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Start > > -> Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 12.01.2018, 07:58   #26
Rotten
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Zitat von FrauRossi Beitrag anzeigen
Ja...“aufrechterhalten“ aber nur, wenn der Gesundheitszustand der die Erwerbsminderungsrente begründet, eindeutig davor liegt. Jetzt mal angenommen jemand war berufstätig, erkrankt und beantragt dann Erwerbsminderungsrente und landet dann in Hartz4 ( passiert ja oft, dass es halt paar Jahre dauert).
Aber nicht, wenn jemand jahrelang Hartz4 bezieht und dann erkrankt und dann Erwerbsminderungsrente beantragt. Wenn die TS sich auch eine Krankheit bezieht, die sie 2010 bekommen hat, was auch nachweisbar sein muss, dann muss sie von 2005-2010 3 Jahre eingezahlt haben,das heiß Gehalt, Krankengeld oder ALG1 bzw 2
Hallo Frau Rossi,
sie notwendigen Versicherungszeiten wurden erfüllt. Das wurde uns damals sogar ausgerechnet.

Die Krankheit, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nach offensichtlich unsauberer Allerwelts-OP ist voll dokumentiert, sowie die ganzen mechanischen Ausfälle.

Nur eben hasst sie es zum Arzt zu gehen, sie macht um die Leute immer einen Bogeb, besonders auch nach der misslungenen Allerwelts-OP.

Selbst jetzt weigert sie sich noch.
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Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm. Beim Nazi ist es andersrum!
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Alt 12.01.2018, 08:33   #27
Domino
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Domino Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Da ich im Momet gegen die DRV am klagen bin, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass eine regelmäßige Behandlung für das Gericht von großer Bedeutung zu sein scheint.
Denn alle meine Fachärzte wurden vom Gericht angeschrieben und mussten sieben Fragen beantworten. Unter anderem der regelmäßige Behandlungszeitraum, die Behandlungsmethoden, und wie die Krankheiten sich auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Du siehst, eine regelmäßige Behandlung ist sehr wichtig. Ebenso eine durchgehende Krankschreibung.
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Alt 12.01.2018, 08:38   #28
Rotten
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo Rotten,

Mit Einbürgerung kenne ich mich nicht aus und habe keine Ahnung zu welchem Zwecke man da überhaupt vom Gesundheits-AMT begutachtet wird.
Hall o Doppeloma , ich grüße Dich ganz herzlich

Zum Thema: Es ging damals um einen sozialvers.pflichtigen Niedriglohnjob, der aber nicht genug zum leben abwarf für die Ausländerbehörde, so dass die ABeh. auf stur stellte und sie nicht einbürgern wollte, obwohl sie schon so viele Jahre in der BRD lebt. (Der Richter hat damals später die AB voll auf den Topf gesetzt und zur Schnecke gemacht)

Zitat:
Vermutlich jedenfalls nicht zur Feststellung von Erwerbsminderung im Sinne des Rentenrechtes.
Zudem wäre ja dann die Frage zu stellen, warum sie damals keine EM-Rente beantragt hat wenn es ihr da auch schon so schlecht gegangen ist.
Unwissen, "nervig","Stress, ich will meine Ruhe" und die scheinbare Ruhe vor dem JC, das sie wirklich viele Jahre lang gar nicht vorlud, um dann völlig überraschend voll "zuzuschlagen".

Zitat:
10 Jahre alte Gutachten für ganz andere Behörden und Zwecke haben dafür aktuell sicher KEINE besondere Bedeutung mehr.
Daran dachte ich auch. Aber mehr ist ja nicht da.

Zitat:
Was soll die KK denn der DRV mitteilen können wenn dort nachgefragt wird nach AU-Zeiten und den Diagnosen dafür ... dann schreiben die "Bei uns liegen keine AU-Zeiten vor" ...
Ja, ist alles so. Mittlerweile geht es uns rationalerweise auch nur mehr darum, für sie, wenn sie schon keine EM REnte bekommt, möglichste viel Einschränkungen für den Arbeitsmarkt zu bekommen.

Ich ahbe keine Ahnung, ob/was in dem Gutachten darüber steht. Auf dem offiziellen Schrieb steht eben nur das Allgemerine, Ü6 h arbeitsfähig af dem Allgemeinen Arbeitsmarkt zu den üblichen Bedingungen in "irgendeinem Job" (letztere Bezeichnung steht wirklich so drin)

Daher will ich dieses Gutachten anfordern, was also an Einschränkungen drin steht.
F A L L S das ok WÄRE, könnte es sein, die Sache nicht weiterzuverfolgen. Wenn aber drinstünde, sie könne vollzeitig im 3 Schicht System in jeder Fabrik anfangen (mit Ende 50....), dann müsste man dagegen ankämpfen.

Zitat:
Auf die "Gutmütigkeit" einzelner Behörden-Mitarbeiter sollte man sich NIE verlassen, das kann sich immer schnell mal ändern wenn der SB ausgetauscht wird früher oder später.
Allerdings...

Zitat:
Diese SB werden auch von der DRV NICHT gefragt, ob deine Schwester krank war oder gesund, sie könnten auch nur Auskunft geben, dass eine AU-Bescheinigung vom behandelnden Arzt NIEMALS vorgelegt wurde ... mehr könnten / dürfen sie als Arbeitsvermitttler auch gar nicht beurteilen.

Das man sie nie in Arbeit vermittelt hat, bedeutet ja nicht zwangsläufig (für die DRV), dass es wegen Krankheit auch nicht möglich war, was beim JC so läuft interessiert die DRV ohnehin nicht sonderlich.

Denen ist aber schon bewusst, dass die JC häufig versuchen über EM-Rente die LE los zu werden, mit denen sie selber nichts anfangen können, weil es nicht möglich ist sie in Arbeit zu bringen (jedenfalls nicht mit den bisherigen Mitteln).

Je älter die LE werden und je länger sie schon Hartz 4 beziehen umso schwieriger wird das natürlich und dann sehen die JC es als "angebracht" an, die EM-Rente beantragen zu lassen.

Die DRV ist aber nicht dafür zuständig die Unfähigkeit der JC bei der Arbeitsvermittlung mit EM-Rente "auszubügeln", man hat es ja bei deiner Schwester offenbar niemals erst versucht damit.
Interessante Hintergrundaufklärung, dank Dir dafür!!

Zitat:
Wie hat man sie denn konkret dazu aufgefordert, in der Regel ist da auch erst eine längere AU-Zeit erforderlich, um das rechtmäßig begründen zu können, vermeintlich "gesunde" LE darf man dazu gar nicht auffordern ???
Sie hatte bei den Vorladungen später dargelegt, dass sie "nicht kann" und auch Atteste vom Hausarzt vorgezeigt, der sie für U3h arbeitsfähig hielt.

Wie ich übrigens eben am Telefon von diesem Hausarzt erfahren habe, hatte der in seiner Stellungnahme von einer stark eingeschränkten Arbeitsfähigkeit geschrieben.
Das ungefähr ist auch das, was ich denke.

Zitat:
Wie hat sie denn medizinisch im Antrag begründet, dass sie EM-Rente bekommen sollte, danach wird doch gefragt, auch danach ob und wie lange man schon AU geschrieben ist ???
Ist jetzt hier im Forum nicht so gut zu schreiben, da sehr privat.
Aber generell mit den vorliegenden dokumentierten Krankheiten und ihrer Arztphobie, die sie niemals zum Doc gehen lassen.

Zitat:
Darum frage ich ja welche medizinischen Unterlagen (Befunde / Berichte muss es ja gegeben haben und sei es vom Hausarzt) bei der Antragstellung oder auch später bei der DRV eingereicht wurden.
Ein batzen, aber eben nicht sehr aktuell...

Zitat:
Irgendwo her muss ja die DRV was bekommen haben, dass es psychische Probleme gibt, ganz "aus den Fingern saugen" die sich das ja auch nicht.
Sie war bei einer alten Psychiaterin, die mittlerweile allerdings verstorben ist, vor etwa 3 Jahren.Diese altmodische Praxis hat auch niemand mehr übernommen.

Zitat:
Wurde denn der Hausarzt nun (im Rentenverfahren) angeschrieben oder nicht und hatte der vielleicht weitere Unterlagen ... nur woher denn wenn sie sonst bei keinem Arzt gewesen ist ...
Ja, siehe oben.

Wie gesagt, es gibt Befunde, aber eben ältere. Nur der HA konnte die Sache aktueller beschreiben, ihm vertraut sie als einzigem Doc und da geht sie auch (selten) von selber hin.
Aber selbst mit ner 39 Grad Grippe rennt sie noch arbeiten, "sind ja nur 2 Stunden"...

Zitat:
Ein wenig objektiv muss man da schon bleiben, die DRV kann auch nur anfordern und auswerten, was auch irgendwo vorhanden ist ...

Ob der Psychiater auch körperliche Krankheiten beurteilt hat wisst ihr ja erst wenn das Gutachten euch vorliegt, dann MUSS der auch begründen können, wie er darauf gekommen ist ohne Facharzt-Unterlagen.

Ansonsten hat man Argumente für die Widerspruchsbegründung, denn in der Regel muss sich ein Gutachter auf sein Fachgebiet beschränken, das sieht die DRV allerdings nicht so "verbissen" wenn er es nicht macht.

Dann stellen die natürlich gerne Vermutungen an, je nachdem was deine Schwester dort so alles zu ihren anderen Leiden erzählt hat.

Da waren wir ja ALLE nicht dabei, du wahrscheinlich auch nicht ...
Sie erzählte hinterher, sie konnte dem Gespräch nicht immer folgen, war absolut totmüde und genervt von dem Doc.
Ihr deutsch ist nach Schulnoten 4 etwa, und sie macht den Eindruck, sie verstünde immer alles, was in Wahrheit so wirklich gar nicht ist....

Ich denke, sie hat sehr vieles von dem, was sie hätte sagen wollen, nicht ausdrücken können und es dann eben gelassen.
(Unsere Sprache ist eben keine Weltsprache..., die dann Jeder irgendwie verstünde)

Ja, sie hat viele Fehler im Vorfeld gemacht, aber wer denkt schon an EM REnte, Gutachten und sowas....


Zitat:
Jede Menge "Arbeitseinschränkungen" waren in meinem Ablehnungs-Bescheid auch schon aufgeführt und die waren sogar alle auch medizinisch und fachärztlich belegt.
Das wäre dann Glück im Unglück für uns.
Denn dann wäre sie für das JC ja wenigstens vollkommen unvermittelbar und sie hätte wohl wieder Ruhe als Karteileiche.. (Unser Strohhalm, versteh` es nicht falsch) vor diesen Nachstellungen und Dauervorladungen.
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Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm. Beim Nazi ist es andersrum!

Geändert von Doppeloma (12.01.2018 um 14:58 Uhr) Grund: Zitatcodes korrigiert / Beitrag geordnet
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Alt 12.01.2018, 08:59   #29
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

PS: Wie wäre es, mit dem "verschlossenen Arbeitsmarkt" zu argumentieren, der zwar keinen Abschied vom JC bringt, aber trotzdem eine gewisse Entlastung ist?

Tatsächlich ist es für sie so, dass sie aufgrund fehlender Ausbildung und schlechter deutscher Sprache(sie kam erst viele ,viele Jahre nach mir nach Deutschland) kaum einen anderen Job als diese Hilfstätigkeit machen KANN, die aufgrund körperlicher Einschränlungen aber mitnichten auf 6+h am Tag ausgeweitet werden kann, was man zur Not auch noch jetzt nachweisen kann.
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Alt 12.01.2018, 16:34   #30
Doppeloma
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Frage AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Hallo Rotten,

bitte schau dir deine Antworten mal in der Vorschau an VOR dem "Senden", es ist echt anstrengend das meist erst sortieren zu müssen ... und (eigentlich) "muss" ich das auch nicht ...

Aber wenn ich dir antworten will, dann ist mir das so zu unübersichtlich ... ich bekomme ja auch nicht nur "aus Versehen" die EM-Rente ...

Zitat:
Zum Thema: Es ging damals um einen sozialvers.pflichtigen Niedriglohnjob, der aber nicht genug zum leben abwarf für die Ausländerbehörde, so dass die ABeh. auf stur stellte und sie nicht einbürgern wollte,.....
Das ist ja dann eher KEIN geeignetes Gutachten, um ihre Erwerbsminderung (10 Jahre später) nachweisen zu können, wenn es damals darum ging, ob sie in D arbeiten gehen DARF (so verstehe ich das jetzt gerade) ...

Zitat:
Ja, ist alles so. Mittlerweile geht es uns rationalerweise auch nur mehr darum, für sie, wenn sie schon keine EM REnte bekommt, möglichste viel Einschränkungen für den Arbeitsmarkt zu bekommen.
Diese konkreten Einschränkungen für das JC hat aber der ÄD des JC festzustellen und für die SB zu "begutachten", dafür ist weder der Hausarzt noch die DRV zuständig.

Es gibt auch dafür gesetzliche Regelungen im SGB II = § 10 die Zumutbarkeit von Arbeits-Angeboten (besonders gesundheitlich) hat das JC SELBER zu prüfen !!!

Zitat:
Ich ahbe keine Ahnung, ob/was in dem Gutachten darüber steht. Auf dem offiziellen Schrieb steht eben nur das Allgemerine, Ü6 h arbeitsfähig af dem Allgemeinen Arbeitsmarkt ...
Das genügt ja auch völlig um die EM-Rente ablehnen zu können, was du da erwartest an konkreten Hinweisen, werdet ihr auch im Gutachten NICHT finden können.

Für die sonstige Klärung der Leistungsfähigkeit am Arbeitsmarkt ist die Arbeitsvermittlung (AfA und JC) zuständig und NICHT die Rentenkasse.

Zitat:
Daher will ich dieses Gutachten anfordern, was also an Einschränkungen drin steht.
F A L L S das ok WÄRE, könnte es sein, die Sache nicht weiterzuverfolgen. Wenn aber drinstünde, sie könne vollzeitig im 3 Schicht System in jeder Fabrik anfangen (mit Ende 50....), dann müsste man dagegen ankämpfen.
Der Gutachter sollte aber die Erwerbsfähigkeit nach Renten-Recht beurteilen und NICHT die allgemeinen gesundheitlichen Einschränkungen für die Vermittlung durch das JC ...

Ob sie "in einer Fabrik" arbeiten könnte, hat der ärztliche Dienst der Arbeitsvermittlung zu prüfen und den SB für die "geeignete" Vermittlung mitzuteilen.

Was ein Gutachter (im Auftrag der DRV) für die EM-Rente so schreibt geht das JC GAR NICHTS an, das ist zur Verwendung bei der DRV vorgesehen und nicht für das JC ...

Die hat nur zu interessieren, dass aktuell der Antrag auf EM-Rente abgelehnt wurde und eine Erwerbsfähigkeit im Vollzeit-Bereich gegeben sein soll.

Zitat:
Sie hatte bei den Vorladungen später dargelegt, dass sie "nicht kann" und auch Atteste vom Hausarzt vorgezeigt, der sie für U3h arbeitsfähig hielt.
Solche Atteste haben in den SB-Händen GAR NICHTS verloren, die SB müssen dann eine Untersuchung beim JC-ÄD veranlassen und DORT gibt man (möglichst aktuelle) medizinische Unterlagen ab oder nimmt sie zum Untersuchungstermin mit.

Der Hausarzt hat auch nicht zu entscheiden, ob Jemand EM sein könnte oder nicht, das ist NUR Aufgabe der DRV und in der Regel MUSS VORHER ein "Gutachten" beim JC gemacht werden und danach kann erst ein Antrag auf EM-Rente (schriftlich) von den SB verlangt werden.

Da wurden überall schon die regulären Wege NICHT korrekt eingehalten, das "fällt deiner Schwester jetzt ALLES komplett auf die Füße"...

Zitat:
Aber generell mit den vorliegenden dokumentierten Krankheiten und ihrer Arztphobie, die sie niemals zum Doc gehen lassen.
Auch solche Phobien muss man beweisen können, in der Regel wird man ja nicht bei jedem Arzt operiert, dass man solche schlechten Erfahrungen direkt auf alle Ärzte ausdehnt.

Auf Ärzte ist man aber angewiesen wenn man Anträge an Behörden stellt, deren Entscheidungen absolut NUR vom (vorwiegend aktuellen) Gesundheits-Zustand abhängig sind.

Die Angabe an einer Ärzte-Phobie zu leiden genügt da nicht ganz, um seine eigenen "Diagnosen" als verbindlich anzusehen und anerkannt zu bekommen.

Kann dir dafür gerne auch ein Beispiel nennen, mich hat eine Phobie ohne Nachweis vom Psychiater mal viel zusätzliches Geld beim Zahnarzt gekostet.

Habe kein Problem damit das hier zu schreiben, hier kennt mich ja Keiner persönlich ... schon seit der Kindheit habe ich Horror vor Zahnärzten, keineswegs unbegründet aber beweisen kann ich das NICHT.

Aber das hat mein Gebiss mir irgendwann mehr als übel genommen und ich fand dann mal (in letzter Verzweiflung deswegen) einen Zahnarzt der sich sehr verständnisvoll meiner angenommen hat, OHNE besonderes Theater um meine "Versäumnisse" zu machen.

Wir konnten uns dann (nach mehreren Gesprächs-Terminen und reiner "Sichtkontrolle") darauf einigen, dass er alle Schäden (aus über 20 Jahren) möglichst in einer Sitzung und unter Voll-Narkose beseitigen wird, sonst wäre ich wohl von seinem Stuhl gesprungen ...

Die KK hat das allerdings NICHT so (mit Vollnarkose) übernommen, hätte erst ein Gutachten gebraucht, dass es "medizinisch auch notwendig sei" ... wegen schwerer ZA-Phobie ...

Ich habe das dann lieber "auf Raten abgestottert", es war schon Horror für mich, das nun wieder einem anderen (unbekannten) Arzt beibringen zu müssen (damit die KK diese Kosten vielleicht mit übernehmen würde) ... es gibt bis heute KEINEN Nachweis darüber bei irgendeinem anderen Arzt ...

Davon weiß nicht mal mein Psychiater was, von dem ich fast 4 Jahre behandelt und AU geschrieben wurde, allerdings bekommt man deswegen auch keine EM-Rente, also war das dafür auch völlig unwichtig.

Inzwischen bin ich (relativ) regelmäßig zur Kontrolle bei "meinem" ZA, auch wenn der jetzt 400 km weit weg ist nach unserem Umzug, bisher konnte er (und ICH) zufrieden sein mit seinem "Werk" ...

Bei ihm fühle ich mich gut aufgehoben aber einen ZA hier am neuen Wohnort habe ich auch noch nicht gefunden, zu dem ich das gleiche Vertrauen haben würde ... ich suche allerdings auch nicht besonders "fleißig" danach ...

Zitat:
Wie ich übrigens eben am Telefon von diesem Hausarzt erfahren habe, hatte der in seiner Stellungnahme von einer stark eingeschränkten Arbeitsfähigkeit geschrieben.
Das ungefähr ist auch das, was ich denke.
Der Arzt deiner Schwester darf dir übrigens auch nur Auskünfte geben wenn sie ihn dafür von der Schweigepflicht entbunden hat und seine Stellungnahme für die DRV kann deine Schwester auch als Kopie von ihm verlangen.

Eine stark eingeschränkte "Arbeits-Fähigkeit" hat auch NICHTS mit bestehender Erwerbsminderung (nach Rentenrecht) zu tun, da kommt es tatsächlich immer auf die genaue Wortwahl an, auch bei den angeschriebenen behandelnden Ärzten.

Die wissen das oft selber nicht wie konkret sie das bezeichnen und beschreiben müssen, damit es bei der DRV auch dann richtig verstanden und eingeordnet wird ...
Ist ja im Grunde auch nicht ihr "Tagesgeschäft" zwischen AU (Arbeits-Unfähigkeit = KK-Recht) und EM (Erwerbs-Minderung = Rentenrecht) genau unterscheiden zu können ...

Darum wird die Erwerbsfähigkeit ja auch von der DRV (verbindlich) geprüft und NICHT von Hausarzt oder JC schon abschließend zu beurteilen sein.

Zitat:
Nur der HA konnte die Sache aktueller beschreiben, ihm vertraut sie als einzigem Doc und da geht sie auch (selten) von selber hin.
Aber selbst mit ner 39 Grad Grippe rennt sie noch arbeiten, "sind ja nur 2 Stunden"...
Eingeschränkt Arbeitsfähig zu sein genügt aber nicht für die DRV und wenn sie sogar arbeiten geht (wie viele Stunden ist da zunächst mal egal), beweist sie doch selber, dass es möglich ist ...

Davon sollte ja das JC informiert sein, sie muss ja zusätzliches Einkommen dort auch melden und so verstehe ich noch weniger wie man sie dort zur EM-Rente auffordert mit Arbeit und ohne AU-Bescheinigung.

Wie schon oben erwähnt sind die gesundheitlichen Grenzen für die Arbeits-Vermittlung vom JC (bei deren ÄD war sie vermutlich noch nie ???) zu klären, das ist nicht Aufgabe der DRV ...

Zitat:
Sie erzählte hinterher, sie konnte dem Gespräch nicht immer folgen, war absolut totmüde und genervt von dem Doc.
Ihr deutsch ist nach Schulnoten 4 etwa, und sie macht den Eindruck, sie verstünde immer alles, was in Wahrheit so wirklich gar nicht ist....
Warum wurde das nicht vorab geklärt, dass sie Probleme (Verständnisschwierigkeiten) hat, dann hätte ein Dolmetscher / Übersetzer dabei sein MÜSSEN ...

Zitat:
Ich denke, sie hat sehr vieles von dem, was sie hätte sagen wollen, nicht ausdrücken können und es dann eben gelassen.
(Unsere Sprache ist eben keine Weltsprache..., die dann Jeder irgendwie verstünde)
Es bringt aber wenig wenn man das zunächst ALLES so hin nimmt (in der naiven Annahme "es wird schon gut gehen") und erst nachträglich feststellt, dass es anders besser hätte laufen können.

Nach 10 Jahren in D darf man natürlich schon annehmen, dass die neue "Heimatsprache" auch schon recht gut verstanden und gesprochen wird, ansonsten MUSS man den Mund erst Recht aufmachen und die vorgeschriebene Unterstützung einfordern.

Zitat:
Ja, sie hat viele Fehler im Vorfeld gemacht, aber wer denkt schon an EM REnte, Gutachten und sowas....
Ich bitte dich, wenn man einen Antrag auf EM-Rente stellt, muss man auch mit Begutachtungen dafür rechnen und EM-Rente gibt es generell NUR aus rein gesundheitlichen Gründen, also sollte man das auch dann beweisen können, dass es diese gesundheitlichen Gründe gibt.

Aktuell zum Zeitpunkt der Antragstellung und nicht "irgendwann mal vor 10 Jahren", "persönliche Gründe" sind unwichtig bei diesem Antrag, es geht um "Sein oder nicht Sein" am "allgemeinen Arbeitsmarkt" und das wurde jetzt erst mal so entschieden.

Für den Widerspruch könnte noch erwähnt werden, dass sie Verständnis-Probleme hatte beim Gutachter, man wird sich aber auch berechtigt fragen warum sie das erst JETZT bemerkt / anmerkt ???

Hat sie dem Gutachter das mitgeteilt wäre wohl die Frage zu stellen, warum der das nicht beachtet hat, aber ich nehme mal an das wurde dort auch gar nicht angesprochen ???

Zitat:
Denn dann wäre sie für das JC ja wenigstens vollkommen unvermittelbar und sie hätte wohl wieder Ruhe als Karteileiche.. (Unser Strohhalm, versteh` es nicht falsch) vor diesen Nachstellungen und Dauervorladungen.
Dafür KANN und MUSS das JC selber sorgen (Vorstellung beim ÄD vom JC), das Rentengutachten hat dafür keine Bedeutung.
Das wurde ja nicht für die konkrete Arbeitsvermittlung gemacht, sondern für die Entscheidung zum EM-Renten-Antrag bei der DRV.

Wenn du annimmst, dass deine Schwester Anspruch auf Ruhe und Verschonung beim JC hätte, dann hast du noch nicht verstanden wofür Hartz 4 mal eingeführt wurde = offiziell Erwerbsfähige sollen in Arbeit kommen, damit der Staat NICHT dauerhaft für sie aufkommen muss.

Das gilt auch für deine Schwester und bisher wurde eine Erwerbsminderng durch die DRV NICHT bestätigt, da hat sie nicht mal Aussichten in die Sozial-HILFE (SGB XII / Kapitel 3) "abgeschoben" zu werden.

Zitat:
PS: Wie wäre es, mit dem "verschlossenen Arbeitsmarkt" zu argumentieren, der zwar keinen Abschied vom JC bringt, aber trotzdem eine gewisse Entlastung ist?
Der "verschlossene Arbeitsmarkt" existiert NICHT für deine Schwester, das ist eine Festlegung zwischen DRV und AfA, wenn zumindest eine Teil-Erwerbsminderung (Weniger als 6 aber mehr als 3 Stunden Erwerbsfähigkeit) von der DRV anerkannt wurde ...

Deine Schwester kann (lt. DRV) Vollzeit Erwerbstätig sein (MEHR als 6 Stunden), dieser Arbeitsmarkt ist ihr NICHT "verschlossen" ... jedenfalls nicht aus Sicht der DRV.

Zitat:
Tatsächlich ist es für sie so, dass sie aufgrund fehlender Ausbildung und schlechter deutscher Sprache(sie kam erst viele ,viele Jahre nach mir nach Deutschland) kaum einen anderen Job als diese Hilfstätigkeit machen KANN,
Es gibt auch genug andere Arbeitslose, mit den gleichen schlechten Voraussetzungen am aktuellen Arbeitsmarkt einen Job zu finden, es genügt ja inzwischen schon oft einfach älter als 50 zu sein ... sogar mit sehr guter Ausbildung und guten Deutschkenntnissen ...

Dafür gibt es übrigens Sprachkurse, die auch vom JC bezahlt werden müssten, warum hat man ihr noch nie sinnvolle Fortbildung zur Besserung ihrer Aussichten vorgeschlagen / angeboten oder war sie immer nur "froh" nicht behelligt zu werden vom JC ...

Das KANN natürlich auf die Dauer nicht gut gehen, ist aber kein Grund nun eine EM-Rente bekommen zu müssen ...

Zitat:
die aufgrund körperlicher Einschränlungen aber mitnichten auf 6+h am Tag ausgeweitet werden kann, was man zur Not auch noch jetzt nachweisen kann.
Sie kann es (zumindest der DRV) eben NICHT ausreichend beweisen, dass sie gar nicht mehr genug arbeiten könnte für ihren Lebensunterhalt.

Die konkreten Einschränkungen für die Arbeitsvermittlung hat das JC (über den ÄD) selber feststellen zu lassen, aber das habe ich ja oben schon beschrieben ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!

Geändert von Doppeloma (12.01.2018 um 17:37 Uhr)
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Alt 13.01.2018, 11:35   #31
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Danke für deinen langen Text, Doppeloma.

Was ich absolut nicht begreife -- derselbe Arzt hatte einem engen Bekannten von mir, auch "Landsmann", ohne jedes Problem die EMR zuerkannt. Ohne jetzt alles lange ausführen zu dürfen und zu wollen -- die voraussetzungen waren keine andere als bei meiner Schwester; der einzige Unterschied war, dass er neben ebenso nicht vorhandenen Arztbesuchen und AU-Scheibungen ein einziges aktuelles Attest vom Gesundheitsamt hatte.

Und er bekam die unbefr.EMR sofort.

Verstehe der Teufel, woran das lag, er ist gesünder als meine Schwester.


Ich begreife aber jetzt dank Deiner Ausführungen eines:

Dass "100% Vollzeitfähig" seitens der DRV nicht gleichbedeutend mit "überall einsetzbar" ist und DAS dann neu definiert werden muss seitens weiterer Untersuchungen durch das JC.

Eine Frage habe ich noch -- es geht um Verzögerungstaktiken, damit das JC möglichst spät Zugriff auf sie bekommt. Ich habe keine Lust, dass sie den Terror des JC ausgesetzt ist

Wenn ich es richtig begriffen habe, gibt es da schon Möglichkeiten, die "Betreuung" durch das JC jahrelang rauszuzögern. Mir sind alle Mittel recht, ihr da zu helfen.

Ich kenne da auch nichts. So, wie sie dort vorher gequält wurde und dann --auch, weil ich nicht aufgepasst habe aus Nichtwissen-- vom JC quasi verheizt wurde an die DRV, der ich gar nicht mal den großen Vorwurf machen kann, nacheem ich Deine Texte gelesen habe.
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Alt 13.01.2018, 16:21   #32
Kerstin_K
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Die EMR bewilligt nicht der Gutachter, sondern die DRV. DieGutachten gehen zum Sozialmediiziniscen Dienst der DRV. Die DRV kann sich dem Gutachter anschliessen, muss es aber nicht. Interessant wäre die Stellungnahme des Sozialmedizinischen Dienstes.
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Viele Grüße aus Hannover
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Alt 13.01.2018, 16:35   #33
saurbier
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Liebe Rotten,

Doppeloma hat ja so gut wie alles ausführlich erläutert, aber dennoch möchte ich dir hier mal etwas näher bringen, um mit einem Missverständnis aufzuräumen.

Zitat:
PS: Wie wäre es, mit dem "verschlossenen Arbeitsmarkt" zu argumentieren, der zwar keinen Abschied vom JC bringt, aber trotzdem eine gewisse Entlastung ist?
Der verschlossene Arbeitsmarkt stellt ja auf eine vorliegende Teil-EMR seitens der DRV ab.

Hier ist es ein Trugschluss zu glauben, wenn die AfA einem Teil-EMR (Erwerbsfähigkeit nur noch zwischen 3-6Std./tägl.) bestätigt das es aktuell in deren Zuständigkeitsbereich keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle gibt, dass man damit bei den JC aus deren Vermittlungsbemühungen heraus wäre.

Für die JC gilt grundsätzlich die äD-Begutachtung bei gesundheitlichen Einschränkungen, bei welcher sich im Falle einer bereits vorliegenden Teil-EMR sich der äD-Gutachter zumeist der Feststellung der DRV anschließen dürfte/muss weil eben die DRV Feststellung bindend ist.

Damit wäre dann die Vermittlungsansätze der JC SB´s starkt eingeschränkt, jedoch keineswegs unmöglich, was uns hier schon so manche Postings gezeigt haben.

Um da als Betroffener gänzlich einen Riegel vor zu schieben, bedürfte es ständiger AU´s bzw. einer fortlaufenden AU die irgendwann wieder bei manchen SB zweifel erwecken würden, welche dieser dann durch den MDK natürlich gegen Kostenerstattung bei der KV überprüfen lassen könnte.

Eine vorliegende Teil-EMR welche sofern die AfA für den Betroffenen binnen einem Jahr einen verschlossenen Arbeitsmarkt bescheinigt, würde letztendlich eine volle EM-Arbeitsmarktrente bewirken. Das jedoch wäre lediglich für die AfA erfolgreich.

Beim JC gelten diesbezüglich jedoch gänzlich andere Voraussetzungen, denn dort gibt es keinen anfänglichen Berufsschutz für die zuletzt ausgeübte/erlernte Tätigkeit.

Beim JC muss man jegliche Tätigkeit (um die Hilfsbedürftigkeit zu vermeiden bzw. zu vermindern) annehmen, solange diese nicht einer gesundheitlichen Beeinträchtigung gegenüber steht, die selbstverständlich vom SB zu berücksichtigen wäre.

In deinem speziellen Fall bedeutet dies eben, solange deine Schwester keinen Arzt aufsucht und sich zumindest mal wegen einer Erkrankung eine AU holt, wird sie dem JC SB auch für jede Tätigkeit zur Verfügung stehen müssen. Und selbst eine AU wäre da nur eine zeitweilige Hilfe, ganz gleich wie alt sie ist. Im übrigen sollte man mit AU´s gerade zu Terminen vorsichtig sein, denn zu schnell könnte daraus die Forderung nach einer Wegeunfähigkeitsbescheinigung erwachsen (Glaubwürdigkeit).

Zitat:
Eine Frage habe ich noch -- es geht um Verzögerungstaktiken, damit das JC möglichst spät Zugriff auf sie bekommt. Ich habe keine Lust, dass sie den Terror des JC ausgesetzt ist
Es ist fraglich, ob es da Möglichkeiten gibt den Zugriff hinaus zu zögern, mal abgesehen von den rein rechtlichen hinsichtlich einer EinV bzw. Maßnahmen die auf eine Rechtsmäßigkeit grundsätzlich abzuklopfen sind.

Ganz anders dürfte es bei einem echten Terror durch einen SB ausschauen, gegen den dann rechtliche Massnahmen Wirkung zeigen könnten. Nur auch das wäre nicht von Dauer, eher wohl nur kurzfristig.

Ich glaube auch mal weniger daran, dass deine Schwester seitens des JC an die DRV verheizt wurde, sondern viel eher das im Vorfeld wie Doppeloma schon ausführte zu viele Fehler gemacht wurden. Das mag ggf. mit einem Blick auf andere Personen geschehen sein, welche man (wie von dir ausgeführt) mit weit weniger gesundheitlichen Einschränkungen eine Rente zubilligte. Derartige Zeiten sind eben heute vorbei.


Grüße saurbier
saurbier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2018, 17:03   #34
saurbier
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saurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiertsaurbier Enagagiert
Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Hallo Kerstin_K,

da hast du natürlich recht.

Nur wenn ich mir die Aussage vom ersten Beitrag so anschaue hab ich meine Zweifel.

Zitat:
Es ist ein EM Rentenantrag meiner Schwester vollumfänglich abgelehnt worden, heute kam die Hiobsbotschaft.

Dabei wurden diverse Gutachten (die allerdings schon älter waren, da sie irgendwann einfach keine Lust mehr hatte, irgendwelche Ärzte aufzusuchen, da ihr das eh nichts gebracht hatte) , die ihr von untergeordneten Stellen wenigstens eine teilweise Erwerbsminderung zugesprochen hatten, einfach verworfen.
Wer bitte mag denn hier vor Jahren etwas zugesprochen haben.

Ärzte können allenfalls etwas befürworten bzw. anregen, aber eine Teil-EMR zusprechen geht da gar nicht.

Hier entscheidet einzig und alleine die DRV gestützt auf diverse Gutachten und medizinische Befunde.

Das ganze mag wohl eher etwas Blauäugig gelaufen zu sein, wobei dann auch fraglich scheint, wie das JC ggf. dazu kam einen Rentenantrag zu fordern.

Ehrlich gefragt stelle ich mir auch die frage, was jetzt ein Widerspruch bewirken soll.

Wir wissen ja um die teilweise erheblichen Rentenkämpfe mancher die über aktuelle Befunde verfügen, teilweise sogar vor kurzem erst noch eine Reha hinter sich gebracht haben und schon eweig AU sind. All dies scheint hier doch nicht mal der Fall zu sein.

Wäre es da nicht besser den Widerspruch zu vergessen und stattdessen sich unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben um eine aktuelle Gesundheitssituation in einem späteren neuen Rentenantrag ggf. unter Beifügung auch alter Befundberichte darlegen zu können.


Grüße saurbier
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Alt 13.01.2018, 17:52   #35
Kerstin_K
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Der Widerspruch tut nicht weh und macht als fristwahrender Widerspruch nicht viel Arbeit. Wenn man dann die Stellungnahme des Sozialmedizinischen Denstes gesehen hat, kann man entscheiden, ob man ihn zurückzieht.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 13.01.2018, 19:56   #36
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Die EMR bewilligt nicht der Gutachter, sondern die DRV. DieGutachten gehen zum Sozialmediiziniscen Dienst der DRV. Die DRV kann sich dem Gutachter anschliessen, muss es aber nicht. Interessant wäre die Stellungnahme des Sozialmedizinischen Dienstes.
Wir haben uns mit dem Hausarzt abgesprochen; das Ding wird von der DRV an ihn geschickt und wir besprechen dann zu dritt die Vorgehensweise. Montag nachmittag geht der Widerspruch raus mit der Erwähnung, dass die Begründung später erfolgt.
__

Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm. Beim Nazi ist es andersrum!
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Alt 13.01.2018, 20:03   #37
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Nabend Saurbier und herzlichen Dank für Deinen interessanten Text.

Auf einen Aspekt will ich nochmal eingehen:

Zitat:
Es ist fraglich, ob es da Möglichkeiten gibt den Zugriff hinaus zu zögern, mal abgesehen von den rein rechtlichen hinsichtlich einer EinV bzw. Maßnahmen die auf eine Rechtsmäßigkeit grundsätzlich abzuklopfen sind.
--ich schreib dir das mit pn, ich weiss ja nicht, ob DRV und JC hier mitlesen---
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Alt Gestern, 09:18   #38
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Zitat von Rotten Beitrag anzeigen
Wir haben uns mit dem Hausarzt abgesprochen; das Ding wird von der DRV an ihn geschickt und wir besprechen dann zu dritt die Vorgehensweise. Montag nachmittag geht der Widerspruch raus mit der Erwähnung, dass die Begründung später erfolgt.
Und so geschieht es bzw ist geschehen.
Falls wir nach ausführlichen Gesprächen mit dem HA und jemandem anderes bemerken, dass wir auf Sand gebaut haben, können wir den Widerspruch noch immer zurückziehen.

Ich bin allerdings noch niemals jemand gewesen, der freiwillig aufgibt.
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Alt Gestern, 16:23   #39
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Ausrufezeichen AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Hallo Rotten,

Zitat:
Ich bin allerdings noch niemals jemand gewesen, der freiwillig aufgibt.
Sollst du ja auch gar nicht, betrachte die Hinweise hier bitte nicht als "persönliche Kritik", sondern als das was sie sind = Erfahrungen der User hier, die schon (zumindest teilweise) mit der DRV jahrelang, um die EM-Rente ringen mussten.

Eben auch mit sehr vielen medizinischen Argumenten und (sehr) langer AU-Bescheinigung und den eigenen Ärzten (langjährig in Behandlung, auch zusätzlich bei Fachärzten) fest "an der Seite", die Ablehnungen zunächst hin nehmen mussten.

Der Widerspruch kann ruhig durch laufen, den müsst ihr nicht zurück nehmen, in 80 % aller Fälle wird der auch abgelehnt ... und dann kann man immer noch (für dieses Mal) darauf verzichten an das Sozialgericht zu gehen.

Eine Klage dann einzureichen ist ja keine Pflicht, wenn man aktuell dafür einfach nicht genug "medizinischen Beistand" abrufen kann, denn das Gericht beginnt auch damit die medizinischen Unterlagen anzufordern und auszuwerten.

Für einen neuen "Anlauf" (wenn deine Schwester das dann selber mal will) sollte aber mehr vorhanden sein als aktuell, da kommt sie nicht herum sich mit Ärzten abzugeben, um "Munition" zu sammeln, dass es dann besser laufen kann.

Verlass dich da nicht drauf, was dir Andere erzählen, wie es bei ihnen auch ohne geklappt haben soll, das mag in Einzelfällen auch mal passieren aber darauf kann man sich in der eigenen Sache nicht erfolgreich berufen.

Es ist auch richtig, dass es manchmal von den konkreten Bearbeitern (bei der DRV) abhängt wie ein "Gutachten" dann gewertet wird, ich kenne auch Ablehnungen, obwohl das Gutachten eindeutig eine volle EM bestätigt hatte.

Der Med. Dienst der DRV befasst sich aber (vermutlich) auch mit allen vorliegenden medizinischen Unterlagen und natürlich ganz intensiv auch mit Reha-Berichten, die meist sehr positiv klingen.

So lange deine Schwester noch in einem Mini-Job arbeitet und nicht mal offiziell AU geschrieben ist, sollte man sich vom JC auch nicht in eine EM-Ecke schieben lassen, zunächst hat der ÄD zu prüfen was sie sonst noch beruflich machen könnte.

Aber ich will mich da jetzt nicht endlos wiederholen.

MfG Doppeloma
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Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt Gestern, 17:03   #40
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Standard AW: Antrag auf EM Rente vollumfänglich abgelehnt durch DRV, wie verfährt man weiter?

Hi Doppeloma,

danke für Deine Antwort. Durch Dich und durch saurbier weiss ich jetzt ganz gut, auf was wir uns da eingelassen haben.

Die Vorladung vom JC kam prompt -- und ich habe auch erfahren, dass der "Widerspruch" erstmal nixht vor der Verfolgungsbetreuung schützt.

Ich hab meine Schwester also jetzt mit Engelszungen überredet, alsbald Termine bei den FachDocs anzumelden (Wartezeit sind einige Wochen bis Monate auf die Termine) und den Hausarzt, der uns wohlwollend gegenübersteht, da er die ganze Historie kennt, zwecks Krankschreibung aufzusuchen.

Sie hat sich bei dem "Gutachten" auch so unter Druck gesetzt gefühlt (sie rückt erst jetzt mit allem langsam raus...), dass sie kurz davor war, aufzustehen und zu gehen und wurde gekränkt und verletzt. Erzählt sie mir aber erst jetzt. Ohne Zeugen, kann Keiner beweisen.

Ich habe die Vollmacht von meiner Schwester, in ihrem Namen weiterzuagieren, wenn es sein muss, denn sie ist mit den Nerven runter, gerade was die doch sehr schnelle Vorladung betrifft. "Berufliche Situation nach Ablehnung" heisst es lapidar.

So gehen wir am Montag zu einem ausführlichen Beratungstermin mit AU erstmal zum HA.

Dann wird dort irgendwann das Gutachten eintrudeln und wir werden klarer sehen.

Er ist auch ziemlich sauer auf diesen Gutachter, hatte er doch sehr bestimmt betont, dass er massive Einschränkungen sieht, die
wohl anscheinend gar nicht berücksichtigt werden.

Hiernach werden wir klarer sehen, denke ich.

Mit dem äD halte ich es für eine gute Idee, ich bin mir sehr sicher, dass er das etwas anders sieht als die DRV.

Ich habe eben auch die Angst, dass das JC nun richtig "zulangt" und sie ruckzuck auf "NULL" sanktionieren wird, indem sie ihr Dinge "anbietet", die sie reinreissen.

Ich habe absolut keine Lust dazu, dass sie von denen nun aufgrund der DRV-Entscheidung entgültig zum Wrack gemacht wird, die warten ja nur darauf wie ein Raubtier auf seine Beute. Mit 59 jahren, das stelle man sich mal vor.

So muss man eben sinnvoll und logisch vorgehen und sie jetzt immerhin zugestimmt, sich nun mit Arztbesuchen etc rumschlagen zu müssen.

Das üble ist ja, dass das JC selbst in der Zeit des Widerspruchs und einer möglichen Klage, wenn das Sinn macht, vollen Zugriff auf ihr Leben hat und sie so richtig fertigmachen kann mit Zeitarbeit und co.

Also -- Augen zu und durch. HA, AU, vertrauenswürdige Fachärzte.
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Alt Heute, 08:37   #41
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Ich kann mich, der ich selbst seit 1.1. nicht mehr vom JC abhängig bin, noch an eine Sache erinnern, welche MIR widerfahren war.
#Bei einem sog "Beratungstermin" knallte mir vor 3 Jahren die SB entgegen: "Wenn ich das will, mache ich Sie fertig, passen Sie auf, ich ballere Sie derart zu mit Arbeitsvorschlägen, dass Ihnen Hören und Sehen vergeht, ich bekomme Sie in 1 Monat auf Null"..
Es ist nie dazu gekommen und ich habe mich auch nicht einschüchtern lassen und habe das alles publik gemacht und die "richtigen" Leute getroffen, die mir wirklich helfen konnten und diese Dame voll auf den Hintern gesetzt hatten.
Sie war dann später "versetzt", habe ich gehört. Weshalb, weiss ich nicht.
So etwas ist es , was ich befürchte. Selbstverständlich bin ich dann bei dieser Vorladung Begleiter und lasse mich nicht abwimmeln.

Aber ich denke, mit einer logischen und überlegten Vorgehensweise können wir das Jobcenter, was immer es vorhat, blockieren, wenn es fies wird.

Ich bin aber schon echt gespannt darauf, in 2 Wochen dieses "Gutachten" lesen zu können und dann genau zu überlegen, wie zu handeln ist.
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Alt Heute, 09:29   #42
Bitas
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@Rotten,

wenn Du so gute Kontakte hast, das ein SB nen Maulkorb bekommt, braucht Ihr euch ja nicht so viel Sorgen machen.
Locker bleiben und sehen was die wollen, wenn es blöd wird, schaltest Du Deine Kontakte ein und gut is .
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