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Start > > -> Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen


Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 06.08.2017, 12:14   #26
en Jordi
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Beiträge: n/a
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Medis verschreiben und gleichzeitig sagen, dass man nicht behandele passt irgendwie nicht wirklich zusammen.
Das war doch ein von der Servicestelle vermittelter Termin. Da ist m.W. keine Weiterbehandlung vorgesehen. Tabletten bekommt man sofort in die Hand gedrückt, oft schon vom Hausarzt. Das sind heutzutage die Behandlungsrichtlinien.
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Alt 06.08.2017, 16:35   #27
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Das sind mit Sicherheit keine offiziellen Behandlungsrichtlinien.

Erstens fehlt da eine vernünftige Differentialdiagnose, die gerade bei depressiven Symptomen den Ausschluss einiger körperlicher Erkrankungen beinhaltet.
Und zweitens sollte es wohl hoffentlich jedem Psychiater und auch jedem Hausarzt klar sein, dass SSRIs ("Einstiegs-Antidepressiva") zuerst den Antrieb verbessern und erst einige Wochen später die stimmungsaufhellende Wirkung einsetzt - mit dem Ergebnis, dass zunächst das Suizidrisiko steigt. Man sollte diese Tabletten also wirklich erst und nur verschreiben, wenn man den Patienten entweder ausreichend gut kennt, um sich sicher zu sein, dass es kein Suizidrisiko gibt oder man den Patienten ausreichend begleiten kann.

Vernünftige Hausärzte und Psychiater halten sich daran auch - bzw. versuchen es, gerade bei der DD bräuchte es manchmal eher nen Endokrinologen, die Überweisung dorthin ist aber leider wirklich kein Standard, sonderrn Hausarzt und Psychiater sollen selbst beurteilen, wovon sie nur begrenzt Ahnung haben.
Aber ein Arzt, der einfach mal so bei einem ersten Besuch Antidepressiva verschreibt, gehört in jedem Fall zu denen, die nix taugen.
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Alt 06.08.2017, 22:17   #28
en Jordi
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Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Zitat von Caye Beitrag anzeigen
Das sind mit Sicherheit keine offiziellen Behandlungsrichtlinien.
Leider wohl, so traurig das auch ist.

Gehen wir mal davon aus, dass der HA zuvor körperliche Ursachen ausgeschlossen hat. Leider vergessen viele dabei den TSH-Wert, wenn man sie nicht darauf hinweist.

Dann taugen dirzufolge alle Ärzte, die ich bisher aufgesucht habe nichts. Ich bekam immer beim ersten Termin AD's angeboten, wenn ich erzählte, dass ich schon mal eine Diagnose hatte. Davor nach Vorliegen eines kleinen Blutbilds.
Von einer HÄ auch eine Menge eines tetrazyklischen, die zum Suizidieren ausgereicht hätte. Das ist gang und gäbe. Suzidfälle durch SSRI sind sehr selten. Allgemein gelten die Medikamente als sicher und gut verträglich, was ich selbst nichts unbedingt unterschreiben würde. Wenn etwas passiert, dann heißt es, warum habe man denn nicht den Beipackzettel gelesen.

HÄ geben nur eine niedrige Dosierung. Die Fachärzte haben auch Höchstdosierungen, ab denen sie klinische Aufsicht anordnen müssen. Das ist alles durch Richtlinien abgesichert, sonst würden die Ärzte sich ja angreifbar machen.
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Alt 18.08.2017, 11:26   #29
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Da bin ich wieder.

Meinen TSH-Wert (also alles bezüglich Schilddrüse) habe ich schon vor langer Zeit mal kontrollieren lassen. Da ist alles okay. Generell sind meine Blutwerte okay. Nur Homocystein ist zu hoch aber das hat halt nichts mit Depressionen zu tun.

Stand der Dinge:
War bei einem anderen Psychiater. Der war grundsätzlich gut. Kompetent, hat mir viel erklärt. Leider hat dieser mich aber auch nicht weiter AU geschrieben. Allerdings dieses mal mit einer ausführlichen Erklärung warum er das nicht kann und darf.

Das liegt halt an meinem "Status" als ALG-Bezieher. Arbeitsunfähig in diesem Status heißt anscheinend (das sind jetzt meine Worte), das man schon mehr oder weniger Halbtot sein muss um dann AU geschrieben zu werden. Er hat mir das sehr anschaulich erklärt.

Solange ich auch nur ein bisschen für die stumpfsinnigste und langweiligste Tätigkeit geeignet bin, darf der mich nicht AU schreiben. Das ist insbesondere bei mir ja paradox und absurd, da Langeweile am Arbeitsplatz (Bore-Out) ja einer der Mitauslöser für die ganze Situation ist! Mir geht's halt offenbar nicht schlecht genug. Langsam verstehe ich echt warum dann viele sich genötigt fühlen zu simulieren. Früher habe ich selbst schnell viele Menschen vorverurteilt. Da bin ich heute echt schlauer.

Das der letzte Psychiater mit Antidepressiva verschrieben hat, liegt wohl einfach daran, das nur so das ganze überhaupt als Behandlung anerkannt wird! Ein Gespräch (Psychiater/Patient) wird wohl gar nicht oder kaum honoriert oder so. Das ist auch verrückt! Das zwingt die Ärzte dann ja zu so einem Verhalten. Das kann ich dann ja schon fast verstehen. Ich mein, kein Notar, Anwalt oder vergleichbares macht irgendwas umsonst (oder kaum ... probono usw ...).

Desweiteren hat er mir empfohlen ich soll eine psychosomatische Reha bei der Krankenkasse beantragen. Damit werde ich mich jetzt auch beschäftigen und das in die Wege leiten. Parallel bin ich halt auch seit ein paar Tagen dabei einen Psychotherapie-Platz zu bekommen.

Bleibt jetzt nur halt das Problem das ich im Grunde ja ab 01.09.2017 dann doch zu dieser schwachsinnigen Maßnahme von der AfA gehen muss. Das macht mich so wütend.

Daher jetzt nochmal meine Frage:
Darf die AfA mir den ärztlichen Dienst "vorenthalten" ?
Fakt ist, das ich einen Brief von dem letzten Psychiater bei dem ich war, an meinen Hausarzt in Kopie vorliegen habe. Da steht u.a. drin: "völliger Mangel an Antrieb und Motivation, deswegen Unfähigkeit Leistung zu erbringen ... sub-depressive gefärbte Affektlage ... chronische seelische Erkrankung ... depressive Episode ... akzentuierte Persönlichkeitszüge im asthenischen und schizoiden Bereich deutlich. (wobei ich das asthenische nicht bestätigen würde, alles andere absolut!)
Ich meine wenn das alles nicht für eine AU ausreicht, was dann?

Bei meinem letzten Termin bei der AfA habe ich ja ausdrücklich gesagt, bitte machen Sie einen Termin bei/mit dem ärztlichen Dienst. Die hat mich aber einfach in dem Punkt ignoriert und mich für diese Maßnahme eingetragen. Das kann doch nicht richtig sein?

Habe ja auch mehrmals mit dem psychiatrisch-sozialen Dienst telefoniert. Dort ist mir empfohlen worden, das ich einen neuen Job auch erst anfangen soll, wenn ich in psychotherapeutischer Behandlung bzw. Begleitung bin. Das war für mich ein guter Hinweis den ich auch befolgen will.

Ich habe gar keinen Bock und gar keine Lust irgendwie dauerhaft von irgendwo Geld für meinen Lebensunterhalt zu bekommen ... Weder ALG1 noch ALG2, noch Krankenkgeld noch Rente oder sonst was! Ich will wieder arbeiten gehen und mein Geld selbst verdienen. Ich will wieder Gesund werden!

Wenn ich wenigstens eine AU bekomme bis zu dem Zeitpunkt wo ich endlich einen Psychotherapieplatz habe wäre ich ja schon zufrieden. Ich kann ja verdammt nochmal nichts dafür, das es so lange dauert!? Wenn ich dann in einem neuen Job bin kann ich dann ggf. mit dem Therapeuten reden usw. Das würde mir bestimmt helfen. Desweiteren Frage ich mich, wie das gehandhabt wird, wenn ich in dieser PS Reha bin? Gilt das dann währenddessen auch als AU?

Das man sich aber so viel mit diesem ganzen bürokratischen Irrsinn auseinandersetzen muss ist echt frustrierend. Außerdem hat man irgendwie überall und immer ständig das Gefühl sich irgendwie rechtfertigen zu müssen. Insbesondere auch dafür das man eben "nicht einfach ein paar Pillen schlucken will" ... "dann geht's dir doch besser!" Furchtbar.
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Alt 20.08.2017, 18:44   #30
Muzel
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Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel Muzel
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Inzwischen gibt es ab April diesen Jahres eine neue Richtlinie. So sind die Psychotherapeuten gehalten eine offene Sprechstunde abzuhalten. Vielleicht kannst du so deine Wartezeit verkürzen.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
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Alt 20.08.2017, 20:30   #31
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Auch der zweite Doc hat dir Blödsinn erzählt und dich abgewimmelt.

Ich bin nicht halbtot und werde trotzdem krankgeschrieben. Geht. Ist gar kein Problem.
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Alt 20.08.2017, 22:37   #32
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Naja, ich war jetzt bei zwei verschiedenen Psychiatern und beide wollten mich nicht krankschreiben. Habe es jetzt immer nur über den Hausarzt hinbekommen.

Den ersten Termin hatte ich auch über die neue Richtlinie seit April bekommen!
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Alt 21.08.2017, 06:17   #33
Bitas
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Bitas Bitas
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Ich muss meinen Vorredner wieder Recht geben, auch der letzte Psychiater hat keine Lust auf die Mehrarbeit mit Dir.
Der hat viel blablabla abgehalten, aber helfen mit Rückrat, nein Danke.
Ich weiß 100% das die das dürfen und können, weil ich in der selben Situation bin.
Mein Arzt schreibt mich AU, obwohl die KK ständig den MDK aktiviert und ich von der PS Reha AF entlassen wurde mit einigen Einschränkungen. Ich habe verschiedene Persönlichkeitsstörungen, die nur zum Vorschein kommen, wenn gelogen, betrogen, schikaniert usw, wird. Ich sehe überhaupt nicht fast Tod aus, sonder im gegenteil Top Fit......bin aber trotzdem unberechenbar und nicht AF und das hat mein Arzt erkannt und schreibt mich weiter AU, egal was die anderen dazu Meinen. Solche Ärzte gibt es auch noch, aber halt wenige und schwer zu finden.
Mein Vorschlag, geh zu dieser Maßnahme und wenn es Dir schlecht geht, mache einen 2. Versuch bei dem 2. Psychiater, die wollen manchmal testen ob es einem wirklich so schlecht geht.
Die Psychosomatische Reha war für mich die Hölle, wenn Du das machen möchtest, suche Dir eine Klinik die auf Persönlichkeitsstörungen spezialisiert sind.
Ich habe beim ersten Gespräch die Ärztin in der Klinik gefragt ob arbeitslose mit meinen Problemen auch AU entlassen werden könnten (weil ich aus dem Forum wusste das das sehr selten ist) Sie meinte NEIN auf keinen Fall...."arbeitslose" mit meinen Störungen werden IMMMER AF entlassen (das ist das was Dein Psychater Meint).....da hat sie mich 10 Minuten kennen gelernt......die haben das tatsächlich durchgezogen, obwohl die mich 3 mal von meinen negativen unkontrollierbaren Seite kennen gelernt haben und ich bis zum Direktor musste, auch der konnte mich nicht stoppen, so wurde ich dann Vorzeitig AF entlassen.....also mache Dir nicht zu viel Hoffnungen was eine Reha betrifft, das sind nur Marionetten, die der DRV in die Hände spielen.
Noch ein Tipp für die Psychotherapie.
Seit Mitte des Jahres dürfen Psychologen einen Akut Patienten aufnehmen, ohne Genehmigung der KK, für 15 Stunden.
So habe ich jetzt wieder einen Platz gefunden.

Halte durch und kämpfe....ich kann mit Dir fühlen.

Gruß
Bitas...der jetzt los muss, weil Termin beim Psychiater!
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Alt 21.08.2017, 10:25   #34
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Das ist echt sowas frustrierend. Wie gesagt: Ich habe den ersten Termin beim Psychiater (der gleichzeitig eben auch als Psychotherapeuth praktiziert) über diese Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbart! Das ist das mit den 15 Stunden Akut Sprechstunde usw. Da wurde aber auch gar nicht drauf eingegangen. Ein paar Minuten Gerede, ich verschrieb Ihnen dies und das ... kommen sie im Oktober wieder ... und wegen der PT rufen Sie mal die Kollegen hier an (so 'n kleiner Zettel mit Telefonnummern).

Ich hab ja eben lt. der Diagnose auch ne schizoide Pers.-Störung! Und eben Dysthymie (chronische Depression).
Aber ich bin keine Gefahr für irgendjemanden. Nicht absichtlich auf jeden Fall. Aber ich hatte eben auch krasse Schwindelattacken. Der Gedanke wieder arbeiten zu gehen wie bisher kocht das alles wieder hoch ... irgendwo zwischen Kreislaufkollaps, Panikattacke und Nervenzusammenbruch fühlt sich das an.

Die ambulante psychosomatische Reha ist sicher jetzt auch nichts, wo ich total scharf drauf bin (was genau wird da eigentlich gemacht den ganzen Tag?). Aber ich fahr' lieber da ein paar Wochen von morgens bis nachmittags hin als zu dieser Maßnahme von der AfA. Bei der Reha sehe ich wenigstens ne Chance das mir das was bringt, bei der Maßnahme bin ich mir sicher das mir das nur schadet. Ich empfinde das als Freiheitsberaubung.

Und wenn mir da irgend ein Heini was davon erklärt wie ich mich in Vorstellungsgesprächen zu verhalten habe oder was ich ich dafür anziehen sollen flipp ich auch aus....

Das man so dafür kämpfen muss überhaupt richtig ernst genommen zu werden macht mich fertig. Ich weiß nicht ob ich das schaffe, das durchzuhalten.

Jetzt bin ich zum zweiten mal mit Unterbrechung für 4 Wochen krank-geschrieben und es wird nicht fortgesetzt. Also wieder kein Krankengeld. Ab nächsten Monat müsste ich zu dieser Drecksmaßnahme was ich mit allen mitteln vermeiden will.
Vorher weise ich mich wohl echt selbst irgendwo ein!

Werde heute mal mit der Rentenversicherung telefonieren bez. dem Antrag für die Reha und weiter ein paar PT anrufen zwecks Therapieplatz. Aber ich weiß echt nicht mehr so richtig weiter.
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Alt 21.08.2017, 11:45   #35
lunalilli
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lunalilli
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Und wenn dein Hausarzt eine Reha für dich beantragt? Da er dich ja jetzt auch schon wegen deiner genannten Diagnosen krank geschrieben hat, kann er doch mit dir zusammen den Antrag ausfüllen. (Anträge müssen seit neustem beim Arzt liegen und nicht mehr über die DRV angefordert werden.)

Trotzallem würde ich mich an deiner Stelle sofort stationär in einer psychatrischen Klinik selbst einweisen. Es wird ja mit deinen Symtomen nicht besser sondern schlechter und so wie es grade verläuft ist es nicht gut für dich.

Die Einweisung in die Klinik stellt dir dein Hausarzt aus. Dieser Schritt ist zwar heftig, aber er wird hilfreich für dich sein. Dort kannst du dann auch alles mit dem sozialen Dienst besprechen und die helfen dir dort, alles weitere nach der Klinik zu bestreiten.

Zur Zeit dreht sich alles im Kreis bei dir und dem musst du ein Ende setzten, dass können keine anderen für dich. Verstehst du was ich meine?

Geh zum Arzt, hole dir eine Einweisung für die Klinik und dann stellt du dich in der Klinik vor.

Drücke dir die Daumen, dass du endlich aus diesem Kreislauf raus kommst und dir geholfen wird.

Gruß, luna
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Alt 21.08.2017, 14:20   #36
doppelhexe
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doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
... Die ambulante psychosomatische Reha ist sicher jetzt auch nichts, wo ich total scharf drauf bin (was genau wird da eigentlich gemacht den ganzen Tag?). ...
  • gesprächstherapie (einzel/gruppe) wo man über sich, seine probleme, bestimmte situationen redet und zb. in der gruppe anregungen bekommt, wie es anders funktionieren könnte... vor allem merkt man dort oft, das man sooo allein mit seinen problemen garnicht ist
  • bewegungstherapie, da bekommt man stichworte/aufgaben und soll sich entsprechend bewegen/verhalten ... zb. zieht man sich ja bei angst zurück, macht sich klein usw... also auf sein inneres hören und das in bewegung ausdrücken...
  • maltherapie, auch hier wie bei bewegung, nur drückt man seine gefühle mit farbe aus
  • musiktherapie... ausdruck seiner gefühle über musikinstrumente, oder hören von musikstücken und was sie auslösen
  • entspannungstherapie, meist mit musikuntermalung und an-/entspannen bestimmter muskelgruppen
  • arbeits-/ergotherapie, zb. holzarbeiten oder töpfern
  • kochen/backen zum einen, um wieder an tägl. planen und ausführen normaler alltagstätigkeiten herangeführt zu werden, zum anderen förderung der zusammenarbeit mit anderen

eigentlich alles sachen, die bestimmte gefühle auslösen, so das man an problemen arbeiten kann, indem man sie mit in die gesprächstherapien nimmt

ich möchte dich aber darauf hinweisen, das die ambulante therapie viel anstrengender ist, als die stationäre... das fängt bei den tägl. pendelzeiten zur einrichtung an und geht weiter über das nicht vorhandensein einer ruhezone tagsüber. in der klinik hast du dein bett und wenn was nicht geht oder du fertig bist, dann ist eben bettzeit angesagt. ausserdem können diese therapien auch eine verschlimmerung des zustandes auslösen und wenn man dann allein zu hause ist.... im KH ist immer ein arzt oder bezugstherapeut erreichbar, schwestern sowieso

ich würde auch keine psychosomatische REHA beantragen sondern eine stationäre psychotherapie in einer psychosmatischen klinik über die KK (einweisung durch den arzt) reha geht längstens 4 wochen und fast alle sind gesund, wenn die 4 wochen rum sind

krankenhaus ist krankenhaus, jedenfalls meine erfahrung nach 27 jahren patient... und da ist patient eben patient und bekommt die hilfe die er braucht, auch AU`s

möglich, das auch hier eine wartezeit einzuplanen ist und ich würde dir raten, vorher mal bissl im netz nach klinikbewertungen zu suchen, auch da gibt es unterschiede...

noch ein guter rat. auch ich nehme fast garnichts an medikamenten, aber ich lehne sie auch nicht strickt ab. ich habs meinem doc gesagt, das ich schon so viel ausprobiert habe und mit den nebenwirkungen nicht zurecht kam, hatte auch irgendwann angefangen, medikament und unerträgliche nebenwirkungen zu notieren...

das gibt dem arzt die chance, evtl. mit dir zu beraten, was man (noch) versuchen könnte und eben (wie bei mir) mit minimalstdosiereung anzufangen... und stellt nicht gleich am anfang eine mauer auf, die dem arzt jegliche hilfsmaßnahmen verbaut.
so habe ich ein AD gefunden, das ich in geringer dosierung nehme und gut damit zurecht komme, aber eben erst, nachdem ich auch ein gewisses maß an vertrauen zum doc aufgebaut hatte.
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Alt 21.08.2017, 16:02   #37
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Also ich war vor ein paar Monaten in stationärer psychosomatischer Reha, diese wurde von den ursprünglichen 5 Wochen auf 11 Wochen verlängert und es war vom ersten Tag an klar, dass ich (trotz Arbeitslosigkeit, noch ziemlich jung und Kopf nicht unterm Arm) AU entlassen werde.
Es gibt auch taugliche Rehakliniken. Ich hatte wahnsinniges Glück und war in so einer.

Aber - und das wäre hier hilfreich und ein wichtiger Punkt:
Eine Reha wird mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit erstmal abgelehnt, vor allem wenn "nur" der Hausarzt dahinter steckt. Wenn der Hausarzt aber zu einer teilstationären Psychotherapie einweist, wird das idR von der Krankenkasse einfach durchgewunken.
Man kann ja auch teilstationäre Therapien über Krankenhauseinweisung und Krankenkasse als Kostenträger absolvieren. Das wäre der wesentlich sinnvollere Weg, denke ich.
Inhaltlich unterscheiden sich Reha- und Krankenhaus-Therapie kaum. In der Reha ist verpflichtend mehr allg. Gesundheitsbildung integriert - langweilige Ernährungsvorträge und mehr Sport. Letzteres finde ich sehr vorteilhaft gegenüber der Krankenhaus-Therapie, Ersteres muss man halt über sich ergehen lassen... Ansonsten ist das eigentlich ziemlich austauschbar.
Also würde ich den "einfacheren" Weg gegen und Krankenhaus statt Reha anpeilen.
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Alt 21.08.2017, 17:07   #38
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Vielen Dank für die Informationen!
Verstehe ich das so in etwa richtig? :

Ambulante Psychotherapie kann ich durch Einweisung meines Arztes bekommen, ohne das RV oder KV da Ihren Segen geben müssen? Also auch sehr viel schneller als eine Psychotherapie bei einem Psychotherapeuthen? Psychosomatische Reha dagegen geht nur mit Genehmigung durch RV bzw. KV ?
Letztendlich unterscheidet sich beides aber kaum oder gar nicht? Also ambulante Psychotherapie zu ambulante psychosomatische Reha?

Dann wäre es wohl wirklich das beste mir ne Einweisung vom Hausarzt oder einem der Psychiater zu besorgen und eben in so eine Klinik zu gehen. Momentan hab ich ja nur ne Überweisung in Psychotherapie, aber keine Einweisung. Ambulant gefällt mir da derzeit schon noch besser als stationär. Vollzeit im Krankenhaus zu bleiben ... brr .. ne ... das zieht mich denke ich noch mehr runter. Notfalls zieh ich mich in mein Auto zurück oder geh irgendwo auf ne Parkbank wenn ich mal meine Ruhe haben will.

Wenn ich einen Termin habe, ab wann ich in Reha oder Therapie gehen kann, wie gehe ich damit gegenüber der AfA um? Ich meine technisch gesehen muss ich ja ab 01.09. zu dieser Maßnahme, da dann meine AU ausläuft. Wenn ich jetzt aber bsp. am 11.09. in so eine Therapie/Reha gehen kann, muss ich vorher (ohne AU) trotzdem zu der Maßnahme?

Ich finde das alles immer etwas absurd das man ja bei Bewerbungen quasi lügen muss oder soll! Kaum ein Arbeitgeber stellt ja jemanden ein, von dem er weiß, das der in ein paar Tagen oder Wochen eh für einige Zeit ausfällt wegen Reha oder Therapie. Schade, aber verständlich. Wenn man gegenüber potenziellen Arbeitgebern aber mit offenen Karten spielt, heißt das dann direkt seitens der AfA; "Sie haben Ihre Einstellung mutwillig verhindert! Sperrzeit!" nur weil man die Wahrheit gesagt hat?

Wie gehe ich mit der Zeit ohne AU um, bis ich in Therapie/Reha kann?! Wobei, wenn ich das alles so lese, schließe ich die Reha eh jetzt aus. Das ist mir alles zu blöd mit den ganzem Antrags-Theater. "Gesundheitsbildung, langweilige Ernährungsvorträge, Sport" ... brauch ich alles nicht. Rauche gar nicht, Trinke gar nicht, Esse recht vernünftig ... gut, Sport mach ich gar keinen weil ich das nicht leiden kann aber ich beweg' mich halt schon n bissel ... Sport hasse ich einfach. Alles mögliche zig mal versucht, geht mir alles nur auf den Sack. Echt.
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Alt 21.08.2017, 17:43   #39
lunalilli
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lunalilli
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Hallo Roddenberry,

Zitat:
Ambulante Psychotherapie kann ich durch Einweisung meines Arztes bekommen, ohne das RV oder KV da Ihren Segen geben müssen? Also auch sehr viel schneller als eine Psychotherapie bei einem Psychotherapeuthen? Psychosomatische Reha dagegen geht nur mit Genehmigung durch RV bzw. KV ?
Letztendlich unterscheidet sich beides aber kaum oder gar nicht? Also ambulante Psychotherapie zu ambulante psychosomatische Reha?
Lies doch bitte nochmal in Ruhe die Antwort von doppelhexe. Sie hat dir alles ganz genau beschrieben.

Mal eine ganz persönliche Frage: Was möchtest du eigentlich wirklich? Du möchtest keine Maßnahme der Agentur für Arbeit machen, sondern leiber eine weiter AU.
Möchtest du wieder gesund werden oder lieber dauerhaft AU sein.

Wenn du das Gefühl hast, dass du von den Ärzten nicht richtig behandelt zu werden, dann suche so lange nach einem Arzt, der dich versteht.

Trittst du bei den Untersuchungen vielleicht zu tough auf, dass dein Auftreten sich vielleicht nicht mit dem Krankheitsbild spiegelt?

Ich kann mich nur wiederholen, gehe zum Hausarzt und lasse dir eine stationäre Einweisung in eine Psychatrische Klinik geben. MIt dieser Einweisung gehst du in die Akutambulanz und dann wird dir geholfen.

Ich habe nur einfach das Gefühl (was ich so rauslese - kann mich auch irren), dass du dich im Moment gegen alles wehrst, was dir helfen würde.

Ob Reha oder stationär, es wird immer Papierkram geben und da mussten wir alle durch, die in der Klinik waren. Und es wird auch alles seine Zeit dauern.

Die Maßnahme könntest du nur umgehen, wenn du zeitnahe in die Klinik gehst. Obwohl ich immernoch denke, dass die Maßnahme gar nicht schlecht ist. Du kommst unter Leute, hast wieder Struktur. Andere wären froh, diese Chance zu bekommen und du lässt dir diese entgehen.

Hier will dir mit Sicherheit niemand etwas bösen, aber lies doch einfach in Ruhe, was du als Antwort bekommst - auch wenn diese vieleicht nicht in deinem Sinne ist, ist es vielleicht ein kleiner Denkanstoß.

Gruß, luna
lunalilli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2017, 18:41   #40
doppelhexe
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doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe doppelhexe
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Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
... Ambulante Psychotherapie kann ich durch Einweisung meines Arztes bekommen, ohne das RV oder KV da Ihren Segen geben müssen?
ambulante psychotherapie (keine einweisung, evtl. überweisung - beim therapeuten erfragen) bitte nicht verwechseln mit einer psychiatrischen tagesklinik (egal ob über die DRV oder die KK)

ambulante psychotherpie läuft meist über einen wöchentlichen termin a 45 minuten bei einem niedergelassenen psychotherapeuten.
dort sind die wartezeiten sehr lang, aber die offene sprechstunde, die es seit april 2017 gibt ermöglicht zumindest einen erstkontakt, bei dem der psychologe auch feststellen kann, ob eine stationäre (voll-/teilstationär) therapie dringend angeraten ist.

das kriegst du dann schriftlich für deinen arzt, der dich einweisen kann. ein reiner therapeut darf das NOCH nicht (aber bald) ...
ein arzt mit zusatzausbildung therapeut darf auch die einweisung schreiben.

such dir also bitte psychotherapeuten (möglichst kein arzt mit zusatzausbildung therapeut - die sind mit ihrer arztpraxis völlig überfüllt) in deiner nähe, ruf da an und du erfährst, wann offene sprechstunde ist. dann dort melden und notfalls auch ansprechen, das es um die offenen sprechstunde geht, dann müssen die dich erst mal kommen lassen...

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
... Psychosomatische Reha dagegen geht nur mit Genehmigung durch RV bzw. KV ?
Letztendlich unterscheidet sich beides aber kaum oder gar nicht? Also ambulante Psychotherapie zu ambulante psychosomatische Reha?
psychosomatische reha geht in einer tagesklinik (teilstationär) oder in einer rehaklinik (vollstationär) über die DRV oder auch über die KK
dazu sind anträge nötig, die vom leistungsträger abgesegnet werden müssen
der unterschied besteht in der therapiedichte... ambulante therapie = 1x wöchentlich oder andere abstände jeweils 45 minuten
amb. reha wäre die tagesklinik, für mehrere wochen ganztägig, meist 8 - 16 uhr... therapie also viel kompakter
auch hat die amb. psychotherapie eher nur die gespräche, nicht das, was ich an anderen therapien oben erklärt habe...

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Dann wäre es wohl wirklich das beste mir ne Einweisung vom Hausarzt oder einem der Psychiater zu besorgen und eben in so eine Klinik zu gehen. Momentan hab ich ja nur ne Überweisung in Psychotherapie, aber keine Einweisung. Ambulant gefällt mir da derzeit schon noch besser als stationär.
tageskliniken haben, grade jetzt ab september in den herbst hinein auch längere wartezeiten um die 6-8 wochen, also schnell mal fix ist da auch nicht...

und wenn du meinst, mit einer einweisung in stationäre therapie gleich einziehen zu können, dann mach dich mit dem gedanken vertraut, das du evtl.in die akut-abteilung kommst... mein fall wäre das nicht...

einweisung in stationäre therapie holen, klinik anschreiben und auch hier wieder warten um stationäre therapie zu bekommen. läuft auch nicht anders als bei der tagesklinik

leider werden nur akut-fälle sofort aufgenommen, das sind menschen, die in gefahr sind, sich was anzutun, alles andere kann warten...
die plätze sind nun mal begrenzt, auch wenn man dort nicht so lange wartet, wie auf einen amb. therapie...

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Vollzeit im Krankenhaus zu bleiben ... brr .. ne ... das zieht mich denke ich noch mehr runter. Notfalls zieh ich mich in mein Auto zurück oder geh irgendwo auf ne Parkbank wenn ich mal meine Ruhe haben will.
ja, man muss schon wissen, was man will/braucht... einfach so die klinik/das gelände verlassen ... das ist auch bei ner tagesklinik nicht, die werden dir schon zeigen, was dann passiert...

sorry, aber ich habe bereitwillig ALLES genommen, wenn es soweit war, nur damit ich hilfe bekam... auf so wählerische gedanken würde ich nie kommen... liegt wahrscheinlich am leidensdruck...

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Wenn ich einen Termin habe, ab wann ich in Reha oder Therapie gehen kann, wie gehe ich damit gegenüber der AfA um? Ich meine technisch gesehen muss ich ja ab 01.09. zu dieser Maßnahme, da dann meine AU ausläuft. Wenn ich jetzt aber bsp. am 11.09. in so eine Therapie/Reha gehen kann, muss ich vorher (ohne AU) trotzdem zu der Maßnahme?
der "einzug" in eine klinik ist der erste tag der AU, bis dahin musst du dich ohne AU schon den vorgaben der AfA beugen.
den termin des einzugs dann zeitnah der AfA mitteilen...

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Wobei, wenn ich das alles so lese, schließe ich die Reha eh jetzt aus. Das ist mir alles zu blöd mit den ganzem Antrags-Theater. "Gesundheitsbildung, langweilige Ernährungsvorträge, Sport" ... brauch ich alles nicht. Rauche gar nicht, Trinke gar nicht, Esse recht vernünftig ... gut, Sport mach ich gar keinen weil ich das nicht leiden kann aber ich beweg' mich halt schon n bissel ... Sport hasse ich einfach. Alles mögliche zig mal versucht, geht mir alles nur auf den Sack. Echt.
tja, in der therapie gehts halt nicht nur nach wollen ... immerhin hat uns unser leben, wie wir es führen, ja auch in die schwierigkeiten gebracht, neben den verletzungen, die uns durch unser umfeld zugefügt wurden...

wenn ich mein leben verbessern will, muss ich was ändern... das umfeld ändert sich nicht für mich... und dazu gehören nun auch mal unangenehme dinge...

wer das eine (wirklich) will ... der muss das andere mögen... und ohne das ist der leidensdruck einfach noch nicht hoch genug...

wie immer du dich auch entscheidest... viel glück
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Alt 21.08.2017, 19:56   #41
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Vielen Dank!

Ja, ich weiß, ich bin sicher nicht einfach. Kann auch sein das ich bei den Ärzten vielleicht falsch aufgetreten bin. Aber wie soll ich das beurteilen? Ich hatte in beiden Fällen eben das Gefühl das ich in eine gewisse Schublade gesteckt wurde als ich eben "Arbeitslos bzw. Agentur für Arbeit" in Verbindung mit "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. Krankmeldung" in einem Satz erwähnt habe.

Ich hab im vorherigen Beitrag auch schon wieder ambulant mit teil-stationär durcheinander geworfen.

Neben den ganzen aufgeführten Symptomen habe ich einfach ein sehr großes Unabhängigkeit- und Freiheitsbedürfnis. Selbst wenn ich vorhandene Freiheit nicht nutze, ist es mir dennoch extrem wichtig, diese zu haben. Ich meine, derzeit hänge ich fast nur zuhause rum und mache nichts. Aber ich KÖNNTE jederzeit rausgehen. Weder hält mir räumlich technisch irgendwas auf noch gibt es formal Grenzen.

Aber wenn ich eben "eingesperrt" wäre oder wie bei dieser Maßnahme oder auch teilweise eben am Arbeitsplatz gezwungen werde von dann bis dann dort zu sein ... ich kann und darf nicht weg ... das macht mich halt kirre, wütend und löst Stress in mir aus.

Selbst wenn ich jetzt zu der Maßnahme gehe, bin ich mir ziemlich sicher, das ich schon nach wenigen Tagen abhaue, weil ich das nicht ertrage. Von dem was ich so darüber gelesen habe und was da gemacht wird. Das geht mir so gegen den Strich. Ich will mich halt nicht umformen oder zurechtstutzen lassen.
Das wäre natürlich höchst unvernünftig, wegen der Konsequenzen ... Sperrzeit, etc. Aber ob ich dann in so einem emotionalen Moment schaffe rational zu bleiben. Fraglich.

Außerdem muss und soll ich mich ja während der Maßnahme, lt. Flyer, bei passenden Stellen bewerben. Mache ich aber nicht, da ich mich derzeit nicht arbeitsfähig fühle. Erst recht nicht in dem Job den ich vorher gemacht habe. Wie soll ich denn damit umgehen? Jedes mal wenn ich zu irgendwas "Nein" sage muss ich mit einer Sperrzeit wegen Verweigerung rechnen?

Ich hab das die letzten 15 Jahre in meinem Berufsleben alles irgendwie runtergeschluckt. Bin jeden Tag hin, hab mein Ding gemacht ... aber das pack ich halt nicht mehr. Einige Tage bevor ich meinen letzten Job gekündigt habe wurde mir was vorgeworfen was, nachweislich, nicht meine Schuld war. Ich bin dabei so wütend geworden, wie nie zuvor in meinem Leben. Derjenige der mich da angemacht hat ist schon einige Schritte von mir weg gegangen, weil ich wohl knallrot vor wut geworden bin...

Ich fühle mich halt nach wie vor so ein wenig wie ein Ballon der platzen könnte. Aber eben nur in bestimmten Situationen, nicht immer.

Wenn ich also schon tagtäglich von 8-16 Uhr irgendwo hin muss, dann doch lieber in eine Klinik zur Therapie, als in diese Maßnahme. Da sitzen dann wenigstens Leute die (hoffentlich) mit meinen Eigenarten umgehen können. Mir diese ggf. ja abgewöhnen oder in "gesündere" Bahnen lenken können.

Wie schon gesagt: Ich will wieder fit werden! Wirklich! Ich bin es so leid ununterbrochen schlechte Laune zu haben und ständig nur an mich selbst denken zu müssen. Ich würde gerne in Zukunft auch nicht mehr Vollzeit arbeiten. Nur noch Teilzeit. Das wird mir, je nach Job, auch finanziell reichen. Das bietet mir viel mehr Freizeit und Freiheit. Selbst wenn ich damit nichts anstelle, bin ich eben frei. Selbstbestimmt. Wenn ich könnte oder wenn es sowas gäbe wie "Selbständigkeit auf Rezept" wäre das auch was für mich.

ABHÄNGIG Beschäftigt zu sein macht mich irgendwie fertig.
Teilzeit könnte ich das wohl eher ertragen. Möglichst dann bei einem Job wo ich in der Arbeitszeit auch wirklich Arbeit habe und nicht nur gelangweilt und am Arbeitsplatz fixiert rumsitzen muss und nicht weg darf.

Ich habe jetzt noch ein Telefonat mit einem Psychologen vom psychiatrisch sozialen Dienst geplant. Der hat mir bisher auch ganz gut geholfen. Der hatte sich sogar angeboten mir zu helfen im Bezug auf Klinik und AfA usw.

Teil-stationäre Therapie in einer Klinik. Das ist es was ich jetzt will. Darauf arbeite ich hin. Das geht sicher auch nicht ruckzuck aber wohl schneller bis ich bei niedergelassenen PT einen Therapieplatz bekomme. Das versuch ich ja schon seit ein paar Tagen und werde noch nicht mal zurückgerufen.
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Alt 21.08.2017, 20:01   #42
Caye
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Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Also, für stationäre (oder teilstationäre) Therapien gibt es grundsätzlich zwei Wege:

1. Reha-Antrag: Kostenträger ist meist die DRV, evtl. die Krankenkasse, wenn die DRV nicht zuständig ist, das macht aber keinen Unterschied für die Tatsache, dass Reha-Anträge gern mal abgelehnt werden - besonders gern, wenn kein Facharzt dahinter steht. Der Papierkram besteht aus einem mehrseitigen Antrag für dich und einem Formular für deinen Arzt. Ist jetzt nicht schön, aber machbar. Der Kostenträger weist dir eine Klinik zu (evtl. auch stationär, obwohl du teilstationär willst), du hast aber selbst ein Wahlrecht, müsstest das aber durchboxen.

2. Einweisung für (teil-)stationäre Psychotherapie: Der Arzt drückt dir die Einweisung in die Hand, du schickst diese bei der Krankenkasse ein, die ein Kostenübernahmestempelchen draufstempelt und damit meldest du dich selbst in einer Klinik deiner Wahl an. Die Bestätigung durch die Krankenkasse ist hier eine Formalität, die nur in seltenen Fällen abgelehnt wird.

Der Unterschied in der "Papierkram-Menge" ist minimal, finde ich, so schlimm ist der Reha-Antrag nicht.
Auch in Sachen Wartezeit ist der Unterschied gering: Die Bewilligung einer Reha ist idR auf 6 Monate befristet, d.h. die Rehaklinik kriegt Ärger, wenn sie es nicht schafft, dich innerhalb dieser sechs Monate aufzunehmen. Aber die Rehakliniken, die etwas taugen, schaffen auch keine Aufnahme von heute auf morgen. Ansonsten können die Wartezeiten auf einen Klinikplatz auch mal locker bei mehreren Jahren liegen - allerdings ist das seltener bei der Tagesklinik um die Ecke der Fall, sondern eher bei spezialisierten Kliniken, die einen deutschlandweiten Ruf haben. Im Durchschnitt wäre man hier auch mit etwa einem halben Jahr dabei.
Ist also immer noch schneller erreichbar als ein ambulanter Therapieplatz.

Was Rückzugsmöglichkeiten u.ä. angeht: Das ist von Klinik zu Klinik sehr unterschiedlich. Manche haben nur Einzelzimmer, andre Vierbettzimmer. Manche reglementieren viel, andere wenig. Details, die einem wichtig sind, kann man entweder bei Tante Gugel erfragen oder telefonisch beim jeweiligen Aufnahmesekretariat.
Im Endeffekt muss man sich aber darauf einlassen, ins kalte Wasser zu springen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gut geht und es einem weiterhilft, ist wesentlich höher als dass es einem schadet.
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Alt 02.09.2017, 11:39   #43
Roddenberry
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Roddenberry
Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Hallo,

bin jetzt doch zu der Maßnahme gegangen und es war fürchterlich. Geradezu Folter für mich oder jemanden wie mich. Dieses beaufsichtigte Zwangslangweilen. Unerträglich. Ich werde zwar noch ein paar Tage hingehen weiß aber jetzt schon das ich das nicht lange aushalten werde.

Daher nochmal meine Frage: Kann ich verlangen das der MDK sich einschaltet? Kann/Darf ich aus medizinischen Gründen diese Maßnahme verweigern, mich ggf. auf das Schreiben von dem Psychiater berufen ohne das ich deswegen sanktioniert werde?
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Alt 02.09.2017, 12:45   #44
Blushalin
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Hallo Roddenberry,
Zitat:
bin jetzt doch zu der Maßnahme gegangen und es war fürchterlich. Geradezu Folter für mich oder jemanden wie mich. Dieses beaufsichtigte Zwangslangweilen. Unerträglich. Ich werde zwar noch ein paar Tage hingehen weiß aber jetzt schon das ich das nicht lange aushalten werde.
Was meinst Du genau für eine Maßnahme und was bedeutet für Dich "fürchterlich"?

Zitat:
Daher nochmal meine Frage: Kann ich verlangen das der MDK sich einschaltet?


Der Medizinische Dienst der Krankenkassen soll sich also bei Dir einschalten wegen welchem Sachverhalt genau?

Zitat:
Kann/Darf ich aus medizinischen Gründen diese Maßnahme verweigern, mich ggf. auf das Schreiben von dem Psychiater berufen ohne das ich deswegen sanktioniert werde?
Wenn ich das richtige verstehe, dann willst Du eine Dir aus medizinischen Gründen genehmigte Maßnahme wegen medizinischen Gründen abbrechen? Wenn der Abbruch nicht ärztlich mit befürwortet ist, musst du mit Sanktionen rechnen.

Geändert von Blushalin (02.09.2017 um 13:03 Uhr)
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Alt 02.09.2017, 14:42   #45
lunalilli
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Standard AW: Habe Fragen bzw. suche Hilfe zu ärztlichem Dienst bezüglich Depressionen

Hallo Roddenberry,

Zitat:
Dieses beaufsichtigte Zwangslangweilen. Unerträglich.
Was hast du den von der Maßnahme erwartet? Bespaßung 8 Stunden? Du wolltest doch gar nicht hin, warum dann jetzt doch?

Zitat:
Daher nochmal meine Frage: Kann ich verlangen das der MDK sich einschaltet?
Ich glaube, dass deine gestellten Fragen hier alle beantwortet wurden, oder irre ich mich?

Wolltest du nicht zeitnahe umziehen?
https://www.elo-forum.org/weiterbild...massnahme.html

Wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

Gruß, Luna
lunalilli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.09.2017, 10:54   #46
Roddenberry
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Roddenberry
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Zitat von Jends17 Beitrag anzeigen
Was meinst Du genau für eine Maßnahme und was bedeutet für Dich "fürchterlich"?
Ich habe eine diagnostizierte schizoide Persönlichkeitsstörung und Dysthymie (chronische Depression). Außerdem bin ich sehr einzelgängerisch und introvertiert. 8 Std. am Tag mit Fremden Menschen in einem Raum rum-zuhocken und nicht weg zu dürfen ist für mich die Hölle. Dieses Getratsche, Gelaber, dieser schwachsinnige Small Talk und eben die mangelnde Möglichkeit irgendwas wirklich sinnvolles zu tun.

Zitat von Jends17 Beitrag anzeigen
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen soll sich also bei Dir einschalten wegen welchem Sachverhalt genau?
Das kann man in dem ganzen Threadverlauf nachlesen. Bei meinem letzten Termin beim Sachbearbeiter der AfA habe ich ja darum gebeten, das der MDK eingeschaltet wird. Das wurde aber nicht beachtet. Stattdessen wurde ich zu dieser Maßnahme geschickt.


Zitat von Jends17 Beitrag anzeigen
Wenn ich das richtige verstehe, dann willst Du eine Dir aus medizinischen Gründen genehmigte Maßnahme wegen medizinischen Gründen abbrechen? Wenn der Abbruch nicht ärztlich mit befürwortet ist, musst du mit Sanktionen rechnen.
Ne, das hast Du falsch Verstanden. Diese Maßnahme ist nur durch die AfA angeordnet und von keinem Arzt "genehmigt".

Zitat von lunalilli Beitrag anzeigen
Was hast du den von der Maßnahme erwartet? Bespaßung 8 Stunden? Du wolltest doch gar nicht hin, warum dann jetzt doch?
Ich habe wenigstens so was wie ein ansatzweise vorhandenes Programm oder eine Art Lehrplan gedacht. Eine Schulung, Fortbildung, Seminar... was auch immer. Wo es wenigstens Aufgaben gibt. Stattdessen sitzen alle nur von morgens bis spät nachmittags an uralten extrem langsamen Computern und sollen nach Job suchen während der "Aufseher" spiele spielt. Der Aufbau jeder Homepage dauert ne Minute.
Ich bin hin, weil ich es leid war, ständig für einen Simulanten gehalten zu werden: Mein Hausarzt macht nicht mehr mit, weil er Angst hat ärger zu bekommen. Warum auch immer. Zwei Psychiater hab ich besucht, die mich auch nicht wirklich ernst genommen haben. Kann man hier ja alles nachlesen. Und dieser ganze Klinikpsychowahnsinn macht mich nur noch kranker als ich es schon bin hab ich das Gefühl.

Zitat von lunalilli Beitrag anzeigen
Ich glaube, dass deine gestellten Fragen hier alle beantwortet wurden, oder irre ich mich?
Naja, fast. Kann mich ja nur nach wie vor sehr für die Hilfe bedanken. Aber eine entschiedene Frage bleibt ja: Warum hat die AfA mir verweigert einen Termin beim MDK zu machen?
VOR Zuweisung zu dieser Maßnahme! Genau das, was in dieser Maßnahme Routine ist, dieses an einem Ort gebundene freiheitsberaubende zwangslangweilen (Bore-Out-Syndrom) hat mich doch u. a. an div. Arbeitsplätzen so krank werden lassen!

Zitat von lunalilli Beitrag anzeigen
Wolltest du nicht zeitnahe umziehen?
https://www.elo-forum.org/weiterbild...massnahme.html
Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Ja, ich ziehe zeitnah um.
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Alt 03.09.2017, 12:09   #47
Blushalin
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Hallo,

Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Bei meinem letzten Termin beim Sachbearbeiter der AfA habe ich ja darum gebeten, das der MDK eingeschaltet wird. Das wurde aber nicht beachtet. Stattdessen wurde ich zu dieser Maßnahme geschickt.
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen würde sich bei Dir nur einschalten lassen, wenn Du pflegebedürftig und auf Unterstützung angewiesen bist. Wieso willst Du eigentlich den MDK?
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Alt 03.09.2017, 13:09   #48
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Zitat von Jends17 Beitrag anzeigen
Hallo,
Der Medizinische Dienst der Krankenkassen würde sich bei Dir nur einschalten lassen, wenn Du pflegebedürftig und auf Unterstützung angewiesen bist. Wieso willst Du eigentlich den MDK?
Es geht mir einfach um eine Prüfung meiner Tauglichkeit. Also für welche Arbeitsplätze ich überhaupt aufgrund meiner "Eigenarten" (die ja nicht von der Hand zu weisen sind) geeignet bin. Der MDK kann, soweit ich weiß, ja ggf. auch einen Amtsarzt beauftragen oder eben einen Facharzt der dann sicher feststellen wird das viele Erwerbstätigkeiten für mich nicht (mehr) in Frage kommen, da diese mich krank machen.

Ich meine wenn jetzt ein Bäcker plötzlich ne Mehlstauballergie hat kann man den auch nicht mehr zwingen weiter als Bäcker zu arbeiten, oder?!

Meine Psyche geht halt zugrunde, wenn ich nur daran denke, ähnliche Tätigkeiten unter gleichen Bedingungen wie bisher zu machen. Ist der medizinische Dienst der AfA denn der gleiche wie der der Krankenkassen? Denk schon, oder?
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Alt 03.09.2017, 13:43   #49
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Hallo,
Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Es geht mir einfach um eine Prüfung meiner Tauglichkeit. Also für welche Arbeitsplätze ich überhaupt aufgrund meiner "Eigenarten" (die ja nicht von der Hand zu weisen sind) geeignet bin.
Jetzt hab ich es besser verstanden Du willst praktisch ein Gutachten wo die Leistungsfähigkeit in Deinem letzten Beruf und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschrieben sind?
Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Der MDK kann, soweit ich weiß, ja ggf. auch einen Amtsarzt beauftragen oder eben einen Facharzt der dann sicher feststellen wird das viele Erwerbstätigkeiten für mich nicht (mehr) in Frage kommen, da diese mich krank machen.
Das machen die Gutachter im Auftrag der Rentenversicherung wenn jemand bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Erwerbsminderung stellt. Der medizinische Dienst der AfA erstellt die Gutachten für das Arbeitsamt. Diese sind aber im Umfang deutlich kleiner wie z. Bsp.: von einer psychosomatischen Reha.

Auch die medizinische und berufliche Reha überprüfen Deine Leistungsfähigkeit. Das muss aber beantragt und genehmigt werden.
Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Ich meine wenn jetzt ein Bäcker plötzlich ne Mehlstauballergie hat kann man den auch nicht mehr zwingen weiter als Bäcker zu arbeiten, oder?!
Zwingen kann Dich keiner zu etwas. was Du selber nicht willst.
Zitat von Roddenberry Beitrag anzeigen
Ist der medizinische Dienst der AfA denn der gleiche wie der der Krankenkassen? Denk schon, oder?
Der medizinische Dienst der Krankenkassen/Krankenversicherung und der ärztliche Dienst der Afa sind 2 unterschiedliche Institutionen. Wie einige Vorredner schon geschrieben haben, sieht Dich die AfA scheinbar als voll erwerbsfähig da Du keine durchgängigen AU's hast und scheinbar keine Arztberichte in den hervorgeht, dass Du einzelne Dinge nicht mehr kannst.
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Alt 03.09.2017, 14:57   #50
Roddenberry
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Roddenberry
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Ich weiß nicht mehr ... ich bin einfach durch ... echt.
Ich hab das alles so Satt. Egal was man macht. Egal wie man es anstellt. Ständig ist mal letztendlich doch gezwungen es irgendwem irgendwie irgendwas recht zu machen und sich zu unterwerfen. Ob dem Amt, dem Arbeitgeber, einer Klinik oder einem Arzt die/der sagt wann man Gesund ist, die Krankenkasse... selbst wenn ich selbständig mache muss ich wieder Kunden zufrieden stellen oder Kreditgeber anbetten usw. ... Ständig hab ich das Gefühl, eigentlich doch gar nicht krank zu sein, sondern das alles um mich herum krank ist. Irgendwie will ich nur noch "hier" raus und weg ...

Zitat:
Zwingen kann Dich keiner zu etwas. was Du selber nicht willst.
Schön wäre es ja. Irgendwie wird man doch immer irgendwo "gezwungen". Selbst wenn ich jetzt gar nichts mehr mache und mich in einer Hütte wie Henry David Thoreau in den Wald zurückziehe MUSS ich ja Krankenversicherung bezahlten usw.
Irgendwer wird einen schon verscheuchen.

Wenn das so weiter geht verreck ich bald auch in einem Bus wie Christopher McCandless, weil ich nichts zu fressen hab. Wenigstens frei.

Hab echt langsam gar keinen Bock mehr ... bin echt am Boden.
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