissen: Strategien der Herrschenden kennen lernen
Wir sollten uns diese alten Strategien deshalb wieder ansehen und Wissen darüber aneignen, weil sie uns den Weg zeigen können, den wir zu gehen haben, um die derzeitigen Missstände zu ändern, abzustellen und die wirklich dafür Verantwortlichen an ihrem Wirken zu hindern. Lasst uns also herrschaftliche Strategien kennen- und verhindern lernen - und uns nicht gegeneinander hetzen.

Die o.g. zweite Strategie sollten wir uns zunehmend erst einmal selbst aneignen, um wirksamer zu werden und unsere Kräfte zu rationalisieren!
Wie könnten wir das tun? Fordere hier alle ausdrücklich zur Diskussion auf, ob das sinnvoll wäre - machbar - oder nicht?


MERKE: Augen auf, und gucken, wer Zwietracht sät und mit welchem Ziel.

Gruß von
Hrtzbeat

________________
*Zitate aus Wikipedia verkürzt wiedergegeben.
** Allen, die meine Comics mögen, gestatte ich deren Verwendung, die Verwendung zu kommerziellen Zwecken schließe ich aus.
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2007, 14:01   #8
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Cool Lektion 4: Strategie Geld als Machtmittel

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

4. Lektion

10 Punkte zur Ausbeutung eines Planeten
mit halbintelligenten Lebensformen


http://img292.imageshack.us/img292/8...0punktejt3.jpg

Geld regiert die Welt. Diesen Spruch benutzen wir sehr häufig. Wir wissen jedoch selten, wie diese Regentschaft zustande kommt und wie sie funktioniert. Dazu versetzen wir uns heute - wie bereits in den vorangegangen Lektionen erfahren - in Aliens, die einen Planeten besuchen.

http://img292.imageshack.us/img292/2...lmalienvm1.jpg

In den folgenden Links könnt ihr euch ansehen, wie Geld funktioniert. Dazu bereisen wir einen Planeten und lernen, wie man diesen übernehmen kann - ohne dass man viel dafür tun müsste.

Teil 1: Benutze einen Schlips!
Vertrauensgewinn und die Bank als Machtinstrument
http://img292.imageshack.us/img292/3...m3teilebl8.jpg
http://uk.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

Teil 2: Einer ist immer der Dumme!
Zinsen als Machtmittel und Abschaffung des realen Geldes
http://img292.imageshack.us/img292/1...seszinspu6.jpg
http://uk.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA


Teil 3: Es werde Geld!
Virtuelles Geld - wunderbare Geldvermehrung
[img]http://img81.imageshack.us/img81/4649/geldfilmkettenem8.jpg
[/img]
http://uk.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

Wünsche allen viel Spaß beim Ansehen und Nachdenken...
Hartzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2007, 22:32   #9
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Reden Lektion 4: Strategie Miss-BILDUNG als Machtmittel

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 5:
Wie ich so dumm wurde, wie ich bin
Die Pisa-Studien werden dafür benutzt, das Bildungssystem nach “Wettbewerb” und “Betriebswirtschaft” zu gestalten und den staatlichen und parlamentarisch-demokratischen Einfluss zurückzudrängen, nicht dazu, unsere Bildung zu verbessern.

Frage: Sollte Bildung nicht v.a. eine Aufgabe des Staates sein, keine käufliche Handelsware?
(siehe auch www.erzwiss.uni-hamburg.de)

Keine Aaaahnung, wieso und warum ich so dumm gemacht werde
Dafür sorgen v.a. das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) der Bertelsmann Stiftung und der arbeitgebernahe Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Sie nehmen zunehmend Einfluss auf die Hochschulen direkt und auf die Bildungspolitik.
Diese betreiben Forderungen nach Elite-Universitäten und sind mitverantwortlich an der Einführung von Studiengebühren. Der Bertelsmann-Konzern fördert seit Jahren die Entwicklung zu einem privatwirtschaftlichen Prinzipien organisierten – aber weitgehend staatlich finanzierten - Bildungssystem. (Quelle: www.jungle-world.com und www.netzpolitik.org).

Bertelsmann: Medien-Macher mit Fersneh-BILDer
Bildung ist für den Konzern Zukunftsgeschäft. Die Bertelsmann AG befindet sich zu 57,6% im Eigentum der Bertelsmann-Stiftung sowie der Familie Mohn. (Quelle: www.blaetter.de). Den "unfähig" erklärten Staat aus möglichst vielen Bereichen der Bildung zu verdrängen und sie für den „Markt“ zu öffnen, ist das langfristige strategische Interesse des Konzerns und der Bertelsmann-Stiftung. Reinhard Mohn sagt es ganz offen:
Zitat:
“Es ist ein Segen, dass uns das Geld ausgeht. Anders kriegen wir das notwendige Umdenken nicht in Gang."
(Interview mit Reinhard Mohn, Gütersloh: Verlag der Bertelsmann-Stiftung, 1996)

Ich will lieber Media Smart - und viele viele dumme Smarties
Es sich um einen Verein (Eigendarstellung), der “Medien- und Werbekompetenz von Kindern” fördern möchte. Mitglieder der Media Smart sind: McDonalds, Mattel Deutschland, Lego, Burger King, Hasbro Deutschland, Kellogg Deutschland, Zapf Creation, Masterfoods, Nokia GmbH, Super RTL (zusammen mit Disney). Das Projekt wird ausschließlich jenen getragen, die Werbung betreiben, verkaufen oder machen - und deren Zielgruppe vor allem Kinder sind. Auch der Bertelsmann-Konzern gehört dazu.

Dummheit ist gut für’s Geschäft - Kauf’ ich mir eben was Schlaues!
Kinder sollen Kaufzurückhaltung gar nicht erst lernen. Im Begleitheft von Medi Smart zum „mündigen“ Verbraucher steht: “...besteht gerade pädagogischer Handlungsbedarf, wo nicht zu erfüllende Kaufwünsche größere Probleme nach sich ziehen können.” (S. 5), Das Video im Unterricht wird zur Aufgabe an die Kinder benutzt, Wünsche aufzuschreiben, Zeitschriften durchzusehen und sich auszutauschen, ob sich ihre Entscheidung durch die Werbung verändert hat. (Werbebefragung!) Kinder überlegen lediglich, ob die Anschaffung verschoben wird oder das Produkt auch geschenkt werden kann (S.16).

Und für die dummen Lehrer gibts Nachhilfe
Für Lehrer hat Media Smart ein positives Bild der Werbung entwickelt: Werbung als Wirtschaftsfaktor, Wettbewerbsbelebung, Preiserhöhungsverninderer, Angebots- und Meinungsvervielfältiger, als Stütze der Demokratie und der Gesellschaft. Media Smart “verkaufte” Lehrern und Eltern, dass Kindern “sehr früh der kritische Umgang mit Werbung vermittelt werden soll”. Fazit: Das Projekt Media Smart wurde in 18.000 Schulen Deutschlands vorgestellt. (siehe Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. unter www.kinderkampagne.de).

Nach Lehrplänen - Leerpläne statt Bildung
Werbung ist Thema in den Lehrplänen der 3. und 4. Klassen, selbst dort wird immer noch militärisch stramm im Frontalunterricht “gelehrt”. Deutsche pädagogische Entscheidungsträger zeigen sich erstaunlich unkritisch gegenüber Media Smart - wir sind inzwischen selbst verdummt. Wird von Kultusministerien, Elternverbänden und “Medienpädagogen” nahezu durchweg unterstützt. Kultusministerin “Prof.” Johanna Wanka (von der CDU; deren Klientel braucht kein Wissen, die “glauben” alles!) hat sogar ein Vorwort geschrieben.

Dummheit - jetzt auch glbal
Der Bertelsmann-Konzern macht seinen Einfluss in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission geltend (http://www.bibb.de/de/limpact13323.htm)
Das E-Learning-Programm der EU wird auch unterstützt von der Initiative 21, einem Zusammenschluss von Mitgliedern aus Wirtschaft und Politik, der vor allem ein Interesse daran hat, eine "möglichst breite Diffusion von Computern in der Bevölkerung" zu erreichen (möglichst viele Produkte zu verkaufen)(Quelle: www.initiative21.de).
!Querdenk!: Allerdings scheint mir die Verbreitung von Computern auch eine Verbreitung von Meinugsvielfalt sein zu können, was ja wiederum positiv ist. Wir sollten uns nur genügend “vorbereiten” - d.h. geübt darin sein, dieses Medium dahingehend auch zu nutzen.
Wirtschaftswissens-Gesellschaft - oder an ihrer Sprache könnt ihr sie erkennen.
Jetzt wo der Staat erst einmal systematisch „kaputt gespart“ worden ist, bieten Investoren unter ”Private Public Partnership”
(määp - Wort-WARNUNG, sobald dieses Schlagwort ertönt, Gehirn einschalten!!!)
ihre Hilfe an. Man spricht dann gerne neudeutsch, von einer „Win-Win-Situation“ (määäp -Wort-WARNUNG, sobald dieses Wort und der “Synergie-Effekt” auftaucht, Gehirn einschalten!!!). Fazit: Bildung ist, was sich „rentiert“.

Monopoly - nur ein Spiel?
65% des im Jahr 2002 in den EU-Ländern eingeführten Spielzeugs kam aus Sonderproduktionszonen. Mattel und Hasbro (Hersteller v. “Monopoly”) - Mattel errichtet in Sonderzonen eigene Fabriken, Hasbro überlässt die Herstellung Zulieferern (aus China, Korea usw.). Dort schuften Arbeiterinnen bis zu 16 Std./Tag an 7 Tagen/Woche für 70 Cents/Std. Sozialleistungen gibt es keine, Essenspausen nicht länger als 5 Minuten. Die Lohnkosten betragen nur 6 % des Verkaufspreises. (Quelle: Jean Ziegler: Die neuen Herrscher der Welt, S. 108) .....

Kindermund tut Wahrheit kund: Liebe Mami, lieber Papa - müssen wir da mitmachen - oder sind wir letztlich die Dummen?
fragt sich Hrtzbeat
(< selbst oft Blinden- oder rosa bebrillt)

___________________
Für ganz Ungläubige: Schon mal ”LTI” von Victor Klemperer gelesen? - sehr zu empfehlen!
Gab mal ‘ne Zeit, da hat man die Leute so ähnlich schleichend dumm und blind gemacht. Für Science-Fiction-Fans gibts auch George Orwells “1984” - ähnliches Thema, zwar als Fiktion angelegt, heute jedoch bereits in großen Teil bittere Wahrheit.
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 01:19   #10
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard Lektion 6: BILDung und eigene Denkleistung

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Heute - eigene Denkleistung gefragt!

Frage, wo liegt ein Vorteil im Dualen System, wenn er sich nicht bemerkbar macht?

Gruß
von Hrtzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 06:44   #11
morpheus7771
Gast
 
Beiträge: n/a
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard Meinungsmache....

So wird in der Modernen die Meinung der Menschen gebildet...

Beispiel GDL = Gewerkschaft Deutscher Lokführer

Tag 1 • Die Bundesbürger stehen solidarisch hinter den Lokführern
Es ist ja wohl auch völlig berechtigt,
das Menschen in Arbeit nicht für 2.100 EUR brutto nach 20 Arbeitsjahren abgespeist werden...
Es werden Löhne aus halb Europa mit den deutschen verglichen.
Ergo - Sie bekommen zu wenig!

Tag 5 • Erst Presseberichte leiten die Meinung nun gegen die GDL
Immer mehr Menschen sorgen im TV dafür das die Stimmung von Verständnis ins Gegenteil umschlägt.
Nun sind Sie die gierigen Lokführer....

Tag 10 • Gewerkschaften werden gegeneinander ausgespielt.
Die Stimmung im Volk ist hochgekocht, da viele nicht verstehen worum es geht.
Ich finde die (Arbeitnehmer) Lokführer nutzen endlich mal Ihre MACHT zu Ihren Gunsten.
Kein Unternehmen oder Konzern kann ohne die Belegschaft!

Leider knicken eben diese all zu leicht ein.
Opel in Bochum hätte Geschichte schreiben können, da Zulieferer für die halben Opel Werke in Europa...

Tag 20 • Nun hat es die Öffentlichkeit satt, sich von den Lokführern auf der Nase herumtanzen zu lassen. Sie sind nun solidarisch mit der Bahn.

Tja - so kann das Medium Presse arbeiten.
So arbeiten Sie generell.
Martin B. meinte bei S.B. hat er 3 min Gesprächszeit bekommen.
Götz W. Werner bei NDR Talk ca. 10 min zum Grundeinkommen.

So ist das doch eher kontraproduktiv!
Man wird zerrissen und kann es anschließend nicht mal klar stellen,
da Klärung das letzte ist was gewollt wird.


Bin mal gespannt, wann die Menschen vom reden wegkommen
und in die Tat eingehen...


Oder gefällt uns der Mantel der uns angelegt wurde?
Dann ist ja alles bestens.


Ach und das tollste Argument aus der Politik zum GDL Streik -
ein H4 Familienvater (2 Kinder) bekommt 1.600 EUR netto!
Ich wette das die Regelsätze bald gekürzt werden.

Alles ein langzeit Spiel - Psycho Politik eben...
Es soll ein Bewusstsein gegen die Regelsätze geschaffen werden und es wirkt auch langsam...

Bei den Frisuren haben Sie damit ja auch argumentiert.

Was die Menschheit mit sich machen lässt ist einfach nur ERBÄRMLICH! Erwachsen wollt Ihr sein? Dann steht ENDLICH auf und wehrt Euch gegen Willkür wie z.B.
Staatsschutz - Preiserhöhung - Abzocke

Aber wenn sich weiter alle uneinig sind - was gemacht werden soll,
kann die Politik in Ruhe Vorbereitungen treffen.


In diesem Sinne
morph

PS. Bald mach ich nen e-shop und verkaufe Schwarze Kapuzenpullis (Witz)!.
Die haben wenigstens einigermaßen etwas bewegt.
Erinnert Euch an Wackersdorf - das Werk würde heute stehen wenn der Zaun nicht angegriffen worden wäre!

Om - Glücklich Sein und Leiden vermeiden.
Schwer hier so zu leben!
Die Devise ist gültig aber nicht bis zum bittern Ende.

  Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 23:25   #12
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard MeinungsBILDung am Beispiel GDL

Sehr gut von Dir geschildert, Morpheus...

... staune auch täglich, wie schnell "uns" unsere Meinung abgekippt bzw. umgedreht werden kann. Aus den Augen, aus dem Sinn... das klappt hervorragend - schon seit der Ursuppe! Die ham Erfolg mit ihrem System - wir nicht! Warum nicht? Weil wir...

a) uns zersplittern in eigennützlichem Streben,
b) weil wir uns der sog. "öffentlichen" Meinungsmainstream deshalb so gerne anpassen, weil wir alle (sozial) gemocht und integriert sein wollen.
Zu diesem Thema hat mir Fleet (nochmals Dank!) einen echt guten (W)Link gegeben:
http://www.elo-forum.org/zur-theorie...en-t17591.html
Also ist "b" gleich "a", weil wiederum aus gleichem Beweggründen. Folglich gibt's nur "a" - oder?

Geht deshalb keiner uffmucken? Wie können wir unsere Dinge ebenso gut strukturieren? Auf die Straße gehen, geht anscheinend noch nicht...

Gruß an Dich
Hrtzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 23:28   #13
angel6364
Gast
 
Beiträge: n/a
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard

Der Link funzt nicht, Hartzbeat.
Ist er aus dem WWW entfleucht oder ist es ein Schreibfehler?

Viele Grüße,
angel
  Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 23:34   #14
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Blinzeln Link(ischer) Fehlerteufel

Guten Abend, angel...

na, da sprang mir whl ein Fehlerteufel rein, wollte Dich nicht erschrecken - . Probier's wieder, müsste jetzt gehen...

Danke Dir für den Hinweis
und grüße Dich
Hartzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2007, 23:46   #15
angel6364
Gast
 
Beiträge: n/a
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard

Erstens: er funzt.
Zweitens: wie um Himmels willen bringt man sowas besser in die Öffentlichkeit?
Ich habe selten einen so allgemeinverständlichen Artikel über das grösste Problem der Deutschen gelesen, hier als "Herdentrieb" bekannt.

Viele Grüße,
angel
  Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2007, 12:30   #16
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Ausrufezeichen Zur Theorie "Schweigespirale": Zur Entsehung totalitärer Strukturen

Hallo angel,
Zitat:
angel: wie um Himmels willen bringt man sowas besser in die Öffentlichkeit?
tja, das ist eine sehr gute Frage zu einer guten Idee, die Du da hast. Vielleicht sollten wir es genau so machen, wie die Verbreitung der Nachricht, dass gerade das ELO vom Staatsschutz aufgefordert wird Userdaten wegen sog. "Volksverhetzung" herauszugeben?

Wäre das nicht ein Ansatz?

Hier nochmal zum Verbreiten und Lesen den Direkt-Link:

Zitat:
In einer Zeit das Kriminelle in Parlamenten sitzen und Regierungen repressive Maßnahmen beschließen, ohne daß sich nennenswerter Widerstand regt, ist interessant zu untersuchen, welche Mechanismen solche Politiken gegen die Interessen der Menschen erlauben. Funktioniert die Demokratie nicht richtig, und wenn nein, weshalb? Die Theorie der sogenannten "Schweigespirale", die von Elisabeth Noelle-Neumann in den 70er Jahren entwickelt wurde, könnte eine Erklärung liefern.

Halt' die Klappe
Noelle-Neumann postulierte in den 70er Jahren, daß Menschen um soziale Isolation zu vermeiden ihre Meinung verleugnen und sich einer wahrgenommenen Mehrheitsmeinung anschließen - selbst dann, wenn diese offensichtlich falsch ist. Das gehe nach Noelle-Neumann in folgenden Schritten vor sich:

Es besteht bei einem Individuum der Wunsch, im sozialen Umfeld nicht isoliert zu sein. Daraus ergibt sich ein Konformitätsverhalten in Gruppensituationen, d.h. man schließt sich aufgrund eines Gruppendruckes der Mehrheit an....
http://www.bwl-bote.de/20030312.htm

Wünsche Dir einen schönen Sonntach, liebe angel
Hrtzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2007, 00:00   #17
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Lektion 7: Was die denken, dass wir denken

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 7:
Was “die” denken, dass WIR denken...
Kleine Exkursion in den Zoo für artgerechte Menschenhaltung, in der wir uns sozusagen selbst zugucken sollen, wie wir sind und zu was wir nicht fähig sind etc. - eine haarsträubende Expertise...

In einem Artikel in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 29.07.07 gibt Thomas Straubhaar* seine Erkenntnisse über uns weiter:

Zitat:
...ist es sehr menschlich, vorerst “im alten Trott” zu verharren. Menschen halten lieber am Status quo fest." Diese “fragwürdige bis irrationale” Verhalten lässt sich lt. Autor vernünftig erklären...
- "Menschen lieben die Gegenwart mehr als die Zukunft, selbst wenn sich der Verzicht morgen lohnen würde.

Das Glück des gegenwärtigen Zustands wird bevorzugt, weil das Ergebnis bekannt ist, während Nutzen und Kosten von Veränderungen in weiter Ferne liegen und unsicher sind.

Natürlich lassen sich Unkenntnis und Unsicherheit verringern, indem man sich gut informiert, die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten abwägt und wenig berechenbare Optionen verwirft.

Von den Reformen sind wenige von Veränderungen stark und viele schwach betroffen. Die Kurzsichtigkeit partikularer Interessengruppen fordern daher starke Politker, die die Reformen durchsetzen.

Empfehlungen des Autors an die Politik:
Nur wenn es gelingt, die Bevölkerung von einem Festhalten am Status quo und der Vorliebe für kurzfristige Vorteile abzubringen, haben Reformen eine Chance....Standfest gegen alle noch so lauten Proteste zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

Bis Reformen greifen, dauert es Jahre...- auch in einem Wegfall von Jobs durch den Verzicht auf Protektion. Die “viel stärkeren positiven” Folgen, die zu “viel mehr neuen Jobs” in neuen Bereichen führt, werden hingegen erst später wirksam.

Nur wenn in weiten Teilen der Bevölkerung die Überzeugung wächst, dass die “Wohlfahrtskosten” der Verzögerung einer Reform höher sind als die Kosten einer Veränderung...
*Straubhaar benutzt in seinem Artikel Balkengraphiken der Initiative “Neue Soziale” Marktwirtschaft (INSM < im Hintergrund arbeitener Think Tank) und von arbeitgebernahen Institut der Deutschen Wirtschaft (ebenfalls merken!) Es versteht sich auch von selbst, dass Straubhaar wiederum „Berater“ dieser PR-Agentur der Metall- und Elektroarbeitgeberverbände ist.

(Quelle: Text „Erklär mir die Welt“ der *Direktor des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI), Thomas Straubhaar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 29.07.2007, Nr. 30 / Seite 42; http://www.faz.net)


Das ist also das Zeugnis, das Straubhaar uns ausstellt, liebe Leute. Wäre nur zu hoffen, dass wir nicht in seine ökonomische Theorie passen - was? Bleibt also erst mal in euren Sesseln sitzen und nutzt die Zeit, drüber nachzudenken, wo dieser Haarsträubende sich irren könnte...

... oder hat er am Ende etwa Recht?
fragt sich
Hrtzbeat
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2007, 14:23   #18
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Cool Lektion 8: Machiavelli - Orientierungsgröße der "Großen"

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 8:
Machiavelli - Lehrer der Fürsten und heutigen "Großen"
Niccoló Machiavelli (1469 -1527), italienischer Politiker und Philosoph, dessen Werke - vor allem sein Buch "Der Fürst" - herangezogen wurde, um das Konzept der Gouvernementalität zu entwickeln. Das heißt, dass in vielen Eliteschulen und -universitäten, genau auf diesen Grundsätzen basierend, unser Polit- und Wirtschaftsestablishment herangezogen und auf uns losgelassen wird.

Sehen wir uns einige Zitate Machiavellis an, erkennen wir unschwer, dass die aktuell herrschende Schicht sich Machiavellis Leitlinien zum Motiv gemacht hat. Darüberhinaus können wir anhand der Zitate aber auch lernen, wie "die da oben" ticken...

Über Täuschung und Pläne:
Zitat:
Ändere deine Pläne, sobald der Feind sie durchschaut hat.

Es empfiehlt sich, den Menschen Hoffnungen zu machen und ihnen immer etwas zu versprechen, wenn man sie braucht.

Große Männer nennen Schande das Verlieren, nicht aber den Gewinn durch Trug.

Ich sage nie, was ich denke, und ich glaube nie, was ich sage, und wenn mir doch einmal die Wahrheit entschlüpft, so verberge ich sie hinter so vielen Lügen, dass es schwer ist, sie herauszufinden.

Die Masse der Menschen lässt sich ebenso gut mit dem Schein abspeisen als mit der Wirklichkeit, ja, häufig wird sie mehr durch den Schein der Dinge als durch die Dinge selbst bewegt.

Ein Fürst, insbesondere ein neuer Fürst, kann nicht all das befolgen, was gewöhnlich für gut gehalten wird, denn oft muss er, um seine Stellung zu behaupten, gegen Treu und Glauben, gegen Barmherzigkeit, Menschlichkeit und Religion verstoßen.

Es ist nicht erforderlich, dass ein Fürst alle guten Eigenschaften wirklich besitze, es genügt, wenn er den Anschein erweckt, sie zu besitzen.

Eine Republik oder ein Alleinherrscher müssen sich den Anschein geben, als täten sie aus Großmut, wozu sie die Notwendigkeit zwingt.
Wir können uns also darauf einstellen, dass sobald sich zwischen uns ein gewisser Grad der Aufklärung feststellen lässt, dass wir deren Pläne entdeckt haben, die da oben ihre Taktik ändern werden.
Andererseits verdeutlicht dieser Satz aber auch, dass die Herrschenden, sobald sie unsere Pläne, sei es nun Widerstand, Solidarisierung und demokratische Gegenbewegung, entdecken, ganz ander "Geschütze" gegen uns auffahren werden. Stichwort: Online-Durchsuchung, Vorratsdatensammlung, Bundeswehr im Innern etc.

Davor fürchten sie sich:
Zitat:
Vor Schriftlichem muss sich jeder hüten wie vor einer Klippe, denn nichts kann dich leichter überführen als ein Schreiben von deiner Hand.

Das Volk ist immer wankelmütig, man gewinnt oder verliert seine Gunst aufgrund eines nichtigen Vorfalls.
Deshalb versuchen sie sich möglichst im nichtigen Nixsagen, damit man sie - auch wegen Kleinigkeiten - nicht sofort zur Verantwortung ziehen kann. (Stichwort: das Merkel übt diese Kunst hervorragend aus. Man nennt das großzügig heutzutage "moderieren") Denn sie wissen auch:
Zitat:
Ein Fürst darf nur so viel Furcht verbreiten, dass er, wenn er dadurch schon keine Liebe gewinnt, doch keinen Hass auf sich zieht, denn er kann sehr wohl gefürchtet werden, ohne verhasst zu sein.

Betrachtet man die Völker, denen man heutzutage Räuberei und ähnliche Schlechtigkeiten vorwirft, so wird man finden, dass sie nur durch ihre Regenten, die ähnliche Eigenschaften haben, so geworden sind.
Wenn de da oben das wissen, wer fragt sich dann noch allen Ernstes, ob die "nur zu blöd" sind? Sie müssen ja zwangsläufig heucheln - sozusagen, um uns nicht auf kriminelle Gedanken zu bringen und damit das ganze System zu gefährden. Stichwort: Anarchie. Denn sie wissen zudem:
Zitat:
Es ist gefährlich, die Freiheit einem Volk zu geben, das auf jeden Fall Knecht sein will.

Die Menschen sind von Natur aus wankelmütig, es ist leicht, sie von etwas zu überzeugen, aber schwer, sie in dem Glauben zu erhalten. Daher muss man Maßnahmen treffen, mit Gewalt nachzuhelfen, wenn sie nicht mehr freiwillig glauben.

Bloß jene Herrschaft ist von Bestand, die freiwillig zugestanden wird.
Und auch das wissen die sicher, haben deshalb aber zig-tausend Strategien entwickelt, ihre Macht zu erhalten, in dem sie uns im Glauben lassen, dass wir freiwllig und demokratisch ihnen per Wahl die Macht gegeben hätten. Wer stellt jedoch die Kandidaten, die wir wählen - und wer stellt die Themen?

Zitat:
Da man gefährliche Entschlüsse mit umso größerem Widerwillen fasst, je länger man darüber nachsinnt, so ereignet es sich immer wieder, dass die Verschwörungen, die lange vorher geplant waren, gewöhnlich entdeckt werden.
Also müssen solche Entschlüsse recht zügig - möglichst am Volk vorbei - lanciert werden, denn...

Handwerk und Taktik
Zitat:
Eine führerlose Menge ist zu nichts nütze.

Es ist oft so, dass man bei der Ausübung vermeintlicher Tugenden untergeht, während man bei der Befolgung scheinbarer Laster Sicherheit und Wohlbefinden erlangt.

Das Glück ist mehr auf der Seite des Angreifers als auf der desjenigen, der sich verteidigt.
Und wir sind gerade dabei, unsere Grundrechte zu verteidigen.
Zum Thema "Sicherheitspolitik": Es ist ihnen also ebenso klar:
Zitat:
Der unbewaffnete Reiche ist die Belohnung des armen Soldaten.
Besonders einfach haben sie es mit uns, denn es gilt für sie:
Zitat:
Der Verstand des Menschen ist von dreierlei Art: Entweder sie erkennen alles von selbst, oder nur, wenn sie von anderen darauf hingewiesen werden, oder sie verstehen weder etwas von selbst noch mit Hilfe anderer.

Keiner wird betrogen als der, welcher traut.

Die Masse kritisiert oft mit Kühnheit die Entscheidungen ihrer Führer, sobald sie aber die Strafe vor Augen sieht, traut keiner mehr dem anderen, und jeder ist nur bestrebt zu gehorchen.

Die Menge ist eher bereit, sich fremder Habe zu bemächtigen, als das Ihrige zu schützen. Auf die Menschen wirkt die Hoffnung des Erwerbs stärker als die Besorgnis vor Verlusten.

Die Menschen gehen langsam zu Werke, wenn sie Zeit zu haben glauben, und rasch, wenn die Not sie treibt.

Die Menschen lassen sich viel stärker von der Gegenwart beeinflussen als von der Vergangenheit, und wenn sie in der Gegenwart ihren Vorteil finden, genießen sie ihn und suchen nichts anderes.

Die Ursache der Uneinigkeit der Freistaaten ist meistens Müßiggang und Frieden, die Ursache ihrer Einigkeit Krieg und Furcht.

Es ist besser, den Feind durch Hunger zu besiegen als durch Eisen.

Mit geringeren Schäden, wenn auch mit höheren Kosten, führt man Krieg auf fremdem Gebiet als in der Heimat.

Die wohlgeordneten Freistaaten müssen den Staat reich und den Bürger arm halten.

Lass nur einen Fürsten siegen und seine Herrschaft behaupten, so werden die Mittel dazu stets für ehrbar gehalten und von jedermann gelobt werden, denn der Pöbel lässt sich immer nur von Schein und Erfolg mitreißen, und die Welt ist voller Pöbel.

Man muss die Menschen entweder verwöhnen oder vernichten, denn wegen leichter Demütigungen rächen sie sich, wegen schwerer vermögen sie es nicht. Also muss der Schaden, den man anderen zufügt, so groß sein, dass man keine Rache zu fürchten braucht.

Schwache Republiken sind unentschlossen und fassen nur im Zwang der Not vorteilhafte Entschlüsse, denn ihre Schwäche lässt sie nie einen Entschluss fassen, wenn irgendein Zweifel noch möglich ist.

Treue Knechte bleiben immer Knechte und ehrliche Leute immer arm, nur die Verräter und Kühnen sprengen die Ketten, nur Räuber und Betrüger machen sich von der Armut los.

Wenn Reformen dauerhaft sein sollen, so müssen sie langsam durchgeführt werden.

Wenn viele leiden, suchen sich wenige zu rächen, denn allgemeine Übel erträgt man leichter und geduldiger als einzeln erlittene.
Das aber sollten wir uns vielleicht hinter die Ohren schreiben:

Zitat:
Man darf nie glauben, der Feind handle, ohne zu wissen, was er tut.

Obgleich die Menschen sich in allgemeinen Fragen täuschen, täuschen sie sich nie im Einzelnen.
- es betrifft nämlich unsere recht mäßig erhaltene Urteilskraft, die uns helfen könnte, die Machenschaften aufzudecken und ggf. auch zu ändern.
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2007, 23:25   #19
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Lektion 9: Erfolgreiche Vernetzung - was ist das?

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 9: Viele Köche köcheln den Einheitsbrei
Erfolgreiche Vernetzung als Strategie der Mächtigen

In den vorangegangenen Lektionen hatte ich kurz die gute effiziente Vernetzung unserer Gegenüber angesprochen - rein theoretisch. Heute nun ein kleiner Exkurs ins "Magie-Koch-Studio" der Politik und der Mächtigen, damit wir sehen, wieweit die von mir beschriebene Vernetzung zu unserer heutigen politischen Landschaft bereits beigetragen und auf sie eingewirkt hat.

12 junge Jünger der Union
In einem Artikel der taz (Tageszeitung) aus Hannover von Kai Schöneberg am 26.09.2003 stand u.a. auch etwas über: “Der Bund der Bourgeoisie - Wie aus dem spaßigen Abkommen von zwölf Jung-Unionisten mit den Jahren ein echter Machtfaktor innerhalb der CDU wurde.

Zitat:
12 Mitglieder der Jungen Union (JU), die sich im Juli 1979 auf große Tour nach Lateinamerika (Venezuela, Argentinien, Chile und Brasilien) aufmachten:[...] Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hatte den straffen Terminplan eingetütet, Schwesterparteien mussten besucht, deutsche Emigranten umflort werden...”
Mit dabei:
- Bernd Sumbel, damals 31 und Landesgeschäftsführer der Bremer Jungen Union, heute der bodenständige Bremer Kommunalpolitiker und Kaufmann.
- Delegationsleiter, ein gewisser Matthias Wissmann, damals JU-Chef, später Verkehrsminister.
- Volker „Buffi“ Bouffier,
- Franz Josef Jung,
- der Versicherer Claus Vogt und
- Bernd „Hucki“ Huck, den sie heute „Lord Huck“ nennen, weil er sich
so schick kleidet, (Quelle aus dem Magazin “Cicero”, Autor Hajo Schumacher*)

Zitat:
“Die JU-Truppe setzte damals nachts und in Whiskeylaune auf dem Flug von Caracas nach Santiago de Chile einen Protestbrief auf: "Bernd Sumbel, Directór Portuario, Hafendirektor", unterschrieb der Bremer auf eine Serviette der venezolanischen Fluggesellschaft Viasa. Darüber stand das Manifest des Andenpakts. "Die Lage ist ernst", kritzelten die JUler. "In Sorge um die hochkarätig besetzte Delegation und zum Schutz der Gesundheit schließen wir uns hiermit zum Pacto Andino Segundo zusammen."
Der Andenpakt war geboren.

Käpt'n Hook, Koch, Wulff & Co.
“Bernd "Hucki" Huck, Wirtschaftsanwalt und lange Zeit Strippenzieher bei der CDU in Braunschweig, führt die Geschäfte des JU-Vereins von einst jetzt seit 24 Jahren. Er sagt:
Zitat:
"Das war doch nur ein Witz damals."
Für einen Witz hat sich der Generalsekretär dann doch mächtig ins Zeug gelegt. Von der Gründungnacht bis heute macht Lord Huck den Schriftführer und Generalsekretär, er führt auch das Pakt-Konto bei der Deutschen Bank in Braunschweig. Die Gründungsurkunde hat der Wirtschaftsanwalt sorgfältig weggesperrt. Wie alle Paktierer versucht er stets, die Bedeutung der Runde herunterzuspielen. Jahrzehntelang hat es der General geschafft, den Verein ganz geheim zu halten. Bis heute halten sie sich etwa an den damals getanen Schwur, sich gegenseitig nicht anzugreifen und auch nicht gegeneinander zu kandidieren. So werden Kontrahenten gezwungen, sich schon vor Gremiensitzungen zu einigen, um Kampfkandidaturen zu vermeiden.

Ökonomisch hilfreich war der weltweit operierende Helmut Aurenz, den Wissmann aus seinem Heimatwahlkreis Ludwigsburg kannte. Der reiche Unternehmer spendierte schon mal was,
Zitat:
„besonders dem Wulff, der hatte ja am wenigsten Geld von allen“
. Auf seinem Heidehof in Lührsbockel kamen die Andenpaktler nach ihrer Südamerika-Reise erstmals wieder zusammen. Aurenz spendierte auch ein Wochenende in einem feinen Hotel in Isny im Allgäu. Da konnten die Jungs üben, wie es ist, mondän zu sein.

Karrieren bereits vorgesehen - nicht durch's Volk bestimmt
Bis heute sind es um die 20 Mitglieder, fast alle haben Karriere gemacht, ihr ausgeprägtes Elitebewusstsein verfeinert und ausgebaut. Sie verstehen sich als Herz der CDU, männlich, westlich, vorwiegend katholisch, CDU pur eben. Bis zum Jahr 2000 waren sie überzeugt, dass aus ihren Reihen eines Tages CDU-Chef, Fraktionsvorsitzender, Kanzler und der Rest der Regierung hervorgehen würden. Kohls Liebling Koch wurden die besten Chancen zugemessen.

Big spender - es fallen ein paar Blender
Doch dann kamen die Spenden in Berlin und Wiesbaden ans Licht. Schäuble fiel. Angela Merkel stieg auf. Sie würde eine vorübergehende Erscheinung sein, redeten sich die Männer ein. Schließlich war sie im Kulturkreis der CDU weder kulturell noch historisch verankert. Im Andenpakt schon gar nicht.

Am härtesten erwischte der Spendenskandal die hessischen Jung-Unionisten Jung und Bouffier. Denn die hatten die Machtübernahme in Bund und Land seit Jahrzehnten, absichtlich oder instinktiv, vorbereitet.

Tankstellen-Think-Tank
Zitat:
[...]Kurz nach Gründung des Andenpaktes entstand gleich eine zweite vertraute Runde, als die hessische JU schwer zerstritten war. Anfang der achtziger Jahre fand auf der Autobahnraststätte Wetterau, wenn man die A 5 von Frankfurt nach Norden fährt, ein bedeutsamer Friedensschluss statt, in einem eigens gemieteten Separee. Die Raststätte lag logistisch günstig für Karlheinz Weimar, der aus Westhessen anreiste, und den Mittelhessen Bouffier, der mit Clemens Reif, Bernd Siebert und Volker Hoff gleich ein paar Kombattanten mitgebracht hatte. Dabei waren auch der Südhesse Jung, die Darmstädterin Karin Wolff und Jürgen Banzer. Im wenig heimeligen Ambiente wurde eine weitere Bande geboren, nach dem Ort ihrer Gründungsversammlung „Tankstelle“ genannt. [...]
Rüdiger Moog (Darmstädter Spezialist in Fragen des Unternehmensrechts) und Gotthard Brand (Kasseler Rechtsanwalt und CDU-Politiker) kamen hinzu. Der hessische Arm des Andenpakts war erschaffen. Was treibt das Hessen-Terzett Jung, Bouffier und Koch? Es war nicht weniger als eine Mission.
Zitat:
„Wir wollten das Land erobern. Das hielt uns zusammen und trieb uns an“, sagt Bouffier.
Der Feind, klare Sache: Achtundsechzig. (< gemeint sind politische Akteure, die aus den 68er Jahren hervorgegangen sind und deren sozialkritische linke Ausrichtung) „Buffi“ Bouffier war unumstrittener Anführer. Er lud zu den geheimen Sitzungen des „Revolutionsrats“ ein. Neuaufnahmen waren eher selten.
Zitat:
„Alles, was gemacht wurde, hat Bouffier gemacht“, sagt Koch.
Hessisches Süppchen allein gekocht
Die Gruppe entdeckte bald, wie sie Stück für Stück in die Hierarchie eindringen konnte. Den Beweis ihrer Stabilität erbrachte die Tankstellen-Connection insbesondere bei der Wahl des Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 1999, die in keinem Gremium, sondern im vertrauten Kreis entschieden wurde. Obwohl Buffi die älteren Rechte hatte, ließ er dem jüngeren Koch den Vortritt, weil er ihm bessere Chancen einräumte. Seither dürfte klar sein, wer Koch als Ministerpräsident beerbt, sollte es ihn tatsächlich einmal aus Wiesbaden anderswo hinziehen.

Bruder Jung - tappt in Dung, nehmt ihn zur Verteidigung
Bis Mitte 2000 sickerten immer weitere Details aus der hessischen Spendenaffäre durch. Die Rolle des Paktbruders Jung als mutmaßlichem Mitwisser wurde durch mehrere Briefe nahe gelegt. Schließlich musste er seinen Rücktritt als Europaminister und Chef der Staatskanzlei erklären.
Zitat:
„Er war mein Freund seit 24 Jahren und wird es bleiben“, sagt Koch.
Heute scheint jeder das vergessen zu haben. Im Gegenteil: In Deutschland avanciert so einer zu einem Mann mit höchstgefährlichen Befugnissen.

Der Pakt erweitert sich
Anfangs ging es weniger um Posten, mehr um den Gewinn an bundesweiter Popularität. Erstmals machte der Pakt Anfang 1997 mit einer konzertierten Aktion von sich reden: Kanzler Kohl hatte seinerzeit seine liebe Not mit einer mäßig populären Mannschaft in Bonn. Arbeitsminister Blüm drohte mit Rücktritt, Wolfgang Schäuble wollte endlich Kanzler werden, Finanzminister Waigel war am Ende. Der ideale Zeitpunkt also für die Jungen, auch mal mitzuspielen.

Angeführt von Koch und Wulff mischten sich plötzlich die Nachwuchskräfte aus der Provinz in die Bonner Debatte ein. Ihre Parole: Eine echte Steuerreform statt des von Kassenwart Waigel vorgelegten Flickwerks.

Zusammen mit Hamburgs Ole von Beust, Oettinger, dem Saarländer Peter Müller mobbten Wulff, Koch, Merz und Böhr gegen den Finanzminister aus Bayern, tapfer forderte Wulff sogar dessen Rücktritt. Ebenso unerhört wie schlau, denn so blieb Kanzler Kohl unbeschädigt.

2002 - und warum Merkel erstmal keine Kanzlerin wurde
Die ganze Stärke des Andenpakts zeigt sich erstmals bei der Bundestagswahl 2002. Demoskopen melden hoffnungsvolle Zahlen. Im Winter 2001, ein Dreivierteljahr vor der Wahl, berichtet der Berliner Tagesspiegel,
Zitat:
dass es einen Geheimplan gebe in der Männerriege der CDU. Einige Ministerpräsidenten und andere Parteifürsten wollten der Vorsitzenden die Kandidatur ausreden.
Zitat:
„Die Angst vor mir muss groß sein“, sagt Angela Merkel, und es soll spöttisch klingen. Doch sie ahnt, dass sich etwas zusammenbraut, als der Rheinland-Pfälzer Christoph Böhr anruft. Andere folgen, selbst Christian Wulff. Die Liste der Anrufer deckt sich weitgehend mit der Mitgliederliste des Andenpakts. Lord Huck hatte die Runde tatsächlich Anfang Dezember zusammengerufen. Einziger Tagesordnungspunkt: Kanzlerkandidatur.
Schnell wird klar, dass die Mehrheit für Stoiber ist, wobei die Entscheidung nicht eindeutig ausfiel. Der Bayer ist der erfolgreiche Macher, gut für Wirtschaft, Konservative, Senioren, Westmänner südlich des Mains. Liberale, Städter, Frauen, Ossis und Norddeutsche dagegen würde der Weißwurst-Technokrat kaum begeistern können. Ist es schlauer, möglichst viele Stammwähler zu mobilisieren, oder sollte man Wechselwähler hinzugewinnen?
Koch's Taktik: Stoiber soll ran
Zitat:
„Es ging um Millimeter“, sagt Roland Koch
, der kurz erwog, sich ebenfalls aufs Karussell zu schwingen. Die Männer wurden nervös, sie fürchteten ein Solo Angela Merkels. Saß die Dame erst im Kanzleramt, würde es schwer, sie von dort wieder zu vertreiben. Der deutlich ältere Stoiber dagegen war jedoch ein Regierungschef, dessen Amtszeit man abwarten konnte. Die Vorsitzende ließ jedoch trotz des Telefonterrors wissen, dass sie bereit sei zur Kandidatur.

"Eine Frau muss Kanzler werden" kommt dazwischen
In der Parteizentrale wurde bereits an einer Kampagne gebastelt mit dem Titel: „Eine Frau muss Kanzler werden“. Wenig elegant, aber wirkungsvoll ließen Koch und Wulff verschiedene Tageszeitungen berichten, dass es keine Mission geben werde, sie zum Verzicht zu überreden. Das blanke Gegenteil ist die Wahrheit. Die Botschaft, das wusste auch die Vorsitzende, lautete: Rückzug jetzt, Chefin!

Das Merkel hat ein dickes Fell
Die Zweifel unter den Paktbrüdern wuchsen derweil, ob die CDU-Vorsitzende die Signale überhaupt sehen will. Sie brauchte offenbar eine klare Ansage. Roland Koch musste ran.
Zitat:
Am 9. Januar führt Koch eines der wenigen Telefonate in seinem Leben, die deutlich über Zimmerlautstärke hinausgehen. Mit wachsender Fonzahl teilt er einer zunehmend bockigen Vorsitzenden mit, dass sie keinen Rückhalt, keine Chance, keine Berechtigung auf die Kandidatur habe. Merkel brüllt zurück, aber sie gibt sich geschlagen. Gegen das Anden-Pack hat sie keine Chance, das sieht sie ein. Sie bucht ein Privatflugzeug nach München. Frühstück in Wolfratshausen. Stoiber triumphiert. Und mit ihm der Pakt. Sie hatten ihre Kandidatur verhindert.
Angela Merkel kennt den Pakt nur aus Wulffs und Wissmanns Erzählungen.
Zitat:
„Schön, dass es in der CDU eine Gruppe gibt, die nicht alles sofort ausquatscht“, soll sie gesagt haben.
In Wirklichkeit ist ihr sicher klar, dass die ihre Zukunft verbarrikadieren kann. Mögen sie sich auch über Einwanderung oder den EU-Beitritt der Türkei streiten, so sind sie doch in einem Punkt garantiert einig: gegen Merkel. Sie hat durch ihr Erscheinen 1989 einige Lebensplanungen zu viel durchkreuzt. Der Spiegel stellte den Andenpakt im folgenden Sommerloch groß vor und damit bloß. Hat' wer mitbekommen?

Die Herren warten ab
Die Männer halten vorerst still. Lord Huck organisiert weiterhin die Treffen und Reisen. Dass der Pakt weiter existiert, ist allein an der unsichtbaren kulturellen Mauer zwischen der Koch-Boy-Group und Merkelkohlmädchen zu spüren.
[quote]Fünf Wochen nach der Bundestagswahl, mitten in den Koalitionsverhandlungen, versammelte sich der Männerbund zum Jahrestreffen in Berlin. Offiziell wurde Friedrich Merz aufgenommen, der dem Kreis bereits seit Jahren freundschaftlich verbunden war. Das Verwirrspiel um den Andenpakt beherrschen auch die Neuen, Friedrich Merz zum Beispiel, den Merkel ja mittlerweile entthront hat.

Merz, gemeinhin nicht von Begriffsstutzigkeit geplagt, kann sich beim besten Willen kaum erinnern, dieses Wort, wie war es gleich noch, … Andenpakt…, jemals überhaupt gehört zu haben. Dafür arbeitet er jedoch in zahlreichen Nebenjobs, unter anderem auch für Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM - Think-Tank der plumpen, aber oft wirksamen "Du bist Deutschland"- und "Sozial ist was Arbeit schafft"-Kampagnen).

Schwiegermamis Liebling - Wulff im Schafspelz
Zitat:
„Da mache ich doch schon lange nicht mehr mit“, erklärt auch Christian Wulff gelegentlich und müht sich um einen ernsten Blick. Eine eigentümliche Gedächtnisschwäche. Schließlich berichten Mitglieder,
der Andenpakt sei im Begriff, sich darauf zu einigen, dass Wulff ihr gemeinsamer Kandidat für das Kanzleramt sei.”
Dafür entstand wohl eine wachsende Nähe der Leute, die man einst "die jungen Wilden" nannte - heute gehören sie zum Spitzenpersonal der CDU. Der Andenpakt stellt die Bosse der Merkel/Stoiber-Union:

Illustre Liste
Neben den Ministerpräsidenten sind das Franz Josef Jung, Günther Oettinger und Christoph Böhr, allesamt Fraktionschefs ihrer Partei in Hessen, Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz.
Außerdem paktieren Elmar Brok, für die CDU im Europäischen Parlament, Friedbert Pflüger, außenpolitischer Sprecher im Bundestag oder der hessische Innenminister Volker Bouffier. (Diese Liste wird im Cicero-Artikel erweitert: Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust, Friedrich Merz, Joachim Herrmann von der CSU, Schönbohm und Christoph Böhr, der Privatfernseh-Mann Jürgen Doetz und die Sparkassen-Größe Heinrich Haasis.)

“Eiserne Regel der "Geheimloge": Ob Spendenskandal oder noch schlimmere Ereignisse, egal wieviel Dreck am Stecken die Männerbündler haben - keiner beschädigt den Anderen öffentlich.

Eigentlich wären die seit Jahrzehnten bekannten CDU-Chefs auch schön blöd, wenn sie sich nicht ab und an mal absprächen, zur K- und anderen Fragen. Und zwar ohne es gleich nach draußen zu posaunen. Deshalb reden Andenpaktler naturgemäß nicht gerne über Partei-Sperenzchen.

Damit dürfte uns allen mehr als klar sein, warum hierzulande eine Art "Gleichschaltungsgefühl" aufkommt, wenn man die täglichen Politiker-, Unternehmer- und Presseaussagen verfolgt. Die Vernetzung läuft bereits - im Gegensatz zu unserer Vernetzung - seit 24 Jahren... die haben also zeitlich bereits einen erheblichen Vorsprung, während wir immer noch warten und gegeneinander fleißig um Kleinmist streiten... gut für unsere Gegner und gut für das Andenpack äh, Andenpakt.


_________________
* (Quelle: unter: http://www.cicero.de/97.php?item=919&ress_id=4 Artikel im "Cicero" von Hajo Schumacher, freier Journalist in Berlin. Thema seiner Doktorarbeit: „Machtphysik – die Führungsstrategien der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel“)
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2007, 14:49   #20
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Daumen hoch Lektion 10: Gerüchte als Selbstläufer-Strategie

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 10: Exkursion in die Gerüchte-Küche
oder Gerüchte sind stärker als die Wahrheit

Ob wir es wissen oder nicht: Gerüchte beeinflussen unser Handeln, auch wenn wir Zugang zur Wahrheit haben. Ein deutsch-österreichisches Forscherteam zeigte im Versuch den manipulativen Charakter des Hörensagens.

Nachdem wir uns in der vorhergehenden Lektion bereits mit der "Beziehungs-Koch-Kiste & Co." befasst haben, wird's heut' etwas Breitensportlicher. Die Art und Weise, wie wir selbst unser "tägliches Süppchen kochen" wurde wissenschaftlich untersucht und zeigt, dass wir Opfer und Täter zugleich sind, was Gerüchte angeht.

Wir reden am liebsten übereinander
Wenn sich Menschen unterhalten - und das gilt, seit es Sprache gibt - geht es die meiste Zeit nicht um Kunst, Kultur und Wissenschaft: Wir sprechen am liebsten übereinander. Wir, das klingt doch gleich viel besser, tauschen dabei soziale Informationen aus. Nun sind die, ähem, nicht immer auf Fakten gebettet - genauso gern dürfen sie auf Vermutungen beruhen. Die Wissenschaft spricht dann von Gerüchten.

Doch welche Funktion haben Gerüchte?
- Soziale Kontrolle: Sie garantieren, dass sich die Gesellschaft gemeinsamer Werte bewusst ist.
In der Praxis ließ sich zum Beispiel zeigen, dass der Gruppe dienende Gerüchte von den Menschen anders (besser) bewertet werden als aus purem Eigennutz in die Welt gesetzte.
- Spiegel der Gesellschaft, in der ein Mensch seinen Platz gefunden hat.

- Mittel zum Schaffen sozialer Bindungen in immer stärker wachsenden Gruppen zu begreifen.


Ingredenzien der Gerüchte - oder das Salz in der Suppe
Gerüchte haben zudem ein paar interessante Eigenschaften, die von unseren Interessen geprägt werden. So gibt der Mensch am liebsten Vermutungen weiter, die entweder Gutes über seine Freunde oder Schlechtes über Personen mit höherem Status enthalten.

Männer tratschen lieber über gleichaltrige Männer, Frauen interessieren sich am stärksten für andere Frauen im selben Alter. Ein deutsch-österreichisches Forscherteam hat jetzt den Zusammenhang von Anerkennung und Gerüchten untersucht - und berichtet von seinen Experimenten in der aktuellen Ausgabe der Veröffentlichungen der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Auf Gerüchte angewiesen
Anerkennung ist schon deshalb ein interessantes Phänomen, weil sie die menschliche Zusammenarbeit in der Gesellschaft wesentlich bestimmt. Eine öffentliche, begrenzte Ressource läuft zum Beispiel weniger Gefahr, überbeansprucht zu werden, wenn sich ein solches Verhalten auf die Anerkennung des Menschen auswirkt. Üblicherweise erwirbt man Anerkennung auf der Basis von Gegenseitigkeit: Wer anderen hilft, gewinnt Ansehen, wer aber Hilfe verweigert, verliert Ansehen.

Wer auf die Weise an Reputation gewonnen hat, kann sich später der Hilfe von anderen sicherer sein als jemand mit schlechtem Ansehen. Allerdings beruht unser Verhalten in dieser Beziehung auf unvollständigen Informationen. Es ist für unser eigenes Verhalten also wichtig, möglichst viel über das Gegenüber zu wissen - insbesondere über sein Ansehen. Nun haben wir jedoch selten die Chance, den anderen bei jeder seiner Handlungen selbst zu beobachten, wir sind auf soziale Informationen durch andere angewiesen. Auf Gerüchte also.


Gerüchte und Kooperation - oder viele Köche rühren zusammen
Genau das hat das Forscherteam um Ralf Sommerfeld vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Biologie in spielerischen Experimenten untersucht.

Exkurs in die Spielküche:
Computer-Game
Sie ließen dazu Gruppen von je neun Studenten ein Computergame spielen, bei dem kooperative und unkooperative Spielweisen möglich sind. Den Mitspielern wurde zunächst in mehreren Testrunden ermöglicht, Informationen über die anderen Gruppenmitglieder zu sammeln. Später konnten sie auf festgelegte Weise Informationen über andere Mitspieler austauschen.
Das erste, erwartbare Ergebnis: je kooperativer sich ein Spieler zeigte, desto entgegenkommender waren auch die Antworten.
Bloß Gerüchte
Hatten die Spieler nur Zugriff auf Gerüchte, änderte sich daran nichts Wesentliches: Auch hier wurde dem kooperativ erscheinenden Gegner mehr Vertrauen entgegengebracht. Interessant ist der letzte Fall, bei dem die Spielteilnehmer sowohl die realen Verhaltensweisen als auch die darüber kursierenden Gerüchte in Betracht ziehen konnten.

Vertrauen schwindet bei Negativ-Gerüchten - und umgekehrt
Vernünftig wäre es gewesen, dann auf die "soziale Information" nichts zu geben - die Praxis sah anders aus: Wenn zu rein positivem tatsächlichen Verhalten negative Gerüchte hinzutraten, schwand das Vertrauen in den betreffenden (und damit betroffenen) Spieler deutlich.

Das galt andersherum ebenso - positive Gerüchte verstärkten die Kooperation in der betreffenden Gruppe. Effekte zweiter Ordnung konnten die Forscher jedoch nicht beobachten: Ein zusätzlicher Kommentar über den Autoren des Gerüchts beeinflusste das Spielverhalten nicht merklich. In den Alltag übertragen: Es schadet der Wirkung nicht, wenn der Überbringer des fiesen Gerüchts selbst nicht die beste Reputation hat.

Mit diesen Ergebnissen können wir selbst überprüfen, wie Gerüchte auf uns wirken. Interessant ist, dass es meist egal ist, wer Gerüchte übermittelt - sie werden dennoch geglaubt bzw. beeinflussen eine objektive Bewertung eines Sachverhalts. Damit kann man also prima arbeiten. Wer aber hätte wohl das größte Interesse daran, Gerüchte verbreiten zu wollen und wer hat die dafür geeignetsten Instrumente?

Wir können uns aber auch diese Wirkung von Gerüchten zunutze machen. Wenn positive Gerüchte die Kooperation zwischen Gruppen deutlich erhöhen, sollten wir mal öfter positivere Mahlzeiten servieren (Mutmacher und Glutamate und Vitamine müssen her), die uns untereinander kooperativer bzw. solidarischer machen könnten. Wäre das nicht etwas Machbares?

Von daher haben die Worthülsen der Politiker uns sogar ein wenig Wahrheit mit in den deutschen Einheitsbrei gestreut: Wenn man alles schlechtredet, werden auch schlechte Ergebnisse folgen. Davor fürchten sie sich gelegentlich, weil dann der Missmut überhand gewinnen und sich Lethargie, Resignation und Desinteresse im öffentlichen Leben breitmachen könnte.


Was tun - mit Gerüchten und Berichten?
Wir könnten im Gegenzug uns gegenseitig bestärken, auch mal vermehrt positiv auch über kleinere Erfolge berichten (z.B. Aktion "Zahltag" ARGE Köln etc.). Es wäre zudem förderlich, wenn man selbst seine Erfolge in einer Streitsache, hier allen im Forum zur Verfügung stellt. Damit könnten möglichst viele Leute, auch die Verzweifelten, sehen, dass sich Widerspruch, Widerstand und Solidarität lohnt und gar nicht sooo schwer ist. Es würde auch verhindern, dass sich nicht jeder allein für das Antreiben einer seine Kräfte übersteigende "Konterrevolution" verantwortlich fühlen und dem gegenüber ja letztendlich resignieren muss.

Vielleicht wird das ebenfalls so ein "Selbstläufer" wie die eher unwahren und manipulativen Gerüchte aus Medien und Politikkreisen, denn die nutzen ja dieses Prinzip sehr für ihre Sache. Und es bedarf auch nicht viel Mühe, solche Selbstläufer in die Welt zu setzen.

Also, Kräfte sparen: Lasst uns mal vermehrt positive Gerüchte kochen...

Psst..Übrigens, habt ihr schon gehört, dass die Christparteien jetzt um verlustige Wählerstimmen aus ihrem linken Flügel bangen, weil die SPD aus der rechten Ecke zu gehen droht
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 01:18   #21
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Cool Lektion 11: Neue Medien nutzen

nitiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 11
Neue Medien nutzen
oder wie es in den Wald reinschallt, schallt es wieder raus...

In den vergangenen Lektionen haben wir bereits erfahren, dass unsere Gegenüber hervorragend vernetzt sind, was ihnen ja ausreichend Erfolg beschert, und können ihre Meinungen und Fehlinformationen inzwischen global verbreiten. Das tun sie vor allem derzeit über die Medien, die uns tagtäglich mit diesen Botschaften versorgen - oft in der Art und Weise, dass wir die Manipulation noch nicht mal bemerken.

Nürnberger Trichter mit dem Vorschlaghammer gefüttert
Es wird uns sozusagen durch stetige Wiederholungen (und damit sind nicht nur die Beiträge - sondern auch die enthaltenen Schlagworte - gemeint!) eine schleichende Gehirnwäsche verpasst. Dazu zählen Radio, TV, Printmedien. Man hat sich die Wirkung von Werbung zu eigen gemacht, weil diese hervorragend funktioniert, obwohl jeder glaubt, dagegen gänzlich immun zu sein.

Wir sollten uns jedoch langsam wirklich immun machen. sollten weitestgehend sparsam mit dem Konsum der "Mainstream-Meiden" umgehen lernen und nur noch gezielt nach gewissen Informationen Ausschau halten, die uns durch unsere wiedergewonnene Wahrnehmungs- und Urteilskraft wieder das erfahren lässt, was für unsere Lebensführung echt informativ ist.

Heute stelle ich eines dieser Medien vor:
Es gibt etwas auf die Ohren, Leute...



über den Web-Äther erreichbar unter:

http://chaosradio.ccc.de/index.html

Das gute dran, der Chaos Computer Club verfügt über genügend junge, eloquente und technisch versierte Mitglieder, die uns besonders in der Sache Vernetzung, Datensicherung und Online-Durchsuchung behilflich sein könnten. Es geht das Gerücht, dass sich dort auch ein paar ehemalige Hacker rumtreiben sollen. Und wir wissen ja, dass diese Mädels & Jungs gewiss nicht von Gestern und vielem immer eine Nasenlänge voraus sind.
Ist natürlich nur wieder so'n Gerücht, Leute...

Wäre auch generell sinnvoll, sich daher dort umzusehen, öfter reinzuhören und Kontakte zu knüpfen. Wer weiß, vielleicht ergeben sich daraus nützliche Kontakte für unsere Zukunft?

Hier die Mail-Adresse für alle, die regelmäßig zu den Sendungen benachrichtigt werden wollen:
chaosradio-ticker-subscribe@lists.ccc.de

Ich würde hier Tipps von euch allen begrüßen, die ebenfalls auf andere Medien hinweisen, die uns solch eine gute Vernetzung versprechen. Also meldet euch einfach im Thread und schreibt eure Beiträge dazu.

RadioAktiv können auch wir sein...
meint Hrtzbeat (< strahlend!)
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 14:20   #22
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Cool Lektion 12: UrteilsVermögen bilden

Initiative “Schlaumeier-Diplom” im Rahmen der Kleinen Volkshirnschule

Lektion 12
UrteilsVermögen bilden - oder
die Qual der Wahl

Heute ein Selbsttest: Es ist Wahltag. Stellen wir uns vor, Deutschland würde einen fähigen kompetenten Kandidaten (es wurden extra nur Männer ausgesucht) wählen, der wirtschaftlich, sozial und geistig Deutschland in allen innen- wie außenpolitischen Belangen vertreten und leiten kann. Wählt nun nach den Fotos euren Kandidaten für das beschriebene Aufgabengebiet.

Vorgehen:
1. Das ist keine Umfrage - eure Stimme wird nicht zur Ermittlung benötigt.
Es geht nur darum, das eigene Urteilsvermögen abschätzen zu lernen.

2. Seht euch nacheinander kurz alle Kandidaten - auch in den folgenden 3 Beiträgen an.

3. Wählt aus der gesamten Liste nur einen der Kandidaten aus, von dem ihr glaubt, dass es der richtige Mann für die Aufgabe ist.

4. Die Auflösung folgt später nach und wird erklärt.

Na dann, gehts los...
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 14:22   #23
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Lektion 12: UrteilsVermögen bilden - WahlListe 1

http://img248.imageshack.us/img248/3900/vesarrirb2.jpg
Kandidat A

http://img292.imageshack.us/img292/5761/telickael0.jpg
Kandidat B

http://img215.imageshack.us/img215/9827/depuisss8.jpg
Kandidat C

http://img485.imageshack.us/img485/9...ansecurjs3.jpg
Kandidat D
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 14:30   #24
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Standard Lektion 12: UrteilsVermögen bilden - WahlListe 2

http://img46.imageshack.us/img46/6326/brazauskassx9.jpg
Kandidat E

http://img485.imageshack.us/img485/5...sgaljovov6.jpg
Kandidat F

http://img207.imageshack.us/img207/5724/richtergq8.jpg
Kandidat G

http://img130.imageshack.us/img130/2...hlheysesc7.jpg
Kandidat H
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2007, 14:48   #25
Hartzbeat->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 671
Hartzbeat
Du darfst nicht voten!
0
Du darfst nicht voten!

Frage Lektion 12: UrteilsVermögen bilden - WahlListe 3

http://img170.imageshack.us/img170/1...ermonchuw3.jpg
Kandidat I

http://img207.imageshack.us/img207/8167/schlmmerys1.jpg
Kandidat J

http://img215.imageshack.us/img215/7558/havelgv5.jpg
Kandidat K

http://img485.imageshack.us/img485/5500/penxi1.jpg
Kandidat L
Hartzbeat ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichwortsuche
kurs, machtstruktur, strategie, aufbrechen, lernen

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Neuer Zyklus der Lissabon-Strategie athene Archiv - News Diskussionen Tagespresse 3 02.03.2008 14:23
Wenn Zweijährige Marketing lernen Richardsch Archiv - News Diskussionen Tagespresse 0 16.02.2008 10:17
Französisch lernen Richardsch Austausch von regionalen / überregionalen Aktivitäten 13 16.01.2008 13:15
Nach Gewaltausbrüchen in Rostock: Selbstkritik und Kritik an Strategie der Polizei admin G8 0 03.06.2007 15:40
EU-Haushalt 2008: Größte Ausgaben für Wachstum und Beschäftigung Lissabon-Strategie Familienglück Soziale Politik / politisches Zeitgeschehen 0 04.05.2007 05:43


Es ist jetzt 03:04 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland