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Alt 01.06.2017, 19:15   #1
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Jackey
Standard Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Guten Abend,

wenn man eine Reha beantragt hat, diese abgelehnt wurde und man dagegen einen Widerspruch einlegt (RV), kostet das dann Geld und wenn ja, wieviel kann das in etwa sein?

Viele Grüße,

Jackey.
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Alt 01.06.2017, 19:29   #2
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Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11,002
Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Es kostet dich nichts, wenn du es selbst machst. Der VdK macht es für Mitglieder so ca für 22 €. Die Service-Stelle nimmt auch nichts.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2017, 19:48   #3
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Beiträge: 41
Jackey
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Danke.
Es kam ein Brief von der Widerspruchsstelle, aus dem hervor geht, dass man den Widerspruch zurückweist, die durch das Widerspruchsverfahren entstandenen Aufwendungen nicht erstattet werden und man den Vorgang an die Fachabteilung zurück gibt.
Nun herrscht hier grade ziemliche Irritation, auch wegen dem Hinweis auf Aufwendungen. Welche Aufwendungen?
...und hast Du vielleicht eine Ahnung, was die Fachabteilung dann macht und wie groß die Chancen sind, wenn man irgendwann nochmal ne Reha. beantragt?

"Die Kosten für das Widerspruchsverfahren konnten nicht übernommen werden, da der Widerspruch nicht erfolgreich war."
Hm?
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2017, 20:46   #4
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Goldfield Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Zu den Kosten: Das heißt das deine Auslagen zb Porto, Kopien oder was sonst anfiel nicht erstattet werden.
Keine Sorge du musst nichts an die DRV zahlen.

Fachabteilung: Deine Akte geht von der Widerspruchsabteilung zurück in die Abteilung wo deinen ersten Reha Antrag schon abgelehnt hat.

Klar kannst du nochmal eine Reha beantragen, wie die Chancen dann sind, weiß aktuell niemand, kommt ja dann erneut auf das Krankheitsbild an.
Goldfield ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.06.2017, 21:31   #5
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Beiträge: 41
Jackey
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Danke. Das beruhigt erstmal!

Ich hab schon gedacht: Häh? Hat ja keiner was von erzählt!

Es war ansich schon komisch: Die KK meinte, so ein Aufenthalt würde über die RV bezahlt. Die Ärztin meinte auch Reha über RV. Also Antrag gestellt. Dieser wurde abgelehnt. Es hieß, Klinik über KK wäre angebracht, plus Fachärztin und Therapie. Ärztin schrieb in ihren Teil des Widerspruchs, dass Reha. unabwendbar sei und man die RV bittet, die Entscheidung nochmal zu überprüfen.
RV bietet Gutachtertermin an. Inhalt des Gutachtens: bisher unbekannt. In dem Ablehnungsschreiben jetzt stehen andere Diagnosen drin, als die der Ärztin. Ob das die Diagnosen der Gutachterin sind? Jedenfalls ist jetzt wieder die Rede von Fachärztin und Therapie. Das ist komisch und hat nun rund ein dreiviertel Jahr in Anspruch genommen.
Frag mich, ob so eine Ablehnung sich jetzt negativ auf einen nochmaligen Antrag auswirken könnte oder ob es dann doch über die KK gehen sollte, wenn die RV meint, dass es über ihren Leistungskatalog nicht passt. Nur warum sagten dann Ärztin und KK, "Reha über RV"?

Solange ich jetzt nichts zahlen muss, ist es ja okay. Dann gilt nur zu gucken, wie es weiter geht. Jetzt und falls ich ggf. nochmal irgendwann irgendwo einen Antrag stelle.

P.S.: Und was macht die Fachabteilung mit dem zurückgeschickten Unterlagen? Einheften und das war´s? Spielen die nochmal irgendwann eine Rolle?
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2017, 02:46   #6
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Beiträge: 8,531
Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Ausrufezeichen AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Hallo Jackey,

Zitat:
Es war ansich schon komisch: Die KK meinte, so ein Aufenthalt würde über die RV bezahlt.
Bekommst du noch Krankengeld, dann ist es "logisch", dass die KK eine Reha nicht so gerne selber bezahlen möchte, bei der DRV-Reha bekommst du "Übergangsgeld" während des Aufenthaltes in der Klinik und die Klink wird auch von der DRV bezahlt.

Das machen die aber nur, wenn sie da auch selber was von haben werden und eine "drohende Erwerbsminderung" (eventuelle Pflicht EM-Rente zahlen zu müssen) damit höchstwahrscheinlich noch abgewendet werden könnte.

Zitat:
Die Ärztin meinte auch Reha über RV. Also Antrag gestellt. Dieser wurde abgelehnt. Es hieß, Klinik über KK wäre angebracht, plus Fachärztin und Therapie. Ärztin schrieb in ihren Teil des Widerspruchs, dass Reha. unabwendbar sei und man die RV bittet, die Entscheidung nochmal zu überprüfen.
Die behandelnden Ärzte werden für diese "Sparmöglichkeit" der KK auch gerne "unter Druck" gesetzt den Patienten zu überzeugen wie nötig doch so eine DRV-Reha sei ... NUR sind das keine Krankenhäuser die bei akut nötiger Behandlung zuständig wären und von der KK bezahlt werden müssen.

Ich gehe mal davon aus, dass die Ablehnung aus dem Grunde erfolgt ist, dass du vorrangig eine Krankenbehandlung / Therapien brauchst und eine Reha vorher KEINEN Sinn ergibt ...
DRV-Reha soll eine (möglichst deutliche) Besserung stabilisieren, damit du (möglichst) anschließend wieder Erwerbstätig sein kannst.

Zitat:
RV bietet Gutachtertermin an. Inhalt des Gutachtens: bisher unbekannt. In dem Ablehnungsschreiben jetzt stehen andere Diagnosen drin, als die der Ärztin. Ob das die Diagnosen der Gutachterin sind? Jedenfalls ist jetzt wieder die Rede von Fachärztin und Therapie. Das ist komisch und hat nun rund ein dreiviertel Jahr in Anspruch genommen.
Dann fordere das Gutachten an bei der DRV oder lass es von EINEM Arzt deines Vertrauens für dich anfordern, du hast einen Rechtsanspruch darauf zu erfahren was da drin steht, ob es stark abweichende Diagnosen darin gibt wäre dann ja auch schnell festzustellen.

Eigentlich sollen Gutachter keine (neuen) Diagnosen stellen, sondern bereits vorhandene / gesicherte Diagnosen überprüfen, gerade im psychischen Bereich bekommt man aber gerne noch ein paar "ergänzende" ICD-Codes dazu geschrieben ... die aber (meist) nur Varianten / Stufen des bekannten Krankheitsbildes darstellen.

Gerade eine Verschlechterung wäre ja eher ein Grund die Ablehnung zu bestätigen und zunächst eine zielführende Behandlung / Therapie anzugehen, bei Bedarf auch stationär aber NICHT als Reha-Maßnahme ... sondern als Versuch deinen Zustand überhaupt erst mal "Reha-Fähig" zu machen.

Zitat:
Frag mich, ob so eine Ablehnung sich jetzt negativ auf einen nochmaligen Antrag auswirken könnte oder ob es dann doch über die KK gehen sollte, wenn die RV meint, dass es über ihren Leistungskatalog nicht passt.
Ich denke nicht, dass die Ablehnung damit begründet wurde, notwendige Behandlungs-Maßnahmen gehören allerdings NICHT in den Leistungskatalog der DRV, die sind eindeutig Angelegenheit der KK, auch wenn es ihr nicht passen sollte dafür Geld ausgeben zu müssen.

OHNE die (offenbar aktuell) notwendigen Behandlungen / Therapien im Vorfeld wird auch der nächste Antrag auf DRV-Reha abgelehnt ... Reha ist "polieren, was vorher repariert wurde", um das mal etwas "volkstümlich" auszudrücken ... für die vorrangigen "Reparaturen" ist die KK zuständig.

Zitat:
Nur warum sagten dann Ärztin und KK, "Reha über RV"?
Weil die KK das so wollte um Geld sparen zu können, auch die Ärzte sind nicht ganz unabhängig von den finanziellen Vorgaben der KK, es bringt aber besonders DIR nicht viel, wenn du "ohne Reparatur vorher" (also Akut-Behandlung bis zur Besserung deines Zustandes) in der DRV-Reha nur "poliert werden sollst" ... dafür sind diese Kliniken gar nicht vorgesehen und das Personal dort kann damit auch nicht umgehen.

Zitat:
Solange ich jetzt nichts zahlen muss, ist es ja okay. Dann gilt nur zu gucken, wie es weiter geht. Jetzt und falls ich ggf. nochmal irgendwann irgendwo einen Antrag stelle.
Du hättest dir schon den Widerspruch sparen können, habe ich dir meine ich, auch im entsprechenden Thema von abgeraten ???

Weiter gehen kann es wohl nur wenn du eine notwendige Behandlung/Therapie angehst, notfalls auch in einer Akutklinik, sonst brauchst du keine Anträge auf Reha mehr stellen bei der DRV, das Ergebnis wird dann auch nicht anders sein.

Zitat:
P.S.: Und was macht die Fachabteilung mit dem zurückgeschickten Unterlagen? Einheften und das war´s? Spielen die nochmal irgendwann eine Rolle?
Ja sicher spielen die mal wieder eine Rolle, bei der DRV geht so schnell NICHTS verloren, wenn es dazu dienen kann Anträge zu prüfen und möglichst abzulehnen, wenn sich (auch in alten) eigenen Unterlagen schon was dafür finden lässt ...

Aktuell wird das in deiner Renten-Akte / Versicherungskonto tatsächlich nur "abgeheftet" und bei Bedarf (irgendein neuer Antrag von dir an die DRV) wieder hervorgeholt ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.2017, 23:57   #7
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Jackey
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Danke, Doppeloma.

Zitat:
Bekommst du noch Krankengeld, dann ist es "logisch", dass die KK eine Reha nicht so gerne selber bezahlen möchte, bei der DRV-Reha bekommst du "Übergangsgeld" während des Aufenthaltes in der Klinik und die Klink wird auch von der DRV bezahlt.
Wieso logisch? Ich meine, wenn die KK zuständig ist, dann muss die doch zahlen, auch wenn die das nicht so gerne wollen würden.

Zitat:
Das machen die aber nur, wenn sie da auch selber was von haben werden und eine "drohende Erwerbsminderung" (eventuelle Pflicht EM-Rente zahlen zu müssen) damit höchstwahrscheinlich noch abgewendet werden könnte.
Naja, in dem Fall jetzt gab es ja vorher noch keine direkte andere Behandlung. Es wäre wohl anders gewesen, wenn es schon mehrere stationäre Versuche im Vorfeld und noch häufigere AU-Zeiten gegeben hätte. Vermute ich.

Zitat:
Die behandelnden Ärzte werden für diese "Sparmöglichkeit" der KK auch gerne "unter Druck" gesetzt den Patienten zu überzeugen wie nötig doch so eine DRV-Reha sei
Das glaube ich bei meiner Ärztin eher nicht.

Zitat:
NUR sind das keine Krankenhäuser die bei akut nötiger Behandlung zuständig wären und von der KK bezahlt werden müssen.
Das ist auch noch so ein Ding: Manche meinen, die Kliniken über KK müssten im nahen Umfeld sein. Ich habe aber auch schon von Leuten gelesen, die eine Klinik über KK bekommen haben, die 10 Monate Wartezeit hatten und in einem anderen Bundesland lagen. Wie kann das sein, dass Einige so und andere so erzählen? Wie soll man da noch durchblicken.

Zitat:
Dann fordere das Gutachten an bei der DRV oder lass es von EINEM Arzt deines Vertrauens für dich anfordern, du hast einen Rechtsanspruch darauf zu erfahren was da drin steht, ob es stark abweichende Diagnosen darin gibt wäre dann ja auch schnell festzustellen.
Reicht es, wenn ich da einfach anrufe und um Zusendung des Gutachtens bitte?

Zitat:
notwendige Behandlungs-Maßnahmen gehören allerdings NICHT in den Leistungskatalog der DRV,
Was wäre dann etwas aus dem Leistungskatalog der DRV? Etwas was nicht notwendig ist? Kann ich mir kaum vorstellen.

Zitat:
es bringt aber besonders DIR nicht viel, wenn du "ohne Reparatur vorher" (also Akut-Behandlung bis zur Besserung deines Zustandes)
Naja, ist ja eh jetzt erstmal die Frage, was ich mache. Die Ärztin hat von Klinik dringend notwendig o.Ä. geschrieben, die RV schreibt von ambulant. Zwischen beiden Schreiben liegt etwas mehr als ein halbes Jahr. Eine ambulante Therapie suchen, dauert auch einige Zeit.

Zitat:
sonst brauchst du keine Anträge auf Reha mehr stellen bei der DRV, das Ergebnis wird dann auch nicht anders sein.
Mach ich jetzt auch nicht mehr. Komme mir nur so komisch vor (und frage mich, was die RV denkt), nach diesem Antragsversuch jetzt.

Zitat:
wenn sich (auch in alten) eigenen Unterlagen schon was dafür finden lässt ...
Was könnte das sein, was die durch den Antrag jetzt finden, um einen späteren Antrag nochmal abzulehnen?

Einen guten Abend wünsche ich noch,

Jackey.


Nachtrag: Es gibt doch Mutter-Kind-Kuren. Sind die nicht auch über die RV oder muss die Mutter dann auch erst in ne KK-Klinik, bevor sie mit ihrem Kind über die RV in eine Klinik bzw. Kur gehen kann?
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2017, 09:29   #8
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Du musst unterscheiden zwischen Akut-Behandlung und Reha.

Beispiel: Wenn Du ein nees Hüftgelenk brauchst, findet die Operation inder Akutklinik statt, dafür ist die KK zuständig. Die KKs zahlen da für das nächstgelegenne geignete Krankenhaus, will man in eine weiter entfernte Klinik, kann man das machen, muss aber die dadurch entstehenden Mehrkosten selber tragen.

Jetzt ist es ja so, dass man nach so einr Hüft OP intensive Physioterapie braucht. Da reicht ambulant in der Regel nicht aus und dann kommt die Reha ins Spiel.

Ich weiss jetzt nicht, was Du für eine Erkrankung hast, aber die DRV scheint der Meinung zu sein, dass eine ambulante Therapie bei Dir ausreicht, also zum Beispiel dass Du mehrmals in der Woche zur Physiotherapie oder so gehst.

Das Kriterium ist also nicht, dass man zuvor im Krankenhaus war, sondern dass die Akutbehandlung abgeschlossen ist und ambulante Therapie nicht mehr ausreicht.

Dabei muss man allerdings wissen, dass die KKs und auch die Krankenhäuser heute schon ein Interesse daran haben, die Leute so früh wie möglich loszuwerden und in die Reha zu schicken. Denn jeder Kostenträger will seine Kasse entlasten. So kommt es, dass zum Beispiel Patienten mit noch nicht richtig verheilten Operationswunden gerne in die Reha abgeschoben werden, sogenannte Anschlussheilbehandlung (AHB), denn die Krankenhäuser bekommen ja meist nur einen Festbetrag je Patient. Der ist zum Beispiel auf einen Aufenthalt von 10 Tagen kalkuliert. Können sie den Patienten früher entlassen, macht das Krankenhaus mehr Gewinn. Bleibt der Patient länger, weil zum Beispeil eine Wunde nicht richtig heilt oder Komplikationen auftreten, dann macht das Krankenhaus Verlust.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2017, 08:40   #9
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Jackey
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Danke, Kerstin.

Mittlerweile hatte ich nochmal ein Gespräch mit meiner Ärztin und bin wieder verwirrt. Ich habe ihr von der Absage der RV erzählt und dass die erste Absage der RV für mich so klingt, als sei das, was ich "habe" zuviel für Reha über RV und ich sollte lieber stationär über die KK gehen. Die Absage des Widerspruchs klingt für mich jetzt eher so, als wäre das, was ich "habe" nicht "schlimm" genug, für eine Reha. und ambulant würde ausreichen.
Die Ärztin meinte, wir sollten dann demnächst nochmal einen neuen Reha.-Antrag stellen. Als ich meinte, dass wir denen ja dann "Neues liefern" müssten, im Sinne, dass sich was zum jetzigen Antrag verändert hat, meinte sie, dass manchmal das Ergebnis der RV auch unterschiedlich sei, wenn es um die gleiche Sache geht. Als ich dann nochmal das Thema Klinik über KK ansprach (für später, als eventuelle Hilfsmöglichkeit. Im Moment gehe ich erstmal wieder arbeiten), meinte sie, dass das bei mir nicht ginge, weil die KK in dem Fall nur zuständig wäre, wenn ich arbeitslos sei. Nach ein paar Mal hin- und her meinte sie, dass ansonsten noch Klinik über Einweisung ginge (was ja auch meine Therapeutin meinte), aber da äußerte sie sich nicht weiter zu (was sie vorher auch nicht tat).
Nun bin ich erneut verwirrt. Klar ist, ich gehe jetzt erstmal wieder arbeiten. Nur löst das ja dauerhaft das Problem nicht.
Ich versuche es auch weiter ambulant. Das ist klar.
Nur wäre es mir wohl peinlich, jetzt nochmal einen Antrag bei der RV zu stellen. Frage mich eh, was die jetzt von mir denken, sollte das Quatsch gewesen sein, den Antrag samt Widerspruch zu stellen, weil die vielleicht doch nicht zuständig waren.
Nur, was soll ich machen, wenn meine Ärztin das so sagt?
Selbst die KK hat ja gemeint, dass die RV zuständig wäre, außer wenn es um Einweisung ginge und das würde nur in sehr schweren Fällen gehen.
Meine Therapeutin meinte Klinik über Einweisung, während meine Ärztin und die KK über Klinik über RV sprachen.
Mich macht das bekloppt. Ist doch bescheuert, wenn man einen Antrag stellt, ohne wirklich zu wissen, ob das, was man tut, richtig ist. Nur was macht man, wenn man von wissen sollenden Menschen unterschiedliche Antworten erhält?
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2017, 14:32   #10
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Pinhead Larry Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Ich fahre da immer zweigleisig. Ich stelle einen Reha Antrag und stelle mich gleichzeitig einer Klinik mit der benötigten Fachkenntnis zur Behandlung vor und lasse mich in die Warteliste aufnehmen. Ersteres läuft über Rentenversicherung, das zweite über die Krankenkasse. Wenn die Rentenversicherung ablehnt, kann ich immer noch die Behandlung bei der Fachklink über die Krankenkasse als Akutfall wahrnehmen und habe nicht mehr so lange Wartezeiten. Allerdings geht die Reha Maßnahme vor. Es ist also immer die Entscheidung der RV über den Antrag abzuwarten.
Diesmal hat allerdings die Rentenversicherung gleich im 1. Anlauf einer Reha-Maßnahme zugestimmt (nach Begutachtung). Vor ein paar Jahren hat die Rentenversicherung meinen Kurantrag abgelehnt, weil ich eben gerade NICHT in ambulanter Behandlung sei. Habe Widerspruch eingelegt, wurde dann begutachtet, es blieb aber bei der Absage mit gleicher Begründung. Ich sollte zuerst örtliche ambulante Angebote wahrnehmen.
Ich würde in deinem Fall jetzt mit der Ärztin sprechen, ob sie eine Überweisung für einen stationären Aufenthalt in eine Fachklinik, die auf dein Leiden spezialisiert ist, befürwortet (ggf. in näherer Umgebung). Dann sprichst du da vor und lässt dich auf die Warteliste setzen. Ob du ein schwerer Fall bist, entscheidet dann die Klinik und nicht die Gutachter der KK. Das läuft dann als Akutfall über die Krankenkasse und du mußt keinen neuen Antrag auf Kur/Reha bei der Krankenkasse stellen.
Pinhead Larry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2017, 08:57   #11
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Jackey
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Danke Dir.

Zitat:
. Wenn die Rentenversicherung ablehnt, kann ich immer noch die Behandlung bei der Fachklink über die Krankenkasse als Akutfall wahrnehmen und habe nicht mehr so lange Wartezeiten. Allerdings geht die Reha Maßnahme vor. Es ist also immer die Entscheidung der RV über den Antrag abzuwarten.
D.h. bei der Krankenkasse würde das dann über Einweisung laufen?
...und es ist also richtig, dass man erst einen Reha-Antrag über RV stellen muss und man erst dann über Einweisung KK geht?
Ich hatte hier die Leute erst so verstanden, dass erst die akute Behandlung kommt und dann die Reha. .

Zitat:
Vor ein paar Jahren hat die Rentenversicherung meinen Kurantrag abgelehnt, weil ich eben gerade NICHT in ambulanter Behandlung sei. Habe Widerspruch eingelegt, wurde dann begutachtet, es blieb aber bei der Absage mit gleicher Begründung. Ich sollte zuerst örtliche ambulante Angebote wahrnehmen.
Das wäre ja dann ähnlich, wie bei mir. ...und das hast Du dann gemacht und später dann sofort die Zusage durch die RV bekommen?
Musstest Du irgendwas für den Widerspruch zahlen?

Zitat:
Das läuft dann als Akutfall über die Krankenkasse und du mußt keinen neuen Antrag auf Kur/Reha bei der Krankenkasse stellen.
Das ist gut. Wobei meine Ärztin ja zu dem Thema Klinik über KK kaum etwas sagt. Ich bezweifle auch, dass derzeit ein Widerspruch gegen den Widerspruch bzw. ein erneuter Reha-Antrag Sinn machen wird. Ich denke, ich versuche es erstmal mit Arbeit. Ich muss dann nur noch was für das "Grundproblem" finden, damit ich möglichst lange durchhalte (in verschiedener Hinsicht). Das hat dann eben nicht nur was mit Arbeitsfähigkeit, sondern dem Stichwort Lebensqualität und "Absicherung" zu tun.
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2017, 13:54   #12
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Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
D.h. bei der Krankenkasse würde das dann über Einweisung laufen?
Ja.

Zitat von Jackey Beitrag anzeigen
...und es ist also richtig, dass man erst einen Reha-Antrag über RV stellen muss und man erst dann über Einweisung KK geht?
Das kommt darauf an. Wenn es wirklich akut ist, dann muß man eben ins Krankenhaus und kann nicht auf die bummelige RV waren.

Zitat:
Das wäre ja dann ähnlich, wie bei mir. ...und das hast Du dann gemacht und später dann sofort die Zusage durch die RV bekommen?
Die RV hat abgelehnt, trotz Widerspruch, habe ich doch schon geschrieben. Was ich dann gemacht habe? Bin zu meinem Hausarzt und habe ihm gesagt, das ich JETZT hohen Leidensdruck habe und ich von ihm eine Überweisung Fachklinik XY möchte. Die hat er mir dann ausgestellt.
2 Wochen später wurde ich aufgenommen. Das lief dann wieder über die Krankenkasse. Die KK hat mir übrigens vorher auf Nachfrage dazu mitgeteilt, hauseigene Fachkliniken für meinen Bedarf gäbe es nur für Mitglieder die jenseits der Beitragsbemessungsgrenzen einzahlen. Also Ärzte, Architekten usw.
Ich kann aber trotzdem Krankenhäuser in Anspruch nehmen, die NICHT von MEINER Krankenkasse geführt werden. Das hat mir die Krankenkasse allerdings nicht gesagt.

Zitat:
Musstest Du irgendwas für den Widerspruch zahlen?
Nein. Es geht normalerweise um Kosten, die man selber hat und die ggf. dann nicht erstattungsfähig sind. Dem bisschen Porto und dem Umschlag für den Widerspruch weine ich nicht nach.
Ansonsten ist das sozialrechtliche Verwaltungsverfahren m. W. üblicherweise kostenfrei, gerade für hilfebedürftige Personen.


Zitat:
Wobei meine Ärztin ja zu dem Thema Klinik über KK kaum etwas sagt.
Die Ärzte helfen einem i. d. R. auch nicht, eine geeignete Klinik zu finden. Die Krankenkassen wollten mir auch nicht helfen ("da ist doch schon die RV dran, warten Sie erstmal ab"). Da muß man also selber tätig werden. Für Fachärzte bekomme ich vom Hausarzt bestenfalls eine Liste, die ich dann selber abtelefonieren darf.
Mein jetzt neuer Hausarzt hat den Weg über die Krankenkasse auch erst unterstützt, nachdem er es für sehr wahrscheinlich hielt, das die Rentenversicherung unseren Reha-Antrag ablehnen wird und ich zwischenzeitlich ein paar Wochen akut krank wurde und arbeitsunfähig war.

Mir ist letztlich egal, welcher Träger die Rehabilitation durchführt. Hauptsache es wird gemacht. Bei der Rentenversicherung habe ich den Eindruck, das die wirklich erst dann helfen, wenn man den Kopf schon unter dem Arm trägt.
Pinhead Larry ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2017, 22:27   #13
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Jackey
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Danke schön.

Ich warte jetzt erstmal ab. Ich hab eben die RV angerufen, um eine Kopie des Gutachtens zu bekommen. Die haben gesagt, dass ich das schriftlich machen muss und ich die Adresse meiner Ärztin angeben muss, da sie das dann zugeschickt bekommt und sie es dann mit mir besprechen kann.

Ansonsten gehe ich jetzt erstmal arbeiten. Brauche dann halt "nur" eine Lösung für das Grundproblem.

...Ist schon krass, wie verwirrend das Alles sein kann und wie unterschiedliche Informationen man bekommt. Wenn es einem richtig schlecht geht, wie kommt man dann mit so etwas klar?
Jackey ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2017, 19:17   #14
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Pinhead Larry Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Kostet Widerspruch (Reha) Geld?

Den Formularkram finde ich absolut abartig. Ich habe eine Hochschulbefähigung, aber ich kann kaum erraten, was die in ihren normierten Fragebögen alles wissen wollen. Bei den medizinischen Fragen (Krankheiten, Wie lange, Was?) z. B.:
Der Hausarzt hat mir die Fragebögen leer wieder in die Hand gedrückt. Antwort sinngemäß:"Dafür bekomme ich kein Geld."
Ich habe mittlerweile 2x die Anamesefragebögen ausgefüllt. Einmal für die Krankenkasse, einmal für die Rentenversicherung. Jetzt soll ich für die Klinik alles noch mal ausfüllen ("Bitte verweisen Sie nicht auf die Briefe an die RV, schreiben sie es mit eigenen Worten."). Also alles nochmal in Prosa. Da fällt einem doch das Essen aus dem Gesicht.
Alleine dafür könnte man Leute schon die Klappsmühle schicken. Vielleicht kennt ja jemand den Asterix-Film mit der Szene:"Passagierschein A38".
Pinhead Larry ist offline   Mit Zitat antworten
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