Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


Antwort

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 21.09.2014, 02:13   #26
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.633
Doppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/in
Frage AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Gesunder,

hatte ich doch wirklich angenommen nur ich kann "Romane" schreiben, allerdings solltest du das Zitieren noch üben, es ist irritierend wenn du meine Textteile einfach so dazwischen schreibst ...

Im Schreibfeld oben ganz rechts ist so ein "Blatt", Textteil markieren und da drauf klicken, schon ist ein unterscheidbares Zitat fertig ...

Zitat:
Ein GdB wird dafür sorgen, das es mir seelisch besser geht.
Auweia, wie kommst du denn darauf ... wem meinst du was "beweisen" zu müssen, das war ganz sicher nicht der Grund bei uns ... bis zur Herz-OP habe ich auch nicht gewusst was ich damit überhaupt sollte ... da war ich immerhin schon Mitte 50 ...

Zitat:
Weil so einige Menschen in meinem Umfeld versuchen mir einreden zu wollen, das ich komplett gesund sei. So auch meine Sachbearbeiterin.
Lass sie doch reden, was ist dir daran so wichtig, dass dein Umfeld deine Leiden anerkennt, wir haben da nie besonderen Wert drauf gelegt, dass andere uns "bedauern wegen unserer Krankheiten" ... oder zu welchem Zweck brauchst du diese Anerkennung.

Willst du dir den Bescheid dann um den Hals hängen ... deine SB gehen deine Krankheiten sowieso überhaupt NICHTS an, für den Rahmen deiner Vermittlung hat sie dich zum JC-Amtsarzt zu schicken und danach hat sie sich an die Leistungseinschätzung (Teil B des Gutachtens) zu halten, die ihr der Amtsarzt mitteilt.

Der wird allerdings auch nur bestimmte Tätigkeiten ausschließen, die dir gesundheitlich nicht zumutbar sind und keine bestimmten AG (wie ZAF), da reicht es doch aber schon im Bewerbungsschreiben gewisse gesundheitliche Einschränkungen anzudeuten, dass die einen sowieso nicht haben wollen.

Außerdem hast du weder Telefon (zum anrufen/angerufen werden) noch ein gutes Auto (nein hast du nicht für ZAF, das ist kaputt !!!) zum Hinfahren, du wohnst auf dem Land schreibst du, da gibt es ja meist nicht so viele ZAF und von Landarbeit / Feldarbeit / Ernte-Arbeiten könnte dich der Amtsarzt schon befreien.

Ein GdB "befreit" dich da von gar nichts, den kann man für viele unterschiedliche Sachen in genau der gleichen Höhe bekommen, woher soll da deine SB nun erkennen können, dass du bestimmte Arbeiten nicht mehr machen kannst.

Mal abgesehen davon, dass ihr die tiefere Einsicht in solche Unterlagen gar nicht zusteht, deswegen gibt es ja den Amtsarzt, die Vermittler haben keinerlei ernsthafte medizinische Kenntnisse und daher gar nicht die Befugnis Entscheidungen dazu zu treffen was dir gesundheitlich noch zumutbar ist und was nicht.

Zitat:
Finanziell und gesundheitlich, geb ich Dir recht, da ändert sich nichts.
Auch beim JC ändert sich dadurch nichts, spätestens ab GdB 50 kommst du in die Reha-Abteilung (wenn dein JC eine hat) und dann passiert auch nicht mehr als bisher, wie schon geschrieben, hast du dann nur ein "Vermittlungshemmnis" mehr was man dir (meist) anraten wird in Bewerbungen lieber zu verschweigen.

Zitat:
Rechtlich hingegen schonwieder schon.
Und das weißt Du, sonst hättet ihr das selber nicht gemacht, oder?
Wenn es keine Auswirkungen hat, wieso habt ihr es gemacht?
Auch die Gleichstellung ist eines meiner weiteren Ziele.
Warum wir das gemacht haben, weil man uns das irgendwann mal "empfohlen hatte", da hatten wir auch noch keine Ahnung was wir überhaupt damit anfangen sollten/könnten ... habe ich mich erst mal etwas schlau zu gemacht.

Ja es hatte für uns damals tatsächlich einen gewissen rechtlichen Sinn, jedenfalls nach der Gleichstellung, aber nur weil wir bereits im festen (und auch relativ sicheren) Arbeitsverhältnis gewesen sind, da hat es uns auch in der Privatwirtschaft vor schneller Entlassung ohne Zustimmung des Integrationsamtes bewahrt.

Jedenfalls als wir dann immer öfter und immer längere Zeit AU waren und sich immer mehr herausstellte, dass wir unsere Jobs wohl zukünftig nicht mehr ausüben können, man hat aber (bei uns beiden) merkwürdigerweise gar nicht erst versucht uns loszuwerden.

Natürlich haben wir unsere AG zur Gleichstellung informiert, als wir die Bewilligung der AfA bekommen hatten, ob das wirklich der Grund für diese Zurückhaltung unserer AG gewesen ist wissen wir nicht unsere Arbeitsverhältnisse endeten letztlich erst ganz regulär, mit der Bewilligung der EM-Rente auf Dauer.

Zitat:
In der Privatwirtschaft eher ein Vermittlungshemmnis, im öffentlichen Dienst genau das Gegenteil.
Da kenne ich aber ne Menge anderer Geschichten, der ÖD stellt auch nur "theoretisch" Schwerbehinderte /Gleichgestellte "bevorzugt" ein (weil sie verpflichtet sind Stellen mit diesem Zusatz auszuschreiben), im Hintergrund schicken sie ihre Angestellten eiskalt in Pension /Frührente wenn die nicht mehr gut genug funktionieren, da sind die nicht besser (teilweise noch schlimmer) als die Privatwirtschaft. ...

Ohne Job bekommt man die Gleichstellung höchstens auf "Option" für den Fall, dass man eine schriftliche Einstellungszusage vorweisen kann, wenn man diese Bedingung erfüllen würde ... dann wird der Bescheid dazu von der AfA erstellt ... ansonsten ist Weihnachten öfter, als dass ein (Langzeit-) Arbeitsloser von der AfA Gleichgestellt wird.

Aktuell ist mir /uns der Wisch im Schrank tatsächlich völlig gleichgültig, aber wir brauchen das ja nun auch nicht "zurück geben" oder ???
Meine Gleichstellung ist natürlich inzwischen aufgehoben, ich arbeite ja nicht mehr ...

Vielleicht haben wir ja mal Renten-Zuwachs im steuerpflichtigen Bereich, dann nehmen wir diese Steuerfreibeträge natürlich gerne in Anspruch, allein mir fehlt der Glaube an soviel Renten-Erhöhung ...

Zitat:
Ich bin es leid mit meiner Sachbearbeiterin über meinen Gesundheitszustand diskutieren zu müssen. Sie ist der Überzeugung, wenn etwas länger her ist, ist es erledigt. Und dem ist nicht so. Meine Krankheit wird nicht ernst genommen.
Das brauchst du doch mit ihr gar nicht diskutieren, wenn sie meint das müsse geklärt werden, dann hat sie den Med. Dienst einzuschalten, was diskutierst du mit einer Arbeitsvermittlerin überhaupt über deine gesundheitlichen Probleme ???

Zitat:
Merkzeichen G hab ich eingetragen, aber nur mit dem Gedanken "vielleicht rutscht es durch".
Merkzeichen gibt es überhaupt erst ab GdB 50, wo sollte das bitte "durchrutschen" wenn man dir noch gar keinen GdB zubilligt ...

Du solltest dich wirklich etwas intensiver damit beschäftigen, nur die Liste zu studieren genügt da nicht so ganz, wenn man die sonstigen Zusammenhänge und eventuelle Auswirkungen (auf welche Bereiche des sonstigen Lebens) gar nicht kennt.
Davon hast du jedenfalls bisher eher "nebulöse" Vorstellungen.

Zitat:
Zu den Schmerzen....
Kann nach deinen Schilderungen, um so weniger verstehen, dass du nicht regelmäßig in Fachärztlicher Behandlung und Betreuung bist, auch das Versorgungsamt will aussagefähige Arztberichte und verlässt sich nicht nur auf deine Beschreibungen ...

Was du bisher beschreibst ist keine wirkliche Behandlung ... sorry das ist "Quacksalberei" und wenn du möchtest, dass es dir mal noch einigermaßen gehen soll (und sei es nur für die angedeuteten Kinder) wird das auf die Dauer nicht genügen.

Zitat:
Jedenfalls habe ich einen Denkfehler gehabt. Ich bin davon ausgegangen, das der Schmerzzustand zählt, den man hatte. Und nicht nur der, den man hat. Diesen extremen habe ich derzeit nicht. Möchte ich auch nie wieder erleben.
Da hast du allerdings einen Denkfehler, es zählen generell nur dauerhafte Einschränkungen, die bereits mindestens seit 6 Monaten bestehen, ärztlich nachgewiesen sind und auch aus deren Sicht (nicht nur aus deiner persönlichen) auf längere Zeit oder sogar für immer bestehen bleiben werden.

Wenn ich ein Frosch wäre und meine Herzklappe könnte wieder in den Original-Zustand nachwachsen, dann wäre der GdB 30 auch wieder weg (weil das Problem ja dann nicht mehr besteht), ja Frösche haben es da wirklich besser als ich ...

Ich nehme es mit Humor wie du siehst, habe das ja überlebt und in meinem Falle ist ein Verschwinden der Behinderung auch nicht mehr zu erwarten, ist die weg bin ich auch weg ... es könnte sinnvoll sein eine Verschlimmerung zu beantragen, wenn sich das trotzdem mal sehr verschlechtern würde ...

Auch wegen Herz- /Kreislaufschwäche kann man ein "G" oder "aG" bekommen oder eine ständige Begleitung erforderlich sein (weil man ständig aus den Latschen kippt) ... in diesen Fällen würde ich noch mal darüber nachdenken und mein Männe sicher auch.

Denn da könnte die Ermäßigung bei Kfz-Steuer und/oder Sonderparkplatzberechtigung /kostenfreie Fahrten auch für die Begleitperson durchaus mal wichtig werden ... aber aktuell halten wir uns noch nicht für so "hinfällig", dass wir einen solchen Antrag unbedingt stellen müssten.

Zitat:
Und insofern habe ich in den letzten Tagen bereits gelernt das die angestrebten GdB 50 unrealistisch sind, weil diese Schmerzen derzeit nicht so vorhanden sind. Wenn Dein Mann sowas hat, dann tut mir das echt Leid.
Das wünscht man nicht mal seinem Feind. Das ist sowas von krass. Das verstehen nur die, die es erlebt haben.
Mein Mann braucht dir nicht leid tun, auch wenn das nett von dir ist, er will und braucht kein "Mitleid" und ich auch nicht, wir nutzen die medizinischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen/notwendig sind und von der Kasse bezahlt werden, denn mehr können wir uns auch nicht leisten.

Ansonsten versuchen wir trotzdem das Leben zu genießen, in dem (auch gesundheitlichen) Rahmen wie das noch möglich ist ... wir haben auch lange mit den Krankheiten gehadert und wollten nicht wahr haben, was einfach nicht mehr ging, nun versuchen wir das (für uns) Beste draus zu machen.

Ich erlebe meinen Mann und seine Probleme Tag für Tag seit über 15 Jahren, das tut mir oft schon beim Zusehen weh, was er so mit einem verkniffenen "Lächeln" hinnimmt, das war natürlich nicht von Beginn an so schlimm aber wir hoffen auch beide, dass es so bald nicht noch schlimmer wird.

Er geht sogar 2 Mal die Woche zum Reha-Sport, damit er nicht ganz "einrostet" wie er immer sagt und das tut ihm wirklich gut, auch wenn er hinterher zunächst ziemlich "fertig" ist ...

Zitat:
Wenn Dein Mann dann nach der OP noch 12 Stunden Schichten geschoben hat unter Drogen, weil er es wollte, dann ist das ok.
Es geht im Leben nur selten danach was man gerne "will", die 1. OP war schon mit gut 30, er hätte wohl kaum überhaupt so was wie eine Rente, wenn er da schon beschlossen hätte gar nicht mehr zu arbeiten ... auch er /wir mussten ja von irgendwas leben können und unsere Miete bezahlen, das war früher nicht anders als heute.

Die chronischen Dauerschmerzen haben sich erst nach der 2. OP (1999) so richtig aufgeschaukelt, da gab es dann immer kürzere schmerzfreie Intervalle und immer häufiger musste mit Pillen und Spritzen nachgeholfen werden, damit er noch arbeiten gehen konnte ... klar "selber schuld", er hatte nun mal einen Job, wo das so im Arbeitsvertrag stand und mit weniger Stunden hätte er nicht mal die "Butter aufs Brot" verdienen können...

Weniger ging nicht (lt. Arbeitsvertrag) auch wenn ihm das in DRV-Rehas immer "ans Herz gelegt wurde" nicht mehr als 8 Stunden täglich zu arbeiten, das funktioniert in der Sicherheitsbranche (schon finanziell) nicht, dann kannst du gleich zu Hause bleiben.

Es ist aber auch nicht Jedermanns Sache statt dessen "lieber" Sozial-Leistungen zu beziehen, außerdem weißt du doch zumindest soviel dazu, dass man sich da auch keine Freunde macht, wenn man den Job selber aufgegeben hat und entlassen wurde er ja nicht ... er war sehr zuverlässig und angesehen in seiner Firma, wenn er im Dienst war und so ließ man ihn auch in Ruhe wenn er AU geschrieben war.

Im Herbst 2006 war dann aber endgültig Schluss und unsere Ärztin hat ihn nicht mehr arbeiten gehen lassen, da wurde dann die EM-Rente beantragt ... die wurde abgelehnt, auch der Widerspruch usw. für die DRV war er noch lange nicht kaputt genug ...

Krankengeld gibt es auch nicht ewig (genau 78 Wochen) und ALGI (gemäß Nahtlosigkeit nach der Aussteuerung von der KK) auch nicht, so kamen wir dann 2010 auch noch in den "Genuss" von Hartz 4, denn inzwischen war ich auch (seit 2008) Dauerkrank mit abgelehnter EM-Rente ...

Für uns war das Alles kein besonders lebenswerter Zustand mehr, wir verstanden die Welt nicht mehr und fragten uns auch wofür wir eigentlich unser "Fell zu Markte getragen hatten", für soziale Almosen, um die man alle 6 Monate erneut "betteln" muss ???

Das ist mehr als bitter wenn man (nach 35 / 40 Jahren Arbeit) nur wegen langer Krankheit und abgelehnter EM-Renten-Anträge dort landet, so wir wurden auch schnell mal als "arbeitsscheue Langzeitarbeitslose" betrachtet, dabei hatten wir doch beide noch immer einen festen JOB :-(((

Nur unsere engste Familie wusste Bescheid, dass wir Hartz 4 beziehen müssen, ansonsten haben wir es möglichst vermieden von unseren aktuellen "Einkommensverhältnissen" überhaupt zu sprechen ...
NÖÖÖ, als Dauerzustand wäre das für mich/für uns niemals eine Option gewesen ... wir waren schon länger krank aber wir hatten noch immer einen Job ... ;-)))

Zitat:
Für mich ist nun die Gesundheit wichtiger als die Arbeit.
Liest sich ja zunächst ganz vernünftig, aber wenn man nichts weiter tut für eine mögliche Besserung, dann wird das auch nicht mehr besser werden ... aber manchmal lebt es sich ja auch nach dem Motto "was alleine gekommen ist wird auch alleine vergehen" ... nach dem Motto wäre ich allerdings schon tot inzwischen ... ;-)))

Zitat:
Ich habe im Akut-Krankenhaus die ganzen Herzpatienten gefragt was deren größter Fehler war. Egal welcher IQ, egal welches Leben. Alle haben sich verheizen lassen. Und nun liegen sie da mit ihren Blutverdünnern.
Mit Blutverdünnern kann man auch ganz gut leben, die muss ich wegen der mechanischen Klappe nämlich auch nehmen (lebenslang), dafür kann es auch sonst viele Gründe geben, nicht nur "Überarbeitung".
Da pauschalisierst du mir zu sehr ... meine Herzklappe ist durch eine frühere Infektion mit irgendwelchen Bakterien kaputt gegangen, so was kommt auch als angeborener Herzfehler vor, da war jedenfalls nicht der Job dran schuld ...

Anschließend war dann allerdings die Erwartungshaltung der "Gesellschaft" (und der DRV) zu hoch, dass es nach der OP nun (frisch repariert sozusagen) keine Einschränkungen mehr geben würde, was die berufliche /seelische Belastbarkeit betrifft, das war ein fataler Irrtum, der mich ne Menge Nerven gekostet hat.

Zitat:
Ne, ich höre auf meinen Körper.
Habe ich dann auch recht schnell gemacht, nur die DRV hat da immer was ganz anderes "hören wollen" als ich und so war ich dann auch in der Position denen "beweisen zu müssen", dass ich NICHT mehr arbeiten KANN ...
Also deinen Ausführungen zur "Zwangsversicherung" und was man am Ende (wenn man es wirklich braucht) von denen zu erwarten hat kann ich sofort zustimmen ... das mit dem "Geschenk" sollte auch eher ein Joke sein...

Zitat:
Umgeschult wurde ich fürs Büro. In dieser Zeit begannen aber weitere Probleme an anderer Rückenstelle. Mein Rücken ist einfach Mist.
Und mir ist klar, das ich das ne Weile machen können werde. Bringt mir auch sogar echt Spass. Aber realistisch gesagt ist mir auch klar, das da noch mehr passieren wird.
Allerdings ist der Rest dazu durchaus ernst gemeint gewesen, denn man hat dich auch nicht umgeschult, um dir nun vielleicht bald EM-Rente zahlen zu müssen, ob du nun glaubst, dass auch dieser Job (wenn du denn einen hättest) dich weiter krank machen wird oder nicht, ist dabei eher "nebensächlich" ... auch Büro-Jobs können auf die Dauer krank machen, das ist mir bekannt ...

Aber letztlich trifft das auf jeden anderen Job auch zu, die wenigsten Menschen können ihr Hobby zum Beruf machen, damit Geld verdienen und sind mit ihrer Arbeit glücklich ohne Ende ...

Zitat:
Es war kalkül, mich zum Beitragszahler zu machen. Und davon ab. Du weißt, das eine Umschulung bedeutet, ...
Ja ich weiß was eine Umschulung bedeutet und welche Voraussetzungen man dafür erfüllen muss, habe selber eine gemacht und mein Mann auch (dort haben wir uns kennengelernt) und ich weiß auch, dass wir danach in diesen Berufen beide nie eine Arbeit gefunden haben ...

Dann haben wir eben irgendwann was Ungelerntes gemacht (weil man uns da auch ohne Berufserfahrung mit fast 50 noch fest eingestellt hat) ... mit inzwischen 2 Berufen, man gönnt sich ja sonst nichts ... auf keinen Fall wollten wir von Sozialleistungen abhängig sein ... Hartz 4 gab es damals noch nicht und Sozial-Hilfe wäre wirklich das ALLERLETZTE gewesen ...

Also haben wir uns lieber "freiwillig" weiter die Rest-Gesundheit ruiniert ... wir kannten es halt nicht anders und brauchten das Geld ;-)))

Zitat:
Denn ich bin erwerbsfähig. Ich habe erst vor kurzem wieder mal 2 Monate umsonst als Praktikant gearbeitet. Dann ein 1er Arbeitszeugnis bekommen und tschüss. Das Übliche halt. Nun geht der nächste in den Laden.
Und warum machst du so was, man braucht nicht ohne Bezahlung zu arbeiten, Praktika sind reine Ausbeutung deiner Arbeitskraft, dadurch hat bisher kaum einer wirklich eine Anstellung bekommen, der nächste (kostenlose) Praktikant steht doch schon in den JC-Startlöchern ...

Dafür hätte ich mich niemals hergegeben, warum suchst du dir nicht selber was Gescheites, wenn du so überzeugt von dir und deinen Fähigkeiten bist (das "Arbeitszeugnis" würde ich lieber keinem potenziellen AG zeigen, dann wollen die dich auch umsonst haben), verstehe ich nicht ... auf ein Amt habe ich mich bei der Job-Suche mein Leben lang nicht verlassen.

Zitat:
Das kann ich nicht, wenn ich mich so verheizen lasse. Diesen Fehler habe ich bereits begangen und mache ich kein 2.Mal.
Ist zwar aus einem anderen Zusammenhang, aber hier passt es meiner Meinung nach viel besser hin, unbezahlte Überstunden sind schlimm (mein Mann bekam übrigens alle seine geleisteten Stunden bezahlt) aber unbezahlte Praktika sind noch schlimmer ...

Das ist Ausbeutung pur ... warum gehst du für Hartz 4 nebenbei umsonst arbeiten ... weil man dir "vielleicht" einen Job danach versprochen hat ???
Es gibt eine gesetzliche Probezeit dafür, zu sehen ob es passt ... da muss man allerdings auch für die Arbeit bezahlt werden die man macht ...

Zitat:
Es ging um die Unzumutbarkeit einer Arbeit aus gesundheitlichen Gründen.
Auch wenn ich mich wiederhole, das stellt der Amtsarzt vom JC fest und nicht das Versorgungsamt, auch nicht dein Beistand ...

Zitat:
Ich möchte die Abhängigkeit vom Amt soweit abbauen, das selbst dann, wenn mir noch paar Euros zustehen würden, ich diese nicht nehmen muss. Lieber habe ich Ruhe, weniger Pflichten und mehr Lebensqualität. Weil so toll ist das beim Amt nun wirklich nicht.
Und wie stellst du dir das nun konkret vor, wenn du mit deiner BU-Rente "Aufstocker" bist, dann könnte doch vielleicht schon ein Teilzeitjob hilfreich sein oder zahlt deine private BU-Versicherung dann nicht mehr ???
Damit kenne ich mich nur begrenzt aus, weiß nur, dass es in den Versicherungsbedingungen drin stehen sollte, was passiert wenn du eine Tätigkeit aufnehmen willst.

Zitat:
Wenn Du nun sagst, das ALGII keine Dauerrente ist, frag ich mich, ob es die EU ist.
Davon habe ich nichts geschrieben, dass es ALG II "Dauer-Rente" sei, sondern eine "Dauerleistung" und das ist aus meiner Sicht eine andere Bezeichnung.

Du irrst dich wenn du glaubst dass EU (welche EU, die gibt es schon seit 2001 nicht mehr) heute Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente) eine staatliche Sozial-Leistung wäre, diesen Renten-Anspruch erwirbt man sich ebenfalls nur durch die "Zwangsbeiträge" bei der Rentenkasse, das bedeutet man bekommt wofür man (während der Berufstätigkeit) bezahlt hat ...

Zitat:
Weil auch da lebt man vom Staat. Nur aus einer anderen Kasse.
Ja, aus der Rentenkasse, da habe ich aber auch fast 40 Jahre aus meinem Einkommen eingezahlt (genau wie du für deine Reha und die Umschulung) und mein Mann 35 Jahre (entsprechend geringer ist auch seine EM-Rente daraus), das ist eine Versicherungsleistung ähnlich wie deine BU-Rente für die du privat Beiträge eingezahlt hast.

Da wir inzwischen eine EM-Rente auf Dauer (bis zur Altersrente) bewilligt bekamen ist das eine Dauerleistung, die wir nicht mehr laufend neu beantragen müssen und es ist keine steuerbasierte Sozial-Leistung wie SGB II / SGB XII.

Zitat:
Ist jemand besser oder schlechter, nur weil das Geld aus einem anderen Topf kommt? Ein ALGIer besser als ein ALGIIer??? Ich denke nicht.
Das habe ich auch nicht behauptet, davon ist keiner "besser" sondern ALGI beruht ebenfalls auf Pflicht-Beiträgen aus dem Lohn der Arbeitnehmer (einen Teil zahlen auch die AG an die AfA dafür), darauf hat man Anspruch auch ohne "bedürftig" zu sein, ebenso wie auf Krankengeld.

Auf ALGII /und Leistungen des SGB XII (Sozialhilfe) hat man nur Anspruch bei "Bedürftigkeit", das kommt nicht aus den eigenen Beiträgen sondern aus den Steuern, die von allen Bürgern gezahlt werden.

Zitat:
Also dann viel Spass bei der Dauerlösung aus dem Topf der DRV.
Staat ist Staat. Topf ist Topf. Die kommen alle vom gleichen LKW.
Oh, vielen Dank, ich habe inzwischen wieder Spass am Leben, trotz meiner Einschränkungen und du solltest dich vielleicht mal etwas intensiver mit den Grundlagen der verschiedenen Leistungssysteme befassen ... es kommt eben nicht alles vom gleichen LKW ...

Ich habe kein Problem damit die Rente jetzt (schon) in Anspruch zu nehmen, die ich sonst mit 65,5 bekommen hätte, allerdings wird mir die wegen der früheren in Anspruchnahme (durch Krankheit bedingt) als EM-Rente um 10 % gekürzt auf Lebenszeit ... ich habe 40 Jahre dafür eingezahlt und "nebenbei" noch 2 Kinder zu anständigen Menschen erzogen.

Nein. ich lebe eben nicht (mehr) "vom Staat", sondern von meiner selbst erarbeiteten Rente, nur ein wenig früher als ursprünglich geplant ...

Zitat:
Die Rente ist sicher, jedenfalls hat das Blüm gesagt *LOOOOOL*
Ihr werdet euer Geld noch erhalten aus der Rente. Ob ich es noch erhalte, das ist eher fraglich bei der Demografie, der Geldmengenausweitung, den Krisen und vielem mehr. Die fetten Jahre sind vorbei.
Dann bin ich ja beruhigt, welche "fetten Jahre" meinst du denn, ich hatte keine "fetten Jahre" in meinem bisherigen Leben und die werden wohl auch nicht mehr kommen ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2014, 18:14   #27
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Doppeloma,

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Auweia, wie kommst du denn darauf ... wem meinst du was "beweisen" zu müssen
Jedem, der diskutieren will. GdB hochhalten-ENDE!
Mir ist wichtig, das man mich nicht mit 100% gesunden auf eine Ebene stellt. Weil ich das nicht bin. Ich möchte realistisch hingestellt werden. Und das bedeutet beim JC, das ich nunmal nicht alles machen muss, weil die Gesundheit dagegen spricht.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Willst du dir den Bescheid dann um den Hals hängen ...
Ja, beim Meldetermin. Die Möglichkeiten der ZAF "Abwehr" sind bekannt.
Einschränkungen gebe ich aber lieber mündlich an, nicht schriftlich.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Ein GdB "befreit" dich da von gar nichts, den kann man für viele unterschiedliche Sachen in genau der gleichen Höhe bekommen, woher soll da deine SB nun erkennen können, dass du bestimmte Arbeiten nicht mehr machen kannst.
Es geht um die Weiterentwicklung meines Gesamtpaketes.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Auch beim JC ändert sich dadurch nichts, spätestens ab GdB 50 kommst du in die Reha-Abteilung (wenn dein JC eine hat) und dann passiert auch nicht mehr als bisher, wie schon geschrieben, hast du dann nur ein "Vermittlungshemmnis" mehr was man dir (meist) anraten wird in Bewerbungen lieber zu verschweigen.
Siehst Du, und das wird eben NICHT verschwiegen, weil es die Wahrheit ist und deshalb ist es sanktionssicher. Und es ändert sich was. Weil man kein Schriftstück wegreden kann. Und noch eines und noch eines.
Wenn mich die Arbeit interessiert, dann lass ich das natürlich weg. Ich red nun nur von ZAF und ähnlichem.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Warum wir das gemacht haben, weil man uns das irgendwann mal "empfohlen hatte", da hatten wir auch noch keine Ahnung was wir überhaupt damit anfangen sollten/könnten ... habe ich mich erst mal etwas schlau zu gemacht.
Mir wurde es nicht empfohlen. Ich bin von bestimmten Vorteilen überzeugt. Und deshalb hab ich zwar von manch Vorgängen keine Ahnung, aber ich habe einen roten Faden, warum ich es mache. Und davon bringt mich auch keiner ab. Ich würde mir wünschen, das die Diskussion hier mehr in die Richtung geht, wie man das durchkriegt. Und weniger das warum durchgekaut wird. Ich hab nun schon genug dazu geschrieben. Manches werd ich nicht schreiben. Und abbringen lassen tue ich mich davon sowieso nicht. Ich bin nunmal überzeugt davon, das meine SB kotzen wird, wenn ich ihr das auch noch auf den Tisch knall. Sie braucht regelmässig Feuer. Für jede Beleidigung kriegt sie ein Vermittlungshemmnis. Die Beleidigungen werden immer seltener.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Da kenne ich aber ne Menge anderer Geschichten, der ÖD stellt auch nur "theoretisch" Schwerbehinderte /Gleichgestellte "bevorzugt" ein
Der Unterschied zwischen Text und Praxis ist klar. Überzeugt mich allerdings nicht deshalb einen anderen Weg einzuschlagen. Überall wird A gesagt und nach B gehandelt. Das ist nichts neues. Und gegen früher in Pension hätte ich nichts einzuwenden.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Ohne Job bekommt man die Gleichstellung höchstens auf "Option" für den Fall, dass man eine schriftliche Einstellungszusage vorweisen kann, wenn man diese Bedingung erfüllen würde ... dann wird der Bescheid dazu von der AfA erstellt
Ok, gut zu wissen. Dann plane ich das mal mit ein und dann mal schauen, wie es bei mir persönlich abläuft. Erstmal den GdB haben.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Vielleicht haben wir ja mal Renten-Zuwachs im steuerpflichtigen Bereich, dann nehmen wir diese Steuerfreibeträge natürlich gerne in Anspruch, allein mir fehlt der Glaube an soviel Renten-Erhöhung ...
Trauriger Witz ja. Daran glaube ich auch nicht.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Das brauchst du doch mit ihr gar nicht diskutieren, wenn sie meint das müsse geklärt werden, dann hat sie den Med. Dienst einzuschalten, was diskutierst du mit einer Arbeitsvermittlerin überhaupt über deine gesundheitlichen Probleme ???
Ich muss da sowieso ne Stunde sitzen. Also wenn ich mit Papiere und reden nach 1h raus bin, dann ist da alles gut. Wenn ich dann zum Dienst soll, verliere ich mehr Zeit als die eine Stunde. Also entscheide ich mich natürlich dafür die Kontaktzeiten zu minimieren. Das gilt auch für den Dienst. Dem traue ich nicht, weil wer bezahlt bestimmt die Musik.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Du solltest dich wirklich etwas intensiver damit beschäftigen, nur die Liste zu studieren genügt da nicht so ganz, wenn man die sonstigen Zusammenhänge und eventuelle Auswirkungen (auf welche Bereiche des sonstigen Lebens) gar nicht kennt.
Davon hast du jedenfalls bisher eher "nebulöse" Vorstellungen.
Deswegen bin ich unter anderem auch hier. Allerdings stecke ich gerade in einer Grundsatzdiskussion über meine Motive fest.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Kann nach deinen Schilderungen, um so weniger verstehen, dass du nicht regelmäßig in Fachärztlicher Behandlung und Betreuung bist
Man hat mir gesagt, das man nichts mehr machen kann. Es ist eben keine Herzklappe, die man wechseln kann. Ich kann ne OP versuchen. Künstliche Einbauten, Versteifungen und so weiter. Aber davon haben mir die Ärzte ebenfalls abgeraten. Ich habe mich mit meinem Zustand abgefunden. Ich bin froh, wenn dieser sich nicht verschlechtert. Woher soll die Besserung kommen? Wenn 4 Raketen in ein Stockwert eines Hochhauses fliegen, woher soll da ne Besserung kommen, wenn man das Stockwerk nicht neu baut? Von neuer Tapete?


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Da hast du allerdings einen Denkfehler, es zählen generell nur dauerhafte Einschränkungen, die bereits mindestens seit 6 Monaten bestehen, ärztlich nachgewiesen sind und auch aus deren Sicht (nicht nur aus deiner persönlichen) auf längere Zeit oder sogar für immer bestehen bleiben werden.
Hab ja schon gesagt, das ich da ne falsche Vorstellung hatte. Aber für die 30 GdB kann ich dazu guten Gewissens ja sagen. Auch mit diesem neuen Wissen. Die Schwerbehinderung, die muss ich an Nagel hängen. Das hab ich geschnallt. Andersherum kenne ich Fälle von Simulanten. Und die haben es auch geschafft. Also sollte das für mich der was hat möglich sein.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
... wir haben auch lange mit den Krankheiten gehadert und wollten nicht wahr haben, was einfach nicht mehr ging, nun versuchen wir das (für uns) Beste draus zu machen.
Das habe ich hinter mir. Die Monate in der Reha hatten viel Zeit.
Und der Taschenrechner war damals auch eindeutig. Ich bin froh über mein stabiles Zuhause. Manch Partnerin haut ja ab, wenn man nicht funktioniert. War bei mir nicht der Fall, im Gegenteil. ALso wie bei euch quasi. Ihr habt ja auch zueinander gehalten. Auch in schweren Zeiten.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Die chronischen Dauerschmerzen haben sich erst nach der 2. OP (1999) so richtig aufgeschaukelt
OP ist kein garant für irgendwas. Es kann danach besser gehen, muss aber nicht. Mein Leidensdruck für eine OP ist zur Zeit nicht hoch genug.
Wenn ich mich nicht verschlechtern kann dann werde ich sofort die OP anstreben.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Es ist aber auch nicht Jedermanns Sache statt dessen "lieber" Sozial-Leistungen zu beziehen, außerdem weißt du doch zumindest soviel dazu, dass man sich da auch keine Freunde macht, wenn man den Job selber aufgegeben hat
Ich habe 2 "Freunde" verloren. Alle anderen sind mir geblieben. Alle paar Jahre ist ein update wer wirklich Freund ist garnicht mal schlecht. Das seh ich entspannt. Wenn ich die Wahl habe zwischen Gesundheit opfern und Sozialleistungen, dann nehm ich die Leistungen. Und weißt Du warum? Weil es einem ohnehin niemand dankt. Das ist das, was ich gelernt habe. Meinst Du mein Arbeitgeber hat Interesse für mich gezeigt? Kaum funktioniert man nicht, ist man Dreck wert. So ist die Realität. Und wenn Geld da ist für Afrika und Banken, dann auch für jemand, der sich bereits kaputt gearbeitet hat. Sich dann "gesund zu spritzen" und weiter zu machen, ist jedem seine Entscheidung. Aber bei soviel Pflichtbewusstsein bis zur Selbstaufgabe weiß ich nicht, ob ich das bewundern soll, oder als dumm bezeichnen soll.
Deshalb sag ich, jeder muss es für sich entscheiden.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Für uns war das Alles kein besonders lebenswerter Zustand mehr, wir verstanden die Welt nicht mehr und fragten uns auch wofür wir eigentlich unser "Fell zu Markte getragen hatten", für soziale Almosen, um die man alle 6 Monate erneut "betteln" muss ???
Ja, verstehe ich schon. Und was viele auch vergessen. Jeder Monat ALGII führt als Nagel in die Altersarmut. Irgendwann sind genügend Nägel da.
ALGII ist nicht schön. Alles preis zu geben, so bevormundet zu werden.
Man muss es machen, wenn man keine andere Wahl hat, weil man sonst nichts zu beißen hat.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Das ist mehr als bitter wenn man (nach 35 / 40 Jahren Arbeit) nur wegen langer Krankheit und abgelehnter EM-Renten-Anträge dort landet, so wir wurden auch schnell mal als "arbeitsscheue Langzeitarbeitslose" betrachtet, dabei hatten wir doch beide noch immer einen festen JOB :-(((
Siehe oben! Weil ihr nicht funktioniert habt. Was man gemacht hat ist egal. Es zählt nur, was man nun machen kann oder werdet. Das ist es ja! Und das hab ich bereits auch gelernt. Man gilt als arbeitsscheu. Ist doch ne Sauerei! Mich hat die Arbeitsbelastung kaputt gemacht und man hat es mir auch nicht gedankt. Ich durfte mir auch sonstwas anhören.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Anschließend war dann allerdings die Erwartungshaltung der "Gesellschaft" (und der DRV) zu hoch, dass es nach der OP nun (frisch repariert sozusagen) keine Einschränkungen mehr geben würde, was die berufliche /seelische Belastbarkeit betrifft, das war ein fataler Irrtum, der mich ne Menge Nerven gekostet hat.
Auch ein Grund gegen eine OP. Man sei danach geheilt. Kann sein, muss aber nicht sein.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
das mit dem "Geschenk" sollte auch eher ein Joke sein...
Ach so!

Später mehr! Ich muss ....
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2014, 21:38   #28
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
und ich weiß auch, dass wir danach in diesen Berufen beide nie eine Arbeit gefunden haben ...
Na, die Hoffnung hab ich noch nicht aufgegeben. Der Umschulungsberuf kann mir schon Spass machen in der richtigen Firma.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Also haben wir uns lieber "freiwillig" weiter die Rest-Gesundheit ruiniert ... wir kannten es halt nicht anders und brauchten das Geld ;-)))
Diesen Weg werde ich so niemals gehen. Ich brauche auch Geld, aber nicht zulasten der Gesundheit. Ich hab nur das eine Leben.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Und warum machst du so was, man braucht nicht ohne Bezahlung zu arbeiten, Praktika sind reine Ausbeutung deiner Arbeitskraft, dadurch hat bisher kaum einer wirklich eine Anstellung bekommen, der nächste (kostenlose) Praktikant steht doch schon in den JC-Startlöchern ...
Manchmal werd ich nicht schlau aus Deinen Worten. Erst verstehe ich die als man solle unbedingt arbeiten, selbst wenn man dabei die Gesundheit ruiniert. Oder das der Bezug von Sozialleistungen dauerhaft nicht gut sei. Und dann sagst Du wieder, das zu arbeiten um sich sein ALGII zu verdienen Ausbeutung ist.
Fakt ist, ich hatte schlichtweg auf das Praktikum Lust. Das daraus nichts wird, war klar. Das war aber von allen Seiten so kommuniziert. Die SB meinte, es müsste keine Stelle dahinter stehen. Der AG meinte, er stellt sowieso nicht ein, egal welche Leistung ich bringe. Und ich wusste, nach der Abwechslung gehts normal weiter. Und so lief es dann halt auch. Die Politik fördert mit Arbeitskräften zum Nulltarif auf staatliche Kosten die wirtschaftliche Subvention. Das ist aber nicht meine Baustelle. Ich hatte es in der Zeit jedenfalls fair und gut. Was man von einer ZAF nicht sagen kann.
Was Gescheihtes zu finden ist mir leider noch nicht gelungen.
Und ja, ich bin überzeugt von meien Fähigkeiten. Auch AG sind es. Nur bezahlen will es keiner. Und meine Motivation richtet sich nunmal nach der Bezahlung. Werden nur 50% bezahlt, gibt es auch nur 50% Einsatz.
Die Zeiten von "evtl., könnten, wenn sie bla" sind vorbei. Was krieg ich? Das geb ich. ENDE! Oder es wird vertraglich festgeschrieben. Nicht irgendwas in Richtung "Wenn ich erfolgreich irgendwas mache, dann könnte ich aufsteigen". NEIN, "wenn x erreicht wird, steht mir y zu - Punkt". Darauf lässt sich kein AG ein. Dann eben nicht. Schönen Worten glaube ich nicht mehr.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Und wie stellst du dir das nun konkret vor, wenn du mit deiner BU-Rente "Aufstocker" bist, dann könnte doch vielleicht schon ein Teilzeitjob hilfreich sein oder zahlt deine private BU-Versicherung dann nicht mehr ???
So ist es. Je nach verdienst wird die Leistung verringert oder aufgehoben.
Also muss ich mir ganz genau überlegen, wofür und für wen.
Denn alles, was aufgehoben wurde in Teilen oder ganz ist dann weg.
Man kann nicht sagen "oh, ich verdiene nun wieder weniger, zahlt mal wieder mehr". Das geht dann nicht mehr. Die BU-Rente macht mich unter anderem sanktionssicher. Weil die Sanktionen mich so nicht so stark treffen können.
Diesen Schutz gebe ich nicht für warme Worte auf. Da muss schon was schriftlich fixiert werden.
Wenn ich eine Tätigkeit aufnehme wird geschaut, wieviel ich verdiene. Und dann wird von der Gesellschaft enschieden, ob und wieviel mir zusammengestrichen wird von der Privatleistung.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Davon habe ich nichts geschrieben, dass es ALG II "Dauer-Rente" sei, sondern eine "Dauerleistung" und das ist aus meiner Sicht eine andere Bezeichnung.
Nenne es wie Du möchtest. Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Du irrst dich wenn du glaubst dass EU (welche EU, die gibt es schon seit 2001 nicht mehr) heute Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente) eine staatliche Sozial-Leistung wäre, diesen Renten-Anspruch erwirbt man sich ebenfalls nur durch die "Zwangsbeiträge" bei der Rentenkasse, das bedeutet man bekommt wofür man (während der Berufstätigkeit) bezahlt hat ...
Du hast mit den Wörtern und den Definitionen Recht. Aber ich vereinfache das erneut. Nenne es wie Du möchtest. Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.
Und wie eine Zahlung heißt, ist mir vollkommen egal. Hauptsache ich kann damit Brot kaufen. Und aus welcher Kasse die kommt, ist mir auch egal. Ich möchte mir was zu essen kaufen. Nur weil man irgendwo eingezahlt hat vorher ist es moralischer zu nehmen, als wenn man nicht eingezahlt hat?
Wie oft heißt es ALGIIer zahlen keine Steuer. Auch so ein Blödsinn. Sie zahlen. Aber halt keine Lohnsteuer. Aber Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Kfz Steuer, Mineralölsteuer usw. Und ich hab sogar noch Einkommenssteuer auf meine Rente bezahlt. Man kann alles nennen wir mal will. Am Ende läuft es immer auf eines hinaus. Einkünfte und Ausgaben. Und einem Saldo.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
das ist eine Versicherungsleistung ähnlich wie deine BU-Rente für die du privat Beiträge eingezahlt hast.
So kann man es nennen. Ich nenne es "ich habe die Wette gewonnen!". Ich habe mehr ausbezahlt bekommen, bereits jetzt, als ich jemals eingezahlt habe. Und genau dafür sind Versicherungen da. Sie machen nur dann Sinn, wenn der Versicherungsnehmer ein Gewinn erzielt. Die Gesellschaften wollen selbst Gewinn erwirtschaften. Damit entsteht ein Zielkonflikt. Ich handel aber für mich, so wie die für sich handeln. Es gibt bislang nur eine Versicherung, wo ich minus gemacht habe. Das ist die Haftpflicht. Ansonsten hab ich bei allen Plus gemacht ohne Betrug. Einfach nur, weil ich die richtigen gewählt habe. Die meisten addieren nicht mal die Beiträge zusammen und stellen diese den GARANTIERTEN Leistungen gegenüber. Sonst wüssten die, das ein Tagesgeldkonto mehr bringt als jede Rentenversicherung.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
sondern ALGI beruht ebenfalls auf Pflicht-Beiträgen aus dem Lohn der Arbeitnehmer (einen Teil zahlen auch die AG an die AfA dafür), darauf hat man Anspruch auch ohne "bedürftig" zu sein, ebenso wie auf Krankengeld.
Richtig formuliert. Für mich ist essenziell, Du ahnst es nur eines.
Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Auf ALGII /und Leistungen des SGB XII (Sozialhilfe) hat man nur Anspruch bei "Bedürftigkeit", das kommt nicht aus den eigenen Beiträgen sondern aus den Steuern, die von allen Bürgern gezahlt werden.
Korrekt! Und jetzt? Meinst Du ehrlich, das es einen ALGII Empfänger der Jahrzehntelang gearbeitet hat und der immer noch Steuern zahlt interessiert das es eine aus Steuern finanzierte Zahlung ist, wenn im gleichen Atemzug für vieles andere viel mehr Steuergelder bezahlt werden? Für systemrelevante Banken? Andere Länder usw.? Es mündet in dem Fakt einer Zahlung.
Und damit holt man sich was zu essen.

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Oh, vielen Dank, ich habe inzwischen wieder Spass am Leben, trotz meiner Einschränkungen und du solltest dich vielleicht mal etwas intensiver mit den Grundlagen der verschiedenen Leistungssysteme befassen ... es kommt eben nicht alles vom gleichen LKW ...
Doch! Du hast wunderschön die Defintitionen aus SGBII, SGBIII usw. wiedergeben. Was woher kommt. Oder DRV usw. Aber alles ist im Endeffekt staatlich. Und egal ob es Steuer oder Abgabe heißt. Ob es Leistung oder Rente benannt wird. Vereinfacht ist es eine Zahlung eines Staatsorganes an einen Empfänger. Und so ist rechtlich und wörtlich das von Dir beschriebene korrekt. Aber hinter allem steht der Staat. Und hinter allem steht ein Bürger als Empfänger. Also alles ein LKW. Und da die Politk ohnehin Gelder zweckentfremdet, kann man RV, Steuern und vieles andere eh nicht mehr exakt trennen. Aber was hat das alles nun mit meiner Frage zu tun, wie man den GdB durchkriegt?

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Ich habe kein Problem damit die Rente jetzt (schon) in Anspruch zu nehmen, die ich sonst mit 65,5 bekommen hätte
Merkst Du da nicht, das es egal ist, was Du denkst und weißt? Im Endeffekt zählt nur eines. Das, was ich immer wieder schrieb. Dem Fakt einer Zahlung. Egal woher. Egal wie die heißt. Egal wie die finanziert wurde. Weil man leben muss. Und es ist egal, wie man sich dabei fühlt.
Wenn Du Deinen inneren Frieden findest, indem Du Dir sagen kannst, das die Zahlung, die Dich erreicht aus eigenen Beiträgen finanziert ist, dann ist es doch gut. Mir ist es egal. Ich bin da wie ein Investmentbanker. Für mich zählt nur eines. Das ich überlebe. Es ist doch so, das die Arbeitnehmer gegen die Billiglöhner aufgehetzt werden. Und die Billiglöhner hetzen gegen die, die umsonst arbeiten. Und so wird jeder gegen jeden aufgehetzt. Ich mach da nicht mit. Dafür, das ich vom Staat lebe, den ich auch selber noch immer mit finanziere, erfülle ich auch meine Pflichten. Also hab ich mir nichts vorzuwerfen. Auch nicht moralisch. Da ich meine Pflichten erfülle, habe ich einen RECHTSABSPRUCH auf Leistungen. So siehts aus. Nicht falsch verstehen, das ist kein Grund um stolz zu sein. Ich fühle mich damit nicht gut. Aber ich fühle mich deshalb ach nicht schlecht.


Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Dann bin ich ja beruhigt, welche "fetten Jahre" meinst du denn, ich hatte keine "fetten Jahre" in meinem bisherigen Leben und die werden wohl auch nicht mehr kommen ...
Die Zeit, in der ein Alleinverdiener noch eine Familie ernähren konnte. Nun werden keine fetten Jahre mehr kommen. Im Gegenteil. Und ich werde in der Altersarmut landen, wenn mir nicht eine gute Idee kommt. Wenn ihr in den fetten Jahren schon am unteren Lohnniveau gewesen seid, ja, dann wird jetzt wohl erst recht nichts mehr passieren. Mein Vater hat Schotter ohne Ende. Er hat die fetten Jahre voll mitgenommen. Er ist Rentner und hat seine Gesundheit. Und was macht er? SAUFEN. Ihr werdet eine bessere Lebensqualität haben und ein höheres Niveau, da bin ich mir sicher. Weniger Geld, aber mehr Frieden und mehr vom Leben. So ist jeder verschieden. Er würde mich eher verhungern lassen, bevor er mir auch nur einen Euro schenkt. Also dann lieber wenig Geld, aber so, das man nicht verhungert und dafür eine heile soziale Welt.
Und die hab ich. Deshalb bin ich glücklich.

Und den GdB hole ich mir trotzdem
Reine Zeitfrage!
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.2014, 22:17   #29
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.633
Doppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/in
Frage AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Gesunder,

du wolltest einfach nur einfache Antworten auf die einfache Frage was du gegen die Ablehnung vom Versorgungsamt machen kannst das hast du ja bereits getan = Widerspruch einlegen / Akteneinsicht fordern !

Du wolltest Begründungen geliefert haben, die den Widerspruch erfolgreich machen könnten, die kannst du nur selber liefern (nach Einsicht in die Unterlagen vom Versorgungsamt), untermauert mit ärztlichen Unterlagen.

Wenn der Widerspruch auch abgelehnt wird, dann kannst du innerhalb Monatsfrist Klage beim zuständigen Sozialgericht einlegen und ein paar Jahre warten bis dort dazu entschieden wird ...

Oder du stellst nach Ablauf von ca. 6 Monaten und mit neuen medizinischen Belegen (die du mangels Arztbesuchen vermutlich dann auch nicht haben wirst) einen neuen Antrag an das Versorgungsamt zur Feststellung eines Grades der Behinderung...

Das kannst du (bei Bedarf und Wunsch) den Rest deines Lebens immer wieder so machen, in genau der Reihenfolge ...

Ansonsten gehen unsere Lebenseinstellungen /Vorstellungen doch sehr weit auseinander und so habe ich keine Lust mehr dazu weiter mit dir zu diskutieren, weil noch nicht mal das Bisherige in der Weise zu dir durchgedrungen ist, wie ich es gemeint und geschrieben habe ...

Du schreibst zum Schluss, dass du keine OP möchtest weil das auch nichts bringt ... habe ich auch so nicht vorgeschlagen, ich bin kein Arzt um überhaupt beurteilen zu können oder gar zu wollen, ob eine OP für dich die geeignete Lösung wäre ...

Ich selbst hatte da allerdings KEINE Wahl mehr, das scheinst du nicht so "genau zu nehmen" und es interessiert dich auch offenbar nicht weiter ... es geht NUR um DICH und was du fühlst und was du willst und was du nicht willst ... und dass die Welt doch endlich begreifen möge, wie schlecht es DIR doch geht ...

Du träumst von einem Job im ÖD und hättest nichts gegen eine "frühe Pensionierung", auch von diesem Bereich hast du null Ahnung, die warten doch nicht auf dich, um dich dann möglichst fix in Pension zu schicken ...

Dafür muss man dort erst mal einige Jährchen gearbeitet haben und verbeamtet sein (was schwierig werden dürfte, wenn du jetzt schon so krank bist), naja und so ganz davor müsste man dort erst mal eine feste Stelle bekommen ...

Zitat:
Ich habe 2 "Freunde" verloren. Alle anderen sind mir geblieben. Alle paar Jahre ist ein update wer wirklich Freund ist garnicht mal schlecht. Das seh ich entspannt.
Ich sehe das (mit privaten Freunden) auch mehr als entspannt, wir wohnen seit 6 Monaten dort wo wir Niemanden kennen und legen auch keinen großen Wert auf besonders "intime" Bekanntschaften /Freundschaften, das habe ich auch gar nicht gemeint ...
... aber ich sehe/merke daher auch, dass du nicht verstanden hast, dass ich die "Freunde vom Amt" meinte, die das nicht besonders schätzen, wenn man einen Job selber aufgibt ... du denkst wirklich nicht mit, bei dem was dir geschrieben wird ...

So kann ich mir die Zeit dafür eigentlich auch sparen und mit angenehmeren Dingen verbringen, als mich mit den Problemen fremder Menschen zu befassen ...

Ich wünsche dir alles Gute!

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 07:42   #30
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Doppeloma,

für Deine Zusammenfassung am Anfang der Antwort zuerst nocheinmal Danke!
Da ein neuer Feststellungsantrag nur Sinn macht mit neuen Attesten, kannst Du sicher sein, das ich da immer was neues haben werde.

Das unsere Sichtweisen auseinander gehen, finde ich nicht schlimm.
Nur ich bin tolerant. Jedem das Seine. Wenn ich allerdings nicht immer verstehe wie Du es meinst, wo wir uns nicht kennen und Wörter verschieden interpretierbar sind, das ist allerdings nicht mein Problem allein. Du kennst das ja mit dem Sender und Empfänger. Dann hättest Du eindeutiger Schreiben müssen.
Das ich mir nur das rauspicke, was ich gebrauchen kann und mich in keine Richtung bekehren lasse, das hat Dich verwundert? Ich bin keine Fahne im Wind. Mit der richtigen Argumentation kann ich eine Meinung nach einem Satz 180 Grad drehen. Aber das setzt eben Überzeugung voraus.
Selbstverständlich interessiert mich primär mein Leben. So leben die meisten.
Das ist das Ergebnis des Berufslebens. Denn so bin ich nicht zur Welt gekommen, sondern die Welt hat mich zu dem gemacht. Ich lebe nicht das Leben jemand anderen.

Mit den "Freuden vom Amt" hab ich kein Problem. Denn sowohl ich selbst habe meine Arbeit gekündigt, als auch meine Freundin ihre Arbeit gekündigt hat. Und es gab nicht mal eine Sanktionsanhörung. Ich sichere mich vorher ab. Und ob denen es innerlich dann passt, es ist mir egal. Die Kündigungen kamen nicht zum Spass, sondern weil es nicht ging. Und sie müssen rechtskonform gewesen sein. Sonst wäre mit Sicherheit was passiert.
Zwischen nicht wollen und nicht können ist eben noch ein feiner Unterschied.
Das hat das Amt allerdings begriffen.

Alles Gute wünsch ich Dir natürlich auch, ebenso Deinem Mann.
Insbesondere gesundheitlich, weil alles andere ist "nur Geld".
Das braucht man leider irgendwo, aber Gesundheit ist nicht so einfach kaufbar.

VG
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 09:38   #31
Existenzminimum
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.12.2011
Beiträge: 1.798
Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Gesunder Beitrag anzeigen
...

Ich nenne es "ich habe die Wette gewonnen!". Ich habe mehr ausbezahlt bekommen, bereits jetzt, als ich jemals eingezahlt habe. Und genau dafür sind Versicherungen da. Sie machen nur dann Sinn, wenn der Versicherungsnehmer ein Gewinn erzielt. die ...


Abzockermentalität.

Ich hoffe du bekommst das GdB nicht.
Existenzminimum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 10:53   #32
Laa Luna
Elo-User/in
 
Registriert seit: 13.05.2014
Ort: im IV. Reich
Beiträge: 609
Laa Luna Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Für mich war Euer Dialog sehr hilfreich (Gesunder/Doppeloma).

Eigentlich wollte ich auch einen Antrag auf GdB vom Hausarzt stellen lassen.
Das kann ich mir Dank der Aufklärung durch Doppeloma wohl sparen.
Somit hat mich Doppeloma vor ner großen Enttäuschung bewahrt. Danke 2xOmi!

Ich finde aber Ihr geht mit Gesunder zu arg ins Gericht.
Er ist egoistisch ja. Aber sind wir das nicht alle mehr oder weniger?

Ich hab ihn so verstanden: er will den GdB als Beweis seiner Krankheiten/Einschränkungen für die SB. Weil er dem ÄD nicht traut.

@Existenzminimum

wie argumentierst Du hier eigentlich?
Abzockermentalität?
Was Du als Abzockermentalität hinstellst ist: wirtschaftliches Handeln.
Und von wem kann man dieses abschauen?
Na, von den AG.
Die stellen jemanden für 5 Euro/Stunde ein und erwirtschaften mit dessen Arbeitsleisung 20 Euro/Stunde.
Die Frage ist doch: wer zockt eigentlich wen ab?
Laa Luna ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 11:43   #33
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Laa Luna Beitrag anzeigen
Ich hab ihn so verstanden: er will den GdB als Beweis seiner Krankheiten/Einschränkungen für die SB. Weil er dem ÄD nicht traut.
Hilfreich war der Dialog für mich auch, auf jeden Fall.

Die Hauptmotivation für den GdB hast Du korrekt verstanden!

Ich bin leider gezwungen wirtschaftlich zu denken.
Jede Entscheidung im finanziellen Bereich läuft über den Taschenrechner.
Und ich gebe mein Geld lieber für mein Kind aus, als für die Gewinnmaximierung einer Versicherungsgesellschaft. Es steht allerdings jedem frei den Gesellschaften Geld zu spenden. Das kann auch über nichtgenutzte Versicherungen erfolgen, anstelle nichtgemeldeter Schäden.

Existenzminumum wird es vielleicht freuen zu hören, das ich durch den Verwertbarkeitsausschluss und weiterer Vorgänge ich beim Eintritt in ALGII sehr viel verloren habe. Wie jeder eben, der sich vorher über Jahrzehnte was aufgebaut hatte, was für später gedacht war.
Man verliert manchmal eben nicht nur die Gesundheit, sondern auch das, was man sich anderweitig aufgebaut hat. Nun wird es jedoch Zeit wieder neu aufzubauen. Dafür muss ich eben abwägen und es bleibt einem garnichts anderes übrig als dabei auch "enger" zu denken.
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 14:29   #34
Existenzminimum
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.12.2011
Beiträge: 1.798
Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat:
@Existenzminimum

wie argumentierst Du hier eigentlich?
Abzockermentalität?
Was Du als Abzockermentalität hinstellst ist: wirtschaftliches Handeln.
Und von wem kann man dieses abschauen?
Na, von den AG.
Na dann herzlichen Glückwunsch dass dir (und den "Kollegen) diese Gewinn-Maximierungslogik in Fleisch und Blut übergegangen ist. dann will ich aber von den gleichen Leuten nix mehr lesen über Abzocke, Ausbeutung und Egoismus in Spähren der Wirtschaft.

Die Einstellung die da oben steht - mehr rausbekommen als Einzahlen - ist der Over-Kill des Solidaritätsprinzips und selbstvertständlich entspricht es NICHT dem Grundprinzip der Versicherung schon gar nicht der gesetzlichen Sozialversicherung.

Insofern mein "Respekt" an "Gesunder" dass er so ehrlich war, auch wenn ihm das wohl im Eifer des Getippes eher unbedacht rausgerutscht ist: nicht jeder bekennt so Farbe und gibt zu dass er sich im Geiste letztlich nicht von einem Zumwinkel, Hoeness, Ackermann oder eine A. Schwarzer (u. anderen) unterscheidet. Auch wenn Kinderchen etc. als Erklärung nachgeschoben werden


Zitat von Laa Luna;1753212...
Er ist egoistisch ja. Aber sind wir das nicht alle mehr oder weniger?
Na, wie elegant gelöst.

Manche offenbar eher "mehr".
Existenzminimum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 15:29   #35
Doppeloma
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 30.11.2009
Ort: Insel Rügen
Beiträge: 9.633
Doppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/inDoppeloma Super-Investor/in
Cool AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hallo Laa Luna,

Zitat:
Für mich war Euer Dialog sehr hilfreich (Gesunder/Doppeloma).
Das freut mich, darum habe ich die grundsätzliche Frage ja auch noch einmal kurz und knackig zusammengefasst beantwortet ...

Zitat:
Eigentlich wollte ich auch einen Antrag auf GdB vom Hausarzt stellen lassen.
Das kann ich mir Dank der Aufklärung durch Doppeloma wohl sparen.
Somit hat mich Doppeloma vor ner großen Enttäuschung bewahrt. Danke 2xOmi!
gerne geschehen, den Antrag stellt man aber selber und nicht der Hausarzt, man sollte nur die nötigen Befunde dazu möglichst schon bei ihm erbitten und dann gleich mit einreichen.

Die Versorgungsämter sind zwar nicht ganz so faul wie die DRV sich das selber anzufordern, aber oft geht die Entscheidung auch schneller wenn das Wichtigste schon dabei ist.

Und Viele wissen bei Ablehnung des Antrages auch nicht, dass sie die spezielle Einschätzung des "versorgungsärztlichen Dienstes" einfordern können und sollten, denn da wird der jeweilige Einzel-GdB beschrieben aus dem sich letztlich der Gesamt-GdB (im Bescheid steht ja nur der drin) ergeben hat.

Nur aus dieser Unterlage konnte ich damals z.B. erkennen, dass man die Schlafapnoe bei meinem Mann völlig falsch eingestuft hatte, danach bekam er dann im Widerspruch die Erhöhung auf den Schwerbehinderten-Status.

Zitat:
Ich finde aber Ihr geht mit Gesunder zu arg ins Gericht.
Er ist egoistisch ja. Aber sind wir das nicht alle mehr oder weniger?
Ich zumindest hatte nicht vor hier mit irgendwem "ins Gericht" zu gehen, ich bin nun mal sehr direkt, das hat mich auch meine Erfahrung gelehrt, trotzdem steht es mir nicht zu Anderen vorschreiben zu wollen wie sie zu leben haben, wenn das so rüber kam war es nicht meine Absicht.

Ja, du hast recht, jeder sollte unbedingt auch ein wenig egoistisch sein (oder werden) besonders wenn es um seine Gesundheit geht ... da haben auch wir viel "Lehrgeld" zahlen müssen, bis uns das klar wurde ...

Ich muss und will auch nicht alles verstehen was @Gesunder so für richtig hält, so kann ich mich seiner Einlassung zur (problemlosen) Kündigung eines festen Jobs nicht wirklich anschließen ... jedenfalls passt das nicht auf unsere damalige Situation.

Kein JC "öffnet" weit die Arme, wenn man einen relativ sicheren /jahrelangen Job einfach kündigt, um nun "Sozial-Leistungs-Empfänger" zu werden ...

Zitat:
Ich hab ihn so verstanden: er will den GdB als Beweis seiner Krankheiten/Einschränkungen für die SB. Weil er dem ÄD nicht traut.
Der GdB ist aber kein tauglicher "Beweis" dafür was man beim JC noch arbeiten könnte und dass er Zweifel am ÄD hat habe ich nicht gelesen (dazu habe ich gar nichts gelesen von ihm, dass es je ein Thema war seine Beweise darüber zu beschaffen), der ist aber im SGB II dafür zuständig das zu prüfen und nur nach dieser Einschätzung hat sich ein JC-Vermittler dann auch zu richten (§ 10 SGB II regelt die Zumutbarkeit der Vermittlung).

Habe ich schon früher in diesem Zusammenhang drauf aufmerksam gemacht, auch Leute mit GdB 100 gehen oft genug Vollzeit arbeiten, weil sie einen "behindertengerechten" Arbeitsplatz haben ... ja so was gibt es tatsächlich ...

Ansonsten kann und soll Jeder "nach seiner Fasson" glücklich werden oder auch nicht, da bin ich inzwischen auch egoistisch genug geworden, an irgendeinem Punkt zu beschließen, dass "mich fremdes Leid doch gar nichts angehen muss" ...

In diesem Sinne ...
MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 19:41   #36
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Die Einstellung die da oben steht - mehr rausbekommen als Einzahlen - ist der Over-Kill des Solidaritätsprinzips und selbstvertständlich entspricht es NICHT dem Grundprinzip der Versicherung schon gar nicht der gesetzlichen Sozialversicherung.
Äh, Du kennst den Unterschied zwischen denen von Bismarck ursprünglich ins Leben gerufenen Versicherungen und den heutigen Gegenseitigkeitsversicherern, die meist feste Beträge nach dem Spekulationsprinzip erheben? Offensichtlich nicht. Und Du glaubst wohl auch noch daran, das Rentenbeiträge ausschliesslich für die Rentenversicherung verwendet werden und nicht zweckentfremdet und vieles mehr.
Beschäftige Dich mal damit. Du wirst staunen, was es so alles gibt, wenn man mal hinterfragt!

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Insofern mein "Respekt" an "Gesunder" dass er so ehrlich war, auch wenn ihm das wohl im Eifer des Getippes eher unbedacht rausgerutscht ist: nicht jeder bekennt so Farbe und gibt zu dass er sich im Geiste letztlich nicht von einem Zumwinkel, Hoeness, Ackermann oder eine A. Schwarzer (u. anderen) unterscheidet. Auch wenn Kinderchen etc. als Erklärung nachgeschoben werden
Na, strafrechtilche Steuerhinterziehung, womöglich noch im Millionenbereich ist wohl nicht vergleichbar damit, eine Versicherung erst dann abzuschliessen, wenn man davon ausgeht, diese auch zu benötigen.
Wenn ich keine Arbeit habe, brauche ich auch keine Arbeitsrechtschutz.
Wenn ich merke, mein Rücken ist nicht der Beste, ich schliesse eine BU-Versicherung ab und brauche diese 25 Jahre später, dann kannst Du mir ebenfalls nichts strafrechtliches unterstellen. Und auch sonst ist das nicht vergleichbar meiner Meinung nach. Du scheinst ein Systemling zu sein, der den Mainstream voll verinnerlicht hat und nicht mehr eigenständig nachdenken kann.
Darf ich Dir mal ne Kontonummer geben, wo Du Dich solidarisch zeigen darfst?
Du spuckst ja große Töne, dann kannst Du ja mal Taten folgen lassen!
Das wäre doch mal was. Such ich mal was raus, z.B. für Strassenkinder in Deutschland! Wie wäre es, grosser Mund?


Doppeloma und ich waren nicht einer Meinung in vielen Punkten, aber ich meine, wir haben respektvoll miteinander diskutuert. Was Du hier machst, das ist schon nicht mehr so ganz ohne. Wenn ich meinen GdB habe, kriegst Du ne anonymisierte Version in Dein Postfach. Damit Du Freude hast!
Genau wegen solch Menschen brauch ich genau solche Zettel. Genau das ist der Punkt.

@Doppeloma
Wie es bei euch genau war, das weiß ich nicht. Aber Du kannst Dir sicher sein, das niemand leichtfertig seine Arbeit kündigen darf, selbst wenn er wollte. Denn dann hat man seine Hilfebedürftigkeit selbst verschuldet. Die Strafe ist höher als nur eine Sanktion. Die Strafe ist, das man dann Rückzahlungspflichtig für alle Leistungen wird laut SGBII (§ 34). Es ist der finanzielle Ruin für den Rest des Lebens. Manchmal geht es gesundheitlich einfach nicht mehr. Wenn jemand beruflich schwer heben muss, aber nicht mehr kann, dann muss er aus gesundheitlichen Gründen kündigen. Er kann die Aufgaben nicht mehr ausführen, selbst wenn er will. Und so war es eben bei uns. Es ging nicht. Das war eindeutig. Das sich kein SB darüber freut, das ist klar. Der eine hat mehr Verständnis, der andere gar keines.
Aber es gibt es tatsächlich, das man für bestimmte Berufe nicht mehr imstande ist, diese auszuüben und auch keine konventionelle oder operielle Behandlung dem Abfolge leisten kann. Sonst wäre das schliesslich gemacht worden. Ich habe gerade meine Arbeit versucht fortzuführen. Deshalb konnten sich die Vorfälle wiederholen. Weil ich versucht habe durchzuhalten. Die Einzelheiten mit Behandlungen zu der Zeit und vieles mehr lasse ich nun mal weg. Es wurde allerdings immer heftiger und ich immer kaputter. Und da meine Seele keine Bremse gezogen hat, hat es dann mein Körper gemacht.
Das nur mal, weil Du anscheinend auf euch selbst bezogen es nicht nachvollziehen kannst, wie man aus gesundheitlichen Gründen kündigen kann. Die Situation war anscheinend bei uns eine andere, als bei euch.
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 20:08   #37
Zerstörer
 
Registriert seit: 30.04.2013
Ort: 74747 Ravenstein
Beiträge: 664
Zerstörer Zerstörer Zerstörer Zerstörer Zerstörer
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Ausser dem Beitrag von Existenzminimum fand ich die Antworten von Allen hier konstruktiv, austauschend und gut.

Aber eine solidarische Tat würde ich auch begrüssen. Existenzminimum könnte doch mal hier ans Forum spenden! Wäre doch z.B. auch gut angelegt!
Zerstörer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 20:57   #38
Muzel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 15.12.2008
Beiträge: 11.211
Muzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel EnagagiertMuzel Enagagiert
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Also es sollte einem bewusst sein, dass im Widerspruchsverfahren kein Arzt darüber schaut. Da ist zumindest in Münster so. Ich weiß das sicher. Beim VdK kostet das Widerspruchsverfahren Geld und man sollte es nur investieren, wenn man klagen will und dann einen Gutachter bekommen möchte. Den sucht man sich aber nicht selber aus, sondern das Gericht bestimmt ihn. Man kann natürlich nach § 109 SGG einen Gutachter selbst bestimmen, aber das kann teuer sein und ist auch nicht sicher.
__

Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.09.2014, 21:25   #39
Goldfield
Foren-Moderator/in
 
Registriert seit: 29.07.2012
Beiträge: 608
Goldfield Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Also es sollte einem bewusst sein, dass im Widerspruchsverfahren kein Arzt darüber schaut. Da ist zumindest in Münster so. Ich weiß das sicher. Beim VdK kostet das Widerspruchsverfahren Geld und man sollte es nur investieren, wenn man klagen will und dann einen Gutachter bekommen möchte. Den sucht man sich aber nicht selber aus, sondern das Gericht bestimmt ihn. Man kann natürlich nach § 109 SGG einen Gutachter selbst bestimmen, aber das kann teuer sein und ist auch nicht sicher.
Das ist teilweise richtig, ich hatte auch schon mit Münster zu tun, der Widerspruch wird ja zum zuständigen VA geschickt, dort wird er nochmals einen Arzt vorgelegt, erst wenn dieser Arzt und SB den Widerspruch sozusagen nicht abhelfen kann/will, schickt der SB das nach Münster, die entscheiden dann im Widerspruchssausschuss.

Hatte das damals wo ich noch in Gütersloh wohnte, da ging es auch nach Münster-hab es mir damals erklären lassen.

Als man einmal meinen Widerspruch in Gütersloh abhelfen konnte, ging es erst gar nicht nach Münster.
Goldfield ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 08:47   #40
Zerstörer
 
Registriert seit: 30.04.2013
Ort: 74747 Ravenstein
Beiträge: 664
Zerstörer Zerstörer Zerstörer Zerstörer Zerstörer
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Das Ablehnungsschreiben des Versorgungsamtes war ein Standardschreiben.
Ich hab ein nahezu identisches hier. Und nun hab ich GdB 50.
Ich bin mit dem VdK gegenan gegangen.
Die Kosten selbst bis zum Ende des gerichtlichen Weges sind in einem vertretbaren Rahmen. Soll heißen, ne Deckelung bei etwas über 100 Euro.
Gut wäre, wenn man für den VdK "Munition" hätte. Wobei, wenn die gut ist, kann man es auch gleich selbst machen. Aber Lobbyismus ist auch nicht immer verkehrt.

Also anschauen, was kommt an Unterlagen, ggf. fehlendes entscheidenes besorgen und dann ab dafür! Oder es geht gleich weiter.
Ich habe nun meine GdB 50. Und es gibt weitere Vorteile. Einer steht z.B. im Wehrgesetz!

Eine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen sieht übrigens der Gesetzgeber vor! SGB II § 34. Wenn jemand das nicht verstehen kann oder will, der Gesetzgeber hat diese Tür gebaut. Und wer sie nutzt sollte dafür nicht verurteilt werden. Denn er musste auch beweisen, das es so war.
Ich verstehe nicht, das manche hier noch aufeinander klopfen. Sitzen wir nicht alle in einem Boot? Sind wir nicht alle irgendwo vera.... worden, haben Pech gehabt und sind unten angekommen? Also!!!
Genau das ist doch gewollt. Das Zwei, die nichts haben sich noch bekriegen. Wer ist da der Sieger? Richtig!!!! Der Dritte! Und der ist wer?
Zerstörer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 08:50   #41
Existenzminimum
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.12.2011
Beiträge: 1.798
Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Gesunder Beitrag anzeigen
Äh, Du kennst den Unterschied zwischen denen von Bismarck ursprünglich ins Leben gerufenen Versicherungen und den heutigen Gegenseitigkeitsversicherern, die meist feste Beträge nach dem Spekulationsprinzip erheben?
Ja und? Weder die eine noch die andere Versicherung wird (gut) überleben können, wenn eine große Anzahl von Leuten sie in ihrem Sinne als "Spekulationsprinzip" betrachten.


Zitat:
...Und Du glaubst wohl auch noch daran, das Rentenbeiträge ausschliesslich für die Rentenversicherung verwendet werden und nicht zweckentfremdet und vieles mehr.
...
Weiss doch jeder was da los ist. Große Teile der Kosten der deutschen Einheit wurde über die DRV bezahlt. Genauso wie massenweise Frühverrentungen in den 80ern während der Kohlregierung, nur die versprochenen Arbeitstplätze für die jüngeren gabs dann nicht in dem Masse: Herbes Minusgeschäft für die DRV.


Zitat:
.. Na, strafrechtilche Steuerhinterziehung, womöglich noch im Millionenbereich ist wohl nicht vergleichbar damit, eine Versicherung erst dann abzuschliessen, wenn man davon ausgeht, diese auch zu benötigen.

Moralisch oder monetär? Moralisch sehe ich keinen Unterschied, wenn "das davon ausgehen" im Sinne von "ich beabsichtige fest/ich plane fest", diese zu beanspruchen gemeint ist. Monetär: Die Schäden von Versicherungsbetrug kann man nur schätzen, dürften auch in DE aber in die Milliarden gehen. Was Betrug ist wird letztlich vom Gericht definiert. Da passiert es auch mal, das ein Rechstanwalt 5000,-- Euro BU-Rente zugesprochen gibt, weil seine Berufsunfähigkeit darin besteht, im Gerichtssaal zu aggressiv aufzutreten. Soviel zum "Staunen was es so gibt".

Und nicht jeder der der Millionen oder Milliarden hortet obwohl die wonaders besser aufgeoben werdenkönnten handelt illegal. Abzockermentalität muss also nicht mit Strafbarkeit einhergehen.


Zitat:
... Du scheinst ein Systemling zu sein, der den Mainstream voll verinnerlicht hat und nicht mehr eigenständig nachdenken kann.
Wenn "eigenständig nachdenken" das Fokussieren auf
Zitat:
Taschenrechner
und die Betrachtung des
Zitat:
Saldos
mit einer
Zitat:
Investmentbanker
-Perspektive meint, dann stimme ich dir zu.


Zitat:
.....solidarisch zeigen ..
Ich könnte mir vorstellen, dass grade im Vergleich zu dir, ich aus meinem Einkommen relativ mehr gespendet habe als du.
Zudem war ich viele Jahre ehrenamtlich tätig. Wie siehst da bei dir aus?
Existenzminimum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 10:53   #42
ARGE geplagt
Elo-User/in
 
Registriert seit: 29.10.2012
Ort: Hamburg
Beiträge: 177
ARGE geplagt Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Hier mal meine Erfahrungen mit meinem Versorgungsamt:

Erstantrag (G+B beantragt) selber gestellt und nach drei Monaten SBA mit GDB 50% erhalten. Widerspruch eingelegt und selber begründet warum mir ein anderer GDB+Merkzeichen zustehen. Es flatterte dann der Abhilfebescheid rein mit GDB 90% mit Merkzeichen G+B.
Wenn man also irgendwelche Einschränkungen hat und auch den Arzt deswegen regelmäßig aufsucht, sollte es wie bei mir auch keine Probleme mit dem Versorgungsamt geben.

Was erwartest du also, wenn du schon selber schreibst, dass der letze Bandscheibenvorfall lange her ist und du nicht regelmäßig zum Arzt gehst wegen Schmerzen usw. Wo soll da also die Einschränkung sein, wenn du dir noch nicht mal Schmerzmedis vom Arzt verschreiben läßt?

Zitat:
Ich war in den letzten 2 Jahren nicht beim Arzt. Aber nur, weil ich sowieso ALG2 bin
Es geht einen also gesundheitlich besser, nur wegen ALG2 ?
Der Rücken wird also deiner Aussage zufolge nur bei der Arbeit belastet und bei ALG2 Bezug nicht. Wo ist denn hier deine Einschränkung, die einen GDB bedingt? Dein Geschreibsel ist für jeden der wirklich Schmerzen oder andere Einschränkungen hat ein Tritt in den Hintern und Waser auf die Mühlen für das Handeln des Versorgungsamtes.
Du willst also unbedingt einen GDB von 30% (laut Begutachtungsrichtlinien) und was soll dir der bringen? Eine Gleichstellung kann erfolgen, muss aber nicht und die "Vorteile" sind doch vernachlässigbar zumal du ja im Leistungsbezug bist. Es wirkt als willst du dir nur zusätzliche Hemmnisse beschaffen um eventuelle Arbeit ausschlagen zu können. Eine Anstellung zu finden wird nach meiner Erfahrung nicht leichter nur, weil ein GDB vorhanden ist und Förderung durch JC sieht deshalb auch nicht anders aus, wie bei anderen Leistungsbeziehern. Mir geht es jedenfalls nicht besser nur, weil ich ALG2 beziehe und den GDB werde ich auch immer behalten, wenn nicht sogar "größer" ( die 10% sind da auch egal), weil der GDB sowieso hinderlich ist bei der Arbeitssuche. Der "Öffentliche Dienst" ist als Arbeitgeber auch nicht sozialer als ein anderer, soll heißen du fliegst da halt auch schnell raus, wenn die Leistung nicht erbracht werden kann und das Integrationsamt nickt das dann halt ab. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller den GDB sich zu verschaffen wenn man in fester Arbeit ist, weil vorher ist der Nutzen in deinem Fall zu gering. Bevor du jetzt fragst warum ich meinen SBA nicht abgebe, weil ich halt unter anderem Asthmatiker bin und das fällt einen auch auf umsonst sind die Merkzeichen ja nicht vergeben worden.
ARGE geplagt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 11:54   #43
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Ja und? Weder die eine noch die andere Versicherung wird (gut) überleben können, wenn eine große Anzahl von Leuten sie in ihrem Sinne als "Spekulationsprinzip" betrachten.
Der Unterschied für mich ist aber, das die Säulen der Sozialversicherung vom Otto wirklich ehrenwert entstanden sind mit einer tollen Einstellung. Und die heutigen privaten Versicherungsgesellschaften nur den Gedanken der Gewinne haben. Deshalb unterscheide ich hier.
Wieso unterscheidest Du nicht? Du weißt ja Bescheid darüber, wie es inzwischen läuft.

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Moralisch sehe ich keinen Unterschied, wenn "das davon ausgehen" im Sinne von "ich beabsichtige fest/ich plane fest", diese zu beanspruchen gemeint ist.
Fest geplant oder beabsichtigt habe ich nie etwas. Das würde im Falle der BU ja bedeuten das ich innerhalb der 25 Jahre meine gesundheitliche Zerstörung angestrebt habe. *Kopfschüttel*
Aber natürlich mache ich für mich eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und wenn ich meine, es könnte passieren und das gerade bei mir persönlich überdurchschnittlich wahrscheinlich, dann habe ich was abgeschlossen. Und dann ist mit einer Ausnahme es eben tatsächlich so gewesen. Weil ich richtig eingeschätzt habe, bin ich nun ein Abzocker? Ich habe ausschliesslich das Verhalten der Versicherungsgesellschaften kopiert. Von denen habe ich das erlernt. Was ist wie wahrscheinlich? Wie wirtschaftlich ist das? usw.
Dazu stehe ich auch. Wozu ich nicht stehe ist, wenn jemand bewusst betrügt, unterschlägt oder anderweitig Missbrauch betreibt.
Und das habe ich nie getan, weshalb meine Versicherungsakte sauber ist. Und das weiß ich, weil ich Verwandte bei der Versicherungsgesellschaft habe, die in meine Akte schauen können. Also gehste mit mir härter ins Gericht als die Gesellschaft selbst. Schon erstaunlich!

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Ich könnte mir vorstellen, dass grade im Vergleich zu dir, ich aus meinem Einkommen relativ mehr gespendet habe als du.
Zudem war ich viele Jahre ehrenamtlich tätig. Wie siehst da bei dir aus?
Das kann ich nicht sagen. Einer wird mehr bezahlt haben, klar. Und deswegen hat dann einer Recht? Diese Denkbegründung kann ich nicht teilen.
Dann müsste der Uli ja auch ein Engel sein, weil er auch Gutes getan hat.
Ich denke, es ist irrrelevant, weil jeder von uns gezahlt hat und nich zu denen gehört die nie gearbeitet haben, weil sie einfach keinen Bock hatten.
Zum Ehrenamt kann ich sowohl 6 Jahre als Schatzmeiser im Sportverein vorweisen als auch 8 Jahre im Sanitätsdienst. Mag sein, das Du da mehr hast. Auch gut. Dennoch muss ich mich nicht verstecken oder mir Vorwürfe machen. Denn da gibt es ganz andere.
Schade, das Du immer so viel in einen Topf wirfst.

@ARGE geplagt
Es wird kein Problem mit dem Amt geben. Man sieht doch, das jeder mind. einen Widerspruch abbekommen hat. Das ist bereits eingepreist gewesen. Ich gehe aber davon aus, Arbeit zu finden, weil ich dies möchte und anstrebe. Und ich möchte dann nicht die Doppelbelastung Arbeit + GdB Antrag haben. Deshalb wollte ich das vorziehen. Man muss einen GdB nicht immer beim AG angeben. Je nach Höhe. Bei ZAF, sag ich ganz ehrlich, würde ich das allerdings machen.

Sehr interessant finde ich generell, das so viele hier sagen "Der GdB verändert nichts", "bringt nichts" usw., aber alle, die das sagen haben selbst einen. Warum auch immer.
Wenn er mir nicht zusteht, wird das Versorgungsamt schon nein sagen. Und wenn er mir zusteht, dann steht er mir zu.
So einfach ist das. Ich muss nur in der Lage sein das nachzuweisen und dann steht mir das zu. Wenn es also nicht jetzt ausreicht, dann sorge ich dafür das es ausreicht. Und dann wahlweise eigenständig oder mit VdK, Gericht oder was auch immer.
Die ganze Idee zu dem GdB kam übrigens vom JC. Das hatte immer wieder gefragt, ob ich das beantragt habe. Dadurch habe ich mich überhaupt damit befasst. Und dann hat jemand, der einen hat und meine Geschichte komplett kennt mich überzeugt.

Für alles was konstruktiv war, möchte ich mich bedanken.
Es ist eigentlich erstaunlich, das soviel Text noch von sovielen Leuten überhaupt gelesen wurde.
Das ganze Thema scheint brisant, interessant und aktuell zu sein.
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.09.2014, 13:23   #44
Existenzminimum
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.12.2011
Beiträge: 1.798
Existenzminimum Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat:
...Schade, das Du immer so viel in einen Topf wirfst.

Ich bemühe mich eigentlich genau das nicht zu tun. Aber ich gebe auch nicht jedem Absolution für z.B. sein Rentenbegehren. Dazu sehe ich keinen Grund.



Zitat von Gesunder Beitrag anzeigen
Der Unterschied für mich ist aber, das die Säulen der Sozialversicherung vom Otto wirklich ehrenwert entstanden sind mit einer tollen Einstellung. Und die heutigen privaten Versicherungsgesellschaften nur den Gedanken der Gewinne haben.
Sagen wir mal so: die Arbeiterschaft insbes. ihre politische "Vertretung" "musste befriedet werden. So wirklich ehrenwert waren die Motive wohl nicht, aber gut das ist ein anderes (umfangreiches) Thema (oder vielleicht passt es grade doch ?!).

Sicher gibt es Unterschiede zwsichen den staatlichen und nicht-staatliche Versicherungssystemen, das hab ich nicht bestritten. Aber auch viele Gemeinsamkeiten, die grade von den privaten gerne verschwiegen werden, nämlich, dann wenns brenzlig wird mit der Ausführung des „Spekulationsprinzips“: da wird dem vom Makler oder Versicherungs-Agenten Angeworbenen vor Vertragsabschluss mit allen Kniffen und schönen Schautafeln prognostiziert, was für tolle Leistungen das private System vorhält und wieviele günstiger das sei als das (vorgeblich) "marode , veraltete gesetzliche System". Spätestens dann, wenn der Anteil derjenigen, die sich private Versicherungen leisten können oder wollen kleiner wird und/oder umgekehrt der Anteil derjenigen die Leistungen entnehmen größer, kommt die erhellende Einsicht, dass letztlich alle in einem Boot sitzen: sowohl im privaten als auch im staatlichen System muss die Struktur des Versichertenkollektivs stimmen, müssen Einnahmen und Ausgaben aufeinander „abgestimmt“ sein.
Sind die Einnahmen zu gering z.b. (inklusiver wie auch immer vorenthaltener Beiträge) und/oder die Ausgaben zu hoch (inklusive unnötiger, unberechtigter bzw. „gefakter“, (andere sagen „erschlichene“r) Ansprüche, dann bröckelt das Versicherungssystem, JEDES Versicherungssystem. Dazu trägt auch die Einstellung: „was ich einbezahlt habe habe, will ich rausbekommen, plus x“ bei.

Und das ist es was ich deinen Äußerungen u.a. entnommen habe.

Liegt das nun ausschließlich an mir?


Jedenfalls finde/fand ich es bedenklich und ja, das hat was von „Abzockermentatität“ wie ich schrieb.
Auch empfinde ich da einige Widersprüche in deiner Konkretisierung/Erläuterung. So passt z.B. die Erklärung:

Zitat:
..Fest geplant oder beabsichtigt habe ich nie etwas. ...Ich habe ausschliesslich das Verhalten der Versicherungsgesellschaften kopiert. Von denen habe ich das erlernt. Was ist wie wahrscheinlich? Wie wirtschaftlich ist das? usw.
nicht so zu dem hier:

Zitat:
...Und die heutigen privaten Versicherungsgesellschaften (die) nur den Gedanken der Gewinne haben. ...
bzw.schließt es eher zum (sich fast stolz anhörenden) mehr „rausbekommen als eingezahlt haben“ auf.

Sei´s drum.


Zitat:
.. Einer wird mehr bezahlt haben, klar. Und deswegen hat dann einer Recht?

Nein!!; und auf die Versicherung bezogen: wenn ein Versicherungsfall wirklich !! eintritt, eben nicht gefaked, übetrieben ist oder nur weil fähige Anwälte, willige Ärzte und zu allererst der Versicherungsnehmer ihn – u.a aus Kosten-Nutzen-Rechnung - „kreiert“ haben. Dann spielt es auch keine Rolle ob der Versicherungsfall nach dem Tag X (erster versicherter Tag) plus Eins eintritt.


Zitat:
Dann müsste der Uli ja auch ein Engel sein, weil er auch Gutes getan hat.
Allgemein und symbolisch gesprochen: es gibt einen Unterschied zwischen „Robin Hood“ und Uli Hoeness. Kannst du dir vorstellen, was ich meine?


Zitat:
..und nich zu denen gehört die nie gearbeitet haben, weil sie einfach keinen Bock hatten.
Das hab ich so nicht unterstellt.


Das alles auszuführen war zwar nicht von mir geplant und vermutlich ist es dir auch lieber das Eingangsthema bzw. den Threadanlass weiter zu verfolgen. So denn... .
(Auch wenn letztlich die große Themen und Fragen immer hinter den Einzelfällen stehen bzw. unweigerlich damit verbunden sind: Was ist gerecht, was ist solidarisch? Wie verhalte ich mich , was ist [b]mein[b] konstruktiver/destruktiver Beitrag dazu ? Oder unangnehmer:

Wieviel von meinem „Feind“ hab ich in mir selbst?)


In diesem Sinne: Noch einen „solidarischen“ threadverlauf.
Existenzminimum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2014, 11:28   #45
Gesunder->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2014
Beiträge: 21
Gesunder
Standard AW: Wie gegen Ablehnungsbescheid GdB vorgehen?

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Ich bemühe mich eigentlich genau das nicht zu tun. Aber ich gebe auch nicht jedem Absolution für z.B. sein Rentenbegehren. Dazu sehe ich keinen Grund.
Gibt doch keinen Sinn.
1. Hat der GdB erstmal nichts mit Rente zu tun
2. Führen dauerhafte ALGII Leistungen in die Altersarmut
Ich habe da höhere Ansprüche an ein Rentenbegehren.

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Spätestens dann, wenn der Anteil derjenigen, die sich private Versicherungen leisten können oder wollen kleiner wird und/oder umgekehrt der Anteil derjenigen die Leistungen entnehmen größer, kommt die erhellende Einsicht, dass letztlich alle in einem Boot sitzen
Darf ich mal fragen ob Du aus der Versicherungsbranche kommst?
Warst Du mal Versicherungsmakler? Anders kann ich mir nicht erklären, das Du so sehr die privaten Versicherungsgesellschaften verteidigst.
Das machen normalerweise nur Menschen, die damit ihr Geld verdienen oder verdient haben. Und diese Diskussion kommt genau dann auf, wenn ich mit Zahlen bewiesen habe, das deren Angebot schlecht ist, also mathematisch zerlegt habe.

Abgesehen von der Gewinnmaxime findet innerhalb von Versicherungen eine Umverteilung statt. Innerhalb eines Bootes gibt es eben von der Mannschaft bis zum Kapitän alles. Es ist eben nicht alles gleich.

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Sind die Einnahmen zu gering z.b. (inklusiver wie auch immer vorenthaltener Beiträge) und/oder die Ausgaben zu hoch (inklusive unnötiger, unberechtigter bzw. „gefakter“, (andere sagen „erschlichene“r) Ansprüche, dann bröckelt das Versicherungssystem, JEDES Versicherungssystem. Dazu trägt auch die Einstellung: „was ich einbezahlt habe habe, will ich rausbekommen, plus x“ bei.
Das ist richtig. Aber wer sich für ein Produkt entschieden hat, seine Prämien zahlt und dann seine Pflichten einhält hat nunmal einen Rechtsanspruch. So einfach ist das. Und auf den verzichtet man nicht. Sonst hätte man sich kein Produkt aussuchen müssen. Ich bin halt kein Ja-Sager, der seinem Makler blind vertraut. Ich bin mein eigener Makler. Das ist natürlich in der Versicherungsszene garnicht gewünscht. Das sind die schlimmsten Kunden! Weil die Betrüger kann man verklagen. Aber an die rechtskonformen kommt man nicht ran. Weiterhin bin ich weder bereit für eine Gesellschaft deren "Damenbesuche" zu finanzieren, noch die Managergehälter.
Schieflagen kommen bei privaten Versicherungsgesellschaften eher durch falsches wirtschaften.

Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Auch empfinde ich da einige Widersprüche in deiner Konkretisierung/Erläuterung.
Was passt da nicht? Die Versicherungsgesellschaft kalkuliert einen Plangewinn ein und ich auch. Und beide können sich nicht sicher sein, das es so kommt. Aber man wettet auf eine Wahrscheinlichkeit. Der eine sagt es passiert und der andere sagt, das es nicht passiert. Die Versicherung hat nur den Nachteil. Deren Statistik basiert auf viele. Und ich kann mich bei meiner Risikoabwägung auf mich und ganz speziell mein Leben konzentrieren.
Wenn ich falsch wette, muss ich aus eigener Tasche zahlen. Dann hab ich keine Versicherung und fertig. Bisher ist aber eher der umgekehrte Fall eingetreten. Z.B. ein Haftpflichtschaden, der aber so klein war, das ich ihn privat bezahlt habe. Warum? Weil die Haftpflicht für dicke Dinger da ist, die ich alleine nicht stemmen kann. Aber nicht für Bagatelle. Eine Versicherung muss also sogar bei mir nicht immer zahlen. Ich bin Gift für jeden Versicherungsverkäufer. Das weiß ich. Nach meiner Exceltabelle gehen den die Produkte aus. Aber wenn eine garantierte Verzinsung unterhalb der Inflation liegt und die garantierte Auszahlung ohnehin geringer ist als die Einzahlung, dann "solidarisieren" sich nur die Dummen.
Ist doch jedem seine Entscheidung! Ist nich verboten und hat nicht was mit abzocken zu tun, sondern mit einer Wirtschaftlichkeitsanalyse für die persönlichen finanziellen und absicherungstechnischen Verhältnisse.


Zitat von Existenzminimum Beitrag anzeigen
Allgemein und symbolisch gesprochen: es gibt einen Unterschied zwischen „Robin Hood“ und Uli Hoeness. Kannst du dir vorstellen, was ich meine?
Leider nicht. Vielleicht magst Du mir Deinen Gedankengang noch verraten.

Das es mit bei der Threaderstellung um den GdB ging und nicht um Versicherungen, das stimmt.
Und das ich quasi ein Teil von meinem "Gegenüber" habe, das stimmt auch.
Wenn man etwas kopiert, übernimmt man fremdes.
Vieles meines Verhaltens habe ich auch aus der Arbeitswelt. Nur das ich das nun nicht mehr für eine Firma mache, sondern für mich selbst anwende.
Das ist nicht immer solidarisch. Aber wenn man genügend oft abbekommen hat, hat man irgendwann genug davon immer nur die Wange hinzuhalten.
Denn so hinterfragend kommt man natürlich nicht auf die Welt. Und so wird man auch nicht von den Eltern erzogen. Das hat die Geschäftswelt aus mir gemacht. Leider ist die Welt nicht nur schön und grün. Auch wenn es heißt "alle Menschen sind gleich".
Es ist nur auf dem Papier so. LEIDER!!!
Gesunder ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Stichwortsuche
ablehnungsbescheid, gdb, vorgehen, widerspruch

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid DasGeht Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 11 15.02.2013 23:26
Repression - Vorgehen gegen SB? Jenni Vier Allgemeine Fragen 47 27.01.2012 22:15
Was tun bei Widerspruch gegen Ablehnungsbescheid gegen Förderung aus Vermittlungsbudg Feele Allgemeine Fragen 3 04.12.2009 21:46
Gegen EGV vorgehen HipTop Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 36 30.09.2009 23:44
Ablehnungsbescheid gegen meinen Widerspruch zur überbetrieblichen Ausbildung Jesaja Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen 4 11.09.2009 17:42


Es ist jetzt 23:11 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland