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Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 08.06.2014, 10:57   #51
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von franzi Beitrag anzeigen
Mein SB hat versucht mich dazu zu zwingen, bei Bewerbungen auf Tätigkeiten, wo man körperlich belastbar sein muss, meine Behinderung zu verschweigen.
Das musst und solltest du nicht machen!
Zitat von Berlit in Münder, LPK-SGBII, 4. Aufl., § 31, Rz 37
Mit einer Bewerbung muss der HE aber sein Interesse an der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses zum Ausdruck bringen und gerade auch bei der Formulierung eines Bewerbungsschreibens alles unterlassen, was dieser Intention nach Maßgabe eines objektiven Empfängerhorizonts erkennbar entgegenläuft (BSG 5.9.2004 B 7 a AL 14/05 R - NZS 2007, 268). Die zum SGB III entwickelten Anforderungen an ein Bewerbungsschreiben (s.a. BSG 9.12.2003 - B 7 AL 4331/03)sind übertragbar, ihre gravierende Nichtbeachtung steht der Nichtbewerbung gleich (LSG BE-BB 13.12.2006 - L 18 AS 1191/06).[/I]
Die Urteile im Web suchen. Dort werden die Anforderungen (Marktüblichkeit) nachlesbar sein. Und noch was feines für alles VV-geplagten. Zitat aus selber Quelle Zitat:
Der HE muss sich nicht vorteilhafter darstellen, als er tatsächlich ist (s.a. LSG HH 7.2.2002 - L 5 AL 53/00 - info also 2003, 149[Bewerbungsschreiben mit unangemessenen Inhalt]); er darf von sich aus auf gesundheitliche Einschränkungen seines Leistungsvermögens, familiäre Betreuungspflichten oder ein gewerkschaftliches Engagement hinweisen, sein Lebensalter und die Dauer der Arbeitslosigkeit bezeichnen (BSG 9.12.2003 - B 7 AL 106/02 R - SozR 4-4100 § 119 Nr.§), soweit er nicht seine angebliche Nichteignung für die angebotene Arbeit unmissverständlich im Bewerbungsschreiben zum Ausdruck bringt.
==> http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-...ml#post1103472
Natürlich hat das arge Gesindel ein Interesse, wenn es solche Aussagen absondert. Man will dich unter allen Umständen vermittelt bekommen. Wenn die Behinderung aber tatsächlich eine Beeinträchtigung darstellt bzw. sie chronisch ist, dann wird das irgendwann auffliegen und Probleme bereiten. Evtl. sogar Kündigung, denn eine Behinderung kann man nur verschweigen (weglügen), wenn sie wirklich keinen Einfluss auf die Tätigkeit hat.
Zitat:
Er meinte, wenn ich die Tätigkeit dann gesundheitlich nicht ausüben kann, dann soll ich mich halt krankschreiben lassen ...
Hattest du einen beistand dabei, als ihm/ihr das aus dem Gesicht gefallen ist? Vielleicht mal Rücksprache mit Nürnberg halten. Was die von solchen unqualifizierten Aussagen bildungsferner Subjekte in Ihren Reihen halten?!
__

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Alt 08.06.2014, 11:12   #52
Mariann->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 02.12.2011
Ort: Schlenkerla
Beiträge: 76
Mariann
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

<Caso Das war doch schon geklärt.
Wenn man feststellt (das kann schon am nächsten Tag sein), daß man die verlangten Arbeiten nicht machen kann und zwar wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen, dann kann man sich krankschreiben lassen.
Genauso hat der SB es vorgeschlagen.>

Eine Krankschreibung ist meines Erachtens nicht zielführend.
Ein Einarmiger oder Blinder ist nicht unbedingt krank sondern eben behindert. Das ist ein gravierender Unterschied, deshalb könnte der Arzt auch sagen: Sie sind gesund!
Ich kenne genug Behinderte die sich keineswegs krank fühlen oder es sind.
Ein Behinderter hat aber nun mal einen Anspruch auf einen behindertengerechten Arbeitsplatz sowie weitere Nachteilsausgleiche. Dazu muss er sich natürlich auch outen und das am besten bei der Vorstellung.
Selbst wenn die Behinderung für die aktuell angebotene Tätigkeit belanglos wäre, kann sich durch betriebliche Erfordernisse (Umstrukturierung etc) das Aufgabenfeld schnell ändern und die Behinderung nun voll durchschlagen.
Zurecht würde sich nun ein AG getäuscht fühlen wenn aus seiner Sicht der Behinderte über Nacht seine Behinderung entdeckt und anvisierte Tätigkeit nicht ausüben kann.
Weder dem AG, noch dem SB und am wenigsten wäre dem Behinderten durch eine krankschreibung geholfen. Die würde sehr wahrscheinlich zur Kündigung führen und der Betroffene steht wieder vor seinem SB.
Anrecht auf behindertengerechten Arbeitsplatz? Schadensersatz?

Gruß
Mariann
Mariann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2014, 11:36   #53
ZynHH
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Beiträge: 13.769
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Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Lieber Caso, nimm dir das schreiben von Mariann bitte zu Herzen. So sollte SB denken.
__

Mahalo
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Alt 08.06.2014, 12:24   #54
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von Mariann Beitrag anzeigen
<Caso Das war doch schon geklärt.
Wenn man feststellt (das kann schon am nächsten Tag sein), daß man die verlangten Arbeiten nicht machen kann und zwar wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen, dann kann man sich krankschreiben lassen.
Genauso hat der SB es vorgeschlagen.>

Eine Krankschreibung ist meines Erachtens nicht zielführend.
Ein Einarmiger oder Blinder ist nicht unbedingt krank sondern eben behindert. Das ist ein gravierender Unterschied, deshalb könnte der Arzt auch sagen: Sie sind gesund!
Ich kenne genug Behinderte die sich keineswegs krank fühlen oder es sind.
Ein Behinderter hat aber nun mal einen Anspruch auf einen behindertengerechten Arbeitsplatz sowie weitere Nachteilsausgleiche. Dazu muss er sich natürlich auch outen und das am besten bei der Vorstellung.
Selbst wenn die Behinderung für die aktuell angebotene Tätigkeit belanglos wäre, kann sich durch betriebliche Erfordernisse (Umstrukturierung etc) das Aufgabenfeld schnell ändern und die Behinderung nun voll durchschlagen.
Zurecht würde sich nun ein AG getäuscht fühlen wenn aus seiner Sicht der Behinderte über Nacht seine Behinderung entdeckt und anvisierte Tätigkeit nicht ausüben kann.
Weder dem AG, noch dem SB und am wenigsten wäre dem Behinderten durch eine krankschreibung geholfen. Die würde sehr wahrscheinlich zur Kündigung führen und der Betroffene steht wieder vor seinem SB.
Anrecht auf behindertengerechten Arbeitsplatz? Schadensersatz?

Gruß
Mariann
Danke!

Richtig, so sehe ich das auch.

Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Behinderungen. Nicht jeder Behinderte fühlt sich auch krank im Sinne, dass er einen starken Leidensdruck hat.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2014, 12:25   #55
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von Paolo_Pinkel Beitrag anzeigen
Das musst und solltest du nicht machen!
==> http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-...ml#post1103472
Natürlich hat das arge Gesindel ein Interesse, wenn es solche Aussagen absondert. Man will dich unter allen Umständen vermittelt bekommen. Wenn die Behinderung aber tatsächlich eine Beeinträchtigung darstellt bzw. sie chronisch ist, dann wird das irgendwann auffliegen und Probleme bereiten. Evtl. sogar Kündigung, denn eine Behinderung kann man nur verschweigen (weglügen), wenn sie wirklich keinen Einfluss auf die Tätigkeit hat.
Hattest du einen beistand dabei, als ihm/ihr das aus dem Gesicht gefallen ist? Vielleicht mal Rücksprache mit Nürnberg halten. Was die von solchen unqualifizierten Aussagen bildungsferner Subjekte in Ihren Reihen halten?!
:danke:
Genau das wollte ich wissen. Vielen Dank.

Leider hatte ich an dem Tag keinen Beistand bei.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2014, 12:27   #56
franzi
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franzi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zwang zum Verschweigen der Behinderung

Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Nein ist es nicht. Hast Du etwas Schriftliches was der SB beweisen kann? Nein. Und wie komst Du dadrauf, die die ZAFs der verlängerte Arm des JC sind? Höchstwahrscheinlich war sogar schon die Einladung zu dieser ZA-Messe nicht zulässig, da man mit dem § 309 SGBIII nicht zu Arbeitgebermessen einladen kann.
Irgendwo in diesem Forum meinte ich schon gelesen zu haben, dass so ein Stellenangebot auch ein VV sein kann, wenn Dritte mit der Vermittlungstätigkeit beauftragt werden. - Ob dies in dem Fall zutrifft, weiß ich nicht.
franzi ist offline   Mit Zitat antworten
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