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Start > > -> Sehbehindert - erwerbsunfähig?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 29.05.2007, 22:21   #26
Rechtsverdreher
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Zitat von Kaffeeline Beitrag anzeigen
Also das mit erwersunfähig finde ich aber auch schwachsinnig.
Ich bin auch stark kurzsichtig -4,25 und 8,25 und habe überdies eine starke hornhautverkrümmung wo jetzt noch hinzukommt das ich mit dem Kontrastsehen Schwierigkeiten habe und mir schwumerig wird und unscharf sehe wenn ich länger gelesen habe oder so,aber deswegen kann ich doch arbeiten.Dafür habe ich ja eine Brille.Wenn ich die nicht habe,dan ist klar dann kann ich nicht arbeiten,weil ohne Begleitung kann ich mich draussen nicht bewegen und arbeiten.Ansonsten bin ich voll erwerbsfähig.

Wo soll da der Zusammenhang sein?


Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Als Betroffener gehe ich mal von Unwissenheit und Dummheit aus. Allerdings sollte man seine Klappe halten, wenn man keine Ahnung hat
Das sagst Du ?

Zitat von avalon Beitrag anzeigen
...ist ein ziemlich kompliziertes Thema, wie ich selbst habe erfahren müssen. Also:

Wenn, wie es bei Arbeitslosen der Fall ist, bei der Feststellung der Erwerbsminderung oder Arbeitsunfähigkeit nicht aus einen konkreten Arbeitsplatz Bezug genommen werden kann, legen die Sozialgerichte
folgende Kriterien zugrunde: Voll Erwerbsgemindert ist, wer nicht täglich 4 x eine Strecke von 500 m gehen kann (in "angemessener" Zeit, d.h. etwa der doppelten zeit eine Nichtbehinderten) und öffentliche Verkehrsmittel benutzen kann.

Dann kommt das erste Große AAAABER: die Rentenversicherung kann -statt
eine Rente zu Gewähren - auch durch geeignete Mittel die Wegefähigkeit herstellen. Was das für Mittel sind (KFZ, Fahrdienst, Begleitperson...), hängt natürlich vom Einzelfall ab. Und schon kommt das zweite grosse AAAABer: es reicht dabei nicht aus, die Wiederherstellung der Wegefähigkeit für den Fall einer Arbeitsaufnahme zuzusagen, vielmehr muss die Wegefähigkeit tatsächlich hergestellt werden. Die entsprechenden Quellen findet man, wenn man mit "Erwerbsminderung + Wegefähigkeit" googelt.

So gesehen haben eigentlich alle, die sich hier gerade rumgeprügelt haben, irgendwie recht. Und so gesehen ist es auch Schade, dass sich die wenigen, die sich im solchen Foren mit besten Absichten treffen, gegenseitig an die Gurgel gehen....die Gegner, die uns das Leben schwer machen, sind andere....
Endlich mal ein sinnvolles Posting.
__

Alle von mir gemachten Aussagen entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keine Rechtsberatung dar.
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Alt 29.05.2007, 22:50   #27
Kaffeeline
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Zitat:
Zitat von Kaffeeline http://www.elo-forum.org/images/buttons/viewpost.gif
Also das mit erwersunfähig finde ich aber auch schwachsinnig.
Ich bin auch stark kurzsichtig -4,25 und 8,25 und habe überdies eine starke hornhautverkrümmung wo jetzt noch hinzukommt das ich mit dem Kontrastsehen Schwierigkeiten habe und mir schwumerig wird und unscharf sehe wenn ich länger gelesen habe oder so,aber deswegen kann ich doch arbeiten.Dafür habe ich ja eine Brille.Wenn ich die nicht habe,dan ist klar dann kann ich nicht arbeiten,weil ohne Begleitung kann ich mich draussen nicht bewegen und arbeiten.Ansonsten bin ich voll erwerbsfähig.


Wo soll da der Zusammenhang sein?
Wie,wo soll da der Zusammenhang sein?
Das man mit einer sehbehinderung nicht erwerbsunfähig ist!
Das ich ja eine Brille habe,damit ich erwerbsfähig bin!
Ohne die,da wäre ich nicht erwerbsfähig,weil dann so gut wie nichts mehr sehe!

Gruss Kaffeeline
 
Alt 29.05.2007, 22:55   #28
Rechtsverdreher
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Zitat von Kaffeeline Beitrag anzeigen
Wie,wo soll da der Zusammenhang sein?
Das man mit einer sehbehinderung nicht erwerbsunfähig ist!
Das ich ja eine Brille habe,damit ich erwerbsfähig bin!
Ohne die,da wäre ich nicht erwerbsfähig,weil dann so gut wie nichts mehr sehe!

Meinst Du ein Blinder kann mit einer Brille wieder sehen?

Wir reden hier von Schwerbehinderten und nicht von Brillenträgern.

Ausserdem geht es hier nicht um "kann", sondern um "muss".
Ein Rollstuhlfahrer kann auch jeden Tag 5km mit dem Rollstuhl zur Arbeit rollen, muss er aber nicht.
__

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Alt 29.05.2007, 23:01   #29
Kaffeeline
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Zitat:
Meinst Du ein Blinder kann mit einer Brille wieder sehen?
Sag mal, rede ich chinesich?
Ich habe von mir geredet und ich bin nicht blind!
Und auch Blinde sind nicht zwangsläufig erwerbsunfähig!
Das haben auch schon andere vor mir erklärt!

Gruss Kaffeeline
 
Alt 29.05.2007, 23:01   #30
druide65
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Allgemeine Frage dazu:

In öffentlichen Stellenausschreibungen steht ja immer das Behinderte bei gleicher Quali bevorzugt eingestellt werden.

Wie sieht die Praxis aus?
Welches Gefühl hat man dabei bevorzugt eingestellt zu werden?(Wenn es denn dazu kommt)
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 29.05.2007, 23:04   #31
Rechtsverdreher
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Allgemeine Frage dazu:

In öffentlichen Stellenausschreibungen steht ja immer das Behinderte bei gleicher Quali bevorzugt eingestellt werden.

Wie sieht die Praxis aus?
Welches Gefühl hat man dabei bevorzugt eingestellt zu werden?(Wenn es denn dazu kommt)

Das ist nur Show, in Wirklichkeit ist es genau umgekehrt. Das schreiben die nur rein für die Nichtbehinderten die das auch lesen, damit sie denken das sie was tun würden.

Beweis: Die erfüllen die gesetzlich vorgeschriebene Quote auch nicht.
Beispiel: http://www.br-online.de/bayern-heute...erte/index.xml

Und das sind dann mit Sicherheit nur Stellen in den unteren Chargen.

Wenn Du Dich bewirbst und die schicken Dir eine Absage ohne Begründung, dann ist das schon ein Grund die wegen Diskriminierung zu verklagen.
__

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Rechtsverdreher ist offline  
Alt 29.05.2007, 23:08   #32
Kaffeeline
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Zitat:
Wenn Du Dich bewirbst und die schicken Dir eine Absage ohne Begründung, dann ist das schon ein Grund die wegen Diskriminierung zu verklagen.
__________________
Das stimmt nicht.Das ist eine blosse Vermutung.Das muss schon in der Absage begründet sein.Dann kannst du die verklagen wegen Diskriminierung.Und selbst dann:Meinst Du das das was bringt?Dann hast Du Spiessrutenlauf ohne Ende,wenn die dich einstellen müssten!Deswegen enden sehr viele Arbeitsrechtliche Streitgkeiten mit einer Abfindung.Weil das Arbeitsverhältnis unzumutbar wäre.

Gruss Kaffeeline
 
Alt 29.05.2007, 23:09   #33
Rüdiger_V
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@Druide, die Praxis sieht leider so aus, dass ein Mitbewerber immer qualifizierter ist.

Da ich ja eine Berufsausbildung/Berufserfahrung für den ÖD habe, habe ich mich einen zeitlang auch bevorzugt im ÖD beworben. Ich hatte hier auch die meisten Vorstellungsgespräche. Wochen darauf kam dann die Absage mit dem Standardsatz "Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass wir uns für einen Mitbewerber entschieden haben". Mittlerweile habe ich den ÖD aufgegeben, ich bin auch zu lange draußen.
 
Alt 29.05.2007, 23:13   #34
Kaffeeline
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Zitat:
@Druide, die Praxis sieht leider so aus, dass ein Mitbewerber immer qualifizierter ist.
Das ist vielleicht das eine.Soviel wie ich weiss geniesst du auch einen besonderen Kündigungsschutz als Schwerstbehinderter.
Ich glaub,ab 50 %.Liegst du unter 50% kannst du dich,meine ich,gleich stellen lassen.

Gruss Kaffeeline
 
Alt 29.05.2007, 23:23   #35
druide65
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Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
@Druide, die Praxis sieht leider so aus, dass ein Mitbewerber immer qualifizierter ist.

Da ich ja eine Berufsausbildung/Berufserfahrung für den ÖD habe, habe ich mich einen zeitlang auch bevorzugt im ÖD beworben. Ich hatte hier auch die meisten Vorstellungsgespräche. Wochen darauf kam dann die Absage mit dem Standardsatz "Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass wir uns für einen Mitbewerber entschieden haben". Mittlerweile habe ich den ÖD aufgegeben, ich bin auch zu lange draußen.
Aus dem Grunde frage ich.Ich selber als nicht Behinderter kann mir den Alltag immer schlecht vorstellen bzw.nachvollziehen.

Lassen sich solche Entscheidungen anfechten?

Wie würde der Arbeitsalltag aussehen im Gegensatz zu einem Nichtbehinderten?

Und wie ist dann die Arbeit in Werkstätten für Behinderte zu bewerten?
Gut....meistens sind es psychisch Behinderte...aber ich sehe das mal unter dem Gesichtspunkt ..Behinderung ist erstmal Behinderung
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 29.05.2007, 23:38   #36
Rüdiger_V
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Aus dem Grunde frage ich.Ich selber als nicht Behinderter kann mir den Alltag immer schlecht vorstellen bzw.nachvollziehen.

Lassen sich solche Entscheidungen anfechten?
Theoretisch schon, praktisch lässt es sich schwer nachweisen. Das Verhältnis AN - AG dürfte wohl auch nicht das Beste sein, weinn man sich "reinklagt"

Zitat:
Wie würde der Arbeitsalltag aussehen im Gegensatz zu einem Nichtbehinderten?
Ich kann nur von mir jetzt sprechen. Mit entsprechenden Hilfsmittel sieht der Arbeitsalltag genauso aus wie bei "Normalos"

Zitat:
Und wie ist dann die Arbeit in Werkstätten für Behinderte zu bewerten?
Gut....meistens sind es psychisch Behinderte...aber ich sehe das mal unter dem Gesichtspunkt ..Behinderung ist erstmal Behinderung
In Werkstätten für Behinderte, auch geschützte Werkstätten genannt, arbeiten Behinderte, die aufgrund ihrer geistigen oder psychischen Behinderung ständig betreut und angeleitet werden müssen und daher "draußen" auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht beschäftigt werden können.

In meiner letzten Beschäftigung war ich für die Auftragsabwicklung zwischen Werkstätten für Behinderte und Abnehmern / Auftraggebern (Industrie, öffentlicher Dienst zuständig und kenne daher die Behindertenwerkstätten. Diese Werkstätten fertigen durchaus sehr hochwertige Produkte.
 
Alt 29.05.2007, 23:38   #37
Kerstin_K
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Also der Kündigungschutz ist in der Praxis wenigr Wert als auf dem Papier. Sofern der AG die Kündigung niht gerade wegen der Behinderung, sondrn aus anderen Gründen ausspricht, kann das Integratiionsamt ah nicht viel machen.

So Rehtsverdreher,

jetzt nochmal zu Dir. Siehst Du die Erwerbsunfähigkeitsrente wirklich als erstrebenswerten Zustand an? Ich kenne eine ganze Menge betroffene, die viel lieber arbeiten würden. Ich bin sogar davon überzeugt, dass am passenden Arbeitsplatz mit ggf. entsprechender Ausstattung viele der Menschen, die man in die Rente abgeshoben hat, noch arbeiten könnten. Das Problem sind die Arbeitgeber, die noch immer nicht begriffen haben, dass ihnen in Zuknft sowieso übrwiegend älter Arbeitnehmer mit entsprehenden Handicaps zur Verfügung stehen. Bei meinem Arbeitgeber läuft sowas unter dem Stichwort DIVERSITY.

Mal 2 Beispiele: Als Rollstuhlfahrerein bin ih bei meiner eigenen Reiseplanung auf längere Umsteigezeiten angewiesen. Weil mir das in Fleisch und Blut übergegangen ist, plane ich als Sekretärin auch entsprechend für meine Kollegen. Und die freuen sich auch, weil sie jetzt nicht mehr rennen müssen, um die Anshlüsse zu erreichen.

Eine Bekannte von mir ist hörbehindert. Wenn sie Protokoll führen sollte, gab es immer Probleme, wenn alle durheinander redeten. Inzwischen haben sich ihre Jungs dran gewöhnt. Man läßt sich gegenseitig ausreden, es ist eine ganz andere Besprehungskultur entstanden.

Sicher gibt es auch mal Probleme, aber wenn beide Seiten wirklich wollen, ist vieles machbar. Wo ich früher gearbeitet habe, durfte ih bei Glatteis immer den Parkplatz des Geshäftsführers benutzen. Er fand es zu gefährlich für mich, fünf Meter weiter zu laufen.

Vrstehst Du, was ich meine?
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 29.05.2007, 23:44   #38
Kerstin_K
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Meien Meinung zu den Werkstätten: Ausbeutung, nicht viel besser als Ein-Euro-Job.

Ich kenne einige Leute, die Bringen in einer Werkstatt volle Leistung, allerdings für ein Taschengeld.

Eigentlich soll da ja sowas wie Eingliederung stattfinden, meistens ist in der Beziehung aber tote Hose.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist gerade online  
Alt 29.05.2007, 23:49   #39
Rüdiger_V
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Meien Meinung zu den Werkstätten: Ausbeutung, nicht viel besser als Ein-Euro-Job.

Ich kenne einige Leute, die Bringen in einer Werkstatt volle Leistung, allerdings für ein Taschengeld.

Eigentlich soll da ja sowas wie Eingliederung stattfinden, meistens ist in der Beziehung aber tote Hose.
Das stimmt natürlich, allerdings haben diese Menschen auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chancen, und sie sind glücklich, eine sinnvolle Beschäftigung zu haben. Ich habe persönlich gesehen, wie unglücklich die Behinderten bei schlechter Auftragslage waren und weil sie deshalb tagelang nichts zu tun hatten.

Bedingt durch die Behinderung bringen die meisten halt nicht die volle Leistung, sie produzieren viel Ausschuss und müssen pernament betreut werden.
 
Alt 29.05.2007, 23:56   #40
druide65
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Meien Meinung zu den Werkstätten: Ausbeutung, nicht viel besser als Ein-Euro-Job.

Ich kenne einige Leute, die Bringen in einer Werkstatt volle Leistung, allerdings für ein Taschengeld.

Eigentlich soll da ja sowas wie Eingliederung stattfinden, meistens ist in der Beziehung aber tote Hose.
Ja....aber man muss ja die Betreuungskosten sehen.Betreutes Wohnen volle Verpflegung etc

Umsonst ist ja nun mal nichts....
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
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Alt 29.05.2007, 23:59   #41
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Also der Kündigungschutz ist in der Praxis wenigr Wert als auf dem Papier. Sofern der AG die Kündigung niht gerade wegen der Behinderung, sondrn aus anderen Gründen ausspricht, kann das Integratiionsamt ah nicht viel machen.

So Rehtsverdreher,

jetzt nochmal zu Dir. Siehst Du die Erwerbsunfähigkeitsrente wirklich als erstrebenswerten Zustand an? Ich kenne eine ganze Menge betroffene, die viel lieber arbeiten würden. Ich bin sogar davon überzeugt, dass am passenden Arbeitsplatz mit ggf. entsprechender Ausstattung viele der Menschen, die man in die Rente abgeshoben hat, noch arbeiten könnten. Das Problem sind die Arbeitgeber, die noch immer nicht begriffen haben, dass ihnen in Zuknft sowieso übrwiegend älter Arbeitnehmer mit entsprehenden Handicaps zur Verfügung stehen. Bei meinem Arbeitgeber läuft sowas unter dem Stichwort DIVERSITY.

Mal 2 Beispiele: Als Rollstuhlfahrerein bin ih bei meiner eigenen Reiseplanung auf längere Umsteigezeiten angewiesen. Weil mir das in Fleisch und Blut übergegangen ist, plane ich als Sekretärin auch entsprechend für meine Kollegen. Und die freuen sich auch, weil sie jetzt nicht mehr rennen müssen, um die Anshlüsse zu erreichen.

Eine Bekannte von mir ist hörbehindert. Wenn sie Protokoll führen sollte, gab es immer Probleme, wenn alle durheinander redeten. Inzwischen haben sich ihre Jungs dran gewöhnt. Man läßt sich gegenseitig ausreden, es ist eine ganz andere Besprehungskultur entstanden.

Sicher gibt es auch mal Probleme, aber wenn beide Seiten wirklich wollen, ist vieles machbar. Wo ich früher gearbeitet habe, durfte ih bei Glatteis immer den Parkplatz des Geshäftsführers benutzen. Er fand es zu gefährlich für mich, fünf Meter weiter zu laufen.

Vrstehst Du, was ich meine?
Das sich die Arbeitswelt ändert ergibt sich ja schon alleine aus der demograpischen Entwicklung.

Siehst du dich da als Vorreiterin?
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 30.05.2007, 00:04   #42
Kerstin_K
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Ja....aber man muss ja die Betreuungskosten sehen.Betreutes Wohnen volle Verpflegung etc

Umsonst ist ja nun mal nichts....
Druide, ich kenne da übewiegend Leute, die morgens hinfahren und nachmittags heim, wie in jedem nomalen Job.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 30.05.2007, 00:09   #43
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Druide, ich kenne da übewiegend Leute, die morgens hinfahren und nachmittags heim, wie in jedem nomalen Job.
Mag sein.Kann ich nicht beurteilen.

In meiner Stadt werden diese alle betreut.24/7
Volle Verpflegung.
Die Betreuer und Ausbilder sind auch nicht gerade billig,da du Zusatzqualis brauchst.

Gerade die Personalseite ist sehr kostenintensiv.
__

Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 30.05.2007, 00:15   #44
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
(...)

Gerade die Personalseite ist sehr kostenintensiv.
Das ist richtig, und auch diese Werkstätten müssen kostendeckend arbeiten. Da die Industrie leider immer mehr Aufträge in Billiglohnländer vergibt, haben es auch die Werkstätten für Behinderte schwer.
 
Alt 30.05.2007, 00:17   #45
Arania->Emailproblem
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wir müssen jetzt aber auch mal sehen das unter den Begriff schwerbehindert eine Vielzahl Menschen fallen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen, die wenigsten davon arbeiten in betreuten Werkstätten, sondern in ganz normalen Beschäftigungsverhältnissen, eventuell mit einigen Hilfsmitteln, deswegen denke ich man kann hier eh nicht pauschal argumentieren
__

Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 30.05.2007, 00:26   #46
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Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Das ist richtig, und auch diese Werkstätten müssen kostendeckend arbeiten. Da die Industrie leider immer mehr Aufträge in Billiglohnländer vergibt, haben es auch die Werkstätten für Behinderte schwer.
Die haben bei uns eine Wäscherei und Heissmangel etabliert.
Läuft sehr gut und hat sehr guten Zuspruch, da gute Leistung zu reellen Preisen.

Ich denke liegt auch etwas am Management.Man muss sich örtliche Nischen suchen.
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Der Sozialismus muß eine Sache der Menschheit sein und darf nicht zur Sache einer Klasse herabgewürdigt werden.
druide65 ist offline  
Alt 30.05.2007, 00:27   #47
Rüdiger_V
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Arania,
Ja, und man muss auch berücksichtigen, dass ein großer Teil (vor allem psychisch Kranke) nur eine bestimmte Zeit in diesen Werkstätten arbeiten und dann wieder in dem Arbeitsmarkt integriert werden.
 
Alt 30.05.2007, 00:32   #48
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Ja, das ist bei uns in der Stadt auch so, da gibt es einige Projekte besonders für psychisch Kranke
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Man trifft sich im Leben immer zweimal
Arania ist offline  
Alt 30.05.2007, 00:32   #49
Rüdiger_V
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Zitat von druide65 Beitrag anzeigen
Die haben bei uns eine Wäscherei und Heissmangel etabliert.
Läuft sehr gut und hat sehr guten Zuspruch, da gute Leistung zu reellen Preisen.

Ich denke liegt auch etwas am Management.Man muss sich örtliche Nischen suchen.
Am Management hapert es oft, die Behindertenwerkstätten werden oft sehr unflexibel geleitet.
 
Alt 30.05.2007, 00:44   #50
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Zitat von Rüdiger_V Beitrag anzeigen
Arania,
Ja, und man muss auch berücksichtigen, dass ein großer Teil (vor allem psychisch Kranke) nur eine bestimmte Zeit in diesen Werkstätten arbeiten und dann wieder in dem Arbeitsmarkt integriert werden.
Ah..interssant

Bei uns sind in den Werkstätten nur ...sagen wir mal dauerhaft Behinderte.

Psychisch Kranke...um da mal so zu formulieren....sind in der der Klinik und werden bei längerfristigen Aufenhalt nur einer Beschäftigungstherapie unterzogen
__

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