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Alt 31.08.2011, 21:08   #1
sgrund
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sgrund Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Rente nach altem Recht

Hallo,

ich schreibe im Auftrag eines Freundes, geb. am 24.01.1960, er macht sich Gedanken, einen Rentenantrag zu stellen. Kennt jemand die Voraussetzungen nach altem Recht, Rente zu bekommen?
Ein Link zu entsprechenden Gesetzestexten wäre auch hilfreich.

Danke und herzliche Grüße

S.Grund
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Alt 31.08.2011, 23:03   #2
Doppeloma
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Frage AW: Rente nach altem Recht

Hallo sgrund,

Zitat:
ich schreibe im Auftrag eines Freundes, geb. am 24.01.1960, er macht sich Gedanken, einen Rentenantrag zu stellen. Kennt jemand die Voraussetzungen nach altem Recht, Rente zu bekommen?
Was meinst du damit, die Rente wegen Berufsunfähigkeit

Die wird auch NUR noch sehr eingeschränkt vergeben, meist eher GAR NICHT, sondern auf ähnliche Berufe /Tätigkeiten verwiesen, damit KEINE BU-Rente gezahlt werden muss.

Zitat:
Ein Link zu entsprechenden Gesetzestexten wäre auch hilfreich.
Bitte etwas genauer beschreiben worum (um welche Rente???) es überhaupt geht, alle gesetzlichen Bedingungen zu den verschiedenen Renten-Arten kann man auf der DRV-Homepage nachlesen, "neue" Renten "nach altem Recht" gibt es in dem Sinne überhaupt NICHT mehr.

Alle Renten-Arten wurden mit der Reform 2001 "überarbeitet" und Einige werden im Zuge der Rente mit 67 nach und nach ganz abgeschafft oder je nach Geburtsjahrgang nach hinten verschoben.

Deutsche Rentenversicherung - Rente


MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 01.09.2011, 22:59   #3
sgrund
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Beiträge: 147
sgrund Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rente nach altem Recht

Hallo,

meines Wissens nach gibt es doch für die Jahrgänge bis 1960 andere (einfachere) Voraussetzungen, um vor dem gesetzlichen Alter in Rente gehen zu können. Reicht bei denen nicht die "Unfähigkeit", im erlernten bzw. überwiegend ausgeübten Beruf weiter zu arbeiten?
Konkret geht es hier um einen 51 Jahre alten gelernten Industriekaufmann, welcher aber die letzten 10 Jahre am Band in der Metallbranche beschäftigt war.
Für die Jahrgänge ab 1961 gibt es ja die EU-Rente.

Gruß
S.Grund
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Alt 01.09.2011, 23:37   #4
AsbachUralt
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Beiträge: 1.364
AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt AsbachUralt
Standard AW: Rente nach altem Recht

Zitat von sgrund Beitrag anzeigen
Hallo,

meines Wissens nach gibt es doch für die Jahrgänge bis 1960 andere (einfachere) Voraussetzungen, um vor dem gesetzlichen Alter in Rente gehen zu können. Reicht bei denen nicht die "Unfähigkeit", im erlernten bzw. überwiegend ausgeübten Beruf weiter zu arbeiten?
Konkret geht es hier um einen 51 Jahre alten gelernten Industriekaufmann, welcher aber die letzten 10 Jahre am Band in der Metallbranche beschäftigt war.
Für die Jahrgänge ab 1961 gibt es ja die EU-Rente.

Gruß
S.Grund

Zitat:
Durch die Rentenreform zum 01.01.2001 haben sich die Leistungen aus den gesetzlichen Erwerbsminderungs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen gravierend geändert.
Die Berufsunfähigkeitsrenten werden nur noch Personen gewährt, die zu Reformbeginn das 40. Lebensjahr vollendet haben. Allerdings gibt es auch bei dieser Personengruppe eine gravierende Leistungsreduzierung, da nur noch die Hälfte der vollen Erwerbsminderungsrente gezahlt wird. Die Rente wird außerdem nur gezahlt, wenn nicht mehr als 6 Stunden im Beruf gearbeitet wird.
Unter 40-jährige können auf alle Berufe verwiesen werden. Die Arbeitsmarktsituation wird allerdings betrachtet, d.h. solange kein Arbeitsplatz gefunden wird, wird die Rente weiter bezahlt (konkrete Betrachtungsweise). Die Bezugnahme auf die bisherige Ausbildung und die ausgeübte Tätigkeit entfällt.
Gesetzliche Versorgung bei Berufsunfaehigkeit
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Alt 02.09.2011, 03:18   #5
Doppeloma
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Frage AW: Rente nach altem Recht

Hallo sgrund,

Zitat:
meines Wissens nach gibt es doch für die Jahrgänge bis 1960 andere (einfachere) Voraussetzungen, um vor dem gesetzlichen Alter in Rente gehen zu können.
Was du meinst ist die Rente wegen BerufsUnfähigkeit, "einfach" ist da aber gar nichts.
Die Beschreibung dazu findest du im Beitrag von @AsbachUralt, wenn überhaupt ist das dann auch NUR eine Teilrente (halber EM-Renten-Betrag) und darüber, ob diese BU-Rente überhaupt nötig ist, entscheidet die Rentenversicherung, da hat man keinen generellen Anspruch drauf.

Für die Jahrgänge ab 1961 gibt es diese Renten-Art überhaupt NICHT mehr.

Zitat:
Reicht bei denen nicht die "Unfähigkeit", im erlernten bzw. überwiegend ausgeübten Beruf weiter zu arbeiten?
Das muss aber auch erst mal "rentensicher" festgestellt werden und diese Feststellung treffen NUR (DRV)-Reha-Einrichtungen und Gutachter der Rentenversicherung!

Zitat:
Konkret geht es hier um einen 51 Jahre alten gelernten Industriekaufmann, welcher aber die letzten 10 Jahre am Band in der Metallbranche beschäftigt war.
Dann gilt sein erlernter Beruf dafür gar nicht mehr, da er den schon so lange GAR NICHT mehr ausgeübt hat, würde dafür nur noch die letzte Tätigkeit als Prüfgrundlage (der BU) dienen, ich nehme an es handelt sich hier um eine "Anlerntätigkeit"...

Damit entfällt der Anspruch auf eine Rente wegen BerufsUnfähigkeit, denn man KANN IMMER in die nächst-tiefere Stufe (hier ungelernte Tätigkeit) verwiesen werden und damit steht ihm der ganze allgemeine Arbeitsmarkt für eine ANDERE Beschäftigung offen.

Ist KEINE "Bösartigkeit" von mir sondern leider eine Tatsache, an der ich selber genug "zu knabbern" habe, ich kämpfe seit über 3 Jahren um meine EM-Rente.

Für meine letzte Tätigkeit (Telefonistin, angelernt) wurde mir sogar (von der DRV!) die BU bescheinigt, erhalte aber die BU-Rente trotzdem NICHT, ich KÖNNE ja noch IRGEND was ANDERES auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Vollzeit machen

Zitat:
Für die Jahrgänge ab 1961 gibt es ja die EU-Rente.
Die ErwerbsUnfähigkeits-Rente gibt es seit 2001 überhaupt NICHT mehr, es gibt NUR noch Rente wegen voller Erwerbsminderung (erwerbsfähig UNTER 3 Stunden täglich) oder teilweiser Erwerbsminderung (3 - unter 6 Stunden täglich), wer (nach Ansicht der DRV) täglich (mindestens) 6 und MEHR Stunden arbeiten kann braucht KEINE Rente...

Bei 6 Stunden ist man also aktuell (nach DRV-Maßstäben) VOLLZEIT arbeitsfähig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (also unabhängig von irgendeinem Berufsschutz!) und DAS betrifft ALLE, egal ob VOR oder NACH 1961 geboren, jedenfalls bis zur nächsten "Renten-Reform".

Vorzeitig in Rente zu gehen wird immer schwerer, selbst für Leute, die gesundheitlich wirklich NICHT MEHR KÖNNEN, schließlich sollen wir doch am Besten ALLE (mindestens) bis 67 arbeiten.

Habe mal in die Liste geschaut, für deinen Freund liegt die Regel-Altersgrenze bei 66 Jahren und 4 Monaten, je nach Arbeits-/Versicherungsjahren bei der DRV kann er vielleicht schon eher in Rente gehen aber nur mit Abzügen.

MfG Doppeloma
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Alt 02.09.2011, 03:48   #6
Reiner Zufall
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Standard AW: Rente nach altem Recht

Von der AfA wurde ich aufgefordert, Rente zu beantragen oder erst mal zur Beratung der DRV zu gehen (schwer vermittelbar, gesundheitliche Schäden).

Will hier nicht die ganze Story schreiben, was da im Verlaufe mehrerer Monate ablief.

Jedenfalls bekam ich einen Bescheid, in dem sinngemäß stand, daß ich aufgrund dessen, weil ich schon in soviel verschiedenen Tätigkeiten gearbeitet habe, keine Rente bekommen könnte................. denn: Mir stünde praktisch der ganze Arbeitsmarkt offen!

Heißt umgekehrt: wenn ich immer nur in meinem erlernten Beruf geschafft hätte u. nichts anderes gemacht.......dann u. wegen meines Alters dazu wären vielleicht Möglichkeiten gewesen, so aber leider nicht.
Für mich schon 'ne merkwürdige Logik, aber so sind die halt...

RZ
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Alt 02.09.2011, 11:19   #7
sgrund
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sgrund Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Rente nach altem Recht

Welches Baujahr bist du denn, vor 1961 oder danach?
sgrund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2011, 12:44   #8
Hotti
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Hotti
Standard AW: Rente nach altem Recht

Ich bekomme eine Rente nach (fast) alten Recht. Diese Rente nennt sich halbe Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit. Ich bin Baujahr 1952 und habe mir diese Rente nach einen Dutzend Gutachten vor Gericht erkämpft. Da braucht man Nerven zu, aber es hat sich zu guter Letzt gelohnt.
__

Gruß Horst

Alles was ich hier nieder schreibe ist einzig und allein meine persönliche Meinung


Kein Ziel kann weiter sein, kein Weg kann schwerer sein, als es die Heimkehr ist in die Vergangenheit




Hotti ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2011, 14:48   #9
Reiner Zufall
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Rente nach altem Recht

Zitat von sgrund Beitrag anzeigen
welches baujahr bist du denn, vor 1961 oder danach?
1957
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Alt 02.09.2011, 14:58   #10
Doppeloma
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Frage AW: Rente nach altem Recht

Zitat:
Welches Baujahr bist du denn, vor 1961 oder danach?
Falls du mich meinst, bin Jahrgang 1952 und HABE 2 erlernte Berufe, allerdings die letzten 10 Jahre als Telefonistin (Anlern-Tätigkeit) gearbeitet, weil ich schon vor über 10 Jahren NIX ANDERES mehr gefunden habe und auch gesundheitlich nicht mehr machen konnte.

@RZ ist (meines Wissens ) etwa in meinem Alter, auf JEDEN Fall auch VOR 1961 geboren, STIMMTS...????

Bei meinem Männe (auch lange VOR 1961 geboren!) war es übrigens GENAU SO, er hat sogar 3 erlernte Berufe und wurde trotzdem auf den "allgemeinen Arbeitsmarkt" verwiesen, weil er diese Berufe schon seit vielen Jahren aus gesundheitlichen Gründen NICHT mehr ausüben KONNTE!

Es gab aber (lt.DRV) IMMER was ANDERES, damit man KEINE BU-Rente zahlen brauchte, nun ist er so kaputt, dass er nach über 4 Jahren Kampf die EM-Rente (unbegrenzt!!!) bekommen MUSSTE...

Von dieser Rente könnte er als Alleinstehender allerdings nicht mal existieren nach 35 Jahren Arbeit, aber DAS nur nebenbei...

MfG Doppeloma
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