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Start > > -> Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 19.10.2011, 08:35   #1
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dwgobi
Standard Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo!

Ich bin total verzweifelt und weiß nicht, wie es bei mir weitergeht.

Ich habe vor 2,5 Jahren den Antrag auf Erwerbsminderungsrente eingereicht, bin durch mehrere Instanzen gegangen, war bei 4 Gutachtern (ich nenne sie inzwischen Bösachter) und habe gestern eine erneute Ablehnung erhalten. Meine Klage, die ich vor dem Sozialgericht eingereicht hatte, ist damit abgeschmettert, denn nach diesem erneuten orthopädischen Gutachten sieht das Gericht die Klage als unhaltbar.

In dem vom Gericht bestellten Gutachten (das eigentlich "unabhängig" sein sollte) stehen meiner Meinung nach völlig unvollständige bzw. sogar unwahre Angaben. Die Berichte meiner Ärzte werden unter den Tisch fallen gelassen, der Orthopäde hat sich mal kurz eine eigene Meinung gebildet, die meiner Meinung nach falsch ist.

Ganz kurz ein paar Infos:
Ich habe an der HWS 2 schwere Bandscheibenvorfälle, die die Nerven bedrängen, weiterhin eine Bandscheibenvorwölbung. An der LWS habe ich mehrere Bandscheibenvorfälle UND eine Stenose (der Nervenkanal ist nahezu vollständig zu, dadurch sind die Nerven bedrängt). Mein rechtes Bein ist von der Hüfte abwärts fast taub bzw. ich habe Gefühlsstörungen (heiß/kalt Empfinden ist gestört und Druck löst elektrisierende Schmerzwellen aus) und manchmal knickt mir beim Laufen das Bein weg, ich kann also nur sehr vorsichtig laufen, muss mich vor allem beim Treppensteigen immer festhalten.

Symptome: Stärkste Schmerzen im HWS- UND LWS-Bereich, Schwindelanfälle (mit dem Gefühl bewusstlos zu werden) Puls- und Herzgeräusche im Ohr, Hallen im Kopf. Morgens wache ich mit stärksten Kopfschmerzen auf, kann manchmal gar nicht aufstehen. Ich kann keine Lautstärke mehr ertragen, oftmals wird es mir sogar zu viel, wenn ich mit jemandem sprechen muss. Vermeide jedes Telefonat, das nicht unbedingt sein muss. Bei jeder Form der Konzentration bekomme ich umgehend starke Kopfschmerzen. Kein langes Stehen oder Gehen möglich (max. 10 Minuten).

Ich nehme als Medikation Targin (morphinhaltiges Medikament), Lyrica (Schmerzmittel), Amitriptylin (Schmerzmittel/Antidepressiva) und Novaminsulfon als Bedarfsmedikation, das ich 2-3x täglich einnehmen muss. Die Medikamente wirken nur unzureichend, ich komme damit eben so über die Runden . Als weitere Notfallmedikation habe ich Tavor, dies nehme ich ein, wenn ich seelisch kurz vor dem Zusammenbruch stehe (wie jetzt z.B. nach der erneuten Ablehnung).

Ein Neurochirurg, der sich gestern meine MRT-Aufnahmen angesehen hat, sagte mir (wie ALLE meine Ärzte), dass ich allein schon aufgrund der Bilder furchtbare Schmerzen haben müsse und dass sich an einem Wirbelgelenk eine Zyste gebildet hätte, die ebenfalls stärkste Schmerzen hervorruft.

Von alldem ist in dem Gutachten nichts zu lesen. Mein Tagesablauf liest sich, als würde ich mir einen faulen Lenz machen, dabei kann ich gar nicht mehr machen. Meinen Haushalt macht eine Freundin von mir, im Garten arbeitet meine Mutter (73 Jahre!!!!), die übrigen, schweren Arbeiten erledigt mein Mann. Ich kann nur noch solche Arbeiten erledigen, die leicht sind und die ich mir einteilen kann, wie z.B. Geschirrspülmaschine ein-/ausräumen, Waschmaschine bedienen, Wäsche aufhängen und bügeln (jeweils mit langen Unterbrechungen). Ich bin nicht mehr in der Lage eine längeres Telefonat zu führen (strengt zu sehr an, verursacht schlimme Kopfschmerzen), halte meine sozialen Kontakte zu meinen mir noch verbliebenen 3 Freundinnen per Email, da Treffen zu anstrengend sind. Ich treffe meine Freundinnen max. 1x im halben Jahr und dann auch nur für höchstens 2 Stunden, länger kann ich nicht mehr.

Alles, was ich an zusätzlichen Aktivitäten unternehme, z.B. mal ein Einkaufsbummel mit meinem Mann oder mit meiner Tochter und deren Sohn auf einen Spielplatz zu gehen, oder 1x im Jahr ins Kino... für all das brauche ich zusätzlich VOR und DANACH Schmerzmittel, weil alles viel zu anstrengend für mich ist.

Dies ist nur ein ganz kleiner Einblick in meinen Alltag.

Ich hatte hier im Forum die Informationen über "Gutachten" durchgelesen und vieles davon wusste ich schon. Z.B. dass man beobachtet wird, wie man sich verhält, wie man sich bewegt usw. Aus diesem Grunde und weil ich wusste, dass ich vor Nervosität keinen klaren Gedanken fassen würde können, habe ich ein stichwortartiges Tagebuch geführt und auch aufgelistet, wie mein Leben VOR und nun WÄHREND der Krankheit aussah. Dies alles wurde nicht berücksichtigt, wurde nur kurz im Text erwähnt (Patientin bringt ein Tagebuch mit) dies taucht in der Anlage auf. Mit keinem Wort steht in dem Gutachten, dass ich nicht in der Lage war, mich von alleine auf der Untersuchungsliege aufzurichten, ich brauchte die Hilfe des Gutachters dazu. Ich biss bei jeder Bewegung vor Schmerzen die Zähne zusammen. Im Gutachten steht, dass ich in der Lage war, mich ohne fremde Hilfe an- und auszuziehen.

Wenn ich doch wenigstens ein klein wenig Zeit bekommen hätte (die Erwerbsminderungsrente bekommt man ja sowieso nur vorläufig, aber das hätte mir für den Anfang schon gereicht), dann hätte ich die Möglichkeit, mir ohne Druck und in Ruhe einen Arzt zu suchen und mich operieren zu lassen. Dann hätte ich mir vielleicht - wenn die OPs erfolgreich wären - wenigstens einen kleinen Teilzeitjob suchen können. Doch nun stehe ich vor dem Nichts. Hartz IV kann ich nicht beantragen, da das Gehalt meines Mannes oberhalb der Bemessungsgrenze liegt. Ich muss selbst die Krankenversicherungsbeiträge selbst tragen, sonst wäre ich gar nicht versichert. Wir haben ein Haus, das wir abzahlen müssen, dies alles, unsere ganze Existenz steht nun auf dem Spiel und ich weiß nicht mehr weiter.

Ich werde von allen Instanzen im Stich gelassen, ich weiß nicht mehr weiter und am liebsten wäre ich tot, dann wäre ich keine Belastung mehr. Während ich dies schreibe, weine ich schon wieder, die Verzweiflung und die Ungerechtigkeit lässt mich völlig verzweifeln.

Was kann ich denn noch tun?????? Weiß mir jemand einen Rat??? Ich will doch nichts Unmögliches, ich will doch nur zu meinem Recht kommen. Es kann doch nicht sein, dass alle Ärzte, die mich kennen, sagen, dass es unfassbar ist, dass ich keine Rente bekomme und alle Bösachter kommen zu dem Schluss, dass ich ganz locker 6 Std. arbeiten gehen kann und dass sich in der Zeit (Vergleich jetzt und vor 3 Jahren, als ich den Antrag gestellt habe) nichts Wesentliches verändert hat. Das ist der blanke Hohn, denn es geht mir von Monat zu Monat schlechter. Inzwischen leide ich auch noch unter Bluthochdruck und Herzrasen, was natürlich auch psychisch bedingt sein kann.

In therapeutischer Behandlung war ich auch schon, aber das hat mir im Grunde genommen nichts gebracht, weil ich es ja nicht an der Psyche, sondern - verdammt noch mal - im Kreuz habe...

Entschuldigung, dass dies hier ein halber Roman geworden ist, aber ich habe das Gefühl, als würde ich um mein Leben schreiben.

Eure Gabi
dwgobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 09:44   #2
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo Gabi,

puhh...da macht man ja was mit dir.

Vielleicht ist es ein Trost für dich...mir gehts ähnlich...derzeit ist mein Rentenantrag in der Klage und wer weiß, wann es da weiter gehen wird...

Targin kenne ich, nehme ich auch regelmäßig ein..und bei besonderen Schmerzspitzen zusätzlich noch Oxigesic akut -Opiate - ein...
Schmerzen kann man nicht begutachten...das ist unmöglich...schau dir mal die Leitlinien zur Schmerzbegutachtung an...müßtest du bei Frau Guugel finden...

Dann stellt sich auch die Frage, ob der Orthopäde für dich der richtige Gutachter war....denn eigentlich gehören chron. Schmerzen von einem Neurologen/Psychiater begutachtet...
und da sehe ich einen Ansatz gegen das Gutachten vorzugehen...
dein Anwalt soll dem Gutachten widersprechen bzw. dem Ergebnis daraus und einen Fachmann für Schmerzerkrankung als Gutacher fordern...

ansonsten sehe ich nur eine Möglichkeit...wenn die Klage zurückgewiesen wird....in 6 Monaten einen neuen EM-Rentenantrag zu stellen....

vielleicht sieht die Entscheidung dann shcon ganz anders aus...

alles Gute

Gruß
Anna
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 14:12   #3
Peter300->Emailproblem
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Peter300
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo
Da werden noch einige Tage ins Land gehen,denn beim mir sind es jetzt fast 5Jahre,ich habe mehrere Bandscheibenvorfälle in der HWS einen Herzinfakt eine Herz OP nehme Hydromorphon und einige Herzmittel und Antidepressiva(Mirtazapin),aber es heist ich kann 6Stunden und mehr in 3Schichten arbeiten,also könnt ihr euch vorstellen was noch alles kommen wird,da hilft nur durch halten und weiter klagen.
Peter300 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 14:17   #4
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dwgobi
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo Anna!

Danke für deine Antwort.

Bevor ich bei dem Ortho war, war ich bei einem Neurologen/Psychologen. Der war noch viel schlimmer. In seinem Gutachten war ja alles wunderbar... deshalb hatte ich so sehr gehofft, dass ein Orthopäde erkennt, wie schlimm alles ist.

Alle anderen Ärzte, die etwas von der Materie verstehen, sagen ja auch, es ist ein Unding, dass ich keine Rente bekomme. Aber nun das Beste, und das bestätigt leider, was ich im Grunde genommen befürchtet hatte.

Gestern war ich bei einem Arzt und mit dem habe ich heute kurz gemailt (ja, das ist ein Arzt, der mal ruckzuck und sofort für seine Patienten da ist) und der hat mir knallhart die Wahrheit ins Gesicht gesagt. Ich hatte ihn gefragt, ob er bereit sie, die zwei wichtigsten Seiten des Gutachtens kurz anzuschauen, wenn da etwas Falsches oder Unvollständiges drin steht, dass ich es dann anfechten kann. Und hier ist seine Antwort, ich kopier sie dir kurz rein:

"Klar, faxen Sie mir die beiden Seiten zu. Und dann? Es steht dem Gutachter frei zu schreiben, was er will. Ob es ein Schlechtachten war, interessiert keinen. Ein Gutachter ist letztlich gehalten i.S. des Kostenträgers zu urteilen (also BfA oder so). Urteilt er gegen seinen Auftraggeber, bekommt er keine Aufträge mehr. Können Sie nichts gegen machen. Und mit 50 bekommt man keine Rente. Das ist eben heute so. Die werden Sie aber fertig machen. Müssen sich noch bis 60 gedulden. Die Rentenkassen sind leer. Ist doch nichts Neues.
Gruß, xy"

Ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber da scheint was dran zu sein. Man hat als jüngerer Mensch von vornherein keine Chance, es sei denn, derjenige kassiert Hartz IV (will da aber niemanden auf die Füße treten), denn für diesen Menschen bezahlt ja eh schon der Staat, da ist es egal, von welcher Stelle das Geld abgezogen wird. In meinem Falle ist es so, dass wir ein Eigenheim haben und mein Mann verdient, so haben wir also keine Unterstützung zu erwarten. Hart aber ungerecht.

Ich bin nur noch am Weinen und dir drücke ich die Daumen, dass du mehr Erfolg hast.

Herzliche Grüße Gabi
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Alt 19.10.2011, 14:19   #5
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dwgobi
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von Peter300 Beitrag anzeigen
Hallo
Da werden noch einige Tage ins Land gehen,denn beim mir sind es jetzt fast 5Jahre,ich habe mehrere Bandscheibenvorfälle in der HWS einen Herzinfakt eine Herz OP nehme Hydromorphon und einige Herzmittel und Antidepressiva(Mirtazapin),aber es heist ich kann 6Stunden und mehr in 3Schichten arbeiten,also könnt ihr euch vorstellen was noch alles kommen wird,da hilft nur durch halten und weiter klagen.

Auch schlimm, verdammt noch mal. Aber irgendwann ist man ausgeblutet und bei uns ist es jetzt nach 2 1/2 Jahren soweit. Mir geht schlicht und ergreifend das Geld aus, obwohl ich mir meine Abfindung so sehr aufgespart habe. Über 5 Jahre werde ich nicht durchhalten, und dann?! Ich weiß es nicht, ich bin einfach nur noch leer und ausgebrannt...
dwgobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 14:29   #6
nordlicht22->Emailproblem
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

bei solchen Dingen bitte immer versuchen einen auf Medizinrecht spezialisierten Anwalt zu bekommen.

Ich bin nie in die Lage geraten die Rente einklagen zu müssen, aber aus dem was ich so mitlese und erzählt bekomme - Klagen die von einem Verband wie SoVD oder VDK betreut werden gehen meist besser durch. Ebenso Klagen die von einem Mezinrechtler - nicht Rentenrechtler! - vertreten werden.

Wahrscheinlich sind diese RA ebenso rar gesät wie RA für Sozialrecht

Hast Du die Möglichkeit ein eigenes Gutachten erstellen zu lassen? Soweit mir bekannt ist, soll es da inzwischen §§ geben, das die Kosten dieser Gutachten auf Antrag übernommen werden.

Sicherlich sind da auch wieder ne Menge Unterlagen gefordert und auch die Aussicht auf Erfolg wird da mit reinspielen. Versuchen würde ich es allemal. Gerade wenn Du Fachärzte hast, die Dich unterstützen würden.

Vielleicht ist das jetzt die Möglichkeit aus dem bisher erlebten sich gut auf den nächsten Antrag vorzubereiten.

Übrigens sind Schmerzmittel, auch wenn das Opiate bzw. opiatähnliche Medikamente sind, kein Nachweis für die Erwerbsfähigkeit. Ich nehme selbst seit 6 Jahren opiatähnliche Medis ein und konnte aus diesem Grund weiter arbeiten. Die lapidare Angabe "ich nehme die und die Medis" sind ziemlich uninteressant für einen Mediziner. Da zählt nur welche Einschränkungen tatsächlich vorliegen. Da hat Anne ja bereits was zu geschrieben.

Da der Gutachter Orthopäde ist kannst Du mit eigenen Unterlagen vielleicht doch noch was ausrichten. Ich bin auch eher der Meinung, das Du von einem Neurologen begutachtet werden solltest.

Wer hat den Gutachter ausgesucht? Hast Du mal in die Gerichtsakte geschaut?

PS ich bin mit 38 in die Rente gesteckt worden. Am Alter dürfte es daher nicht liegen.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 15:00   #7
Marslicht->Emailproblem
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Marslicht
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo,

bei mir hat das ganze Spiel 4,5 Jahre gedauert und mein Glück war das ich einen Arzt für mein Gegengutachten hatte der nicht umgekippt ist weil ein Schreibtischarzt der RV alles besser wußte und er stand voll hinter mir.
Diesen Ärzten der RV ist es egal ob es dabei um den Menschen geht und urteilen über Menschen die Sie nur vom Papier her kennen.
Aber um es auf den Punkt zu bringen, ein Anwalt für Sozialrecht der ein wenig fit ist recht da völlig aus wenn es um Rente geht, letztendlich müssen es die Ärzte so darlegen das es das Gericht versteht und ohne Rechtsschutzversicherung kann man das kaum finanziell durchstehen.
Alleine bei meinem Gegengutachten mußte meine Rechtsschutzversicherung 1500 Euro beim SG hinterlegen von dem die Kosten für das Gegengutachten gezahlt wurden.

Ich kann nur immer wieder betonen, man muß das beantragen was man eingentlich nicht will um das zu erhalten was man will.
In meinem Fall habe ich eine halbe EM-Rente beantragt die in der Verhandlung in eine volle EM-Rente wegen Arbeitsmarktlage umgewandelt wurde.

MfG
Marslicht
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Alt 19.10.2011, 15:11   #8
AsbachUralt
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
derjenige kassiert Hartz IV (will da aber niemanden auf die Füße treten), denn für diesen Menschen bezahlt ja eh schon der Staat, da ist es egal, von welcher Stelle das Geld abgezogen wird.
Das ist falsch,da Rente eine Versicherungsleistung ist(auch wenn der Staat jährlich 80 Milliarden dazubuttert),Hartz IV nicht.
Und die DRV wird einen Teufel tun und Hartz IV Empfänger bevorzugt zu berenten.

Das Problem ist,ausser dass natürlich jeder GA das Lied dessen singt,dessen Brot er isst,dass man subjektiv als Leidender natürlich der Meinung ist,die Rente steht mir zu.Die GA beurteilen das aus anderer Sicht,selbst eine Querschnittslähmung bedeutet nicht automatisch, dass eine Rente gewährt wird.
Hast Du Juristischen Beistand?Wenn nicht solltest Du eventuell einem Sozialverband beitreten um Dir Rat zu holen inwiefern Du noch gegen die Abweisung vorgehen kannst.
Ansonsten bleibt nur,bald wieder einen neuen Rentenantraag zu stellen unter dem Aspekt der Verschlimmerung Deiner Leiden.
Viel Glück.
AsbachUralt ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 15:27   #9
nordlicht22->Emailproblem
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von Marslicht Beitrag anzeigen

Ich kann nur immer wieder betonen, man muß das beantragen was man eingentlich nicht will um das zu erhalten was man will.
In meinem Fall habe ich eine halbe EM-Rente beantragt die in der Verhandlung in eine volle EM-Rente wegen Arbeitsmarktlage umgewandelt wurde.

MfG
Marslicht
öhm - marslicht - Du hast keine volle EM Rente, sondern eine Teilzeitrente die Aufgrund des als verschlossen geltenden Arbeitsmarktes als volle EM Rente ausgezahlt wird. Du bist damit weiterhin 3 bis unter 6 Stunden arbeitsfähig und vermittelbar. Auch bist Du weiterhin im SGB II.

Du hast also das erhalten was Du beantragt hast - nicht mehr
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Alt 19.10.2011, 15:42   #10
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Marslicht
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
öhm - marslicht - Du hast keine volle EM Rente, sondern eine Teilzeitrente die Aufgrund des als verschlossen geltenden Arbeitsmarktes als volle EM Rente ausgezahlt wird. Du bist damit weiterhin 3 bis unter 6 Stunden arbeitsfähig und vermittelbar. Auch bist Du weiterhin im SGB II.
öhm lass mich mal nachlesen, denn ich denke schon das ich weiß was ich schreibe

Zitat:
1. Die Beklagte verpflichtet sich, an den Kläger Rente wegen voller Erwerbsminderung vom 01.11.2009 bis bla bla zu bezahlen.
Wenn die RV vor Gericht einen Vergleich anbietet in dem Sie eine volle EM Rente anbietet wegen der Arbeitsmarktlage bekomme ich keine halbe.
Desweiteren bekomme ich schon seit Mai 2009 kein ALG II mehr.
Du kannst mir schon glauben wenn ich die Schreiben in meiner Ablage hier neben dem Monitor liegen habe, was ich da schreibe.

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
PS ich bin mit 38 in die Rente gesteckt worden. Am Alter dürfte es daher nicht liegen.
Das Alter spielt auch eine Rolle bei solchen Verhandlungen, je jünger umso schwieriger eine Einigung zu finden.
Der Richter meinte nur, das ich mit 41 sehr sehr jung bin, aber aufgrund der Befunde hier eigentlich kein Handlungspielraum möglich ist.
Mir war nach Verhandlungsbeginn und dem 2. Satz vom Richter klar das ich meine Rente bekomme in irgend einer Form.

Gruß vom Mars
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Alt 19.10.2011, 20:07   #11
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Zitat von Marslicht Beitrag anzeigen


In meinem Fall habe ich eine halbe EM-Rente beantragt die in der Verhandlung in eine volle EM-Rente wegen Arbeitsmarktlage umgewandelt wurde.

MfG
Marslicht
hier hast Du angegeben eine volle EM-Rente wegen der Arbeitsmarktlage zu erhalten.

Das ist nun mal eine sog. Arbeitsmarktrente. Sorry, aber entweder Du bleibst mal bei einer Version oder erkundigst Dich mal selbst, was für eine Rente Du nun eigentlich hast.


Das wäre auch in Deinem Sinne interessant. Wenn Du nämlich eine sog. Arbeitsmarktrente hast, dann kannst Du (sollte es Dir mal wieder besser gehen) wesentlich mehr dazu verdienen. Du hast anderen Anspruch auf Förderungen usw.


Bekommst Du eine volle EM-Rente alleinig wg. der Erkrankung, dann darfst Du nur 400€ dazu verdienen.


Zitat von Marslicht Beitrag anzeigen
öhm lass mich mal nachlesen, denn ich denke schon das ich weiß was ich schreibe

bezweifel ich gar nicht. Nur Du scheinst nicht zu wissen was eine Arbeitsmarktrente ist. Für Dich nicht weiter interessant - ausser das eine Arbeitsmarktrente immer nur befristet gewährt wird. Das könnte dann bei einer Weiterbewilligung mal interessant werden.

Wenn die RV vor Gericht einen Vergleich anbietet in dem Sie eine volle EM Rente anbietet wegen der Arbeitsmarktlage bekomme ich keine halbe.

Genau - Du erhälst eine volle Rente Aufgrund des verschlossen geltenden Arbeitsmarktes. Das ist eine sog. Arbeitsmarktrente. Lies Dir bitte mal genau alles durch. Irgendwo könnte was stehen von "die Rente wird wg. dem als verschlossen geltenden...". Bei einer vollen EM alleinig wg. der Erkrankung steht "volle Erwerbsminderungsrente Aufgrund der Erkrankung".
Unterschied ist eben der Zuverdienst und das die volle Rente eher in eine unbefristete umgewandelt wird. Auch ist die Verlängerung weniger schwer.


Ich weiß nicht wie ich Dir das anders erklären kann
Du bekommst zwar eine volle Rente ausgezahlt, aber die Feststellung Deiner Erwerbsfähigkeit ist nicht unter 3 Stunden, sondern 3 bis unter 6 Stunden.
Nur weil der Arbeitsmarkt im Allgemeinen für Teilzeit und Behinderte wenig anbietet wird eine volle Rente gewährt.

Dich sollte das weniger interessieren. Es sei denn das Arbeitsamt kommt irgendwann an und gibt der DRV Bescheid, das es ausreichend Teilzeitstellen gibt (eher unwahrscheinlich).

Für andere Leute die sich mit der Rente befassen sind das feine, aber sehr wichtige Unterschiede.
Bei einer Arbeitsmarktrente ist weiterhin ALG II zuständig. Bei voller Rente SGB XII. Arbeitsmarktrente kann man weiterhin vermitttelt werden. Bei der vollen Rente nicht.

Aber ist auch egal. Du hast ja das, was Du wolltest.


Desweiteren bekomme ich schon seit Mai 2009 kein ALG II mehr.
Du kannst mir schon glauben wenn ich die Schreiben in meiner Ablage hier neben dem Monitor liegen habe, was ich da schreibe.


Gruß vom Mars
wie schon geschrieben - richtig abgeschrieben ja, aber ich vermute mal das Du den Unterschied einfach nicht kennst.
Würdest Du aufstocken müssen, würdest Du es ganz genau wissen
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 20:44   #12
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Okay, Ihr alle, die Ihr inzwischen mit 38 bzw. 41 Rente bezieht:

Was in aller Welt habt ihr für Leiden, dass ihr es geschafft habt?

Ich komme auf dem Zahnfleisch daher, kann rein gar nichts mehr machen und mir sagt man, ich könne doch arbeiten?! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Klar, dass es den Bösachtern shitegal ist, wieviele Medikamente ich schlucke, aber nicht mal damit lässt sich meine Situation soweit verbessern, dass ich auch nur an eine Stunde regelmäßige Arbeit denken könnte.

Zu einem Neurologen möchte ich nicht mehr gehen, mit denen habe ich nur die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht und meine Beschwerden sind ja eigentlich orthopädischer Natur. Vielleicht um es nochmal klarzustellen: HWS 3 Bandscheibenvorfälle, LWS 4 Bandscheibenvorfälle + Stenose (Wirbelkanal ist bereits verknöchert, so dass die Nerven gequetscht werden). Dadurch rechtes Bein von Hüfte abwärts taub und gefühlsgestört.

Ja, ich habe einen Anwalt. Der war eigentlich bisher guter Dinge. Aber nach dem Schreiben vom Gericht, dass für sie die Sache nun erstmal erledigt ist, denke ich, wird er mir raten, zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Antrag zu stellen. Bis dahin bin ich aber ausgehungert. Ich bin finanziell völlig ausgeblutet.

Ob es sich zum jetzigen Zeitpunkt für mich noch lohnt, einem Verband wie dem VDK beizutreten, ist fraglich, oder?

Ich hätte einen Orthopäden, der mir auch schon angeboten hat, ein Gutachten zu erstellen, aber dieser wird vom Gericht ja nicht anerkannt, da er von mir und nicht vom Gericht bestellt würde.

Ein Neurochirurg, bei dem ich gestern vorstellig war und der mich auch operieren würde (habe große Angst wegen der nicht geringen Risiken) hat sich zumindest bereit erklärt, sich das Gutachten mal anzusehen. Wenn er feststellt, dass Tatsachen verbogen wurden oder ganz unter den Tisch fallen gelassen wurden, könnte ich evtl. das Gutachten anfechten. Aber mit welchem Zeitaufwand und mit welchen Erfolgsaussichten???

Ich bin kurz davor, mich aus Not operieren zu lassen, in der Hoffnung, dass alles gut geht und ich dann wenigstens einen Teilzeitjob ausüben kann.

Tja, ihr seht... alles nicht so einfach und vor allem eine Zeit- und Geldfrage. Eine Rechtsschutzversicherung habe ich, sonst wäre ich nicht so weit gekommen. Ich stehe nun eben vor der Entscheidung: Weiterkämpfen oder aufgeben?!

Lieben Dank für eure Antworten!

Gabi
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Alt 19.10.2011, 21:00   #13
Muzel
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Du schreibst, dass du eineiige Instanzen beschritten hast. Welche sind das genau? Stehen dir noch Rechtmittel offen. Ein Scharzkittel auf dem Sozialgericht ist etwas anderes als ein Richter in einer höheren Instanz. Deine Kiste hätte ich voll durchgezogen
Muzel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 21:03   #14
Muzel
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hast du einen GdB, das ist nützlich für den Rentenbescheid, notwendig aber nicht.
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Alt 19.10.2011, 21:30   #15
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Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
öhm lass mich mal nachlesen, denn ich denke schon das ich weiß was ich schreibe

bezweifel ich gar nicht. Nur Du scheinst nicht zu wissen was eine Arbeitsmarktrente ist. Für Dich nicht weiter interessant - ausser das eine Arbeitsmarktrente immer nur befristet gewährt wird.
Das könnte dann bei einer Weiterbewilligung mal interessant werden.

Oh ich denke das kann man sehr gut im Wikipedia nachlesen und ich bin auch der deutschen Sprache in Wort und Bild ganz gut mächtig.
Ob Arbeitsmarktrente, Teil- EM-Rente oder eine volle EM-Rente, die erste wird immer befristet gemacht.
Kann man sich gerne beim zuständigen Rentenversicherer näher erklären lassen.

Wenn die RV vor Gericht einen Vergleich anbietet in dem Sie eine volle EM Rente anbietet wegen der Arbeitsmarktlage bekomme ich keine halbe.

Genau - Du erhälst eine volle Rente Aufgrund des verschlossen geltenden Arbeitsmarktes. Das ist eine sog. Arbeitsmarktrente. Lies Dir bitte mal genau alles durch. Irgendwo könnte was stehen von "die Rente wird wg. dem als verschlossen geltenden...". Bei einer vollen EM alleinig wg. der Erkrankung steht "volle Erwerbsminderungsrente Aufgrund der Erkrankung".
Unterschied ist eben der Zuverdienst und das die volle Rente eher in eine unbefristete umgewandelt wird. Auch ist die Verlängerung weniger schwer.


Wenn da was stehen würde, hätte ich es auch so geschrieben!

Hier steht weiter unter
2. Die Beklagte trägt 10 v.H. der außergerichtlichen Kosten des Klägers.
3. Die Beteiligten sind sich einig, dass damit der Rechtsstreit in der Sache erledigt ist.

Ich weiss schon was ich schreibe und hier poste!

Ich weiß nicht wie ich Dir das anders erklären kann
Du bekommst zwar eine volle Rente ausgezahlt, aber die Feststellung Deiner Erwerbsfähigkeit ist nicht unter 3 Stunden, sondern 3 bis unter 6 Stunden.
Nur weil der Arbeitsmarkt im Allgemeinen für Teilzeit und Behinderte wenig anbietet wird eine volle Rente gewährt.

Alles bekannt und 1000 mal im www nachgelesen und auch verstanden!

Dich sollte das weniger interessieren. Es sei denn das Arbeitsamt kommt irgendwann an und gibt der DRV Bescheid, das es ausreichend Teilzeitstellen gibt (eher unwahrscheinlich).

Wird wohl eher unwahrscheinlich sein, bei einer Restherzleistung von 30 %, Schwerbehinderung von 80 % mit Merkzeichen "g" und "aG" und einen 2008 implantierten Defibrilator.

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
Ich bin nie in die Lage geraten die Rente einklagen zu müssen, aber aus dem was ich so mitlese und erzählt bekomme - Klagen die von einem Verband wie SoVD oder VDK betreut werden gehen meist besser durch. Ebenso Klagen die von einem Mezinrechtler - nicht Rentenrechtler! - vertreten werden.
Ich denke das macht den Unterschied zwischen Theorie und Praxis bei uns beiden aus.
Du musstest es nicht einklagen und hast also auch nicht vor dem SG gesessen, was ich nicht nur bei der Rentengeschichte hinter mir habe.
Es wird immer Unterschiede geben zu dem was im Internet verbreitet wird zum Gegensatz zu dem was die einzelne Person wirklich erlebt hat.
Und ich war nie in einem Verband wie dem VDK, zu diesem Thema gibt es auch einen super Thread (den ich leider gerade nicht finde, aber nachreichen werde) der genau entgegengesetzt von Deiner Meinung ist, weil hier Leute Ihre wahren Erlebnisse niederschreiben und nicht was gelesenes.
__

MfG
Marslicht


„Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“

Konrad Adenauer

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Alt 19.10.2011, 21:55   #16
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

ich geb das auf

Du hast gewonnen. Was interessiert es mich überhaupt - ist doch Deine Rente
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Alt 19.10.2011, 22:06   #17
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Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
Okay, Ihr alle, die Ihr inzwischen mit 38 bzw. 41 Rente bezieht:

Was in aller Welt habt ihr für Leiden, dass ihr es geschafft habt?

Möchte ich Dir nicht wünschen...

Ich komme auf dem Zahnfleisch daher, kann rein gar nichts mehr machen und mir sagt man, ich könne doch arbeiten?! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Klar, dass es den Bösachtern shitegal ist, wieviele Medikamente ich schlucke, aber nicht mal damit lässt sich meine Situation soweit verbessern, dass ich auch nur an eine Stunde regelmäßige Arbeit denken könnte.

Zu einem Neurologen möchte ich nicht mehr gehen, mit denen habe ich nur die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht und meine Beschwerden sind ja eigentlich orthopädischer Natur. Vielleicht um es nochmal klarzustellen: HWS 3 Bandscheibenvorfälle, LWS 4 Bandscheibenvorfälle + Stenose (Wirbelkanal ist bereits verknöchert, so dass die Nerven gequetscht werden). Dadurch rechtes Bein von Hüfte abwärts taub und gefühlsgestört.

Ich habe von HWS und LWS null Ahnung. Ich verstehe beinahe nichts von dem was Du hier angibst. Vielleicht ist das auch so bei den Richtern

Ja, ich habe einen Anwalt. Der war eigentlich bisher guter Dinge. Aber nach dem Schreiben vom Gericht, dass für sie die Sache nun erstmal erledigt ist, denke ich, wird er mir raten, zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Antrag zu stellen. Bis dahin bin ich aber ausgehungert. Ich bin finanziell völlig ausgeblutet.

Zur Not Sozialleistungen beantragen und zwar rechtzeitig. Schon vermögen liegt bei 2600€

Ob es sich zum jetzigen Zeitpunkt für mich noch lohnt, einem Verband wie dem VDK beizutreten, ist fraglich, oder?

Auf Dauer könnte sich das als Vorteil erweisen. Mit der Einklagung der Rente ist ja noch lange nicht Schluß. Bei mir fing der Ärger erst mit der Rente an. Ist wahrscheinlich auch von Fall zu Fall verschieden. Wenn Dein Kreisverband gut ist, sind die paar € gut angelegt.

Ich hätte einen Orthopäden, der mir auch schon angeboten hat, ein Gutachten zu erstellen, aber dieser wird vom Gericht ja nicht anerkannt, da er von mir und nicht vom Gericht bestellt würde.

Gegengutachten sind nicht erlaubt??

Ich hätte mir mehr Sorgen um die Kosten gemacht.

Ein Neurochirurg, bei dem ich gestern vorstellig war und der mich auch operieren würde (habe große Angst wegen der nicht geringen Risiken) hat sich zumindest bereit erklärt, sich das Gutachten mal anzusehen. Wenn er feststellt, dass Tatsachen verbogen wurden oder ganz unter den Tisch fallen gelassen wurden, könnte ich evtl. das Gutachten anfechten. Aber mit welchem Zeitaufwand und mit welchen Erfolgsaussichten???

Das kann Dir wohl Niemand genau sagen.
Was mir immer mal wieder auffällt: es wird oft von Diagnosen gesprochen, seltener von den tatsächlichen Einschränkungen. Das ist aber das, was die DRV interessiert. Diagnosen sagen meist nicht viel aus.


Ich bin kurz davor, mich aus Not operieren zu lassen, in der Hoffnung, dass alles gut geht und ich dann wenigstens einen Teilzeitjob ausüben kann.

Welche Prognose hast Du für diese OP?
Ich kenne mich da nicht mit aus, aber eine Op ist eine OP und sicher kein Spaziergang. Wenn die OP aber nicht schwer ist und gute Erfolgschancen da sind, dann wäre zumindest eine Beratung in die Richtung eine Idee. Die Entscheidung wird Dir Niemand abnehmen können.


Tja, ihr seht... alles nicht so einfach und vor allem eine Zeit- und Geldfrage. Eine Rechtsschutzversicherung habe ich, sonst wäre ich nicht so weit gekommen. Ich stehe nun eben vor der Entscheidung: Weiterkämpfen oder aufgeben?!

Lieben Dank für eure Antworten!

Gabi
Das sollte erst nach Einsicht des Gutachten entschieden werden. Es ist schon mal gut das Du einen Arzt hast, der Dir das erklären kann.Mich würde das brennend interessieren was ein Facharzt zu dem Gutachten sagt. Nutze das Angebot ruhig und versuche seine Meinung zu bekommen.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2011, 22:24   #18
Christine Vole 2010
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo Gabi

zunächst einmal, ich kann Dir leider keinen Praxistip geben. Da mir die Rente bewilligt wurde, kenne ich das offensichtlich zermürbende Procedere mit dem Sozialgericht nicht.
Ich kann Dir dem Grunde nach nur mein ehrlich empfundenes Mitgefühl aussprechen, da ich nur zu gut weiß,wie es um frau bestellt ist mit solcher Art Erkrankung.

Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
Okay, Ihr alle, die Ihr inzwischen mit 38 bzw. 41 Rente bezieht:
Darf ich "mitreden", obwohl ich "schon" 46 Lenze zählte, als mir die EM-Rente bewilligt wurde ?

Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
Was in aller Welt habt ihr für Leiden, dass ihr es geschafft habt?

Ich komme auf dem Zahnfleisch daher, kann rein gar nichts mehr machen und mir sagt man, ich könne doch arbeiten?! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Klar, dass es den Bösachtern shitegal ist, wieviele Medikamente ich schlucke, aber nicht mal damit lässt sich meine Situation soweit verbessern, dass ich auch nur an eine Stunde regelmäßige Arbeit denken könnte.
Wie geschrieben, ich weiß nicht, ob alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Möglicherweise kann ein Gutachter aus einem anderen medizinischen Bereich noch ein anderslautendes Urteil abgeben, aber ob,wie und wann ein Gericht quasi einer "neuen Beweislage" Beachtung schenkt, dazu müsste Dir ein Fachanwalt Näheres sagen können.

Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
Zu einem Neurologen möchte ich nicht mehr gehen, mit denen habe ich nur die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht und meine Beschwerden sind ja eigentlich orthopädischer Natur. Vielleicht um es nochmal klarzustellen: HWS 3 Bandscheibenvorfälle, LWS 4 Bandscheibenvorfälle + Stenose (Wirbelkanal ist bereits verknöchert, so dass die Nerven gequetscht werden). Dadurch rechtes Bein von Hüfte abwärts taub und gefühlsgestört.
Ich habe eine fast identische Palette anzubieten.Die Verknöcherungen sind jeweils in der HWS (mit von Dir genanntem Einfluss auf den rechten Arm) und LWS (mit den Auswirkungen auf das linke Bein)
Dazu addieren sich noch eine Nervenlähmung im rechten Unterarm,Fibromyalgie und Asthma.
Als meinem Hausarzt seinerzeit sämtliche Unterlagen vorlagen, murmelte er mehrmals..."sche*sse".
Er wusste, wie sehr ich an meinem Job hing (war selbstständige Berufskraftfahrerin) und erklärte, dass weitere 2 Jahre auf dem Bock mich in den Rolli führen würden (Zwangshaltung und damit dauerhafte negative Beeinflussung), mit einem Unfall könnte es durchaus schneller gehen.
Ich hatte mich lange "zurechtspritzen" lassen, am WE auch gerne mal die volle Dröhnung, ansonsten kannte ich nur den Unterschied zwischen sehr heftigen und heftigen Schmerzen...
Lange Rede, er riet zur Rente
Auf meinen Einwand, dass es sicher schwer werden würde, man mich vielleicht auf "leichtere" Tätigkeiten verweisen könne, gab er mir unter der Hand einen Tip.
Ich solle meinen "Schwerpunkt" nicht auf die körperlichen Beschwerden legen, ich solle vielmehr die durch die Schmerzen hervorgerufene psychische Beeinträchtigung in den Vordergrund stellen.
Da ja auch Fibro bei mir anhängig ist (mangelnde Schmerzverarbeitung), die noch immer häufig als psychische Erkrankung gewertet wird hatte ich quasi Glück im Unglück.
Das "Kombipaket" aus psychischen und körperlichen Erkrankungen bescherte mir eine Neurologin/Psychiaterin als GA.
Wenngleich ich mit dem GA als solchem nicht einverstanden war -auch bei mir strotzte es vor Fehlern und Verdrehungen- befürwortete die Halbgöttin in weiß dennoch die EM-Rente.
Somit war das (niemals angestrebte, irgendwann aber akzeptierte) Ziel "Rente" erreicht.
Was Dir mein Roman sagen will:
Du leidest nicht nur körperlich, unter diesen Schmerzen, der kaum möglichen gesellschaftlichen Teilhabe u.v.a. leidet auch Deine Psyche.
Ein solch schmerzbehaftetes Leben macht u.U. sehr depressiv.
Vielleicht solltest Du versuchen, das "Pferd von dieser Seite her aufzuzäumen".
Bei mir hat es funktioniert, meinem alten HA bin ich noch heute dankbar für diesen,"unter der Hand" erteilten Rat.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du zu der Ruhe kommst, die Du und Dein Körper dringend brauchen.

lG
Christine
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Alt 19.10.2011, 23:01   #19
Anna B.
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo Gabi,

ich hab jetzt noch nciht alle Antworten durchgelesen...werd ich morgen nachholen..
du hattest nach meinem Alter gefragt...ich bin 57 Jahre alt und lt. Gutachtern natürlich für die Arbeit noch recht knusprig....

obwohl BSV in HWS, BWS, LWS, chron. Schmerzsyndrom, fibromyalgie, Depressionen, und weiß der Geier....

aber arbeiten kann ich noch...klar...naja mein rentenantrag läuft, liegt jetzt beim Sozialgericht...und nun heißt es geduldig sein.

Dir viel Erfolg...
ich les mich morgen noch einmal ein...

Gruß
Anna
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Alt 20.10.2011, 05:14   #20
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Marslicht
Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
Okay, Ihr alle, die Ihr inzwischen mit 38 bzw. 41 Rente bezieht:

Was in aller Welt habt ihr für Leiden, dass ihr es geschafft habt?

Ich komme auf dem Zahnfleisch daher, kann rein gar nichts mehr machen und mir sagt man, ich könne doch arbeiten?! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Klar, dass es den Bösachtern shitegal ist, wieviele Medikamente ich schlucke, aber nicht mal damit lässt sich meine Situation soweit verbessern, dass ich auch nur an eine Stunde regelmäßige Arbeit denken könnte.

Das hat mit den Leiden weniger zu tun, das Grundproblem sind hier die leeren Kassen. Um es mal krass auf den Punkt zu bringen, vor 10 - 15 Jahren hat man Renten für Dauerschnupfen vergeben, egal bei welchen Alter. Aufgrund der hohen Einwandererzahlen wo zum Teil Opa und Oma mit rüber gebracht nach Deutschland wurden die nie was in die Rentenkassen eingezahlt hatten wurden diese Kassen immer leerer.


Zu einem Neurologen möchte ich nicht mehr gehen, mit denen habe ich nur die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht und meine Beschwerden sind ja eigentlich orthopädischer Natur. Vielleicht um es nochmal klarzustellen: HWS 3 Bandscheibenvorfälle, LWS 4 Bandscheibenvorfälle + Stenose (Wirbelkanal ist bereits verknöchert, so dass die Nerven gequetscht werden). Dadurch rechtes Bein von Hüfte abwärts taub und gefühlsgestört.

Dann solltest Du schleunigst wechseln!
Ein guter Bekannter von mir hat dieses auch mit einem Kardiologen hinter sich. Der alte Kardiologe meinte, alles halb so wild mit Ihren Herzen, kaufen Sie sich ein paar Stöcke und machen sie Walking.
Mal abgesehen das dieser gleiche Arzt das auch zu meinen 80 Jahre alten Vater gesagt hatte ........
Der neue Kardiologe meinte nur, um gottes Willen kein Walking, sie sollten sich bewußt sein das Sie nur noch ein halbes Herz haben was funktioniert und ein sehr kranker Mensch sind.
Es ist sehr sehr wichtig das der Arzt voll hinter Dir steht und das er vielleicht noch unbefangen ist was Gutachten für Rentenversicherer angeht.


Ja, ich habe einen Anwalt. Der war eigentlich bisher guter Dinge. Aber nach dem Schreiben vom Gericht, dass für sie die Sache nun erstmal erledigt ist, denke ich, wird er mir raten, zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Antrag zu stellen. Bis dahin bin ich aber ausgehungert. Ich bin finanziell völlig ausgeblutet.

Ob es sich zum jetzigen Zeitpunkt für mich noch lohnt, einem Verband wie dem VDK beizutreten, ist fraglich, oder?

Wie gesagt, ich persönlich halte den Anwalt für die bessere Wahl im Gegensatz zum VDK, kommt aber auch auf den Anwalt an und wie Du und Deine Ärzte ihm zuspielen.

G*t Du hier mal!!


Ich hätte einen Orthopäden, der mir auch schon angeboten hat, ein Gutachten zu erstellen, aber dieser wird vom Gericht ja nicht anerkannt, da er von mir und nicht vom Gericht bestellt würde.

Bei einem Gegengutachten kannst Du sehr wohl diesen Arzt angeben, aber der Arzt zum Erstgutachten wird vom Gericht benannt.
Aber ohne Rechtsschutzversicherung musst Du für so ein Gegengutachten zwischen 1500 - 2000 Euro beim SG hinterlegen.
Hat in meinem Fall die Rechtsschutzversicherung übernommen.


Ein Neurochirurg, bei dem ich gestern vorstellig war und der mich auch operieren würde (habe große Angst wegen der nicht geringen Risiken) hat sich zumindest bereit erklärt, sich das Gutachten mal anzusehen. Wenn er feststellt, dass Tatsachen verbogen wurden oder ganz unter den Tisch fallen gelassen wurden, könnte ich evtl. das Gutachten anfechten. Aber mit welchem Zeitaufwand und mit welchen Erfolgsaussichten???

Hast Du denn keine Abschrift vom Gutachten zugestellt bekommen vom Anwalt übers Gericht?
Da ist in der Regel auch die Arbeitszeitempfehlung zum Schluss mit dabei.
Wenn da was nicht passt, egal in welcher Hinsicht, dann solltest du dieses Gutachten anfechten lassen.


Ich bin kurz davor, mich aus Not operieren zu lassen, in der Hoffnung, dass alles gut geht und ich dann wenigstens einen Teilzeitjob ausüben kann.

Tja, ihr seht... alles nicht so einfach und vor allem eine Zeit- und Geldfrage. Eine Rechtsschutzversicherung habe ich, sonst wäre ich nicht so weit gekommen. Ich stehe nun eben vor der Entscheidung: Weiterkämpfen oder aufgeben?!

Jetzt bist Du soweit, dann solltest Du es durchziehen und es wird nicht besser, der Schreibtischarzt der RV wird zu jedem was gegenzuhalten haben, aber da solltest Du drüber stehen!
Dein Vorteil ist, Du hast eine Rechtsschutzversicherung und viele müssen dann den Klageweg abbrechen weil Sie keine haben und es sich auch nicht leisten können und davon wird ausgegangen.
Gabi, nur Du kennst Deinen Körper und nur Du weisst wie es Dir geht und nur Du kannst dem System zeigen wie weit Sie Dich versäckeln können.
Die Rentenversicherung bzw. die wo Deinen Widerspruch bearbeiten, mit denen wirst Du nie persönlich in Kontakt kommen, also woher will dann jemand wissen aufgrund von Papieren wie es innerlich in Dir aussieht?
__

MfG
Marslicht


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Konrad Adenauer

Marslicht ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2011, 18:28   #21
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von dwgobi Beitrag anzeigen
Auch schlimm, verdammt noch mal. Aber irgendwann ist man ausgeblutet und bei uns ist es jetzt nach 2 1/2 Jahren soweit. Mir geht schlicht und ergreifend das Geld aus, obwohl ich mir meine Abfindung so sehr aufgespart habe. Über 5 Jahre werde ich nicht durchhalten, und dann?! Ich weiß es nicht, ich bin einfach nur noch leer und ausgebrannt...
Hallo
Ich weis wie man sich füllt,aber da mußte durch,über Geld rede ich erst garnicht,das ist schon lange aus und da hat sich mein Frau noch im November verabschiedet,jetzt stehe ich mit den Kosten für Haus und Auto da (514€HarzIV)
Peter300 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2011, 18:58   #22
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von Muzel Beitrag anzeigen
Hast du einen GdB, das ist nützlich für den Rentenbescheid, notwendig aber nicht.
Ja, 50% GdB, die Erhöhung ist am laufen, interessiert aber kein Schwein.
dwgobi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2011, 21:16   #23
Anna B.
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Hallo,

ich hab auch einen Gdb von 50...interssiert die DRV aber nicht im geringsten...EM-Rente abgelehnt und gut ist...mein Anwalt hat jetzt Klage eingereicht.

Gruß
Anna
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.10.2011, 21:44   #24
nordlicht22->Emailproblem
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

zur Erklärung:

GdB ist lediglich eine Feststellung der Höhe der Einschränkungen durch eine Behinderung/Krankheit.

Der GdB sagt NICHTS aus über die Arbeitsfähigkeit.

Um die Einschränkungen auszugleichen gibt es Hilfsmittel, Erleichterungen (angeblich), mehr Urlaub usw.

Das ist auf dem Papier alles Super, real gibt es das eher selten.

Trotzdem ist bei der DRV ausschließlich die tatsächliche Erwerbsunfähigkeit ausschlaggebend, die länger als 6 Monate andauert.
Wenn Einschränkungen vorliegen die behoben bzw. ausgeglichen werden könnten, dann liegt keine Erwerbsminderung vor. Diese Einschränkungen könnten ja behoben werden, wenn man sich einer Behandlung unterzieht oder Medis nimmt oder oder oder

Rein Aufgrund der Einnahme von Schmerzmitteln (die ja eine Arbeit erst möglich machten) war ich wieder arbeitsfähig. Selbst als ich die Medis abgesetzt habe und nicht mehr arbeiten konnte, bekam ich zur Antwort "sie können doch die Schmerzen lindern und dann wieder arbeiten". So ganz Unrecht hatte der Gutachter nicht, es ging ja wirklich irgendwie.
nordlicht22 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.10.2011, 10:02   #25
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Standard AW: HILFE!!! Erneute Ablehnung d. Erwerbsminderungsrente durch Gutachten

Zitat von nordlicht22 Beitrag anzeigen
zur Erklärung:

GdB ist lediglich eine Feststellung der Höhe der Einschränkungen durch eine Behinderung/Krankheit.

Der GdB sagt NICHTS aus über die Arbeitsfähigkeit.

Ganz genau SO ist es. Habe kürzlich im TV einen Beitrag gesehen, da hatte eine Frau einen GdB von 100% und der Schlips- und Kragenmensch der Rentenvers. sagte: "... heißt noch lange nicht, dass Fr. XY nicht mehr arbeiten kann." Es ist einfach so: Die DRV dreht und wendet sich die Fälle so, dass sie für die DRV positiv da stehen. Punkt, aus, fertig. Sauerei, aber es ist so.


Rein Aufgrund der Einnahme von Schmerzmitteln (die ja eine Arbeit erst möglich machten) war ich wieder arbeitsfähig. Selbst als ich die Medis abgesetzt habe und nicht mehr arbeiten konnte, bekam ich zur Antwort "sie können doch die Schmerzen lindern und dann wieder arbeiten". So ganz Unrecht hatte der Gutachter nicht, es ging ja wirklich irgendwie.
Jou, darauf spekulieren sie. Dass die vermehrte Einnahme von Medis auf Dauer dann aber Folgeerkrankungen (z.B. Magen/Darm etc.) auslösen (können), ist denen auch wurschtegal (ich hatte bereits 2 Darmdurchbrüche + akute Bauchspeicheldrüsenentzündung), denn diese Krankheitsbilder haben dann ja mit der ursprünglichen Rentenbeantragung nichts zu tun. Bei mir ist es so, dass ich mit morphinhaltigen Medikamenten + 3 versch. Schmerzmittel + Psychopharmaka eben gerade so meinen Alltag schaffe. Wie in einem anderen Beitrag erwähnt: Ich unterscheide nur noch zwischen unerträglich und einigermaßen erträglichen Schmerzen.
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