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Start > > -> Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 07.10.2010, 23:34   #151
sunlight
 
Registriert seit: 19.01.2010
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sunlight
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Claudiabve

Der von dir genannte Mehrbedarf (zum Regelsatz) hat nun aber so gut wie nichts mit dem Mehrbedarf an Wohnraum zu tun. Bitte daher vorher genau lesen, bevor man die Fragesteller verunsichert.
sunlight ist offline  
Alt 08.10.2010, 03:03   #152
Claudiabve
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Beiträge: n/a
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von sunlight Beitrag anzeigen
Claudiabve

Der von dir genannte Mehrbedarf (zum Regelsatz) hat nun aber so gut wie nichts mit dem Mehrbedarf an Wohnraum zu tun. Bitte daher vorher genau lesen, bevor man die Fragesteller verunsichert.
Sunlight, das war mir klar, dass dies nichts miteinander zu tun hat. Ich bezog mich auf die Ausführungen von Little einen Post drunter, in dem er ausgeführt hat, wie er ungerecht von der Arge behandelt wird. Bitte daher vorher genau lesen, bevor man einem Antwortgeber Schwachfug unterstellt.
 
Alt 08.10.2010, 03:13   #153
sunlight
 
Registriert seit: 19.01.2010
Ort: Zürich
Beiträge: 191
sunlight
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Der Thread heißt nun aber: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Daher seid ihr beide offTopic, nun frage ich mich, wer hier nicht lesen kann.
sunlight ist offline  
Alt 09.10.2010, 07:15   #154
Solidar->Emailproblem
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Registriert seit: 18.03.2006
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Solidar
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von kohldampf Beitrag anzeigen
Wie oft muss es hier noch geschrieben werden? Es kommt immer auf dem Einzelfall an. Wenn jemand wegen eines Herzinfarktes oder psychischen Erkrankungen behindert ist, braucht er dann unbedingt mehr Wohnraum? Auch mir als Sehbehindertem (Merkzeichen G, B und RF) steht nicht mehr Wohnraum zu. Wozu auch? Nur weil ich schlecht sehe, benötige ich keine größere Wohnung.

Bei einem Rohlstuhlfahrer oder Blinden mit Führhund sieht das schon anders aus.

Sorry Kohldampf,aber da lese ich irgentwie den NEID raus.
Wenn ich nichts bekomme,soll der andere es auch nicht bekommen,und das ist sogar typisch für uns deutsche.
Als Kindergeld erfunden wurde,sollten es nur die Bedürftigen erhalten,aber die Vermögenden gingen auf die BArrikaden,und wollten es eben auch!
Wieviel Sehkraft hast du denn noch?
Mein Mann hat noch 5%,und ist chronisch Schwerkrank.
Wir haben jetzt 56qm,und wenn ich sterbe,muss er ja raus.
Und das sehe ich nicht ein,Zumal hier unsere Ärzte sind,der Supermarkt,die Nachbarn,und wir schon 15Jahre in der WOhnung leben.
Ausserdem wird es immer schlechter,und er ist bald ganz Blind.
Nachts ist er Blind.
Eigentlich wäre eine grössere Wohnung besser,weil unsere Räume doch sehr klein sind,und er oft gegen Möbelstücke stösst.
Ausserdem haben wir einen Hund,der ihm ermöglicht auch mal ohne mich auf die Strasse zu gehen,ich bin ebenfalls schwerbehindert und noch chronisch krank.
Wenn der Mehrbedarf für Wohnraum nur für Rollstuhlfahrer gilt,find ich das zimlich eng gedacht.
ABer ich gönne es jedem,der auf diesem STuhl angewiesen ist.
__

Wir fahren eure Krankenwagen,stellen eure Anrufe durch,bewachen euch, wenn ihr schlaft,........versucht nicht,uns zu verarschen!
Solidar ist offline  
Alt 09.10.2010, 08:50   #155
Claudiabve
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Solidar, das ist aber doch genau das was Kohldampf meint. Es kommt auf den Einzelfall und darauf ob es plausibel ist, das jemand eine größere Wohnung benötigt. Aber nicht Behinderte benötigt eben mehr Wohnraum. Das ist damit gemeint. Ein generalisierter Anspruch ist eben nicht richtig, nach meinem Dafürhalten, und auch nicht nach Kohldampfs.

Auf der anderen Seite sind solche generalisierten Dinge wohl einfacher durchzusetzen als im Einzelfall zu überprüfende Dinge, die machen eben einfach mehr Arbeit und benötigen zudem einige Überlegungen seitens des Fallmanagers.
 
Alt 09.10.2010, 13:01   #156
geierpleite->Emailproblem
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Registriert seit: 25.08.2008
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geierpleite
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von bschlimme Beitrag anzeigen
den zitierten Satz habe ich hier gefunden

Fachdienst ARGE Verwaltungsvorschrift zu 4.1

und die Sachbearbeiterin kannte ihn sehr gut, sagte das es diese Verwaltungsvorschrift gibt, es handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung, die der Entscheidung
des/der Teamleitersln/Arbeitsgruppenleitersln obliegt.

Leider findet man sehr wenig im Netz zu Verwaltungsvorschrift, aber es gibt sie und jeder sollte sie anwenden um sein Recht durchzusetzen


Weitere Ausführungsvorschriften hier

Verwaltungsvorschrift der Stadt Neumünster

Der Link:
Fachdienst ARGE Verwaltungsvorschrift zu 4.1
funktioniert nicht.
geierpleite ist offline  
Alt 09.10.2010, 21:06   #157
Eppi->Emailproblem
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Registriert seit: 18.06.2005
Beiträge: 141
Eppi
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

4

@Eppi, bei dir geht es eher weniger um Wohnungsmehrbedarf, sondern um Unzumutbarkeit eine Umzugs aufgrund deiner Behinderung und sozialen Situation?

Das sind zwei Paar Stiefel. Bitte dann auch richtig begründen [/QUOTE]
Nein nein, bei mir geht es darum das die mich aus meiner Wohnung in der ich schon 22 Jahre lebe raus haben wollen, und dafür schon über ein Jahr € 60,00 monatlich abziehen obwohl ärztlich Gutachen vorliegen. Das Gericht hat dem Amt schon vorgeschlagen ein Anerkenntnis abzugeben, aber nein es wird weitergemacht. Am 13 Oktober ist eine Anhörrung bei Gericht mal sehen was passiert.
__

Eppi
aus dem schönen ?????
Eppi ist offline  
Alt 12.10.2010, 15:13   #158
little
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little Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Habe ein "tolles" WE hinter mir :-(
Mehrere Bescheide der ARGE, in der mir u.a. die Wohnung abgelehnt wurde und auf das frühere Schreiben verwiesen wird, mir stünden nur 378€ Mietkosten zu.

Daraufhin hab ich die hiesige Behindertenbeauftragte angemailt, mit der Bitte um Hilfe.
Heute dann die Mail, ich möge mich doch an deren hauseigenen Beratungsstelle wenden *hmpf*
Problem jetzt, von der nächsten Haltestelle aus, sinds 550m zu laufen, bis zur Beratungsstelle und das schaffe ich einfach nicht. Mein Rollator ist noch nicht genehmigt und solang kann ich Strecken über 200m schlichtweg vergessen....!

Jemand noch ne Idee?

Gruss,
little
little ist offline  
Alt 12.10.2010, 15:36   #159
Kerstin_K
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Beiträge: 9.689
Kerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/in
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Dann mach der KK dampf wegen dem Rollator. Oder lass Dein Sanihaus Dampf machen. Eventuell kannst Du da auch nen Rollator leihen. Die Kasse zahlt für so ein Tel 79 Euro oder so, wenn es kein spezieller sin muss, also, normal wird sowas sofort bewilligt und ein vernünftiges Sanitätshaus hat auch immer welche da.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 13.10.2010, 04:31   #160
little
Elo-User/in
 
Registriert seit: 15.02.2010
Beiträge: 169
little Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo Kerstin,

danke für den Tipp, aber es muss doch ein Spezial-Rollator sein (Übergrösse).
Sanitätshaus hab ich (noch) nicht, weils ja noch am Rezept vom Hausarzt happert. Wir warten täglich auf Nachricht von ihr mit dem Rezept.

Sonst noch jemand ne Idee, wie ich die Genehmigung für meine Wohnung durchbringe?

Wenns gar nicht anders geht, muss ich notfalls die Distanz mit Taxi überwinden, auch wenns Geld diesen Monat besonders knapp ist (musste schon mit Taxi zur Wohnungsbesichtigung, war aber mein Fehler).

Feststellung zur Nacht :
Ich muss dringend meine Baustellen abarbeiten, sind z.Zt zuviele gleichzeitig offen :-/

Gruss,
little
little ist offline  
Alt 13.10.2010, 05:16   #161
Claudiabve
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Beiträge: n/a
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von little Beitrag anzeigen
Hallo Kerstin,

danke für den Tipp, aber es muss doch ein Spezial-Rollator sein (Übergrösse).
Sanitätshaus hab ich (noch) nicht, weils ja noch am Rezept vom Hausarzt happert. Wir warten täglich auf Nachricht von ihr mit dem Rezept.



Gruss,
little
Da muss ich noch mal offtopic werden:

Was gibt es denn auf das Rezept zu warten? Da geht man hin, und sagt dass man gerne ein Rezept für einen Rollator hätte. Idealerweise lässt man sich vorher vom Sanitätshaus beraten, die dann wiederum dir genau sagen was auf dem Rezept stehen soll. Bei Übergrößenmodellen gibt es da nicht so viel Auswahl.
Dann gehst du zu deinem Hausarzt und sagst dass du das Rezept haben willst, wenn er dir das nicht geben will soll er das begründen. Wenn er Budgetgründe vorschiebt, dann erklär ihm nochmal dass solche Hilfsmittel nicht ins Budget fallen. Für nicht zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel gibt es da eine andere Regelung. Von daher sollte es für ihn kein Problem sein. Ansonsten auf jeden Fall erwähnen, nicht jeder Arzt gibt zu, dass er aus Budgetgründen Dinge verwehrt, und nicht vielen Ärzten ist ausserdem klar, dass sowas nicht ins Budget schlägt.

Mit dem Rezept dann zur Krankenkasse, nicht ins Sanitätshaus. Du kannst dir aber um die Sache zu beschleunigen vorher bereits einen Kostenvoranschlag des Sanihauses geben lassen, servicebereite Sanitätshäuser machen sowas. Beides dann persönlich bei der KK einreichen und sich bestätigen lassen. Ein Anschreiben dazu, dass die Dringlichkeit der Sache erklärt. Dann sollte das -je nach Kasse- recht zügig gehen.

Das mit deiner Wohnung tut mir leid. Aber wenn du nur so kurze Strecken laufen kannst, wie wäre es wenn du dir von deinem Hausarzt direkt neben dem Rollator einen Rollstuhl verschreiben lässt. Der Hausarzt soll dir auch direkt ein Attest über die Notwendigkeit ausstellen (Attest über die Rollstuhlpflicht). Dass dann sofort bei der Arge einreichen, oder zumindest hinterlegen, damit es bei der nächsten Wohnung, die du hoffentlich bald findest dann für dich einfacher wird. Wie oft du den Stuhl benutzt -und ob überhaupt- ist ja deine Sache, es reicht ja in so einem Fall ein einfacher Leichtgewichtrollstuhl.
Aber bei einem so geringen Gehvermögen und der Notwendigkeit eines Rollators ist eine erhöhte Wohnfläche schon notwendig, gerade wenn es ein überbreiter Rollator ist. Da braucht man einfach den Platz um damit umzugehen.

LG

Claudia
 
Alt 14.10.2010, 23:05   #162
little
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little Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo,

weiter im Kampf um die Wohnung ..
Heute rief meine Betreuerin in der Beratungsstelle der Behindertenbeauftragten an.

Dort erzählte man ihr, dass der Mehrbedarf NUR für Rollstuhlfahrer gedacht sei und angewendet werde. Nix Rollator oder sonstwas.
Die Arge hätte (Zitat) "Richtig gehandelt und das Sozialamt wird genauso agieren" *kotz*
Ich frage mich, ob das ne neutrale Beratungsstelle ist oder der verlängerte Arm der hiesigen Arge-Mafia!!
Auch kennen die anscheinend nur Rollstuhlfahrer als Schwerbehinderte (nix gegen euch) :-(

Dann meinte sie, sie hätte ein Wohnungsangebot für mich vorliegen, das würde sie gleich mal rüberschicken.

Meine Betreuerin schickte es mir dann aufs Fax, an sich zur Belustigung, aber ich konnte und kann darüber nicht mehr lachen

Schauts euch selbst an *seufz* (Anmerkung, ich habe jetzt 42qm)

Frustrierte Grüsse,
little

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Expose001.pdf (136,6 KB, 263x aufgerufen)
little ist offline  
Alt 20.10.2010, 16:12   #163
tottivontottus->Emailproblem
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Registriert seit: 01.09.2010
Beiträge: 41
tottivontottus
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo Little,

ich melde mich jetzt hier trotzdem nochmals obwohl ich bei manchen Antworten daran zweifele ob hier wirklich geholfen werden soll oder man sich gegenseitig lieber fertig machen will als einem Strang zu ziehen.
So, Little, nun zu Dir. Gehe bitte im Internet auf
nullbarriere.de - barrierefrei behindertengerecht planen - bauen - wohnen
Dann gib bitte oben rechts bei Suche "Mehrbedarf Wohnraum" ein.
Dann scrollst Du bitte auf Wohnflächen/Wohnungsgrößen
und schaust Dir bitte die Tabelle und Berechnung an und siehe da,
für Rollstuhl/Rollator stehen Dir 69qm zu. Gesetzlich verankert, aber leider wissen die Kommunen dieses angeblich nicht.
Ich hoffe nur das ich jetzt nicht wieder als halber Schmarotzer
bezeichnet werde wie hier ja schon zum Teil geschehen.
Ich wollte eigentlich in diesem Forum nur helfen und meine eigenen
Erfahrungen weitergeben. Ich hoffe das es vielleicht ja doch jemanden interessiert.
Ach so, zum Thema Schmarotzer.
Ich bin 44-jähriger an Parkinson erkrankter Familienvater von drei
Kindern, bei zwei Kindern habe ich die Seuche weitergegeben sodaß
wir jetzt bei einem 5 Personenhaushalt mit drei Schwerbehinderten
und Pflegebedürftigen unter einem Dach leben. Die Kinder sind erst
10 und 14 Jahre alt. Gearbeitet habe ich nach dem Studium als Geschäftsführer aber war bei Ausbruch der Erkrankung leider zu Jung für die Rente da ich aufgrund des Studiums im Ausland keine 15 Rentenjahre voll hatte. Also ALG II. Ich weiß daher
was ein Absturz ist und finde es daher von einigen als ziemlich
deplaziert hier von Schmarotzer etc. zu reden.
tottivontottus ist offline  
Alt 22.10.2010, 03:31   #164
ArNoN
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Beiträge: 976
ArNoN ArNoN ArNoN
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von little Beitrag anzeigen
Auch kennen die anscheinend nur Rollstuhlfahrer als Schwerbehinderte (nix gegen euch) :-(
doch, anscheinend ist das so - ich habe aehnliche Probleme... Ok, ich bin froh, nicht im Rolli zu sitzen, und hoffe dass es nie so weit bei mir kommt - aber alleine schon Treppenstufen sind arg fuer mich - das erkennen 'die' (trotz entsprechendem SBA mit Merkmal) nicht an...
Zitat:
Schauts euch selbst an *seufz* (Anmerkung, ich habe jetzt 42qm)
Glueckwunsch zum Wohnklo... Im Ernst, sowas meine meine FM letztens ernsthaft: Sie wohnen doch auf Kosten der Allgemeinheit, da muessen Sie sich einschraenken - wenn Sie selber Geld verdienen koennen Sie ja wieder umziehen" *kopf-tisch*

Und den Umzug dann wovon zahlen? Ausserdem hat man auch als "auf-Kosten-der-Allgemeinheit-Wohner" ein Recht auf menschenwuerdiges Wohnen, nicht 29m2 all-incl. *schimpf*, da steht sogar einem Hund relativ gesehen mehr Platz zu... Und ein PKW-Stellplatz hat 18m2 - noch Fragen?`
ArNoN ist offline  
Alt 08.11.2010, 08:14   #165
Solidar->Emailproblem
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Registriert seit: 18.03.2006
Beiträge: 94
Solidar
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Mojn,

Habe jetzt eine Frage,deren beantwortung ich so nicht gefunden habe.

Auch wir (verheiratet ohne Kinder)sind beide Schwerbehindert,mein Mann hat 100% mit G,B,H,RF
Ich habe 60% mit RF.

EIne grössere WOhnung ist klar,aber bedeutet das auch,das,wenn wir in unseren 55qm bleiben und wir z.B. eine Mietpreiserhöhung der Kaltmiete bekämen,..die Miete weiterhin übernommen würde,auch wenn sie bei einem Nichtbehinderten dann über dem Angemessenheitsramen liegt?

Oder anders gefragt,.......Wir dürfen max. 5.-Euro pro qm ausgeben,ist bei Behinderung auch mehr Euro pro qm drinn?

danke schon mal.

beste grüsse britt
__

Wir fahren eure Krankenwagen,stellen eure Anrufe durch,bewachen euch, wenn ihr schlaft,........versucht nicht,uns zu verarschen!
Solidar ist offline  
Alt 08.11.2010, 14:36   #166
Kerstin_K
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Kerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/inKerstin_K Investor/in
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Ich denke, hier wird es auf eine Einzelfallprüfung ankomommen.

Wenn man z. B. behinderungsbedingst bestimmte Anforderungen an de Wohnung hat oder betimmte Einbauten, so dass passender Wohnraum innerhalb der angemessenheitsgrenze nicht zu finden ist oder ein Umzug mit den Einbauten nur unter grossem Aufwand möglich ist, wäre die ARGE aus meiner Sicht verpflichtet, auch eine eigentlich zu hohe Miese auf Dauer zu zahlen.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 19.11.2010, 12:49   #167
combiserv->Emailproblem
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Registriert seit: 30.04.2008
Beiträge: 4
combiserv
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo,
habe momentan die gleiche Problematik. Meine Frau ist zu 100% behindert mit Merkzeichen aG und benötigt einen Arthritis-Rollator, der noch etwas mehr Platz benötigt als ein normaler.
Wegen gesundheitlicher Verschlechterung mussten wir im Sommer in eine behindertengerechte Wohnung umziehen. Da war ich in einer Maßnahme der ARGE. Da ich hier über 3 Monate aus dem Bezug war musste ich jetzt einen neuen Antrag auf ALGII stellen.
Bei der Wohnungsgröße hat sich der "Kundenbetreuer" dann schwer getan. Wir haben eine 92qm - Wohnung, wobei aber rund 12qm für Balkon wegfallen ( Da kann man keine Möbel draufstellen ). Reine Wohnfläche also 80qm. Der KB erzählte mir dann was von " ihnen stehen mit zwei Personen nur 62qm zu". Hier habe ich dann widersprochen und auf die Fakten der Seite von nullbarriere verwiesen. Dann meinte er, ja wegen der Behinderung könne man noch mal 15qm draufrechnen, wären dann 77qm, also immer noch 3 qm zuviel. Meine Argumentation war dann die, das laut den Vorschriften VDMA für einen 2-Personenhaushalt mit einer behinderten Person 80qm vorzusehen sind. Dies ist die Maßgabe, um als behindertengerechte Wohnung anerkannt zu werden. Kleinere Wohnungen könnten also folglich nur für 1-Personenhaushalte gültig sein.
Es ist also quasi unmöglich eine geeignete behindertengerechte Wohnung für 2 Personen zu finden, welche kleiner als 80qm ist, da diese sonst gar nicht finanziell gefördert wird und somit auch nicht als solche bezeichnet werden darf.
Diese Argumentation hat geholfen. Warte jetzt auf meinen Bescheid.

Gruß

combiserv
combiserv ist offline  
Alt 21.11.2010, 01:19   #168
little
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little Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo an alle!

Kurzer Zwischenstand bei mir.

Ich war 4 Wochen im Krankenhaus, bin aber von dort aus 1x mit Beistand bei meiner (neuen) SA vom Sozi gewesen. Mein Beistand (in einem anderen Forum haben wir uns kennengelernt) leistete tolle Arbeit! Sie hat die SA in Grund und Boden argumentiert. Auch die Klinik hat ein tolles Attest für die (behindertengerechte) Wohnung verfasst!
Aktueller Stand (laut einem Fax):
Ich bekomme die Wohnung genehmigt, ohne Abzug oder sonstwas! :-)
Warten nur noch auf den "offiziellen" Bescheid.
Wohnung ist auch noch frei und alles weitere wurde veranlasst. Hoffe, noch diesen Monat den Vertrag unterschreiben zu können.
Mein Rollator wird kommende Woche geliefert, die brachten es nicht zustande, vom Sanihaus aus auf mein Handy anzurufen und riefen während meiner Abwesenheit daheim an, naja.

Gruss,
little
little ist offline  
Alt 05.04.2012, 20:39   #169
Cilly71
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Beiträge: n/a
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo an alle!

Der letzte Beitrag ist jetzt 2 Jahre alt und hoffe, dass mir evtl. weiterhelfen kann.

Also, ich fasse mal zusammen, damit man weiß, worum es geht.

Ich bin jetzt 40, leide an taubheitgrenzende Schwerhörigkeit - besitze Schwerbehindertenausweis mit 100% und Zusatz G und RF - vor 2 Jahren erkrankte ich auch an Darmkrebs und kann auch nicht mehr alles essen.

Mein Mann ist auch schwerhörig, hat Schwerbehindertenausweis mit 60 % und Zusatz RF - mit fast 40 Jahren leidet mein Mann an Hüftprobleme - laut Arzt wird das verschlimmern

Dazu haben wir noch 2 Söhne 14 und fast 10. Der jüngste ist wegen der Rötel-Erkrankung schwerhörig und hat Schwerbehindertenausweis von 40% und Zusatz RF.

Mein Mann ist seit März 2011 arbeitslos und wir bezogen bis März 2012 ALG I und seit dem ALG II

Ich weiß, dass es schon sehr lange Zeit so war - meine Mutter hat damals eine größere Wohnung bekommen, wegen meiner Schwerbehinderung.

Jetzt ist das Problem. Wir wohnen zur Zeit in Burscheid/Rhld. In einer Wohnung von 88 qm und 3 Zimmern. Auf Wunsch meiner Söhne ziehen wir nach Remscheid in eine Wohnung mit 4 Zimmern und 99 qm.

Von Stadt Burscheid, wurde auch schriftlich bestätigt, dass ich wegen meiner Hörbehinderung mit 100 % eine Wohnung mit 4 Zimmer und 105 qm beziehen darf mit meiner Familie.

Heute waren wir bei der ARGE in Remscheid und erfahre dort, dass die Miete zu teuer ist. Ich stehe vor dem Kampf mit der ARGE in Remscheid.

Es ist eine Altbauwohnung mit 99 qm und 4 Zimmern - Miete 500 Euro; Nebenkosten 96 Euro; Gas 96 Euro. Strom muss ich selber zahlen, das ist klar.

Was kann ich machen? Lohnt sich Wohnberechtigungsschein? Wenn ja, wo muss ich diese beantragen in Burscheid oder in Remscheid? Oder gibt es Hilfe bzw. Unterstützung für Behinderte - vielleicht Schwerbehindertenberatung, Verein, oder soetwas.

Ich bin noch auf diesem Gebiet noch grün hinter den Ohren und würde mich über Anregungen freuen.

Viele Grüße
Silke
 
Alt 06.04.2012, 00:45   #170
lpadoc->Emailproblem
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lpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiertlpadoc Enagagiert
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von Cilly71 Beitrag anzeigen
... Ich bin noch auf diesem Gebiet noch grün hinter den Ohren und würde mich über Anregungen freuen ... Lohnt sich Wohnberechtigungsschein ?
Was das JC-Burscheid bezüglich der Wohnungsgröße (ca. 105 Quadratmeter) mitgeteilt hat, kommt schon in etwa hin. Warum soll die Miete nach Ansicht des JC-Remscheid über der Angemessenheit liegen ? Schau znächst mal HIER nach und lese die vorhandene Richtlinie/Verfügung (Remscheid) durch - auch wenn diese noch aus 2010 stammt, nicht rechtsbindend und abschließend ist. Nach meinen Informationen wird die Verfügung aus 2010 im JC noch verwendet.

Ein "Wohnberechtigungsschein" wäre zweckmäßig für die Anmietung einer mit öffentlichen Mitteln gebauten Wohnung und kann erteilt werden von der Stadt Remscheid.

Wurde vom JC-Burscheid der Umzug bereits als notwendig erkannt ? Darauf sollte gedrängt werden, denn dies hat Auswirkung auf die damit verbundenen Aus- Umzugs- und Einzugskosten.

Allgemeine Foreninfos zum Thema findest Du auch HIER. Sollten Fragen offenbleiben - nur zu.
__

Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit (Ebner-Eschenbach)
lpadoc ist offline  
Alt 01.09.2012, 11:21   #171
sober
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sober Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von Lillybelle Beitrag anzeigen
Mein Sohn hat "G" " H" und "B", sitzt allerdings nicht im Rollstuhl und ist 8 Jahre.
Ich gehe wohl richtig in der Annahme, dass dem dann kein Mehrwohnraum zusteht, oder?
Doch, denn er hat den Vermerk.
Und wenn er ihn nicht hätte, wäre es dennoch infair. Behinderte sollen Gesunden nicht benachteiligt werden, aber untereinander werden sie auch unterschiedlich behandelt.
sober ist offline  
Alt 11.10.2012, 07:43   #172
Claudy->Emailproblem
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Beiträge: 1
Claudy
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Hallo,

die letzten Einträge in diesem Thema sind schon einige Jahre alt. Hat sich an der Rechtslage schon etwas geändert? Gibt es bereits geltende Richtlinien oder ähnliches?

Lieben Gruß und Dank
Claudy
Claudy ist offline  
Alt 15.03.2013, 18:08   #173
saurbier
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Beiträge: 2.355
saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Ob sich da was geändert hat, kann ich nicht sagen.

Bei meinem Antrag wurde eine Kopie des Schwerbehindertenausweises gemacht und zu den Akten gelegt. Danach hab ich die Merkzeichen "G" und "aG".

Im Bewilligungsbescheid für Leistungen zum Lebensunterhalt wurde jedoch weder ein Mehrbedarf für das Merkzeichen "G", immerhin wären das 17% von der Regelleistung, nach ein erhöhter Wohnraumbedarf nach $ 10 WoFG berücksichtigt.

Ich hab jetzt Widerspruch eingelegt und mich dabei genau auf diese Punkte berufen. Schauen wir mal wie es die jobcenter hier sieht.

Mal schauen was da jetzt rauskommt.



Gruß
saurbier ist offline  
Alt 16.03.2013, 00:43   #174
biddy
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biddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/inbiddy Investor/in
Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

Zitat von saurbier Beitrag anzeigen
Im Bewilligungsbescheid für Leistungen zum Lebensunterhalt wurde jedoch weder ein Mehrbedarf für das Merkzeichen "G", immerhin wären das 17% von der Regelleistung,
Den 17-%-igen Mehrbedarf gibt's nur bei Sozialgeldbezug. Bekommst Du Sozialgeld oder ALG II?

Zitat:
§ 19 SGB II

(1) 1Erwerbsfähige Leistungsberechtigte erhalten Arbeitslosengeld II. 2Nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte, die mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten Sozialgeld, soweit sie keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Vierten Kapitel des Zwölften Buches haben. [...]

Zitat:
§ 23 SGB II
Besonderheiten beim Sozialgeld
...
...
4. bei nicht erwerbsfähigen Personen, die voll erwerbsgemindert nach dem Sechsten Buch sind, wird ein Mehrbedarf von 17 Prozent der nach § 20 maßgebenden Regelbedarfe anerkannt, wenn sie Inhaberin oder Inhaber eines Ausweises nach § 69 Absatz 5 des Neunten Buches mit dem Merkzeichen G sind; dies gilt nicht, wenn bereits ein Anspruch auf einen Mehrbedarf wegen Behinderung nach § 21 Absatz 4 oder nach der vorstehenden Nummer 2 oder 3 besteht.
Zitat von Fachliche Hinweise der BA zu § 23 - Sozialgeld
.
Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen G (Randziffer 23.5):

(3) Mit der Regelung des § 23 Nummer 4 wird die Ungleichbehandlung von behinderten Sozialgeldempfängern und behinderten Leistungsempfängern im Rechtskreis SGB XII beseitigt. Nach dieser Regelung haben auch Sozialgeldempfänger, die einen Schwerbehindertenausweis (§ 69 Absatz 5 SGB IX) mit dem Merkzeichen G oder aG besitzen, einen Anspruch auf einen Mehrbedarf in Höhe von 17 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfs. Die Gewährung des Mehrbedarfes gem. § 23 Nummer 4 setzt volle Erwerbsminderung voraus; er kann somit nicht gewährt werden für Kinder, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, da diese der allgemeinen Schulpflicht unterliegen und schon auf Grund ihres Alters dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.
Quelle
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biddy ist offline  
Alt 17.03.2013, 18:52   #175
saurbier
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Standard AW: Mehrbedarf an Wohnraum für Schwerbehinderte

@ Biddy

Nun ich weiß jetzt nicht worauf Sie genau abzielen wollen, denn Sie zitieren hier Gesetzestexte.

Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II entsprechenden dem ALG-II.

Laut eben § 23 SGB II besteht für behinderte welche voll EMR sind ein Anspruch auf Mehrbedarf in Höhe von 17%, so sagt es der Gesetzestext.

Wer volle EMR erhält und über einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "G" bzw. sogar "aG" verfügt, hat demzufolge Anspruch auf entsprechende Anwendung des § 23 SGB II.

In meinem Fall steht im Rentenbescheid Seite 1

Rente wegen voller Erwerbsminderung

Nun aber kommt eben das perfide, weshalb man sich eben wieder mit den Behörden streiten darf.

Auf Seite 2. des Rentenbescheides wird ausgeführt, dass die volle EMR eben nicht nur ausgesundheitlichen sondern auch aus Arbeitsmarktgründen gewährt wird.

Hier geht es um Tricksereien seitens der Leistungsträger, eben um Leistungen einzusparen, selbstverständlich zu Lasten der Betroffenen. Den die schenken in der Mehrheit der Behörde soviel Vertrauen das sie von deren korrektem Verhalten ausgehen.

Leider merken sie dann meistens zu spät, wie man sie ausgetrickst hat.

Interessant ist doch, dass die AfA der DRV meldet (Antrag nach § 145 SGB III), dass sie, entsprechenden Gesundheitszustand prüfend keine Vermittlung wegen mangelnden Arbeitsplatz (Teilzeitarbeitsplatz) vornehmen kann.

Die DRV freut sich dann, denn sie kann damit eine zu 50% eben von der AfA bezuschusste volle EMR - Arbeitsmarktrente für 2 Jahre gewähren. Da die AfA hier nur so lange den Zuschuss zahlt, wie für die reguläre Arbeitslosigkeit, bräuchte die DRV also bestenfalls nur für max. 1 Jahr "volle Rente" zahlen, was immer noch weniger Ausgaben bedeutet, als eine reguläre volle EMR aus rein gesundheitlichen Gründen, wie es eben § 44 SGB VI wie hier vorsieht:
(2) Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wenn sie

1. voll erwerbsgemindert sind,

2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und

3. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.

Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Voll erwerbsgemindert sind auch

1. Versicherte nach § 1 Satz 1 Nr. 2, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, und

2. Versicherte, die bereits vor Erfüllung der allgemeinen Wartezeit voll erwerbsgemindert waren, in der Zeit einer nicht erfolgreichen Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Die Feststellung der Aussage "absehbare Zeit außerstande" hat der Gesetzgeber bereits unter § 145 SGB III festgelegt, insofern dort von

(1) Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben kann, die auf dem für sie in Betracht kommenden Arbeitsmarkt ohne Berücksichtigung der Minderung der Leistungsfähigkeit üblich sind, wenn eine verminderte Erwerbsfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung nicht festgestellt worden ist.

Wie mag man das dann im vorliegenden Fall beurteilen, wenn jemand bereits seit Anfang 2011 Dauer-AU geschrieben ist, ungeachtet dessen laut Feststellung des amtsärztlichen Gutachten der AfA nach Aussage der Teamleiterin hingegen nicht länger als 6 Monate Leistungsunfähig ist und daher arbeiten kann.

Das natürlich unter dem Aspekt, dass der Gutachter ausführte, das zunächst jedoch auf die Entscheidung des Rententrägers gewartet werden soll.

Wie gut die amtsärztliche Begutachtung war, kann ich auch jetzt anhand der Vorlage des besagten Gutachtens erkennen, in welchem mit keinem Wort auf die zum damaligen Zeitpunkt bevorstehende OP eingegangen wurde, ja noch nicht einmal auf den insgesamt vorliegenden Ausführungen im Reha Bericht, denn eine Prognose bei verminderter Leistungsfähigkeit wurde gar nicht abgegeben, noch viel weniger die schriftliche Feststellung der Reha-Ärzte das die weiterhin laufende Behandlung abzuwarten ist, als auch das im Reha-Entlassungsbericht ausdrücklich vermerkt ist, das weiterhin Arbeitsunfähigkeit besteht.

Wie schon Doppeloma unter einem anderen Thema ausgeführt hat, besteht bei volle EMR - Arbeitsmarktrente auf Zeit für das jobcenter gar kein Grund/Veranlassung für eine Vermittlung, denn der Rententräger hat ja bereits volle EMR anerkannt, eben weil kein Arbeitsplatz existiert.

Hier könnte man dann auch sagen, wozu also ALG-II nach dem SGB II, warum nicht gleich Sozialgeld nach dem SGB XII.

Sozialgeld nach dem SGB XII trifft aber wieder nicht zu, da man hierzu dauerhaft die volle EMR zuerkannt bekommen muss. Das ist im vorliegenden Fall der kleine Unterschied, die einen sind eben auf Zeit EMR (SGB II) die anderen dauerhaft (SGB XII).

Die Leistung nach § 23 SGB II sollen ja einen Ausgleich zum § 30 SGB XII wie von dir zitiert schaffen. Das bedeutet letztendlich, wenn ich Sozialgeld beantragen würde, stünde mir ein Mehrbedarf ja zu, der hier eben gleichfalls zugestanden werden soll um Ungleichbehandlungen zu beseitigen.


Gruß
saurbier ist offline  
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