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Start > > -> Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

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Alt 15.11.2017, 15:13   #26
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Na ja, Teilweise-EMR auf Dauer wäre ja schon mal der erste Schritt.

Das würde dann aber bedeuten, daß dich die DRV immer noch bis zu 6 Std./tägl. arbeitsfähig sieht.

Allerdings darf man dabei auch nicht übersehen, daß du ja erst mal wieder eine solche sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle finden/bekommen müßtest.

Zumeist ist dies aber auf dem heutigen Arbeitsmarkt so gut wie unmöglich. Erst recht wenn ein bestimmtes Alter überschritten wurde.

Der DRV blieb hierfür dann max. 1 Jahr Zeit dich in eine solche Arbeitsstelle zu intergrieren.

Klappt dies nicht, bzw. die AfA würde schon jetzt der DRV mitteilen das es für dich keine solche Arbeitsstelle gibt, dann bliebe der DRV nur übrig dir die volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit zu gewähren.

Dann eben mit allen Vor- aber auch Nachteilen.

Dann hinge es auch davon ab, wie hoch die Rente ausfallen würde.

Kämst du damit über den Grundsicherungsbetrag (ALG-II) wärst du fein raus, bleibt die Rente unterhalb dessen, dann landest du beim JC und wirst ggf. von denen fortlaufend unter Druck gesetzt, denn für die JC ist ein Arbeitsmarktrentner eben immer noch bis zu 6 Std./tägl. (30 Wochenstunden) bedingt arbeitsfähig.

Das solltest du im Gespräch mit deiner Anwältin auch einbeziehen.


Grüße saurbier
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Alt 15.11.2017, 15:53   #27
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
Hallo Zusammen, ich habe soeben von meiner Anwältin einen Brief der DRV bekommen, meinem Widerspruch wird Abhilfe geschaffen allerdings für die teilweise Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit auf Dauer seit......
OH-JE, da kann ich meinem Vorschreiber leider gar nicht zustimmen, dass du da einen guten Vorschlag bekommen hast, auch wenn sich das zunächst nach einem Erfolg anhören mag.

Man ist bereit dir die DRV-"Berufs-Unfähigkeit" anzuerkennen, das bedeutet aber KEINE Aussicht auf "Arbeitsmarktrente", denn am "allgemeinen Arbeitsmarkt" bleibst du Voll (mehr als 6 Stunden) Erwerbsfähig.

Bei reiner DRV-BU-Rente soll ja nur der Einkommensverlust durch ungelernte (andere) Arbeit ausgeglichen werden.
Es ist also unerheblich was du in der Zukunft arbeiten wirst, nur im bisherigen Beruf soll es nicht mehr sein (müssen).

Der Hinweis auf die "teilweise EM" besagt eigentlich nur, dass du dann (auf Dauer) die halbe EM-Rente (50 % einer EM-Vollrente) bekommen wirst, davon kann in der Regel Niemand wirklich leben.

Es handelt sich also NICHT um die Anerkennung einer "echten" Teilweisen Erwerbsminderung, man sieht dich in Tätigkeiten des "allgemeinen Arbeitsmarktes" noch für voll Erwerbsfähig an.

Es ist sehr schwer bis unmöglich daraus dann noch in eine "echte" Teil- ("allgemeiner Arbeitsmarkt" UNTER 6 Stunden) oder Voll-Erwerbsminderung ("allgemeiner Arbeitsmarkt" UNTER 3 Stunden) zu wechseln.

Die DRV geht den Weg des "geringsten Widerstandes" und bewilligt (im Widerspruch) eine DRV-BU-Rente damit du "Ruhe gibst" und keine Klage folgen wird, am Sozialgericht auf Anerkennung einer regulären Rente wegen Erwerbsminderung, weil du auch am "allgemeinen Arbeitsmarkt" NICHT mehr (voll) einsatzfähig bist.

Zitat:
Ich werde mich mit meiner Anwältin besprechen, ich bin sehr verunsichert. Eure Meinung dazu würde mich sehr interessieren, bevor ich mich entscheide ob ich annehme.
Wir (Männe und ich) haben erst später verstanden, dass es gut war die Ablehnung wegen DRV-BU-Rente zu bekommen, obwohl wir ja auch noch im "richtigen Alter" (vor 1961 geboren) dafür sind ...

Ich kenne leider einige Fälle wo das auch dann (nach Jahren) so von der DRV bewilligt wurde und die Betroffenen müssen nun sehen, wie sie mit einer "halben Rente" und ohne Arbeitsplatz am "allgemeinen Arbeitsmarkt" zurecht kommen.

Es gibt keine weiteren Prüfungen dazu, es soll ja nur nicht mehr im bisherigen Beruf gearbeitet werden müssen, der sonstige Arbeitsmarkt gilt NICHT "als verschlossen" ...

Wenn es sich also tatsächlich um dieses "Angebot" handelt, dem Widerspruch stattzugeben wäre ich sehr vorsichtig und würde das Angebot wohl nicht annehmen, denn es wäre KEINE "echte" Rente wegen Teil-Erwerbsminderung.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Alt 16.11.2017, 09:02   #28
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Herzlichen Dank für die Antworten, ich habe mich gestern mit meiner Anwältin besprochen und wir sind zu dem Entschluss gekommen, das wir erst einmal die Begründung sehen möchten und das letzte Gutachten. Dann sehen wir weiter.
VG
angel59
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Alt 16.11.2017, 15:06   #29
saurbier
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Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo liebe Doppeloma,

ich möchte dir keineswegs zu nahe treten, aber leider kann ich deine Ausführung im Bezug auf meinen Beitrag so nicht ganz stehen lassen.

Ich muß hier zugeben, daß ich mich bei meinen Ausführungen von der Mitteilung von Angel59 hinsichtlich teilweise Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit von der teilweisen Erwerbsminderung habe irretieren lassen, wohl auch weil die Berufsunfähigkeitrenten ja eine altersbedingte Auslauffunktion inne hat.

Nachdem ich mir deinen Kommentar plus eine tieferen Einleitung zu der aktuellen Anwendung der BU-Rente angelesen habe, ist die sache verständlicher geworden.

Aus mir persönlich vorliegendem Anlass kann ich dir deshalb nur bedingt zustimmen.

Ja - die DRV versucht erneut den Weg des geringsten Widerstandes zu beschreiten, wohl wie immer.

Nur deine Aussage:
Zitat:
Man ist bereit dir die DRV-"Berufs-Unfähigkeit" anzuerkennen, das bedeutet aber KEINE Aussicht auf "Arbeitsmarktrente", denn am "allgemeinen Arbeitsmarkt" bleibst du Voll (mehr als 6 Stunden) Erwerbsfähig.
... kann ich so nicht stehen lassen.

Wie du sicher aus meiner Geschichte weist, bezog ich bis 2012 selbst eine BU-Rente (2/3).

Nach erneuter Erkrankung wurde diese BU-Rente jedoch seitens der DRV gemäß § 48 SGB X aufgehoben und man bewilligte mir stattdessen nur die volle EM-Arbeitsmarktrente.

Und auch hier wurden schon solche Fälle erwähnt, eben weil es da unter anderem wegen einer erhöhten Rückforderung seitens der DRV kommt.

Im Falle von angel59 sähe dies dann nach der neuesten Regelung wegen dem Vertrauensschutz zwar nicht mehr so gut aus wie vor dem 31.12.2000 aber dennoch gilt die Regelung für alle welche vor dem 02.01.1961 geb. sind - wie nachfolgend dargestellt.

Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfahigkeit

Im übrigens hab ich aber auch keine Prositve Einschätzung abgegeben, sondern eher eine negative.

Ich habe nämlich ausgeführt das mich das Schreiben und die Erläuterungen der Anwältin bezgl. der Ausführungen des Gerichtes eher erkennen lassen, daß wenn angel59 keine gravierenden Fakten nachträgt man sich seitens des Gerichtes eher auf die Seite der DRV zu stellen gedenkt. Das ist doch nicht positiv - oder.

Im übrigen konnte ich leider nichts finden oder hab es gar überlesen, was mich vermuten ließ, daß angel59 noch unter die Sonderregelung des aktuellen § 240 SGB VI fallen würde(vor 02.01.1961 geb.). Da aber dürftest du ggf. aus deiner Mod. Tätigkeit über bessere zusammenhängende Erkenntnisse als ich verfügen.


Grüße saurbier
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Alt 17.11.2017, 07:14   #30
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo saurbier,

folgende Erläuterung von Dir verstehe ich nicht so ganz.

Ich habe nämlich ausgeführt das mich das Schreiben und die Erläuterungen der Anwältin bezgl. der Ausführungen des Gerichtes eher erkennen lassen, daß wenn angel59 keine gravierenden Fakten nachträgt man sich seitens des Gerichtes eher auf die Seite der DRV zu stellen gedenkt. Das ist doch nicht positiv - oder.

Ich bin noch nicht vor Gericht ich befinde mich im Widerspruchsverfahren.

Im übrigen konnte ich leider nichts finden oder hab es gar überlesen, was mich vermuten ließ, daß angel59 noch unter die Sonderregelung des aktuellen § 240 SGB VI fallen würde(vor 02.01.1961 geb.).
Ja ich falle unter die Sonderregelung.Bin Baujahr 1959.

VG
angel59
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Alt 17.11.2017, 14:02   #31
saurbier
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Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
Ja ich falle unter die Sonderregelung.Bin Baujahr 1959.
o.k., dann ist dein Namenskürzel als Programm, nun das konnte ich leider nicht erahnen. Nun wissen wir Bescheid.

Nochmals o.k. dann könnte bei dir die Sonderregelung des § 240 SGB VI zutreffen, welche man ja im Verhältnis zur früheren BU zugunsten der DRV aufgeweicht hat.

Unter den heutigen Voraussetzungen muß ich dir ehrlich gestehen, finde ich die BU-Rente sicherlich nicht mehr sonderlich erstrebenswert. Allenfalls noch als Notnagel, um überhaupt den Renteneinstieg zu schaffen, eben weil dich die Ärzte in deinem Beruf ja nicht mehr Leistungsfähig einstufen.

Zitat:
Ich bin noch nicht vor Gericht ich befinde mich im Widerspruchsverfahren.
Nun ja, Asche auf mein Haupt, ich hab hier deinen Beitrag mit dem eines anderen vermischt. Ich Entschuldige mich dafür.


Grüße saurbier

Geändert von saurbier (17.11.2017 um 14:42 Uhr)
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Alt 17.11.2017, 15:40   #32
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Ist doch kein Problem saurbier
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Alt 17.11.2017, 23:06   #33
Doppeloma
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Frage AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo saurbier,

Zitat:
... kann ich so nicht stehen lassen.
wirst du aber so stehen lassen müssen, denn das ist die aktuelle Rechtslage seit 2001.

Zitat:
Wie du sicher aus meiner Geschichte weist, bezog ich bis 2012 selbst eine BU-Rente (2/3).
Ja, weil deine BU-Rente noch zu den alten Bedingungen VOR 2001 bewilligt wurde, das ist aber aktuell NICHT mehr zutreffend, es gibt auch nur noch 50 % einer regulären EM-Voll-Rente, dass die das so als Bezeichnung (bei teilweiser EM) "übernommen" haben trägt sicher zur Verwirrung bei.

Zitat:
Nach erneuter Erkrankung wurde diese BU-Rente jedoch seitens der DRV gemäß § 48 SGB X aufgehoben und man bewilligte mir stattdessen nur die volle EM-Arbeitsmarktrente.
Weil diese Aufhebung erfolgte konnte deine Rente auf "Arbeitsmarktrente" zu den aktuellen rechtlichen Regelungen geändert werden, das ist aber so NICHT mehr möglich.

Ob dabei in deinem Falle wirklich alles mit "rechten Dingen" zugegangen ist kann und will ich nicht beurteilen.

Wenn der TE aber nach aktueller Rechtslage eine reine BU-Rente von der DRV bewilligt wird, dann ist es eine reine BU-Rente und dazu soll man Vollzeit (mehr als 6 Srunden) arbeiten (können) am allgemeinen Arbeitsmarkt.

Es ist richtig, dass sie die genauen Unterlagen und das Gutachten dazu erst mal einsehen will und wenn sich alle Einschränkungen NUR auf den Beruf (letzte Tätigkeit) reduzieren, dann gilt der restliche (Vollzeit-) Arbeitsmarkt ja NICHT als "verschlossen" ...

Also wird es auch KEINE Arbeitsmarktrente geben, ich kenne einige Fälle wo das genau so ausgegangen ist, nach der ersten Freude über den "Sieg" gegen die DRV, gab es sehr schnell die Ernüchterung, dass man nun mit der "Halben Rente" zusehen kann wo man bleibt.

Es interessiert nämlich Niemanden mehr, ob man einen machbaren Arbeitsplatz dazu findet oder gesundheitlich noch ausüben kann.

Da die BU in der Regel nicht befristet bewilligt wird entfällt auch die Möglichkeit über einen "Verlängerungs-Antrag" später eine andere Entscheidung zu erzwingen, es bleibt NUR ein komplett neuer Antrag auf (reguläre) Rente wegen Erwerbsminderung für die Zukunft ...

Die Rückerstattungen kommen ja nur dann zum Tragen wenn die echte EM-Voll-Rente länger rückwirkend bewilligt wird, in einen Zeitraum wo die Teilrente (wegen BU) auch schon ausgezahlt wurde.

Darum geht es aber aktuell zumindest noch gar nicht.

Ich bekam die Teil-EM-Rente gar nicht erst ausgezahlt sondern direkt die volle "Arbeitsmarkt-Rente", aber es war ja auch keine BU-Rente.

Deine Argumente sind nicht immer korrekt, wenn du dich damit auf den Beginn deiner BU-Rente beziehst, das war noch nach alter Rechtslage, damit kann Niemand mehr was anfangen wo nach aktueller Rechtslage entschieden wird.

Zitat:
Da aber dürftest du ggf. aus deiner Mod. Tätigkeit über bessere zusammenhängende Erkenntnisse als ich verfügen.
Ich weiß nicht, was meine "Mod-Tätigkeit" damit zu tun haben soll, dass ich mir (aus ihren hier veröffentlichten Beiträgen) gemerkt habe, zu welcher Altersgruppe die TE gehört.

Meine Erkenntnisse ziehe ich aus den Beiträgen hier im Forum, wie jeder andere User auch ...

MfG Doppeloma
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Geändert von Doppeloma (17.11.2017 um 23:19 Uhr) Grund: Ergänzung !
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Alt 18.11.2017, 07:20   #34
dallith
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dallith
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

@sauerbier
in Post#25 schrieb TE:...teilweise Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit auf Dauer seit...
Das gibt es nur noch für bis 1961 geborene.
lieben Gruss Dallith
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Alt 22.11.2017, 15:00   #35
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Zusammen
weiss jemand ob die DRV verpflichtet ist bei Beantragung der Rente u.a. eine Einschätzung meines Psychiaters also Facharzt einzuholen?
Oder kann sie das einfach unterlassen.

Für eine Info wäre ich sehr dankbar, den in meinem Fall an die DRV dies nicht getan.
VG
angel59
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Alt 22.11.2017, 19:05   #36
Kerstin_K
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Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Die DRV ist sehr faul beim Einholen von Befunden von den Ärzten, die man von der Schweigepflicht befreit hat. Of schicken sie nur eon Formular an den Antragsteller und der darf dann selber den Laufburschen spielen und das zum Arzt tragen.

Müssen tun se gar nichts, aber genau da kein ein ANsatzpunkt in einem späteren Klageverfahren sein.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 23.11.2017, 01:09   #37
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo angel59,

Zitat:
weiss jemand ob die DRV verpflichtet ist bei Beantragung der Rente u.a. eine Einschätzung meines Psychiaters also Facharzt einzuholen?
Oder kann sie das einfach unterlassen.
In der Regel ist die DRV dazu tatsächlich gesetzlich verpflichtet nach § 20 SGB X hat sie einen umfassenden "Untersuchungs-Auftrag" und soll sich eben nicht nur auf die "eigene Ansicht" aus Reha-Berichten und eigenen Gutachten verlassen dürfen.

Sie unterlässt es aber sehr häufig trotz umfangreicher Schweigepflichtentbindungen schon bei der Antragstellung dieser Verpflichtung auch nachzukommen, "gerne" werden behandelnde Ärzte in die Entscheidungen gar nicht mit einbezogen.

Oder man schickt dem Antragsteller "vorgefertigte" Befundfragebögen, die den Ärzten nur wenig Raum lassen ihre eigenen Befunde und Ansichten dazu darzulegen, zudem soll sich der Antragsteller dann auch noch selber, um die Beschaffung kümmern.

Solche "Befundberichte" bekam ich auch zugeschickt im Widerspruchs-Verfahren, da war das noch relativ neu und ich hatte noch Hoffnung das könne irgendwas bewirken ...

Es bewirkte nur, die Zeit bis zur Ablehnung des Widerspruches unnötig in die Länge zu ziehen, denn erst kamen 2 solcher Berichte und als die (nach einigen Wochen) bei der DRV waren kam noch ein "Nachzügler", was wieder einige Wochen dauerte.

Dabei war auch dieser Facharzt aus den Antragsunterlagen lange bekannt, also WARUM nicht gleich alle 3 Anfragen ???
Ich fühlte mich dann doch ziemlich veralbert von der DRV damit, denn man erwartete tatsächlich (ohne Rechtsgrundlagen dafür zu nennen) die Rücksendung jeweils in 5 Tagen, schon um den Antragsteller direkt wieder "unter Druck zu setzen".

Das schafft natürlich in der Realität kein Arzt, die warten ja nicht nur darauf, dass sie Berichte für die DRV schreiben dürfen für uns ...

Zitat:
Für eine Info wäre ich sehr dankbar, den in meinem Fall an die DRV dies nicht getan.
Das wäre ja ein wichtiger Punkt in der Widerspruchsbegründung gewesen, wenn dein Facharzt noch nicht mal angeschrieben wurde, ist das nicht mit erwähnt worden ???

Zitat:
(2) Die Behörde hat alle für den Einzelfall bedeutsamen, auch die für die Beteiligten günstigen Umstände zu berücksichtigen.
Quelle

§§ 20 SGB X Untersuchungsgrundsatz

Genau dieser Absatz wird regelmäßig von der DRV verletzt wenn es um die Anträge auf EM-Rente geht ...

Bei Gericht wird das mit Sicherheit dann noch eine wichtige Rolle spielen, man hat sich nun auf BU "eingeschossen" bei dir (dafür sind Berichte von deinem Facharzt zu deinem Gesamtbefinden vermutlich nicht gut "zu gebrauchen") und ich würde das so nicht akzeptieren und den Vorschlag ablehnen, um weiter die reguläre EM-Rente erstreiten zu können.

MfG Doppeloma
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Alt 23.11.2017, 08:14   #38
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Vielen herzlichen Dank Doppeloma für die tolle Antwort, damit kann ich doch mal etwas anfangen.

Zu Deiner Fage Doppeloma, leider nein, der fehlende Befund meines Facharztes wurde nicht in der Widerspruchsbegründung erwähnt.

Geändert von angel59 (23.11.2017 um 09:26 Uhr) Grund: Ich möchte die Antwort ergänzen
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Alt 12.01.2018, 16:54   #39
angel59
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angel59
Standard AW: Hat von euch jemand, einen positiven Rentenbescheid nach Widerspruch erhalten?

Hallo Zusammen,

also ich kann mal kurz einen Zwischenbericht zu meiner Rentengeschichte geben. Bin etwas verunsichert und werde wohl auch erst Montag Genaueres erfahren, da meine Anwältin heute noch nicht zu sprechen war mir aber versprochen wurde, dass mir das Schreiben der DRV nach Durcharbeitung bzw. Durchsicht durch die Anwältin, zugesandt wird.

Gestern bekam ich nämlich einen Anruf von meiner Krankenkasse, meine Sachbearbeiterin erklärte mir, dass Sie einen Datenvermerk der Deutschen Rentenversicherung im System habe, nachdem ich ab 01.02.17 eine teilweise Erwerbsminderungsrente bekomme und die Krankengeldzahlung eingestellt werden müsse. Ich war wie vor den Kopf gestoßen da eigentlich genau gestern mein Krankengeld für den vorherigen Monat fällig gewesen wäre und mir von einem Rentenbescheid nichts bekannt ist.
Nun liegt ja das Wochenende dazwischen und ich kann nicht wirklich in Erfahrung bringen was genau passiert ist. So wie es aussieht, ohne dass ich den Bescheid gesehen habe, hat man die Einholung eines Befundberichts bei meinem Psychiater wohl nicht für nötig gehalten und einfach beschlossen mir die angebotene teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit zu zahlen.

Zu dem Angebot im November 17 sollte ich mein Einverständnis geben und dann wäre der Widerspruch erledigt. Dies habe ich ja nicht gemacht und meine Anwältin hat ein Schreiben an DRV geschickt mit dem Hinweis einen Befundbericht einzuholen.
Meine letzte Mitteilung des DRV war vom 4 Dezember 17 worin erklärt wurde, dass der Brief der Anwältin an den medizinischen Dienst weitergeleitet wurde. Und nun das.

So nun sitze ich hier grüble bin verzweifelt weil ich kein Krankengeld mehr bekomme und nicht weiß was entschieden wurde, so langsam kann ich nicht mehr.

Gern würde ich Eure Meinung dazu hören.
VG
angel59
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Alt 12.01.2018, 18:01   #40
Doppeloma
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Hallo angel59,

Zitat:
Gestern bekam ich nämlich einen Anruf von meiner Krankenkasse, meine Sachbearbeiterin erklärte mir, dass Sie einen Datenvermerk der Deutschen Rentenversicherung im System habe, nachdem ich ab 01.02.17 eine teilweise Erwerbsminderungsrente bekomme und die Krankengeldzahlung eingestellt werden müsse.
Warum bitte dürfen die dich immer noch anrufen, hast du der KK das noch nicht verboten ???

Was die am Telefon erzählen ist uninteressant, man hat dir das schriftlich zu geben, wenn es Veränderungen zu deinem Krankengeld-Anspruch gibt, ein "Datenvermerk" in deren internen Systemen muss dich gar nicht interessieren.

Für dich ist maßgeblich der schriftliche Bescheid zur Bewilligung einer EM-Rente von der DRV und der liegt dir ja offenbar noch gar nicht vor.

Zitat:
Ich war wie vor den Kopf gestoßen da eigentlich genau gestern mein Krankengeld für den vorherigen Monat fällig gewesen wäre und mir von einem Rentenbescheid nichts bekannt ist.
Dann verlange dein Geld für den nachgewqisenen letzten Zeitraum von der KK, wende dich notfalls an eine höhere Stelle damit.
Der Inhalt eines Telefonates ist natürlich wenig wert, die KK hat Erstattungs-Ansprüche an die DRV wenn dir rückwirkend eine EM-rente bewilligt wurde aber zunächst mal muss DIR auch der Bescheid dazu vorliegen.

Wenn es eine Teil-EM-Rente ist darf ohnehin nur Anteilig das Krankengeld eingestellt werden, so ganz ist das für mich noch gar nicht nachvollziehbar ...

Zitat:
Nun liegt ja das Wochenende dazwischen und ich kann nicht wirklich in Erfahrung bringen was genau passiert ist.
Dann hast du ja Zeit endlich auch was fertig zu machen, dass die KK dich NIE WIEDER anrufen soll ... das machen die doch gerne zu genau solchen Zeitpunkten ... damit du am Wochenende "was zu grübeln" hast.

Hat ja auch wieder "wunderbar" funktioniert, erst muss mal der Bescheid bei dir sein von der DRV, vorher ist alles nur Rätsel raten ... und darauf hat auch die KK zu warten.

Was bei denen irgendwo intern in den "Daten" steht muss dich gar nicht interessieren, darum ruft man ja auch an, um dir solchen Unsinn zu erzählen ...
Den richtigen Bescheid von der DRV bekommt ja nicht die KK sondern den musst DU ja erst mal haben.

MfG Doppeloma
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Alt 13.01.2018, 05:23   #41
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angel59
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Vielen Dank liebe Doppeloma für Deine Antwort, ich werde jetzt am Wochenende versuchen durchzuatmen und formuliere ein Schreiben an die KK.

Ich muss halt wie immer warten bis ich den Bescheid über meine Anwältin bekomme und sie anrufen kann.

Geändert von angel59 (13.01.2018 um 06:24 Uhr)
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