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Start > > -> Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhalt?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 06.09.2012, 18:33   #1
Bo74->Emailproblem
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Bo74
Standard Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhalt?

Hallo

Kurz zu meiner Situation:

- Schwerbehinderung Asperger-Syndrom (Autismus) 60 GdB, dazu einige psychische Erkrankungen, deren Behandlung jetzt erst beginnt
- Bekomme neuerdings eine volle EM-Rente, in Form einer Arbeitsmarktrente bis 2015, also dauerhaft Teilerwerbsminderung, "theoretisch" 3-6 Stunden erwerbsfähig, aber auch wegen verschlossenem Arbeitsmarkt dann irgendwie doch nicht, daher volle EM-Rente in der Form der Arbeitsmarktrente
- Da die Rente sehr klein ist, wollte ich sie beim Sozialamt aufstocken, die schickten mich aber zum Jobcenter, dort bekomme ich jetzt ALG2, da ja theoretisch oder zukünftig erwerbsfähig
- Beim Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler sagte die Dame, ich wäre wohl aktuell nicht arbeitsfähig, auch weil meine Therapie grade erst beginnt und noch länger anhalten wird und ich teile auch diese Ansicht, da es mir relativ schlecht geht

Jetzt ist meine Frage, muss ich zwingend zum Amtsarzt und damit wohl im Anschluss zum Sozialamt - wo ich sowieso dachte, dass ich hin muss - oder ist dies nicht eigentlich überflüssig, da die DRV mir eh eine volle EM-Rente zugewiesen hat, da der Arbeitsmarkt für mich verschlossen ist?

Mir geht es darum, dass ich aktuell möglichst viel Ruhe bekomme, damit ich endlich eine ambulante Therapie beginnen kann, damit sich meine Ärztin um meine Psychischen Leiden kümmern kann. Die letzten 18 Monate sind für die Diagnose des Asperger-Syndroms und zuletzt vor allem für die Bewältigung der ganzen Besuche bei Begutachtungsstellen und Behördengänge drauf gegangen, welche für mich sehr anstrengend sind und mich derart vereinnahmen, dass ein Therapiebeginn zur Linderung meiner weiteren Leiden einfach nicht möglich war.

Meine Sachbearbeiterin beim Jobcenter hatte dafür viel Verständnis und sagte mir, ich hätte zwei Möglichkeiten, die eine wäre der Weg zum Amtsarzt und bei Feststellung einer (6 Monate oder länger) anhaltenden Arbeitsunfähigkeit der Bezug von Sozialhilfe... oder das ich mich von meiner Ärztin krank schreiben lasse, aber so vorerst im ALG2 Bezug bleibe.

Man riet mir zur Variante mit dem Amtsarzt, da ich damit im Endeffekt weniger Stress habe und mehr Ruhe für meine Therapie. Daraufhin habe ich dem auch eingewilligt.

Ich wollte fragen, ob das wohl die richtige Entscheidung war, noch könnte ich diese sicher revidieren. Wie gesagt, woher ich Leistungen bekomme ist aufgrund meiner Vermögenssituation nicht relevant, was ich brauche ist, dass nach 6 Monaten Theater mit Anträgen beim Versorgungsamt, Rentenversicherung, Hin und Her zwischen Jobcenter und Sozialamt ich einfach mal zur Ruhe kommen (für eine Zeitraum 9-18 Monate) kann und mich um nichts anderes kümmern muss, als um meine Therapie und das sich mein Zustand bessert.

Über Ratschläge, Hinweise und jedes hilfreiche und nette Wort würde ich mich freuen,

Bo
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Alt 06.09.2012, 18:57   #2
Jessy61
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Bei dem Thema ist Doppeloma wahrscheinlich diejenige, die am besten antworten kann
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Alt 06.09.2012, 19:22   #3
Hartzeola
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Zitat von Bo74 Beitrag anzeigen
Beim Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler sagte die Dame, ich wäre wohl aktuell nicht arbeitsfähig, auch weil meine Therapie grade erst beginnt und noch länger anhalten wird und ich teile auch diese Ansicht, da es mir relativ schlecht geht
Wocher weiss sie das? Ist deine Arbeitsvermittlerin eine Ärztin?


Zitat von Bo74 Beitrag anzeigen
Jetzt ist meine Frage, muss ich zwingend zum Amtsarzt und damit wohl im Anschluss zum Sozialamt - wo ich sowieso dachte, dass ich hin muss - oder ist dies nicht eigentlich überflüssig, da die DRV mir eh eine volle EM-Rente zugewiesen hat, da der Arbeitsmarkt für mich verschlossen ist?
Wenn du eine Meldeaufforderung beim äD bekommst, musst du dieser nachkommen.

Zitat von Bo74 Beitrag anzeigen
Meine Sachbearbeiterin beim Jobcenter hatte dafür viel Verständnis und sagte mir, ich hätte zwei Möglichkeiten, die eine wäre der Weg zum Amtsarzt und bei Feststellung einer (6 Monate oder länger) anhaltenden Arbeitsunfähigkeit der Bezug von Sozialhilfe... oder das ich mich von meiner Ärztin krank schreiben lasse, aber so vorerst im ALG2 Bezug bleibe.
Bis du als Erwerbsfähig giltst , wird das JC zahlen müssen, auch ohne Krankschreibung.
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Alt 06.09.2012, 19:26   #4
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Bo74
Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Danke für die Antworten

Zitat von Hartzeola Beitrag anzeigen
Bis du als Erwerbsfähig giltst , wird das JC zahlen müssen, auch ohne Krankschreibung.
Bedeutet das, dass ich gar nicht in die Sozialhilfe "abgeschoben" werden kann?

Ich bin aktuell nur verzweifelt, weil das mit den Gutachten und Anträgen einfach nicht aufhören will... und ich dachte es wird einfacher mit der EM-Rente, aber es ist die Hölle aktuell und ich verliere langsam die Übersicht.
Bo74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2012, 19:43   #5
Hartzeola
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Zitat von Bo74 Beitrag anzeigen

Bedeutet das, dass ich gar nicht in die Sozialhilfe "abgeschoben" werden kann?
Wohnst du alleine? Oder mit einem erwerbsfähigen Partner?


Zitat von Bo74 Beitrag anzeigen
Ich bin aktuell nur verzweifelt, weil das mit den Gutachten und Anträgen einfach nicht aufhören will... und ich dachte es wird einfacher mit der EM-Rente, aber es ist die Hölle aktuell und ich verliere langsam die Übersicht.
Ist auch verständlich. Ich vermute, dass irgendwo ein Gutachten der RV existiert, an das sich JC halten muss, sonst hättest du bereits GruSi erhalten.

Eigentlich ist bei voller EM-Rente Grusi der Fall.
Hartzeola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2012, 19:54   #6
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Bo74
Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Zitat von Hartzeola Beitrag anzeigen
Wohnst du alleine? Oder mit einem erwerbsfähigen Partner?

Ist auch verständlich. Ich vermute, dass irgendwo ein Gutachten der RV existiert, an das sich JC halten muss, sonst hättest du bereits GruSi erhalten.
Ich wohne alleine.

Ein Gutachten der RV liegt sicherlich vor, die haben ja kürzlich mir die Rente bewilligt. Der Knacktpunkt liegt wohl in der Konstruktion der Arbeitsmarktrente, wo man irgendwie weder Fisch noch Fleisch ist. Gesundheitlich bin ich unbefristet teilwerwerbsgemindert, arbeitsmarkttechnisch bin ich für drei Jahre befristet vollerwerbsgemindert, da der Arbeitsmarkt für mich verschlossen ist.

Ich hoffte diese Beurteilung der DRV sollte dem JC reichen für das weitere Vorgehen. Insgesamt scheint es kein einheitliches Verfahren zu geben, wie mit Beziehern von Arbeitsmarktrenten umgegangen werden soll.
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Alt 06.09.2012, 20:01   #7
Hartzeola
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Zitat von Bo74 Beitrag anzeigen

Ich hoffte diese Beurteilung der DRV sollte dem JC reichen für das weitere Vorgehen. Insgesamt scheint es kein einheitliches Verfahren zu geben, wie mit Beziehern von Arbeitsmarktrenten umgegangen werden soll.
JC kann im Alleingang nicht viel ändern. Sollte deine Arbeitsvermittlerin Dir etwas erzählen, bitte um etwas Schriftliches.

Zitat:
R12.4 Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Arbeitsuchenden im Sinne des SGB II

Vereinbarung
zwischen der Bundesagentur für Arbeit und
der Deutschen Rentenversicherung Bund
über die Zusammenarbeit bei der Beurteilung der
Leistungsfähigkeit von Arbeitsuchenden im Sinne des SGB II
Rechtliche Arbeitsanweisungen und Gesetzestexte - Rechtliche Arbeitsanweisungen - R12.4**Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Arbeitsuchenden im Sinne des SGB II
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Alt 06.09.2012, 20:28   #8
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Bo74
Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Danke, ich habe meiner - an sich wirklich netten und verständnisvollen - Jobvermittlerin eine email geschrieben mit der Bitte zu prüfen, wie der Zusammenhang zwischen dem Gutachten der DRV und meinem Status bei dem Jobcenter ist. So nett die Dame war, sie hatte nicht viel Ahnung von dem Konstrukt einer Arbeitsmarktrente und war selber lange am überlegen, was denn jetzt zu tun sei, scheint relativ selten zu sein.

Nach meinem Verständnis ist und bleibt das Jobcenter unabhängig von meiner Arbeitsfähigkeit (welche ja ungleich Erwerbsfähigkeit ist) für mich zuständig aber ohne Vermittlungstätigkeiten, solange nicht festgestellt wird, dass der Arbeitsmarkt bzw. meine Situation sich verändert hat.
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Alt 06.09.2012, 21:24   #9
Atze Knorke
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Idee AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Hallo Bo74,

willkommen im ELO!

Bevor noch andere Experten dir hier Hilfestellung geben, versuche ich schon mal einiges aufzuarbeiten.

Zitat:
- Schwerbehinderung Asperger-Syndrom (Autismus) 60 GdB, dazu einige psychische Erkrankungen, deren Behandlung jetzt erst beginnt
- Bekomme neuerdings eine volle EM-Rente, in Form einer Arbeitsmarktrente bis 2015, also dauerhaft Teilerwerbsminderung, "theoretisch" 3-6 Stunden erwerbsfähig, aber auch wegen verschlossenem Arbeitsmarkt dann irgendwie doch nicht, daher volle EM-Rente in der Form der Arbeitsmarktrente
- Da die Rente sehr klein ist, wollte ich sie beim Sozialamt aufstocken, die schickten mich aber zum Jobcenter, dort bekomme ich jetzt ALG2, da ja theoretisch oder zukünftig erwerbsfähig
- Beim Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler sagte die Dame, ich wäre wohl aktuell nicht arbeitsfähig, auch weil meine Therapie grade erst beginnt und noch länger anhalten wird und ich teile auch diese Ansicht, da es mir relativ schlecht geht
BEVOR ich hier antworte, bitte ich dich, alles was du mit dem Jobcenter (Sachbearbeiter) abwickelst, ist DIR stets und ständig SCHRIFTLICH zu bescheinigen! Eine Person deines Vertrauens sollte immer als Zeuge mit dabei sein!

Du bist jetzt Bezieher einer "Arbeitsmarktrente" und mit 3 bis 6 Stunden erwerbsfähig eingestuft.

Hier ist der § 8 Abs. 1 SGB II zu beachten:
Quelle: SGB 2 - Einzelnorm

Die Leistung erhälst du vom der DRV. Diese Leistung wird mit den Leistungen nach dem SGB II (ALG II) zuständigkeitshalber vom JC ver- und berechnet!

Der Knacktus Knusus liegt in dem "sogenannten verschlossenen Arbeitsmarkt! Nicht wirklich hilfreich für die Betroffenen!

Wichtig: Das Gutachten, was von der DRV erstellt wurde, ist DIR auszuhändigen! Bitte das schriftlich anfordern.

Zitat:
Jetzt ist meine Frage, muss ich zwingend zum Amtsarzt und damit wohl im Anschluss zum Sozialamt - wo ich sowieso dachte, dass ich hin muss - oder ist dies nicht eigentlich überflüssig, da die DRV mir eh eine volle EM-Rente zugewiesen hat, da der Arbeitsmarkt für mich verschlossen ist?
Eigentlich ergeht VORAB folgendes Procedere:

1. das JC beauftragt den Amtsarzt (Ärztlichen Dienst der BA)
2. der Amtsarzt nimmt eine ärztliche Begutachtung wegen der Feststellung der Berufseignung oder der Vermittlungsfähigkeit vor und stellt die Erwerbsunfähigkeit bis zu 6 Monate fest

Quelle: Ärztlicher Dienst - www.arbeitsagentur.de

Aus Beitrag #4:

Zitat:
Bedeutet das, dass ich gar nicht in die Sozialhilfe "abgeschoben" werden kann?
Aber es kann auch der folgende Fall sein:

Wurde auf der Grundlage des Ergebnisses der medizinischen Begutachtung des Ärztlichen Dienstes durch das JobCenter festgestellt, dass bei DIR Erwerbsfähigkeit nicht vorliegt und sind die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen sowie die Wartezeiten offensichtlich nicht erfüllt, so wird DICH das JobCenter zur Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB XII auffordern, um die Frage mit dem Abschieben in die Sozialhilfe zu beantworten.

Das Sozialamt kommt u. a. auch ins Spiel, wenn eine volle Erwerbsminderung durch die DRV per Gutachten und dann per Bescheid festgestellt wurde (Wartezeiten und versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllt sind) und diese EMRente nicht zum Leben reicht, so muss der Betroffene dann ggf. AUFSTOCKENDE LEISTUNGEN nach dem SGB XII (drittes Kapitel) beantragen. Das trifft bei denen zu, die noch keine Altersrentner sind.

Zitat:
Mir geht es darum, dass ich aktuell möglichst viel Ruhe bekomme, damit ich endlich eine ambulante Therapie beginnen kann, damit sich meine Ärztin um meine Psychischen Leiden kümmern kann. Die letzten 18 Monate sind für die Diagnose des Asperger-Syndroms und zuletzt vor allem für die Bewältigung der ganzen Besuche bei Begutachtungsstellen und Behördengänge drauf gegangen, welche für mich sehr anstrengend sind und mich derart vereinnahmen, dass ein Therapiebeginn zur Linderung meiner weiteren Leiden einfach nicht möglich war.
Die Ruhe ist wünschenswert, aber leider ein Traum, denn der Bürokratismus frisst einem auf und alles hat System!

Deine Ärztin sollte mit Nachdruck diese ambulante Therapie favorisieren, da DU jetzt am Ende deiner Kräfte angelangt bist und dein gesundheitlicher Zustand verbessert werden sollte!

Somit finde ich, beißt sich das mit der "Arbeitsmarktrente"!

(at) Hartzeola hat dir die neue rechtliche Änderung ab 01.01.2011 schon verlinkt!

Aus Beitrag #4:

Zitat:
Ich bin aktuell nur verzweifelt, weil das mit den Gutachten und Anträgen einfach nicht aufhören will... und ich dachte es wird einfacher mit der EM-Rente, aber es ist die Hölle aktuell und ich verliere langsam die Übersicht.
Ich kann diese Verzweifelung und ein Stück weit die Überforderung sehr gut nachvollziehen, es raubt einem die letzten Kräfte und man kann sich nicht auf das Wesentliche im Leben konzentrieren!

Trotzdem alles Gute und bleib' stark!

Gruß Atze Knorke
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Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

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Alt 06.09.2012, 21:36   #10
Bo74->Emailproblem
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Bo74
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Hallo Atze Knorke

Danke für die lange Antwort, das hilft mir auf jeden fall etwas mit der Übersicht.

Wegen dem Gutachten dass die DRV erstellt hat und auf welchem ja mein aktueller Rentenbescheid beruht: Fordere ich das bei der DRV an oder beim JC, sobald das JC dieses vorliegen hat?
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Alt 06.09.2012, 22:30   #11
Atze Knorke
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Idee AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Hallo Bo74,

nun das Gutachten bitte direkt bei der DRV abfordern, die haben es doch auch erstellt!

Eigentlich hat das JC keinen Anspruch auf das DRV-Gutachten!

Oder hat das JC den Auftrag an die DRV erteilt und hast du eine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben?

Merke: Schweigepflichtsentbindungen sind immer FREIWILLIG und bitte GENAU hinschauen für wen und warum! Datenschutz beachten, keine lesbaren Gesundheitsdaten im Teil B für den JC-SB!

Unterschied:

DRV-Gutachten - Umfangreiches Gutachten durch einen Arzt, dem du vorstellig wurdest - ist DIR vollumfänglich heraus zu geben.

JC/BA- Ärztlicher Dienst (Amtsarzt) - hier ergeht ein A-Teil (verbleibt beim ÄD) und ein B-Teil ohne Nennung von Diagnosen! (verbleibt beim SB) DU hast aber Anspruch auf beide Teile (Kopien)! (§ 25 SGB X) - auch hier muss man sich vorstellen - (Mitwirkungspflicht).

Der ÄD hat auch eine Aufklärungspflicht, doch da hapert es!

An andere User bitte korrigieren, wenn was nicht stimmig ist.

Gruß Atze Knorke
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Icke grüß' mal, Atze Knorke

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Alt 07.09.2012, 02:00   #12
Doppeloma
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Cool AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Hallo Bo74,

Zitat:
Nach meinem Verständnis ist und bleibt das Jobcenter unabhängig von meiner Arbeitsfähigkeit (welche ja ungleich Erwerbsfähigkeit ist) für mich zuständig aber ohne Vermittlungstätigkeiten, solange nicht festgestellt wird, dass der Arbeitsmarkt bzw. meine Situation sich verändert hat.
hier hast du im Prinzip schon selbst ALLES zusammengefasst was aktuell und bis zum Ende der Befristung deiner Vollrente (wegen Arbeitsmarkt) gülltig ist, das Sozial-AMT ist NICHT für dich zuständig.

Das JC hat auch keine rechtliche Möglichkeit dich per Amtsarzt dahin abzuschieben, wozu soll das gut sein, die sollen ZAHLEN und dich in RUHE lassen...mehr ist nicht drin...der Entscheidung der DRV haben die sich zu fügen (mindestens bis zum Ablauf deiner aktuellen Vollen-EM-Rente).

Das KANN auch kein Amtsarzt (des JC) aushebeln, das Geld können die sich sparen, ebenso alle weiteren nervigen Versuche /Einladungen, was auch immer...

Du stehst (wegen der Arbeitsmarktrente) dem Arbeitsmarkt aktuell nur fiktiv (mit der erforderlichen Erwerbsfähigkeit von 3 Stunden täglich) zur Vermittlung zur Verfügung, das JobCenter ist zuständig deine Anträge anzunehmen und deinen Bescheid zu erstellen und deine Leistung pünktlich zu überweisen.

DU brauchst dort GAR NICHTS machen, denn du bist aktuell Voll-Rentner mit Bescheid von der DRV...da brauchst du auch keine AU-Bescheinigung oder sonst irgendwas beim JC nachzuweisen...

Es ist EGAL ob die SB nett oder weniger nett sind, die sollen dich ganz einfach IN RUHE LASSEN...du bist aktuell zu NICHTS verpflichtet dem JC gegenüber, als Voll-EM-Rentner.
Wenn die anderer Meinung sind, dann sollen sie dir das schriftlich geben mit Rechtsgrundlage !!!

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 07.09.2012, 14:27   #13
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Zitat von Doppeloma Beitrag anzeigen
Hallo Bo74,



hier hast du im Prinzip schon selbst ALLES zusammengefasst was aktuell und bis zum Ende der Befristung deiner Vollrente (wegen Arbeitsmarkt) gülltig ist, das Sozial-AMT ist NICHT für dich zuständig.

Das JC hat auch keine rechtliche Möglichkeit dich per Amtsarzt dahin abzuschieben, wozu soll das gut sein, die sollen ZAHLEN und dich in RUHE lassen...mehr ist nicht drin...der Entscheidung der DRV haben die sich zu fügen (mindestens bis zum Ablauf deiner aktuellen Vollen-EM-Rente).

Das KANN auch kein Amtsarzt (des JC) aushebeln, das Geld können die sich sparen, ebenso alle weiteren nervigen Versuche /Einladungen, was auch immer...

Du stehst (wegen der Arbeitsmarktrente) dem Arbeitsmarkt aktuell nur fiktiv (mit der erforderlichen Erwerbsfähigkeit von 3 Stunden täglich) zur Vermittlung zur Verfügung, das JobCenter ist zuständig deine Anträge anzunehmen und deinen Bescheid zu erstellen und deine Leistung pünktlich zu überweisen.

DU brauchst dort GAR NICHTS machen, denn du bist aktuell Voll-Rentner mit Bescheid von der DRV...da brauchst du auch keine AU-Bescheinigung oder sonst irgendwas beim JC nachzuweisen...

Es ist EGAL ob die SB nett oder weniger nett sind, die sollen dich ganz einfach IN RUHE LASSEN...du bist aktuell zu NICHTS verpflichtet dem JC gegenüber, als Voll-EM-Rentner.
Wenn die anderer Meinung sind, dann sollen sie dir das schriftlich geben mit Rechtsgrundlage !!!

MfG Doppeloma
Das Problem ist, dass ich meinerseits im Netz irgendwie keine Rechtsgrundlage dazu finde. Wenn ich etwas finde zu Arbeitsmarktrente und Jobcenter finde, dann Leute, die dort mit mehr oder weniger freizügigen Eingliederungsvereinbarungen dort Ihr Dasein verbringen und nun rätseln, ob Sie vielleicht doch getrietzt werden. Auch mir wurde zu verstehen gegeben seitens des JC, dass ich theoretisch der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehe, auch wenn die Bedingungen recht wenig streng sein werden. Dies alles wie gesagt unter Voraussetzung, dass ich auch arbeitsfähig bin 3-5 Stunden.

Fakt ist auch, dass ich aber theoretisch (falls doch irgendwann arbeitsfähig) 3-6 erwerbsfähig bin, deshalb ist ja die erste Anlaufstelle das JC ist. Fakt ist, ich bin aktuell nicht arbeitsfähig und meiner Ärztin attestiert mir dies auch für den Rest meiner Therapie (1+ Jahre). Das JC kann in solchen Fällen jemanden in die Grundsicherung schicken, die Frage ist halt nur, ob es wirklich so ist, wie Du beschrieben hast, dass dem NICHT so ist bei einer Arbeitsmarktrente.

Wie gesagt, dass ganze scheint ein großer Graubereich zu sein...
Bo74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2012, 14:52   #14
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

@Doppeloma: Ich hab Deinen und meinen Standpunkt meiner SB jetzt per Fax so mitgeteilt, mit der Bitte um Klärung und Zusendung der Rechtsgrundlage bei gegenteiliger Meinung seitens des JC

Mal abwarten was ab Montag passiert...
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Alt 07.09.2012, 15:07   #15
gelibeh
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Die Rentenversicherung hat entschieden was Du bist und daran hat sich das Jobcenter zu halten. Der Arbeitsamtsarzt auch. Denn die DRV hat das letzte Wort. Doppeloma hat ja schon alles weitere dazu gesagt.
Die SB soll sich mal den § 44a SGBII zu Gemüte führen
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 07.09.2012, 18:00   #16
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Bo74
Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Danke, solche Posts bauen einen wirklich auf, was bei meinen psychischen Leiden wirklich hilft :)

Also sehe ich es richtig, dass der einzige Weg, mich in die Grundsicherung zu schieben der wäre, dass der ärztliche Dienst einen Prozess bei der DRV "anstößt", dass aus meiner vollen EM-Rente aus Arbeitsmarktgründen eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen wird? Dem äD habe ich alle Unterlagen schriftlich zukommen lassen (die gleichen die an die DRV gingen) inkl. einem aktuellen Attest meiner Ärztin, dass ich mind. ein Jahr nicht arbeitsfähig bin.

Das wäre etwas womit ich wohl kein Problem hätte, weil das für mich genug Sicherheit ist... was ich brauche ist RUHE und KONSTANZ, dass ich weiß, dass sich die nächsten 1-2 Jahre nichts ändert.
Bo74 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2012, 18:30   #17
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Ich bräuchte vielleicht noch ein kurzes Feedback für mein nächstes Gespräch beim JC, ich hätte es jetzt so gestaltet:

- Solange ich Erwerbsfähig bin, habe ich weiterhin Anspruch auf ALG2
- Meine Erwerbsfähigkeit (teilerwerbsfähig) wurde erst kürzlich (vor 2 Monaten) von der Rentenversicherung festgestellt
- Eine Untersuchung des Ärztlichen Dienstes hinsichtlich meiner Erwerbsfähigkeit ist unerheblich, da nach § 44a SGBII das Gutachten der Rentenversicherung vorrangig ist
- Der ärztliche Dienst kann lediglich meine Arbeitsfähigkeit feststellen
- Was aber unerheblich ist, weil ich eh als dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehend eingestuft bin (und medizinisch arbeitsunfähig bin ich zusätzlich eh)
- Ergo Leistungsbezug nach SGBII (da teilweise erwerbsfähig) ohne jedoch sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen.

Passt das so?
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Alt 07.09.2012, 18:49   #18
Doppeloma
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Frage AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Hallo Bo74,

Zitat:
Also sehe ich es richtig, dass der einzige Weg, mich in die Grundsicherung zu schieben der wäre, dass der ärztliche Dienst einen Prozess bei der DRV "anstößt", dass aus meiner vollen EM-Rente aus Arbeitsmarktgründen eine volle EM-Rente aus gesundheitlichen Gründen wird?
Es gibt KEINEN Weg dafür, du bekommst die Volle EM-Rente weil der Arbeitsmarkt keine geeigneten "leidensgerechten /versicherungspflichtigen" Arbeitsplätze zu bieten hat, mit denen diese Vollrente auf die Teilrente reduziert werden könnte.

Für diesen Arbeitsplatz hat die AfA / das JobCenter zu sorgen und wenn sie das nicht KÖNNEN, dieses Unvermögen (des Amtes !!!) dich entsprechend zu vermitteln, an die DRV zu übermitteln.

Das ist ein Verwaltungsinterner Vorgang, auf den du selber gar keinen Einfluß nehmen kannst, darüber wissen die SB allerdings sehr wohl Bescheid.

Man KÖNNTE es auch volkstümlich so ausdrücken, dass du aktuell die VOLEE EM-Rente bekommst weil JC und Co. zu dämlich sind dich in eine passende Teilzeitstelle zu vermitteln, es dürfte denen daher kaum gelingen, die DRV davon zu überzeugen, dass du nun eine volle EM-Rente bekommen sollst, "damit man dich besser in ein anderes Sozialsystem abschieben kann"...das ist doch der DRV schnuppe, wer deine "Aufstockung" auf die Rente zahlen muss.

Die halten dich für teilweise Erwerbsgemindert und für die "Vermittlung in den Rest" ist die AfA /JC zuständig, die haben NIX zu bieten, also müssen sie wenigstens den Ausgleich zahlen, wenn deine Rente den Bedarf nicht decken kann.

Ich habe gerade selber eine Arbeitsmarktrente bewilligt bekommen (genau wie bei dir, die teilweise EM OHNE Befristung), von MIR wollen die GAR nichts mehr, weil meine Volle EM-Rente (glücklicherweise) zum Leben ausreicht...wäre das nicht der Fall müsste AUCH das JC weiterzahlen.

Falls meine Voll-Rente (wegen dem Arbeitsmarkt) nächstes Jahr nicht verlängert wird, wäre auch wieder das JC zuständig und das Spiel würde von vorne losgehen, denn von der Halben Rente kann ich auch nicht leben.

Die DRV tut mir/uns deswegen doch nicht den "Gefallen" uns für Voll Erwerbsgemmindert zu erklären, NUR weil die JC das gerne so hätten...

Zitat:
Dem äD habe ich alle Unterlagen schriftlich zukommen lassen (die gleichen die an die DRV gingen) inkl. einem aktuellen Attest meiner Ärztin, dass ich mind. ein Jahr nicht arbeitsfähig bin.
Das ist/war völlig überflüssig, das JC hat den Renten-Bescheid so wie er aktuell ist zu akzeptieren und zu respektieren, der Amtsarzt hat nicht über deine "Restleistungsfähigkeit" anders zu entscheiden...das hat die DRV bereits rechtsverbindlich getan und das gilt auch für das JobCenter, bis was anderes von der DRV entschieden wir.

Ein Vollrentner (wegen EM) KANN nicht in den Arbeitsmarkt eigegliedert werden, daher ist auch jede EGV rechtswidrig.

Wenn das JC mal einen tollen Job für dich haben sollte, müssen die das erst bei der DRV überprüfen lassen, ob das deiner Restleistungsfähigkeit entspricht und dann macht die DRV die Arbeitsmarktrente rückgängig, damit du Teilzeit arbeiten gehen kannst und du bekommst die Teilweise EM-Rente dazu...

Habe bisher noch nicht davon gehört, dass sowas tatsächlich mal vorgekommen wäre...

MfG Doppeloma
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Alt 07.09.2012, 20:48   #19
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Danke :) Schreiben an alle beteiligten Stellen des JC sind raus.

Ich werde von der Reaktion des JC berichten, sobald sich da etwas rührt.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und bedanke mich für die Ratschläge und aufbauenden Worte
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Alt 07.09.2012, 23:58   #20
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Frage AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Hallo Bo74,

Zitat:
Ich bräuchte vielleicht noch ein kurzes Feedback für mein nächstes Gespräch beim JC, ich hätte es jetzt so gestaltet:
WOZU lädt man dich ein, "zum Kaffeklatsch", es gibt keinen rechtmäßigen Einladungsgrund...du bist aktuell nicht vermittelbar, da du eine volle EM-Rente beziehst...so schwer ist das doch nicht.

Würde ich mit genau dieser Begründung absagen...es gibt NICHTS zu besprechen...

Ich weiß gar nicht was du dir da so viele Gedanken um Termine beim JC machst, die können sich ja gerne schriftlich (!!!) bei dir melden, wenn sie mal den passenden Teilzeit-Job für dich gefunden und mit der DRV ALLES geklärt haben...

Ich denke mal wenn es soweit ist, erfährst du das von der DRV noch früh genug, bis dahin haben die einfach NUR zu zahlen, eigentlich könnten die auch den Bescheid für mindestens 1 Jahr ausstellen, da eine Änderung der Verhältnisse wohl vor Ablauf deiner befristeten Vollen EM-Rente nicht zu erwarten ist.

Und die verlängerte OA solltest du dir als Vollrentner am Besten auch noch schriftlich bestätigen lassen...ich weiß wirklich nicht warum DU glaubst, denen irgendwelche Erklärungen schuldig zu sein..., DAS sind z.B. Dinge über die man DICH informieren sollte...

Die KÖNNEN doch lesen und ich nehme an den Renten-Bescheid hast du (nachweislich) vorgelegt, soweit der das JC was angeht...ODER...

Wenn du dich weiter so von denen beeinflussen und nerven läßt, wird dir wohl auch die Zeit der EM-Rente nicht viel für deine Gesundheit bringen...wenn die was wollen, dann schreiben die dir schon und DANN kann man schauen, was eventuell zu machen wäre.

Zitat:
Passt das so?
NEEE, überhaupt nicht, denn du brauchst dort Niemandem zu erklären was ALLE schon WISSEN (sollten /müssen), nur nicht wahr haben wollen, weil es Geld kostet...du bist doch nicht die Erste dort mit einer "Arbeitsmarktrente"...das ist doch für diesen JobCenter-Haufen "Tagesgeschäft"...

MfG Doppeloma
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Alt 08.09.2012, 10:37   #21
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Du bist ja fast erregter als ich :) Ich hab ja jetzt freundlich aber inhaltlich sehr bestimmte Schreiben an das Jobcenter geschickt. Schärferer Geschütze kann ich mir aufheben, falls die Sachbearbeiterin die Situation immer noch nicht richtig einordnen kann. Allerdings liegen denen jetzt Schreiben vor, welche im Detail und Paragraph alles erläutern sowie eine Attest meiner Ärztin, dass sich mein Gesundheitszustand schon jetzt massiv verschlechtert hat aufgrund des Hin- und Hers.

Ich bin guten Mutes, dass sich die Lage jetzt klärt. Danke nochmal für alles Ratschläge :)
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Alt 08.09.2012, 17:24   #22
Doppeloma
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Frage AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Hallo Bo74,

Zitat:
Du bist ja fast erregter als ich :) Ich hab ja jetzt freundlich aber inhaltlich sehr bestimmte Schreiben an das Jobcenter geschickt.
Ja, sowas regt mich auch SEHR auf, wenn die einfach nicht in der Lage sind ihre Arbeit ordentlich zu machen und die Dinge auch mal so zu akzeptieren, wie sie nun mal geregelt sind...

Es ist schon völlig überflüssig, dass ein Leistungs-Empfänger in deiner (unserer Situation) überhaupt mit solchem Unsinn belästigt wird...obwohl die Rechtslage glasklar ist...

Klar bin ich wütend auf sowas, denn das ist ja nicht immer so "harmlos" wie bei dir...ich habe ja auch noch meinem "Spaß" mit diesem Haufen, obwohl ich kein Geld mehr von denen brauche.

Zitat:
Schärferer Geschütze kann ich mir aufheben, falls die Sachbearbeiterin die Situation immer noch nicht richtig einordnen kann.
Bei mir hat man sich gleich mal reichlich MEHR von der DRV erstatten lassen, als mir je gezahlt wurde, es gäbe härtere Worte dafür, aber ich bin ja gut erzogen...dort scheint wirklich niemand irgendwas zu wissen und/oder gar zu kontrollieren, solange die finanziellen Fehler zu Lasten des Leistungs-Empfängers gehen...

Scharfe Geschütze habe ich direkt und sofort aufgefahren (und das nicht zum ersten Mal, es läuft noch ein Verfahren am Sozial-Gericht, dort wird auch nur gelogen vom Amt, dass sich die Balken biegen), denn ich will MEIN Geld haben und das schnell...das ist jetzt ca. 2 Wochen her ...

Die Forderung (Aufstellung zur Kenntnisnahme) an die Rentenkasse aus meiner Nachzahlung ging schon am Tag nach der Meldung meiner Renten-Bewilligung per Post bei mir ein, die KÖNNEN also durchaus schnell sein, wenn es zu ihrem Vorteil ist.

Bisher haben die sich auf meine Fach-Aufsichts-Beschwerde dazu allerdings noch nicht gerührt, weder unser "Landesvater", noch die zuständige Geschäftsleitung vom JobCenter, vielleicht überlegen sie noch, wie sie DAS nun wieder unter den Teppich kehren könnten...

Zitat:
Allerdings liegen denen jetzt Schreiben vor, welche im Detail und Paragraph alles erläutern sowie eine Attest meiner Ärztin, dass sich mein Gesundheitszustand schon jetzt massiv verschlechtert hat aufgrund des Hin- und Hers.
Was geht das JC dein aktueller Gesundheitszustand an, die wissen doch, dass du (vermutlich nicht weil du Topp-Fitt bist ) eine EM-Rente bekommst, wozu musst du dort eine schriftliche "Rechtsschulung" durchführen und Atteste vorlegen, um denen klar zu machen was Sache ist...

Dafür genügt der EM-Renten-Bescheid...PUNKT...

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Alt 10.09.2012, 12:30   #23
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Also ich hatte ja meinen Standpunkt dem JC mitgeteilt und das JC hat dies auch zur Kenntnis genommen, wurde mir grade mitgeteilt.

Allerdings mag die Sachbearbeiterin mir keine verbindliche Auskunft geben, da noch Rücksprache mit dem Chef des äD erfolgen müsste, der aber noch ein paar Tage im Urlaub ist. Mir scheint aber, dass das JC darauf beharren will, dass ich nur Kunde des JC bleibe, wenn eine "gewisse Restarbeitsfähigkeit" besteht... entweder wurde Restarbeitsfähigkeit mit Resterwerbsfähigkeit verwechselt oder das JC beharrt sturr auf seiner Ansicht, dass jemand wie ich - der aller Voraussicht nach 1 Jahr nicht arbeitsfähig ist - nicht in den Leistungsbereich des JC gehört wegen fehlender Arbeitsfähigkeit.
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Alt 10.09.2012, 12:43   #24
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Standard AW: Arbeitsmarktrente, Aufstockendes ALG2, Amtsarzt und dann Hilfe zum Lebensunterhal

Notfalls musst Du dann schwerere Geschütze auffahren, damit diedas kapieren. Die Gesetzeslage ist eindeutig. Die wird der ärztliche Dienst aber nicht kennen, also ist anzunehmen, dass die SB versuchen wird Dich in die Sozialhilfe abzuschieben.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 10.09.2012, 13:23   #25
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Zitat von gelibeh Beitrag anzeigen
Notfalls musst Du dann schwerere Geschütze auffahren, damit diedas kapieren. Die Gesetzeslage ist eindeutig. Die wird der ärztliche Dienst aber nicht kennen, also ist anzunehmen, dass die SB versuchen wird Dich in die Sozialhilfe abzuschieben.
Am besten ist der Info Artikel, der auf der Seite des Jobcenter Bochums selbst steht (komme aus Bochum):

Jobcenter Bochum: Arbeitsmarktrente

Die sollten vielleicht mal das durchlesen :D

Ich habe jetzt einen Termin bei einer Rechtsanwältin für Sozialrecht für Donnerstag ausgemacht und dem Jobcenter auch mitgeteilt, dass ich im Zweifelsfalle darauf zurückgreifen werde.
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