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Start > > -> Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 30.01.2018, 18:13   #26
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo saurbier,

das hast du schon sehr gut alles aufgeführt und erklärt.

Zitat:
Da sollte man schon so präzise wie möglich Auskunft geben, denn jeder Arzt oder jedes Krankenhaus da dich da mal behandelt hat, kann da auch wohlmöglich deinen Gesundheitszustand präzisieren, wenn die DRV dort wohlmöglich eine Abfrage nach medizinischen Unterlagen vornehmen sollte.
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.

Recht aktuelle Arzt-Befunde und Klinikberichte sollte man besser in Kopie direkt dem Antrag beifügen (so aus den letzten 2 - 3 Jahren je nach Umfang der Unterlagen), denn wie du schon selbst festgestellt hast, hält sich der Fleiß der DRV in sehr engen Grenzen sich das selber alles zu besorgen.

Zitat:
Falls - was wir mal nicht hoffen wollen, es zu einer Ablehung kommen sollte, dann müsstest du die Begutachtungsunterlagen von der DRV anfordern (steht dir rechtlich zu) um dann zu schauen, ob die DRV tatsächlich alle Unterlagen von den von dir angegebenen Ärzten etc. auch wirklich zur Abklärung angefordert hat.
Das mussten wir leider auch erst lernen, dass man sich darauf besser nicht verlassen sollte und die wichtigste medizinische "Munition" besser selber schon mit einreicht bei der Antragstellung, damit muss sich dann nämlich deren Med. Dienst schon im Antragsverfahren befassen und NICHT erst im Widerspruch.

Zitat:
Das würde dir dann die notwendige Munition im Widerspruchs/Klageverfahren geben, denn zumeist fordert die DRV überhaupt keine ärztlichen Unterlagen an und stüzt ihre Entscheidung eher auf den letzten vorliegenden Rehabericht.
So hat man doch etwas mehr Aussichten und ist nicht unbedingt darauf angewiesen, dass die DRV schon machen wird, was eigentlich auch ihre Pflicht wäre.

Zitat:
Ist der wie du schreibst dann echt älter als 4 Jahre dürfte das Ergebnis daraus wohlmöglich auch nicht gerade besonders positiv ausfallen.
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...

Ein ganz extremes Beispiel habe ich bei einer guten Bekannten erlebt (ohne Einsicht in die Original-Unterlagen von ihr hätte ich gemeint: "Das gibt es doch gar nicht" ), sie bekam ihren Ablehnungsbescheid nach genau 9 Kalendertagen, man habe ihren Gesundheitszustand "gründlichst" geprüft ...

Im fristwahrenden Widerspruch wurde dann Akteneinsicht gefordert und es kam doch tatsächlich EIN Reha-Bericht der schon 7 Jahre alt war, damit war bereits ihr erster EM-Renten-Antrag abgelehnt worden.

Besonders unglaublich war aber der Inhalt dieses Reha-Berichtes, es wurde bereits zu dieser Zeit von einem "komplett aufgehobenen Leistungsvermögen" für den allgemeinen Arbeitsmarkt geschrieben und eine Besserung der Erwerbsfähigkeit für die Zukunft als eher sehr unwahrscheinlich angesehen ...

Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.

Sie musste also trotzdem noch (wieder) bis zum Gericht mit diesem 2. Antrag, dort war der Richter dann aber mal sehr schnell mit einer neuen Begutachtung, dann bekam sie endlich die EM-Rente (unbefristet) bewilligt.
Allerdings erst ab dem Tag der gerichtlichen Begutachtung wurde von der DRV die bestehende EM anerkannt ...

Zitat:
Das Formular R215 ist ein freiwilliges, dann kannst du dann deine Gesundheitseinschränkungen aus deiner eigenen Sicht den Herrschaften etwas näher bringen.... Das bleibt eher deiner eigenen Entscheidung überlassen - ist eben freiwillig.
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...

Wer das später (vielleicht) mal zu meinem Nachteil ausnutzen könnte was ich darin für Angaben mache, das weiß auch keiner wirklich, Generationen brauchten solchen Mist NICHT auszufüllen um EM-Rente zu bekommen, warum also neuerdings diese Papierverschwendung ???

Ich selbst habe das verweigert, kam erstmalig mit dem Verlängerungsantrag, ging direkt in meine Altpapier-Kiste ...
Zumindest sollte man nicht versäumen das ausgefüllte Formular für sich zu kopieren, damit man später auch noch weiß, was man da so alles geschrieben (und für seine berufliche Zukunft so geplant) hatte ...

Geschadet hat es mir offenbar auch nicht, meine EM-Rente (es war sogar eine "Arbeitsmarktrente" vorher) wurde ohne Probleme auf "unbefristet" (als reguläre EM-Vollrente) verlängert.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2018, 13:01   #27
saurbier
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.03.2013
Beiträge: 2.160
saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo Doppeloma,

dank für die Präzisierung meiner Ausführungen, womit hoffentlich nun jeder den Vorgang der Antragstellung besser verstehen wird/dürfte.

Zitat:
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.
Im Bezug auf alte allgemeine medizinische Unterlagen sehe ich das auch und geb dir natürlich recht. Was nicht mit dem Rentenantrag in zusammenhang steht, braucht auch nicht beigefügt werden.

Richtig ist natürlich, dass man als Antragsteller am besten gleich die aktuellen Befunde in Kopie beifügen sollte (mitunter leider nicht jedem möglich mangels Kopiermöglichkeit), hab ich z.B. damals ja auch so gemacht.

Zitat:
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...
Nun ja, dass war/ist mir schon klar, weshalb ich ja auch schrieb, das ich so meine Bedenken habe wenn bereits alte Reha-Unterlagen existieren. Da wird sich die DRV im jetzigen Antrag allzugerne drauf stürzen und nur zu gerne berufen, vor allem wenn da wohlmöglich eine volle Verfügbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt attestiert sein sollte.

Da wäre es dann im Falle einer möglichen Ablehnung eben unter Berufung auf den alten Rehabericht ggf. angeraten im Widerspruchsverfahren auf eine neue Reha zur Abklärung zu bestehen, denn wie wir ja alle wissen kann sich in 4 Jahren gesundheitlich sehr viel ändern. (Nur so als Empfehlung)

Zitat:
Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.
Na ja, dass ist doch auch nichts neues.

Ich denke da nur an meinen letztmaligen Rentenantrag aus 2012, damals kam auch ganz schnell die Ablehnung des Widerspruches - Tenor man halte sich an das Urteil des BSG -.

Selbst jetzt auf meinen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X für den sich die DRV doch ein ganze Jahr ließ, kam nur eine banale Begründung hervor, dergestalt wie die Rechtslage eben eine Aufhebung und Rückforderung vorschreibt. Auf den Umstand dass die Rechtslage (Aufhebung der bisherigen BU-Rente und neuer Bescheid mit Arbeitsmarktrente, trotz ungekündigter Arbeitsstelle) vollkommen falsch angewandt wurde ging man nur dergestalt ein, dass ich dafür einen extra Überprüfungsantrag zu stellen hätte - was für ein unfug. Ich sag dazu nur Kausalität.

Zitat:
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...
Na ja, das mag ich von hier vielleicht ein wenig anders beurteilen. Klar weiß niemand, welche Auswirkungen solch eine Eigeneinschätzung nun hat und ob sich sowas überhaupt ein Endscheidungsträger bei der DRV anschaut.

Ich hab den Bogen auch nur bei der ersten Antragstellung beigefügt. Bei den bisherigen Verlängerungen lag der den Unterlagen eh schon nicht mehr bei.

Ich hab deshalb ja auch geschrieben, dass es jedem selbst überlassen bleibt. Es mag ja Leute geben, welche auch eine überzeugende Darstellung ihrer bereits medizinisch attestierten gesundheitlichen Einschränkungen im Bezug auf ihren täglichen Alltag sehr gut beschreiben können.

Wer sich sowas nicht zutraut, der sollte es dann besser lassen.


Vom Grundsatz her gilt aber für jeden Antragsteller,
1. sich alle Befunde vorab für seine eigenen Akten zu Kopieren,
2. von allen ausgefüllten Antragsformulare vor dem Absenden selbst eine Zweitschrift zu den Akten zu legen,
3. jedes wichtige Behördenschreiben (Anträge/Widersprüche/Klageschriften) auf sicherem Weg zu versenden (Einschreiben, Einschreiben mit Rückschein), denn wir wissen ja, wie selten Anträge und plötzlich Widersprüche bei den Behörden ankommen und sei es nur um Fristen einhalten zu können.


Grüße saurbier
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