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Start > > -> EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

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Alt 28.07.2017, 17:28   #26
Doppeloma
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Ausrufezeichen AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Hallo Caye,

Zitat:
Gestern war der Termin bei der Anwältin. Sie hat klar gesagt, dass der Widerspruch ein Versuch ist und sie für nix garantieren kann. Ist mir ja auch klar.
Das hört sich zumindest seriös an, wenn sie nicht zu euphorisch irgendwelche "Erfolgsgarantien" abgeben möchte.

Zitat:
Pünktlich für den Termin kam vorgestern dann meine Antwort auf Widerspruch und Antrag auf Akteneinsicht und damit das einseitige sozialmedizinische Gutachten, das nach Aktenlage (definitiv auf dem Rehabericht und evtl. einem GA der AfA basierend, das ist weiterhin unklar, aber auch egal, ich weiß ja, dass meine Behandler nicht angeschrieben wurden).
Auf den Reha-Bericht hat es garantiert aufgebaut, finden sich denn darin auch konkrete Hinweise (und Begründungen) warum man nun annehmen muss, dass du bereits seit Beginn der AU als EM anzusehen bist ???

Das ist ja genau der Knackpunkt auf den in ALLEN weiteren Nachforschungen zu achten sein wird, weil daran die Ablehnung festgemacht wird.

Zitat:
Die Anwältin nimmt nun weitere Akteneinsicht, wobei ich da auch nichts Spannendes erwarte - mehr Pflichtmonate kann ich nicht aus dem Hut zaubern und die Berechnung, welcher Zeitraum betrachtet werden muss, wurde mir schon in dem Schreiben aufgeschlüsselt und das ist ja auch alles korrekt. Es hängt allein am Datum, zu dem der Versicherungsfall eingetreten ist.
So fängt sie schon mal sehr gut an, ob es da doch noch "spannende" Erkenntnisse geben wird, solltest du zunächst mal ihr überlassen, ich denke schon, dass sie wissen wird wonach konkret sie zu suchen hat.

Bereits die Tatsache, dass von deinen Ärzten bisher nie Jemand dazu angeschrieben wurde ist ein wichtiger Punkt, dass die DRV ihren "Untersuchungsauftrag" (nach § 20 SGB X) sträflichst vernachlässigt hat.

Wer bitte sollte denn besser als deine behandelnden Ärzte beurteilen können wann ca. absehbar war, dass du zumindest vorläufig als Erwerbsgemindert anzusehen bist.

So sollten sie bei ihren Äußerungen (auch später erst für das gericht) schon darauf achten, wie sie deinen Zustand bei Beginn der AU eingeschätzt haben und ab wann den Erkenntnissen in der Reha oder beim Med. Dienst der DRV zugestimmt werden muss.

Hattest du denn in die Reha Berichte von deinen Ärzten mitgenommen ???

Zitat:
Ich habe den Rehabericht nochmal genau gelesen, implizit steht in diesem sogar drin, dass die Erwerbsunfähigkeit erst in der Reha mit der Entscheidung für einen Behandlungsweg entstanden ist, was auch durchaus den Tatsachen entspricht.
Das mag ja sein aber auf welche medizinischen Unterlagen stützten sich denn die dortigen Erkenntnisse, üblicherweise bringt man ja Diagnosen schon irgendwie mit in eine Reha, sonst kann das ja gar keine gezielte Maßnahme werden ...

Zitat:
Praktischerweise hat die DRV von sich aus keine Frist gesetzt, bis zu der sie die Begründung des Widerspruchs haben wollen. Das ist ganz gut, da ein Teil der Behandler, von denen ich nun für den Widerspruch Aussagen sammeln werde, erst im Oktober wieder erreichbar ist.
Diese Aussagen deiner behandelnden Ärzte zu sammeln und zu sichten ist (und war bereits im Antragsverfahren) die Aufgabe der DRV, dafür bekommen die schließlich eine umfassende Schweigepflichtentbindung.
Um die eigenen Reha-Berichte aus dem Archiv zu holen, dafür ist die nicht erforderlich.

Ob für deren ÄD auch "Gutachten" von MDK und AfA ausgewertet wurden, muss ja in deiner Renten-Akte auch verzeichnet sein, gehört eigentlich mit in die Stellungnahme des sozialmedizinischen Dienstes der DRV wenn es denn so wäre ...

Eine gesetzliche Frist für die Begründung gibt es ja auch nicht, üblicherweise versucht die DRV aber damit oft schon wieder Druck auf den Antragsteller auszuüben ...

Zitat:
Neben dem Facharzt, der mich schon lange behandelt und auch AU geschrieben hat, und meinem Therapeuten werde ich auch versuchen, seitens der Rehaklinik die o.g. implizite Äußerung im Rehabericht nochmal deutlich und auf den Punkt gebracht zu bekommen. Gerade das wäre natürlich richtig super.
Da habe ich meine Zweifel, dass die Reha-Klinik sich dazu jetzt noch weiter äußern möchte, da bist du letztlich auch nur "ein Fall von Vielen" gewesen und für die Klinik ist das abgeschlossen wenn die Reha beendet ist.

Zitat:
Nächste Woche setze ich meinen Facharzt auf einen Text dazu an, der ist damit immer sehr fix. Vermutlich wird es dann aber bis Oktober dauern, bis wir den Widerspruch komplett begründen können, da ich weiteren Papierkram erst dann bekommen kann.
Deine Ärzte sind dazu gar nicht zu verpflichten, unsere haben immer abgelehnt dafür "extra was zu schreiben", sie waren der Ansicht, dass es Aufgabe der DRV ist sie anzuschreiben, wenn sie was genauer wissen wollen, dann sind sie auch gerne bereit das zu tun.

Es hat IMMER den "Geruch der Gefälligkeit", besonders wenn man üblicherweise dafür auch noch privat bezahlen muss ...
So ganz unrecht hatten unsere Ärzte damit wohl auch nicht, wenn ich die Ergebnisse von manchen Usern lese, wo das auch NICHTS gebracht hat was die Ärzte geschrieben hatten.

Zitat:
Ich hoffe mal, die DRV quengelt in der Zeit nicht zu sehr herum - aber da wird sich dann ja die Anwältin drum kümmern.
Richtig und (aus meiner Sicht) sollte sie (nach der Akteneinsicht) viel Druck auf die DRV ausüben, dass die zunächst mal ihrer gesetzlichen Pflicht nachkommen, deinen Gesundheitszustand und die konkrete Entwicklung seit Beginn der AU komplett dort zu überprüfen, wo sie es bisher versäumt haben ... bei deinen behandelnden Ärzten.

Das kann auch Bedeutung für ein nachfolgendes Klageverfahren haben, wenn sie bereits eindringlich die Nachholung dieser Verpflichtung angemahnt hatte bei der DRV und die das trotzdem nicht für nötig halten wollen und den Widerspruch einfach ablehnen, weil sie meinen das könne ihre Ansichten auch nicht ändern.

Zitat:
Gibt es eigentlich irgendwo die Möglichkeit, finanzielle Hilfe für die Kosten dieses Papierkrams zu bekommen?
Ich denke nicht, dass du darauf aus dem SGB II irgendwelche Leistungen bekommen kannst, dieses Verfahren zu betreiben ist letztlich dein "Privatvergnügen" und mit anwaltlicher Unterstützung (auf Beratungshilfe oder Rechtsschutz ?) entstehen dir (eigentlich) keine besonderen Zusatzkosten.

Was du trotzdem kostenpflichtig machen willst, muss dir Niemand ersetzen, auch später nicht die DRV, die brauchen auch nur Kosten erstatten, die unbedingt erforderlich waren, um deine Rechte durchsetzen zu können.

Selbst beschaffte Stellungnahmen der behandelnden Ärzte gehören in der Regel NICHT dazu, denn diese Ermittlungen (in ALLE Richtungen) hat die DRV zu machen, das ist gar nicht deine Ausfgabe.

Zitat:
Bei erfolgreichem Widerspruch bzw. erfolgreicher Klage würde das dann irgendwann einmal die DRV übernehmen, ansonsten ist es aber mein Problem, oder?
Sollte es noch zur Klage kommen müssen, wird das SG ohnehin ALLE deine Ärzte selbst anschreiben, das weiß ich aus meinem Verfahren, denn bis dahin hatte die DRV das auch nicht für nötig gehalten, es gab also keinerlei Anfragen an meine Ärzte im Antrags- und Widerspruchs-Verfahren.

Auch die DRV-"Gutachter" stützten sich NUR auf den (positiven) Reha-Bericht der bereits mehr als 1 Jahr zurück gelegen hatte als ich den Renten-Antrag gestellt habe.

Wie oben schon beschrieben hat man mich trotzdem nicht für EM (schon gar nicht ab Beginn der AU) erklären wollen (die lief da schon 1,5 Jahre), dafür musste der Richter dann erst noch neue Gutachten beauftragen.

Darauf sollte deine Anwältin in diesem Falle dann auch besonderen Wert legen, wenn es nicht doch noch zur Anerkennung des Widerspruches kommen sollte, die Einlassungen deiner Ärzte (die vielleicht noch dein Geld kosten) werden die DRV NICHT von ihrer Meinung abbringen können.

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 28.07.2017, 23:28   #27
Caye
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 10.03.2011
Beiträge: 713
Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Huhu Doppeloma,

im sozialmedizinischen Gutachten steht nicht, auf welchen Daten er basiert. Da steht nur drin, dass die Aktenlage ausreichend sei, um eine Begutachtung nach Aktenlage zu erstellen. Dementsprechend ist das schon der Ansatzpunkt, an den man ran muss - da ich ja von meinen Ärzten weiß, dass sie nicht angeschrieben wurden, kann die Basis nur der Rehabericht und evtl. das Gutachten der AfA sein.

Eine Begründung, warum man nach Aktenlage davon ausgehen könne, dass der Leistungsfall zu Beginn der AU eingetreten sein soll, steht dort auch nicht - nur, dass es so ist.

Das "Gutachten" besteht aus gefühlt drei Sätzen.

Die Anwältin meinte schon, dass es gut sei, direkt etwas von den Ärzten beilegen zu können. Aber auch dazu werde ich ja zumindest von meinem Facharzt nächste Woche etwas hören, der ist ja auch nicht das erste Mal in ein Rentenantragsverfahren involviert. Was die Kosten betrifft, macht er sowas erfahrungsgemäß eh umsonst - musste ihn neulich auch dazu zwingen, mir ne Rechnung für die dämliche Wegeunfähigkeitsbescheinigung auszustellen (da wollte ich einfach aus Prinzip, dass das JC das bezahlt, hat der Arzt dann auch eingesehen).

Bin bzgl. Aussagen der Ärzte aber gerne noch für weitere Meinungen offen. Meinungen kann man ja nicht genug haben.

mfg,
Caye
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Alt 01.08.2017, 00:52   #28
Hamilkar
Elo-User/in
 
Registriert seit: 13.12.2010
Beiträge: 220
Hamilkar
Standard AW: EM-Rentenantrag - ab wann darf ich ungeduldig werden?

Zitat von Caye Beitrag anzeigen
ich bin Mitte 30. Habe nach der Schule ein FSJ gemacht, dann ziemlich lang (und leider erfolglos - war ja eigentlich schon immer krank) studiert und dann mit 30 eine Ausbildung angefangen. Sozusagen letzte Hoffnung. War eigentlich klar, dass das nicht klappen würde, aber für den Rentenanspruch war es ganz gut so.
...was für Krankheiten sind das denn, auf der sich der Rentenanspruch begründen soll?

und unabbhängi davon, bei dem Lebenslauf wird -wenn überhaupt- die Rentenhöhe zienmlich sicher unter Grundsicherung liegen, also H4.
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