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Start > > -> Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege Rat & Hilfe speziell für schwerbehindertenspezifische Probleme,/ Rente und Pflege im Zusammenhang mit Hartz IV


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Alt 05.09.2011, 14:09   #1
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Admiral
Standard Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Hallo erstmal!

Also…Ich möchte hier mal kurz mein Problem und meine Denkweise schildern!

Ich bin ALGII/Hartz 4 Empfänger. Ich bin Diabetiker TypII, daher auch chronisch Krank, habe Arthrose im rechten Arm, habe Höhen und Platzangst, Probleme mit der Hüfte und der Wirbelsäule und zu guter letzt ist es im April 2009 bei mir Diabetesbedingt zu Blutungen in beiden Augen gekommen. Ich habe mittlerweile pro Auge 10 Laser OP´s hinter mir und das rechte Auge müsste eigentlich noch operiert werden. Durch diese Blutungen und der damit verbundenen Sehschwäche, kam es zu Einschränkungen im Führerschein, da ich damals als ich diesen gemacht hatte so verdammt dämlich ehrlich war und angegeben hatte, dass ich Diabetiker bin. Seitdem (2005) muss ich dem Straßenverkehrsamt jährlich einen Bericht vorlegen incl. Sehtest, der besagt, dass ich noch Fahrtauglich bin. Die Einschränkungen im Führerschein sind wie folgt: …nicht schneller als 100km/h, Fahren nur mit Brille und keine Nachtfahrten.

Ich bin ja nun auch im besitz eines Schwerbehindertenausweises. Dieser bescheinigt mir einen Schwerbehindertengrad von 50%, die für mich völlig unlogisch sind. Diese Prozente rechnen sich laut Versorgungsamt wie folgt zusammen: 40% auf meine Diabetes, 10% auf meine Psychischen Ängste (Platz und Höhenangst) und 20% <- die nicht mit in die Berechnung einfließen auf meine Wirbelsäulen Probleme. Ja…und als Otto Normalverbraucher frage ich mich natürlich??? 40+10+20 müsste das nicht eigentlich 70 ergeben? …oder bin ich mittlerweile schon zu dumm 1+1 zusammen zu zählen? Ja…Anfang diesen Jahres wollte ich dann die Prozente neu berechnen lassen, meine verminderte Sehfähigkeit mit einbringen und meine Arthrose, da der behandelnde Arzt mir selbst mit einer Operation keine wirkliche Besserung zusichern konnte. Ich hielt es diesbezüglich zum damaligen Zeitpunkt für clever ein Beratungsgespräch mit meinem Hausarzt zu führen und dieser teilte mir mit, dass ich bei der Neuberechnung und Einbringung der verminderten Sehfähigkeit damit rechnen müsse, dass man mir den Führerschein wegnehmen könnte. Tatsache war es auch so, dass das Versorgungsamt von jedem Arzt der mich behandelt aktuelle Gutachten verlangte, was mir aber aufgrund der Tatsache das ich auf dem Land lebe, die meisten Ärzte in der 17km entfernten nächsten Stadt ansässig sind, ich keinen PKW zur Verfügung habe und die Kosten der öffentlichen Verkehrsbetriebe horrend sind, mir das gar nicht leisten konnte, mir von Seiten des Versorgungsamtes aber Druck gemacht wurde. Daher habe ich das ganze erst einmal abgeblasen…denn einen nackten Mann kann man nun mal nicht in die Taschen greifen.

Das war jetzt auch der medizinische Teil und damit kommen wir zum eigentlichen Thema, dem Thema Mehrbedarf!

Ich verstehe da die Grundlagen der Berechnungen nicht, da ich wenn ich das lese wie diese Leute das zusammenrechne ich feststellen muss das diese Berechnungen völlig Realitätsfremd sind. Mir wurde mein Antrag auf Mehrbedarf komplett abgelehnt. Als TypII-Diabetiker ist kein Mehrbedarf erforderlich hat man mir geschrieben, komischer Weise fordert aber jeder Arzt bei dem ich in Behandlung bin, dass ich mich gesund und ausgewogen ernähre und dass ich mindestens sechs kleine Mahlzeiten am Tag zu mir nehmen soll, dass ich Sport treiben soll und bla bla bla…nicht zu vergessen, dass die gewünschten vierteljährlichen Arztbesuche auch finanziert werden müssen. Die Rechnung wäre wie folgt: Ich müsste alle viertel Jahr zum Augenarzt, zum Diabetologen und zum 2mal zum Nephrologen…Eine Fahrt zum Arzt kostet hin und zurück 9,40Euro, selten, da alle diese Ärzte oft nur mit Terminvergabe arbeiten lassen sich alle Termine an einem Tag abarbeiten. Jeder der regelmäßige Arzttermine hat weiß dass dort nicht immer alles läuft wie es sollte und selbst mit Terminen Wartezeiten eingeplant werden müssen. Das heißt dann als 4x9,40Euro=37,60Euro…und das so was ein ziemlich großes Loch bei einem Arbeitslosen in die Haushaltskasse reist das ist ja wohl klar. Erschwerend kommt bei mir für dieses Jahr hinzu, dass ich seit Anfang des Jahres um die Befreiung für die Zuzahlung bei Medikamenten und der Praxisgebühr kämpfe, ich für dieses Jahr schon dreimal den Antrag gestellt habe, ich auf meine letzte Anfrage von meiner Krankenkasse gar keine Antwort mehr erhalten habe und ich gerade dabei bin wegen dieses Theaters die Krankenkasse zu wechseln…und da kommt nun meine Frage:

Als chronisch Kranker, der bei der ARGE in der Rehaabteilung geführt wird müsste doch dem Krankheitsbild der betroffenen Person der Mehrbedarf berechnet werden? Mehrbedarf soll doch gewähren, dass das Krankheitsbild der betroffenen Person sich nicht verschlechtert um einen gewissen Grad an Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt zu gewährleisten, oder verstehe ich das falsch? Gerade eine Institution wie die ARGE sollte doch daran ein gewisses Interesse daran haben ihre Kunden auf einem angemessenen gesundheitlichen Level zu halten?


Danke fürs lesen…und für Tipps, Meinungen und Vorschläge bin ich offen :-)
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Alt 05.09.2011, 16:02   #2
alexander29->Emailproblem
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alexander29 alexander29 alexander29 alexander29
Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Leider gibt es für Diabetes keinen Mehrbedarf, ist vom Gesetzgeber so festgelegt.

Für die Befreiung musst du ca. 42 Euro selbst zahlen; danach bekommst du auf Antrag die Befreiungskarte.
Was hat denn die KK auf deine ersten beiden Anträge geantwortet ?
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Alt 05.09.2011, 16:12   #3
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Admiral
Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Hmmm...Irgendwie ist das schon komisch, denn als ich noch als TypI-Diabetiker geführt wurde, hatte ich Gelder für Mehrbedarf erhalten. Das mit der Zuzahlung, bei mir 43,86Euro weiß ich ;-)...da ich ja das ganze auch nicht das erste mal beantrage :-).

Ja, was hat die KK gesagt...es gibt Unstimmigkeiten und Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und der KK betreffs des DMP Programmes.
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Alt 05.09.2011, 16:23   #4
little
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little Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Hallo Admiral,

solltest du beim Versorgungsamt einen Verschlimmerungsantrag stellen, beantrag doch gleich das G für Gehbehindert mit, dann kannst du, im Falle einer Gewährung, auf Antrag, die Wertmarke zur kostenfreien Nutzung der Öffentlichen Nahverkehrsmittel erhalten.

Gruss,
little

P.S.: Bei der Berechnung der % gehts übrigens nicht um Additionsverfahren. Also 40+10+20 ergeben beim Versorgungsamt keine 70% , sondern, in deinem Fall dann eben 50%. Oder anders, hier zählt der höchste plus der niedrigste Wert.
little ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2011, 16:32   #5
Reiner Zufall
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von Admiral Beitrag anzeigen
Hmmm...Irgendwie ist das schon komisch, denn als ich noch als TypI-Diabetiker geführt wurde, hatte ich Gelder für Mehrbedarf erhalten.
Wie geht denn das.............. vom Typ 1 zum Typ 2 werden? Kannst Du das Wunder bitte mal erklären?

Zu Mehrbedarf:

Den gibt es leider für kaum noch für eine Erkrankung. Gibt da eine Empfehlung eines ominösen "Fürsorgevereins", an die sich die JC natürlich gern halten.

Der GdB rechnet sich übrigens eben nicht zusammen nach dem Muster 40 für Krankheit a), 20 für b) u. 10 für c) ergibt = GdB 70.
Der GdB wird für eine Krankheit festgelegt.

Gruß...
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Alt 05.09.2011, 17:39   #6
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Admiral
Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von Reiner Zufall Beitrag anzeigen
Wie geht denn das.............. vom Typ 1 zum Typ 2 werden? Kannst Du das Wunder bitte mal erklären?

Zu Mehrbedarf:

Den gibt es leider für kaum noch für eine Erkrankung. Gibt da eine Empfehlung eines ominösen "Fürsorgevereins", an die sich die JC natürlich gern halten.

Der GdB rechnet sich übrigens eben nicht zusammen nach dem Muster 40 für Krankheit a), 20 für b) u. 10 für c) ergibt = GdB 70.
Der GdB wird für eine Krankheit festgelegt.

Gruß...
Oh ja...Das Wunder kann ich dir erklären. Das liegt daran, dass ich feststellen musste das alle Ärzte Stümper sind. Sorry wenn ich mich so direkt ausdrücke. Bis Anfang 2008 wurde ich als Typ1 Diabetiker behandelt, so wurde ich damals 2001 eingestellt in der Klinik. 2008...nach mehrmaligen Hinweisen an die behandelnden Ärzte, sagte mir mein neuer Diabetologe plötzlich das ich kein Typ1 sondern Typ2 Diabetiker bin und wir die Behanlungsmethode kombinieren aus Tabletten und Spritzen, wo ich vorher nur gespritzt habe. Gerade hier wo ich jetzt wohne musste ich feststellen das ich von meinen behandelnden Ärzten nicht ernst genommen werde. Ich musste drei Jahre kämpfen bevor meine Schmerzen im rechten Arm, was sich dann als Arthrose herausstellte ernst genommen wurden...bei jedem, aber wirklich bei jedem Arzt wo ich war, hatte ich das fast jedes mal zur Ansprache gebracht, hatte aber immer nur das Gefühl das die denken, dass ich das nur simuliere. Vertrauen zu Ärzten habe ich keines mehr und genausowenig zu Krankenkassen...nur sich selbst behandeln und das ganze dann auch noch selbst finanzieren, dass geht wohl schlecht!
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Alt 05.09.2011, 17:47   #7
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Admiral
Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von little Beitrag anzeigen
Hallo Admiral,

solltest du beim Versorgungsamt einen Verschlimmerungsantrag stellen, beantrag doch gleich das G für Gehbehindert mit, dann kannst du, im Falle einer Gewährung, auf Antrag, die Wertmarke zur kostenfreien Nutzung der Öffentlichen Nahverkehrsmittel erhalten.

Gruss,
little

P.S.: Bei der Berechnung der % gehts übrigens nicht um Additionsverfahren. Also 40+10+20 ergeben beim Versorgungsamt keine 70% , sondern, in deinem Fall dann eben 50%. Oder anders, hier zählt der höchste plus der niedrigste Wert.
Ähmm, gut...den Antrag auf Gehbehinderung verstehe ich nicht warum ich den stellen sollte???!!!??? Mit meinen Füßen ist alles in Ordnung...Mir tun die Hüfte zwar oft weh, aber ob das ein gerechtfertigter Grund ist solch einen Antrag zu stellen und den dann auch noch bewilligt zu bekommen?!?
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Alt 05.09.2011, 17:50   #8
Reiner Zufall
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Man kann doch diese Antikörper im Blut feststellen, die es eigentlich nur bei einem Typ 1er gibt........

Was für Pfuscher!

Zitat von Admiral Beitrag anzeigen
Oh ja...Das Wunder kann ich dir erklären. Das liegt daran, dass ich feststellen musste das alle Ärzte Stümper sind. Sorry wenn ich mich so direkt ausdrücke. Bis Anfang 2008 wurde ich als Typ1 Diabetiker behandelt, so wurde ich damals 2001 eingestellt in der Klinik. 2008...nach mehrmaligen Hinweisen an die behandelnden Ärzte, sagte mir mein neuer Diabetologe plötzlich das ich kein Typ1 sondern Typ2 Diabetiker bin und wir die Behanlungsmethode kombinieren aus Tabletten und Spritzen, wo ich vorher nur gespritzt habe. Gerade hier wo ich jetzt wohne musste ich feststellen das ich von meinen behandelnden Ärzten nicht ernst genommen werde. Ich musste drei Jahre kämpfen bevor meine Schmerzen im rechten Arm, was sich dann als Arthrose herausstellte ernst genommen wurden...bei jedem, aber wirklich bei jedem Arzt wo ich war, hatte ich das fast jedes mal zur Ansprache gebracht, hatte aber immer nur das Gefühl das die denken, dass ich das nur simuliere. Vertrauen zu Ärzten habe ich keines mehr und genausowenig zu Krankenkassen...nur sich selbst behandeln und das ganze dann auch noch selbst finanzieren, dass geht wohl schlecht!
Ja, wie gesagt, die Chancen auf Mehrbedarf sind schlecht. Ich hatte damals 51,xx Euro bekommen als Typ 1. Wurden ersatzlos gestrichen. Meine Klage ist noch beim SB anhängig.
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Alt 05.09.2011, 18:03   #9
Alter Sack
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Ich zitiere mal:

Im Bescheid wird dann bei Anerkennung der Behinderung ein Grad der Behinderung angegeben. Dieser variiert je nach Schwere zwischen 20 und 100 und ist in Zehnerwerten gestaffelt. Einzelne Erkrankungen werden hierbei nicht zusammengezählt, sondern in ihrer Gesamtheit bewertet. Zum Beispiel führt Erkrankung A zu 50, B zu 30. Insgesamt werden aber keine 80, sondern z.B. 60 festgestellt.
__

Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
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Alt 05.09.2011, 19:33   #10
Reiner Zufall
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von Alter Sack Beitrag anzeigen
Ich zitiere mal:
Zum Beispiel führt Erkrankung A zu 50, B zu 30. Insgesamt werden aber keine 80, sondern z.B. 60 festgestellt.
Eigentlich führt das zu 50 u. die 30 fallen einfach "hinten runter". Sonst hätt' ich vielleicht schon GdB 120.

Woher stammt denn das rot markierte Zitat?
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Alt 05.09.2011, 19:44   #11
Alter Sack
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von Reiner Zufall Beitrag anzeigen
Woher stammt denn das rot markierte Zitat?
Quelle: Grad der Behinderung - Rechtsanwalt Dr. Palm - Bonn ONLINE
__

Erst wenn man selber von einer Sache betroffen ist, merkt man, wie der Staat versagt hat.
Alter Sack ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.09.2011, 12:19   #12
Mario Nette->Emailproblem
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Für Menschen, die während des SGB-II-Leistungsbezugs an einer konkreten Reha-Maßnahme teilnehmen, gibt es einen Mehrbedarf. Es reicht nicht aus, von der Rehaabteilung betreut zu werden, man muss, um den Mehrbedarf zu bekommen, in einer Maßnahme sein (oder ggf. sich in der Einarbeitung befinden). Grundlage ist § 21 Abs. 4 SGB II. Der Mehrbedarf aus gesundheitlichen Gründen findet sich im § 21 Abs. 5 SGB II. Es sind also verschiedene Mehrbedarfe und es gibt noch andere, siehe den kompletten § 21 SGB II.

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
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Alt 07.09.2011, 19:50   #13
Atze Knorke
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Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Hallo Admiral,

das ist ja geballte Ladung und die Rechnung mit der Unbekannten!

Ich versuche mal zu sortieren.

Das sind Sozialleistungskürzungen durch die Hintertür
und ich denke mal, die Diabetologen sind da mit im Spiel.
Wieviele Erkrankte mit Diabetes mellitus werden nach dem
Typ II behandelt und das sich evtl. nach Jahren als FALSCH
heraus stellt.

Für die chronisch Kranken eine fatale Entwicklung!

Das mit dem Mehrbedarf kostenaufwe(ä)ndigere Ernährung
nach dem SGB II - § 21 Abs. 5 ist hier ausführlich dargelegt!

Mehrbedarf Hartz IV

Das sind die Übeltäter - der Deutsche Verein für öffentliche
und private Fürsorge:

http://www.deutscher-verein.de/05-em...DV%2025-08.pdf

Dazu bitte hier die wesentlichen Änderungen im Gesetzestext:

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...ehrbedarfe.pdf

Die Anlage/Formular MEB zum Antrag Weiterbewilligungsantrag gibt es hier:

Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de

Und das ist noch nicht alles in diesem Dilemma!

Die Sozialgerichte bejahten diesen Mehrbedarf kostenaufwendige
Ernährung nicht mehr!
Gesunde ausgewogene Vollkost, so tönt es aus den Kammern!

Die Sozialgerichte fordern vorab, für einen Monat aufzuschlüsseln,
welche Lebensmittel (dann im Verfahren Nahrungsmittel)
wegen der Erkrankung man kaufen mußte.
Die Retourkutsche des SG und hier wird auch auf die "Mengenangaben"
ein Augenmerk gelegt, es keine Abweichungen von einer
"normalen" gesunden Ernährung zu erkennen ist.
Weshalb die aufgeführten *Nahrungsmittel* einen Mehrbedarf
begründen sollen, ist nicht ersichtlich.

Völlig suspekt!

Ebenso brisant ist, dass diese Festlegung
(antizipiertes Sachverständigen-gutachten) von einer Reihe
im Gesetzgebungsverfahren beteiligten Wohlfahrts- und
Sozialverbänden, Gewerkschaften, Deutscher Verein
durch gewunken wurde und vielmehr vom Letzteren sogar mit
Verweis auf "Bedarfsdeckung durch die Regelleistungen" noch
im Oktober 2008 die Empfehlungen zur Krankenkost (SGB XII !!!)
noch drastisch gekürzt wurden!

Noch brisanter ist, dass dadurch offensichtlich wird,
dass die Bundesregierung die bewusste Unterfinanzierung
von fast 8 Mill. SGB II / SGB XII - Betroffenen geplant hat und
diesen Menschen ihre Würde, ein Teil des Lebens und ihrer
Lebenszeit und für die Kinder ihre Zukunftsaussichten beraubt hat!

Doch diese kritische Analyse ist bemerkenswert, ein RA hat hier mal tiefer nachgedacht:

Kanzlei Dr.J.-F.Bruckermann - Rechtsanwalt in Köln:**Referenzen*»*Hartz IV: Maßstäbe zur Bestimmung kostenaufwendiger Ernährung *

Mit dem Schwerbehinderungsgrad entsprechend Versorgungsamt ist das
auch so eine Sache. So muss man hier auch schon den Kopf unterm Arm
tragen! Prüfungen ergehen durch das Amt.
Nach Ablauf der Frist werden auch Verlängerungen erteilt.

Einige Infos gibt es hier:
Familienratgeber: Schwerbehindertenausweis

Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger!

Alles Gute von Atze Knorke
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)
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Alt 07.09.2011, 20:01   #14
Reiner Zufall
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Genau so! Klasse!



Zitat von Atze Knorke Beitrag anzeigen
Hallo Admiral,

das ist ja geballte Ladung und die Rechnung mit der Unbekannten!

Ich versuche mal zu sortieren.

Das sind Sozialleistungskürzungen durch die Hintertür
und ich denke mal, die Diabetologen sind da mit im Spiel.
Wieviele Erkrankte mit Diabetes mellitus werden nach dem
Typ II behandelt und das sich evtl. nach Jahren als FALSCH
heraus stellt.

Für die chronisch Kranken eine fatale Entwicklung!

Das mit dem Mehrbedarf kostenaufwe(ä)ndigere Ernährung
nach dem SGB II - § 21 Abs. 5 ist hier ausführlich dargelegt!

Mehrbedarf Hartz IV

Das sind die Übeltäter - der Deutsche Verein für öffentliche
und private Fürsorge:

http://www.deutscher-verein.de/05-em...DV%2025-08.pdf

Dazu bitte hier die wesentlichen Änderungen im Gesetzestext:

http://www.arbeitsagentur.de/zentral...ehrbedarfe.pdf

Die Anlage/Formular MEB zum Antrag Weiterbewilligungsantrag gibt es hier:

Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de

Und das ist noch nicht alles in diesem Dilemma!

Die Sozialgerichte bejahten diesen Mehrbedarf kostenaufwendige
Ernährung nicht mehr!
Gesunde ausgewogene Vollkost, so tönt es aus den Kammern!

Die Sozialgerichte fordern vorab, für einen Monat aufzuschlüsseln,
welche Lebensmittel (dann im Verfahren Nahrungsmittel)
wegen der Erkrankung man kaufen mußte.
Die Retourkutsche des SG und hier wird auch auf die "Mengenangaben"
ein Augenmerk gelegt, es keine Abweichungen von einer
"normalen" gesunden Ernährung zu erkennen ist.
Weshalb die aufgeführten *Nahrungsmittel* einen Mehrbedarf
begründen sollen, ist nicht ersichtlich.

Völlig suspekt!

Ebenso brisant ist, dass diese Festlegung
(antizipiertes Sachverständigen-gutachten) von einer Reihe
im Gesetzgebungsverfahren beteiligten Wohlfahrts- und
Sozialverbänden, Gewerkschaften, Deutscher Verein
durch gewunken wurde und vielmehr vom Letzteren sogar mit
Verweis auf "Bedarfsdeckung durch die Regelleistungen" noch
im Oktober 2008 die Empfehlungen zur Krankenkost (SGB XII !!!)
noch drastisch gekürzt wurden!

Noch brisanter ist, dass dadurch offensichtlich wird,
dass die Bundesregierung die bewusste Unterfinanzierung
von fast 8 Mill. SGB II / SGB XII - Betroffenen geplant hat und
diesen Menschen ihre Würde, ein Teil des Lebens und ihrer
Lebenszeit und für die Kinder ihre Zukunftsaussichten beraubt hat!

Doch diese kritische Analyse ist bemerkenswert, ein RA hat hier mal tiefer nachgedacht:

Kanzlei Dr.J.-F.Bruckermann - Rechtsanwalt in Köln:**Referenzen*»*Hartz IV: Maßstäbe zur Bestimmung kostenaufwendiger Ernährung *

Mit dem Schwerbehinderungsgrad entsprechend Versorgungsamt ist das
auch so eine Sache. So muss man hier auch schon den Kopf unterm Arm
tragen! Prüfungen ergehen durch das Amt.
Nach Ablauf der Frist werden auch Verlängerungen erteilt.

Einige Infos gibt es hier:
Familienratgeber: Schwerbehindertenausweis

Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger!

Alles Gute von Atze Knorke
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Alt 07.09.2011, 20:08   #15
Reiner Zufall
Gast
 
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Standard AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von Atze Knorke Beitrag anzeigen

Das sind Sozialleistungskürzungen durch die Hintertür
und ich denke mal, die Diabetologen sind da mit im Spiel.
Wieviele Erkrankte mit Diabetes mellitus werden nach dem
Typ II behandelt und das sich evtl. nach Jahren als FALSCH
heraus stellt.
Das passiert sehr häufig!

Nur umgekehrt, daß ein Typ 1er zum Typ 2er "gemacht" wird nach Jahren (wie hier), das ist ein Hammer, wirklich...
Da wurde gepennt bis zum geht-nicht-mehr. Und das nicht nur vom Arzt, sondern ebenfalls noch vom Labor.
Charakteristisch u. nur beim Typ 1 auftretend sind die Inselzell-Antikörper im Blut. Die hat ein Typ 2 nicht. Wie kann dann sowas passieren?

Da könnte man ja schon fast über eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung nachdenken.

:-(
  Mit Zitat antworten
Alt 08.09.2011, 10:00   #16
Atze Knorke
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Atze Knorke Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Reden AW: Mehrbedarf? Wie geht denn das?

Zitat von Reiner Zufall Beitrag anzeigen
Das passiert sehr häufig!

Nur umgekehrt, daß ein Typ 1er zum Typ 2er "gemacht" wird nach Jahren (wie hier), das ist ein Hammer, wirklich...
Da wurde gepennt bis zum geht-nicht-mehr. Und das nicht nur vom Arzt, sondern ebenfalls noch vom Labor.
Charakteristisch u. nur beim Typ 1 auftretend sind die Inselzell-Antikörper im Blut. Die hat ein Typ 2 nicht. Wie kann dann sowas passieren?

Da könnte man ja schon fast über eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung nachdenken.

:-(
JA, da würde ich nicht locker lassen, dass so ein Schindluder
vom Diabetes-Arzt getrieben wird und das sind LEIDER KEINE
EINZELFÄLLE!

Nun bei mir hat mich die Schwerpunktpraxis! im DMP Programm
als Typ IIer geführt ... aber ich bin ein Typ III und diese Formen
fallen völlig raus bzw. werden nicht adäquat therapiert.

Die Suche nach einem guten Diabetologen, der auch auf Augenhöhe
mit dem Patienten/Kunden kann, erwies sich als Farce in meinem
Wohnumfeld!
Die Ärzte werden u. a. durch Pharma-Konzernen gesponsert ... aber auch
die Deutsche Diabetes Gesellschaft ist mir suspekt, dann der
Deutsche Diabetiker Bund und Landesverbände sind nicht das, was sie
zu seinen scheinen -
Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing' - so sieht das mehr und
mehr in der Praxis aus - sogar ehemaligen "Polikliniken" werden in
"Gesundheitszentren - z. B. SANA Gesundheitszentrum" umgewandelt!
Dabei wird sogar der Hund in der Pfanne verrückt!

Bin bei einer Ärztin für Inneres sehr gut aufgehoben.
Und bekommeaussagefähige Laborwerte, die mit mir
auch besprochen und erklärt werden!
__

Icke grüß' mal, Atze Knorke

Die Beiträge sind reiner, persönlicher Erfahrungsschatz keine Rechtsberatung.

"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, fünfzig, um schweigen zu lernen." (Ernest Hemingway)

"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." (Mahatma Gandhi)
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