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Start > > -> Pflegestufe 1 beantragen

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 08.10.2011, 15:43   #1
catwoman666666
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catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666
Standard Pflegestufe 1 beantragen

Hallo liebe Leut,

meine Schwägerin möchte (muß) für Schwiegermutter die Pflegestufe 1 beantragen. Ich möchte sie dabei aus der Ferne (lebt ca. 400 km von uns weg) so gut wie möglich unterstützen und will mich umfassend über die Problematik informieren.

Schwiegermama kann nur noch mit Begleitung das Haus verlassen und meine Schwägerin muß sämtliche Besorgungen, Krankenfahrten für sie (mit ihr) erledigen. Dazu kommt die Haushaltsführung. Da meine Schwägerin Vollzeit arbeitet ist sie an die Grenzen der Belastbarkeit gestoßen.

Schiegermama bekommt eine kleine Rente und ergänzende Grundsicherung.

Vielleicht weiß einer von euch ein gutes Pflegeforum (gerne auch per PIN, falls öffentliche Nennung hier nicht gerne gesehen wird), wo man sich über Grundsätzlichen informieren kann und auch Detailfragen kompetent beantwortet werden.

Danköööööö

Cat
__

catwoman
catwoman666666 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2011, 16:08   #2
Anna B.
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Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Hallo Cat,

ihr solltet so schnell wie möglich einen formlosen Antrag auf Pflegegeld stellen.
Das geht auch heute noch per e-mail...denn das Antragsdatum gilt als Beginn, wenn Pflegegeld bewilligt wird.!!
Die Pflegekasse wird euch dann einen formgebundenen Antrag übersenden....aber das email-Datum ist verbindlich.

zur weiteren Vorgehensweise empfehle ich Euch, bei der zuständigen Pflegekasse/Krankenkasse eine Broschüre über den Ablauf bei der Beantragung von Pflegegeld.

Das sind die ersten schritte und alles weitere findet sich dann, sobald der Antrag gestellt ist.

alles Gute
Gruß
Anna
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2011, 16:15   #3
hope40
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hope40 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Pflegeversicherung -:- Pflegestufe 1

Pflegebedürftigkeit feststellen - der Ablauf | NetDoktor.de
__

liebe grüsse

hope

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Albert Camus


"Wenn man kein Geld hat, denkt man immer an Geld. Wenn man Geld hat, denkt man nur noch an Geld."
Jean Paul Getty


"Die Deutschen sind tatenarm und gedankenvoll.()"
Friedrich Hölderlin
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Alt 08.10.2011, 16:16   #4
Larina->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Larina
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Für Pflegestufe 1 muss die Pflegezeit täglich mindestens 90 Minuten betragen, aber überaus wichtig ist das hiervon 46 Minuten auf die GRUNDPFLEGE entfallen müssen und das diese Grundpflege mindestens zwei Verrichtungen umfasst
Larina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2011, 18:55   #5
Larina->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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Beiträge: 83
Larina
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Schau mal bitte..ich denke das könnte Dir weiterhelfen da hier genau aufgeführt ist wieviel Minuten für welche Tätigkeit angerechnet werden

Was ist Grundpflege?
Larina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2011, 14:00   #6
catwoman666666
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catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Danke für eure Antworten

so wie ich es sehe, wird es keine Pflegestufe geben, weil Schwiegermama zu Hause die notwendigsten Verrichtungen und Körperpflege selbst noch bewältigen kann. Für notwendige Besorgungen, Arzt- und Krankenhausfahrten, sowie Haushaltsführung gibt es keine Pflegestufe. Sie kann alleine aufs WC und Essen kann sie auch alleine. Ein Pfleger kommt zweimal am Tag um ihr die Gummistrümpfe an- und auszuziehen und einmal in der Woche zur Ganzkörperwäsche. Das ist aber zu wenig für eine Pflegestufe und meine Schwägerin zahlt das aus eigener Tasche.
__

catwoman
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Alt 10.10.2011, 14:27   #7
Kerstin_K
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Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Das An- und Ausziehen der Kompressionsstrümpfe solltet ihr vom Arzt verschreiben lassen, dann zahlt das die Krankenkasse unabhängig von der Pflegestufe.

Sowas sollte der Pflegedienst allerdings auch wissen....

Hat die Schwiegermutter inen Schwerbehindertenausweis? Je nach Merkzeichen und % ten gibt es auch hier evtl. Möglichkeiten, für die Fahrenten zu ambulanten Behandlungen Die Kosten für Taxi oder Krankentransport von der Krankenkasse zu bekommen.

Für die Hausarbeiten gibt es evtl. Die MöglichKeit, KOsten für eine Haushaltshilfesteuerlich geltend zu machen.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2011, 14:46   #8
joseff
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Ort: am Harz
Beiträge: 126
joseff
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Jeep und was viele nicht wissen:
"Es gibt noch das trägerübergreifende persönliche Budget"

und nicht abwimmeln lassen...das steht jedem zu der Schwerbehindert ist oder demnächst von schwerbehinderung betroffen ist.

Standardsprache - BMAS - Persönliches Budget

Und auch hier gilt formlos beantragen den geld gibt es ertst nach Antragsstellung. EInfach die Servicestelle raus suchen und beantragen.
Aber Vorsicht es gibt auch nur Beratungsstellen und sollte man aufpassen da die meist auch Geld verlangen .
__

Ich habs in den Händen, da setzen meine Nerven ab und zu aus und die Hände fallen auf die Tastatur, deswegen hab ich manchmal ein komischen geschreibsel.

-----------------------------------------------------
LG Joseff
joseff ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2011, 15:25   #9
ladydi12
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ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Hallo catwoman666666,

sieh mal meine Trööts zum Thema Pflegestufe durch. Da ich meine Mum bis zuletzt so gut es eben ging und auch da fast die selben Probs wie deine Schwägerin hatte, hat mir das Forum hier sehr geholfen.

Übrigens: Auch bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises zahlt die Krankenkasse
auch nicht jede Krankenfahrt. Mir wurde sogar wörtlich gesagt, daß Fahrten beispielsweise für Bestrahlungen nur bei Krebskranken oder bei Leuten mit Pflegestufe 2 voll bezahlt werden. Hausarzt und/oder Krankenhaus müssen allerdings die Notwendigkeit der jeweiligen Fahrt bescheinigen.

Was deine Schwägerin machen kann, ist beispielsweise ein Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für eure Verwandte stellen, d.h. eure Verwandte zahlt dann nur noch 2% (bei chronischen Krankheiten 1%) von ihrer Jahresrente an die Krankenkasse und hat dann für den Rest des Jahres Ruhe vor Krankenhauszuzahlungen, vor Rezeptgebühren, vor den vierteljährlichen Zahlungen beim Hausarzt und zahlt beim Taxi nur einen geringen Eigenanteil von ca. 5€ pro Fahrt zu den Behandlungen.
Dann könnt ihr zudem noch beim Versorgungsamt einen Antrag auf Freistellung für Bus und Bahn. Hier zahlt ihr dann für die Jahreswertmarke etwa 180€/Jahr (war zumindest bei meiner Mum so) und dann kann eure Verwandte das ganze Jahr Bus und Bahn im öffentlichen Nahverkehr umsonst benutzen. Hat sie im Schwerbehindertenausweis mindestens "mit Begleitung" drin stehen, fährt ihre Begleitung umsonst mit, was ja auch Geld spart.

Stichwort Grundpflege:
Diese beinhaltet Pflege an der Person, sprich: sie waschen, aufs Klo begleiten, ihr beim Zähneputzen und Nägelschneiden helfen, sie be- und entkleiden, ihr bei der Nahrungsaufnahme helfen, ihr die Sachen anreichen und sie bei Wegen zum Arzt bzw. zur Therapie begleiten. Hier müssen für die Zuerkennung zur Pflegestufe1 mindestens 46 Minuten am Tag zusammen kommen.

Stichwort Begutachtung durch den MDK:
Bei der Begutachtung wird in erster Linie darauf geachtet, wie die Beweglichkeit eurer Verwandten ist, Krankheiten sind da absolut zweitrangig. Was noch wichtig ist, ist ein tadellos aufgeräumter Haushalt, vor allem wegen der Barrierefreiheit. Der MDK prüft auch, ob man eurer Verwandten auch nur Pflegehilfsmittel (beispielsweise ein erhöhter Klositz oder einen Badewannenlift) bewilligt. Bei der Begutachtung ist es sehr wichtig, daß eure Verwandte entsprechend mitspielt. Tut sie das nicht, beispielsweise weil es ihr peinlich ist, auf Hilfe angewiesen zu sein, habt ihr die allerfeinsten Arschkarten, merkt euch das!!!! Das ist zwar traurig, aber ist halt so.

Stichwort Krankenhausaufenthalt und Arztbesuche:
Sollte eure Verwandte für einige Tage oder Wochen aus irgendwelchen Gründen ins Krankenhaus müssen, dann laßt euch stets ein sogenanntes Pflegegutachten erstellen. Dieses wird durch den Sozialdienst des Krankenhauses bzw. den Stationsarzt veranlaßt und durch das Pflegepersonal erstellt und beschreibt detailliert, wie sich eure Verwandte bei Ausführung der Grundpflege dem Pflegepersonal gegenüber verhält.
Diese Begutachtung kann wahre Wunder bei der Erlangung der Pflegestufe bewirken, wie ich es schon in einem anderen Trööt, bei dem fast die selbe Frage wie bei dir war, beschrieb, doch dazu muß deine Schwägerin sowohl mit dem Sozialdienst als auch mit dem jeweiligen Stationsarzt mal eingehend schnacken, das entsprechende Jammern dabei nicht vergessen!!
Laßt euch auch bei jedem Arztbesuch immer ein Gutachten bzw. die Arztunterlagen, die der Arzt über sie erstellt, in Kopie mitgeben, ihr habt ein Recht darauf. Das erspart euch und den mitbehandelnden Ärzten/Therapeuten unnötige Rückfragen und die Gutachten braucht ihr u.a. auch für die Beantragung der Pflegestufe oder für Verschlimmerungsanträge bei ihren Schwerbehindertenangelegenheiten, evtl. auch zur Vorlage bei anderen Behörden.
Ihr legt euch für solche Sachen einen sogenannten Handordner an, der bei jedem Krankenhaus oder Therapieaufenthalt, beispielsweise in einer REHA- Klink, mitgeht und aus dem sich vom Klinikpersonal immer weitere Kopien der aktuell benötigten Gutachten gezogen werden können. Es erspart somit jede Menge zeit und unnötige Rückfragen, glaubt es mir!!

So, das wars erstmal.

meint ladydi12
__

In Anlehnung an Charlie Hebdo und andere:
Ich mag zwar verdammen, was Sie sagen, aber ich werde mein Leben dafür geben, das Sie es sagen dürfen.

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht.
ARGE- Dreisatz: Warum? Wo steht das? Können Sie mir das schriftlich geben?
Petition Arbeitslosengeld II - Ablehnung des Neunten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung vom 19.04.2016
Forengesetze:
§1 keine EGV unterschreiben (danke an gelibeh ;))
§2 Möglichst nicht alleine zu ARGE und Co gehen, sondern stets mit Begleitung.
§3 mit ARGE und Co möglichst nur schriftlich verkehren
§4 Bei ablehnendem Bescheid: Widerspruch und Klage

Statt einem Danke für meine Beiträge dürft ihr mir auch gerne ein paar positive Renommee-Punkte in meinem Profil da lassen. Das geht, in dem ihr auf das Ordenssymbol in meinem Profil klickt
ladydi12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2011, 17:30   #10
catwoman666666
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Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Zitat von ladydi12 Beitrag anzeigen
Hallo catwoman666666,

sieh mal meine Trööts zum Thema Pflegestufe durch. Da ich meine Mum bis zuletzt so gut es eben ging und auch da fast die selben Probs wie deine Schwägerin hatte, hat mir das Forum hier sehr geholfen.

Übrigens: Auch bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises zahlt die Krankenkasse
auch nicht jede Krankenfahrt. Mir wurde sogar wörtlich gesagt, daß Fahrten beispielsweise für Bestrahlungen nur bei Krebskranken oder bei Leuten mit Pflegestufe 2 voll bezahlt werden. Hausarzt und/oder Krankenhaus müssen allerdings die Notwendigkeit der jeweiligen Fahrt bescheinigen.

Was deine Schwägerin machen kann, ist beispielsweise ein Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für eure Verwandte stellen, d.h. eure Verwandte zahlt dann nur noch 2% (bei chronischen Krankheiten 1%) von ihrer Jahresrente an die Krankenkasse und hat dann für den Rest des Jahres Ruhe vor Krankenhauszuzahlungen, vor Rezeptgebühren, vor den vierteljährlichen Zahlungen beim Hausarzt und zahlt beim Taxi nur einen geringen Eigenanteil von ca. 5€ pro Fahrt zu den Behandlungen.

Schwiegermama ist schon befreit, sie erhält ergänzend Grusi, da wird das immer Anfang des Jahres erledigt

Dann könnt ihr zudem noch beim Versorgungsamt einen Antrag auf Freistellung für Bus und Bahn. Hier zahlt ihr dann für die Jahreswertmarke etwa 180€/Jahr (war zumindest bei meiner Mum so) und dann kann eure Verwandte das ganze Jahr Bus und Bahn im öffentlichen Nahverkehr umsonst benutzen. Hat sie im Schwerbehindertenausweis mindestens "mit Begleitung" drin stehen, fährt ihre Begleitung umsonst mit, was ja auch Geld spart.

Schwiegermama ist nicht in der Lage alleine aus dem Haus zu gehen, geschweige denn Bus oder Bahn zu fahren. Sie hat bis jetzt auch keinen Schwerbehindertenausweis, dies werde ich meiner Schwägerin sehr ans Herz legen.

Stichwort Grundpflege:
Diese beinhaltet Pflege an der Person, sprich: sie waschen, aufs Klo begleiten, ihr beim Zähneputzen und Nägelschneiden helfen, sie be- und entkleiden, ihr bei der Nahrungsaufnahme helfen, ihr die Sachen anreichen und sie bei Wegen zum Arzt bzw. zur Therapie begleiten. Hier müssen für die Zuerkennung zur Pflegestufe1 mindestens 46 Minuten am Tag zusammen kommen.

Und das ist der Knackpunkt, sie kann fast alles machen, zwar langsam und mit Schmerzen, aber es geht. Duschen geht nicht mehr, da sie nicht mehr in die Badewanne kommt. Haarewaschen und Fußpflege geht auch nicht, aber das reicht eben nicht für eine Pflegestufe.

Stichwort Begutachtung durch den MDK:
Bei der Begutachtung wird in erster Linie darauf geachtet, wie die Beweglichkeit eurer Verwandten ist, Krankheiten sind da absolut zweitrangig. Was noch wichtig ist, ist ein tadellos aufgeräumter Haushalt, vor allem wegen der Barrierefreiheit. Der MDK prüft auch, ob man eurer Verwandten auch nur Pflegehilfsmittel (beispielsweise ein erhöhter Klositz oder einen Badewannenlift) bewilligt. Bei der Begutachtung ist es sehr wichtig, daß eure Verwandte entsprechend mitspielt. Tut sie das nicht, beispielsweise weil es ihr peinlich ist, auf Hilfe angewiesen zu sein, habt ihr die allerfeinsten Arschkarten, merkt euch das!!!! Das ist zwar traurig, aber ist halt so.

Ja, das weiß ich, leider ist meine Schwiegermutter be der Begutachtung alleine, weil meine Schwägerin arbeiten muß.

Stichwort Krankenhausaufenthalt und Arztbesuche:
Sollte eure Verwandte für einige Tage oder Wochen aus irgendwelchen Gründen ins Krankenhaus müssen, dann laßt euch stets ein sogenanntes Pflegegutachten erstellen.

Ich wußte nicht, daß das geht, bzw. daß es sowas gibt.

Dieses wird durch den Sozialdienst des Krankenhauses bzw. den Stationsarzt veranlaßt und durch das Pflegepersonal erstellt und beschreibt detailliert, wie sich eure Verwandte bei Ausführung der Grundpflege dem Pflegepersonal gegenüber verhält.
Diese Begutachtung kann wahre Wunder bei der Erlangung der Pflegestufe bewirken, wie ich es schon in einem anderen Trööt(kannst du mir den Link posten, hab keinen Nerv, lange rumzusuchen, dankööö), bei dem fast die selbe Frage wie bei dir war, beschrieb, doch dazu muß deine Schwägerin sowohl mit dem Sozialdienst als auch mit dem jeweiligen Stationsarzt mal eingehend schnacken, das entsprechende Jammern dabei nicht vergessen!!
Laßt euch auch bei jedem Arztbesuch immer ein Gutachten bzw. die Arztunterlagen, die der Arzt über sie erstellt, in Kopie mitgeben, ihr habt ein Recht darauf. Das erspart euch und den mitbehandelnden Ärzten/Therapeuten unnötige Rückfragen und die Gutachten braucht ihr u.a. auch für die Beantragung der Pflegestufe oder für Verschlimmerungsanträge bei ihren Schwerbehindertenangelegenheiten, evtl. auch zur Vorlage bei anderen Behörden.
Ihr legt euch für solche Sachen einen sogenannten Handordner an, der bei jedem Krankenhaus oder Therapieaufenthalt, beispielsweise in einer REHA- Klink, mitgeht und aus dem sich vom Klinikpersonal immer weitere Kopien der aktuell benötigten Gutachten gezogen werden können. Es erspart somit jede Menge zeit und unnötige Rückfragen, glaubt es mir!!

So, das wars erstmal.

meint ladydi12

Vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort
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catwoman
catwoman666666 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.10.2011, 21:49   #11
ladydi12
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ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Hallo catwoman666666,

den Gefallen mit den Links will ich dir gerne tun und habe grade die ForenSuFu bemüht.
Die Vorfälle mit meiner Mum ereigneten sich im Jahre 2009 bis 2010 (letzter Vorfall Rentenrückzahlung).
so nun siehst du
1. hier,
2. hier,
3. hier,
4. hier,
5. hier,
6. hier,
7. hier,
8. hier nach.

Das dürfte erst einmal reichlich Lesestoff für deine Schwägerin und dich sein.
Noch etwas:
Es ist dringend angeraten, daß deine Schwägerin bei einer erneuten Begutachtung deiner Schwiegermum anwesend ist, da sie ja auch die jenige ist, die sie pflegt und ihr hilft. Also ist sie recht gut beraten, wenn sie sich dafür mal 1 bis 2 Tage freinimmt, denn der MDK wird auch sie eingehend zum Tagesablauf deiner Schwiegermum fragen und da sollten beide übereinstimmende Aussagen machen!! Ob das deiner Verwandschaft paßt oder nicht paßt, ist dabei vollkommen egal, da ja deine Schwägerin deine Schwiegermutter schließlich pflegt!!

Noch einmal zum dick hinter die Ohren schreiben!!!
Je dusseliger sich deine Schwiegermum bei der Begutachtung durch den MDK anstellt desto eher und schneller gibt es Pflegestufe und somit Pflegegeld, Würde der alten Menschen hin oder her!! Die Person, die deine Schwiegermum pflegt, hier: deine Schwägerin, hat bei der Begutachtung durch den MDK dabei zu sein und wird auch vom MDK zum Tagesablauf deiner Schwiegermum befragt, also müssen beide Aussagen übereinstimmen, egal, ob das den den beiden paßt oder nicht!!

meint ladydi12
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ladydi12 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.10.2011, 16:42   #12
catwoman666666
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catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666 catwoman666666
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Super, vielen Dank Ladydi für die Links ,

Zitat:
Noch einmal zum dick hinter die Ohren schreiben!!!
Je dusseliger sich deine Schwiegermum bei der Begutachtung durch den MDK anstellt desto eher und schneller gibt es Pflegestufe und somit Pflegegeld, Würde der alten Menschen hin oder her!! Die Person, die deine Schwiegermum pflegt, hier: deine Schwägerin, hat bei der Begutachtung durch den MDK dabei zu sein und wird auch vom MDK zum Tagesablauf deiner Schwiegermum befragt, also müssen beide Aussagen übereinstimmen, egal, ob das den den beiden paßt oder nicht!!
Meine Schwägerin hat wie so viele auch Angst um ihren Arbeitsplatz. Sie ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und muß sich immer wieder krankschreiben lassen und wenn meine Schwiegermutter zum Arzt muß, muß sie sich freinehmen, um die Mutter zu fahren. Dass sie seit 35 Jahren in der Firma ist, spielt bei Kündigungen keine große Rolle, es werden auch Mitarbeiter entlassen, welche nur noch wenige Jahre bis zur Rente haben. Ihr Chef ist mittlerweile schon ziemlich ange****t, daß sie immer wieder fehlt. Private Probleme interessieren nicht. Der Spagat zwischen beruflichen privaten Verpflichtungen ist oft kaum zu schaffen. Der Termin für die Begutachtung kam auch ziemlich überraschend, so dass kaum Zeit bleibt, sich vorzubereiten. Montag kam der Termin für Mittwoch, das ist denkbar knapp.
__

catwoman
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Alt 11.10.2011, 16:50   #13
hope40
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Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

sollte der anberaumte termin nicht passen, weil deine schwägerin kein "frei "bekommt ..man kann ihn auch verschieben...würde ich zu gunsten einer guten vorbereitung auch tun .

solche überfallartigen termine haben methode ..eben man soll keine zeit zur vorbereitung haben ..aber...zu guter letzt ist es ja so , der MdK muss sich nach dem pflegebedürftigen /pfleger richten , wann die eben zeit haben..denn wer krak ist, hat auch termine , die er wahr nehmen muss !
__

liebe grüsse

hope

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Alt 11.10.2011, 20:58   #14
ladydi12
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Hallo catwoman666666, hallo hope,

@catwoman666666,

Zitat von catwoman666666 Beitrag anzeigen
Super, vielen Dank Ladydi für die Links ,
das mit den Links ist doch gern geschehen. Die Hilfe hatte ich ja auch hier aus dem Forum und wenn ich dadurch auch den anderen helfen kann...;)

Zitat von catwoman666666 Beitrag anzeigen
Meine Schwägerin hat wie so viele auch Angst um ihren Arbeitsplatz. Sie ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und muß sich immer wieder krankschreiben lassen und wenn meine Schwiegermutter zum Arzt muß, muß sie sich freinehmen, um die Mutter zu fahren. Dass sie seit 35 Jahren in der Firma ist, spielt bei Kündigungen keine große Rolle, es werden auch Mitarbeiter entlassen, welche nur noch wenige Jahre bis zur Rente haben.
Das mit der Angst um den Arbeitsplatz ist natürlich irgendwo verständlich, aber bei 35jähriger Betriebszugehörigkeit greift auch ein dementsprechender Kündigungsschutz und da geht ein "von-heute-auf-morgen-auf-die-Straße-setzen" nicht so ohne weiteres. Hier hilft nur dem Chef die Situation klarzumachen, evtl. um eine Umstellung auf Teilzeit zu bitten und die Arzt- bzw. Behördentermine auf die freien Tage zu legen. Sollte es hart auf hart kommen und er sie tatsächlich entlassen, dann sollte bzw. muß sie eine Kündigungsschutzklage einreichen.

Wenn sich allerdings der Zustand deiner Schwiegermutter verschlimmert und ihr keine Nachbarn, Freunde, Bekannte habt, die auch mithelfen können, dann wird sich deine Schwägerin eh damit anfreunden müssen, ihre Arbeitsstelle zugunsten der Schwiegermutter an den den Nagel hängen zu müssen, um sie dann rund um die Uhr zu pflegen und zu betreuen.

Zitat von catwoman666666 Beitrag anzeigen
Ihr Chef ist mittlerweile schon ziemlich ange****t, daß sie immer wieder fehlt. Private Probleme interessieren nicht. Der Spagat zwischen beruflichen privaten Verpflichtungen ist oft kaum zu schaffen. Der Termin für die Begutachtung kam auch ziemlich überraschend, so dass kaum Zeit bleibt, sich vorzubereiten. Montag kam der Termin für Mittwoch, das ist denkbar knapp.
Hier hilft nur das von hope40 gesagte, denn der MDK ist ja nun auch nicht grade dumm und durchschaut so einiges. Die Vorbereitung sollte da auch wirklich gut sein und, nicht vergessen, Schwiegermum muß mitspielen.

Zitat von hope40 Beitrag anzeigen
sollte der anberaumte termin nicht passen, weil deine schwägerin kein "frei "bekommt ..man kann ihn auch verschieben...würde ich zu gunsten einer guten vorbereitung auch tun .

solche überfallartigen termine haben methode ..eben man soll keine zeit zur vorbereitung haben ..aber...zu guter letzt ist es ja so , der MdK muss sich nach dem pflegebedürftigen /pfleger richten , wann die eben zeit haben..denn wer krak ist, hat auch termine , die er wahr nehmen muss !
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Ich mag zwar verdammen, was Sie sagen, aber ich werde mein Leben dafür geben, das Sie es sagen dürfen.

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Alt 11.10.2011, 22:33   #15
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@catwoman

ich kann wirklich nur dringenst empfehlen, sich wirklich guuut vorzubereiten und sich nicht unter zeitdruck setzen zu lassen ..man ahnt die ausgelegten "stolperfallen "mitunter gar nicht und nicht jede frage die gestellt wird, ist echt so gemeint, als wenn anteil genommen wird..

ich empfehle, neben den schon vorhandenen links sich mit folgendem zu befassen :

Aktivitäten des täglichen Lebens (Pflegemodell)

das ist das, was einen menschen aus pflegerischer sicht ausmacht .

naja...also, offen gesagt , pflege und arbeit lässt sich vielleicht noch anfänglich miteinander vereinbaren (kommt auf den beruf an und auf den arbeitgeber )..birgt aber immer, auf grund des hohen organisatorischen aufwandes die gefahr des "ausbrennens "des pflegers in sich..denn der pfleger hat ja ggf. noch andere aufgaben parallel zu bewältigen ..ist neben pflege ggf. noch mutter /vater , sohn /tochter , ehefrau /ehemann ..und es ist kein geheimnis, das pflegende mit der belastung der pflege mehr oder weniger auf sich gestellt sind .
ich rede da nicht allein von der körperlichen belastung ..die psychische ist wenigstens genauso schlimm..wenn nicht noch schlimmer .

also,,,, auch , wenn der vergleich nicht gerne gehört wird, aber , ein pflegender kann sich,von der belastung her , durchaus mit alleinerziehenden messen .

vielleicht ist es zu erwägen , seinen job an den nagel zu hängen ..oder, familiär näher zusammen zu rücken , zu gunsten des "haupt"pflegers und auch zu gunsten des zu pflegenden ?
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liebe grüsse

hope

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Alt 11.10.2011, 23:01   #16
whistler->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
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whistler
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Wenn Du Lust dazu hast, kannst Du ja mal da reinschauen!

Nächtlicher Hilfebedarf
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Alt 12.10.2011, 00:00   #17
ladydi12
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ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12 ladydi12
Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Hallo hope40, halloi catwoman666666,

@hope40,

das was du sagst, unterschreibe ich voll und ganz, weil es stimmt!!!!
Ich habe das schließlich mit meiner Mum 2 Jahre voll und ganz durchgemacht und da hat man keinen Feierabend so wie das Pflegepersonal in den Pflegeheimen, sondern da heißt es Tag und nacht ran als Angehöriger!!
Dein Vergleich mit den Alleinerziehenden ist da recht gut, allerdings finde ich den Vergleich Alleinerziehende mit behinderten Kindern noch viel passender, da ist dann wenigstens alles von A bis Z dabei.

Zitat von hope40 Beitrag anzeigen
@catwoman

ich kann wirklich nur dringenst empfehlen, sich wirklich guuut vorzubereiten und sich nicht unter zeitdruck setzen zu lassen ..man ahnt die ausgelegten "stolperfallen "mitunter gar nicht und nicht jede frage die gestellt wird, ist echt so gemeint, als wenn anteil genommen wird..

ich empfehle, neben den schon vorhandenen links sich mit folgendem zu befassen :

Aktivitäten des täglichen Lebens (Pflegemodell)

das ist das, was einen menschen aus pflegerischer sicht ausmacht .

naja...also, offen gesagt , pflege und arbeit lässt sich vielleicht noch anfänglich miteinander vereinbaren (kommt auf den beruf an und auf den arbeitgeber )..birgt aber immer, auf grund des hohen organisatorischen aufwandes die gefahr des "ausbrennens "des pflegers in sich..denn der pfleger hat ja ggf. noch andere aufgaben parallel zu bewältigen ..ist neben pflege ggf. noch mutter /vater , sohn /tochter , ehefrau /ehemann ..und es ist kein geheimnis, das pflegende mit der belastung der pflege mehr oder weniger auf sich gestellt sind .
ich rede da nicht allein von der körperlichen belastung ..die psychische ist wenigstens genauso schlimm..wenn nicht noch schlimmer .

also,,,, auch , wenn der vergleich nicht gerne gehört wird, aber , ein pflegender kann sich,von der belastung her , durchaus mit alleinerziehenden messen .

vielleicht ist es zu erwägen , seinen job an den nagel zu hängen ..oder, familiär näher zusammen zu rücken , zu gunsten des "haupt"pflegers und auch zu gunsten des zu pflegenden ?
@catwoman666666,

das, was hope40 sagt, schreibt euch mal auch dick hinter den Spiegel, denn es bestätigt das, was ich in meinen Vorposts auch sagte.
Zur Versorgung von Schwiegermum zählt nicht nur die Pflege, es muß der Haushalt gemacht werden, die einfachsten Reparaturen müssen ebenfalls gemacht werden, die Handwerker, falls erforderlich müssen auch beaufsichtigt werden, die Bankgeschäfte wollen geregelt sein, Schwiegermum will ja auch ab und mal wohin außer zum Doc oder Therapeuten, der Juristenkram muß für sie auch erledigt werden..... und, und, und...
nur wird das bei der Pflegestufe leider nicht berücksichtigt!!
Deshalb auch meine Anregung mit Freunden, Bekannten, Verwandten, Nachbarschaft, die man dann auch für das ein oder andere einspannen kann, auch wenn es nur ab und an der Einkauf ist, oder nach Schwiegermum täglich sehen, wenn die Schwägerin arbeitet.

meint ladydi12
__

In Anlehnung an Charlie Hebdo und andere:
Ich mag zwar verdammen, was Sie sagen, aber ich werde mein Leben dafür geben, das Sie es sagen dürfen.

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht.
ARGE- Dreisatz: Warum? Wo steht das? Können Sie mir das schriftlich geben?
Petition Arbeitslosengeld II - Ablehnung des Neunten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung vom 19.04.2016
Forengesetze:
§1 keine EGV unterschreiben (danke an gelibeh ;))
§2 Möglichst nicht alleine zu ARGE und Co gehen, sondern stets mit Begleitung.
§3 mit ARGE und Co möglichst nur schriftlich verkehren
§4 Bei ablehnendem Bescheid: Widerspruch und Klage

Statt einem Danke für meine Beiträge dürft ihr mir auch gerne ein paar positive Renommee-Punkte in meinem Profil da lassen. Das geht, in dem ihr auf das Ordenssymbol in meinem Profil klickt
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Alt 12.10.2011, 09:50   #18
hope40
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Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

JEDER wird, früher oder später einen zu pflegenden in der familie haben ..dabei ist es wurscht , in welchem familienverhältnis man steht ..es ist eine frage der menschlichkeit , einen angehörigen , der pflege braucht , zu unterstützen .

leider ist es so, das "pflege "in dem sinne , in unserer gesellschaft erst dann als arbeit angesehen wird, wenn man sie professionell ausübt ..und dann hat der pflegeberuf auch noch ,in der skala der berufe, einen niederen rang und wird ungefähr so verachtet wie "müllmann ".

was pflegende leisten ...u.a. auch FÜR die gesellschaft ..das wird nicht wahrgenommen und deswegen sind pflegende oft vorurteilen bis hin zu anfeindungen ausgesetzt ..naja, so nach dem motto "die wollen sich bloss keine arbeit suchen, deswegen kochen sie zu hause irgendeinem opa kaffee ".
"kaffee kochen "gehört sicher dazu ..ist aber nur ein winzigster teil der pflegerischen tätigkeit .

jeder, der pflegt, läuft gefahr , zu vereinsamen , auszubrennen ...im endeffekt sein gesamtes leben dran zu hängen , zu opfern und...im allerschlimmsten falle, selber der pflege zu bedürfen .

deswegen mein rat :

pflege immer versuchen (kann ja auch nicht jeder, jeh nach familiensituation )auf viele "säulen "zu stellen ..so das der hauptpfleger auch mal etwas zeit für sich und zum verschnaufen hat ..denn mit einer person rund um die uhr zusammen sein zu müssen , die sich ggf. auch (jeh nach krankheitsbild )in seiner persönlichkeit radikal verändert und bei weitem nicht mehr die ist, die sie mal war (bei demenz zB), ist eine sehr anstrengende sache, denn viele zu pflegende werden in ihrer krankheit sehr fordernd, bestimmend....

auch sollte man als pfleger versuchen, einen natürlichen abstand zu wahren , so das man sich nicht "auflöst "..ein wenig noch "man selbst "bleibt und auch seine interessen als ausgleich verfolgen kann ...ja sogar muss, will man dem seelischen tod entgehen .

überforderung und seelisches "sterben der pfleger hat ggf. dies zur folge..häufiger , als man meint :

Gewalt in Pflegebeziehungen

Todesfälle: Amtsarzt soll Tote aus Heimen untersuchen - Nachrichten - DerWesten

man kann was dagegen tun ..siehe hier und die, beim anklicken sich auftuendenden folgenden seiten :

http://pflegen-online.de/download/170-Xi.pdf


also, jede hilfe in anspruch nehmen , die man kriegen kann ..kurse belegen zum thema "pflege "zB.....u.a. lernt man da auch techniken, die es einem ermöglichen , arbeiten zu verrichten, die mit hohem körperlichen aufwand verbunden sind (wie zB. umsetzen bett -rollstuhl )ohne das man dann im laufe der jahre selbst ein fall für einen pfleger wird.
auch bekommt man einen überblick über hillfsmittel ..die krankenkassen sind bei der bewilligung von hilfsmitteln wahrlich nicht grosszügig ..auch ein indiz dafür , das der zu pflegende mensch eigentlich völlig schnuppe ist ..der pfleger sowieso .
also..dranbleiben , was das thema "hilfsmittel "angeht ...ich handhabe es so ...ich kümmre mich um den kampf mit der kasse um hilfsmittel und medis ..schon um die pfleger von solchem , mehr als belastenden kämpfen , zu befreien!

man bekommt aber , wenn es ein einigermassen guter kurs ist , auch einen einblick in die gefühlswelt der zu pflegenden ..denn , es ist nicht so einfach , für einen ehemals "gestandenen menschen , auf hilfe bei den intimsten verrichtungen angewiesen zu sein ..das "macht "etwas mit den menschen , verändert sie ...nicht in jedem falle nur zum positiven .
aber...sich auch in diese gefühlswelt hineinversetzen zu können , sie ggf. zu verstehen ..macht die pflege um einiges leichter , weil der pfleger bestimmte reaktionen besser deuten kann und sie somit nicht mehr auf seine person beziehen muss !
denn "verletzt sein "..ist sehr häufig ein grund für "gewalt in der pflege (da rede ich nicht nur von körperlicher gewalt )und dieses "verletzt sein "resultiert oft aus unverständnis der psychischen befindlichkeit des zu pflegenden !

http://www.basale-stimulation.at/pdf...der_pflege.pdf


auch wenn es nicht , von der gesellschaft gesehen wird und als selbstverständlich hingenommen wird:(sieht man ja an dem "prestige "den pflege geniesst und somit die pfleger !)

pflege und die gestaltung eines menschenwürdige lebens in krankheit und in der letzten lebensphase ist eine herrausragende aufgabe ...und so wie diese aufgabe umgesetzt wird ..die möglichkeiten da sind, sie umzusetzen , so sieht unsere gesellschaft im inneren aus und ich kann , für mich , nur das resümee ziehen : es sieht "dunkelfinster "aus, in unserer gesellschaft !!!!!!!!!!!!!!!

hier das video aus der sendung "markus lanz "..bitte besonders beachten das interview mit der familie ROHRA ...symptomatisch für unsere gesellschaft !

Markus Lanz vom 11. Oktober 2011 - Markus Lanz - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
__

liebe grüsse

hope

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Alt 12.10.2011, 10:04   #19
catwoman666666
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Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

Zitat von hope40;952171
naja...also, offen gesagt , pflege und arbeit lässt sich vielleicht noch anfänglich miteinander vereinbaren (kommt auf den beruf an und auf den arbeitgeber )..birgt aber immer, auf grund des hohen organisatorischen aufwandes die gefahr des "ausbrennens "des pflegers in sich..denn der pfleger hat ja ggf. noch andere aufgaben parallel zu bewältigen ..ist neben pflege ggf. noch mutter /vater , sohn /tochter , ehefrau /ehemann ..und es ist kein geheimnis, das pflegende mit der belastung der pflege mehr oder weniger auf sich gestellt sind .
ich rede da nicht allein von der körperlichen belastung ..die psychische ist wenigstens genauso schlimm..wenn nicht noch schlimmer .

[COLOR="Red"
das kann ich durchaus nachvollziehen, auch weil es die alten Leutchen es ihren Angehörigen nicht immer leicht machen. Meine Schwiegermutter weiß immer alles besser und es ist auch nicht gut genug, was meine Schwäger für sie macht. Obwohl auch Enkel in der Nähe leben, ist sie doch ziemlich alleine mit der Belastung. Deshalb wäre eine Pflegestufe so wichtig für sie.[/COLOR]

also,,,, auch , wenn der vergleich nicht gerne gehört wird, aber , ein pflegender kann sich,von der belastung her , durchaus mit alleinerziehenden messen .

vielleicht ist es zu erwägen , seinen job an den nagel zu hängen ..oder, familiär näher zusammen zu rücken , zu gunsten des "haupt"pflegers und auch zu gunsten des zu pflegenden ?
Meinen Job kann ich nicht an den Nagel hängen, das Wäre keine Alternative. Ich muß schließlich meine Rechnungen zahlen und wovon, wenn ich kein Einkommen haben. Ich bin seit 25 Jahren in meiner Firma und ich würde in meinem Alter keinen Job mehr bekommen. Auch bin ich gesundheitlich angeschlagen. In die Nähe von der Schwiegermutter zu ziehen ist schlicht nicht möglich. Ich habe hier meine Eltern, die auch meine Unterstützung brauchen. Meine Mutter leidet an Parkinson und hat Pflegestufe 2, auch mein Vater braucht Unterstützung im Alltag, da er mit der Organisation völlig überfordert wäre.
__

catwoman
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Alt 12.10.2011, 10:24   #20
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Standard AW: Pflegestufe 1 beantragen

@catwoman

da hast du ein "hartes brot "..vielleicht kannst du aber die beiträge , hier in diesem thread an deine schwägerin weiterleiten .

ich vermute, sie steht am anfang einer "pflegerkarriere "...sie wird es bitter nötig haben, wenn sie sich nicht "verzetteln "will und auch zur entscheidungsfindung , was sie tun soll ..es gibt ja auch noch andere möglichkeiten , als nur die alleinige pflege zu hause (je nach örtlichkeit und des ausbaus des netzwerkes der hilfsmöglichkeiten )


Teilstationäre Altenhilfe im Pflegeglossar von Betreut.de

Teilstationäre Altenhilfe im Pflegeglossar von Betreut.de

Betreutes Wohnen

http://www.stadt-koeln.de/mediaasset...onenwohnen.pdf

http://www.equal-altenhilfe.de/files...E_07/PE_07.pdf

das ist nur mal ein kurzer ABRISS , was es alles geben kann /gibt ..ist sicherlich örtlich auch sehr unterschiedlich ..aber, meistens wissen die betroffenen auch nichts davon , weil es nicht /nur schlecht publiziert wird..auch da ist es wie mit allem anderen :

"wer nicht fragt bleibt dumm "...denn , mit hilfen , die obendrein noch geld kosten und die betroffenen entlasten, wird ja nicht hausieren gegangen !
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Alt 12.10.2011, 10:26   #21
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Zitat von hope40 Beitrag anzeigen
JEDER wird, früher oder später einen zu pflegenden in der familie haben ..dabei ist es wurscht , in welchem familienverhältnis man steht ..es ist eine frage der menschlichkeit , einen angehörigen , der pflege braucht , zu unterstützen .

der Meinung bin ich auch, ich habe das Glück, daß ich gerade bei der Pflege meiner Mutter Unterstützung habe. Meine Schwester macht da sehr viel, vor allem Schriftkram. Ihr haben wir auch die Pflegestufe 2 zu verdanken. Doch trotz Pflegedienst, der inzwischen drei mal täglich zu ihr kommt, bleibt für uns noch genug zu tun übrig.

leider ist es so, das "pflege "in dem sinne , in unserer gesellschaft erst dann als arbeit angesehen wird, wenn man sie professionell ausübt ..und dann hat der pflegeberuf auch noch ,in der skala der berufe, einen niederen rang und wird ungefähr so verachtet wie "müllmann ".

Der Pflegeberuf ist wie so viele soziale Berufe, welche vor allem von Frauen ausgeübt wird, leider viel zu schlecht bezahlt. Ich ziehe meinen Hut vor jedem, der diesen Beruf ergreift.

was pflegende leisten ...u.a. auch FÜR die gesellschaft ..das wird nicht wahrgenommen und deswegen sind pflegende oft vorurteilen bis hin zu anfeindungen ausgesetzt ..naja, so nach dem motto "die wollen sich bloss keine arbeit suchen, deswegen kochen sie zu hause irgendeinem opa kaffee ".
"kaffee kochen "gehört sicher dazu ..ist aber nur ein winzigster teil der pflegerischen tätigkeit .

genau wie Mütter, die einfach bei ihren Kindern zu Hause bleiben, um diese groß zuziehen.Auch das ist gesellschaftlich nicht anerkannt.

jeder, der pflegt, läuft gefahr , zu vereinsamen , auszubrennen ...im endeffekt sein gesamtes leben dran zu hängen , zu opfern und...im allerschlimmsten falle, selber der pflege zu bedürfen .

deswegen mein rat :

pflege immer versuchen (kann ja auch nicht jeder, jeh nach familiensituation )auf viele "säulen "zu stellen ..so das der hauptpfleger auch mal etwas zeit für sich und zum verschnaufen hat ..denn mit einer person rund um die uhr zusammen sein zu müssen , die sich ggf. auch (jeh nach krankheitsbild )in seiner persönlichkeit radikal verändert und bei weitem nicht mehr die ist, die sie mal war (bei demenz zB), ist eine sehr anstrengende sache, denn viele zu pflegende werden in ihrer krankheit sehr fordernd, bestimmend....

auch sollte man als pfleger versuchen, einen natürlichen abstand zu wahren , so das man sich nicht "auflöst "..ein wenig noch "man selbst "bleibt und auch seine interessen als ausgleich verfolgen kann ...ja sogar muss, will man dem seelischen tod entgehen .

überforderung und seelisches "sterben der pfleger hat ggf. dies zur folge..häufiger , als man meint :

Gewalt in Pflegebeziehungen

Todesfälle: Amtsarzt soll Tote aus Heimen untersuchen - Nachrichten - DerWesten

man kann was dagegen tun ..siehe hier und die, beim anklicken sich auftuendenden folgenden seiten :

http://pflegen-online.de/download/170-Xi.pdf


also, jede hilfe in anspruch nehmen , die man kriegen kann ..kurse belegen zum thema "pflege "zB.....u.a. lernt man da auch techniken, die es einem ermöglichen , arbeiten zu verrichten, die mit hohem körperlichen aufwand verbunden sind (wie zB. umsetzen bett -rollstuhl )ohne das man dann im laufe der jahre selbst ein fall für einen pfleger wird.
auch bekommt man einen überblick über hillfsmittel ..die krankenkassen sind bei der bewilligung von hilfsmitteln wahrlich nicht grosszügig ..auch ein indiz dafür , das der zu pflegende mensch eigentlich völlig schnuppe ist ..der pfleger sowieso .
also..dranbleiben , was das thema "hilfsmittel "angeht ...ich handhabe es so ...ich kümmre mich um den kampf mit der kasse um hilfsmittel und medis ..schon um die pfleger von solchem , mehr als belastenden kämpfen , zu befreien!

man bekommt aber , wenn es ein einigermassen guter kurs ist , auch einen einblick in die gefühlswelt der zu pflegenden ..denn , es ist nicht so einfach , für einen ehemals "gestandenen menschen , auf hilfe bei den intimsten verrichtungen angewiesen zu sein ..das "macht "etwas mit den menschen , verändert sie ...nicht in jedem falle nur zum positiven .
aber...sich auch in diese gefühlswelt hineinversetzen zu können , sie ggf. zu verstehen ..macht die pflege um einiges leichter , weil der pfleger bestimmte reaktionen besser deuten kann und sie somit nicht mehr auf seine person beziehen muss !
denn "verletzt sein "..ist sehr häufig ein grund für "gewalt in der pflege (da rede ich nicht nur von körperlicher gewalt )und dieses "verletzt sein "resultiert oft aus unverständnis der psychischen befindlichkeit des zu pflegenden !

http://www.basale-stimulation.at/pdf...der_pflege.pdf


auch wenn es nicht , von der gesellschaft gesehen wird und als selbstverständlich hingenommen wird:(sieht man ja an dem "prestige "den pflege geniesst und somit die pfleger !)

pflege und die gestaltung eines menschenwürdige lebens in krankheit und in der letzten lebensphase ist eine herrausragende aufgabe ...und so wie diese aufgabe umgesetzt wird ..die möglichkeiten da sind, sie umzusetzen , so sieht unsere gesellschaft im inneren aus und ich kann , für mich , nur das resümee ziehen : es sieht "dunkelfinster "aus, in unserer gesellschaft !!!!!!!!!!!!!!!

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Grüßle
Cat
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Alt 12.10.2011, 10:50   #22
hope40
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aus irgendeinem grunde ist die gesellschaft der meinung , frauen sind zum pflegen geboren ..erst gebären sie kinder und ziehen sie gross, dann pflegen sie alte /sterbende .

NUR :die rollenaufteilung war sicher schon immer so , nur...früher hatten alte und auch kranke einen anderen gesellschaftlichen stellenwert und damit auch die menschen, die sich um alte und kranke kümmerten .

damit will ich nicht sagen , das die beziehung pfleger /alter/kranker-gesellschaft früher ideal war ..nein, sie war immer schon problembeladen ..

aaaaber:früher gab es noch den klassischen familienverband, da wurde "pflege "auf viele schultern verteilt (familienverband gibts ja heute kaum noch ) , "krank sein" und sterben wurde zu hause vollzogen und nicht "outgesorct "in heime /einrichtungen ..es wurde aus der natürlichen sache altern/"krank sein " /sterben kein geschäft gemacht , so wie heute, wo es eigentlich nur noch darum geht , an einem menschen, der in so einer situation ist , zu sparen und /oder ordendlich zu verdienen (wenn er in ner einrichtung ist,oder nen pflegedienst braucht..stichwort "pflegemafia " )

aber..und das sehe ich als fehler an , viele pflegende /zu pflegende vollziehen ihr leben im "stillen kämmerlein "..und somit ist die problematik eben von der "bildfläche "und aus dem bewusstsein der gesellschaft .
diese problematik ist de facto nicht existent ..sie ist zu einem "tabu "geworden, wie das sterben , was ja zwangsläufig folgt !

und ich sehe, zu meinem leidwesen , das die proffessionellen pfleger, die ja auch betroffen sind , sich nicht /kaum mit den zu pflegenden solidarisieren und eben missstände in der pflege zur sprache bringen !

ich persönlich , gehe sehr offen mit meiner hilfsbedürftigkeit um ..offen gesagt , die positive resonanz habe ich beim besten willen nicht erwartet , aber, auch im rahmen des gewünschten /angebrachten auch mit der hilfsbedürftigkeit der menschen, die ich vertrete .
ich nenne die probleme , die es gibt , auch beim namen ..teilweise, wenn es angebracht ist , publiziere ich die auch ...aber, hier, in meinem "nest "bin ich durchaus ein ansprechpartner (unter vielen )wenn es darum geht , für eingeschränkte/behinderte /kranke etwas zu verändern .

denn, wer wenn nicht die betroffenen selbst, die jeden tag mit dem realtitätsfernen mist konfrontiert sind, können zu ihren gunsten etwas ändern ?

es gibt ja hilfen, für den fall der pflegebdürftigkeit nur...es ist wie überall...man wird darüber nicht informiert ..man muss sich selbst informieren und sie einfordern und....darum kämpfen !
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liebe grüsse

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