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Start > > -> kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 14.02.2011, 01:28   #26
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Zitat:
wie ist das denn nun mit der aufschiebenden wirkung ?
ist der widerspruch aufschiebend oder nicht , der von der KK meinte es wäre nicht aufschiebend , habe dann im netz dieses rundschreiben gelesen , gilt das bei mir und gilt das für alle kassen ?
JA, DAS gilt für ALLE gesetzlichen Krankenversicherungen, wenn die KK die Weiter-Zahlung trotzdem ablehnt, solltest du mit der Ablehnung (schriftlich fordern!!!) zum Sozialgericht gehen!

Aktuell bist du NICHT NUR krank für deine letzte Tätigkeit, sondern das zählt auch weiterhin so, es gibt KEINE rechtliche Grundlage für eine andere Auslegung!

Welche §§ stehen denn drin in dem Bescheid über die Einstellung deines Krankengeldes, muß ja irgendwas gesetzliches genannt sein als Grund dafür???

Es ist uninteressant, ob die KK /MDK meint du könntest 3 Stunden an einer Pforte sitzen, du hast aktuell Anspruch auf VOLLZEIT-Krankengeld von der KK, resultierend aus deinem letzten Pflichtversicherungs-Verhältnis, das können die nicht einfach so "runterhandeln" auf einen (nicht vorhandenen) 3-Stunden-Job

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 14.02.2011, 09:44   #27
ophelia29->Emailproblem
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ophelia29
Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

huhu nochmal ,,

also in dem schreiben steht gar kein §..ich schreibe mal was alles in dem bescheid steht...

Abschluss der krankengeldzahlung wegen arbeitsunfähigkeit

sehr geehrter .....

sie waren seit dem 3.februar au und erhalten krankengeld.

nach ärztlicher ansicht besteht bei ihnen ab dem 07.02 2010 wieder arbeitsfähigkeit. ab diesem zeitpunkt besteht kein anspruch mehr auf krankengeld.

das krankengeld wird bis zum 06.02.2010 gezahlt . der antrag auf weitere zahlung von krankengeld über diesen zeitpunkt hinaus wird abgelehnt.

ihr behandelnder arzt wurde in diesem sinne bereits unterrichtet

gegen diesen bescheid können sie innerhalb eines monats nach bekanntgabe schriftlich oder zur niederschrift bei der .... (beratungsstell.... ) widerspruch einlegen.

wenn sie noch fragen haben , rufen sie uns einfach an . wir beraten sie gerne.

mfg

das ist alles was in dem bescheid steht... wie ihr seht steht 2 mal das datum von 2010 in dem bescheid...

über den letzten satz könnnte ich mich maßlos aufregen , wir helfen ihnen gerne weiter ... dann geben die mir erstmal nicht das gutachten und schicken mich von hott nach hü.... erst als ich dann mit dem leiter des mdk sprach , der mir dann sagte , das ich ein recht auf dieses gutachten habe und das die KK mir das aushändigen muß , gab es mir die KK.... dann sagt der dreist zu mir , er hätte nicht gewußt , ob er mir das geben darf....

ich könnte mich nur aufregen über diesen menschen da...

lg ophelia
ophelia29 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2011, 14:55   #28
Seebarsch->Emailproblem
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Seebarsch Seebarsch Seebarsch
Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Hallo zusammen,obwohl es die KK und die MDK besser wissen und auch in den Richtlinien festgeschrieben haben, ist bei Menschen die AU aus der Beschäftigung kommen, die weitere AU ausschließlich an den Kriterien der letzten Beschäftigung zu prüfen!
Anders sieht es bei Menschen aus, die aus der Arbeitslosigkeit kommen. Hiebei ist die Arbeitslosigkeit nach dem SGB III gemeint und nicht eine irgendwie fiktiv herbeigeführte Arbeitslosigkeit!
Nur in diesem Fall ist die weitere AU an den Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes, also auch an der Tätigkeit eines Pförtners zu beurteilen!


Gegen die Entscheidung der KK den Krankengeldbezug aufzuheben, sollte sofort ein Widerspruch eingelegt werden. Dieser hat aufschiebende Wirkung, so dass Krankengeld weitergezahlt werden muss.
Seebarsch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2011, 16:41   #29
nordlicht22->Emailproblem
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Beiträge: 3.755
nordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiertnordlicht22 Enagagiert
Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

@ ophelia 29

beantrage Akteneinsicht und zwar umfangreich
  1. MDK schriftlich - keine Begründung
  2. KK schriftlich - wahrscheinlich Begründung (Widerspruch)
  3. Klinik schriftlich - keine Begründung
  4. DRV wenn es eine Reha der DRV war - keine Begründung
Ein formloser Antrag reicht:

Sehr .....

bitte senden Sie mir meine Patientenakte in Kopie zu. Eventuell anfallende Kosten teilen Sie mir bitte vorab mit.

Ich bedanke mich für Ihre Mühen und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

seh zu das Du an die Gutachten und Entlassungsberichte kommst.

Eine Einstellung des Krankengeldes nach Aktenlage ist nicht zulässig.

Den größten Fehler liegt dann beim MDK bzw. bei dem beauftragten Arzt. Ich war vor zwei Jahren noch nicth so informiert. Bei wir war es eine Zahnärztin, die festgestellt haben wollte - nach Aktenlage, das meine hauptsächlich psych. Erkrankungen nicht mehr vorhanden wären und ich damit nicht weiter au sei.

Das war so etwas von einfach die probieren es halt überall.

Du musst bestmöglich informiert sein, was in Gutachten und Berichten drin steht. Wichtig ist auch bei der KK genauso wie bei der ARGE - so wenig wie möglich an Informationen geben. Alles schriftlich machen und vor allem nicht verunsichern lassen. Wo die SB raus bekommen hat das ich labil war, fing sie mit Terroranrufen an. Wollte mich überreden zuzugeben gar nicht krank zu sein.

Solange Deine Ärzte hinter Dir stehen kann nichts weiter passieren.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.02.2011, 19:14   #30
Machts Sinn
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Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn Machts Sinn
Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Hallo, insbesondere an die Insider hier,

diese Fälle häufen sich inzwischen so sehr, dass sich eine Komplett-Antwort-Darstellung aufdrängt. Der nachstehende Text soll ein Versuch sein, der beliebig gebraucht und fortentwickelt werden soll – im Interesse der Betroffenen.

Gruß!
Machts Sinn

Zitat:
Häufig beginnen enorme Probleme damit, dass die Krankenkasse die Krankengeldzahlung unter Hinweis auf ein Aktenlagegutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) einstellt. Da die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit nach § 4 Abs. 1 Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) nur auf Grund ärztlicher Untersuchungen erfolgen darf und die Befragung des Versicherten zu Tätigkeit, Anforderungen und Belastungen voraussetzt, ist nur schwer vorstellbar, dass die Arbeitsfähigkeit dagegen von irgendeinem MDK-Arzt ohne entsprechende Erkenntnisse aus der Ferne festgestellt werden kann. Deswegen fehlt den inzwischen verbreiteten Aktenlagegutachten oft die erforderliche medizinische Basis. Nach Auffassung des Hessischen Landessozialgerichtes bewegt sich diese Praxis wohl eher an der Grenze der Willkür und ist damit jedenfalls nicht immer akzeptabel

http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=73236&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=

In diesen aber auch in anderen Fällen einer womöglich unberechtigten Einstellung der Krankengeldzahlung ist das Allerwichtigste, dass der behandelnde Arzt weiterhin ununterbrochen arbeitsunfähig schreibt und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AUB) jeweils rechtzeitig bei der Krankenkasse eingereicht werden. Außerdem ist der sofortige – eigene – Widerspruch wichtig.

Die Begründung kann nachgereicht werden. Dafür empfiehlt sich, zumindest vorher das MDK-Gutachten in Kopie zu verlangen. Auf die Herausgabe besteht Anspruch (Akteneinsichtsrecht, § 25 SGB X, zu Kopien siehe Abs. 5 : http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__25.html)

Die Krankenkassen haben aktuelle Weisung ihrer Rechtsaufsicht, wonach im Falle des Widerspruchs bei weiter nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit aufschiebende Wirkung gilt:

http://www.bundesversicherungsamt.de/nn_1047218/DE/Krankenversicherung/Rundschreiben/Rundschreiben49,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Rundschreiben49.pdf

Dementsprechend wäre der Kasse für die (Zusage der) Weiterzahlung eine 3-Tages-Frist zu setzen und bei Nichtbeachtung ein Antrag an das Sozialgericht auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung die erste Wahl (und hilfsweise Antrag auf einstweilige Anordnung). Zudem erscheint dann wegen ausdrücklicher Abweichung von der für die Krankenversicherung intern gültigen Rechtsauslegung die Beteiligung der Rechtsaufsicht unbedingt erforderlich:

http://www.bundesversicherungsamt.de/cln_108/nn_1046662/DE/Home/homepage__node.html?__nnn=true

Manche Krankenkassen sind zwar der Rechtsaufsicht der Länder unterstellt, weswegen sich empfiehlt, ggf. um Weitergabe zu bitten.

Für den Antrag beim Sozialgericht und für die Beschwerde beim Bundesversicherungsamt braucht man nicht unbedingt einen Anwalt und hat dann auch kein Kostenrisiko. Also bevor man das aus solchen Gründen lässt, macht man es besser selbst so gut man das eben kann. Das Sozialgericht ist quasi Anwalt des Klägers, denn es gilt die Offizialmaxime.

Außerdem sollte der Arzt unverzüglich nach § 7 Abs. 2 der AU-RL verfahren: http://www.g-ba.de/downloads/62-492-56/RL_Arbeitsunfaehigkeit-2006-09-19.pdf , denn sonst ist das Gutachten des Medizinischen Dienstes grundsätzlich verbindlich. Bestehen zwischen dem Vertragsarzt und dem Medizinischen Dienst Meinungsverschiedenheiten, kann der Vertragsarzt unter schriftlicher Darlegung seiner Gründe bei der Krankenkasse eine erneute Entscheidung auf der Basis eines Zweitgutachtens beantragen.

Der Beurteilungs- bzw. Bewertungsmaßstab für die Beurteilung der AU ist § 2 Abs. 1, 3 und 4 der genannten AU-RL zu entnehmen. Einzelheiten hängen davon ab, ob man aus dem Arbeitsverhältnis heraus – a – oder aus der Arbeitslosigkeit herausb – arbeitsunfähig wird.

- a – aus dem Arbeitsverhältnis
Arbeitsunfähigkeit ist nach der ständigen Rechtsprechung des BSG gegeben, wenn der Versicherte seine zuletzt vor Eintritt des Versicherungsfalls konkret ausgeübte Arbeit wegen Krankheit nicht (weiter) verrichten kann. Daß er möglicherweise eine andere Tätigkeit trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung noch ausüben könnte, ist unerheblich. Gibt er nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit die zuletzt innegehabte Arbeitsstelle auf, ändert sich allerdings der rechtliche Maßstab insofern, als für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr die konkreten Verhältnisse an diesem Arbeitsplatz maßgebend sind, sondern nunmehr abstrakt auf die Art der zuletzt ausgeübten Beschäftigung abzustellen ist. Der Versicherte darf dann auf gleich oder ähnlich geartete Tätigkeiten "verwiesen" werden, wobei aber der Kreis möglicher Verweisungstätigkeiten entsprechend der Funktion des Krankengelds eng zu ziehen ist. Handelt es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit um einen anerkannten Ausbildungsberuf, so scheidet eine Verweisung auf eine außerhalb dieses Berufs liegende Beschäftigung aus. Auch eine Verweisungstätigkeit innerhalb des Ausbildungsberufs muß, was die Art der Verrichtung, die körperlichen und geistigen Anforderungen, die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie die Höhe der Entlohnung angeht, mit der bisher verrichteten Arbeit im wesentlichen übereinstimmen, so daß der Versicherte sie ohne größere Umstellung und Einarbeitung ausführen kann. Dieselben Bedingungen gelten bei ungelernten Arbeiten, nur daß hier das Spektrum der zumutbaren Tätigkeiten deshalb größer ist, weil die Verweisung nicht durch die engen Grenzen eines Ausbildungsberufs eingeschränkt ist. Für die Beurteilung ist unerheblich, ob der Versicherte sich arbeitslos meldet und sein Einverständnis mit einer Vermittlung in einen anderen Beruf erklärt (zum Ganzen zuletzt Senatsurteil vom 8. Februar 2000 - B 1 KR 11/99 R - BSGE 85, 271, 273 f = SozR 3-2500 § 49 Nr 4 S 12 f mwN).

Diese Argumentation hinsichtlich des Bewertungs- / Beurteilungsmaßstabes der Arbeitsunfähigkeit enthält das BSG-Urteil vom 14.02.2001, B 1 KR 30/00 R, : http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=69312nv&templateID=vollbild&xid=79424 Wer noch während des Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig und dann arbeitslos wurde, findet ein gutes Beispiel im Urteil des BSG vom 08.02.2000, B 1 KR 11/99 R: http://www.sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=3157&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Ein Auszug ergibt das Wesentliche in wenigen Sätzen:

Nach dieser Rechtsprechung … kann die Klägerin nicht … auf ihren ursprünglich erlernten Beruf als Fotolaborantin verwiesen werden, da es sich um eine völlig andere Tätigkeit handelt, die mit der zuletzt ausgeübten Beschäftigung als Altenpflegerin keine Berührungspunkte aufweist. Auch andere geeignete "Verweisungstätigkeiten" sind nicht ersichtlich. Daran ändert nichts, daß sich die Klägerin nach dem Ausscheiden aus ihrem Arbeitsverhältnis beim Deutschen Roten Kreuz arbeitslos gemeldet und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung gestellt hat. Die Arbeitsunfähigkeit entfällt nämlich, wie das BSG ebenfalls bereits entschieden hat, nicht dadurch, daß sich der Versicherte in Anbetracht seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung für eine berufliche Neuorientierung öffnet und zu erkennen gibt, daß er zu einem Berufswechsel bereit ist (Urteil vom 24. Mai 1978 - BSGE 46, 190 = SozR 2200 § 182 Nr 34; Urteil vom 2. Februar 1983 - 3 RK 43/81 - USK 8309; Urteil vom 2. Februar 1984 - SozR 4100 § 158 Nr 6 S 6; Urteil vom 15. November 1984 - BSGE 57, 227, 229 f = SozR 2200 § 182 Nr 96 S 199). Das Krankengeld ist dazu bestimmt, den krankheitsbedingten Ausfall des bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit bezogenen Arbeitsentgelts oder sonstigen Erwerbseinkommens auszugleichen; es behält seine Funktion, solange die Unfähigkeit zur Verrichtung der zuletzt ausgeübten oder einer vergleichbaren Erwerbstätigkeit andauert. Allein die Bereitschaft, eine dem verbliebenen Leistungsvermögen entsprechende Arbeit anzunehmen, beseitigt deshalb nicht den für den Krankengeldanspruch maßgebenden Bezug zu der früheren Beschäftigung. Erst mit der tatsächlichen Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit endet dieser Bezug und wird die neue Tätigkeit zur Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit (BSGE 57, 227, 229 f = SozR 2200 § 182 Nr 96 S 199).

- b – aus der Arbeitslosigkeit
Bei Arbeitsunfähigkeit aus der Arbeitslosigkeit heraus ist der Bewertungsmaßstab für die Arbeitsunfähigkeit in § 2 Abs. 3 der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) definiert. Danach sind Arbeitslose arbeitsunfähig, wenn sie krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, leichte Arbeiten in einem zeitlichen Umfang zu verrichten, für den sie sich bei der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt haben. Dabei ist es unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachging. http://www.g-ba.de/downloads/62-492-56/RL_Arbeitsunfaehigkeit-2006-09-19.pdf

Somit haben Arbeitslose zwar keinen Berufsschutz. Die berufliche Qualifikation fließt aber insoweit in die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Beschäftigung ein, als sie sich in dem Entgelt widerspiegelt, das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zu Grunde liegt. Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes können Arbeitslose somit nicht auf jede Tätigkeit des Arbeitsmarktes verwiesen werden. Maßstab für die Arbeitsunfähigkeit sind vielmehr nur Arbeiten, auf die sie nach dem Recht der Arbeitsförderung verwiesen werden können (zumutbare Beschäftigung). http://lexetius.com/2006,907 und vorausgehende Urteile.

Die Grenzen der Verweisbarkeit werden - wie im Bereich des Arbeitslosengeldes I – durch § 121 Abs. 3 SGB III bestimmt, also über Entgeltabstufungen. Damit ist die Verweisung auch krankenversicherungsrechtlich immer unzumutbar, wenn das aus den möglichen Beschäftigungen erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld (wäre). http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__121.html Während der ersten drei bzw. sechs Monate der Arbeitslosigkeit liegt die Grenze noch wesentlich höher.

Trotzdem weiß man nie, was letztlich nach einem Widerspruch oder gar nach einer Klage rauskommt; deswegen ist unbedingt und schnellstens die vorsorgliche persönliche Arbeitslosmeldung und Antragstellung auf Arbeitslosengeld erforderlich – auch wenn das weitere Procedere hierzu zunächst nicht vordringlich erscheint.

http://www.arbeitsagentur.de/nn_25650/Navigation/zentral/Buerger/Arbeitslos/Alg/Alg-Nav.html

Dabei ist besonders wichtig, dass die Frage "Bei einer ärztlichen Begutachtung bin ich bereit, mich im Rahmen des festgestellten Leistungsvermögens für die Vermittlung zur Verfügung zu stellen" mit "ja" beantwortet wird und die übrigen Aussagen und das Verhalten ebenfalls so ausgerichtet sind.

Arbeitslosengeld kann auch bekommen wer arbeitsunfähig ist, denn AU heißt aus dem Arbeitsverhältnis heraus ja nur, dass die letzte oder ähnliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Für das Arbeitslosengeld muss Verfügbarkeit vorliegen, und dem steht nicht entgegen, wenn die beispielsweise für die letzte Tätigkeit als Dachdecker Arbeitsunfähigkeit festgestellt ist aber eine leichte Tätigkeit im Warmen (z. B. als Pförtner) in Betracht käme http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__119.html Mann muss also eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende zumutbare Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des in Betracht kommenden Arbeitsmarktes ausüben können und dürfen.

Außerdem gibt es die Nahtlosigkeitsregelung für Leute, die wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung seiner Leistungsfähigkeit versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigungen nicht unter den Bedingungen ausüben könne, wenn der Rententräger verminderte Erwerbsfähigkeit noch nicht festgestellt hat http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__125.html

Entweder steht also Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu. Das muss die Krankenkasse mit der Arbeitsagentur bzw. die Arbeitsagentur mit der Krankenkasse klären, denn die sind zur engen Zusammenarbeit verpflichtet http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__86.html Bei Verzögerungen könnte der Vorschrift des § 43 SGB I Bedeutung beikommen: Besteht ein Anspruch auf Sozialleistungen – Krankengeld oder Arbeitslosengeld – und ist zwischen den beiden Leistungsträgern streitig, wer zur Leistung verpflichtet ist, kann der unter ihnen zuerst angegangene Leistungsträger vorläufig Leistungen erbringen. Er hat Leistungen zu erbringen, wenn der Berechtigte es beantragt; die vorläufigen Leistungen beginnen spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags. http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__43.html Deswegen empfiehlt sich, diese Vorschrift von Anfang an zu benennen und vorsorglich sofort einen entsprechenden Antrag zu stellen. Ob es hilft? Wer weiß, aber schaden kann es nicht.

Arbeitslosengeld ist auch durch einen bestehenden Arbeitsvertrag nicht ausgeschlossen, wenn das Arbeitsverhältnis ruht, weil die vereinbarte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.

Mit dem Arbeitslosengeldbezug wäre dann auch die weitere Krankenversicherung gegeben, bis dahin muss diese selbst sichergestellt werden.

Wenn die Krankenkasse ihre Entscheidung später dann korrigiert wird aus der Krankengeldnachzahlung bisher geflossenes Arbeitslosengeld erstattet.

Im Übrigen sind sowohl die Krankenkassen wie auch die Arbeitsagenturen zur Aufklärung, Beratung und Auskunft verpflichtet: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/BJNR030150975.html#BJNR030150975BJNG000500314
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Alt 15.02.2011, 01:35   #31
Doppeloma
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Hallo ophelia,

ist ja ein SUPER-Bescheid, Krankengeld wird eingestellt OHNE Begründung (OHNE Rechtsgrundlage!!!)!!!

Die "Begründung" du seiest "wieder arbeitsfähig" ist Unsinn, da man dir ja mitgeteilt hat, du bist NICHT arbeitsfähig für deine letzte Tätigkeit und NUR DAS ZÄHLT aktuell.

Die "Wunschvorstellung", dass du nun 3 Stunden an irgendeiner Pforte sitzen könntest, ist nicht rechtskonform und wurde wohl genau darum auch in dieses Schreiben NICHT aufgenommen.

Steht das mit dem "Pförtner" so im MDK-Gutachten drin???
WAS GENAU steht in dem MDK-Gutachten drin, zu deiner letzten Tätigkeit, bist du dafür eindeutig AU vom MDK

Such dir bitte die übergeordnete Stelle deiner Krankenversicherung raus, schreibe eine Beschwerde zu diesem Vorgang (erwähne bitte auch die falschen Daten von 2010!!!) und sende sowohl den "Bescheid", als auch das MDK-Gutachten in Kopie mit.

Das gleiche Schreiben (plus Kopien) würde ich zusätzlich als Beschwerde direkt ans Bundesaufsichtsamt senden, ich glaube die brauchen dringend etwas "Feuer unter dem Hintern"


Lass dir das nicht gefallen, es wird Zeit aus ALLEN Rohren zu schießen

MfG Doppeloma
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Alt 15.02.2011, 06:56   #32
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ophelia29
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huhu mal wieder,

also in dem gutachten des mdk steht folgendes in dem bereich der für au zutreffend ist..

das letzte arbeitsverhältnis wurde nach angaben von ....zum 30.06.2010 beendet . für die bis dahin ausgeübte tätigkeit müßte zwar noch von arbeitsunfähigkeit ausgegeangen werden. es besteht jedoch m. E. verweisbarkeit beim arbeitsamt für eine geeignete tätigkeit ohne besondere anforderungen an die mechanische belastbarkeit und kraft der rechten hand. von daher kann die arbeitsunfähigkeit m. E. zum 06.02.2011 beendet werden.
die vorstellung in der schmerzambulanz des krankenhauses am 18.02 kann auch neben der meldung beim arbeitsamt erfolgen. der patient wurde bereits darauf hingewiesen , dass auch durch eine vorstellung in der schmerzambulanz nicht mit einer sofortigen änderung der beschwerden gerechnet werden kann.
wir bitten gegebenfalls noch um zusendung eines aktuellen handchirurgischen befundsberichts mit stellungnahme zu den gestellten diagnosen und zum konkrete geplanten weiteren prozedere.

mfg

ich habe jetzt erstmal widerspruch eingelegt und darauf vermerkt das begründung folgt und habe sie auf das rundschreiben hingewiesen.

@doppeloma: beschwerde ans bundesaufsichtsamt ? meinst du damit ans bundesversicherungsamt als übergeordnete stelle...wie gesagt , ich kenn mich da echt nicht aus.

ich muss gestehen nach den ganzen stunden , die ich mich jetzt im netz hier rumtreibe und euren ganzen berichten hauptsächlich gestern von " machts sinn " folge , langsam fängt es an spass zu machen. ich glaube echt , das in der beratungsstelle absolute dussel sitzen, vielleicht sollte ich mich demnächst da mal bewerben, ich habe bestimmt bald ein höheres niveau was dieses thema angeht .

lg und danke nochmals

ophelia
ophelia29 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2011, 07:09   #33
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ophelia29
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sry nochmal ich

wie muss ich damit umgehen was " machts sinn " oben schrieb ?
Gibt er nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit die zuletzt innegehabte Arbeitsstelle auf, ändert sich allerdings der rechtliche Maßstab insofern, als für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr die konkreten Verhältnisse an diesem Arbeitsplatz maßgebend sind, sondern nunmehr abstrakt auf die Art der zuletzt ausgeübten Beschäftigung abzustellen ist. Der Versicherte darf dann auf gleich oder ähnlich geartete Tätigkeiten "verwiesen" werden, wobei aber der Kreis möglicher Verweisungstätigkeiten entsprechend der Funktion des Krankengelds eng zu ziehen ist. Handelt es sich bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit um einen anerkannten Ausbildungsberuf, so scheidet eine Verweisung auf eine außerhalb dieses Berufs liegende Beschäftigung aus. Auch eine Verweisungstätigkeit innerhalb des Ausbildungsberufs muß, was die Art der Verrichtung, die körperlichen und geistigen Anforderungen, die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie die Höhe der Entlohnung angeht, mit der bisher verrichteten Arbeit im wesentlichen übereinstimmen, so daß der Versicherte sie ohne größere Umstellung und Einarbeitung ausführen kann. Dieselben Bedingungen gelten bei ungelernten Arbeiten, nur daß hier das Spektrum der zumutbaren Tätigkeiten deshalb größer ist, weil die Verweisung nicht durch die engen Grenzen eines Ausbildungsberufs eingeschränkt ist.

ich habe 2 ausbildungen gemacht , aber die arbeitsstelle , die ich zuletzt inne hatte , war der eines logistikers oder einfach lagerarbeiter , ist zwar ein ausbildungsberuf , allerdings habe ich diesen nicht gelernt , weil ja in der regel in dem bereich nur leute aus anderen berufen arbeiten, als beispiel, bei uns waren ca. 150 beschäftigte im lager , davon waren 3 auch gelernte lagerfachkräfte.

kann man daraus nicht vielleicht schließen , das der mdk doch recht hat und ich eine andere tätigkeit machen könnte , da ich ja seit dem 30.06. keinen job mehr habe. nur bekomm ich doch auch keinen job , wenn ich denen sage , das ich tägliche schmerzen habe und es mir auch mittlerweile von der psyche dreckig geht.. deswegen habe ich mir ja auch bisher keinen anderen job gesucht...

es ist ja schön sich nach und nach ein wenig besser auszukennen , aber da sind ja oft sachen bei , die man so aber auch gegenteilig auslegen kann...

ophelia29 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2011, 09:46   #34
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Zitat von ophelia29 Beitrag anzeigen

kann man daraus nicht vielleicht schließen , das der mdk doch recht hat und ich eine andere tätigkeit machen könnte
Hallo Ophelia,

nein, das kann man nicht. Du schaust hier BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden - Suche und siehst, welche Anforderungen ein Lagerarbeiter zu erfüllen hat:

Arbeitsbedingungen:

Im Freien sorgen Lager- und Transportarbeiter/innen beispielsweise für die richtige Verladung der Waren und sind dabei der Witterung ausgesetzt. In Lagerhallen, häufig bei künstlicher Beleuchtung, stellen sie Sendungen zusammen. In Werkhallen arbeiten sie z.B. an Verpackungsmaschinen. Geräte und Maschinen wie automatisierte Hochregale, Gabelstapler, Brückenkräne oder automatische Förder- und Sortieranlagen helfen ihnen bei der Arbeit. Sorgfältig buchen sie am Computer mithilfe spezieller Lager- und Logistik-Software alle Bestandszu- und -abgänge und lagern die Güter am vorgegebenen Platz. So wahren sie die Ordnung im Lager und sichern den schnellen Zugriff auf das Lagergut.
Beim Transport, Einlagern und Verladen beachten Lager- und Transportarbeiter/innen die geltenden Sicherheitsvorschriften und berücksichtigen, dass jede Ware spezielle Eigenschaften hat, die eine bestimmte Handhabung erfordern. Gelegentlich tragen oder heben sie auch schwere Gegenstände von Hand. Häufig geht es in ihrem Arbeitsbereich laut zu und sie tragen deshalb Gehörschutz. Mit Sicherheitskleidung schützen sie sich vor Verletzungen.
Lager- und Transportarbeiter/innen erledigen ihre Aufgaben in der Regel im Team. Sie arbeiten beispielsweise mit Fachkräften für Lagerlogistik, Verpackern und Verpackerinnen, Kommissionierern und Kommissioniererinnen sowie Frachtführern und -führerinnen zusammen.
Die Arbeitszeiten von Lager- und Transportarbeitern und -arbeiterinnen hängen stark von der Branche ab, in der sie beschäftigt sind. Meist arbeiten sie in Wechselschicht und zum Teil auch in Nachtschicht.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen
  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. automatisierte Hochregale, Gabelstapler, Brückenkräne, automatische Förder- und Sortieranlagen, Computer zum Abbuchen der entnommenen Waren)
  • Handarbeit (z.B. Verladen der Lieferungen per Hand)
  • schweres Heben und Tragen (gelegentlich schwere Gegenstände heben oder tragen)
  • Arbeit im Freien (im Umschlagbereich von Logistikunternehmen für die richtige Verladung der Waren sorgen)
  • Arbeit in Lagerhallen (z.B. Transport- und Fördergeräte bedienen, Sendungen nach Kundenaufträgen zusammenstellen)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen (z.B. an Verpackungsmaschinen arbeiten)
  • Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (je nach Witterung bei der Arbeit im Freien)
  • Arbeit bei künstlicher Beleuchtung (in Hochregallagern oder Lagerhallen)
  • Arbeit unter Lärm (z.B. Verpackungsmaschinen, automatisierte Hochregale, Gabelstapler, Brückenkräne oder automatische Förder- und Sortieranlagen)
  • Unfallgefahr (beim Arbeiten mit automatisierten Hochregalen, Gabelstaplern, Brückenkränen oder automatischen Förder- und Sortieranlagen)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Gehörschutz oder Signalwesten)
  • Gruppen-, Teamarbeit (Zusammenarbeiten mit anderen Fachkräften beim Einlagern und Verladen der Waren)
  • Schichtarbeit
Dann stellst du fest, dass du mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen solche Anforderungen allgemein nicht mehr erfüllen kannst, weder als Lagerarbeiter noch in einer anderen vergleichbar schweren Tätigkeit.

Und der andere erlernte Beruf ist nicht weiter relevant, wie das obige Beispiel mit der Fotolaborantin zeitg.

Also viel Erfolg - und gute Besserung!

Gruß!
Machts Sinn
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Alt 17.02.2011, 13:23   #35
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ophelia29
Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

hallo mal wieder,

also ich bring euch mal auf den neuesten stand, ist ja erst ein paar tage her aber naja...

also ich bin ziemlich deprimiert muß ich sagen , habe warum auch immer gedacht , das ich weiter krankengeld bekomme wenn ich nur widerspruch einlege , aber so ist es wohl nicht.
habe also erstmal widerspruch eingelegt mit verweis auf das rundschreiben des BVA , und desweiteren geschrieben , das begründung folgt und das ich damit rechne , das weiter krankengeld gezahlt wird. ich bin von meinem facharzt weitere 4 wochen AU ( zählt aber ja wohl nicht da widerspruchsabteilung mir telefonisch sagte Ober schlägt Unter... frechheit aber wahrscheinlich wahr ) bin aber auch von meiner hausärztin au , wegen meiner angeknacksten psyche ( bleibt ja nicht aus bei dem mist ).
habe heute mit dem BVA telefoniert , ich möge doch bitte einen schriftliche eingabe machen , dann würden die die akte anfordern und so weiter..
habe dann mit der widerspruchsabteilung gesprochen , mein widerspruch ist noch nicht bei dennen , bekam aber die auskunft das das verfahren bis zu 3 monaten dauern kann und sie natürlich davon ausgehen , das keine aufschiebende wirkung vorliegt.
das bedeutet für mich , das ich ende des monats mit wesentlich weniger geld da stehe , sofern das arbeitsamt überhaupt zahlt.
da ich nur eine lagertätigkeit hatte und leider nicht viel geld verdiente , wird das alg nicht die welt sein...
ich muß gestehen , mir wird ganz übel , wenn ich an die nächsten wochen denke...
das dieser blöde mdk arzt so eine macht hat , nach einer 5 minütigen untersuchung , die sich nur auf meine rechte hand bezog , kann ich nicht wirklich verstehen.
ich bin jetzt gerade an einem punkt , wo ich mich frage , was der ganze schei*s soll....
achja der mensch bei der widerspruchsabteilung sagte auf die frage nach § 43 , wie ich da vorgehen soll , der würde ja nicht greifen , da es ja nach ansicht der kasse nicht streitig ist , wer zahlt , da die kasse bzw der arzt ganz klar schrieb , das keine au mehr vorliegt ( also was meine letzte tätigkeit angeht schon , aber
seines erachtens liegt verweisbarkeit beim arbeitsamt , weil ich ja beschäftigung ohne besondere anforderungen an die mechaniche belastbarkeit und kraft der rechten hand... )

ich sags euch , die spinnen die kassen und der ganze müll der damit zu tun hat


lg ophelia
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Alt 17.02.2011, 19:29   #36
Machts Sinn
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Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Zitat von ophelia29 Beitrag anzeigen
ich sags euch , die spinnen die kassen
Ja, das sehe ich auch so, jedenfalls wissen sie nicht was sie tun und noch weniger was sie damit bewirken - also setzen síe auf völlige Ignoranz und stellen sich dumm und tod.

Da hilft offenbar nur "treten", natürlich rechtlich gemeint, sich nichts gefallen lassen, kämpfen, aus allen Rohren schießen an die Krankenkassenzentrale, das Bundesversicherungsamt, den Patientenbeauftragten der Bundesregierung und an das Sozialgericht - immer mit der Überlegung im Hinterkopf, dass sich das mit einer Petition an den Petitionsausschuss noch steigern lässt und erst nach vorheriger Abklärung, dass die Kasse trotz allem was da auf sie zukommt, bei ihrer ablehnenden Haltung bleiben will.

Gemeinsam sind wir stark und können etwas bewirken. Das sieht ganz anders aus, wenn jeder Einzelne verzagt.

Also Kopf hoch und nicht aufgeben! Wird schon werden ...

Gruß!
Machts Sinn
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Alt 18.02.2011, 00:58   #37
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Hallo ophelia29,

Zitat:
habe heute mit dem BVA telefoniert , ich möge doch bitte einen schriftliche eingabe machen , dann würden die die akte anfordern und so weiter..
Dann TU das doch bitte auch, WIE sollen die dir sonst helfen, Telefonate HELFEN bei sowas nur zur kurzen Orientierung, WAS, WARUM, WOHIN, ansonsten ...

Mach doch bitte was die dir gesagt haben, die haben wirklich schon vielen (wieder/weiter) zu ihrem Krankengeld verholfen, es nützt NIX wenn du den Kopf jetzt in den Sand steckst.

Schreib eine Beschwerde, pack Kopien von den Schreiben der KK dazu und schick das (per Übergabe-Einschreiben) da hin!!!

Schreib da auch gleich mit rein, "dass die KK sich einen Teufel um die Anweisung von ganz oben schert, wegen der "aufschiebenden Wirkung bei Widerspruch" und WAS man dir dazu am Telefon gesagt hat.

Ist NUR so zur Info, denn beweisen KANNST du NIX was am Telefon "gesagt wird", deshalb bekommst du sowas ja auch NICHT schriftlich.

WAS du schon schriftlich hast spricht aber schon eine deutliche Sprache, also RAFF dich auf und TU was, darauf, dass du jetzt aufgibst warten die doch nur

MfG Doppeloma
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Alt 18.02.2011, 04:03   #38
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Frage AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

Hallo Machts Sinn,

Zitat:
Ja, das sehe ich auch so, jedenfalls wissen sie nicht was sie tun und noch weniger was sie damit bewirken
OH doch, DIE WISSEN SEHR genau WAS sie tun, denn dieser Spar-Wahnsinn hat Methode und immer MEHR Krankenkassen beteiligen sich an diesen perfiden Machenschaften, da kann MIR KEINER mehr erzählen, dass "sie nicht wissen, was sie tun"

Was sie damit bewirken WISSEN sie wahrscheinlich GENAU so gut, denn wiklich "sparsam" wird dieses systematische "Kaputtspielen der Kranken" auf die Dauer bestimmt NICHT.

Das kostet in VIELEN Fällen zukünftig (mit Sicherheit!!!) zusätzliche langwierige Behandlungen /Klinikaufenthalte /Neuentstehung und Chronifizierung von Krankheitszuständen, besonders im psychischen Bereich... aber dafür steht ja dann die Möglichkeit der zusätzlichen Beiträge zur Verfügung

... DAS können sich dann viele nicht mehr leisten, also geht man am Besten gar nicht mehr zum Arzt, bis man in der Klinik landet...

Ich mag gar nicht weiterdenken....

MfG Doppeloma
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Alt 18.02.2011, 23:49   #39
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ophelia29
Standard AW: kein Krankengeld und ALGI nicht mehr, obwohl noch Restanspruch besteht

huhu,

also , ich habe am dienstag nen termin beim anwalt, da mir das ganze §§ wirrwarr und die unterschiedlichen auslegungen von versicherungen, BVA und auch urteile von sozialgerichten zu umfangreich zu sein scheinen mich selbst durch die materie zu wühlen.. ich möchte mir nicht vorwerfen später nicht alles getan zu haben.
nachdem ich letzte woche bei einem psychotherapeuten war und der in seinem bericht an meine hausärztin schrieb , das er mich momentan für au hält und eine psychotherapie angezeigt wäre , hat meine hausärztin mich wegen der psyche erstmal weiter au geschrieben...aber das scheint ja der KK egal zu sein , wie ich dann nachher erfuhr

warum hat die krankenkasse nach einer nun anderen krankheit nicht die pflicht zur zahlung von krankengeld ?

ich ging davon aus , das jetzt ja nun von einem anderen arzt eine au vorliegt , die mit dem gutachten nichts zu tun hat , das dann die kasse doch zahlen muss....

selbst der mdk hat in seinem gutachten nach nur einem fragebogen den ich nicht komplett ausfüllte ins gutachten geschrieben , das eine leichte depression zu erkennen ist.
das steht in dem gutachten ohne das der arzt mir eine frage zu meiner psyche gestellt hat .

bei der kk sagte man mir heute , auf den auszahlungsscheinen hätte ja nur immer bei diagnose gestanden s.o. also wegen der beschwerden der hand und nicht das ich auch von der psyche her angeknackst bin. auf mein fragen , was denn der handchirurg damit zu tun hätte , sagte der kassenmensch , ja der arzt muss mich ja komplett untersuchen ????? , die spinnen die römer.

nur ganz kurz dazu nochmal, ich war schon im november bei meiner hausärztin nachdem ich seit juli unter extremen schlafstörungen litt und ließ mich aber nicht au schreiben , weil ja eine au wegen der hand vorlag...

als ich dem facharzt sagte was die KK mir dazu sagte das er ja auch auf den auszahlungschein das hätte schreiben können , hat der sich bald kaputt gelacht. er schreibt jetzt einen bericht , wie genau es mit der hand aussieht , mal sehen was da noch kommt....
und mal sehen was der anwalt sagt...

ich bin mal gespannt wie lange es dauert , bis es ein urteil gibt , in dem bezug genommen wird auf das rundschreiben , das ich persönlich als doch sehr weitreichend sehe.. in anderen foren haben kk beschäftigte geschrieben , das sie der meinung sind , das sich an der rechtsprechung der gerichte trotz des rundschreibens nichts ändern wird...

ich bin auf jedenfall dankbar für die diskussionen hier und die damit einhergehenden hilfsansätze
ich werde zusätzlich wie doppeloma schrieb ein schreiben an das bva richten , um auch von da eine weitere meinung zu hören...

ich bin echt gespannt , bitte aber noch um antwort auf meine frage von oben , ist mit dem gutachten es echt so , das ich aus dem krankengeld raus bin , was wäre wenn ich jetzt nen unfall habe , ich kann kaum glauben , das eine AU von einem anderen arzt jetzt gar nichts bewirkt. das darf doch nicht sein oder ?


lg ophelia
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Alt 24.02.2011, 17:19   #40
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hi mal wieder ,

also habe die sache an einen anwalt übergeben , der hat sofort fax an KK geschickt mit fristsetzung , wenn nicht gezahlt wird , gehen wir zum SG.
war diese woche beim schmerztherapeuten, ich werde stationär aufgenommen, mein facharzt hat mir nochmals bestätigt , das sie natürlich an der au festhalten, das sieht denk ich ganz gut aus, hoffe ich.

nun eine andere frage , hoffe auch da gibt es leute hier die sich auskennen.
ich hatte im letzten jahr einen arbeitsunfall, von dem tag an hatte ich schmerzen , die dann nach mehreren wochen schlimmer wurden. bei dem unfall handelt es sich nur um einen recht kleinen , bei dem meine hand gequetscht wurde , es wurde nur eine bandverletzung festgestellt.
nach 6 monaten meinte die BG , das die beschwerden in meiner hand ihrer meinung nach nicht auf den unfall zurückzuführen sind und stellte die zahlung von verletztengeld ein
( ich hatte bis zu dem tag des unfalls niemals probleme mit der hand ).
widerspruch läuft.
meine frage , ich bin dann im november operiert worden , die handchirurgen gehen davon aus , das die beschwerden auf den unfall zurückzuführen sind , aber man kann das nicht beweisen . es wurde ein ringband durchtrennt, das wird häufig bei etwas älteren patienten gemacht , da es bei überlastung meistens bei älteren menschen zu der gleichen diagnose kommt.
meine schmerztherapeutin geht auch davon aus , das sich nach dem unfall im letzten jahr schon mein CRPS entwickelt hat , aber auch sie kannn es natürlich nicht beweisen, aber es spricht vieles dafür , weil die schmerzen nach dem unfall ja schlimmer wurden bis heute...
muss ich beweisen irgendwie , das meine beschwerden durch den unfall ausgelöst wurden , das geht schlecht und auch kein arzt kann das , was mach ich also , kann die BG einfach sagen , das liegt nicht an dem unfall ?
wo steht etwas über dieses thema ?

hoffe auch hierbei kann jemand helfen


dat ophelchen
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