Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Zwangsbehandlung

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


Danke Danke:  77
Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 23.10.2011, 11:57   #51
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von en Jordi Beitrag anzeigen
So schnell wird man nicht eingewiesen.

Nein, so schnell geht das nicht!

Du kannst nicht mal jemanden in die Geschlossene bringen, der vorm med. Dienst zugegeben hat, daß er so fertig ist, daß er suizid begehen will...

Da muss man schon ordentlich durchdrehen und andere Menschen tätlich angreifen und das nachweislich.

So ist es... da reicht nicht daß jemand der Polizei als psychisch krank bekannt ist und er Nachbarskinder mit dem Beil bedroht...


Eigengefährdung meint akute Suizidgefahr, sonst nichts.

Richtig


Ich habe das alles durch mit einem psychotischen Bekannten, der die Behandlung verweigert hat. Nachdem er wieder klar im Kopf war, kam er sofort auf eine offenen Abteilung, mit seinem Einverständnis versteht sich.
Und da kann er gehen, wann er will. Man kann ihn nicht halten, wenn er sagt, es geht ihm besser... da werden nicht mal Angehörige benachrichtigt!

Zitat:
Ich möchte das gern glauben, ich kann es nicht. Gibt genügend Fälle, wo dem nicht so ist. Einmal in dieser Maschinerie drin ist es sehr schwer da wieder raus zu kommen.
Ja, ich habe auch schon gelesen, daß Leute widerrechtlich eingewiesen wurden - aber das ist nicht die Regel...

und: Man kann vorsorgen...
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 12:06   #52
en Jordi
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von JesseJames49 Beitrag anzeigen
Die SB hat das nicht zu fordern. Da fängt es im Kleinen an. Es kann in viele Richtungen führen. Eben auch in die Falsche.
Meine Rede! Da hat der/die/das SB allerdings auch keinerlei rechtliche Handhabe zu.
  Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 12:23   #53
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

gut - ich misch mich doch noch mal ein.

Kiwi - was Du schreibst ist das, was auf Papier geschrieben steht.
So sollte es sein.

Die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Wirst Du eingewiesen mit Hintergrund PsychKG sollte (je nach Bundesgesetz) ein Richter Dich innerhalb der nächsten ein bis drei Tage sprechen. Bedeutet erst einmal bis zu drei Tage Geschlossene mit Medis die Dich abschießen.
Muckst Du auf (Mehrarbeit) und sagst noch "ich gehöre hier nicht her" hast Du ein Problem das sich Fixierung nennt.

Auch hier eigentlich nur auf Anweisung in streng vorgeschriebenen Fällen. Eine Freundin wurde durchgehend 6 Tage fixiert. WC gab es für sie nicht. Sie hat viele Jahre später noch immer die Folgen davon und es gab nie eine PsychKG. Es kann mir auch Niemand erzählen das eine Fixierung über die lange Zeit gerechtfertigt war.

Die Richter reden eher selten mit dem Patienten. Der Arzt der Klinik gibt sein Statement ab und darauf hin wird die Verwahrung angeordnet. Bedeutet sechs Wochen Knast und der Willkür hilflos ausgeliefert.

Es gibt bestimmt Menschen die diese "Hilfe" und den sicheren Rahmen benötigen. Es gibt aber auch die Menschen, die diese Aufbewahrung nicht benötigen und schon gar nicht die Behandlung.

Das klingt vielleicht nach Mittelalter, aber so ungewöhnlich ist dieses Konzept Heute gar nicht.
Es gibt immer mehr Psychatrien die tatsächlich Umdenken und wo tatsächlich geholfen wird. Oftmals sind die klassischen Psychatrien aber immer noch Verwahrorte hinter dicken Mauern.

Ich will keine Angst vor Psychatrien machen, aber wer psych. Problem hat sollte Vorsorge treffen. Wer in Behandlung ist kann diese Vorsorge mit Arzt und Therapeut absprechen. Solange die einen Absprachefähig halten ist kaum was zu befürchten.

Eines bitte nicht vergessen - wer psych. krank ist verliert automatisch seine Glaubwürdigkeit. Das ist zwar Schwachsinn, aber weit verbreitet. Damit ist eine einfache Behauptung durch einen Arzt, einen Polizisten oder auch der Eltern, des Partners oder der eigenen Kinder mehr wert.
Wenn Arzt und Familie sich einig sind ist die PsychKG sehr schnell fertig. Man sollte sich sehr genau mit diesen Vorschriften auseinander setzen. Gerade wenn man gewisse Gedanken hat oder in der Gesellschaft öffentlich aus der Reihe tanzt.

Es reicht sehr wohl irgendwem zu erzählen man würde sich umbringen um eine PsychKG zu erhalten. Die Aussage ist schlicht weg falsch. Wer die Nachbarskinder mit einem Beil bedroht ist ebenfalls weg. Du kannst es gerne ausprobieren und dann aus eigener Erfahrung berichten.

Oft kommt es auf die Diagnose an wie schnell man auf die offene Station verlegt wird. Wer eine diganostizierte Psychose hat und angibt wieder ok zu sein, wird meist sofort verlegt. Das sind reine Erfahrungswerte der Ärzte.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 12:29   #54
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Und da kann er gehen, wann er will. Man kann ihn nicht halten, wenn er sagt, es geht ihm besser... da werden nicht mal Angehörige benachrichtigt!

Falsch - er kann nur gehen wenn ihm geglaubt wird. Das hängt von der Diagnose und der Zusammenarbeit ab.

Ja, ich habe auch schon gelesen, daß Leute widerrechtlich eingewiesen wurden - aber das ist nicht die Regel...

Es ist genau anders rum. Manche Psychatrien sind für ihre Vorsintflutartige Behandlung verschrien. Oft genug sind es Stadtpsychatrien. Die dicken Mauern gibt es nicht ohne Grund.

und: Man kann vorsorgen...
Dann erzähl mal - wie kann man denn vorsorgen?
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 12:29   #55
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
Die Wahrheit sieht ganz anders aus.
Noch nicht mitbekommen, daß ich in diesem Bereich auch so meine Erfahrungen habe - und nicht Geschriebenes wiedergebe?
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 13:15   #56
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von Kiwi Beitrag anzeigen
Noch nicht mitbekommen, daß ich in diesem Bereich auch so meine Erfahrungen habe - und nicht Geschriebenes wiedergebe?
dann hast Du halt Glück gehabt - wie ich auch. Viele die ich kennen gelernt habe hatten dieses Glück nicht.

Du kannst aber nicht von Deinen Erfahrungen so allgemeine Aussagen treffen.
Ein PsychKG ist verhältnismäßig leicht durchzusetzen. Dazu bedarf es lediglich eines Arztes und einer nahestehenden Person. Sind die sich einig ist der Beschluß sicher.
Wer unter 18 ist kann von den Eltern eingewiesen werden.

Die Gesetze sind zwar da, aber werden ebensowenig beachtet wie das SGB.

Es gibt sehr gute Psychatrien, aber die Mehrzahl hat noch immer die Verwahrung als Auftrag - nicht die Behandlung.

es gibt eine gute Dokumentation, die sehr gut wieder gibt was real ist. Zu finden bei youtube. Einfach nach Einweisung wider Willen - die Psychiatrie als Endstation? suchen.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 19:39   #57
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

"Hallo zusammen.Ich habe eine Untersuchung beim Amtsarzt hinter mir ,der mir eine psychische Erkrankung attestierte.Nun war ich bei meinem Sachbearbeiter und der fragte mich ob ich den in psychologischer Behandlung wäre.Da dies nicht der Fall ist verneinte ich.Daraufhin wurde mir gesagt ich müsse nun zu einem Psychologen meiner Wahl sonst würde mir das Geld gekürzt.(Oder spielen sie die Krankheit nur vor um Ruhe vor uns zu haben)O-Ton SB.Meine Frage ist nun ob dies überhaupt erlaubt ist?Es geht hier schließlich um meine Gesundheit und die Art und Weise wie ich mit der Krankheit und dem Genesungsprozess umgehe sollte doch wohl mir überlassen sein"
Schick das Schreiben doch mal zu deiner zuständigen Psychotherapeutenkammer. Ich denke nicht, dass die Kammer sich gern als Vollstrecker des Arbeitsamt sieht. Wichtig ist, das Schreiben mit dem Wort "EILT"und "Dienstweg" zu versehen. Dann geht es schneller.
Ich selbst habe wieder eine nicht beantwortete Mail eines Psychotherapeuten an das Amt geschickt, dass mir die Rente kürzen will.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 21:56   #58
gast_
Elo-User/in
 
Registriert seit: 12.10.2008
Beiträge: 22.613
gast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/ingast_ Investor/in
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
Dann erzähl mal - wie kann man denn vorsorgen?
Patientenverfügung heißt das Stichwort...

PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung
gast_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 22:14   #59
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Kiwi, das bringt herzlich wenig wenn Du (wie sehr viele Betroffene) eher in Einsamkeit lebst.
Für solch eine Vorsorge benötigst Du eine 100% sichere Person und selbst dann muss diese Person erst einmal informiert werden. Bis dahin bist Du schon längst hinter verschlossenen Türen und abgeschossen mit Medis.
Bedeutet - diese Person muss aus dem nahen tgl. Leben stammen (Partner, Mann, Frau, Eltern).

Wenn Du dann die Voraussetzungen für einen Beschluß nach Ansicht eines Arztes oder Richter erfüllst, schützt Dich auch so eine Vorsorge nicht. Wirst Du als eigen- und/oder fremdgefährdend eingestuft schließen sich die Türen für zunächst 6 Wochen. Da kannst Du noch so sehr mit Deiner Verfügung wedeln.

Die Verantwortung wird Niemand (schon gar nicht ein Mensch dem Du wichtig bist) übernehmen, wenn ein Facharzt der Person in der Verfügung klar macht, das Du Dich umbringen wirst.

Solche Verfügungen kannst Du verfassen - und dafür finde ich sie sehr gut - wenn keine lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden sollen oder Du keine Blutspende erhalten willst usw. Auch für Entscheidungen im Falle einer PsychKG sind sinnvoll.
Vor einer PsychKG Verwahrung allerdings schützt diese Verfügung nicht.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 22:26   #60
JesseJames49
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von JesseJames49
 
Registriert seit: 09.03.2011
Ort: NRW
Beiträge: 1.220
JesseJames49 JesseJames49 JesseJames49 JesseJames49
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
Wirst Du als eigen- und/oder fremdgefährdend eingestuft schließen sich die Türen für zunächst 6 Wochen. Da kannst Du noch so sehr mit Deiner Verfügung wedeln.

...

Vor einer PsychKG Verwahrung allerdings schützt diese Verfügung nicht.
Das ist ja das Schlimme.
Wenn es nur 6 Wochen "Zeitabsitzen" wären. Das ist es aber nicht. Wenn du Pech hast bist du nach den 6 Wochen seelisch tod und dann erst Recht ein Fall für die Psychiatrie.
JesseJames49 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2011, 22:33   #61
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von JesseJames49 Beitrag anzeigen
Das ist ja das Schlimme.
Wenn es nur 6 Wochen "Zeitabsitzen" wären. Das ist es aber nicht. Wenn du Pech hast bist du nach den 6 Wochen seelisch tod und dann erst Recht ein Fall für die Psychiatrie.
jep - wie wahr...
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 20:20   #62
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Nordlicht, was ist zur Absicherung gegen die Zwangseinweisung zu tun?
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 20:41   #63
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Nordlicht, was ist zur Absicherung gegen die Zwangseinweisung zu tun?

Klappe halten und versuchen überlegt zu handeln
wer wirklich eigen- und/oder fremdgefährdend ist und der Arzt/Thera oder auch Familie/Freund das meldet und dadurch das PsychKG in Gang gesetzt wird - der wird schlechte Karten haben.

Sinnvoller ist es offen mit dem Therapeuten und Arzt zu sprechen, um dann gemeinsam rechtzeitig die Notbremse ziehen zu können.

Es gibt immer Erkrankungen, wo ein Vorher-rundum-Schutz nicht gegeben ist. Manchmal ist eine Unterbringung sinnvoll.

Was ich als einzig richtigen Schutz empfinde:
in guten Zeiten die zuständige Klinik um ein Gespräch bitten und sich dort umschauen. Manchmal lässt sich im Vorfeld die Zuweisung ändern, wenn z.B. Aufgrund eines Traumata die Unterbringung in einer akutpsychosomatischen Klinik eher gegeben ist.

In solchen Fällen ist es sinnvoll dem Arzt oder Therapeuten kontaktieren zu lassen und denen die Vollmacht zu geben. Ein behandlender Arzt wird eher etwas einen Beschluss verhindern können, als der Lebenspartner oder ein Elternteil oder gar einE FreundIN.

So etwas lässt sich nur vor einer Akutphase klären.
Leider werden die Folgen einer kompl. PTBS immer noch nicht ausreichend berücksichtigt.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 20:43   #64
JesseJames49
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von JesseJames49
 
Registriert seit: 09.03.2011
Ort: NRW
Beiträge: 1.220
JesseJames49 JesseJames49 JesseJames49 JesseJames49
Standard AW: Zwangsbehandlung

Ich bin zwar nicht nordlicht, antworte dir trotzdem mal.

Im Prinzip schützt dich vor einer Zwangseinweisung nichts. Hast du das Glück und kannst mit dem Richter sprechen und ihn von deiner "Ungefährlichkeit" überzeugen dürfte die Einweisung gegessen sein.

Die Vorsorgevollmacht kann dich vor "Fehlbehandlung" schützen. Leider wird sie manchmal auch ignoriert.
Am besten so unauffällig wie möglich verhalten, solltest du zwangsuntergebracht werden und zu langsam beim Wegrennen sein.

Ich kenne einen Fall, wo mit dem Betroffenen ein Gespräch auf Station war. Da er sich unauffällig verhielt durfte er anstandslos wieder gehen.

________________

zu langsam...
JesseJames49 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 20:55   #65
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Nordlicht , ich habe keinen Therapeuten.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 21:02   #66
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Nordlicht , ich habe keinen Therapeuten.
evt. einen Hausarzt?

Du mit Deiner Therapeutensuche *kopfschüttel*

Unbegreiflich eigentlich, aber da die psych. Erkrankungen stetig zunehmen werden sich Theras eher mit "leichten" Fällen begnügen. Leichter verdientes Geld, keine Arbeitsunfähigkeitsgefahr und keine schlaflosen Nächte mehr. Ganz zu Schweigen von der Ersparnis ständiger Supervisionen.

Hast Du schon mal über einen Umzug nachgedacht, um eine Therapie machen zu können?
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2011, 21:11   #67
monika2011
Elo-User/in
 
Benutzerbild von monika2011
 
Registriert seit: 19.07.2011
Ort: RHEIN-SIEG
Beiträge: 52
monika2011 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von hank Beitrag anzeigen
Das denke ich mir auch,gerade diese aus den Fugen geratene Welt ist es ja die mich krank gemacht hat.Das unterteilen der Menschen in Obrigkeiten und Untertanen.Man ist dem Willen einiger weniger ausgeliefert und muß immer schön kuschen.Man sieht ja momentan wo uns das alles hinführt (Wirtschaftskrise,Lobbyismus,Umweltzerstörung,Chemienahrung usw.)Ich halte mich auch nicht wirklich für therapierbar da ich meine Erkrankung an den oben genannten Beispielen festmache und etwas blablabla wohl kaum etwas an der Situation ändern wird ,da ich mir den Problemen tief im inneren Bewusst bin.Medikamente lehne ich auch ab da ich generell gegen Unnatürliche Stoffe bin ob Nahrung oder Medizin.
Ich habe mich freiwillig zu einem Psychotherapeuten in Behandlung gegeben.
Jede Woche 1 Std in einer Gruppensitzung (ist gar nicht schlimm).
Auf jeden Fall geht s mir viel viel besser wie vorher,der ganze druck von dem Jobcenter hört erst einmal auf.Jeden Tag gehe ich jetzt an meinem Briefkasten auch Samstags ohne Angst zu haben was könnten da wieder für Briefe von der Arge drin liegen.
Ich kann das eigentlich nur Empfehlen,egal was andere denken
Wünsche dir noch viel Glück mit deiner Endscheidung
__

Nie ohne Beistand ansonsten
monika2011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.10.2011, 17:15   #68
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Ich habe mit der Ärztekammer telefoniert und die hat mir gesagt, das Psychotherapeuten schwierige Fälle gern ab wimmeln. Die Frau am Apparat war sehr nett und ich habe lange mit ihr gesprochen.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2011, 13:03   #69
Dirigent->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 17.07.2010
Beiträge: 80
Dirigent
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Wichtig ist, das Schreiben mit dem Wort "EILT"und "Dienstweg" zu versehen. Dann geht es schneller.
Was soll da schneller gehen?
Dirigent ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2011, 17:44   #70
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Die Bearbeitung deiner Angelegenheit.
Ich hatte so einen Stinkstiefel auf der Bezirksregierung. Der hat alle Widersprüche in der vorgeschriebenen Zeit von 3 Monaten bearbeitet und keineswegs früher. "Eilt" auf dem Brief hat die Angelegenheit deutlich beschleunigt.
Dienstweg hat den Effekt, dass sich Behörden viel korrekter verhalten. Nach Ansicht meines alten Personalers gäbe es ganze Bücher über den Dienstweg. Ich habe dieses mal beim Petitionsausschuss angewendet. Daraufhin haben die mir doch wirklich auf einem Zettel den Weg einer Petition ausführlich dargestellt.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2011, 17:54   #71
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Hallo Nordlicht!
Heute habe ich von PID eine Nachricht für die Tonne erhalten:
eine Psychotherapie wird immer dann von der Kasse übernommen, wenn eine Störung von Krankheitswert vorliegt, die durch eine Psychotherapie behandelt werden kann. Über ICD-Codes und Diagnosen sollten Sie sich allerdings keine Gedanken machen- dies besprechen Sie alles gemeinsam mit dem Psychotherapeuten im Vorgespräch. Ich kann Ihnen diesbezüglich keine Auskunft geben, da ich aus der Ferne keine Diagnose stellen oder bestätigen kann.
Für das Gelingen einer Psychotherapie ist es ganz entscheidend, dass Sie sich in der therapeutischen Situation wohl fühlen, dass die Chemie zum Therapeuten stimmt. Dann werden auch Misstrauen und Zweifel einen Raum haben und im Rahmen der Behandlung besprochen.
Unten finden Sie nochmals Adressen von Psychotherapeuten in Ihrer Nähe, bei denen Sie Vorgespräche vereinbaren können.
Bitte beachten Sie, dass wir keine Informationen über freie Plätze haben.

Viel Glück und Erfolg bei der Suche und der Therapie.

Mit freundlichen Grüßen "

Dieser Spruch erinnert mich an die Bauernregel : Schreit der Hahn auf den Mist...
Ich muss doch letztendlich den Therapeuten davon überzeugen, dass er mich behandelt. Dann wollen die Therapeuten noch die alten Befunde sehen und schmettern einen trotzdem ab. Das ist demütigend.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2011, 10:01   #72
nordlicht22->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 08.06.2010
Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Hallo Nordlicht!
Heute habe ich von PID eine Nachricht für die Tonne erhalten:
eine Psychotherapie wird immer dann von der Kasse übernommen, wenn eine Störung von Krankheitswert vorliegt, die durch eine Psychotherapie behandelt werden kann. Über ICD-Codes und Diagnosen sollten Sie sich allerdings keine Gedanken machen- dies besprechen Sie alles gemeinsam mit dem Psychotherapeuten im Vorgespräch. Ich kann Ihnen diesbezüglich keine Auskunft geben, da ich aus der Ferne keine Diagnose stellen oder bestätigen kann.
Für das Gelingen einer Psychotherapie ist es ganz entscheidend, dass Sie sich in der therapeutischen Situation wohl fühlen, dass die Chemie zum Therapeuten stimmt. Dann werden auch Misstrauen und Zweifel einen Raum haben und im Rahmen der Behandlung besprochen.
Unten finden Sie nochmals Adressen von Psychotherapeuten in Ihrer Nähe, bei denen Sie Vorgespräche vereinbaren können.
Bitte beachten Sie, dass wir keine Informationen über freie Plätze haben.

Viel Glück und Erfolg bei der Suche und der Therapie.

Mit freundlichen Grüßen "

Dieser Spruch erinnert mich an die Bauernregel : Schreit der Hahn auf den Mist...
Ich muss doch letztendlich den Therapeuten davon überzeugen, dass er mich behandelt. Dann wollen die Therapeuten noch die alten Befunde sehen und schmettern einen trotzdem ab. Das ist demütigend.
klingt nicht gut.

Eine Bekannte hat in ihren Frust (3 Jahre Therasuche) so etwas wie eine Bewerbung geschrieben und an alle Therapeuten geschickt.
Sie bekam sogar einige Antworten und eine Thera hat sie dann doch auf die Liste gesetzt. Sie ist jetzt in Therapie und hatte nach der Bewerbungsaktion "nur" knapp 8 Monate gewartet.

Das wäre also auch noch ein Weg. Schon traurig das man als Patient den Therapeuten überzeugen muss.

Hast Du mal eine akute stationäre Therapie in Betracht gezogen?

PS: wg. Hund habe ich jetzt einen Anwalt eingeschaltet.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2011, 15:01   #73
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.129
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

Hallo Nordlicht, das habe ich schon in Betracht gezogen aber gleich wieder verworfen. In einer Klinik herrscht noch mehr als in einer Ambulanz Massenabfertigung. Die Ärzte beschließen im Kollektiv eine für sie wunderbare Maßnahme, die sich wohl ersonnen haben und du sagst, nö. Das gefällt mir nicht. Und mit dieser Aussage wird die Klinik auch nicht froh. Die Klinik behandelt viele Patienten und wenn die Mitpatienten erst einmal merken, dass man die Medikation ablehnen kann, hat die Klinik gewaltigen Trubble.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2011, 00:44   #74
Wüstenwind->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 21.10.2011
Beiträge: 45
Wüstenwind
Standard AW: Zwangsbehandlung

Noch einmal zum Eingangsthema:
Ich habe hier zumindest einen Präzedenzfall: Eine Sanktion aufgrund der Verweigerung einer von einer SB rechtswidrig angeordneten ärztlichen Behandlung ist absolut gesetzwidrig.

Gegen einen solchen Verwaltungsakt sollte unbedingt Widerspruch eingelegt werden, unabhängig davon, ob hier nun eine entspannte Gesprächstherapie möglicherweise nützlich wäre oder nicht.
Wahrscheinlich dürfte es aber ausreichen, der Sachbearbeiterin das unten zitierte Urteil des Sozialgerichtes Braunschweig vorzulegen, in dem es um einen ähnlichen Sachverhalt geht (Sanktion weil nicht in psychiatrische Behandlung begeben – rechtswidrig)

Zusätzlich solltest Du umgehend das Gutachten des ärztlichen Dienstes (Teil A und B) anfordern.

Entscheidung des Sozialgerichts Braunschweig vom 11.09.06,S 21 AS 962/06 ER.
Gericht der Entscheidung
Dort heißt es:
„Das SGB II sieht keinen sanktionsbewehrten Zwang vor, sich in psychiatrische Behandlung zur Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit zu begeben.“

Und:
„Vorliegend handelt es sich bei der Pflicht, den Psychiater bis zu einem bestimmten Termin aufzusuchen, um eine unzulässige Gegenleistung. Die streitgegenständliche Eingliederungsvereinbarung stellt einen erheblichen und unverhältnismäßigen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht und in die Integrität des Antragstellers aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG (allgemeines Persönlichkeitsrecht) dar.“

Zum Nachlesen:
Tacheles EV - Entscheidungsdatenbank

Jeder Psychologe würde beim Anblick dieses Verwaltungsaktes wirklich sauer werden. Du sollst dort ja nicht hingehen, um „gesund zu werden“, sondern um „wieder eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit zu erlangen“. Deine Gesundheit spielt für die SB nämlich keine Rolle.

Die Gefahr einer drohenden Zwangseinweisung in stationäre Therapie, die hier diskutiert wurde, droht da ja nun nicht. Eine Eigen - oder Fremdgefährdung hat der ärztliche Dienst des Arbeitsamtes nun nicht gerade festgestellt, sondern im Gegenteil, eine Erwerbsfähigkeit bis zu sechs Stunden liegt vor. –

Offenbar hat dieser Amtsarzt allerdings in seiner Leistungsbeurteilung für die SB eine Therapie befürwortet. Man kann sich Fragen, ob nicht hier bereits gegen die ärztliche Schweigepflicht verstoßen wurde, indem der SB eine Diagnose mitgeteilt wurde.
Es wäre die Aufgabe des Arztes gewesen, das Thema während der Konsultation direkt anzusprechen, nicht aber sich darüber detailliert der SB gegenüber auszulassen.

Auch wenn der Amtsarzt eine Therapie empfohlen hat: Sachbearbeiter in Jobcentern sind absolut nicht autorisiert, medizinische Behandlungen anzuordnen, ja nicht einmal sie zu empfehlen. Wie hier bereits erwähnt wurde, schon die Frage, ob ein Kunde sich in einer bestimmten Form von Therapie befindet, ist unzulässig, denn das berührt die Persönlichkeitsrechte des Kunden.

Somit ist eine Eingliederungsvereinbarung, in der zu irgendeiner Form von medizinischer Therapie verpflichtet wird, rechtswidrig. Das Gleiche gilt für Verwaltungsakte mit solchem Inhalt. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um einen Zahnarztbesuch, eine Brustvergrößerung, eine Bandscheibenoperation oder um eine psychologische Therapie handelt.



Hätten SBs medizinische Autorität so könnten sie auch gleich selbst eine Überweisung zum Psychologen ausstellen (und man würde die Praxisgebühr sparen).

Somit ist selbstverständlich auch die Forderung eines Beleges für erfolgte ärztliche Behandlung nicht rechtmäßig. Die einzigen ärztlichen Dokumente, die SBs im Jobcenter verlangen dürfen, sind Atteste bei Arbeitsunfähigkeit oder Bescheinigungen über die Dauer von erfolgten Klinikaufenthalte (natürlich keine Arztbriefe). Beides enthält keinerlei Diagnosen.



Einen Nachweis über die Aufnahme einer medizinischen Behandlung zu verlangen, als Beweis dafür, dass nicht simuliert wird, ist besonders unverschämt.

Davon abgesehen, hat die SB absolut keine Ahnung. Ein Neurologe ist bei organischen Erkrankungen zuständig. Auf Termine beim Psychologen kann man locker mehrere Monate warten, in ländlichen Gebieten auch mal ein Jahr. Innerhalb eines Monats, bis zum 15.11. wäre auch für Privatpatienten kein Termin zu bekommen.

Wenn Du keine Lust auf einen Widerspruch hast, könntest Du der SB auch genauso gut mitteilen, dass bei keinem der von Dir kontaktierten Psychologen innerhalb der kommenden sechs Monate ein Therapieplatz frei wird. Es dürfte der Wahrheit entsprechen. Sollte sie die Namen dieser Ärzte wissen wollen – man dürfte ihr dort sowieso keine Auskunft geben, ob Du dort warst oder nicht – ärztliche Schweigepflicht.
Wüstenwind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2011, 03:11   #75
Hartzeola
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 10.08.2011
Beiträge: 10.037
Hartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola EnagagiertHartzeola Enagagiert
Standard AW: Zwangsbehandlung

So einfach ist das Ganze auch nicht.

Zitat:
Sozialgesetzbuch Erstes Buch
Allgemeiner Teil


In der Fassung des Gesetzes zur Intensivierung der Bekämpfung der Schwarzarbeit und damit zusammenhängender Steuerhinterziehung vom 23. Juli 2004 (BGBl. I S. 1842)
§ 63
Heilbehandlung


Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers einer Heilbehandlung unterziehen, wenn zu erwarten ist, daß sie eine Besserung seines Gesundheitszustands herbeiführen oder eine Verschlechterung verhindern wird.
Hartzeola ist offline   Mit Zitat antworten

Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2017 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland