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Start > > -> Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 30.01.2018, 19:13   #26
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo saurbier,

das hast du schon sehr gut alles aufgeführt und erklärt.

Zitat:
Da sollte man schon so präzise wie möglich Auskunft geben, denn jeder Arzt oder jedes Krankenhaus da dich da mal behandelt hat, kann da auch wohlmöglich deinen Gesundheitszustand präzisieren, wenn die DRV dort wohlmöglich eine Abfrage nach medizinischen Unterlagen vornehmen sollte.
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.

Recht aktuelle Arzt-Befunde und Klinikberichte sollte man besser in Kopie direkt dem Antrag beifügen (so aus den letzten 2 - 3 Jahren je nach Umfang der Unterlagen), denn wie du schon selbst festgestellt hast, hält sich der Fleiß der DRV in sehr engen Grenzen sich das selber alles zu besorgen.

Zitat:
Falls - was wir mal nicht hoffen wollen, es zu einer Ablehung kommen sollte, dann müsstest du die Begutachtungsunterlagen von der DRV anfordern (steht dir rechtlich zu) um dann zu schauen, ob die DRV tatsächlich alle Unterlagen von den von dir angegebenen Ärzten etc. auch wirklich zur Abklärung angefordert hat.
Das mussten wir leider auch erst lernen, dass man sich darauf besser nicht verlassen sollte und die wichtigste medizinische "Munition" besser selber schon mit einreicht bei der Antragstellung, damit muss sich dann nämlich deren Med. Dienst schon im Antragsverfahren befassen und NICHT erst im Widerspruch.

Zitat:
Das würde dir dann die notwendige Munition im Widerspruchs/Klageverfahren geben, denn zumeist fordert die DRV überhaupt keine ärztlichen Unterlagen an und stüzt ihre Entscheidung eher auf den letzten vorliegenden Rehabericht.
So hat man doch etwas mehr Aussichten und ist nicht unbedingt darauf angewiesen, dass die DRV schon machen wird, was eigentlich auch ihre Pflicht wäre.

Zitat:
Ist der wie du schreibst dann echt älter als 4 Jahre dürfte das Ergebnis daraus wohlmöglich auch nicht gerade besonders positiv ausfallen.
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...

Ein ganz extremes Beispiel habe ich bei einer guten Bekannten erlebt (ohne Einsicht in die Original-Unterlagen von ihr hätte ich gemeint: "Das gibt es doch gar nicht" ), sie bekam ihren Ablehnungsbescheid nach genau 9 Kalendertagen, man habe ihren Gesundheitszustand "gründlichst" geprüft ...

Im fristwahrenden Widerspruch wurde dann Akteneinsicht gefordert und es kam doch tatsächlich EIN Reha-Bericht der schon 7 Jahre alt war, damit war bereits ihr erster EM-Renten-Antrag abgelehnt worden.

Besonders unglaublich war aber der Inhalt dieses Reha-Berichtes, es wurde bereits zu dieser Zeit von einem "komplett aufgehobenen Leistungsvermögen" für den allgemeinen Arbeitsmarkt geschrieben und eine Besserung der Erwerbsfähigkeit für die Zukunft als eher sehr unwahrscheinlich angesehen ...

Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.

Sie musste also trotzdem noch (wieder) bis zum Gericht mit diesem 2. Antrag, dort war der Richter dann aber mal sehr schnell mit einer neuen Begutachtung, dann bekam sie endlich die EM-Rente (unbefristet) bewilligt.
Allerdings erst ab dem Tag der gerichtlichen Begutachtung wurde von der DRV die bestehende EM anerkannt ...

Zitat:
Das Formular R215 ist ein freiwilliges, dann kannst du dann deine Gesundheitseinschränkungen aus deiner eigenen Sicht den Herrschaften etwas näher bringen.... Das bleibt eher deiner eigenen Entscheidung überlassen - ist eben freiwillig.
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...

Wer das später (vielleicht) mal zu meinem Nachteil ausnutzen könnte was ich darin für Angaben mache, das weiß auch keiner wirklich, Generationen brauchten solchen Mist NICHT auszufüllen um EM-Rente zu bekommen, warum also neuerdings diese Papierverschwendung ???

Ich selbst habe das verweigert, kam erstmalig mit dem Verlängerungsantrag, ging direkt in meine Altpapier-Kiste ...
Zumindest sollte man nicht versäumen das ausgefüllte Formular für sich zu kopieren, damit man später auch noch weiß, was man da so alles geschrieben (und für seine berufliche Zukunft so geplant) hatte ...

Geschadet hat es mir offenbar auch nicht, meine EM-Rente (es war sogar eine "Arbeitsmarktrente" vorher) wurde ohne Probleme auf "unbefristet" (als reguläre EM-Vollrente) verlängert.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 31.01.2018, 14:01   #27
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo Doppeloma,

dank für die Präzisierung meiner Ausführungen, womit hoffentlich nun jeder den Vorgang der Antragstellung besser verstehen wird/dürfte.

Zitat:
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.
Im Bezug auf alte allgemeine medizinische Unterlagen sehe ich das auch und geb dir natürlich recht. Was nicht mit dem Rentenantrag in zusammenhang steht, braucht auch nicht beigefügt werden.

Richtig ist natürlich, dass man als Antragsteller am besten gleich die aktuellen Befunde in Kopie beifügen sollte (mitunter leider nicht jedem möglich mangels Kopiermöglichkeit), hab ich z.B. damals ja auch so gemacht.

Zitat:
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...
Nun ja, dass war/ist mir schon klar, weshalb ich ja auch schrieb, das ich so meine Bedenken habe wenn bereits alte Reha-Unterlagen existieren. Da wird sich die DRV im jetzigen Antrag allzugerne drauf stürzen und nur zu gerne berufen, vor allem wenn da wohlmöglich eine volle Verfügbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt attestiert sein sollte.

Da wäre es dann im Falle einer möglichen Ablehnung eben unter Berufung auf den alten Rehabericht ggf. angeraten im Widerspruchsverfahren auf eine neue Reha zur Abklärung zu bestehen, denn wie wir ja alle wissen kann sich in 4 Jahren gesundheitlich sehr viel ändern. (Nur so als Empfehlung)

Zitat:
Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.
Na ja, dass ist doch auch nichts neues.

Ich denke da nur an meinen letztmaligen Rentenantrag aus 2012, damals kam auch ganz schnell die Ablehnung des Widerspruches - Tenor man halte sich an das Urteil des BSG -.

Selbst jetzt auf meinen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X für den sich die DRV doch ein ganze Jahr ließ, kam nur eine banale Begründung hervor, dergestalt wie die Rechtslage eben eine Aufhebung und Rückforderung vorschreibt. Auf den Umstand dass die Rechtslage (Aufhebung der bisherigen BU-Rente und neuer Bescheid mit Arbeitsmarktrente, trotz ungekündigter Arbeitsstelle) vollkommen falsch angewandt wurde ging man nur dergestalt ein, dass ich dafür einen extra Überprüfungsantrag zu stellen hätte - was für ein unfug. Ich sag dazu nur Kausalität.

Zitat:
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...
Na ja, das mag ich von hier vielleicht ein wenig anders beurteilen. Klar weiß niemand, welche Auswirkungen solch eine Eigeneinschätzung nun hat und ob sich sowas überhaupt ein Endscheidungsträger bei der DRV anschaut.

Ich hab den Bogen auch nur bei der ersten Antragstellung beigefügt. Bei den bisherigen Verlängerungen lag der den Unterlagen eh schon nicht mehr bei.

Ich hab deshalb ja auch geschrieben, dass es jedem selbst überlassen bleibt. Es mag ja Leute geben, welche auch eine überzeugende Darstellung ihrer bereits medizinisch attestierten gesundheitlichen Einschränkungen im Bezug auf ihren täglichen Alltag sehr gut beschreiben können.

Wer sich sowas nicht zutraut, der sollte es dann besser lassen.


Vom Grundsatz her gilt aber für jeden Antragsteller,
1. sich alle Befunde vorab für seine eigenen Akten zu Kopieren,
2. von allen ausgefüllten Antragsformulare vor dem Absenden selbst eine Zweitschrift zu den Akten zu legen,
3. jedes wichtige Behördenschreiben (Anträge/Widersprüche/Klageschriften) auf sicherem Weg zu versenden (Einschreiben, Einschreiben mit Rückschein), denn wir wissen ja, wie selten Anträge und plötzlich Widersprüche bei den Behörden ankommen und sei es nur um Fristen einhalten zu können.


Grüße saurbier
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Alt 08.03.2018, 11:28   #28
gingkobaum
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gingkobaum
Info AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo nochmal.

Hatte ja nun meinen DRV Antrag verschickt. Nun ca. 8 Wochen später erhalte ich schon einen Termin bei einem Gutachter (Psychologe, Psychiater, Neurologe).
Von mir aus hätten die sich noch Zeit lassen könne.

Der Termin ist in 14 Tagen. Lese da ja wahre Horrorgeschichten, was da manchmal abgeht bei den Gutachtern, und was das oft für Typen sind.
Meiner hat recht üble Bewertungen. Soll 3 Stunden Zeit mitbringen. Hilfe. :/ Ich habe nun schon einigens an Befunden beigefügt. Trotzdem steht im Anschreiben nun, ich solle alles mitbringen, was mir so an Befunden und CDs etc. vorliegt.

Denke, die haben im Vorfeld weiter nichts eroriert. :( Manche sagen, man soll zuhause schon mal vorab einen Tagesablauf (was schreibt man da??) und nochmal alle Beschwerden in Bezug auf das was man nicht mehr kann aufschreiben und zum Gutachtertermin mitbringen.

Kann mir aber vorstellen, dass der gute Mann da keinen Wert drauflegt, sauer wird und der Schuss nach hinten losgeht.
Nach dem Motto, "wenn der Patient noch seitenweise Abhandlungen schreiben kann, ist der auch noch arbeitsfähig."

Auf der anderen Seite hab ich Sorge, wichtige Punkte vor Aufregung und Unsicherheit bei dem Termin zu vergessen.
Was ist eure Meinung dazu?

Noch was: Ich bekommer seit einigen Monaten Tabletten verschrieben (Psyche).
Nehme die aber nicht gerne- Nebenwirkungen, helfen nicht - und habe sie zuletzt weggelassen.
Erkennt der Psychologe das, bei einem etwaigen Bluttest?

Wenn ich nämlich angebe, dass ich die Tabletten nicht nehme, kann es wiederum als mangelnde Mitwirkungspflicht ausgelegt werden, oder?

Ps. Von der Afa habe ich zumindest seit dem Rentenantrag nichts mehr gehört.
Danke euch für kurze Tipps zu meinen Fragen.

MfG

Geändert von Doppeloma (08.03.2018 um 17:19 Uhr) Grund: Beitrag durch Absätze / Leerzeilen lesbarer gestaltet
gingkobaum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.03.2018, 19:32   #29
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo gingkobaum,

bitte schreibe nicht so "kompakte Blöcke", das lesen viele User gar nicht erst, besonders denen, die dir sinnvoll antworten könnten, ist das meist zu anstrengend ... DANKE

Zitat:
Hatte ja nun meinen DRV Antrag verschickt. Nun ca. 8 Wochen später erhalte ich schon einen Termin bei einem Gutachter (Psychologe, Psychiater, Neurologe).
Von mir aus hätten die sich noch Zeit lassen könne.
Daraus alleine kann man noch keine besonderen Schlüsse ziehen wollen, hast du denn deine Ärzte mal gefragt, ob sie angeschrieben wurden nach der Antragstellung von der DRV ?

Zitat:
Der Termin ist in 14 Tagen. Lese da ja wahre Horrorgeschichten, was da manchmal abgeht bei den Gutachtern, und was das oft für Typen sind.
Meiner hat recht üble Bewertungen.
Dann höre auf das im Internet herausfinden zu wollen, wie der das wohl bei einer Begutachtung zur EM-Rente halten wird kannst du dort sowieso nicht erfahren.
Was Patienten mit psychischen / neurologischen Problemen so geschrieben haben, weil es nicht so lief wie erwartet, das solltest du nicht so ernst nehmen.

Zu meinen DRV-"Gutachtern" habe ich damals im Netz gar nichts gefunden, du solltest versuchen da ganz "neutral" heran zu gehen, wie man es von einem Gutachter (eigentlich) auch erwarten darf.

Zitat:
Soll 3 Stunden Zeit mitbringen. Hilfe. :/ Ich habe nun schon einigens an Befunden beigefügt. Trotzdem steht im Anschreiben nun, ich solle alles mitbringen, was mir so an Befunden und CDs etc. vorliegt.
Das steht (fast) immer drin in den Einladungen, inzwischen scheinen schon alle davon auszugehen, dass jeder seine Krankenakte zu Hause vorliegen hat.
Eigentlich ist der Auftraggeber (also die DRV) durchaus verpflichtet dem Gutachter die bereits vorhandenen medizinischen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Sonst kann der ja komplett "nur im Nebel stochern", das geht aber auch nur wenn die DRV sich überhaupt schon näher nach deinen aktuellen Gesundheits-Problemen irgendwo informiert hat.

Zitat:
Denke, die haben im Vorfeld weiter nichts eroriert.
Soweit das deine Ärzte betrifft kannst du das ja dort selber erfragen, zudem wird ja auch hier immer wieder empfohlen schon dem Antrag wichtige medizinische Unterlagen beizufügen, eben weil die DRV das meist nicht umfassend genug selbst erledigt.

Zitat:
:( Manche sagen, man soll zuhause schon mal vorab einen Tagesablauf (was schreibt man da??) und nochmal alle Beschwerden in Bezug auf das was man nicht mehr kann aufschreiben und zum Gutachtertermin mitbringen.
Ich selbst habe das nie gemacht, es gab da auch nicht viel aufzuschreiben, einen sogenannten "geregelten Tages-Ablauf" hatte ich ja krankheitsbedingt gar nicht mehr ...

Genau das habe ich auch geantwortet wenn ich direkt danach gefragt wurde ... selbst dann kann noch jedes Wort "im Munde umgedreht" werden ...

Was ich so mache den Tag über wurde schon gefragt und ich habe erklärt, dass ich meist NICHTS mache, weil ich mich nicht aufraffen (antriebslos bin) kann, obwohl ich weiß und auch SEHE was zu tun wäre ...
Ich sitze dann herum (ich zumindest bin nie komplett im Bett geblieben) und starre auch mal stundenlang auf den TV (anstatt an die Wand), ohne zu wissen was da gerade läuft (weil es mich auch nicht interessiert) und warte "dass auch dieser Tag wieder vergeht" ...

Im Gutachten stand dann geschrieben: " gibt an, viel fernzusehen" ... ja klar, dafür braucht man schließlich Zeit und die EM-Rente ... so war das jedenfalls sinngemäß formuliert ... was für mich eher ein total schrecklicher Zustand war ...

Zitat:
Kann mir aber vorstellen, dass der gute Mann da keinen Wert drauflegt, sauer wird und der Schuss nach hinten losgeht.
Nach dem Motto, "wenn der Patient noch seitenweise Abhandlungen schreiben kann, ist der auch noch arbeitsfähig."
Richtig und wer den Tag vor dem TV verbringt fühlt sich durch berufliche Verpflichtungen nur daran gehindert seinen eigentlichen persönlichen Interessen nachzugehen ...

Ich hatte allerdings im gesamten psychiatrischen "Gutachten" nicht den Eindruck, dass andere Antworten irgendwas am Ergebnis geändert hätten ...

Die Praxis des Psychiaters war überfüllt (vermutlich nicht nur an diesem Tage), als Arzt war der vielelicht sogar "beliebt", mich hat er nur noch kurz körperlich untersucht, nach dem langen Gespräch mit seiner Assistenzärztin.

Er hatte also alles nur aus "2. Hand" und hat sich an ihren Notizen (und ihrem persönlichen Eindruck von mir) orientiert dabei, dass es so gar nicht zulässig war, wußte ich damals auch noch nicht.

Zitat:
Auf der anderen Seite hab ich Sorge, wichtige Punkte vor Aufregung und Unsicherheit bei dem Termin zu vergessen.
Was ist eure Meinung dazu?
Mach dir ruhig einen kleinen "Spickzettel", den kannst du ja in der Tasche lassen wenn du den Eindruck hast, es wäre nicht angebracht den zu Hilfe zu nehmen und medizinische Unterlagen solltest du dir noch mal aktuell bei deinen Ärzten ausdrucken lassen.

Auch in Kopie mitnehmen und bei Bedarf / Interesse zur Ergänzung dort lassen, würde ich aber erst im Untersuchungszimmer dem Arzt direkt anbieten, nicht schon an der Anmeldung abgeben.

Du wirst da etwas "aus der Situation heraus" agieren müssen, also versuche trotzdem einen möglichst klaren Kopf zu behalten, auch wenn ich weiß wie schwer das umzusetzen sein wird.

Zitat:
Noch was: Ich bekommer seit einigen Monaten Tabletten verschrieben (Psyche).
Nehme die aber nicht gerne- Nebenwirkungen, helfen nicht - und habe sie zuletzt weggelassen.
Na-Ja, verschreiben alleine bringt ja nichts, wenn du mit deinem Arzt nicht mal offen über Wirkungen und Nebenwirkungen sprichst ...

Wie lange hast du die denn überhaupt regelmäßig eingenommen, es dauert meist mehrere Wochen, bis man da überhaupt was merkt ob die helfen oder nicht.
Die Nebenwirkungen der ersten Tage muss man dabei meist (versuchen) zu tolerieren, jedenfalls wenn das möglich ist ...

Sonst sollte das Präparat lieber gewechselt werden, es bringt besonders DIR jedenfalls NICHTS "so zu tun, als ob" und die verordneten (meist teuren) Medikamente dann gar nicht zu nehmen.

Ich bin ganz gewiss KEIN Fan von Psychopharmaka, habe selbst nur einen "Test" (meinem DOC zum Gefallen) gemacht und nach einigen Wochen (und 15 Kilo schwerer) dankend darauf verzichtet.

Denn eine Verbesserung meiner Psyche konnte ich nicht feststellen, es wurde eher noch schlimmer durch die ungewohnten "Fress-Attacken" und die schnelle Zunahme, die ich gar nicht an mir kannte.

Habe ich aber auch bei meinem Psychiater offen angesprochen, dass ich die abgesetzt habe und auch keine weiteren Experimente mehr machen werde.
Hat er dann akzeptieren (müssen) zumal auch meine Kardiologen nicht "begeistert" waren vom Ergebnis ... für meine Herzbelastung.

Zitat:
Erkennt der Psychologe das, bei einem etwaigen Bluttest?
In der Regel machen die dort keine Blut-Abnahmen, erkennen kann man allerdings dabei, ob verordnete Medikamente auch (regelmäßig) genommen wurden.

Ein Orthopäde (auch DRV-Gutachten) hat bei Männe mal Blut abnehmen lassen, nur zu diesem Zwecke, um später in das Gutachten zu schreiben, dass die bisherige Dosis (aus seiner Sicht) zu gering "scheint" und Männe mit mehr (und höher dosierten) Opiaten auch in der Lage sei (ohne "unzumutbare" Schmerzen) Vollzeit zu arbeiten ...

Damit hätte er wahrscheinlich gar nicht mehr aufstehen können, denn es gab ja auch noch umfassende internistische Probleme, die den aber gar nicht interessiert hatten dabei.

Zitat:
Wenn ich nämlich angebe, dass ich die Tabletten nicht nehme, kann es wiederum als mangelnde Mitwirkungspflicht ausgelegt werden, oder?
Es gibt KEINE Mitwirkungspflicht Tabletten einzunehmen, die man nicht verträgt und/ oder deren heilsamen Wirkungen man selbst kein ausreichendes Vertrauen entgegen bringen KANN ...

Dazu gibt es hier auch oft sehr kontroverse Diskussionen aber man muss schon selbst wenigstens die Hoffnung haben, dass es helfen könnte, sonst kommen auch Nebenwirkungen schon (fast) wie "auf Bestellung" ...

Das ist ein medizinischer "Eingriff in den Körper", ebenso wie eine OP, zu der man auch Niemanden zwingen KANN, denn für das "gewünschte" (positive) Ergebnis kann letztlich auch KEIN Arzt die Garantie übernehmen ...

Das Risiko trägt alleine der Patient als der Betroffene ... darum ist das auch eine SEHR wichtige Grenze der Mitwirkung und sogar gesetzlich geregelt ... in § 65 SGB I

Es gibt Menschen, die ohne solche Medikamente gar nicht "lebensfähig" wären (kenne ich auch persönlich Welche) aber ich selbst zähle mich auch nicht dazu und habe mir sehr oft sagen lassen müssen: "Dann wird es so schlimm nicht sein und du wirst nie EM-Rente bekommen" ...

Das waren meist Menschen die mich gar nicht gut genug kannten, um das wirklich beurteilen zu können, leider gehören auch besonders viele DRV-Gutachter in diese Kategorie ...

Ich würde trotzdem besser bei der Wahrheit bleiben und nicht angeben bestimmte Medikamente zu nehmen wenn das nicht stimmt, du kannst ja zugeben, dass du wegen heftiger Nebenwirkungen abgesetzt hast und man nun weiter überlegen muss ...

Dass die AfA dich aktuell in Ruhe lassen wird war anzunehmen, spätestens nach einem Bescheid von der DRV werden die auch wieder "munter" ...

MfG Doppeloma
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Alt 17.04.2018, 08:25   #30
gingkobaum
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gingkobaum
Info AW: Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

Hallo,
war nun beim Gutachter (vor ca. 4 Wochen) und warte jetzt auf den Bescheid der DRV.
Eine Bitte: Wollte gerne eine Frage zu einem neuen Thema einstellen. Wie macht man das?

Thema: Seit 2016 arbeitsunfähig, dauerhaft au, ausgesteuert, arbeitslos gemeldet, ungekündigt, Rentenantrag gestellt.

Wo kann ich was zu den aufgelaufenen Urlaubsansprüchen finden? Erhalte dazu und lese die unterschiedlichsten !! Auskünfte.
Mein Arbeitgeber hat wohl auch nicht wirklich die Ahnung. Geht wohl in Richtung Arbeitsrecht - Bundesurlaubsgesetz und so. VDK weiß wieder mal nichts Genaues. Welche Stelle ist da wirklich zuständig und kann mir eine rechtssichere (kostenfrei) Auskunft geben -ohne, dass ich mir direkt einen Anwalt nehmen muss? Kann ja wohl nicht ein so großes Geheimnis sein.
Danke euch für einen konkreten Rat.

PS : Mir ist klar:Anspruch habe ich wohl erst, nach Beedigung des Arbeitsverhältnisses. Rente oder Kündigung.
gingkobaum ist offline   Mit Zitat antworten
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